{"id":98080,"date":"2014-09-30T00:00:00","date_gmt":"2014-09-30T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=98080"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"UDO-JUERGENS-smago-exklusiv-vor-98079","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/UDO-JUERGENS-smago-exklusiv-vor-98079\/","title":{"rendered":"UDO J\u00dcRGENS <br \/>smago! exklusiv vorab: Die Udo-J\u00fcrgens-Serie &quot;Sein Leben &#8211; seine Erfolge&quot;! Teil 1: &quot;Mein Gru\u00df an die verlorene Kindheit&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>Lesen Sie HIER einen Beitrag von Ren\u00e9 Jochade! (Hinweis: Die Udo-J\u00fcrgens-Serie wird im w\u00f6chentlichen Rhythmus fortgesetzt werden und mindestens 8-teilig sein!)<br \/>\n\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>J&uuml;rgen Udo Bockelmann &#8211; wie Udo J&uuml;rgens mit b&uuml;rgerlichem Namen hei&szlig;t &#8211; erblickte am 30. September 1934 in der N&auml;he von Klagenfurt\/&Ouml;sterreich das Licht der Welt. Seine Kindheit verbrachte er anfangs wohlbeh&uuml;tet auf Schlo&szlig; Ottmanach (Magdalensberg) in K&auml;rnten.<\/p>\n<p>Udos Vorfahren waren einst nach Osten ausgewandert und hatten im zaristischen Ru&szlig;land eine neue Heimat gefunden. Sein Gro&szlig;vater brachte es dort bis zum Chef der deutschen &quot;Bank Junker&quot;. Damit war er einer der reichsten und angesehensten Bankiers Moskaus.<\/p>\n<p>Im Jahre 1917, als die russische Revolution ausbrach, fl&uuml;chtete er mit seiner Familie zur&uuml;ck nach Deutschland. Zuvor war es ihm sogar gelungen, soviel Kapital in Sicherheit zu bringen, da&szlig; er in Berlin sofort eine neue Bank er&ouml;ffnen konnte, die den Bockelmanns ein sorgenfreies Leben erm&ouml;glichte.<\/p>\n<p>Seinen S&ouml;hnen Gerd und Rudof (das war Udos Vater), welche beide Landwirtschaft studierten, schenkte er zum einen Gut Barendorf in der L&uuml;neburger Heide und zum anderen Schlo&szlig; Ottmanach in K&auml;rnten.<\/em><\/p>\n<p><em>Ottmanach ist ein 800 Jahre alter Herrensitz aus der Renaissance-Zeit, auf welchen selbst Kaiser Napoleon einst ein Auge geworfen hatte. Er erkor ihn zu einem seiner Reiseschl&ouml;sser. Ob er dort jemals residierte, ist allerdings nicht belegt. Ein 17 Meter langes E&szlig;zimmer, welches zudem noch in 52 Meter Entfernung zur K&uuml;che lag, garantierte den Bewohnern, da&szlig; das Essen niemals zu hei&szlig; serviert wurde&#8230;<br \/>\nEiner Legende zufolge sollte bis dahin noch nie jemand in diesem ehrw&uuml;rdigen Gem&auml;uer gestorben sein. Nur Schlo&szlig; Ottmanach zu verlassen, sei lebensgef&auml;hrlich&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Udo war von Anfang an das gro&szlig;e Sorgenkind der Familie. Nicht nur, da&szlig; er alle nur erdenklichen Kinderkrankheiten bekam &#8211; er hatte vierzehnmal hintereinander schwere Mittelohrentz&uuml;ndungen. Sein Trommelfell mu&szlig;te neunmal durchstochen werden. Viel schlimmer war seine &uuml;bergro&szlig;e Phantasie, welche ihn Alptr&auml;ume erleben lie&szlig;, die ihn nachts schwei&szlig;gebadet aufschrecken lie&szlig;en. Nacht f&uuml;r Nacht wurde er von Weinkr&auml;mpfen gesch&uuml;ttelt.<\/p>\n<p>&quot;Das war so schlimm, da&szlig; ich es kaum beschreiben kann. Ich sah in meinen Tr&auml;umen surrealistische Gebilde, die sich in irren Farben wie wild um mich drehten und dabei entsetzliche Ger&auml;usche von sich gaben. Ganze Orkane tobten in meinen Ohren. Nat&uuml;rlich wirkte sich das auch noch am Tage bei mir aus. Diese st&auml;ndige Folter machte mich immer kr&auml;nklicher. Ich schlich als blasser Einzelg&auml;nger durch die Gegend und bezog von allen Gleichaltrigen Pr&uuml;gel, wenn mein gro&szlig;er Bruder nicht dazwischen kam.&quot; &#8211; so erz&auml;hlte Udo sp&auml;ter.<\/p>\n<p>Das Paradoxe war, da&szlig; ausgerechnet seine geniale Musikalit&auml;t &#8211; die ihm wohl wohl angeboren ist &#8211; damals fast zum Verh&auml;ngnis geworden w&auml;re, da sie seine Tr&auml;ume auch noch in furchtbare Ger&auml;usche umsetzte.<\/p>\n<p>Und jene Musikalit&auml;t zeigte sich fr&uuml;h, sehr fr&uuml;h: Bereits mit einem Jahr begann Udo zu singen. Nat&uuml;rlich konnte er noch keine richtigen Worte, aber sein La-la-la, mit welchem er &quot;H&auml;nschen klein&quot; fehlerfrei darbot, versetze nicht nur Familie und Freunde in ungl&auml;ubiges Staunen.<\/em><\/p>\n<p><em>An seinem f&uuml;nften Geburtstag schenkte man Udo eine Mundharmonika, und das Unglaubliche geschah: Bereits nach zehn Minuten spielte er den anwesenden G&auml;sten sein geliebtes &quot;Die blauen Dragoner, sie reiten&quot; fehlerfrei vor. Dazu erk&auml;rte Udo sp&auml;ter:<\/p>\n<p>&quot;Die Mundharmonika ist ein diatonisches System. Also beim Ziehen und Blasen kommt jeweils ein anderer Ton. Das ist aber eine ganz logische Reihenfolge des Ziehens und Blasens. Ich glaube, Kinder tun &#8211; weit mehr als Erwachsene &#8211; das Logische ganz instinktiv zuerst.&quot;<br \/>\nMit acht Jahren bekam Udo dann sein zweites Intstrument, eine Knopfharmonika. Nach einer halben Stunde hatte er ihr System begriffen und das Instrument in Griff. Die Knopfharmonika sollte Udo bald zu seinem ersten gro&szlig;en Auftritt begleiten&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Zuvor gab es allerdings noch ein sehr unsch&ouml;nes Erlebnis: Als Pimpf erhielt Udo bei der Hitlerjugend wegen schwacher k&ouml;rperlicher Leistungen eine derartige Ohrfeige, da&szlig; er danach auf einem Ohr nur noch vermindert h&ouml;rf&auml;hig war. Der einzig positive Aspekt dieser Geschichte war, da&szlig; Udo fortan der Hitlerjugend fernbleiben durfte.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Kriegsende nahte, und Udos Vater Rudolf hatte panische Angst vor einer Invasion der Russen. Zu dieser Zeit war er bereits Oberb&uuml;rgermeister der Gemeinde Ottmanach und konnte daher selbst nicht fliehen. Udos Mutter K&auml;the, sowie seine S&ouml;hne J&uuml;rgen (Udo), John und Manfred sollten dagegen auf dem Schlo&szlig;gut Barendorf in der L&uuml;neburger Heide Schutz finden, welches ja seinem Bruder geh&ouml;rte. Er glaubte, sie w&auml;ren dort in Sicherheit und ahnte nicht, da&szlig; dies ein fataler Fehler war.<\/p>\n<p>Ottmanach wurde ohne Kampf von den Briten besetzt, w&auml;hrend in der L&uuml;neburger Heide eine gro&szlig;e Schlacht entbrannte. Nach Ende der Schlacht besetzten Belgier die Gegend. Gut Barendorf wurde beschlagnahmt und zum Hauptquartier erkl&auml;rt. Die Bewohner und Schutzsuchenden &#8211; unter ihnen Udo &#8211; durften zusammengepfercht auf dem Dachboden hausen.<\/p>\n<p>Eine schlimme Zeit begann, von der Udo nie gerne sprach: Morde, Folterungen, Vergewaltigungen waren an der Tagesordnung.<\/p>\n<p>Einmal feierten die Belgier im Erdgescho&szlig; ein gro&szlig;es Fest, welches allerdings schon nach kurzer Zeit ausartete. Sch&uuml;sse fielen, und mehrere Kugeln durchschlugen die Decke zur Dachkammer. Mutter K&auml;the warf sich sofort sch&uuml;tzend &uuml;ber ihre S&ouml;hne. Nachdem wieder etwas Ruhe eingekehrt war konnte man sehen, da&szlig; eine Kugel direkt am Kopfende von Udos Bett steckte &#8211; er war nur ganz knapp dem Tod entronnen.<\/p>\n<p>Dieses Erlebnis war das Signal zu einer zweiten Flucht, welche die Bockelmanns nach Prasdorf f&uuml;hrte. Prasdorf in der Gegend von Laboe war die alte Heimat von K&auml;the Bockelmann, wo auch ihre Eltern lebten.<\/p>\n<p>Aber vorerst kam man vom Regen in die Traufe, denn Prasdorf war ein riesiges Kriegsgefangenenlager mit etwa zwei Millionen deutscher Kriegsgefangenen. Engl&auml;nder hatten die Gegend besetzt und alles mit Stacheldraht eingez&auml;unt.<\/p>\n<p>Bald aber kehrte wieder Ruhe ein, und Udo begann, sich im Lager umzusehen. Das alles faszinierte ihn.<\/p>\n<p>Man begann, kleine Bands und Laiengruppen zu gr&uuml;nden, die in dem tristen Alltag f&uuml;r etwas Unterhaltung und Abwechslung sorgen sollten. Bei seinen Erkundungen traf Udo dann zuf&auml;llig auf einen Musiker namens Paul Weber, welcher mit seinem Landser-Orchester Swing und Jitterburg spielte. Und auch Paul Weber fiel der kleine Junge auf, der st&auml;ndig mit seiner unzertrennlichen Knopfharmonika herumlief. Fast zwangsl&auml;ufig kam die bedeutungsvolle Frage: &quot;Willst Du mitspielen?&quot;<\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich wollte Udo das! Und so kam es, da&szlig; Paul Weber unserem Udo das Akkordeonspiel beibrachte und diesem zu seinem allerersten Auftritt verhalf.<\/p>\n<p>Udos erster Auftritt &#8211; und das gleich vor Tausenden von Menschen! Aus Stoffresten und Wehrmachtsdecken n&auml;hte man Udo ein kleines Kost&uuml;m. Als Mexikaner verkleidet spielte er nun also zum ersten Mal vor einem riesigen Publikum. Das Lied nannte sich &quot;Mexikanische Serenade&quot;. Es wurde ein Riesenerfolg, und Udo war von nun an klar, da&szlig; es nur noch ein Ziel f&uuml;r ihn gab: Die B&uuml;hne.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p><em><strong>Lesen Sie in Teil 2:<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>&quot;Je t&#39;aime&quot;<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ren\u00e9 Jochade<br \/>http.\/\/www.ariola.de<br \/>http:\/\/www.udojuergens.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lesen Sie HIER einen Beitrag von Ren\u00e9 Jochade! (Hinweis: Die Udo-J\u00fcrgens-Serie wird im w\u00f6chentlichen Rhythmus fortgesetzt werden und mindestens 8-teilig<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":98081,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98080"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=98080"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98080\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98081"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=98080"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=98080"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=98080"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}