{"id":98083,"date":"2014-09-30T00:00:00","date_gmt":"2014-09-30T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=98083"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"PETER-SCHILLING-Sein-Album-DNA-98082","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/ndw\/PETER-SCHILLING-Sein-Album-DNA-98082\/","title":{"rendered":"PETER SCHILLING <br \/>Sein Album &quot;DNA&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Und wer k\u00f6nnte die neue CD von Peter Schilling kompetenter besprechen als der Hamburger Musikjournalist&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn der wissenschaftliche Laie die Abk&uuml;rzung <strong>&bdquo;DNA&ldquo;<\/strong> h&ouml;rt oder liest, denkt dieser vermutlich zun&auml;chst an seine Schulzeit und dort an den Biologieunterricht. So etwa in der neunten, zehnten Klasse, im Rahmen des Halbjahresthemas &bdquo;Humanbiologie&ldquo;, erz&auml;hlt der Lehrer im allgemeinen &uuml;ber die &bdquo;Desoxyribonukleins&auml;ure&ldquo;, kurz &bdquo;DNS&ldquo;, die auf Fachenglisch &bdquo;Desoxyribonucileic Acid&ldquo; hei&szlig;t und in diesem Falle eben mit &bdquo;DNA&ldquo; abgek&uuml;rzt wird.<\/p>\n<p>In der &bdquo;DNA&ldquo; findet sich in Form einer sog &bdquo;Doppelhelix&ldquo; die gesamte Erbinformation eines jeden Lebewesens, also dessen Erbgut, d.h. &ndash; simpel formuliert &ndash; diejenigen genetischen Faktoren, die eben dieses einzigartige Lebewesen ausmachen. Nach diesem, f&uuml;r den Nichtbiologen von jeher in irgendeiner Form stets sehr faszinierenden Ph&auml;nomen, dass sich in dieser &bdquo;DNA&ldquo; tats&auml;chlich alle Eigenschaften eines Menschen, eines Tieres, einer Pflanze, selbst eines Einzellers, zusammenschlie&szlig;en, hat der urspr&uuml;nglich aus Stuttgart stammende S&auml;nger, Songschreiber und Buchautor <strong>PETER SCHILLING<\/strong> sein soeben ver&ouml;ffentlichtes, neues Studioalbum benannt.<\/p>\n<p>Peter Schilling&hellip; das war doch der gro&szlig;gewachsene, br&uuml;nette junge Mann mit dem &sbquo;v&ouml;llig losgel&ouml;sten&lsquo; Raumfahrer &bdquo;Major Tom&ldquo;. Derartige Assoziationen d&uuml;rften nicht wenigen von uns bei der Erw&auml;hnung dieses Namens von einer Sekunde auf die andere durch den Kopf schie&szlig;en. Tats&auml;chlich hatte der heute 58j&auml;hrige Ende 1982, als einer der letzten, aber zugleich erfolgreichsten Vertreter der kurzzeitigen nationalen Musikrevolution, die unter dem Label &bdquo;Neue Deutsche Welle&ldquo; (NDW) in die Historie einging, mit seiner so unterk&uuml;hlten, wie hoch melodischen, wehend-atmosph&auml;rischen Astronauten-Saga &bdquo;Major Tom (V&ouml;llig losgel&ouml;st)&ldquo;, dessen inhaltlicher Plot &uuml;brigens auf David Bowies sagenumwobene 1969er-Hitballade &bdquo;Space Oddity&ldquo; zur&uuml;ckging, nicht nur in unseren Breitengraden, sondern in ganz Europa, sogar in den USA, f&uuml;r enormen Wirbel und unerwartete Resonanz gesorgt.<\/p>\n<p>Hierzulande hielt die surreale Geschichte von &bdquo;Major Tom&ldquo;, der auf einer raketenbetriebenen Reise durch das Weltall pl&ouml;tzlich dessen unendliche Weiten sp&uuml;rt, lieben lernt und alle Kontakte zum Heimatplaneten Erde kappt, im Fr&uuml;hjahr 1983, sicherlich bedingt durch das seinerzeit vorherrschende allgemeine Interesse am Futuristischen, an &bdquo;E.T.&ldquo;, dem Au&szlig;erirdischen, verbunden mit der teils hysterisch ausgelebten Angst vor der aufkeimenden Durchtechnisierung und Computerisierung des Alltags, ganze acht Wochen lang den ersten Rang der &bdquo;Media Control&ldquo;-Listen besetzt, was sich nur wenig sp&auml;ter in &Ouml;sterreich und der Schweiz ebenso radikal einstellte. Auch in Dieter Thomas Hecks Kultsendung &bdquo;ZDF-Hitparade&ldquo; w&auml;hlten die von einem Meinungsforschungsinstitut ausgesuchten &bdquo;TED-Mitspieler&ldquo; das d&uuml;ster-schwebende Synthesizer-Epos im Januar 1983 auf den ersten Platz. im Laufe des genannten Jahres entwickelte sich das Lied &ndash; auf Deutsch intoniert &ndash; als wahrhaftiger Chartsst&uuml;rmer in zig europ&auml;ischen L&auml;ndern, so z.B. in Italien, Spanien, Frankreich oder den Niederlanden. Bald darauf nahm Peter Schilling seinen genialischen Deb&uuml;thit nochmals als englische Version namens &bdquo;Coming Home (Major Tom)&ldquo; neu auf; kurz nach Ver&ouml;ffentlichung derer erreichte er in den USA anstandslos die Top 20 und in Kanada sogar die Spitzenposition der landeseigenen Hitparaden.<\/p>\n<p>In seinem Heimatland legte der sch&uuml;chtern-bescheidene Jungstar im Mai 1983 die zackige, so bitter ironische, wie zukunftskritische Songapokalypse &bdquo;Die W&uuml;ste lebt (&hellip;Alarmsignale)&ldquo; als Nachfolgesingle zu &bdquo;Major Tom&ldquo; vor, die sich, trotz nach und nach abebbender &bdquo;NDW&ldquo;, bis auf Rang 7 der deutschen Singlehitparaden hocharbeiten konnte und sich im Juni 1983 wiederum ganz oben auf dem Siegertreppchen der &bdquo;ZDF-Hitparade&ldquo; einfand. Der dazugeh&ouml;rige LP-Einstand &bdquo;Fehler im System&ldquo; konnte nahezu dieselbe ausufernde Begeisterung hervorrufen, wie deren Singleaufh&auml;nger, und stieg Anfang 1983 bis auf Rang 4 der &bdquo;Media Control&ldquo;-Auswertungen.<\/p>\n<p>Im &bdquo;Orwell-Jahr&ldquo; 1984, als die &bdquo;NDW&ldquo; l&auml;ngst Geschichte war, brachte Peter Schilling das hoch ambitionierte, oft regelrecht drastische, durchwegs von Synthesizern plus h&auml;rteren E-Gitarren gepr&auml;gte, zweite Album &bdquo;120 Grad&ldquo; auf den Markt, mitsamt der ebenfalls sehr gefragten Singles &bdquo;Terra Titanic&ldquo; (Sommer 1984), &bdquo;Hitze der Nacht&ldquo; (Sp&auml;therbst 1984) und &bdquo;Region 804&ldquo; (Fr&uuml;hjahr 1985). Zwei Jahre sp&auml;ter, versuchte der fu&szlig;ballbegeisterte, gelernte Reisekaufmann sich erneut mit zwei hochqualitativen Singlever&ouml;ffentlichungen ins Ged&auml;chtnis der Popfreunde zur&uuml;ckzurufen, die da hie&szlig;en &bdquo;Ich vermisse Dich&ldquo; &ndash; eine Art teutonische Synthirock-Auslegung des US-Hits &bdquo;Missing you&ldquo; von John Waite &ndash; und &bdquo;Alles endet bei Dir&ldquo;. Doch die Nachfrage nach Peter Schilling hatte im einheimischen Popvolk enorm nachgelassen; eine dazu geplante LP wurde auf Eis gelegt. Es folgte 1989 nochmals ein kleiner Hit in der US-Hitparade (&bdquo;The Different Story (World of Lust and Crime)&ldquo;), bevor der sensible K&uuml;nstler am Burn-Out-Syndrom erkrankte und seine Musikkarriere hintanstellte. Peter Schillings &ndash; eh nur wenige &ndash; Songbeitr&auml;ge in den 90ern waren kaum der Rede wert. Es handelte sich dabei meist um &uuml;beraus misslungene, geradezu nervt&ouml;tende Tekkno-Versuche, sowie in diesem Sinne gehaltene, unn&ouml;tig bumsende, krachende, ja letztlich zerst&ouml;rende Remixe seiner legend&auml;ren 80er-Jahre-Hits.<\/p>\n<p>Erst 2004 legte der heutige Wahl-M&uuml;nchner g&auml;nzlich neue Aufnahmen im Pop\/Rock\/Wave\/Synthi-Modus vor, die sich auch immer wieder keinesfalls vor zeitgem&auml;&szlig;, modischen Einfl&uuml;ssen verstecken wollten. Es gab von nun an mehrere Alben von Peter Schilling zu h&ouml;ren, die zumindest bei seinen weiterhin treu zu ihm stehenden Fans, bei 80er-Kindern und anderen Anh&auml;ngern gehobener deutscher Popmusik, f&uuml;r Furore sorgten &ndash; doch der gro&szlig;e Wurf, der ultimative Hitaspirant, der sich wom&ouml;glich mit &bdquo;Major Tom&ldquo; oder &bdquo;Die W&uuml;ste lebt&ldquo; h&auml;tte messen lassen k&ouml;nnen, war nicht darunter. Peter Schilling betonte &ouml;ffentlich, keinesfalls zum allseits grassierenden &bdquo;NDW-Revival&ldquo; gez&auml;hlt werden zu wollen (obwohl er stets auf kollegiale Zusammenarbeit mit Genre-Vertretern, wie &bdquo;Frl. Menke&ldquo;; Markus oder Hubert Kah, wertlegte), sondern man ihn vielmehr als aktuell, zeitnah und zukunftsorientiert verstehen und annehmen m&ouml;ge, was ihm aber in Anbetracht vieler, oft fade aufgew&auml;rmter Retrosounds auf seinen Albumversuchen Mitte\/Ende der vergangenen Dekade, die h&auml;ufig nicht besonders kreativ und eigenst&auml;ndig klangen, kaum einer glaubte.<\/p>\n<p>Und nun rotiert pl&ouml;tzlich <strong>&bdquo;DNA&ldquo;<\/strong> (Major Ton\/Membran\/SONY), die soeben erschienene, brandaktuelle CD des einstigen Dauer-&bdquo;Major Toms&ldquo; Peter Schilling im CD-Spieler. Auf dieser befinden sich zehn neue Lieder &ndash; und bereits beim ersten H&ouml;ren derselben stellt der interessierte Rezipient begeistert fest: Dies hat was, dies ist echt, authentisch, ehrlich, durchaus modern und zeitbezogen, ohne jedoch gek&uuml;nstelt, modegeil oder banal zeitgeisth&ouml;rig zu klingen, bzw. die &bdquo;DNA&ldquo;, das Erbgut aus den fr&uuml;hen 80ern, aus der &Auml;ra von Technik&auml;ngsten, &Uuml;berindustrialisierung, Raketenfurcht und Orwell&rsquo;schem &Uuml;berwachungsstaat, auch nur im kleinsten Takt zu verleugnen.<\/p>\n<p>Mit derjenigen Begleittruppe, die Peter Schilling ca. 2007 erstmals auf der B&uuml;hne vorstellte, mit der er seitdem unz&auml;hlige gefeierte Liveauftritte absolvierte, im Rahmen derer er gerade seinen betagten, liebgewonnenen 80er-Klassikern ein ungewohnt druckvolles, lautes, rockiges Ambiente verlieh (nachzuh&ouml;ren auf der 2011er-Scheibe &bdquo;Neu &amp; Live&ldquo;), pr&auml;sentiert Peter Schilling nun zehn gnadenlose Rock-plus-Synthi-plus-Pop-Klangdramen, die ihre Erbmasse sowohl in NDW-&auml;hnlichem, Synthipop und Computersounds der 80er Jahre begr&uuml;ndet sehen, zugleich aber auch im zeitaktuellen Alternative Rock, Gothic und Darkwave des Hier und Jetzt ihre Inspiration gefunden haben. Gemeinsam mit seinen f&uuml;nf Begleitmusikern Frank Dapper (dr), Uwe Metzler (git), Andreas Recktenwald, Fred Sauer (key) und Benno Richter (b), unter der tonmeisterlichen Regie von Produzent Tom M&uuml;ller (Nina Hagen, &bdquo;Rosenstolz&ldquo;, &bdquo;Dr. Koch&rsquo;s Ventilator&ldquo;), schuf der auch sozial engagierte Botschafter des &bdquo;Deutschen Kinderschutzbundes&ldquo; somit zehn oftmals wahrlich brillant klingende Betrachtungen von Zeit und Geist, wobei Peters von jeher gehegtes Interesse an Science-Fiction, Weltallphantasien, Physik, Biologie, Chemie, allgemein an Naturwissenschaftlichem und nat&uuml;rlich an philosophischen Gedanken aller Art, keinesfalls zu kurz kommt.<\/p>\n<p>Knackig, grell, geradeaus-hymnisch und widerspenstig gleicherma&szlig;en, startet &bdquo;DNA&ldquo; mit einer treibenden, h&auml;mmernden, lyrisch trefflich zugespitzten Zustandsbeschreibung des Denkens, F&uuml;hlens und Seins der Menschheit anno Domini 2014, die den punktgenauen Titel &bdquo;So ist die Welt&ldquo; tr&auml;gt. Auch das streicherverzierte, rasende, offensiv-deftige (hinsichtlich Aufbau und Umsetzung an die eine oder andere Synthi-Klangkaskade von &bdquo;Ultravox&ldquo; gemahnende) Gitarrenrock-Drama &bdquo;Wenn sie es wollen&ldquo; &uuml;bt hintergr&uuml;ndig Kritik an der heutzutage beinahe schon &uuml;blichen Total&uuml;berwachung von allem und jedem von uns, an Datenspeicherungswut und Genetischem Fingerabdruck, auch wenn im Text offenbar der Schriftsteller George Orwell, der in seinem legend&auml;ren Roman &bdquo;1984&ldquo; vor der allgegenw&auml;rtigen Kontrolle von Geist, K&ouml;rper und Gef&uuml;hl warnte, mit dem durch diese &nbsp;Thematik kaum aufgefallenen Filmregisseur und Schauspieler Orson Welles verwechselt wird.<\/p>\n<p>Den daran anschlie&szlig;enden Titelgeber von Peter Schillings vorliegendem Opus hat der &bdquo;SMAGO&ldquo;-Chefredakteur Andy Tichler in seiner Analyse dieser CD als &bdquo;Wellness-Song&ldquo; klassifiziert. Damit trifft er fraglos den Kern der Sache: &bdquo;DNA&ldquo; ist eine in mittlerem, einwenig schleppendem Tempo gehaltene Synthipop-Spielerei, die in erster Linie Ruhe, Geborgenheit, fr&uuml;hlingshafte Frische, ja tats&auml;chlich &sbquo;s&uuml;&szlig;e Harmonie&lsquo; verstrahlt, und somit absolut liebenswert, traumhaft melodisch und vor allem sympathisch unaufdringlich aus den Boxen quillt. Ebenfalls sehr sanft, nur verhalten rockig, trotzdem mitrei&szlig;end und aufmunternd, gleichsam vers&ouml;hnlich und liebevoll, erklingt der zutiefst melodische Hymnus &bdquo;Ich bin die Zeit&ldquo;, in der sich der Interpret &ndash; lyrisch schier faszinierend &ndash; in die Rolle der &bdquo;Zeit&ldquo; pers&ouml;nlich begibt, die einen Menschen morgens wecken muss (ob sie dies nun will oder nicht), die jedem von uns nach dem Aufstehen Tag f&uuml;r Tag &sbquo;live&lsquo; bevorsteht, der man aber bitte &bdquo;mit Respekt und H&ouml;flichkeit&ldquo; (Textzitat) begegnen m&ouml;ge, denn: &bdquo;Ich bin die Uhr \/ ich bin Dein Tag \/ ich bin die Zeit&ldquo; (dto.). Vermutlich der beste, weil ungew&ouml;hnlichste, extravaganteste Beitrag auf &bdquo;DNA&ldquo;!<\/p>\n<p>&bdquo;Deine Seele ist ein OZEAN&ldquo; hei&szlig;t es in der sachten, strikt zur&uuml;ckhaltend rhythmisierten, introvertierten und doch voller Kraft gef&uuml;hlsbetonten Synthipop-Ballade &bdquo;Ozean&ldquo;, die musikalisch auf &auml;u&szlig;erst beachtenswerte Art und Weise an die Klangwelten der mittleren 80er, irgendwo zwischen Cindy Lauper (&bdquo;Time after time&ldquo;), &bdquo;Yazoo&ldquo; oder den eher stilleren Popperlen von &bdquo;Erasure&ldquo;, gemahnt. &bdquo;Echos&ldquo; &ndash; in mittlerer Geschwindigkeit gehalten und trotzdem latent brodelnd &ndash; ist erneut ein umgehend &uuml;berzeugendes und in sich geschlossenes Alternative-Rock\/Pop-Kleinod, angef&uuml;llt mit einem H&ouml;chstma&szlig; an Intensit&auml;t und Energie &ndash; hinsichtlich Eing&auml;ngigkeit und Dichte geradezu pr&auml;destiniert zur Nutzung als erfolgversprechende Singleauskoppelung.<\/p>\n<p>Das textlich hoch philosophische &bdquo;Nach Innen sehen&ldquo; ist ein so mystischer, wie weitschweifender, mit breitgef&auml;cherten Streicher- und Synthiw&auml;llen ausgestatteter, mystisch-nachdenklicher, vor allem kompakter und in sich geschlossener Gothic-Darkwave-Schleicher. Beim wiederum flotteren, geradezu rasenden, daher ultratanzbaren, wenn auch d&uuml;ster-verhaltenen Stakkato-Pop-Gebr&auml;u &bdquo;Dominos&ldquo; setzten der Interpret und sein Produzent Tom M&uuml;ller auf deftige Chorpassagen, die wie eine sehr gelungene Reminiszenz an Jim Steinmans entsprechende Arbeiten f&uuml;r die Gruftrocker &bdquo;The Sisters of Mercy&ldquo; (&bdquo;This Corrosion&ldquo;, &bdquo;Dominion&ldquo; (sic!)) wirken.<\/p>\n<p>&bdquo;Das Lot der Moral&ldquo; verbindet rockig, treibende Rhythmik mit grandios inszenierten, &uuml;berbordenden Soundw&auml;llen und einem sogleich unwiderruflich in Ohren, Beine und Stimmb&auml;nder (ja, dies wird garantiert eine Mitsingarie bei kommenden Livekonzerten!) eindringt. Ebenso kraftgest&auml;rkt, voranstrebend, aufw&uuml;hlend, l&auml;sst der geradlinige Waverocker &bdquo;Reden&ldquo; Peter Schillings nahezu durchgehend ph&auml;nomenales 2014er-Werk &bdquo;DNA&ldquo; in perfekter Manier ausklingen.<\/p>\n<p>Peter Schilling, dem man seine 58 Jahre weder ansieht, geschweige denn anh&ouml;rt, hat sich nun endlich von vorherigen Missst&auml;nden &ndash; sei es der immense Erfolgsdruck seit &bdquo;Major Tom&ldquo;-Tagen, sei es das sicherlich daraus mit resultierende Burn Out-Syndrom, oder seien es die viel zu zaghaften und vergangenheitsorientierten Comebackversuche nach 2004 &ndash; endlich freigeschwommen und strotzt im Heute und Hier nur so vor Selbstbewusstsein und Eigenst&auml;ndigkeit. Er ist nun, im Herbst 2014, ein erlebnishungriger, putzmunterer und vorurteilsfreier kreativer Kopf, stets und st&auml;ndig auf der Suche nach Unerforschtem, Ungew&ouml;hnlichem, vielleicht auch Abstraktem, m&ouml;glicherweise &Uuml;bersinnlichem und nicht sogleich Nachvollziehbarem.<\/p>\n<p>Seine klingende &bdquo;DNA&ldquo; beweist uns ohne jegliche Durchh&auml;nger, in zehn durchwegs so brachial offenen, wie ein ums andere Mal vom ersten Takt an zum Mitdenken und Genie&szlig;en gleicherma&szlig;en anregenden Songperlen, dass Peter Schilling auch 32 Jahre nach seinem ihn wohl dauerhaft (je nach Sichtweise) begleitenden\/verfolgenden Deb&uuml;tkracher &bdquo;Major Tom&ldquo; ein offener, wissbegieriger K&uuml;nstler ist, der sich tagt&auml;glich f&uuml;r Neues bereith&auml;lt, ohne dabei seine Vergangenheit jemals zu verleugnen, sich aber auch nicht mehr &#8211; wie es vor acht, zehn Jahren leider &ouml;fter der Fall war &ndash; immer wieder und unumst&ouml;&szlig;lich darauf zu berufen, zu beziehen. Dies hat er auch &uuml;berhaupt nicht n&ouml;tig. Denn die zehn Titel von &bdquo;DNA&ldquo; legen einwandfrei Zeugnis dar&uuml;ber ab, dass Peter Schilling, als unschlagbarer, erfahrener Alt-Heroe der 80er, uns auch drei Dekaden danach weiterhin Spannendes, Neuartiges und vor allem stets Impulsives, Exklusives und Energetisches &ndash; in musikalischer, wie lyrischer Hinsicht &ndash; mitzuteilen hat!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 29. September 2014<\/p>\n<p>http:\/\/www.peterschilling.com\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und wer k\u00f6nnte die neue CD von Peter Schilling kompetenter besprechen als der Hamburger Musikjournalist&#8230;:\u00a0 Wenn der wissenschaftliche Laie die<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":98084,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[22],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98083"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=98083"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98083\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98084"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=98083"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=98083"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=98083"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}