{"id":97468,"date":"2014-10-20T00:00:00","date_gmt":"2014-10-20T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=97468"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"ISABEL-VARELL-Ihr-aktuelles-Alb-97467","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/ISABEL-VARELL-Ihr-aktuelles-Alb-97467\/","title":{"rendered":"ISABEL VARELL <br \/>Ihr aktuelles Album &quot;Da geht noch was&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Da geht noch was&#8220; passt auch in diesem Jahr als ideales Motto zum &#8222;smago! Award 2014&#8220;, der am 26.11. im BEST WESTERN PREMIER Hotel MOA in BERLIN steigt (Moderation: Isabel Varell &#038; Sascha Heyna)!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor knapp einem Jahr, am Mittwoch\/Bu&szlig;- und Bettag, dem 20. November 2013, fand in Wiesbaden die Verleihung des &bdquo;SMAGO Award 2013&ldquo; statt. Diese umjubelte, trendsetzende Starparade, im Rahmen derer im Namen unseres Lieblingsinternetportals f&uuml;r deutschsprachige Schlager- und Popmusik, seit 2011 j&auml;hrlich glanzvolle Troph&auml;en an bedeutsame K&uuml;nstler und Macher aus der einheimischen Schlagerszene verliehen werden, wurde im November 2013 von niemand geringerem moderiert, als von der beliebten Kempener S&auml;ngerin, Schauspielerin, Musicaldarstellerin und Liedtexterin <strong>ISABEL VARELL<\/strong>. Das energetische Multitalent mit (damals noch) erotisch wallenden, langen braunen Locken, vergab den im nationalen Musikgeschehen immer wieder hei&szlig;begehrten &bdquo;SMAGO Award&ldquo; an seit Jahrzehnten gefeierte Altstars, wie z.B. Kornfeld-K&ouml;nig J&uuml;rgen Drews, das ewige boarische &bdquo;Cowgirl&ldquo; Nicki oder das poppige 80er-Jahre-Kultduo &bdquo;CORA&ldquo;, wie gleichsam an spannende Newcomer, vom &bdquo;Stern&ldquo;; der den Namen &bdquo;Nik P.&ldquo; tr&auml;gt, &uuml;ber das nordrhein-westf&auml;lische Schlagerduo &bdquo;Fantasy&ldquo; bis hin zur Wittenbergener &bdquo;DSDS&ldquo;-Skandalnudel Annemarie Eilfeld. &bdquo;Mr. ZDF-Hitparade&ldquo; Dieter Thomas Heck nahm von Isabel den &bdquo;SMAGO Award&ldquo; f&uuml;r sein Lebenswerk pers&ouml;nlich an, &bdquo;DDR&ldquo;-Schlagerlegende Wolfgang Ziegler bekam ihn aus Anlass seines 70. Geburtstags, der mit seinem 50j&auml;hrigen B&uuml;hnenjubil&auml;um einherging, aus den H&auml;nden der (heute) 53j&auml;hrigen TV-Sch&ouml;nheit &uuml;berreicht.<\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich dachten sich daraufhin die Gestalter des &bdquo;SMAGO Award 2013&ldquo; umgehend nach dem &uuml;beraus erfolgreich verlaufenen Schaulaufen des deutschen Schlagerlebens in Wiesbaden: &bdquo;Da geht noch mehr!&ldquo;. So ist SMAGO-Chefredakteur Andy Tichler, im Verbund mit der &bdquo;Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlager und Volksmusik e.V.&ldquo; (ADS), seit einigen Wochen emsig und flei&szlig;ig damit besch&auml;ftigt, auch anno Domini 2014 eine tolle &bdquo;SMAGO Award&ldquo;-Fete auszubaldowern. Inzwischen haben schon nicht wenige prominente Vertreterinnen und Vertreter unseres Genres zugesagt, ihren &bdquo;SMAGO Award&ldquo; 2014 ebenfalls eigenh&auml;ndig in Empfang zu nehmen (siehe <strong><a href=\"https:\/\/smago.de\/d\/artikel\/68163\/\">HIER&#8230;:<\/a><\/strong>).<\/p>\n<p>In kaum f&uuml;nf Wochen erlebt das spannende Vorhaben einen noch gr&ouml;&szlig;eren und exklusiveren Rahmen, als je zuvor, denn diesmal beschlossen Andy Tichler und die Seinen, die Preisverleihung in der deutschen Hauptstadt auszurichten. So findet am 26. November 2014 der diesj&auml;hrige &bdquo;SMAGO Award 2014&ldquo;, pr&auml;sentiert von &bdquo;Radio B2&ldquo;, im &bdquo;Best Western Hotel MOA&ldquo; zu Berlin-Moabit statt. Erwartet werden u.a. Austro-Argentinier und Frauenschwarm Semino Rossi, &bdquo;Big Brother&ldquo;-L&auml;sterm&auml;ulchen Michael Wendler (dies ist ein Kompliment, in Anwesenheit des Herrn Schill <em>kann <\/em>man nur l&auml;stern, ich habe da meine ganz privaten Erfahrungen&hellip;),&nbsp; &bdquo;Herr von und zu Unkaputtbar&ldquo; Bernhard Brink, &bdquo;SMAGO-G&auml;stebuch-Polarisierer&ldquo; Christian Anders oder die ansonsten so menschenscheue Produzentenlegende Jack White.<\/p>\n<p>Letzterer kann sich ganz besonders freuen, den ihm zuerkannten &bdquo;Lifetime Achivement Award&ldquo; &uuml;berreicht zu bekommen, von einem seiner einstigen Sch&uuml;tzlinge. Denn, nachdem Jacks von ihm entdecktes (musikalisches) &bdquo;Baby Rock&rsquo;n&lsquo;Roll&ldquo; Isabel Varell 2013 so grandios frisch, kess und offensiv den &bdquo;SMAGO Award&ldquo; moderiert hatte, dachte auch sie sich zw&ouml;lf Monate sp&auml;ter: &bdquo;Da geht noch was&ldquo; &ndash; und versprach nicht nur Andy Tichler und seinem Team, sondern auch allen Schlagerfans, die am 26.11. in Berlin dabei sein werden, gleichsam in diesem Jahr keck und fr&ouml;hlich durch die Veranstaltung zu geleiten.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Da geht noch was&ldquo;<\/strong> &ndash; diese allt&auml;gliche Floskel spielt im von jeher sehr abwechslungsreichen Leben der Isabel Varell ohnehin eine gro&szlig;e Rolle momentan, benannte sie doch genauso ihre weiterhin aktuelle, im Herbst binnen Jahresfrist erschienene CD. Auch, wenn die Silberscheibe nicht erst in diesen Stunden, erstmals aus dem Presswerk kommend, das Licht des Schallplattenmarktes erblickte, haben Andy Tichler und ich beschlossen, der K&uuml;nstlerin an dieser Stelle eine ausf&uuml;hrliche W&uuml;rdigung ihres angesagten Tontr&auml;gers aus meiner Feder, sozusagen als Vorab-Dank f&uuml;r ihre Moderation des diesj&auml;hrigen &bdquo;SMAGO Awards&ldquo;, zu kredenzen!<\/p>\n<p>Zuletzt fand sich 2009 Isabels formidable Produktion &bdquo;Alles Ansichtssache&ldquo; auf meinem Schreibtisch, die ich seinerzeit mit viel Freude f&uuml;r Smago.de rezensiert hatte; das vom damaligen Noch-&bdquo;M&uuml;nchener Freiheit&ldquo;-Frontmann Stefan Zauner ausget&uuml;ftelte Folgewerk &bdquo;Alles neu&ldquo; fiel meiner Krankheitspause zum Opfer &ndash; und nun fischte ich soeben ein Kuvert mit Isabells 2013er-Opus &bdquo;Da geht noch was&ldquo; aus dem Briefkasten.<\/p>\n<p>Hierf&uuml;r hatte sich die Lebensgef&auml;hrtin des bekannten TV-Regisseurs Pit Weyrich wiederum mit ihrer vorherigen Plattenfirma PALM Records (Telamo\/Sony) zusammengetan &ndash; ausschlie&szlig;lich &bdquo;Alles neu&ldquo; war bei der K&ouml;lner EMI (heute Universal) ver&ouml;ffentlicht worden &ndash; und vertraute erneut auf ihren langj&auml;hrigen Komponisten und Arrangeur Willy Kl&uuml;ter, den wir nicht nur als Erschaffer von zig sch&ouml;nen Melodien f&uuml;r Isabel kennen, sondern zugleich als Tonmeister und musikalischen Unterst&uuml;tzer von z.B. Ingrid Peters, Mireille Mathieu, Rex Gildo oder Andreas Zaron.<\/p>\n<p>So h&ouml;ren wir auf <strong>&bdquo;Da geht noch was&ldquo;<\/strong> 13 neue Lieder, die, von einer Ausnahme abgesehen, s&auml;mtlich von Willy Kl&uuml;ter komponiert und durchgehend von der Interpretin selbst betextet wurden &ndash; und, wie man es von Isabel Varell nicht anders gewohnt ist, verfeinerte sie ihre stets trefflich pointierte Pop-Lyrik oft mit schlageruntypischen Formulierungen, herausgehoben augenzwinkernden Momenten und ihrer ureigenen konstruktiv zickig-liebenswerten Attit&uuml;de.<\/p>\n<p>Los geht&rsquo;s mit dem luftig-sommerlichen, heiter beschwingten Titelsong, der sacht mit einem frechen Piano und nur zur&uuml;ckhaltendem Schlagzeug eingeleitet wird, und sich so nach und nach zu einem fetzigen, hintergr&uuml;ndig durchaus rockenden Pop-Boogie-Swing aufbaut. Isabel analysiert darin, wie ihre ersten rund 50 Lebensjahre in Zahlen auszuwerten sind: In jenem Zeitverlauf, den sie zum Entstehungsdatum hier analysierter CD bereits auf der Welt war, hat sie rund 140.000 Stunden ausschlie&szlig;lich geschlafen, war daf&uuml;r aber mehr als das doppelte an Stunden wach. In diesem Zeitrahmen habe sie vier Milliarden mal gelacht, 500x die legend&auml;re &bdquo;Beatles&ldquo;-Ode &bdquo;Hey Jude&ldquo; geh&ouml;rt. 50.000 mal ging&rsquo;s ab unter die Dusche, 17 Aschenbecher hat sie mitgehen lassen und &ndash; was in einem harmlosen Lied so alles an tiefdunklen Fetischen einer sonst so liebenswerten K&uuml;nstlerin an den Tag kommen kann&hellip; &#8211; sage und schreibe 15 Barbiepuppen gequ&auml;lt. Dies alles und noch viel, viel mehr, hat Isabel Varells bisherige Anwesenheit auf dieser Erde so alles ausgemacht und hervorgebracht &ndash; und doch ist die zeitweilige Stardarstellerin der TV-Seifenopern &bdquo;Rote Rosen&ldquo; (ARD) und &bdquo;Lena &ndash; Die Liebe meines Lebens&ldquo; (ZDF) nach &uuml;ber 30 Millionen verschlungenen Kalorien und 200 Kinobesuchen noch immer felsenfest der Meinung: <strong>&bdquo;Da geht noch was<\/strong>&ldquo;!<\/p>\n<p>Es folgt die zackige Ethnopop-Kreation <strong>&bdquo;Im t&uuml;rkischen Markt&ldquo;<\/strong>, in der die sympathische S&auml;ngerin, basierend auf feurigen, knackigen, geradezu aufwirbelnden Hochspannungs-Rhythmen und mannigfaltigen s&uuml;dl&auml;ndischen Folkinstrumenten, ihre Gef&uuml;hle wortreich, gewitzt, wenn auch einwenig zu sch&ouml;ngeistig, beschreibt, die sie ein ums andere Mal beschleichen, wenn sie fr&uuml;hmorgens, noch im Halbdunkel, beim Aufbau des alleine durch seine pure Anwesenheit aufregendes mediterranes Flair, flirrende Urlaubsstimmung und t&uuml;rkisches Temperament verstrahlenden Obst-und-Gem&uuml;se-Standes durch den anatolischen H&auml;ndler Volkan an der Ecke ihrer Wohnsiedlung zusieht.<\/p>\n<p>Klassischen, entfernt an Peter Maffay oder Kollegin Julia Neigel gemahnenden, so aufmunternden und mutmachenden, wie voranstrebenden, energiegeladenen, erwartungsvollen Jugendlichkeit und progressive Aufm&uuml;pfigkeit gleicherma&szlig;en verbreitenden Pop\/Rock bester Machart, pr&auml;sentiert der schnelle, treibende Gitarrenhymnus <strong>&bdquo;Wirf ein Puzzle in den Himmel&ldquo;<\/strong>. F&uuml;r den Verfasser dieser Zeilen bedeutet jener krosse Deutschrock-Ohrwurm sogleich einen hochqualitativen, vom ersten Takt an schier mitrei&szlig;enden, klingenden H&ouml;hepunkt auf &bdquo;Da geht noch was&ldquo;. Und, man mag es kaum glauben: Tats&auml;chlich geht noch was (und eine ganze Menge mehr), denn, kaum ist der letzte Ton von &bdquo;Wirf ein Puzzle in den Himmel&ldquo; verklungen, schlie&szlig;t das n&auml;chste schlicht ph&auml;nomenale Highlight des 13-Lied-Albums umgehend daran an. Isabel Varell &sbquo;outet&lsquo; sich nun als gro&szlig;er Fan des Hamburger Volksschauspielers und &ndash;S&auml;ngers Hans Albers. Immer, wenn sie dessen alte Lieder h&ouml;re, so die 53j&auml;hrige im CD-Beiheft, bek&auml;me sie &bdquo;Fernweh, Sehnsucht nach der gro&szlig;en, weiten Welt&ldquo;. So nahm sich das br&uuml;nette Energieb&uuml;ndel aus NRW, gemeinsam mit Produzent Willy Kl&uuml;ter, den im Original 1939 von dem deutsch-&ouml;sterreichischen Komponistengenie Peter Kreuder verfassten, gesungenen Abschiedsgru&szlig; <strong>&bdquo;Goodbye,<\/strong> <strong>Johnny&ldquo;<\/strong> zwecks angestrebter Revitalisierung vor &ndash; und h&uuml;llte diesen unvergesslichen Evergreen in eine absolut zeitgem&auml;&szlig;e, zugegebenerma&szlig;en konsequent moderne, aber dennoch zu keinem Zeitpunkt jemals nervt&ouml;tende oder gar der wom&ouml;gliche Ruch einer kommerziellen Verhunzung, gar Ausbeutung anhaftende klangliche Auskleidung.<\/p>\n<p>&Auml;hnlich, wie die zurecht l&auml;ngst vergessene Teeniestar-Nulpe Oli P. in den musikalisch oft schier grausigen mittleren 90er Jahren deutsche Popklassiker der damaligen Vorl&auml;uferdekade, a la &bdquo;Flugzeuge im Bauch&ldquo; (Herbert Gr&ouml;nemeyer) oder &bdquo;So bist Du&ldquo; (Peter Maffay), mit wahllos neu hinzugetexteten, h&auml;ufig d&uuml;mmlich-kindisch daherkommenden Pseudo-Rap-Passagen verband, ersann auch Isabel f&uuml;r ihre &auml;u&szlig;erst atmosph&auml;rische Neuauslegung von &bdquo;Goodbye Johnny&ldquo; zus&auml;tzliche Strophen, die sie so cool-romantisch, wie offensiv-gef&uuml;hlvoll, sehns&uuml;chtig und verliebt, im Sprechgesang vortr&auml;gt. Nur im allseits gel&auml;ufigen Refrain greift sie auf die Vorlage des weltbekannten Peter-Kreuder-Originals zur&uuml;ck. Doch, was bei Oliver Petsokat und Co. peinlich, pubert&auml;r und k&uuml;nstlich wirkte, ert&ouml;nt bei Isabel jederzeit authentisch, ehrlich und bet&ouml;rend ernsthaft &ndash; zudem ist sie, im Gegensatz zu manchem rappenden Schlagerverderber der 90er, sehr wohl jederzeit in der gl&uuml;cklichen Lage, auch und gerade den melodischen Refrain selbst inbr&uuml;nstig zu singen. Bei den stimmschwachen Teenielieblingen, die sich vor 15, 20 Jahren an liebgewonnenen 80er-Popperlen vergingen, war hierf&uuml;r stets eine (meist namentlich nicht erw&auml;hnte, aber eben stimmstarke) Zusatzchanteuse f&uuml;r die harmoniegetreue Intonation der Refrains notwendig gewesen. Derartigen vokalistischen Support hat eine hochtalentierte Vollbluts&auml;ngerin, wie Isabel schon immer eine war, selbstverst&auml;ndlich niemals n&ouml;tig!<\/p>\n<p>Ihrer seinerzeit in verschiedenen Boulevardbl&auml;ttern dieser Welt vieldiskutierten Kurzzeit-Verbindung mit dem im Juni 2006 verstorbenen Berliner Schlager-Skandalon Drafi Deutscher, widmet Isabel, die mit dem sagenumwobenen Kultstar zwischen 1989 und 1991 eine kurze, aber heftige und viel Staub aufwirbelnde Ehe gef&uuml;hrt hatte, die eher d&uuml;ster-verhaltene, traurig vor sich hin schleichende Pianoballade <strong>&bdquo;Er und Ich&ldquo;<\/strong>. In dieser grazilen Lebensabschnittbeichte bezeichnet sich die merklich gereifte Isabel Varell selbst als (damals) juvenilen &bdquo;M&auml;rz, der Sonne braucht&ldquo;, sowie als &bdquo;das sch&ouml;ne, leichte Lied&ldquo;, w&auml;hrend sie den 15 Jahre &auml;lteren Drafi als &bdquo;Herbst voller Farbenpracht&ldquo; und ihre &bdquo;gro&szlig;e Symphonie&ldquo; apostrophiert. Sie hat sich, wie sie sagt, niemals zuvor so offen zu dieser in aller &Ouml;ffentlichkeit breitgetretenen Beziehung ge&auml;u&szlig;ert und betont nun in &bdquo;Er und Ich&ldquo; so viel-, wie absolut eindeutig: &bdquo;Ich werd&lsquo; im Herzen mir erhalten \/ <em>nur<\/em> seine sanfte Melodie&ldquo; (Textzitat).<\/p>\n<p>In der so feudal geschwungenen, widerspenstigen, wie hochmelodischen und eing&auml;ngigen, und dabei &auml;u&szlig;erst wohlmundenden Pop\/Rock\/Chanson-Melange <strong>&bdquo;Lern mich kennen&ldquo;<\/strong> spielt Isabel keck mit dem Gedanken, sie selbst sei eine Stadt. So bietet sie in diesem fulminanten Ohrwurm ihren Mitmenschen in gewisser Hinsicht eine Art Stadtrundfahrt in ihr Innerstes an, das in diesem philosophischen Feudalpop erster G&uuml;teklasse aus &bdquo;Parks, Theatern, Kunst und Kirchen&ldquo; (Textzitat), sogar Ampeln, engen Gassen und manch teurer Schlossallee besteht.<\/p>\n<p>Ein &bdquo;&uuml;berm&uuml;tiges Lied von zwei erwachsenen Kindern&ldquo; nennt Isabel Varell ihr schrilles Duett mit ihrer seit Ewigkeiten besten Freundin, der RTL-Moderatorin Birgit Schrowange. Dabei handelt es sich um das laszive, merklich 20er-Jahre angehauchte Ragtime\/Charleston-Couplet <strong>&bdquo;Wir w&auml;r&rsquo;n so gerne im Kaufhaus eingesperrt&ldquo;<\/strong>. Bl&auml;serverst&auml;rkt, zu einer jazzig-bluesigen Swing-trifft-Chanson-Komposition, nat&uuml;rlich von Willy Kl&uuml;ter, beschreiben die beiden stets so wohlig, wie jungm&auml;dchenhaft kichernden Damen, wie es denn so w&auml;re, k&ouml;nnten sich die zwei abends, nach Gesch&auml;ftsschluss, in einem gro&szlig;en Kaufhaus verstecken, w&uuml;rden sie vom Wach-und-Schlie&szlig;dienst f&uuml;r eine Nacht darin eingesperrt, und k&ouml;nnten sie sich &uuml;berall, auf allen Etagen, ungest&ouml;rt herumtreiben, austoben und, ganz ohne Personalkontrolle, alles zwischen Kosmetikabteilung, S&uuml;&szlig;igkeitenregalen und Champagnerbar, bis in den n&auml;chsten Morgen hinein, wenn die Tore f&uuml;r die allgemeine Kundschaft ge&ouml;ffnet werden, konsumieren und genie&szlig;en.<\/p>\n<p>&Uuml;ber ein wahres, mutma&szlig;lich sehr ergreifendes Urlaubserlebnis der S&auml;ngerin in einem l&auml;ndlichen Dorf in Italien, handelt das einmal wieder z&uuml;nftig mediterran, grell hei&szlig;bl&uuml;tig und offenherzig inszenierte, extrem tanzbar und zunehmend rasanter ausgefallene, prickelnd-aufregende Akkordeon-Folk-Pop-Chanson <strong>&bdquo;Alla Bella Vita&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Ebenfalls einer realen Begebenheit, auf einem Flug nach Berlin von der K&uuml;nstlerin selbst erlebt, entsprang die stille, in sich gekehrte, durchwegs zum Nachdenken anregende, zudem sehr textintensive und klanglich sehr vers&ouml;hnlich und entspannend gehaltene Popballade &uuml;ber <strong>&bdquo;Pater Benjamin&ldquo; <\/strong>(Liedtitel). Darin sinniert Isabel verst&auml;ndnisvoll und fragend unisono &uuml;ber ihre ungew&ouml;hnliche Freundschaft mit einem &uuml;beraus frommen und trotzdem unerwartet weltoffenen Jesuitenpater, die ihr einen v&ouml;llig neuen Blickwinkel er&ouml;ffnet hat, &uuml;ber &bdquo;Gott und die Welt&ldquo;, Geben und Nehmen, Verzicht und Verzeihen; eine Freundschaft, die sie hat, wie sie selbst zu Protokoll gibt, ein ganzes St&uuml;ck n&auml;her an den Glauben r&uuml;cken lassen.<\/p>\n<p>Einen weiteren, ebenso elit&auml;ren und schneidigen, diesmal allerdings recht US-amerikanisch gepr&auml;gten (somit auf irgendeine Art und&nbsp; Weise an &bdquo;Fleetwood Mac&ldquo; und andere Ami-Softrock-Heroen der 70er, 80er erinnernden) Pop\/Rock-Verschnitt auf so treibender, wie melancholischer Gitarrenbasis, stellt der im mittleren, aber aufstrebenden Tempo gehaltene, fraglos zeitnah ausgestaltete, aber zugleich punktgenau unaufdringliche Rockschlager <strong>&bdquo;Wie geht es Dir?&ldquo;<\/strong> dar.<\/p>\n<p>In einem gro&szlig;spurigen, einwenig schleppenden, nochmals einwandfrei sp&uuml;rbar US-amerikanisch anmutenden Rockballaden-Kontext verbleibt auch das philosophische Bekenntnis zu sich selbst und den eigenen Gef&uuml;hlen, <strong>&bdquo;Das ist echt&ldquo;<\/strong>; still, balladesk, fast g&auml;nzlich akustisch, fingerschnippend, luftig und wehend, erklingt gleichsam der offizielle, tr&auml;umerische und zukunftsweisende Albumausklang <strong>&bdquo;Ich suche Kitsch&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Der liebliche, augenzwinkernde, einwenig absichtlich kindlich-naiv gehaltene, mit introvertierten Streichern und allen m&ouml;glichen Fl&ouml;ten ausstaffierte Synthi-Walzer <strong>&bdquo;Mitten im Winter<\/strong> <strong>ist Weihnachten&ldquo;<\/strong> dient als beigef&uuml;gter Bonus-Track und beendet ein nahezu durchgehend &uuml;beraus ansprechendes, enorm vielseitiges, herrlich unaufdringliches, textlich und musikalisch stets &uuml;berzeugendes Album in gem&uuml;tlicher, famili&auml;rer und gutm&uuml;tiger Jahresausklangsatmosph&auml;re!<\/p>\n<p>Isabell Varell 2014 ist viel mehr, als nur eine reine Schlagers&auml;ngerin. Dadurch, dass sie alle ihre Texte eigenst&auml;ndig verfasst, die Inhalte oft selbst erlebt hat, zumindest aber eigene Erfahrungen, Sichtweisen, &nbsp;Beobachtungen, auch Tr&auml;ume und Phantasien, in ihre lyrischen Reime einflie&szlig;en l&auml;sst, verleiht sie ihren Liedern regelm&auml;&szlig;ig eine faszinierende Portion Erdverbundenheit, Wahrhaftigkeit und Echtheit. Die 13 Lieder von &bdquo;Da geht noch was&ldquo; sind in ihrer Gesamtheit ungek&uuml;nstelt, intim, und trotzdem von den meisten von uns jederzeit nachvollziehbar.<\/p>\n<p>Somit stellt &bdquo;Da geht noch was&ldquo; ohne Zweifel eine ansprechende, durchaus pers&ouml;nliche, niemals jedoch selbstverliebte Bestandsaufnahme der ersten 50 Jahre Isabel Varell dar, von denen sie nun schon &uuml;ber 30 kontinuierlich positiv und beliebt in der deutschen Popszene hat verbringen k&ouml;nnen, wie sie gleicherma&szlig;en im TV- Film- und Musicalspektrum ihre Meriten eingefahren hat. Isabel Varell k&ouml;nnte sich in diesem Status, gerade nach dieser wundervollen CD-Stellungnahme, eigentlich gl&uuml;cklich und zufrieden zur&uuml;cklehnen, sich auf ihren Erfolgen ausruhen &ndash; aber, wie wir die nordrhein-westf&auml;lische Powerfrau nun mal so kennen, wird sie stets, auch und insbesondere nach dieser grandiosen Silberscheibe, ebenso wie im Anschluss an die &ndash; garantiert wiederum traumhafte Moderation beim kommenden &bdquo;SMAGO Award 2014&ldquo;, ungehemmt und der Zukunft zugewandt proklamieren: &bdquo;Da geht noch was&ldquo;!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 16.\/17. Oktober 2014<br \/>http:\/\/www.palm-records.de<br \/>http:\/\/www.isabel-varell.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Da geht noch was&#8220; passt auch in diesem Jahr als ideales Motto zum &#8222;smago! 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