{"id":97357,"date":"2014-10-27T00:00:00","date_gmt":"2014-10-27T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=97357"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"BERNHARD-BRINK-FANTASY-FRANZISKA-SASCHA-97356","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/BERNHARD-BRINK-FANTASY-FRANZISKA-SASCHA-97356\/","title":{"rendered":"BERNHARD BRINK, FANTASY, FRANZISKA, SASCHA HEYNA, NICOLE, NIK P., MARY ROOS, SEMINO ROSSI, MICHAEL WENDLER, WOLKENFREI u.a. <br \/>Die Doppel-CD &quot;Die deutschen Hits&quot; (DA Music) im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Das Doppelalbum, das aus repertoirepolitischen Gr\u00fcnden ohne Helene Fischer, Andrea Berg &#038; Co. auskommen muss, repr\u00e4sentiert in seiner Gesamtheit &#8222;eine mehr als nur ansprechende Werkschau \u00fcber vieles, was 2014 im Deutschen Schlager f\u00fcr Furore sorgte&#8220;&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der diesmal streckenweise sehr hei&szlig;e und sonnige Sommer ist nun unweigerlich vorbei. Wir befinden uns inmitten des zunehmend dunkleren, k&uuml;hleren Herbstes &ndash; am vergangenen Wochenende, so sagen die Meteorologen, soll bei uns im Norden letztmalig in diesem Jahr die 20 Grad-Marke auf dem Thermometer &uuml;bersprungen worden sein &ndash; und das Weihnachtsgesch&auml;ft anno Domini 2014 steht immer dr&auml;ngender in den Startl&ouml;chern.<\/p>\n<p>So haben sich in den letzten Wochen die einzelnen Plattenfirma an die Arbeit gemacht, um feierlich zu res&uuml;mieren, was sich so im Laufe des nach und nach zu Ende gehenden Jahres, gerade innerhalb der letzten Monate, musikalisch so alles ereignet und bewegt hat, welche bleibenden Hits geboren wurden, welche Titel sich, vielleicht sogar v&ouml;llig zurecht, kaum durchzusetzen vermochten, oder welche Geheimtipps einfach am alles bestimmenden Massengeschmack vorbeiproduziert wurden, obschon sie f&uuml;r sich genommen nachgerade hohe Qualit&auml;t aufweisen. Mir liegt nun brandaktuelle Koppelung <strong>&bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo;<\/strong> vor, f&uuml;r die das Diepholzer Label DA Music ganze 42 Beitr&auml;ge im Spannungsfeld zwischen klassischem Schlager und gehobenem deutschen Pop zusammengestellt hat, von denen nicht wenige in j&uuml;ngster Zeit durchaus in positiver Hinsicht Staub aufwirbelten und sich zu veritablen Rundfunkhits entwickeln konnten. Folglich m&ouml;chte ich mich an dieser Stelle dieser Doppel-CD gewohnt ausf&uuml;hrlich annehmen und mich durch einen Gro&szlig;teil der darauf enthaltenen, deutschsprachigen Schlagerver&ouml;ffentlichungen durcharbeiten, die besten Titel besonders hervorheben, aber auch manchen Flop nicht unerw&auml;hnt lassen &ndash; und all dies entsprechend kommentieren!<\/p>\n<p>Er&ouml;ffnet werden &bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo; von dem fetzig-feurigen, bl&auml;serbetonten Samba-Fox <strong>&bdquo;R.I.O. &ndash; Es geht<\/strong> <strong>nach Rio de Janeiro&ldquo;<\/strong>, den das nordrheinwestf&auml;lische Schlager-Duo <strong>&bdquo;Fantasy&ldquo;<\/strong> aus Anlass der diesj&auml;hrigen Fu&szlig;ball-WM ebendort ver&ouml;ffentlicht hat und der fraglos geballtes, h&ouml;llisch-hei&szlig;es Sommerflair, freudige Strandstimmung und ausgeruhte Urlaubsgef&uuml;hle schl&uuml;ssig verbreitet &ndash; auch, wenn die immer wieder ins Popgeschehen einkehrende &bdquo;Rio&ldquo;-Thematik schon zuvor in unz&auml;hligen Schlagern breitgetreten wurde, von Tony Holiday (&bdquo;Rio&ldquo;) bis Peter Sebastian (&bdquo;Mit Dir nach Rio&ldquo;). Trotzdem verspr&uuml;hen die beiden Protagonisten von &bdquo;Fantasy&ldquo; in ihrer Hommage an die zweitgr&ouml;&szlig;te Stadt Brasiliens derart viel Lebensfreude, Sommerfrische und Tanzw&uuml;tigkeit, dass DA Music mit dem ersten Lied auf CD-01 von &bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo; sogleich einen properen, in Sekundenschnelle wachmachenden Starter f&uuml;r ihre Herbst-Koppelung ausgew&auml;hlt hat.<\/p>\n<p>Im allgegenw&auml;rtigen, kaum den Status des Mittelma&szlig;es verlassenden Disco-Fox-Kontext, gemixt mit franz&ouml;sisch anmutenden Akkordeon-Fragmenten, strikten, peitschenden Rhythmen und un&uuml;berh&ouml;rbarer stimmungsbezogener Anlehnung an Helene Fischers diesj&auml;hrigen &Uuml;berhit &bdquo;Atemlos durch die Nacht&ldquo;, verbleibt der rasante Tanzfl&auml;chen-Knaller <strong>&bdquo;Nur noch einmal schlafen&ldquo;<\/strong> von der G&uuml;tersloher S&auml;ngerin <strong>Anna-Maria<\/strong> <strong>Zimmermann<\/strong>, die diesen lauten, h&auml;mmernden Beitrag im Juni 2014, ausschlie&szlig;lich Dank gen&uuml;gender Downloads, auf Platz 77 der &bdquo;Media Control&ldquo; bugsieren konnte.<\/p>\n<p>Mit <strong>&bdquo;Unser Zelt AUF Westerland&ldquo;<\/strong> hat &bdquo;der <strong>Wendler<\/strong>&ldquo;, der in den Tagen seiner erstmals vielleicht wirklich ungek&uuml;nstelten und (soweit ihm m&ouml;glich) aufrichtigen Selbstpr&auml;sentation bei &bdquo;Promi Big Brother&ldquo; bald vom Streitobjekt Nummer Eins zumindest zum zeitweilig durchaus ertr&auml;glichen &bdquo;lieben <strong>Michael<\/strong>&ldquo; wurde, zwar einen gewohnt drallen, fetten und dennoch alles andere als unsympathischen Haudrauf-Disco-Fox im ihm ureigenen klanglichen Gewande vorgelegt, der aber leider schon in seiner Betitelung einen schwerwiegenden grammatikalisch-geographischen Fehler aufweist. Zwar h&auml;lt sich der feierfreudige Yuppie dieser Welt gerne <em>AUF<\/em> der Insel Sylt auf, hottet, fetet, danced und meinetwegen auch zeltet allerdings vielmehr mitten <em>IN<\/em> Westerland, dem einwohnerst&auml;rksten Ort &ndash; wie gesagt &ndash; <em>AUF<\/em> Sylt. Von diesem sprachlichen Fauxpas abgesehen, bietet &bdquo;Unser Zelt XXX Westerland&ldquo;, im Fr&uuml;hjahr Rang 55 der einheimischen Singlecharts, jedoch rasende Disco-Power pur und &uuml;berzeugt somit voll und ganz.<\/p>\n<p>Ein besonderer Fan des sachsen-anhaltinischen Nachwuchs-M&auml;dels <strong>Franziska<\/strong> war ich nie gewesen; zumeist erschienen mir ihre gespielte Offenheit und Lolita-hafte Freiz&uuml;gigkeit als zu viel klischeehaft, zu unecht. Ihre recht n&uuml;mperne, weitgehend ideenlose, eigentlich nur auf lautere, h&auml;rtere Rhythmik ausgerichtete Neufassung des unvergesslichen Purple-Schulz-Klassikers <strong>&bdquo;Kleine Seen&ldquo;<\/strong>, Anfang 1986 die dritte und letzte Singleauskoppelung aus dem sagenhaften Hitalbum des K&ouml;lner Deutschpop-Trios, &bdquo;Verliebte Jungs&ldquo;, h&auml;tte die 21j&auml;hrige sich (und uns 80er-Jahre-Kindern, deren Jugenderinnerungen nicht selten an einstigen poppig aufbereiteten Emotionserg&uuml;ssen, wie eben &bdquo;Kleine Seen&ldquo;, hingen), jederzeit ersparen k&ouml;nnen<\/p>\n<p>Nicht weiter aus der Masse &auml;hnlich gestalteter Titel herausragenden, streckenweise unn&ouml;tig aufpeitschenden Bum-Bum-Discofox bietet der Essener S&auml;nger, Songschreiber und Produzent <strong>J&ouml;rg Bausch<\/strong> in seinem lautstark krachenden, pochenden, gesungenen Wunsch <strong>&bdquo;Ich will auch mal nach New York&ldquo;<\/strong> an, weshalb ich mich auch einer tiefergehenden Analyse dieses aufgebauschten Simpel-Fox&lsquo; gerne enthalten mag.<\/p>\n<p>Das aus dem Baden-W&uuml;rttembergischen Aspach stammende Terzett <strong>&bdquo;Wolkenfrei&ldquo;<\/strong> gilt &ndash; nicht ganz zu Unrecht &ndash; seit rund einem Jahr als hoffnungsvoller &Uuml;berflieger am einheimischen Schlagerhimmel. Stefan Kinski, Marc Fischer und Haupts&auml;ngerin Vanessa Mai z&uuml;ndeten bereits mit ihrem, im Februar d.J. ver&ouml;ffentlichten Deb&uuml;talbum &bdquo;Endlos Verliebt&ldquo; ein reales Hitfeuerwerk. Die durchwegs ansprechende CD zog kurz nach Ersterscheinen auf Rang 18 der deutschen &bdquo;Media Control&ldquo;-Listen, nachdem die drei Nachwuchsmusiker schon im November 2013 den hei&szlig;begehrten &bdquo;SMAGO Award&ldquo; in der Kategorie &bdquo;Hit Tipp&ldquo; verliehen bekommen hatten. Diese nicht allt&auml;glichen Vorschusslorbeeren haben &bdquo;Wolkenfrei&ldquo; jedenfalls verdienterma&szlig;en erhalten, h&auml;tte der teutonische Schlagersommer 2014 ohne die 17-plus-Eins Lieder ihrer erw&auml;hnten Einstiegs-CD doch ganz und gar nicht funktioniert bzw. w&auml;re er um einiges &auml;rmer an fr&ouml;hlicher, poppiger, deutscher Musik zum Feiern, Tr&auml;umen und Genie&szlig;en gewesen. F&uuml;r &bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo; suchte DA Music die zweite Single von &bdquo;Wolkenfrei&ldquo; aus, die da hei&szlig;t <strong>&bdquo;Du bist meine Insel&ldquo;<\/strong>, Dank ihrer jugendlichen, frischen Eing&auml;ngigkeit, ihrer geschwungenen, romantischen Melodief&uuml;hrung und ihres liebenswert schnulzigen Textes aus der Feder von Tobias Reitz, das Zeug dazu hat, als einer <em>DER <\/em>deutschen Schlagerhits 2014 in die Annalen einzugehen und zudem daf&uuml;r Sorge tragen k&ouml;nnte, dass die drei &bdquo;wolkenfreien&ldquo; Jungspunde in stilistischer Hinsicht eines Tages vielleicht zu einer Art &bdquo;Fernando Express 2.0&ldquo; avancieren.<\/p>\n<p>&Uuml;ber die m.E. allzu volkst&uuml;melnd-s&uuml;&szlig;lich agierenden <strong>&bdquo;Calimeros&ldquo;<\/strong>, ihres Zeichens eine bis ins Jahr 1976 zur&uuml;ckreichende Schlagercombo aus der Schweiz, mit ihrem penetrant fr&ouml;hlichen Schenkelklopfer-Werk <strong>&bdquo;Mama Mia Maria&ldquo;<\/strong> &auml;u&szlig;ere ich mich nicht n&auml;her, w&auml;hrend mir das daran anschlie&szlig;ende, wundervoll schw&uuml;lstige, konstruktiv gro&szlig;spurig inszenierte Schmachtduett <strong>&bdquo;Das ist Sehnsucht&ldquo;<\/strong>, geschrieben von Starproduzent Uwe Busse und liebenswert, so hyperromantisch, wie hypertroph vorgetragen von der Heppenheimer Germanistikstudentin <strong>Laura Wilde<\/strong> und dem belgischen Showstar <strong>Christoff<\/strong>, in seiner herbe 50er-Jahre-Seligkeit verbreitenden Grundstimmung umgehend nach dem ersten H&ouml;ren sehr aus dem Herzen sprach.<\/p>\n<p>Die hochgesch&auml;tzte Nordhorner &bdquo;Schlagerkanone&ldquo; <strong>Bernhard Brink<\/strong> hatte im Rahmen ihrer inzwischen sage und schreibe knapp 42j&auml;hrigen Karriere auch schon unz&auml;hlige, weitaus delikatere, mitrei&szlig;endere, trefflichere Lieder im Repertoire vorzuweisen gehabt, als die sehr sachte, &uuml;bertrieben gem&auml;chliche und dar&uuml;ber hinaus ungewohnt folkig-bluesige, gar chanson&auml;hnliche Gitarrenballade <strong>&bdquo;Aus dem Leben gegriffen&ldquo;<\/strong>, Titelsong von Bernhards gleichnamiger, noch immer aktueller Hit-CD, die im Februar 2014 auf den Markt kam und bis auf Rang 21 der Albumcharts zu steigen vermochte. Dieses &uuml;beraus erfolgreiche Resultat bei &bdquo;Media Control&ldquo; &#8211; immerhin seine zweitbeste Platzierung in den LP-Hitparaden &uuml;berhaupt &#8211; war jedoch mit einiger Wahrscheinlichkeit weitaus mehr auf &bdquo;Brinkis&ldquo; gewitzte Teilnahme an der diesj&auml;hrigen Staffel der RTL-Tanzshow &bdquo;Let&rsquo;s Dance&ldquo; zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, denn auf die einfach nicht sp&uuml;rbare &Uuml;berzeugungskraft des hier verkoppelten, irgendwie niemals so recht z&uuml;nden wollenden Schleichers, der den Rezensenten, als langj&auml;hriger Brink-Fan seit Kindertagen bekannt, schon arg entt&auml;uscht zur&uuml;ckl&auml;sst&hellip; Kollege <strong>Andreas Martin<\/strong> dagegen fesselt auch in diesem Jahr mit einem so edlen, coolen, tanzbaren, wie vor hei&szlig;er Liebe und innigem Gef&uuml;hl nur so strotzenden und zudem hochmelodi&ouml;sen, offensiv vorantreibenden Disco-Pop-Rei&szlig;er, der diesmal hei&szlig;t <strong>&bdquo;Du, ich mal Dir ein Bild&ldquo;<\/strong> und entnommen wurde seiner krossen 2014er-Scheibe &bdquo;F&uuml;r Dich&ldquo;.<\/p>\n<p>Der gem&uuml;tliche Grazer Schlagers&auml;nger <strong>Charly Brunne<\/strong>r (bis 2010 mit seinem Bruder Johann als Duo &bdquo;Brunner &amp; Brunner&ldquo; unterwegs) nahm sich, zusammen mit seiner neuen Muse, der Wiener Sangeskollegin <strong>Simone<\/strong>, einen Plot vor, der bereits 1975 von der amerikanischen Countrypop-Truppe &bdquo;Dr. Hook &amp; the Medicine Show&ldquo; erstmals bearbeitet und vier Jahre sp&auml;ter, dann im k&uuml;hlen New-Wave-Gewand, von &bdquo;Rolling Stones&ldquo;-Anh&auml;ngsel Marianne Faithfull zum Welthit &bdquo;The Ballad of Lucy Jordan&ldquo; ausgestaltet wurde. Charly &amp; Simone aktualisieren nun den surrealen Textinhalt &uuml;ber die betr&uuml;bte Frau, die von heute auf morgen ihre alte Umgebung hinter sich l&auml;sst, einfach ins Auto steigt und hinein ins wilde, pralle Leben f&auml;hrt. Dies geschieht in Form eines grazilen Duetts, zu einer neuen, von Andreas B&auml;rtels verfassten, im mittleren Tempo gehaltenen und mit eindeutigen Country-Elementen angereicherten, zugleich enorm sehns&uuml;chtigen Melodie, als <strong>&bdquo;Das Lied von Lucy Jordan&ldquo;<\/strong>, in dem eine &auml;hnliche Geschichte wie im englischen Original erz&auml;hlt wird, selbst wenn die deutsche Sichtweise bei weitem nicht so drastisch und aussichtslos endet, wie es seinerzeit bei der internationalen Vorlage der Fall war.<\/p>\n<p>Die Saarl&auml;nder Dauerbrennerin <strong>Nicole<\/strong> versuchte sich im aufmunternden Gute-Laune-Hymnus <strong>&bdquo;Ein neuer Tag<\/strong>&ldquo;, der letzten Singleauskoppelung aus ihrer gefragten 2013er-CD &bdquo;Alles nur f&uuml;r Dich&ldquo;, an einem deutlich rockigen, typisch britischen 60er-Jahre-Sound, gepaart mit einwenig Northern-Soul-Ambiente, freudig klimperndem Piano und treibenden E-Gitarren. An der kompositorischen Entstehung dieses absolut positiven und aufbauenden Ohrwurms war &uuml;brigens &ndash; man h&ouml;re und staune &ndash; niemand geringeres beteiligt, als der gro&szlig;e Rockshouter Chris Thompson, seines Zeichens Immer-wieder-mal-Frontmann der weltber&uuml;hmten &bdquo;Manfred Mann&rsquo;s Earth Band&ldquo;.<\/p>\n<p>Der hei&szlig;begehrte Austro-Argentinier <strong>Semino Rossi<\/strong> intoniert daran anschlie&szlig;end f&uuml;r seine &uuml;berwiegend weiblichen Fans das so gem&auml;chliche, wie aufstrebende Edelpop-Drama <strong>&bdquo;Dich zu lieben ist sch&ouml;n&ldquo;<\/strong>, entnommen seiner im Fr&uuml;hjahr 2014 vorgelegten Top-10-Doppel-CD &bdquo;Best of&ldquo;, Ex&ldquo;-Flipper <strong>Olaf<\/strong> (Malolepski) dagegen schenkt wiederum seiner Anh&auml;ngerschaft kurz darauf den gleichzeitig als Titellied seiner letzten, inzwischen dritten Soloproduktion fungierenden, klanglich eher im konventionellen Spektrum verharrenden Up-Tempo-Fr&ouml;hlichkeitsschlager <strong>&bdquo;Ich mach&rsquo;s wie die Sonnenuhr&ldquo;<\/strong>, ohne &ndash; zumindest beim Verfasser dieser Zeilen &ndash; einen tieferen Eindruck zu hinterlassen.<\/p>\n<p>Wie man wahrhaft grandiosen Romantikschlager mit bleibendem Wert auf der tats&auml;chlich nicht einfach zu bewerkstelligenden Balance zwischen kommerzieller Verwertbarkeit und hohem k&uuml;nstlerischen Anspruch fabriziert, belegt uns seit &uuml;ber drei Jahrzehnten der bienenflei&szlig;ige Eschweger Hitlieferant <strong>G.G. Anderson<\/strong>. Der knapp 65j&auml;hrige S&auml;nger, Komponist und Produzent ist auf &bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo; mit seinem so strikt eing&auml;ngigen, wie radikal gef&uuml;hlsbetonten Radiohit <strong>&bdquo;Nie wieder Goodbye&ldquo;<\/strong> vertreten, einer umgehend unter die Haut gehenden Auskoppelung aus &bdquo;Die Sterne von Rom&ldquo;, der im August 2014 erschienen Top-25-Scheibe des verschmitzten Erschaffers so unvergesslicher Schlagerperlen der Sorte &bdquo;Sommernacht in Rom&ldquo;, &bdquo;Am wei&szlig;en Strand von San Angelo&ldquo; oder &bdquo;Mama Lorraine&ldquo;! Auch der Schweizer Charmeur <strong>Leonard<\/strong> gilt als Meister seines Fachs, das im gleichen stilistischen Terrain beherbergt ist, wie das des eben erw&auml;hnten &bdquo;doppelten G-Punktes&ldquo; des Deutschen Schlagers. <strong>&bdquo;Du hast meine<\/strong> <strong>Seele geheilt&ldquo;<\/strong> nennt sich eine erfolgreiche, feudale, rasant poppige Single aus der aus zwei Silberscheiben bestehenden Geburtstagsr&uuml;ckschau <strong>&bdquo;Noch lange nicht alles&ldquo;<\/strong>, die der immerjunge Lausbub aus Seedorf im Kanton Uri seinen Freunden und sich zu seinem (ihm weder anzusehenden, geschweige denn anzuh&ouml;renden) 50. Ehrentag im Januar diesen Jahres schenkte.<\/p>\n<p>Schlagerlegende <strong>Michael Holm<\/strong> &ndash; mit einem, noch zu analysierenden eigenen Titel &uuml;brigens gleichsam auf &bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo; ber&uuml;cksichtigt &ndash; lie&szlig; es sich nicht nehmen, f&uuml;r seinen M&uuml;nchener Kollegen <strong>Patrick Lindner<\/strong> zu dessen 25j&auml;hrigem B&uuml;hnenjubil&auml;um ein Lied beizutragen. <strong>&bdquo;Sommer im Haar&ldquo;<\/strong> nennt sich die famose Komposition des &bdquo;Mendocino&ldquo;-Machers, die im Juli d.J. aus Patricks 2014er-Doppelalbum &bdquo;Nur mit Deiner Liebe&ldquo; als Radiosingle ausgesucht wurde und nun auf &bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo; zu h&ouml;ren ist. Heraus kam dabei ein frech-fetziger Popschlager bester G&uuml;teklasse, der mit einer pr&auml;gnanten Mixtur aus emotionalem Tiefgang, augenzwinkerndem Charme und einer massiven Anh&auml;ufung von Lebensfreude aufwartet.<\/p>\n<p><em>&bdquo;Was uns nicht passt \/ wird ignoriert&ldquo;<\/em>, gibt der 72j&auml;hrige Sauerl&auml;nder <strong>Tom Astor<\/strong> in seinem f&uuml;r &bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo; ausgew&auml;hlten Beitrag <strong>&bdquo;Mit voller Kraft voraus&ldquo; <\/strong>zum Besten. Und genau an diese uneingeschr&auml;nkt zutreffende lyrische Aussage mag ich mich bez&uuml;glich dieses so enorm vorhersehbar t&ouml;nenden Country-Versuchs nur allzu gerne halten. Wiederum schier perfekten, so lieblichen, wie flott-peppigen Romantikschlager zum Tanzen und Tr&auml;umen in einem Atemzug, vernehmen wir im Anschluss daran in <strong>&bdquo;Wie durch ein Wunder&ldquo;<\/strong>, aus der aktuellen CD &bdquo;Folge dem Fieber&ldquo; des ewigen &bdquo;Fischers von San Juan&ldquo; <strong>Tommy Steiner<\/strong>.<\/p>\n<p>Der Wuppertaler Songschreiber und Produzent <strong>Uwe Busse<\/strong>, seit mehr als drei Dekaden &uuml;beraus gefragt als regelm&auml;&szlig;iger Liedautor f&uuml;r z.B. &bdquo;Die Flippers&ldquo;, Michael Morgan, Andy Borg oder Rex Gildo, griff 2014 mal wieder selbst zum Mikrophon und &uuml;berzeugt sofort mit dem st&uuml;rmischen, liebenswert zickig-widerspenstigen, einwenig &uuml;berkandidelten Edelpop-Schlagerchanson <strong>&bdquo;Applaus f&uuml;r Dich&ldquo;<\/strong>, aus der gleichnamigen CD, die im Juni 2014 das Licht der Welt erblickte. Der in K&ouml;ln lebende Journalist und Moderator <strong>Sascha Heyna<\/strong> beendet CD-01 hier vorgestellten Doppelalbums mit seinem eher im volkst&uuml;mlichen Bereich angesiedelten Schmankerl <strong>&bdquo;Du machst mich verr&uuml;ckt&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Die zweite Silberscheibe von &bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo; beginnt mit einem brodelnden, geradezu aufwiegelnden Inferno aus schnieken Fiedeln und wild geschlagenen Akustikgitarren, die das lautstarke, dralle &ndash; und dar&uuml;ber hinaus immens mitrei&szlig;ende &#8211; Beinahe-Folkrock-Chanson <strong>&bdquo;Die Leichtigkeit des Seins&ldquo; <\/strong>einleiten, den momentanen Superhit von Deutschpop-Stehaufm&auml;nnchen <strong>Matthias Reim<\/strong>, Titelsong der ebenso benannten Top-2(!)-CD aus dem Mai diesen Jahres, der von Machart, Melodief&uuml;hrung und instrumentaler Umsetzung her &nbsp;in seinen besten Momenten an die j&uuml;ngeren, stilistisch &auml;hnlich ausgerichteten Folk-Rock-Versuche von Ex-&bdquo;Rattle&ldquo; Achim Reichel erinnert, in seinen schw&auml;chsten an Kommerz-Sauf-Folk a la &bdquo;Santiano&ldquo;.<\/p>\n<p>Von den zwei Freundinnen Anne Lindt und Kim Bennet, seit 2013 als Duo <strong>&bdquo;Lindt Bennet&ldquo;<\/strong> unterwegs, hatte ich bis dato nichts geh&ouml;rt. Nach den ersten paar Takten ihres f&uuml;r &bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo; seitens ihrer Firma DA Music verkoppelten, nahezu himmlischen Westcoast-Pop\/Gitarren-Ohrwurms <strong>&bdquo;Guten Tag, ich bin das Leben&ldquo;<\/strong> aus ihrer von Henning Gehrke, der 2008 ma&szlig;geblich an der Entstehung von Udo Lindenbergs gefeiertem Comeback &bdquo;Stark wie Zwei&ldquo; beteiligt war, produzierten Deb&uuml;t-CD &bdquo;Seelenschwestern&ldquo;, jedoch war ich sogleich &uuml;bermannt von der unaufdringlichen, locker-luftigen und zugleich &auml;u&szlig;erst ernsthaften und bodenst&auml;ndigen Ausstrahlung, die dieser aufweckende, voranstrebende, durchaus sehr US-amerikanisch gepr&auml;gte Deutschpop\/Rock-Verschnitt kompakt und ph&auml;nomenal komprimiert in sich tr&auml;gt. Die beiden &sbquo;Schwestern im Geiste&lsquo; Anne und Kim, dar&uuml;ber bin ich mir nach dem Genie&szlig;en auch nur dieses einen einzigen Liedes vollkommen im Klaren, werden sicherlich auch jetzt und in Zukunft f&uuml;r noch eine ganze Menge an perlenden Pop-Kleinoden zwischen verlockendem Deutschrock, wehendem Country und erdigem Folk zu haben sein!<\/p>\n<p><strong>Nik P<\/strong>., der K&auml;rntner Junge mit dem ewig seinen Namen tagenden &bdquo;Stern&ldquo;, sandte im Fr&uuml;hsommer 2014 als erste Single aus seiner diesj&auml;hrigen CD-Stellungnahme &bdquo;L&ouml;wenherz&ldquo;, die schnelle, latent Disco-Fox-untermauerte Pop\/Rock-Hymne <strong>&bdquo;Geboren, um Dich zu lieben&ldquo;<\/strong> ins Rennen, die musikalisch irgendwo zwischen sp&auml;terem Wolfgang Petry und poppigeren &bdquo;Unheilig&ldquo; angesiedelt ist &ndash; und somit die Herzen, sowohl der moderneren Schlagerfreunde, als auch der alteingesessenen Deutschpop-Freaks wiederum in bester Form f&uuml;r sich gewinnen konnte.<\/p>\n<p>Warum sich mit dem tr&auml;ge dahinpl&auml;tschernden Popn&uuml;mmerchen <strong>&bdquo;Polarstern&ldquo;<\/strong> noch ein zweites Lied von Teenie-S&auml;ngerin <strong>Franziska<\/strong> auf &bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo; befindet, wissen nur der liebe Gott (und die Kollegen bei DA Music) alleine; ich werde mir aber eine freundliche &Uuml;bergehung dieses eher unbedeutenden Beitrags erlauben &ndash; um mich gleich darauf dem Ahlener Multitalent <strong>Alexander Klaws<\/strong> zu widmen, dem Gewinner der allerersten Staffel von &bdquo;Deutschland sucht den Superstar&ldquo; 2003, der einen tanzbaren, sacht rockigen, klassischen deutschen Popschlager namens <strong>&bdquo;Morgen explodiert die Welt&ldquo;<\/strong> im Gep&auml;ck hat, der zwar ob seines im allzu gewohnten Disco-Fox-Klangbild verharrenden Arrangements nicht f&uuml;r die &uuml;berschw&auml;ngliche Begeisterung gut ist, aber Dank seiner Geschmeidigkeit und seiner unbestritten vorhandenen Hymnentauglichkeit auch nicht mit einem b&ouml;sen &bdquo;Daumen nach unten&ldquo; bedacht werden soll.<\/p>\n<p>Die in Weimar geborene &bdquo;DDR&ldquo;-Popschlagerlegende <strong>Ute Freudenberg<\/strong> brilliert nun mit einer von Klangzauberer David Brandes mit ganzer Wucht ausget&uuml;ftelten, regelrecht aufpeitschenden Bombast-Rock-Pop-Kreation voller Power, Drastik und Hochgef&uuml;hl, irgendwo in der N&auml;he von Tina Turner oder Bonnie Tyler. Einfach nur umwerfend, stimmig, ehrlich und kraftvoll intoniert eine der besten, stimmst&auml;rksten und authentischsten K&uuml;nstlerinnen aus Ostdeutschland das faszinierende Schlagerepos <strong>&bdquo;Begegnen&ldquo;<\/strong>, das wahrhaftig das Zeug zu einem teutonischen Popevergreen hat. Ihr zeitweiliger Duettpartner, der L&ouml;rracher Popschlager-Experte <strong>Christian Lais<\/strong>, interpretiert gleich danach die hochkar&auml;tige Gitarren-plus-Synthesizer-Orgie <strong>&bdquo;Wer k&auml;mpft neben<\/strong> <strong>mir&ldquo;<\/strong>, eine typische David-Brandes-Komposition, die dessen oft gehuldigter Vorliebe f&uuml;r Monumental-Popper der Sorte &bdquo;Alan Parsons Project&ldquo; oder &bdquo;Electric Light Orchestra&ldquo; mal wieder geballt und mehr als nur gekonnt gerecht wird.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Einzigartig&ldquo;<\/strong>, erste neue Single von Powerfrau <strong>Mary Roos<\/strong> nach ihrem so exzentrischen, wie hochgradig spektakul&auml;ren Swing-meets-Chanson-Opus &bdquo;Denk was Du willst, setzt ohne Abstriche den auf diesem von Kritikern und Musikgourmets gleicherma&szlig;en h&ouml;chst goutierten Meisterwerk eingeschlagenen Weg in Sachen anspruchsvoller, swingender Feudalmelodien fort. Der so liebevoll sp&auml;tsommerlich, wie augenzwinkernd jugendlich-naiv t&ouml;nende Pop-Swing, den Allesk&ouml;nnerin Mary so spritzig, kr&auml;ftig und bet&ouml;rend ehrlich und offenherzig zugleich, nun wiederum f&uuml;r ihre Stamm-Company DA Music, eingesungen hat, wurde &uuml;brigens von dem jungen M&uuml;nsteraner Singer\/Songwriter Johannes Oerding mitgeschrieben, was ein weiterer Beweis daf&uuml;r ist, dass eine kreative Kooperation &bdquo;Jung trifft Erfahren&ldquo; h&auml;ufig von sehr gutem Erfolg gekr&ouml;nt sein kann.<\/p>\n<p>Kurz darauf pr&auml;sentiert <strong>Gilbert<\/strong>, der zuletzt immer begehrtere Innsbrucker Gratwandler zwischen eindrucksvollem Schlager und gehobenem Pop, die wie gehabt auf bestem klanglichen Niveau agierende David-Brandes-Melodie <strong>&bdquo;Ruf mich an&ldquo;<\/strong>, gefolgt von der Berliner Musicaldarstellerin und S&auml;ngerin <strong>Ella Endlich<\/strong> mit ihrer, &uuml;brigens von ihr selbst verfassten, zickig swingenden, dialektischen Negation von Siw Malmquists 1964er-Oldie &bdquo;Liebeskummer lohnt sich nicht&ldquo;, die bl&auml;serbetont, gro&szlig;b&uuml;rgerlich-urban, jazzig und tanzbar zugleich, als <strong>&bdquo;Liebeskummer lohnt sich <em>doch<\/em>&ldquo;<\/strong> aus den Boxen flie&szlig;t und ein ums andere Mal w&uuml;rdevoll und mit viel Elan mit liebgewonnenen Schlagerkonventionen frech, gewitzt und hitzk&ouml;pfig bricht.<\/p>\n<p>Ex-&bdquo;M&uuml;nchener Freiheit&ldquo;-Frontmann <strong>Stefan Zauner<\/strong> hat, gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau <strong>Petra Manuela<\/strong>, eine ihm typische, hochintelligente Pop\/Rock-Melange aufgenommen. <strong>&bdquo;Fang an&ldquo;<\/strong> war die erste Singleauskoppelung aus Stefans Solo-Zweitling &bdquo;FABELhaft&ldquo; und zog im Fr&uuml;hjahr 2014 stehenden Fu&szlig;es in die Top 5 der Formatradiocharts &bdquo;konservativ&ldquo; ein. Und im besten Sinne des Wortes &bdquo;konservativ&ldquo; klingt auch die Klasse Melodie, nat&uuml;rlich von Stefan selbst ersonnen, die unterschiedslos auf jedem besseren Album seiner Ex-Band (und derer gibt es viele!) einen herausgehobenen Platz h&auml;tte finden k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Von der aus drei Geschwistern bestehenden Schlagertruppe <strong>&bdquo;Schwesterherz&ldquo;<\/strong> hatte mir schon deren 2007 ver&ouml;ffentlichte Deb&uuml;tsingle &bdquo;Papa wollte Jungs&ldquo; nicht unbedingt besonders zugesagt; auch <strong>&bdquo;Lass mich noch<\/strong> <strong>100.000 mal&ldquo;<\/strong>, den diesj&auml;hrigen Versuch der drei Grazien Carina, Anja und Maria, k&ouml;nnte man mir 100.000 mal und noch &ouml;fter vorspielen, er w&uuml;rde mich auch dann sicherlich nicht vom Hocker gerissen haben.<\/p>\n<p>Dies dagegen gelingt dem &ndash; (nicht nur) entfernt an &bdquo;U2&rsquo;s&ldquo; 1987er-&Uuml;berhit &bdquo;With or without you&ldquo; erinnernden &ndash; hartn&auml;ckigen Deutschrock-Kracher <strong>&bdquo;Wolken&ldquo;<\/strong> der derzeit vieldiskutierten, einheimischen Rock-Pop-Hoffnung <strong>&bdquo;Gro&szlig;stadt Freunde&ldquo;<\/strong>, um den geb&uuml;rtigen Londoner Jay Khan, in ausgepr&auml;gtester Pracht: Zeitnah, modern, knackig und doch die Liebhaber der traditionellen deutschen Popmusik der 80er Jahre keinesfalls verschreckend, vermag das 2012 gegr&uuml;ndete Berliner Quintett mit tiefsinnigen, handgemachten und zudem konsequent melodischen Rocksounds die Gewinnerstra&szlig;e zu bev&ouml;lkern. Ich glaube, die mir zuvor nicht gel&auml;ufige Nachwuchsband aus der Hauptstadt hat sich soeben, als ich &bdquo;Wolken&ldquo; zum ersten Mal vernahm, einen neuen Fan erspielt!<\/p>\n<p>Beim einstigen Mehrfach-Teilnehmer am &bdquo;Grand Prix Eurovision de la Chanson&ldquo; <strong>&bdquo;WIND&ldquo;<\/strong> &ndash; 1985 mit &bdquo;F&uuml;r alle&ldquo;, zwei Jahre sp&auml;ter mit &bdquo;Lass die Sonne in Dein Herz&ldquo; und 1992 mit &bdquo;Tr&auml;ume sind f&uuml;r alle da&ldquo; &#8211; scheint doch fast 30 Jahre nach Gr&uuml;ndung die Luft raus zu sein. Das eher uninteressante Country-plus-70er-Disco-Schmankerl <strong>&bdquo;Up &amp; Down (nach<\/strong> <strong>der Ebbe kommt die Flut)&ldquo;<\/strong> aus der 2014er-CD &bdquo;F&uuml;r Deutschland&ldquo; stellt kaum mehr dar, als ein laues, flink verwehendes Windchen und zeugt weit mehr von &bdquo;Ebbe&ldquo;, als von &bdquo;Flut&ldquo;; vulgo: eher von &bdquo;down&ldquo;, denn von &bdquo;up&ldquo;.<\/p>\n<p>Als ungleich augen- bzw. ohrenf&auml;lliger und weitaus hittr&auml;chtiger, zeigt sich nun die &ndash; schier geniale &#8211; neueste Radiosingle von Altstar <strong>Michael<\/strong> <strong>Holm<\/strong>. Bei seiner phantastischen Song-Stellungnahme <strong>&bdquo;Meine Augen sind noch blau&ldquo;<\/strong> handelt es sich um einen deftig rockenden, wehend-treibenden, von ausgiebiger Leidenschaft durchzogenen Gitarrenschlager, der dem interessierten H&ouml;rer sofort in dessen Geh&ouml;rg&auml;nge dringt und es sich dort erst mal bis auf Weiteres gem&uuml;tlich macht. Auch die attraktive, junge Georgierin <strong>Maria Lewin<\/strong>, die 2004 nach Deutschland gekommen ist und seitdem zunehmend mit ehrgeiziger, tiefgehender, meist selbstgeschriebener deutscher Popmusik auf sich aufmerksam macht, beeindruckt auf &bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo; mit ihrer voraneilenden, so feinf&uuml;hligen, wie k&auml;mpferischen Gitarrensingle <strong>&bdquo;Ein neuer Himmel&ldquo;<\/strong>, die zweifellos belegt, dass die br&uuml;nette Gewinnerin des 2012er-&bdquo;SMAGO Award&ldquo; in der Rubrik &bdquo;Durchstarterin des Jahres&ldquo; auch 2015 weiterhin betr&auml;chtlich durchstarten und die deutsche Popszene geh&ouml;rig aufwirbeln wird.<\/p>\n<p>Genau dies tut schon &uuml;ber ein Vierteljahrhundert lang der saarl&auml;ndische Frauenschwarm <strong>Michael Morgan<\/strong>. Im Herbst 2014 ist er mit dem machtvollen Discofox-Rei&szlig;er <strong>&bdquo;F&uuml;r immer Du&ldquo;<\/strong> mit von der Partie, die seiner soeben erschienenen Silberscheibe &bdquo;Mit Ecken und Kanten&ldquo; entstammt und bereits in den hiesigen Radiocharts hoffnungsfrohen Einstand gefeiert hat. Dort trieb sich im Laufe der letzten Monate gleichsam die K&ouml;lner Schlagers&auml;ngerin und ausgebildete &Ouml;kotrophologin <strong>ANDREA <\/strong>mit ihrem fraglos lieblichen, alles andere als unsympathischen, aber dennoch keinen besonderen Eindruck hinterlassenden Durchschnitts-Schlager <strong>&bdquo;Warum nicht fliegen lernen?&ldquo;<\/strong> herum, wie auch &bdquo;GZSZ&ldquo;-Teenageridol <strong>J&ouml;rn Schl&ouml;nvoigt<\/strong> mit der schw&auml;rmerisch-verliebten Gitarrenpop-Nummer <strong>&bdquo;Alle Deine<\/strong> <strong>K&uuml;sse<\/strong>&ldquo;. Der temporeiche Tanzschlager <strong>&bdquo;Ich lieb&lsquo; Dich so&ldquo;<\/strong>, fordernd und furios dargeboten von &bdquo;DDR&ldquo;-Schlagerikone <strong>Ines Adler<em>,<\/em><\/strong> beendet den offiziellen Teil von vorliegender Doppel-CD &bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo;.<\/p>\n<p>Im Sinne eines Bonustitels, f&uuml;gten die Verantwortlichen dieser Hitkollektion die 2005 erstmals auf Deutsch ver&ouml;ffentlichte, so dunkel-verschlossene, wie sph&auml;risch-sch&ouml;ngeistige Synthi-Pop\/Gothic-Mixtur <strong>&bdquo;Willkommen im Leben&ldquo;<\/strong> von NDW-Legende <strong>Hubert &bdquo;Hubsi&ldquo; Kah <\/strong>hinzu, der Ende August 2014 als liebenswerter Wirrkopf die diesj&auml;hrige Staffel des SAT-1-Formats &bdquo;Promi Big Brother&ldquo; erheiternd begl&uuml;ckte. Im englischen Original diente jenes Lied als &bdquo;C&rsquo;est la Vie&ldquo; vor 19 Jahren als Singleaufh&auml;nger von Huberts neo-romantischem, nach ihm selbst benannten Crossover-Versuch, der in genanntem Jahr die Garde der Kritiker zwar in hellste Verz&uuml;ckung versetzte, bei den K&auml;ufern aber &ndash; m.E. v&ouml;llig zu Unrecht &ndash; durchfiel. F&uuml;r seine im Mai 2005 bei DA Music vorgestellte, bislang letzte Studioproduktion &bdquo;Seelentaucher&ldquo;, sang Hubert das bewegende Klangdrama zwischen Traum und Wirklichkeit neu, diesmal deutsch betextet, ein &ndash; weshalb sich DA Music nun entschloss, aus Anlass von &bdquo;Hubsis&ldquo; Aufwartung bei &bdquo;Promo Big Brother&ldquo;, dieses prickelnde Synthi-Melodram nochmals aus den Archiven zu kramen und vorliegender Herbst-Ausgabe von &bdquo;Die Deutsche Hits&ldquo; hinzuzukoppeln. Au&szlig;erdem &ndash; dies sei schon mal verraten &#8211; erscheint in wenigen Tagen eine Doppel-CD unter eben diesem Titel, auf dem Huberts beste Aufnahmen f&uuml;r DA Music, sowie verschiedene Remix mancher derer, auf zwei silbernen Scheiben zusammengestellt und neu ver&ouml;ffentlicht werden. Sobald mir <strong>&bdquo;Willkommen im Leben&ldquo; <\/strong>vorliegt, werde ich ebenjene Kompilation an dieser Stelle entsprechend ausf&uuml;hrlich w&uuml;rdigen.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo;<\/strong> repr&auml;sentieren in ihrer Gesamtheit eine mehr als nur ansprechende Werkschau &uuml;ber vieles, was 2014 im Deutschen Schlager f&uuml;r Furore sorgte. Jeder hat bekanntlich einen anderen Geschmack; im Grunde genommen ist aber auf vorliegender Doppel-CD f&uuml;r jeden Musikfreund, der deutschsprachigen Kl&auml;ngen, ob moderner oder traditioneller, ob pop-rockiger oder schlagerhafter, aufgeschlossen gegen&uuml;ber steht, alles dabei, was sein Herz h&ouml;rerschlagen zu lassen vermag: Seit Unzeiten von Ruhm und Reputation beseelte Altvordere a la Michael Holm, Andreas Martin, Ute Freudenberg G.G. Anderson oder Tommy Steiner legten oft in grandioser Manier dar&uuml;ber Zeugnis ab, dass sie in all den Jahren ihres Tuns nichts von ihrer urspr&uuml;nglichen Energie und Begabung, tolle Songs zu kreieren, eingeb&uuml;&szlig;t haben &ndash; und bereits nach den ersten Takten anregende und Appetit machende Newcomer, von &bdquo;Lindt Bennett&ldquo; &uuml;ber &bdquo;Wolkenfrei&ldquo;, bis hin zu Marie Lewin oder den &bdquo;Gro&szlig;stadt Freunden&ldquo;, garantieren, dass es um freche, offene, zugleich zeitnahe und spannende Musik in deutscher Sprache in diesem unserem Lande besser steht denn je. Trotz mancher &ndash; oft rein subjektiv begr&uuml;ndeter &ndash; Durchh&auml;nger, lohnt sich die Anschaffung der mit 42 Titeln prallgef&uuml;llten Doppel-CD <strong>&bdquo;Die Deutsche Hits&ldquo;<\/strong> von DA Music f&uuml;r den Schlager und Deutschpop-Begeisterten ebenso, wie f&uuml;r den peniblen Musikchronisten und Sammler!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 20.\/21. Oktober 2014; \u00dcberarbeitung: 24. Oktober 2014)<br \/>http:\/\/www.da-music.de<br \/>http:\/\/www.da-music.de\/Schlager\/Kuenstler<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Doppelalbum, das aus repertoirepolitischen Gr\u00fcnden ohne Helene Fischer, Andrea Berg &#038; Co. auskommen muss, repr\u00e4sentiert in seiner Gesamtheit &#8222;eine<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":97358,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/97357"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=97357"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/97357\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/97358"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=97357"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=97357"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=97357"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}