{"id":99031,"date":"2014-09-04T00:00:00","date_gmt":"2014-09-04T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=99031"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"ROLAND-KAISER-Das-5-CD-Set-Ori-99030","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/ROLAND-KAISER-Das-5-CD-Set-Ori-99030\/","title":{"rendered":"ROLAND KAISER <br \/> Das 5-CD-Set &quot;Original Album Classics&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Eine echte Flei\u00dfarbeit, wie Sie gleich sehen werden&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit ein paar Jahren ist es Usus, dass einige Schallplattenfirmen einst bei Ihnen erschienene Alben nicht mehr gesondert als Einzel-CDs, sondern, aus Gr&uuml;nden der Platz- und Kostenersparnis, sowie der &ouml;kologischen Unvertr&auml;glichkeit zu vieler kursierender Plastik-CD-H&uuml;llen, vielmehr in mit Pappe umh&uuml;llten Dreier- oder gar F&uuml;nfer-CD-Boxen neu auflegen, um dem Fan, nicht selten zu &auml;u&szlig;erst verlockendem Niedrigpreis, ein paar Perlen seines Lieblingsinterpreten gesammelt in digitaler Klangqualit&auml;t zu offerieren. So werden bei diesem Verfahren die entsprechenden Einzelalben eines K&uuml;nstlers jeweils in d&uuml;nnen Pappschubern einget&uuml;tet, auf denen das Original-Vor- und R&uuml;ckcover im Kleinformat abgebildet ist, und dann &ndash; je nach Firma &ndash; drei oder f&uuml;nf solcher meist betagter Originalwerke in einer kleinen Box, ebenfalls aus Pappe, verwahrt und im Handel kosteng&uuml;nstig angeboten.<\/p>\n<p>Inzwischen sind bestimmt &uuml;ber 100 solcher CD-Boxen, nicht selten angef&uuml;llt mit raren, lange gesuchten, weil seit Ewigkeiten vergriffenen Aufnahmen, erschienen. Wurden zun&auml;chst nur internationale Themen aus Rock, Pop, Jazz, New Wave oder sonstigen Stilrichtungen in dieser wahrlich f&uuml;r Fan und dessen Portemonnaie &auml;u&szlig;erst erfreulichen Form aufbereitet, so sind seit einigen Monaten zunehmend mehr deutsche bzw. deutschsprachige K&uuml;nstler ber&uuml;cksichtigt worden, deren fr&uuml;here Scheiben in solchen z.B. &bdquo;Original Album Series&ldquo; oder &bdquo;Original Album Classics&ldquo; betitelten Pappboxen nach und nach erneut auf den Markt kommen. Zum Herbst 2014 sind somit nun z.B. Roger Whittaker mit f&uuml;nf Hitalben aus den 80ern, Juliane Werdings f&uuml;nf Hansa-LPs aus der Vorg&auml;ngerdekade oder Peter Alexander mit f&uuml;nf LPs unter dem Motto &bdquo;Schlager-Rendezvous mit&hellip;&ldquo; an der Reihe.<\/p>\n<p>An dieser Stelle m&ouml;chte ich nun, auch um mich den Leserinnen und Lesern bei Smago.de, immerhin nach &uuml;ber zweij&auml;hriger Pause, m&ouml;glichst positiv in Erinnerung zu rufen, mich dem am 12.09.2014 zu ver&ouml;ffentlichenden CD-Set <strong>&bdquo;ORIGINAL ALBUM CLASSICS&ldquo; <\/strong>von <strong>ROLAND KAISER<\/strong> w&uuml;rdigend annehmen, f&uuml;r dessen Gelingen Hansa\/SONY Music f&uuml;nf wichtige, teils tats&auml;chlich vielgesuchte LPs des sprichw&ouml;rtlichen Kaisers des gehobenen deutschen Popschlagers herausgesucht und f&uuml;r eine Box zu einem &nbsp;Preis von um die 13, 14 Euro zusammengestellt hat<\/p>\n<p>Den Anfang macht der ultrarare LP-Einstand von <strong>ROLAND KAISER<\/strong>. Dieser pr&auml;sentierte, nach einigen bereits appetitmachenden Versuchen im Singleformat, im Herbst 1976 sein allererstes eigenes Album. Es trug denselben Titel, wie Rolands damals &uuml;beraus erfolgreiche 45er. <strong>&bdquo;Frei &ndash; das hei&szlig;t allein&ldquo;<\/strong> beinhaltete zw&ouml;lf Titel, darunter nat&uuml;rlich auch die seit 1974 erschienen vier Singles, die aber in den Hitparaden noch nicht die starke Wirkung hinterlassen konnten, die ab &bdquo;Frei &ndash; Das hei&szlig;t allein&ldquo; zur sch&ouml;nen Regelm&auml;&szlig;igkeit f&uuml;r ihren Interpreten werden sollte. Bei genanntem Aufh&auml;ngertitel handelte es sich um eine so sanft, wie &uuml;berzeugend gesungene Fassung des seinerzeit von Gitarrist Ricky King eingespielten Instrumentalhits &bdquo;Verde&ldquo;, der urspr&uuml;nglich als Erkennungsmelodie f&uuml;r eine italienische Historiendokumentation genutzt wurde, von Guido und Maurizio de Angelis, besser bekannt als Popduo &bdquo;Oliver Onions&ldquo; verfasst worden war, und den Rastatter Pop-Gitarrero bis auf Rang 3 der deutschen &bdquo;Top 50&ldquo; gef&uuml;hrt hatte. Rolands sehr liebenswerte Auslegung von &bdquo;Verde&ldquo; gelangte in den Media-Control-Listen bald darauf bis auf Rang 14 und stellte somit dessen fulminanten Einstieg in die Welt der Verkaufscharts dar.<\/p>\n<p>Neben dieser brillanten, sehnsuchtsvollen Edelschnulze, h&ouml;ren wir auf der neu aufgelegten CD &ndash; &uuml;brigens findet sich dieses Album im Rahmen von &bdquo;Original Album Classics&ldquo; zum ersten Mal &uuml;berhaupt auf Silberscheibe &ndash; z.B. Rolands allererste Single &bdquo;Was ist wohl aus ihr geworden?&ldquo;, einen schnittigen Ohrwurm mit latenten Country- und Blues-Einsprengseln, deren Nachfolger, die stille Ballade &bdquo;Bevor die n&auml;chste Tr&auml;ne f&auml;llt&ldquo;, eine deutsche Version des US-Countryhits &bdquo;Before the Next Teardrop falls&ldquo; des mexikanisch-amerikanischen S&auml;ngers Freddy Fender, und die weitere kleine Schwarze &bdquo;Eine Nacht, die man nicht vergessen kann&ldquo;, eine flotte, von luftigen Reggae-Rhythmen getragene deutsche Version des traditionellen englischen Kirchenliedes &bdquo;Amazing Grace&ldquo;. Auch der freundliche Country-Pop-Schlager &bdquo;Jane, oh Jane&ldquo; diente 1976 als letzte Single vor dem ersten gro&szlig;en kommerziellen H&ouml;hepunkt mit &bdquo;Frei &ndash; das hei&szlig;t allein&ldquo;.<\/p>\n<p>Unter den reinen Albumtiteln stechen vor allem der sp&uuml;rbar 50er-Jahre-selig gepr&auml;gte, romantisch-liebliche Pop&rsquo;n&rsquo;Roll-Song &bdquo;Sha-la-la&ldquo; hervor, der als B-Seite von Rolands &bdquo;Amazing Grace&ldquo;-Sichtweise herhielt, aber durchaus auch einen perfekten A-Titel h&auml;tte abgeben k&ouml;nnen, wie gleichsam das liebenswerte, zaghaft Swing-, Musical- und Cabaret-Elemente vereinende, gro&szlig;spurige Beinahe-Chanson &bdquo;Karneval&ldquo;. &bdquo;Wenn Du gehst&ldquo; ist eine erst sachte, dann immer intensivere Mid-Tempo-Komposition, angereichert mit treibenden, fast kreischenden Gospel-Ch&ouml;ren im Sinne des Anfang der 70er Jahre sehr reputierlichen &sbquo;Jesus-Pop&lsquo; von Les Humpheries oder Bruce Low, w&auml;hrend &bdquo;Adios Amigos&ldquo; erneut die deutsche Version eines US-Country-Hits darstellt, diesmal eine von Jim Reeves&lsquo; gleichnamigem Titel aus dem Jahr 1961, der, von Lyriklegende Kurz Feltz muttersprachlich betextet, in unseren Breitengraden auch von Gunter Gabriel oder Johnny Hill aufgenommen wurde. Im klassischen Schlagerkontext verbleiben dagegen die eher konventionellen Balladen &bdquo;Wenn das alles nicht mehr z&auml;hlt&ldquo;, &bdquo;Wenn Du immer noch nicht wei&szlig;t, dass ich Dich liebe&ldquo; und &bdquo;Die Geschichte unserer Liebe&ldquo;.<\/p>\n<p>Als im Fr&uuml;hjahr 1977 eine weitere, nicht auf der LP vorhandene Single von Roland mit dem Titel &bdquo;Zieh mit dem Wind&ldquo; auf den Markt kam, folgte schnurstracks eine LP-Zweitauflage von &bdquo;Frei &ndash; das hei&szlig;t allein&ldquo;. Der &ndash; zugegebenerma&szlig;en ungew&ouml;hnliche, aber alles andere als unsympathische &ndash; Albumtrack &bdquo;Karneval&ldquo; musste hierf&uuml;r &bdquo;Zieh mit dem Wind&ldquo; weichen; f&uuml;r die CD-Erstauflage innerhalb hier vorgestellter CD-Box aber wurde die erste LP-Version aus dem Herbst 1976 ber&uuml;cksichtigt, so dass das urspr&uuml;nglich von Joachim Heider und Christian Heilburg f&uuml;r Marianne Rosenberg geschriebene (und von dieser auch bereits 1974 als Single vorgelegte) Schlagerchanson &bdquo;Karneval&ldquo; in der Fassung von Roland Kaiser nun zum allerersten Mal &uuml;berhaupt zu CD-Ehren kommt.<\/p>\n<p>Die LP &bdquo;Frei &ndash; das hei&szlig;t allein&ldquo; &ndash; nun eben in wohlklingendem CD-Format endlich wieder erh&auml;ltlich &ndash; ist noch kein wegweisendes Meisterwerk, stellt aber auch nicht weniger dar, als ein sehr respektables Deb&uuml;t eines &uuml;beraus talentierten und vielseitigen K&uuml;nstlers. Roland Kaiser, der damals &ndash; im Gegensatz zu sp&auml;teren Jahren &ndash; noch f&uuml;r keinen einzigen Liedbeitrag selbst als Verfasser, Texter oder Produzent verantwortlich zeichnete, wusste offenbar noch nicht so ganz genau, in welche musikalische Richtung er gehen wollte; er schien noch zu sehr auf seine Produzenten &ndash; i.D. Falle Thomas Meisel und Entdecker Gerd K&auml;mpfe &ndash; und deren Ideen angewiesen. Sp&auml;ter kaum noch angewandte Country-Ankl&auml;nge &uuml;berwogen, eine unverkennbare Eigenst&auml;ndigkeit des K&uuml;nstlers war noch nicht allenthalben vorhanden.<\/p>\n<p>Ein Jahr nach dieser, wie beschrieben, bereits recht vielversprechenden Deb&uuml;t-LP, folgte Album Numero Zwei aus dem Hause Kaiser namens &bdquo;Nicht eine Stunde tut mir leid&ldquo;, mitsamt des ultimativen Singlekrachers &bdquo;Sieben F&auml;sser Wein&ldquo;, sowie, diesmal zwei Jahre darauf, die stilistisch &auml;u&szlig;erst abwechslungsreiche (und zudem sehr rare, ergo geradezu nach CD-Wiederver&ouml;ffentlichung schreiende) Scheibe &bdquo;Etwas von mir&ldquo; &ndash; Ja, und im Herbst 1980 gelang Roland Kaiser, wie die meisten von uns wissen, der gro&szlig;e Durchbruch, kommerziell, wie k&uuml;nstlerisch, mittels des unschlagbaren Nummer-Eins-Hits &bdquo;Santa Maria&ldquo;, der ihm zweifellos schnurstracks den Weg ganz nach oben in einheimische Schlager\/Pop-Sph&auml;ren zu ebnen vermochte.<\/p>\n<p>Im Sp&auml;tsommer 1982, zeitgeschichtlich irgendwo zwischen Neuer Deutscher Welle und Neuer Deutscher Wende, ver&ouml;ffentlichte Roland Kaiser, allem Trubel und Hype rund um Hubert K. wie Helmut Kah zum Trotz, eine erneut &uuml;beraus ambitionierte LP, die da hie&szlig; <strong>&bdquo;In Gedanken bei Dir&ldquo;<\/strong>. Mittels einer CD-Neuauflage dieser bei Roland-Fans ebenfalls &auml;u&szlig;erst beliebten 12-Lied-Kollektion, in deren Repertoire &uuml;brigens &uuml;berwiegend auf poppige Up-Tempo-Nummern und weniger als zuvor auf Balladen und reine (wenn auch meist fraglos edle) &sbquo;Schnulzen&lsquo; gesetzt wurde, findet vorliegende Box &bdquo;Original Album Classics&ldquo; eine treffliche Fortsetzung. Bereits im M&auml;rz 1982 war die regentr&uuml;b-romantische Vorabsingle &bdquo;Wohin gehst Du?&ldquo; erschienen, die Rang 23 in den &bdquo;Media Control&ldquo;-Charts erzielte, sich aber in der sich langsam mittels schrillen NDW-Geh&uuml;pfes (nicht immer zu ihrem Vorteil) modernisierenden &bdquo;ZDF-Hitparade&ldquo; im Mai 1982 zwar selbstverst&auml;ndlich bewerben, aber leider nicht plazieren konnte. Der sacht, aber sp&uuml;rbar am britischen New Romantic-Sound jener Tage orientierte Edelschlager &uuml;ber einen verlassenen Mann, der seine bisherige Partnerin mit ihrem neuen Lover spazieren gehen sieht und sie fragen m&ouml;chte, ob sie sich nun zu ihm selbst oder wom&ouml;glich doch zu dem neuen Mann an ihrer Seite bekennen wolle, z&auml;hlt noch heute zu den atmosph&auml;rischsten und intensivsten Roland-Kaiser-Titeln der 80er Jahre und kommt immer wieder bei Live-Konzerten des heute 62j&auml;hrigen Entertainers zum gefeierten Einsatz.<\/p>\n<p>Nahezu zeitgleich mit &bdquo;In Gedanken bei Dir&ldquo;, gab es die zweite Single daraus zu h&ouml;ren: &bdquo;Manchmal m&ouml;chte ich schon mit Dir&ldquo; erz&auml;hlte die erotisch hochgradig knisternde, konstruktiv schw&uuml;le Story eines Mannes, der <em>manchmal <\/em>dar&uuml;ber sinniert, doch mit der Frau seines besten Freunds <em>&bdquo;einen Abend lang das Wort B-E-G-E-H-R-E-N <\/em>(zu)<em> buchstabieren&ldquo;<\/em> und alles das zu tun, was auf eine solche sprachliche\/logop&auml;dische &Uuml;bung schnell folgen kann&hellip; Dies war nicht mehr und nicht weniger, als eine von sanften, flirrenden Akustikgitarren getragene, keck franz&ouml;sisch anmutende, mit prickelndem Akkordeon-Flair vermengte Chanson-trifft-Pop-Mixtur, gehalten im mittleren, Geborgenheit und Wollust gleicherma&szlig;en vermittelnden Tempo, versehen mit einer Klasse Melodie, die nicht nur einen fulminanten Rang 7 im Herbst 1982 bei &bdquo;Media Control&ldquo;, sondern auch einen mehr als nur einwandfrei verdienten Platz Drei in der November-Ausgabe der &bdquo;ZDF-Hitparade&ldquo; zu erzielen vermochte. Dass das gesungene &sbquo;buchstabierte Begehren&ldquo; heutzutage l&auml;ngst generationen&uuml;bergreifend Kultstatus besitzt, steht ohnehin au&szlig;er Frage.<\/p>\n<p>Obwohl keine weitere Single aus &bdquo;In Gedanken bei Dir&ldquo; ausgekoppelt wurde, sind auch nahezu alle anderen Beitr&auml;ge darauf alles andere als von schlechten Eltern. Rein pers&ouml;nlich hatte mir schon damals, mit elf Jahren, sehr imponiert, dass Roland, wie erw&auml;hnt, sehr viele temporeiche Lieder auf der Titelliste seines 82er-Werkes untergebracht hatte. Da w&auml;re z.B. die lustvoll wehende, wohltuend mit strikten, rockigen Elementen, treibenden E-Gitarren und h&auml;mmerndem Schlagzeug (besonders im hymnischen Refrain) ausgestattete Bitte eines total verliebten Mannes &bdquo;Leih mir die Fl&uuml;gel, Engel&ldquo;, oder der von niemand geringerem als Kollege G.G. Anderson und seinem Team komponierte Romantikpopper &bdquo;Irgendwo in dieser Stadt&ldquo;: Ebenfalls eine fulminante, hintergr&uuml;ndig rockende Up-Tempo-Melodie voller Sehnsucht und Melancholie, die aufmerksame Fans des 80er-Jahre-Schlagers gleichsam vom Komponisten Gerd G. interpretiert kennen, mit einem anderen Text als &bdquo;1000 Stunden hat die Nacht&ldquo;, auf dessen zweiter deutschsprachiger Solo-LP&nbsp; &bdquo;Was ich Dir sagen m&ouml;chte&ldquo;, erschienen im September 1985, ergo drei Jahre nach &bdquo;In Gedanken bei Dir&ldquo;. Ebenso im vorantreibenden, poppig-rockigen Kontext h&auml;lt sich das gleichsam streng hymnische &ldquo;Die Frau, die ich liebe&ldquo; auf, sowie der aufreibende, mit feinstem Saxophon ausstaffierte Albumausklang &bdquo;Dann bist Du da&ldquo;.<\/p>\n<p>Eine elit&auml;re Popballade mittleren Tempos stellt das hochmelodi&ouml;se und ebenso kraftvolle Synthichanson &bdquo;Das Fenster zum Hof&ldquo; dar, in dem der K&uuml;nstler &uuml;ber eine unerreichte Jugendliebe liebevoll r&uuml;ckblickend erz&auml;hlt, die im Haus gegen&uuml;ber wohnte, weitaus &auml;lter war als der Protagonist selbst, daher von dessen Gef&uuml;hlen nicht viel mitbekommen hat, aber dennoch von ihm &uuml;ber viele Jahre lang zutiefst verehrt wurde.<\/p>\n<p>Als monumentaler, stiller, mit zig Streichern aus dem Synthesizer freundlich verzierter Schleicher zeigt sich &bdquo;Weit vor der Zeit&ldquo;; ebenfalls im balladesken Kontext verbleibt das mit einem zackigen, konstruktiv trotzig wirkenden Synthipop-Refrain versehene &bdquo;Vorbei ist nicht vorbei&ldquo;. Getragen, dunkel, blueslastig, stets einwenig hoffnungsvoll und doch realistisch abgekl&auml;rt, erklingt das wiegende Schlagerkleinod &bdquo;Und doch sp&uuml;re ich Angst in mir&ldquo;, in dem ein Vater der Sorge Ausdruck verleiht, seine kleine Tochter, die nach der Scheidung seiner Ex-Frau zugesprochen wurde, k&ouml;nne ihn im Laufe der Jahre der Trennung vergessen oder gar aus ihrem Leben streichen. Die romantische, gitarrenbetonte Mid-Tempo-Popballade &bdquo;Wenn ich tr&auml;ume&ldquo;, wurde ebenfalls von G.G. Anderson und Freunden komponiert und stellt ein Kuriosum auf &bdquo;In Gedanken bei Dir&ldquo; dar. Denn diese schw&uuml;lstig, latent mediterran vertr&auml;umte Melodie fand innerhalb von kaum einem Jahr gleich vierfache Verwendung: Komponist G.G. ver&ouml;ffentlichte sein Werk auf Englisch gesungen, als &bdquo;Jim and Andy&ldquo; und zog im Sommer 1982 damit bis auf Rang 36 der einheimischen Singlecharts. Nur wenig sp&auml;ter legte Stimmungsmogul Tony Marshall eine deutschsprachige Auslegung dessen mit dem Titel &bdquo;Jim UND Andy&ldquo; vor, die eine Woche lang auf Rang 63 derselben Hitparade Station machte und im Oktober 1982 bei Dieter Thomas Heck auf den dritten Rang gew&auml;hlt wurde. Zugleich interpretierte die damalige Nachwuchshoffnung von Rolands Plattenfirma HANSA, eine junge Dame namens Melanie Sanders, nochmals dasselbe Lied als &bdquo;Wenn ich tr&auml;ume&ldquo; &ndash; und ebenjene Textversion, geschrieben von Roland pers&ouml;nlich in Kooperation mit Hansa-Haustexter Norbert Hammerschmidt, fand sich in etwa zeitgleich auch auf &bdquo;In Gedanken bei Dir&ldquo;.<\/p>\n<p>&Uuml;ber einen gestrauchelten, einstigen B&uuml;hnenstar aus vergangenen Zeiten, berichtet die mitf&uuml;hlende, gar ehrf&uuml;rchtige Chansonballade &bdquo;Gro&szlig;er, alter Mann&ldquo;, die eben jenem klar machen soll, dass zwar sein &ouml;ffentlicher Ruhm, seine Medienpr&auml;senz, verblasst sein m&ouml;gen, er aber nachwachsenden, jungen Talenten aufgrund seiner langj&auml;hrigen Erfahrung im Showbusiness jederzeit als wahrhaft <em>gro&szlig;es <\/em>Vorbild dienen kann, wenn er sich nur aufraffen und nicht mehr nur der <em>&sbquo;gro&szlig;en, alten&lsquo;<\/em> Vergangenheit nachtrauern w&uuml;rde.<\/p>\n<p>Ob seiner musikalischen, wie gesanglichen und textlichen Direktheit, seines h&auml;ufig poppig-rockigen Ambientes mitsamt zeitgem&auml;&szlig;er Spielarten der britischen New Romantic, z&auml;hlte &bdquo;In Gedanken bei Dir&ldquo; von jeher zu meinen absoluten Lieblingsplatten von Roland Kaiser. Lange, lange war das Originalalbum &ndash; wie man neudeutsch so sch&ouml;n sagt &ndash; &bdquo;out of Print&ldquo;, so dass es nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Kindern der 80er Jahre garantiert eine enorme Freude bereitet, dieses Album nun, selbstverst&auml;ndlich in klangvoller CD-Qualit&auml;t, wiederum in einem Durchgang genie&szlig;en zu k&ouml;nnen. &bdquo;In Gedanken bei Dir&ldquo; ist eine propere, in sich geschlossene Liedsammlung, die trotz zahlreicher zeitnaher Momente &ndash; sei es der ungewohnt h&auml;ufige Einsatz von Synthesizern, sei es die durchwegs getragen-melancholische, herbstlich-schummrige Grundstimmung fast aller Beitr&auml;ge &ndash; eine stets frische, mitrei&szlig;ende und niemals auch nur in Nuancen altbacken t&ouml;nende Songkollektion Roland Kaisers bedeutet, die auch heute noch zu den stilistisch vielseitigsten und offensivsten Produktionen des unschlagbaren Gradwanderers zwischen gehobenem Deutschen Schlager und international jederzeit konkurrenzf&auml;higer Softpop-Kl&auml;nge gerechnet werden muss.<\/p>\n<p>Das darauffolgende Jahr 1983 stand in Sachen Roland Kaiser ganz im Zeichen der ungewohnt US-amerikanisch glitzernd klingenden New-Wave-Pop-Single &bdquo;Ich will Dich&ldquo;, deutsche Version des Wave-Geheimtipps &bdquo;Temptation&ldquo; eines Italo-amerikanischen S&auml;ngers namens &bdquo;De Blanc&ldquo;, im Mai, sowie der im Sp&auml;tsommer erschienenen, erneut h&ouml;chst erfolgreichen LP &bdquo;Gef&uuml;hle sind frei&ldquo;, mitsamt gleichnamiger Popblues-Single. Bald nach Jahresbeginn 1984, folgte zun&auml;chst die freche, textlich liebevoll anz&uuml;gliche 45er &bdquo;Es kann der Fr&ouml;mmste nicht in Frieden leben&ldquo;, laut ihres Interpreten eine Art &bdquo;M&auml;rchen f&uuml;r Erwachsene&ldquo;, daran anschlie&szlig;end die ebenso liebenswerte 70er-Jahre-Werkschau &bdquo;Erinnerungen&ldquo; als Roland Kaisers erste offizielle Best-of-LP, sowie die gefeierte Tournee im M&auml;rz\/April 1984 unter dem Motto der Vorjahres-LP &bdquo;Gef&uuml;hle sind frei&ldquo;.<\/p>\n<p>Fast auf den Tag genau vor 30 Jahren, genau gesagt: ab dem 27. August 1984, gab es eine vollst&auml;ndige neue Scheibe von Roland Kaiser zu h&ouml;ren, die sich wiederum als stilistisch enorm breitgef&auml;chert und nat&uuml;rlich auch kommerziell als sehr reputierlich erweisen sollte. <strong>&bdquo;Ich f&uuml;hl mich wohl in Deinem Leben&ldquo;<\/strong>, ebenfalls als CD-Neuauflage f&uuml;r &bdquo;Original Album Classics&ldquo; ber&uuml;cksichtigt, pr&auml;sentierte wiederum zw&ouml;lf &uuml;berwiegend sehr gelungene Roland-Kaiser-Lieder und erwies sich zudem als, nach der Nummer-Eins-LP &bdquo;Dich zu lieben&ldquo; (1981), zweites Top-10-Album des in Berlin geborenen Multitalents; einen Status den dieser erst 2014 mit seiner aktuellen CD &bdquo;Seelenbahnen&ldquo; wiederum zu erreichen vermochte.<\/p>\n<p>&bdquo;Ich f&uuml;hl mich wohl in Deinem Leben&ldquo; wartete mit insgesamt drei unvergesslichen Singlehits auf, von denen zumindest einer heutzutage l&auml;ngst als gefeiertes Kultobjekt gilt und nicht nur 80er-affinen Musikfreunden ein positiver Begriff ist, sondern auch und gerade vielen Nachgeborenen und Tanzw&uuml;tigen. Dies w&auml;re Rolands herzzerrei&szlig;ender Lobgesang auf die alles in den Schatten stellende Gro&szlig;stadt-Traumfrau &bdquo;Joana&ldquo;, die wohl nur deshalb das Licht der Welt erblickte, um einsamen M&auml;nnern in der City <em>&bdquo;Liebe zu geben&ldquo;<\/em>, und mit ihrer verf&uuml;hrerischen Art den Protagonisten in diesem romantisch-urbanen Edelpop-Ohrwurm zusehends aus seiner gentleman-like Contenance zu bringen. Die Jahre sp&auml;ter von Mallorca-Sternchen Peter Wackel bet&ouml;rend offenherzig (und klanglich schier scheu&szlig;lich!) als &bdquo;geile Sau&ldquo; apostrophierte &bdquo;Joana&ldquo; ist zwar heute ein von keiner Schlagerparty wegzudenkender Tanzfl&auml;chenf&uuml;ller erster G&uuml;teklasse, konnte aber im Herbst 1984, zum Zeitpunkt des Ersterscheinens ihrer Urfassung, komischerweise nur den bescheidenen Rang 35 bei &bdquo;Media Control&ldquo; einnehmen, sich daf&uuml;r aber zumindest in der Novemberausgabe der &bdquo;ZDF-Hitparade&ldquo; einen guten dritten Platz mit dem sch&ouml;ngeistigen Songpoeten und Schriftsteller Tommie Bayer (&bdquo;Alles geregelt&ldquo;) teilen. In Anbetracht der hohen Qualit&auml;t, der Ohrwurmtauglichkeit und des Ewigkeitswerts von &bdquo;Joana&ldquo; etwas schade, dass diese Aspekte nicht fr&uuml;hzeitig erkannt wurden, stattdessen aber hat sich die &bdquo;zum Liebe geben geborene&ldquo; Gro&szlig;stadtsch&ouml;nheit l&auml;ngst zu einer Art Markenzeichen ihres Interpreten gemausert, das bis heute bei keinem seiner Konzerte fehlen darf. Die zweite Single aus hier analysierter CD erschien im Februar 1985, hie&szlig; &bdquo;Flieg mit mir zu den Sternen&ldquo; und verband ein weiteres Mal urban-weltm&auml;nnische Gepflogenheiten mit kraftvoller, drastischer Romantik: Ein weiterer Klassiker von Roland Kaiser, der zwar auch &bdquo;nur&ldquo; Rang 50 in den offiziellen Hitparaden erreichte, bei den Fans aber von jeher sehr gefragt war (und zumindest in der ewigen Roland-Kaiser-Bestenliste des Verfassers dieser Zeilen weit, weit oben zu finden ist!). Schlussendlich fand nat&uuml;rlich auch Rolands bereits erw&auml;hntes &bdquo;M&auml;rchen f&uuml;r Erwachsene&ldquo;, der freche Popohrwurm &bdquo;Es kann der Fr&ouml;mmste nicht in Frieden leben&ldquo;, im April 1984 Rang 50 in den Singlecharts und ein &auml;u&szlig;erst ehrbarer zweiter Platz in der &bdquo;ZDF-Hitparade&ldquo; vom 28.04.1984, einen verdienten Raum auf &bdquo;Ich f&uuml;hl&lsquo; mich wohl in Deinem Leben&ldquo;.<\/p>\n<p>Der symphonisch anmutende, hymnisch gro&szlig;orchestrale und dennoch luftig-leichte, durchwegs positiv-offensives Ambiente verstrahlende Titelsong wurde zwar zu keinem Zeitpunkt als Single ausgekoppelt (nur als B-Seite von &bdquo;Joana&ldquo; genutzt), gilt aber bis heute als Fanfavorit per Excellance und kam auch viele Jahre nach Erstver&ouml;ffentlichung in zig Liveshows von Roland Kaiser zum umjubelten Einsatz. Es folgt sogleich der wiederum trefflich rockig-poppig inszenierte Up-Tempo-Ohrwurm &bdquo;Nur Du und ich&ldquo;, leider auch keine Single, aber trotzdem ein kompaktes St&uuml;ck gro&szlig;artiger deutscher Popmusik. Auch &bdquo;Wie weit ist zu weit?&ldquo; stellt so eine famose Komposition internationaler Reputierlichkeit dar; getragen von zackigen Rhythmen und zeittypischen Synthesizern, verbreitet dieser hervorragende Titel Eleganz und Sehnsucht perfekt austariert und miteinander kongenial verbunden. Gleiches gilt f&uuml;r den edlen, enorm stimmungsvollen Popsong &bdquo;Liebe gibt es nicht&ldquo;.<\/p>\n<p>Pure romantische Verliebtheit, gef&uuml;hlsvolles, fr&uuml;hlingsfrisches, konsequent idyllisches Flair voller Gl&uuml;ck und Zufriedenheit vermittelt das wieder mal opulent und gro&szlig;spurig angelegte, mit gro&szlig;artigen Streicherfrequenzen verfeinerte Schlagerchanson &bdquo;In diesem Teil des Himmels lebe ich&ldquo;. Von z&auml;rtlichem, nachdenklichem Sprechgesang, der von einem zuf&auml;lligen Wiedersehen mit der legend&auml;ren Ersten Liebe nach fast 14 Jahren erz&auml;hlt, &uuml;ber einem ebenso zur&uuml;ckhaltenden, fast akustischen Piano-plus-Akustikgitarre-Arrangement, lebt das hoffnungsvolle Emotionsepos &bdquo;&hellip;Wie das erste Mal&ldquo;. Ebenfalls balladesk, getragen und ruhig ausgestaltet ist das erneute &bdquo;Scheidungsdrama&ldquo; &bdquo;Tina weint&ldquo;, das m.E. aber neben den meisten anderen Beitr&auml;gen von &bdquo;Ich f&uuml;hl&lsquo; mich wohl in Deinem Leben&ldquo; qualitativ abf&auml;llt und keinen spezifischen, unverkennbaren Charme ausstrahlt. Kein geringerer, als Dieter Bohlen ad Personam, zeichnete kompositorisch f&uuml;r die schier aufregend, schw&uuml;lstige Dramatik ausstrahlende Synthiballade &bdquo;Und in dieser Nacht bin ich gestorben&ldquo; verantwortlich, die von der energetischen Interpretation durch Roland ebenso lebt, wie von punktgenau eingesetzten E-Gitarren-Spielereien und einem feisten Saxophon. Mit einer &ndash; m.E. klanglich und lyrisch ziemlich madigen &ndash; kinderliedartigen M&ouml;chtegern-Zukunftshoffnung namens &bdquo;Freiheit liegt im Land der Tr&auml;ume&ldquo;, der zurecht keine gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung zugemessen wurde, endet eine wieder mal weitgehend klar &uuml;berzeugende, mitrei&szlig;ende und zum Tanzen, Tr&auml;umen, Mitsingen und Mitf&uuml;hlen gleicherma&szlig;en anregende Songkollektion eines K&uuml;nstlers, der sich in jenen Tagen l&auml;ngst zu einem der erfolgreichsten und beliebtesten deutschen Popstars entwickelt hatte, aus TV und Radio ebenso wenig wegzudenken war, wie von Konzertb&uuml;hnen und Showveranstaltungen in ganz Mitteleuropa.<\/p>\n<p>Im Herbst 1985 folgte das &ndash; ebenfalls l&auml;ngst vergriffene, gleichsam mehr als nur ansprechende und daher auch hoffentlich baldiger CD-Neuauflage harrende &ndash; Gro&szlig;stadtpopalbum &bdquo;Herz &uuml;ber Kopf&ldquo;, ein Jahr darauf im Fr&uuml;hsommer die knisternde Hitsingle &bdquo;Midnight Lady &ndash; Einsam so wie ich&ldquo;, deutsche Sichtweise des von Dieter Bohlen zuvorderst f&uuml;r Ex-&bdquo;Smokie&ldquo;-Frontmann Chris Norman ersonnenen &bdquo;TATORT&ldquo;-Soundtrack-Beitrages &bdquo;Midnight Lady&ldquo;, gefolgt im November 1986 von der von vielen Fans ebenso ausgepr&auml;gt goutierten LP &bdquo;Ich will Dich&ldquo;. 1987 gl&auml;nzte Roland mit der gewohnt sehr gelungenen Scheibe &bdquo;Auf dem Weg zu Dir&ldquo;, die u.a. die romantische Hitsingle &bdquo;Haut an Haut&ldquo; beinhaltete.<\/p>\n<p>Im Oktober 1988, in einer &Auml;ra, in der der Deutsche Schlager keine besondere &ouml;ffentliche und mediale Aufmerksamkeit genoss, ver&ouml;ffentlichte Roland Kaiser das hochprofessionelle Werk <strong>&bdquo;Seitenblicke&ldquo;<\/strong>, das sich zunehmend von wom&ouml;glich schnellverg&auml;nglicher Schlagerhaftigkeit verabschiedete und eindeutige (keinesfalls nicht nur seitliche) Blicke in die Richtung US-amerikanischer Soft-Rock-Kultur warf, nicht nur auf geradlinige, rockige Melodief&uuml;hrungen setzte, sondern sogar auch vor dem Einsatz dr&ouml;hnender E-Gitarren-Soli nicht zur&uuml;ckschreckte.<\/p>\n<p>&bdquo;Seitenblicke&ldquo; wurde nun ebenfalls f&uuml;r &bdquo;Original Album Classics&ldquo; ausgew&auml;hlt. Das Ersterscheinen dieser &uuml;ber weite Strecken schier phantastischen Songkollektion war bereits im Sp&auml;tsommer 1988 mittels der wiegend-poppigen, ultraeing&auml;ngigen Single &bdquo;Ich glaub es geht schon wieder los&ldquo;, &uuml;beraus ansprechend vorbereitet worden, die zumindest Rang 54 in den Singlehitparaden erzielte, heutzutage aber l&auml;ngst als Partyklassiker und Fetenaufmischer erster G&uuml;teklasse gilt &ndash; wof&uuml;r vermutlich in erster Linie der leicht zu merkende, liebevoll augenzwinkernde Refrain &bdquo;Ich glaub es geht schon wieder los \/ das darf doch gar nicht wahr sein&ldquo; die gnadenvolle Verantwortung tr&auml;gt.<\/p>\n<p>Schon der strikte, rockige, nahezu brachial auf den H&ouml;rer hereinbrechende Titelsong &ndash; keyboardtechnisch und vom harmonischen Aufbau her, lassen Giorgio Moroders 84er-Synthirocker &bdquo;Reach out&ldquo; bzw. &bdquo;American Dream&ldquo; un&uuml;berh&ouml;rbar gr&uuml;&szlig;en &ndash; pr&auml;sentiert einen offensiven, wachen und zukunftstr&auml;chtigen einheimischen Popentertainer von Weltklasse, der sich stilistisch eindeutig auf dem prachtvollen Weg zu neuen klanglichen Ufern begeben hatte &ndash; wovon der dralle Er&ouml;ffnungsrocker &bdquo;Seitenblicke&ldquo; fraglos Zeugnis ablegt. Auch mit radikal kosmopolitischem Flair beseelt, rockt sp&auml;ter der treibende Powerohrwurm &bdquo;Wir sind der Tag&ldquo; seinen Interpreten in ungeahnte musikalische Sph&auml;ren, w&auml;hrend bei stimmungsvoll verliebten, wehend schw&auml;rmerischen Popballaden der Sorte &bdquo;So lieb&lsquo; ich Dich&ldquo; unzweifelhaft vernehmbar global angesehene Pianospezialisten a la Elton John oder Billy Joel Pate standen. Der krosse, fast monumental zu nennende Mid-Tempo-Poprock &bdquo;Noch ist Licht in Deinen Augen&ldquo; zeigt sich dagegen von den US-Softrock-Heroen &bdquo;Chicago&ldquo; beeinflusst. Im ebenso h&ouml;flich feudal eingekleideten Hochspanungsschleicher &bdquo;17 Jahre lang&ldquo; schw&auml;rmt der (damals) 36j&auml;hrige Ronald K. von einer erst 17j&auml;hrigen fr&uuml;hreifen Teeniesch&ouml;nheit. Schier elektrisierende, von vom Synthesizer man&ouml;vrierter K&uuml;hle und starkem Schlagzeug gepr&auml;gte, positive Erregung, verbreitet das keyboardlastige Klangdrama &bdquo;Nachgef&uuml;hl&ldquo;, Ende 1988&nbsp; eine zweite Singleauskoppelung aus &bdquo;Seitenblicke&ldquo;.<\/p>\n<p>Gleichfalls als hochgradig melodramatisch und zutiefst emotional, erwies sich der als Duett aufgenommene Bluesschleicher &bdquo;Liebe ist Krieg&ldquo;, w&auml;hrend der vertrackte gesungene &bdquo;Flotte Dreier&ldquo; &bdquo;Hier ist einer zu viel&ldquo; im elektrisierenden Gewand eines poppigen, mediterran-frankophil angehauchten, n&auml;chtlich lustvollen Synthichansons daherkommt. Eher konventionell und uninspiriert erklingt hingegen der nicht besonders hervorstechende Popschlager &bdquo;Was willst Du von mir?&ldquo; &ndash; und wenn Roland zu allem &Uuml;berfluss auch noch versucht, wie es im eher lauen Popschlager &bdquo;Es ging uns niemals so gut wie heut&lsquo;&ldquo; geschieht, politisch, wom&ouml;glich kritisch oder gar belehrend aufzutreten, wird es bestenfalls unpassend bis peinlich. Denn gesellschaftskritische Betroffenheitslieder sind bei Liedermachern, Deutschrockern und Alternativk&uuml;nstlern meist besser aufgehoben, weil diese auf den Fan, den Zuh&ouml;rer, glaubw&uuml;rdiger, ehrlicher und bodenst&auml;ndiger wirken in ihrer kritischen Haltung, als ein ansonsten stets gro&szlig;b&uuml;rgerlich, klassisch und edelm&auml;nnisch auftretender Popkavalier, als der sich Roland Kaiser stets pr&auml;sentiert hat. Mit dem gem&auml;chlichen Konzertrausschmei&szlig;er &bdquo;Bis zum n&auml;chsten Mal&ldquo;, keinem besonderen t&ouml;nenden Highlight, endet Rolands 1988er-LP, die per se als eine gute, von teilweise &auml;u&szlig;erst spannenden Neuerungen lebende Liedsammlung, aber niemals als ph&auml;nomenales Topalbum von bleibender Wirkung des dauererfolgreichen, bienenflei&szlig;igen K&uuml;nstlers prokamiert werden kann. Mit &bdquo;Ich glaub, es geht schon wieder los&ldquo; war auch nur eine einzige &ndash; wenn auch bis heute nachhaltig gefragte &ndash; Hitsingle dabei. Trotzdem ist es durchaus als erfreulich zu bezeichnen, dass nun auch &bdquo;Seitenblicke&ldquo;, ebenfalls lange vergriffen, endlich wieder, Dank &bdquo;Original Album Classics&ldquo;, im CD-Format jedem Interessierten zug&auml;nglich ist!<\/p>\n<p>1989 sah es f&uuml;r alles, was auf irgendeine Weise in der Rubrik &bdquo;Schlager&ldquo; einzuordnen war, weiterhin &auml;u&szlig;erst mies aus. So floppte auch Rolands damaliger LP-Beitrag &bdquo;Frauen&ldquo; geh&ouml;rig, zog, im September genannten Jahres ver&ouml;ffentlicht, gar nicht erst in die deutschen Albumcharts ein. Der als erste Single vorab ausgekoppelte Titelsong wurde &bdquo;unter ferner liefen&ldquo; abgehandelt; ich habe eigentlich schon damals nur drei Lieder auf der CD gefunden, die bei mir bis heute Eindruck hinterlassen haben. Dies sind die schw&uuml;le Sehnsuchtsballade &bdquo;Blutjunges Blut&ldquo;, der luftige Edelpop &bdquo;Einmal ist keinmal&ldquo; &nbsp;und der wahrhaft starke, powervolle Rock(!)song &bdquo;Im f&uuml;nften Element&ldquo;, der zwar niemals ein sp&uuml;rbarer Hitparadenerfolg war, aber seit einigen Jahren enorm an Reputation und Kultstatus zugelegt hat. Der Rest pl&auml;tscherte &uuml;berwiegend lustlos und unausgegoren vor sich hin &ndash; bewies aber somit unfreiwillig, dass Roland Kaiser nun, zur Dekadenwende 80er\/90er, endg&uuml;ltig eine stilistische &Ouml;ffnung, gar vollst&auml;ndige Wendung, weg vom klassischen Schlager, auch Popschlager herk&ouml;mmlicher Machart, vollf&uuml;hren musste, hin zu elit&auml;rem, h&ouml;chst anspruchsvollem deutschen Pop, mal mit rockigem, mal mit mediterranem, s&uuml;damerikanischem oder urbanem, kosmopolitischem Stimmungsbild ausstaffiert, um auch in der Folgezeit diejenige hohe Position im einheimischen Popgesch&auml;ft einnehmen zu k&ouml;nnen, die er sich vor allem in den 80ern erfolgreich erobert hatte.<\/p>\n<p>Den unumkehrbaren Einstieg in diese k&uuml;nstlerischen Gefilde verdeutlichte das zum Weihnachtsgesch&auml;ft 1990 ver&ouml;ffentlichte Spitzenalbum &bdquo;HerzZeit&ldquo;, von dem ich unumwunden zugeben muss, dass es bis heute fraglos meine pers&ouml;nliche Lieblingsscheibe von Roland Kaiser darstellt. Hierauf finden sich elf qualitativ &uuml;beraus hochwertige Popkleinode voller Brillanz, Intensit&auml;t, und Energie, versehen mit durchwegs so offenherziger und lasziver, wie stets stilvoller, niemals vulg&auml;rer Lyrik. &Uuml;ber die hinzugekoppelten, unn&ouml;tig disco-\/dancefloor-lastig aufgepeppten Remixe der Fr&uuml;h-80er-Hits &bdquo;Santa Maria&ldquo; und &bdquo;Dich zu lieben&ldquo;, mag man geteilter Meinung ein, aber die elf neuen Titel haben es tats&auml;chlich Lied f&uuml;r Lied absolut in sich, und &uuml;berzeugen vollends bis zum Schluss.<\/p>\n<p>Im mittleren Tempo gehaltene, glanzvolle, l&uuml;stern rhythmische Popperlen, wie der sommerlich-luftig-locker vor sich hin flirrende, klingende Samstagnachmittagsspaziergang &bdquo;Viva l&rsquo;amor&ldquo; (im Herbst 1991 dritte Singleauskoppelung aus &bdquo;HerzZeit&ldquo;), das &auml;hnlich hei&szlig;bl&uuml;tig arrangierte &bdquo;Halb im Himmel&ldquo;, oder yuppifizierter, so cooler, wie einschmeichelnder und zugleich radikal aufstrebender Gro&szlig;stadtpop a la &bdquo;Sag das noch mal&ldquo; oder &bdquo;Du gehst mir unter die Haut&ldquo;, belegen diese wuchtige Neuausrichtung Roland Kaisers in die Richtung gro&szlig;er angloamerikanischer Entertainer der Sorte Tony Christie, Engelbert, Neil Diamond oder gar Frank Sinatra. Im feurigen, mittern&auml;chtlichen Rhythmusgebr&auml;u &bdquo;Lieb&lsquo; mich heut&lsquo; Nacht&ldquo; finden sogar g&auml;nzlich schlageruntypische, weil exotische, fremdartige, daher aber eben zugleich enorm faszinierende Ethno-Pop-Elemente Eingang. Dunkel, d&uuml;ster, traurig und nachdenklich wird es hingegen in der feinen, sanften, nur ganz zaghaft rhythmisierten Synthiballade &bdquo;Es war noch nie so schwer zu gehen&ldquo;, die zus&auml;tzlich durch ein sich langsam hereinschleichendes Saxophon im Outro verst&auml;rkt wird. Ebenso getragen, gem&auml;chlich und doch voller Kraft und Liebe, zeigt sich die opulente, wenn auch ein bisschen selbstverliebte Poporgie &bdquo;Was f&uuml;r ein Gef&uuml;hl&ldquo;. Fetzigen, rasanten, weitfl&auml;chigen Pop\/Rock erster G&uuml;teklasse bietet der perlende Edelohrwurm &bdquo;Je l&auml;nger, je lieber&ldquo;; bluesig-gro&szlig;st&auml;dtische E-Gitarren, die nicht nur von ferne an &bdquo;Dire Straits&ldquo;-Virtuose Mark Knopfler erinnern, zackige, schnelle Rhythmen und knisternd schw&uuml;lstige Bl&auml;ser verzieren den verregnet-abgekl&auml;rten, superb funkig-jazzigen Fast-Rock-Kracher &bdquo;Du bist die andere Frau&ldquo;.<\/p>\n<p>&bdquo;Un Amore Grande&ldquo; hie&szlig; eine aufgedonnerte, theatralische Pop\/Rock-Ballade des bekannten Italo-Barden Pupo, den wir hierzulande &uuml;berwiegend von seinen legend&auml;ren Evergreens &bdquo;Forse&ldquo; (1979) und &bdquo;Su Di Noi&ldquo; (1980) kennen, die wiederum beide zeitnah von Howard Carpendale mit deutscher Betextung zu veritablen Hits wurden. Roland Kaiser bearbeitete die orchestral anmutende Klangorgie lyrisch zu &bdquo;Un Amore Grande &ndash; Eine gro&szlig;e Liebe&ldquo; und schuf somit ein wahrhaft gro&szlig;es\/gro&szlig;spuriges deutsches Abschiedschanson, das im Sp&auml;tsommer 1990 als Vorabauskoppelung aus &bdquo;HerzZeit&ldquo; diente, zwar nicht die Singlehitlisten zu erst&uuml;rmen vermochte, aber daf&uuml;r unverr&uuml;ckbar und unwiderruflich auf den kommenden neuen Roland Kaiser, jenseits aller gewohnter Schlagerklischees, hinwies und somit bei nicht wenigen Fans eine enorme Vorfreude auf die stilistische Neuorientierung ihres langj&auml;hrigen Helden ausl&ouml;ste.<\/p>\n<p>Ebenfalls auf der Basis eines internationalen Popklassikers basierte die fr&uuml;hlingshaft liebevolle Liebesgeschichte &bdquo;Wind auf der Haut und Lisa&ldquo;, vielleicht DER pers&ouml;nliche, dauerhafte Topfavorit des Verfassers dieser Zeilen in der ellenlangen Songliste von Roland Kaiser. Das Original hie&szlig; &bdquo;Fool (If you think it&rsquo;s over)&ldquo;, stammte von dem sympathischen italienisch-irischen S&auml;nger, Liederschreiber und Bluesgitarristen Chris Rea und hatte f&uuml;r diesen bereits 1979 einen guten Hiterfolg in den USA bedeutet. F&uuml;r seine 1988 erschienene Best-of-LP &bdquo;New Light through old Windows&ldquo;, hatte der gem&uuml;tliche Gitarrenexperte mit Vorliebe f&uuml;r Teigwaren und Formel-Eins-Rennen seinen 1979er-Erstlingshit im sph&auml;rischen Sound der mittleren 80er Jahre neu eingespielt &ndash; und in genau jenem feinsinnig-elit&auml;ren Arrangement erklang Chris Reas Gitarrenpop-Ode nun mit &auml;u&szlig;erst stimmungs- und phantasievoller muttersprachlicher Lyrik versehen, gesungen von Roland Kaiser, als &bdquo;Wind auf der Haut und Lisa&ldquo;. Das schier g&ouml;ttliche Liebeslied wurde Fr&uuml;hsommer 1991, nach einer erfolgreichen Tournee im Februar\/M&auml;rz gleichen Jahres, etwas versp&auml;tet als Single aus &bdquo;HerzZeit&ldquo; ausgekoppelt, und dennoch, nach rund dreij&auml;hriger Unterbrechung, eine nette, kleine R&uuml;ckkehr ihres Interpreten in die einheimischen &bdquo;Media Control&ldquo;-Listen und dort auf Rang 53.<\/p>\n<p>Bereits erw&auml;hnte, f&uuml;r Alt-Fans nicht gerade ansprechend, mit neumodischen, bumsenden Dancefloor-Rhythmen unterlegte Remixe von &bdquo;Dich zu lieben&ldquo; und &bdquo;Santa Maria&ldquo;, die leider das atmosph&auml;rische Flair der legend&auml;ren Originale mittels &uuml;berbordender, technisch erzeugter Nervosit&auml;t und Unruhe unfreundlich konterkarieren, sowie eine auf &uuml;ber f&uuml;nf Minuten ausgedehnte Maxiversion von &bdquo;Viva l&rsquo;amor&ldquo;, beschlie&szlig;en eine hochkar&auml;tige, &auml;u&szlig;erst niveauvolle Pop- (nicht Schlager!)-Produktion eines bis heute, trotz pers&ouml;nlicher R&uuml;ckschl&auml;ge, schwerer Krankheit und ein paar wenigen kommerziellen Misserfolgen in den ausgehenden 90er Jahren, weiterhin unangefochten auf dem goldenen Thron des nationalen &bdquo;Pop-Kaisers&ldquo; verharrenden gro&szlig;en Multitalents. Diese nun als CD vorliegende LP bedeutete einen qualitativ immens hochwertigen und musikgeschichtlich bedeutsamen Wendepunkt in der langj&auml;hrigen Karriere des Roland Kaiser, der auch 2014 noch, ohne jegliche Erm&uuml;dungserscheinungen, Routine oder gar Unlust, immer noch und weiterhin in den h&ouml;chsten Sph&auml;ren des teutonischen Poplebens zu finden ist.<\/p>\n<p>Mit vorliegender CD-Box &bdquo;Original Album Classics&ldquo; und den hierf&uuml;r ber&uuml;cksichtigten f&uuml;nf Alben hat seine Plattenfirma SONY Music schon einmal einen tiefergehenden und v.a. extrem vielschichtigen Einblick in die nun schon 40 Jahre w&auml;hrende k&uuml;nstlerische Laufbahn Roland Kaisers, noch dazu zu &auml;u&szlig;erst g&uuml;nstigen Konditionen, erm&ouml;glicht. Da davon auszugehen ist, dass diese Wiederver&ouml;ffentlichungsmethode alter Poptr&uuml;mpfe weiterhin erfolgreich Schule machen wird, wird es sicherlich zum gegebenen Zeitpunkt auch von Roland Kaiser ein &bdquo;Volume II&ldquo; der &bdquo;Original Album Classics&ldquo; geben. Wir Fans haben keinerlei Einfluss auf die Auswahl an Kaiser-Alben f&uuml;r eine solche m&ouml;gliche Fortsetzung dieser ersten CD-Box. W&uuml;nsche aber sind bestimmt erlaubt, so dass ich ganz pers&ouml;nlich mich &uuml;ber eine zweite &bdquo;Original Album Classics &ndash; Roland Kaiser&ldquo; freuen w&uuml;rde, die da beinhalten k&ouml;nnte die Alben: &bdquo;Etwas von mir&ldquo; (1979), &bdquo;Gef&uuml;hle sind frei&ldquo; (1983), &bdquo;Herz &uuml;ber Kopf&ldquo; (1985), &bdquo;Live &acute;88&ldquo; (1988) und &bdquo;S&uuml;dlich von mir&ldquo; (1992)!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg 28. bis 31. August 2014 (Textvorlage)<br \/>http.\/\/www.ariola.de<br \/>http:\/\/www.roland-kaiser.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine echte Flei\u00dfarbeit, wie Sie gleich sehen werden&#8230;:\u00a0 Seit ein paar Jahren ist es Usus, dass einige Schallplattenfirmen einst bei<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":99032,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/99031"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=99031"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/99031\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/99032"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=99031"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=99031"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=99031"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}