{"id":97282,"date":"2014-10-25T00:00:00","date_gmt":"2014-10-25T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=97282"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"DIE-FANTASTISCHEN-VIER-Neue-CD-97281","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop\/DIE-FANTASTISCHEN-VIER-Neue-CD-97281\/","title":{"rendered":"DIE FANTASTISCHEN VIER <br \/>Neue CD &quot;Rekord&quot; ist seit 24.10.2014 im Handel!"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Rekord&#8220; ist Ausdruck einer tief empfundenen k\u00fcnstlerischen Unbeschwertheit und macht ganz selbstverst\u00e4ndlich ein Referenzsystem h\u00f6rbar, das von klassischer HipHop-Sozialisation \u00fcber Pop-Selbstbewusstsein bis zu moderner Clubkultur reicht&#8230;: \u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&quot;Was bleibt &uuml;brig von &#39;nem Vierteljahrhundert Rap?&quot;<\/em> Eine berechtigte Frage. Gestellt wird sie auf dem neunten Album einer Band, deren Pr&auml;senz f&uuml;r uns heute so selbstverst&auml;ndlich ist, dass man sich die Tragweite dieses Jubil&auml;ums erst einmal vergegenw&auml;rtigen muss. 1987 gegr&uuml;ndet als The Terminal Team, umbenannt in Die Fantastischen Vier im Jahr von &quot;Looking For Freedom&quot; (hier) und &quot;3 Feet High And Rising&quot; (dort), ist diese Band mit knapp sieben Millionen verkauften Einheiten, sieben Platin-Auszeichnungen und ausverkauften Hallen eine der ganz gro&szlig;en Pop-Geschichten und zugleich Deutschlands dienst&auml;ltester Rap-Act.<\/p>\n<p>Ihr Deb&uuml;t war 1991 das erste durchgehend deutschsprachige Rap-Album, mit ihren ersten gro&szlig;en Erfolgen waren sie bald eine offene Provokation f&uuml;r eine noch unentspannt dogmatische deutsche HipHop-Szene. Erst mit einigem Abstand wurde klar, was f&uuml;r eine nachhaltige Entwicklung dieser Konflikt in Bewegung setzte, und wie wichtig das daraus entstehende Selbstbewusstsein f&uuml;r eine Subkultur war, die heute ganz selbstverst&auml;ndlich im Mittelpunkt zu stehen gelernt hat.<\/p>\n<p>DIE FANTASTISCHEN VIER etablierten sich in der Folge als immens wandlungsf&auml;hige Band, f&uuml;r die Subversion, Selbstironie und gro&szlig;e Gesten nie Widerspr&uuml;che waren. Mit der Gr&uuml;ndung des Labels Four Music und der Booking-Agentur Four Artists, deren Relevanz bis heute ungebrochen ist, untermauerten die Vier fr&uuml;h ihre HipHop-Verbundenheit mit sicherem Gesch&auml;ftssinn. Die Floskel vom Geschichteschreiben mag l&auml;ngst abgegriffen sein, aber der popkulturelle Einfluss der Fantastischen Vier bleibt unbestritten.<\/p>\n<p>Jenseits all der Superlative und kulturellen Wechselwirkungen sind Die Fantastischen Vier aber auch ein soziales Ph&auml;nomen. In einer ganz urspr&uuml;nglichen Auspr&auml;gung menschlicher Zusammengeh&ouml;rigkeit sind sie eine Gruppe, die schlicht aus einem gemeinsamen Interesse heraus eine instinktive gegenseitige Loyalit&auml;t entwickelt hat, die nur in wenigen anderen Bands so stark zu sp&uuml;ren ist. Diese gemeinsame Identit&auml;t von vier so unterschiedlichen Charakteren besteht unabh&auml;ngig von Ort und Zeit, in Abgrenzung von allen &auml;u&szlig;eren Umst&auml;nden: Es gibt nur Thomas, Smudo, Andy, Michi. Es geht nur um die Vier. Und das ist auch der Grund daf&uuml;r, dass es die Vier so lange gibt.<\/p>\n<p>Dabei ist die Trennung ebenso wichtig wie das Miteinander. Wenn die Vier einander nicht immer wieder bewusst den R&uuml;cken kehren k&ouml;nnten, um ihre eigenen Leben zu leben und neue, individuelle Motivation zu sammeln, wer wei&szlig;, wie die Zeit ihnen dann mitgespielt h&auml;tte. Die Musikgeschichte kennt jedenfalls mehr als genug tragische Beispiele. Dass nach all dieser Zeit tats&auml;chlich erst das neunte Studioalbum ansteht, ist eine Konsequenz dieser Dynamik. Andere K&uuml;nstler m&ouml;gen es da eiliger haben. Aber jedes Album steht zugleich f&uuml;r eine neue Ausgangsposition als Band, f&uuml;r einen Zeitpunkt, an dem die Vier wieder gemeinsam etwas zu sagen hatten. Dieser kritische Zeitpunkt l&auml;sst sich nicht planen, er passiert.<\/p>\n<p>Auf &quot;Rekord&quot;, diesem neunten Album, gehen Die Fantastischen Vier mit den letzten 25 Jahren und ihrem ungebrochenen Popstartum ganz unaufgeregt um. Klar, die einleitende Ansage &quot;25&quot; lassen sie sich nicht nehmen. Sie stellen aber auch schnell klar, wie wenig sich die Dinge &auml;ndern, wenn man nur den Moment, das &quot;Heute&quot;, als Bezugspunkt ernst nimmt. Dieser hedonistische und unmittelbare Blick auf das Leben zieht sich durch das vorliegende Album wie durch die ganze Karriere der Fantastischen Vier. Immer wieder durchscheinende Melancholie kippt nie in Selbstmitleid, Intimit&auml;t geht ohne Kitsch und in der Bewegung liegt immer noch die Kraft.<\/p>\n<p>&quot;Rekord&quot; ist Ausdruck einer tief empfundenen k&uuml;nstlerischen Unbeschwertheit und macht ganz selbstverst&auml;ndlich ein Referenzsystem h&ouml;rbar, das von klassischer HipHop-Sozialisation &uuml;ber Pop-Selbstbewusstsein bis zu moderner Clubkultur reicht. Und solange man die Musik nicht auf die leichte Schulter nimmt, muss man sich auch selbst nicht zu ernst nehmen. Dass es vorerst dieser &quot;Rekord&quot; ist, der von einem Vierteljahrhundert Rap &uuml;brig bleibt, ist also nur angemessen. Aus ist das Spiel noch lange nicht.<\/p>\n<p>Columbia Deutschland (Textvorlage)<br \/>http:\/\/www.columbia.de\/<br \/>https:\/\/diefantastischenvier.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Rekord&#8220; ist Ausdruck einer tief empfundenen k\u00fcnstlerischen Unbeschwertheit und macht ganz selbstverst\u00e4ndlich ein Referenzsystem h\u00f6rbar, das von klassischer HipHop-Sozialisation \u00fcber<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":97283,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[27],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/97282"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=97282"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/97282\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/97283"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=97282"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=97282"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=97282"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}