{"id":96277,"date":"2014-11-20T00:00:00","date_gmt":"2014-11-20T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=96277"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"MARTY-KESSLER-Die-CD-Die-Bombe-96276","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop-schlager\/MARTY-KESSLER-Die-CD-Die-Bombe-96276\/","title":{"rendered":"MARTY KESSLER <br \/>Die CD &quot;Die Bombe tickt&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Der Hamburger Musikjournalist bleibt seinem Grundsatz &#8222;In der L\u00e4nge liegt die Menge&#8220; auch weiterhin treu&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Sauerl&auml;nder <strong>MARTY KESSLER<\/strong> ist seit 20 Jahren in der Musikszene aktiv und hat sich 2008 entschlossen, eine Solokarriere im Bereich Rock-Schlager\/Disco-Schlager\/Disco-Fox anzustreben. Zuvor hatte der gelernte Werkzeugmacher und B&uuml;rokaufmann, der sich zudem als Gitarrenlehrer und Fernsehmusiker verdingt, in gro&szlig;en TV-Shows bei ZDF, MDR, ARD oder RTL unz&auml;hlige bekannte internationale Stars, wie z.B. Chris de Burgh, Jimmy Somerville, Shakin&lsquo; Stevens oder Roland Kaiser, auf der B&uuml;hne begleitet. Zudem ist er immer wieder mit seiner eigenen Live-Band auf Galas, Stadtfesten und privaten Veranstaltungen zu h&ouml;ren und zelebriert dort ein buntes Best-of-Coverprogramm, vollgepfropft mit allseits bekannten Evergreens von &bdquo;BAP&ldquo; &uuml;ber Roland Kaiser bis Bryan Adams.<\/p>\n<p>Vor sechs Jahren startete der Vollblutmusiker seine ersten eigenen Gehversuche mit zwei noch nicht so reputierlichen Singles bei Palm Records, bevor er 2012 endlich musikalisch genau dies zu verwirklichen suchte, was er eigentlich schon immer anvisiert hatte. Er unterzeichnete einen Kontrakt mit dem Murnauer Label SPECTRE Media (Vertrieb: Electrola\/Universal) und lie&szlig; seine Laufbahn dort mit ein paar knackigen Singles beginnen, die, wie der K&uuml;nstler selbst es nennt, in &bdquo;amtlichem Schlagerrock-Sound&ldquo; ausgekleidet waren. Dies bedeutet, Marty Kesslers fr&uuml;he Aufnahmen f&uuml;r SPECTRE Media erwiesen sich sowohl als geradlinig-rockig, als auch im Sinne des zuletzt alles beherrschenden Disco-Fox als absolut tanzbar und partytauglich in einem Aufwasch. Nach sechs immer erfolgreicheren Singlever&ouml;ffentlichungen, war nun die Zeit reif, f&uuml;r ein vollst&auml;ndiges erstes eigenes Album von <strong>MARTY KESSLER<\/strong>!<\/p>\n<p>SPECTRE-Chef Thomas Hauptmann organisierte f&uuml;r dieses appetitanregende Projekt seines neuesten Sch&uuml;tzlings den Viersener Hitproduzenten Gerd Jakobs (GEDO-Musikproduktion, bislang u.a. f&uuml;r Nino de Angelo, Michael Morgan, Frank Lars oder J&uuml;rgen Drews t&auml;tig), sowie Songschreiber und Musiker der Sorte Michael Buschjan oder Jean-Pierre Valance, die beide der &bdquo;alten Wolfgang-Petry-Hitschiede&ldquo; entstammten, bzw. Norbert Zucker und Holger Obenaus aus dem Umfeld der &bdquo;Zeltinger Band&ldquo; &ndash; und heraus kam bei dieser spritzigen Kooperation nun <strong>&bdquo;DIE BOMBE TICKT&ldquo;<\/strong> (SPECTRE\/Electrola\/Universal), die erste Longplay-Scheibe des sympathischen Multitalents Marty Kessler aus dem nordrhein-westf&auml;lischen Herscheid.<\/p>\n<p>Das 16-teilige Repertoire dieses spannungsgeladenen CD-Deb&uuml;ts ist stilistisch durchgehend und ausnahmslos angesiedelt zwischen drallem, volumin&ouml;sen Disco-Fox, einwenig schlaksiger, dabei h&auml;ufig sehr liebenswert hektischer Rock-Attit&uuml;de und der alles in den Schatten stellenden Fetentauglichkeit und Eing&auml;ngigkeit der &uuml;berdimensionalen Partyschlager-Gassenhauer des Wolle P. nach dessen so unerwartetem, wie ph&auml;nomenalen Comeback 1992\/93.<\/p>\n<p>Und in melodischer, wie harmonischer Hinsicht un&uuml;berh&ouml;rbar an Wolles seinerzeitige, pl&ouml;tzliche musikalische R&uuml;ckmeldung &bdquo;Verlieben, verlor&lsquo;n, vergessen, verzeih&lsquo;n&lsquo;&ldquo; angelehnt, erweist sich auch sofort der dampfende, stampfende, wuchtige Titelsong und Albumer&ouml;ffner <strong>&bdquo;Die Bombe tickt&ldquo;<\/strong>, in dessen der Petry-Vorlage wie aus dem &sbquo;klingenden Gesicht&lsquo; geschnittenem Refrain es sogleich wort&auml;hnlich, sogar fast zitierend hei&szlig;t: &bdquo;Du hast mich verlassen \/ ich hab Dich verloren&ldquo;&hellip; &#8211; bei Wolle &bdquo;verlieren, verlor&lsquo;n&ldquo;, bei Marty &bdquo;verlassen, verlor&lsquo;n&ldquo;&hellip; wenn das mal kein Zufall ist \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Die aktuelle Single <strong>&bdquo;Tr&auml;umst Du auch von mir?&ldquo;<\/strong>, die derzeit Rundfunkhitparaden und Schlagerpartys geh&ouml;rig aufmischt und zu der auch ein m.E. &auml;u&szlig;erst treffsicherer, farbenfroher Videoclip gedreht wurde, ist ein ebenso heftiger, sich in eiligstem Tempo tiefst und fest in die Geh&ouml;rg&auml;nge des interessierten Rezipienten hineinfr&auml;sender Dauerbrenner in spe. bester G&uuml;teklasse, der in Sachen Stimmung und Flair Romantik und Hektik, Sehnsucht und Verlustangst, in schlichten, aber punktgenauen Worten, kongenial verbunden mit dem alleweil energetischen Gesang des Marty Kessler, wahrlich perfekt und aufr&uuml;ttelnd auszudr&uuml;cken vermag.<\/p>\n<p>Eine sehr gewagt individuelle, ausgefallene und dabei h&ouml;chst gelungene Unternehmung startete der br&uuml;nette Schlagerdraufg&auml;nger aus dem Sauerland betreffs seiner im Sommer diesen Jahres vorab ausgekoppelten Radiosingle <strong>&bdquo;Du bist keine Mona Lisa&ldquo;<\/strong>: Bei diesem super rockigen, couragiert schwungvollen Radikalohrwurm handelt es sich um eine aufpeitschende, bluesig-gitarrengetriebene Neuauslegung eines Titels des Dithmarscher Liederschreibers Dirk Busch aus dem Fr&uuml;hjahr 1989. Dieser hatte in den sp&auml;ten 80ern und fr&uuml;hen 90ern, im Fahrwasser damaliger Stilwandler zwischen Chanson, Liedermacherei, gehobenem Schlager und Pop, wie Bernd Kaczmarek, Hans Hartz, Pete &bdquo;Wyoming&ldquo; Bender, aber auch Ulla Meinecke, Klaus Hoffmann oder Edo Zanki, einige tendenziell durchaus ansprechende Schmankerl in diesem Sinne in Radios und Schlagerparaden platzieren k&ouml;nnen. Der studierte Volkswirt und Soziologe verfasste fraglos intelligente, tiefgehende Texte und sch&ouml;ne, einpr&auml;gsame Melodien und besa&szlig; dar&uuml;ber hinaus eine kraftvolle, deutliche Stimme &ndash; aber die von ihm genutzten Arrangements wirkten regelm&auml;&szlig;ig viel zu zaghaft, zur&uuml;ckhaltend, einschr&auml;nkend. Seine seinerzeitigen Erfolge a la &bdquo;Sie bei&szlig;t und kratzt&ldquo; (1986), &bdquo;Liebst Du auch den rauen Wind&ldquo; (1991), &bdquo;Du kennst mich&ldquo; (1992) oder eben auch und besonders &bdquo;Du bist keine Mona Lisa&ldquo; (1989), waren von ihrer Grundstruktur her ein ums andere Mal krosse, bluesbetonte Beinahe-Rockh&auml;mmer, die von ihrem Erschaffer und dessen Produzenten jedoch meist viel zu soft, schlagerhaft, pl&auml;tschernd, und somit leider nicht selten ins Belanglose abdriftend, arrangiert und umgesetzt wurden. Somit versandeten tolle Kompositionen in der Nichtausnutzung ihrer vorhandenen Power, Wucht und Vitalit&auml;t &ndash; man hatte oft das Gef&uuml;hl, der K&uuml;nstler wisse gar nicht, ob er nun als sanfter Chansonnier, als blasser Schlagers&auml;nger oder eben doch als erdiger Deutschrocker mit Tiefgang wahrgenommen werden wollte. So konnte der gro&szlig;e Durchbruch des heute 63j&auml;hrigen nie so recht gelingen, auch wenn weiterhin viele, textlich zwar famose, aber klanglich, wie geschildert, v&ouml;llig unbedeutende Alben und Singles von ihm auf den Markt kamen.<\/p>\n<p>Marty Kessler und sein Team haben nun das einzig richtige, geradezu notwendige getan: Sie haben das von jeher &uuml;beraus vielversprechende und aufr&uuml;ttelnde Liebesgest&auml;ndnis &bdquo;Du bist keine Mona Lisa&ldquo; aus seinem bisherigen, betulich-schlagerhaften Klangkorsett herausgeholt &ndash; und den wiegenden Lobgesang auf alle chaotischen, unaufh&ouml;rlich Verwirrung stiftenden und trotzdem (oder gerade deshalb) durch und durch begehrenswerten Traumfrauen dieser Welt auf einmal zu einem Heavy-Schlager, einem im wahrsten Sinne des Wortes w&uuml;sten Fox&rsquo;n&rsquo;Roll, auswachsen lassen, als h&auml;tte sich Michael Wendler soeben Chuck Berry in seine Tourband geholt. Endlich erstrahlt nun <strong>&bdquo;Du bist keine Mona Lisa&ldquo;<\/strong> in einem diesem widerspenstigen Liebesbeweis stimmungs- und inhaltsbezogen absolut opportunen, drastischen, fast brachialen Boogie-Rock-Ambiente, der jenem Sp&auml;t-80er-Schlager-Klassiker eine lebenswichtige Portion Frische, Lebendigkeit und Dauerhaftigkeit verleiht, die auch Verfasser Dirk Busch pers&ouml;nlich l&auml;ngst h&auml;tte aus seiner profunden Songkreation herausholen k&ouml;nnen, wenn er nur gewollt h&auml;tte!<\/p>\n<p>Den von dem im April 2012 verstorbenen Produzenten Jean-Pierre Valance, dem eigentlichen Urheber des erw&auml;hnten Wolfgang-Petry-Revivals vor 21, 22 Jahren, in Kooperation mit Songschreiber-Kollege Michael Buschjan (u.a. Andreas Martin, Bernhard Brink, Achim und Wolfgang Petry) und dem selbsternannten Mallorca-Regenten J&uuml;rgen Drews ersonnenen, prachtvoll scheinenden Feudal-Fox <strong>&bdquo;Ich bin der K&ouml;nig (und Du die K&ouml;nigin)&ldquo;<\/strong> kennen wir bislang nur von &bdquo;Onkel J&uuml;rgen&ldquo; ad Personam interpretiert. Er fungierte als konsequent pfundiger, sehr gefragter Beitrag auf dessen gefeierter 2010er-CD &bdquo;Schlossallee&ldquo;, w&auml;hrend eine knallig-foxige Neuaufnahme dieses hypertroph hei&szlig;verliebten Popschmachters vor einem Jahr als dritte SPECTRE-Single von Marty Kessler zum Einsatz kam.<\/p>\n<p>Als weitere Auskoppelungen aus &bdquo;Die Bombe tickt&ldquo; dienten, neben den ebengenannten, durchwegs tanzbaren Rockschlager-Perlen, gleicherma&szlig;en der trotzige, n&auml;chtlich-abgekl&auml;rte Fox-Gef&uuml;hlsausbruch <strong>&bdquo;Vorbei ist nie vorbei&ldquo;<\/strong>, der einerseits wiederum enorm Wolle-beeinflusste, anderseits durchaus auch an so manch peppiges Disco-Fox-Experiment von Andreas Martin gemahnende, turbulente und phonstarke, aber gleicherma&szlig;en offenherzig verliebte Rock\/Disco-Tanzmarsch <strong>&bdquo;Frau und Mann&ldquo;<\/strong>, sowie der ebenfalls zwischen Post-1992er-Petry-Sound und diesmal zudem sternenfunkelndem Nik-P.-Austrorock hin und her schwankende, weitschweifig-schw&auml;rmerisch inszenierte, dabei stets und st&auml;ndig kr&auml;ftig und schnittig voranpreschende Schlagerrocker <strong>&bdquo;Das Universum&ldquo;<\/strong> &ndash; allesamt kompakte, so griffige, wie pfiffige, wie aus einem Guss wirkende Melodien, verbunden mit einfachen, aber stets direkt aus dem allt&auml;glichen Leben gegriffenen lyrischen Inhalten, hervorragend geeignet zum Tanzen, Mitsingen und einfach nur ausgelassenem Fr&ouml;hlich sein.<\/p>\n<p>Zu den weiteren, unverkennbar positiv hervorstechenden Liedern auf &bdquo;Die Bombe tickt&ldquo; z&auml;hlen die lautstarken, demonstrativ energetischen, gitarrengetriebenen Disco-Fox-Hardrock-H&auml;mmer <strong>&bdquo;Nichts ist passiert&ldquo; <\/strong>und <strong>&bdquo;Unverwundbar&ldquo;<\/strong>, das druckvolle, in &nbsp;&#8211; ohne &Uuml;bertreibung &#8211; Punk-gem&auml;&szlig;er Geschwindigkeit durch die Boxen jagende Fox-Drama &bdquo;<strong>Bist Du noch sauer?&ldquo;<\/strong>, das einwandfrei Wendler&rsquo;esque, daher feudal bis hochkar&auml;tig ausgefallene Glitzer-Pop-Disco-Gemisch <strong>&bdquo;Maria, Maria (&bdquo;Sag mir, wo Du bist)&ldquo;<\/strong>, sowie das latent d&uuml;ster-urbane, so gehetzte, wie flehende, strikt riff-lastige Nachtleben-Epos <strong>&bdquo;Ich renne&hellip;&ldquo;<\/strong>. Die restlichen Albumbeitr&auml;ge, wie <strong>&bdquo;In Schutt und Asche&ldquo;<\/strong>, <strong>&bdquo;Nicht um jeden Preis&ldquo;<\/strong> oder <strong>&bdquo;Dass die Fetzen fliegen&ldquo;<\/strong>, sind dagegen mehr konventionelle, denn innovative, zumeist &uuml;berm&auml;&szlig;ig rhythmusbetonte Disco-Fox-Standards im gel&auml;ufigen Rahmen, die aber trotzdem so viel Charme und Impression in sich tragen, dass sie kontinuierlich zum sofortigen Mitschnippen, Mitwippen, Mitbewegen auffordern, jedoch ohne jemals allzu gro&szlig;e Nachhaltigkeit zu erzeugen. Und als mehr als nur evidenter und glaubhafter Rausschmei&szlig;er wurde der grelle, auftrumpfende, rasant treibende Hardrock-Schlager <strong>&bdquo;Leben pur!&ldquo;<\/strong> auserkoren &ndash; Peter Maffay im Foxwahn, Gunter Gabriel auf der Apres-Ski-Party!<\/p>\n<p>Genau dieser so pr&auml;gnante, alles auf den Punkt bringende Schlussakkord in Liedform kann als programmatisch f&uuml;r das gesamte erste Album von <strong>MARTY KESSLER<\/strong> aufgefasst werden. <strong>&bdquo;Die Bombe tickt&ldquo;<\/strong> ist ein durchwegs properer, aufmunternder, vergn&uuml;glicher Melodienstrau&szlig;, bei dessen 16 Songbl&uuml;ten eigentlich niemand so recht sitzenbleiben mag. Der Rhythmus ist laut, durchaus h&auml;mmernd und peitschend eingesetzt, aber nur in den seltensten F&auml;llen als nervenaufreibend oder wom&ouml;glich latent destruktiv einzustufen, die eindringliche Stimme des vortragenden K&uuml;nstlers pr&auml;sentiert sich als dunkel, einschmeichelnd, getragen und zugleich frech, jugendlich, wagemutig und kess; in ihren besten Momenten erreicht sie beinahe die gef&uuml;hlige Ausdrucksst&auml;rke eines Andreas Martin oder die lausb&uuml;bische, rheinische Frohsinnigkeit und Keckheit von Gro&szlig;meister Wolle P.<\/p>\n<p>Musikalisch stehen bei allen 16 Titeln ein ums andere Mal die beiden eben genannten Genre-Kollegen ebenso Pate, wie stil&auml;hnlich &auml;hnlich agierende Partyfox-Heroen der Sorte Michael Wendler, Olaf Hennig oder Tommy Zanko. Alle 16 Liedbeitr&auml;ge sind aufeinander abgestimmt, ohne Ausnahme genie&szlig;bar, manchmal, aber nicht zu h&auml;ufig, fehlt ihnen jedoch eine gewisse Eigenst&auml;ndigkeit, ein spezifisches Wiedererkennungsmerkmal &ndash; trotzdem bietet &bdquo;Die Bombe tickt&ldquo; einen nicht &uuml;berw&auml;ltigenden, aber jederzeit feinen, ansprechenden, muntermachenden H&ouml;rgenuss f&uuml;r Freunde moderner, etwas deftigerer deutscher Schlagermusik mit penibel und trefflich hinzugef&uuml;gten Rockuntert&ouml;nen, die zwar &uuml;berschw&auml;nglich,-jubilierend, &uuml;ppig und fetzig aus den Lausprechern prescht, aber gottlob niemals nur als unmelodi&ouml;ses Dorffest-Bum-Bum durchgehen kann oder gar in (nicht nur) n&uuml;chtern ungenie&szlig;bare Ballermann-Untiefen abzusinken droht<\/p>\n<p>Ob es allerdings so gescheit war, eine so angenehme, attraktive und offensiv gute Laune verbreitende CD-Produktion, zu Zeiten von Ukraine-Krise, Hooligan-Demos und ISIS-Terror, unbedingt mit &bdquo;Die Bombe tickt&ldquo; zu betiteln, ist zu bezweifeln. Diese unkluge Namensgebung d&uuml;rfte auf zeitgeschichtlich versierte und das Weltgeschehen aktiv verfolgende Mitmenschen in Anbetracht der aktuellen Lage fraglos einwenig zynisch wirken; zudem k&ouml;nnten manch Unkundige auf der CD wom&ouml;glich friedensbewegte Betroffenheitshymnen oder gar irgendwelche dumpfen, d&uuml;mmlichen Kampflieder erwarten, was gl&uuml;cklicherweise nicht der Fall ist. &bdquo;Die Bombe tickt&ldquo; verbreitet vielmehr weitestgehend passable bis oft sogar grandiose Partystimmung pur &ndash; da wirkt der ungl&uuml;cklich ausgew&auml;hlte Titel als dieses Ansinnen vollkommen konterkarierend bzw. wird er der hoffnungsvollen, lebensfrohen, vergn&uuml;gten, heiteren und sorgenfreien Intention der CD alles andere als gerecht!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 17.\/18. November 2014<br \/>http:\/\/www.spectre-media.com\/<br \/>http:\/\/www.martykessler.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Hamburger Musikjournalist bleibt seinem Grundsatz &#8222;In der L\u00e4nge liegt die Menge&#8220; auch weiterhin treu&#8230;:\u00a0 Der Sauerl&auml;nder MARTY KESSLER ist<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":96278,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[28],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/96277"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=96277"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/96277\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/96278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=96277"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=96277"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=96277"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}