{"id":95602,"date":"2014-12-15T00:00:00","date_gmt":"2014-12-15T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=95602"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"GG-ANDERSON-BERNHARD-BRINK-JUERGEN-DREWS-95601","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/GG-ANDERSON-BERNHARD-BRINK-JUERGEN-DREWS-95601\/","title":{"rendered":"G.G. ANDERSON, BERNHARD BRINK, J\u00dcRGEN DREWS, LEONARD, ANDREAS MARTIN, ACHIM &#038; WOLLE PETRY u.a. <br \/>Das 3-CD-Set &quot;Doppelt gut \u2013 Folge 50&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Zum Jubil\u00e4um der beliebten Sampler-Reihe aus dem Hause DA Music holt der Hamburger Musikkritiker diesmal ganz besonders weit aus&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon in unserer Jugend in den 70er und 80er Jahren gab es regelm&auml;&szlig;ig erscheinende Hit-Kollektionen im Handel, auf denen eine Schallplattenfirma jeweils die g&auml;ngigsten und erfolgreichsten hauseigenen Titel eines Zeitabschnitts zusammenfasste und diese mit ein paar spannenden Beitr&auml;gen mixte, die von anderen Companys, nicht selten gegen gute Geb&uuml;hren, anlizenziert worden waren. Unter so einpr&auml;gsamen Seriennamen, wie &bdquo;Super 20&ldquo; (die von &bdquo;Arrriola&ldquo;), &bdquo;High Life&ldquo; (&bdquo;aus dem Hause Deutsche Grammophongesellschaft&ldquo;) oder &bdquo;K-Tel Hit-News&ldquo;, auf einfachstem Klanglevel zusammenlizenziert von ebenjener kanadischen Billigfirma, wurden solche Kompilationen mit nicht immer, aber h&auml;ufig schnellverg&auml;nglicher Chartsware dem kaufw&uuml;tigen Teenager der 70er, 80er Jahre, gerne TV- und Rundfunkbeworben, daher stets im High-Price-Segment um die 25 Mark angesiedelt, geschmackvoll aufbereitet.<\/p>\n<p>Wer die neueste &bdquo;Super 20&ldquo; oder &bdquo;High Life&ldquo; sein Eigen nannte, konnte sich unter seinen Altersgenossen fraglos jederzeit sehen lassen, besa&szlig; er nun doch die wichtigsten Hits einer Saison, komprimiert auf zwei Seiten einer Langspielplatte. Dass die Klangqualit&auml;t der einzelnen verkoppelten Titel bei den &bdquo;K-Tel&ldquo;-Samplern oft grausig schlecht war oder, dass bei &bdquo;Super 20&ldquo; die einzelnen je zehn Lieder pro Plattenseite fast durchwegs gnadenlos, beinahe den Gesamteindruck eines Titels zerst&ouml;rend gek&uuml;rzt worden waren, um das Fassungsverm&ouml;gen einer LP-Seite nicht &uuml;berzustrapazieren, st&ouml;rte uns wenig &ndash; denn wir waren nun &bdquo;in&ldquo;; wir hatten alle zeitgem&auml;&szlig;en und musikgeschichtlich wichtigen Hits, m&ouml;gen sie auch schon binnen Zweimonatsfrist wieder vergessen gewesen sein, zu Hause sofort greifbar auf dem Plattenteller, selbst wenn sie wom&ouml;glich klanglich unbehaglich und\/oder leidenschaftslos zurechtgestutzt waren.<\/p>\n<p>Als sich Anfang der 90er Jahre die CD immer eindeutiger als Tontr&auml;ger der (damaligen) Zukunft durchgesetzt hatte, wurden aus den &bdquo;Super 20&ldquo; pl&ouml;tzlich die &bdquo;Super 30&ldquo;. Meist durchaus wohlklingende Doppel-CDs ohne Liedk&uuml;rzungen wurden zur Regel &ndash; und nach und nach etablierten sich neue Reihen, auf denen drei, viermal im Jahr die wichtigsten neuen Hits und Tipps versammelt waren.<\/p>\n<p>Im Schlagerbereich legte 1995 die Diepholzer Plattenfirma DA Music mit der so beliebten, wie ehrenhaften CD-Serie <strong>&bdquo;Doppelt gut&ldquo;<\/strong> los. Im Rahmen dieser wurden seitdem mehrfach pro Jahr nicht nur die jeweils besten und gefragtesten Titel aus dem breiten Spektrum Schlager\/Deutschpop verkoppelt, sondern zugleich die Aufmerksamkeit auf spezielle Tipps und Titeltrends gelenkt, die zum Zeitpunkt der Ber&uuml;cksichtigung auf einer &bdquo;Doppelt gut&ldquo;-Folge vielleicht noch gar nicht so gel&auml;ufig waren, sich aber unverz&uuml;glich nach Vorlage des jeweiligen Doppelalbums in den aktuellen Download-Rankings, den DJ-Charts oder auch als Live-Tipp im lokalen Blickwinkel einen ordentlichen Namen machen konnten.<\/p>\n<p>Vor wenigen Tagen erschien nun eine (erste) Jubil&auml;umsausgabe von <strong>&bdquo;Doppelt gut&ldquo;<\/strong>. Denn im Herbst 2014 sollte die nun schon insgesamt <strong>50. Ausgabe<\/strong> dieser begehrten Reihe von Schlagerkompilationen in die Regale kommen, weshalb sich die Verantwortlichen bei DA Music entschlossen hatten, aus diesem freudigen Anlass aus <em>&bdquo;Doppelt gut&ldquo;<\/em> in gewisser Hinsicht ein <em>&bdquo;Dreifach gut&ldquo;<\/em> zu gestalten &ndash; denn die 50. Folge von &bdquo;Doppelt gut&ldquo; wurde tats&auml;chlich als bombenvolles Drei-CD-Set konzipiert, auf dem sich insgesamt ganze 63 (!) Schlager-Hits versammeln, von denen einige zur besseren Einordnung gewitzt als &bdquo;Party-Tipp&ldquo;, &bdquo;Liebe-ist-Tipp&ldquo;, &bdquo;Hit-Tipp&ldquo; oder &bdquo;H&ouml;r-mal-rein-Tipp&ldquo; ausgewiesen wurden. So h&ouml;ren wir zwar nicht alles &ndash; Topstars a la Helene Fischer, Andrea Berg, Howard Carpendale oder Roland Kaiser konnten aus rechtlichen Gr&uuml;nden nicht f&uuml;r die 50. Folge von &bdquo;Doppel gut&ldquo; gewonnen werden &ndash; aber doch sehr vieles, wenn nicht sogar das meiste von dem, was derzeit zwischen Schlager und deutschem Pop so alles an Rang und Namen auff&auml;hrt. Ein paar der f&uuml;r <strong>&bdquo;Doppelt Gut &ndash; Folge 50&ldquo;<\/strong> zusammengesuchten Titel fanden sich schon auf der Mid-Price-Kollektion &bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo;, die am 17.10.2014 ver&ouml;ffentlicht wurde und die ich (<strong><a href=\"https:\/\/smago.de\/d\/artikel\/68230\/\">HIER<\/a><\/strong> ausgiebig rezensiert habe. Die &uuml;berwiegende Mehrheit der nun dargebotenen Hits, wird von DA Music f&uuml;r vorliegendes Drei-CD-Set jedoch zum ersten Mal in dieser Zusammenf&uuml;hrung dem interessierten Rezipienten dargereicht.<\/p>\n<p>Den fulminanten Startschuss f&uuml;r CD-01 von <strong>&bdquo;Doppelt gut &ndash; Folge 50&ldquo;<\/strong> liefert kein geringerer, als <strong>Achim Petry<\/strong>, dem es im Sommer diesen Jahres gelungen war, seinen Vater <strong>Wolfgang Petry<\/strong>, rund acht Jahre nach dessen offiziellem R&uuml;ckzug aus dem Musikerleben, erstmals wieder in ein Tonstudio zu locken und, gemeinsam im Duett mit Herrn Papa, den ged&auml;mpften und dennoch aufmunternden, aber ganz und gar nicht Wolle-typischen, gitarrenbetonten Mid-Tempo Pop\/Rocker <strong>&bdquo;Rettungsboot&ldquo;<\/strong> einzusingen. Diese nicht allt&auml;gliche Sohn\/Vater-Kooperation sollte zwar keinesfalls als offizielles Comeback von Wolle P. gewertet werden, verabreichte aber trotzdem der seit Jahren brodelnden Ger&uuml;chtek&uuml;che hinsichtlich eines solchen geh&ouml;rig neues Futter (und wurde zudem von DA-Music v&ouml;llig zurecht als &bdquo;Hit-Tipp&ldquo; eingeordnet).<\/p>\n<p><strong>Anna-Maria&nbsp; Zimmermanns<\/strong> pers&ouml;nliche, klangliche Antwort auf Helenes allgegenw&auml;rtigen &Uuml;berburner &bdquo;Atemlos durch die Nacht&ldquo; nennt sich <strong>&bdquo;Nur noch einmal schlafen&ldquo;<\/strong>. Der rasante Disco-Fox-Rei&szlig;er wirkt zwar ob seiner stilistischen &bdquo;Atemlos&ldquo;-N&auml;he nicht sonderlich innovativ, geizt aber nicht mit unb&auml;ndigem Charme und frischfrecher Coolness, so dass mich dieser akkordeonverzierte Tanzfl&auml;chen-F&uuml;ller schon kurz nach meiner eher durchwachsenen Beurteilung im Zuge meines Textes zu &bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo; umgehend in seinen Bann zog und bis heute nimmer loslassen mag. Folglich hat &bdquo;Nur noch einmal schlafen&ldquo; seine seitens DA Music vorgenommene Pr&auml;dikatisierung als &bdquo;Party-Tipp&ldquo; voll und ganz verdient.<\/p>\n<p>Dasselbe kann ich von <strong>J&ouml;rg Bauschs<\/strong> aufgeplustertem (vulgo: aufgebauschten) Fox-Bum-Bum-Nervenaufreiber <strong>&bdquo;Ich will auch mal nach New York&ldquo;<\/strong> beim besten Willen ganz und gar nicht behaupten, weshalb sich meine barsche Anschauung betreffs dieser im lyrischen Sinne absolut gek&uuml;nstelt-unattraktiven Udo-J&uuml;rgens- und Michy-Reincke-Trittbrettfahrerei seit meiner Besprechung von &bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo; nicht in Nuancen zu &auml;ndern vermochte. Dieses unn&ouml;tig laute, schier vor sich hin gedonnerte Liedchen ist und bleibt eine in T&ouml;ne gegossene Aufforderung zum Dr&uuml;cken der Skip-Taste, so leid es mir tut&hellip;<\/p>\n<p>Daran anschlie&szlig;end werden wir Zeuge einer (Vorsicht: ernstgemeinte, aber satirische &Uuml;berzeichnung!) nicht unbedeutenden Sensation f&uuml;r das einheimische Popschlager-Geschehen: Mir ad Personam gef&auml;llt ein Titel der von mir sonst immer so r&uuml;de kritisierten 21j&auml;hrigen Sachsen-Anhaltinerin <strong>Franziska<\/strong>! Ja, damit hatte wohl keiner gerechnet, nicht mal der Verfasser dieser Zeilen selbst. Nat&uuml;rlich &uuml;bertreibt die Blondine aus dem Unstruttal im Burgenlandkreis erneut ihre, auf dralle, oft leider der Grenze zum Plumpen bedrohlich nahekommende Teenagererotik ausgerichtete Mehr-St&ouml;hn-als-Singstimme, aber bei dem hier ausgew&auml;hlten Titel <strong>&bdquo;Liebes-WG<\/strong>&ldquo; passt diese ansonsten unsch&ouml;ne Angewohnheit der jungen Dame zu Melodie und Textinhalt geradezu vorz&uuml;glich. &bdquo;Liebes-WG&ldquo;, geschrieben von den seit &uuml;ber 35 Jahren aktiven K&ouml;lner Hitlieferanten Peter Power und Ully Jonas, verbindet sexy Jungs-aufrei&szlig;ende Jungm&auml;dchen-Naivit&auml;t mit schriller, Synthesizer-betonter NDW-Keckheit und dem lasziv gehauchten Schlafzimmerambiente der einst schlagerhafter ausgefallenen &bdquo;Rosenstolz&ldquo;-Epen (oder der s&uuml;&szlig;lich-woll&uuml;stigen Elektrodramen des leider nicht mehr aufgetauchten (dar&uuml;ber hinaus aber stets bet&ouml;renden) Deutschpop-Geheimtipps &bdquo;Dr3cksbeziehung&ldquo;). Wenn Franziska diesen Weg, weg von Teenager-Schlager und Das-erste-Mal-Pubert&auml;ts-Romantik, hin zu gehobener, erwachsener, gerne frivoler deutscher Popmusik weiter beschreitet, hat sie vielleicht bald wirklich einen neuen Fan gewonnen.<\/p>\n<p>Der aus dem Raum Aachen stammende Ex-&bdquo;DSDS&ldquo;-Teilnehmer <strong>Norman Langen<\/strong> scheint sich zunehmend zum stimmstarken Garanten f&uuml;r fetentauglichen, rasenden Disco-Fox mit hohem Wiedererkennungswert zu entwickeln. Der gelernte Schwei&szlig;er pr&auml;sentiert auf &bdquo;Doppelt gut &ndash; Folge 50&ldquo; den von Kollege Matthias Reim verfassten Mega-Tanzsaal-Renner <strong>&bdquo;Ich w&auml;hl&lsquo; Deine Nummer&ldquo;<\/strong>, der im September diesen Jahres einen makellosen Einstand des jovialen Jungspundes bei seiner neuen Plattenfirma Ariola\/SONY darstellte. Ebenso wuchtig und rhythmisch im Disco-Fox-Klanggewand verbleibend, zeigt sich daran anschlie&szlig;end die Bocholter S&auml;ngerin, P&auml;dagogin und Zivilrechtlerin Frau mag. <strong>Diana Sorbello<\/strong> mittels der fetzigen Synthi-Dance-Pop-Synthese <strong>&bdquo;Warum wein&lsquo; ich &uuml;berhaupt noch&ldquo;<\/strong>, ihres Zeichens die immer noch verhei&szlig;ungsvolle Vorab-Auskoppelung aus ihrer f&uuml;r den 15. Januar 2015&nbsp; erwarteten, dritten Longplay-CD &bdquo;Dolce Vita &#8211; S&uuml;&szlig;es Leben&ldquo; und zudem von DA Music g&auml;nzlich zutreffend als &bdquo;Hit-Tipp&ldquo; auserkoren.<\/p>\n<p>Der liebenswerte K&auml;rntner Sternen-Junge, der einst als <strong>Nik P.<\/strong> benamt wurde, suchte den strikt rockenden Gitarren-Ohrwurm (und DA-internen &bdquo;Liebe-ist-Tipp&ldquo;) <strong>&bdquo;Du musst ein Engel sein&ldquo;<\/strong> aus seiner aktuellen Scheibe &bdquo;L&ouml;wenherz&ldquo; f&uuml;r &bdquo;Doppelt gut &ndash; Folge 50&ldquo; aus, w&auml;hrend die Pforzheimerin <strong>Michaela Zondler<\/strong>, die von 2010 bis 2014 als Leads&auml;ngerin der legend&auml;ren Romantikschlager-Combo &bdquo;Fernando Express&ldquo; fungierte, mit Hilfe der offensiv vorantreibenden Tanz-Pop-Hymne <strong>&bdquo;Wir sind jung und frei<\/strong>&ldquo; ihrer k&uuml;rzlich begonnenen Solo-Laufbahn einen pfundigen, als &bdquo;H&ouml;r-mal-rein-Tipp&ldquo; proklamierten, sehr &uuml;berzeugenden Anfangspunkt setzte.<\/p>\n<p>Der zu Beginn seiner Karriere vor knapp 30 Jahren von den Ex-Mitgliedern der Beattruppe &bdquo;Rattles&ldquo; protegierte G&ouml;ttinger Romantik- und Partyschlagers&auml;nger <strong>Oliver Frank<\/strong> hat a.D. 2014 den peppigen, aber, trotz hinzugemischter italienischer, vor &bdquo;Amore&ldquo; nur so &uuml;berbordender Frauenstimme, weitgehend im konventionellen Klangmilieu verharrenden Urlaubs-Foxschlager <strong>&bdquo;Sommer in San Marino&ldquo;<\/strong> im Gep&auml;ck, der nett und fr&ouml;hlich anzuh&ouml;ren ist, aber gleichsam den Eindruck vermittelt, man habe ihn so oder &auml;hnlich schon tausendmal zuvor vernommen. Der ewige &bdquo;Lasso-Schwinger&ldquo; <strong>Olaf Henning<\/strong> langweilt daraufhin mit dem n&uuml;mpernen, nicht aus sich herauskommenden M&ouml;chtegern-Partyrauschmei&szlig;er <strong>&bdquo;Das war &acute;ne echt geile Zeit&ldquo;<\/strong>, die mehr nach kreativem Stillstand, denn nach quietschvergn&uuml;gter &sbquo;geiler&lsquo; Fetenmucke klingt, woraufhin den interessierten (aber inzwischen ob der Tr&auml;gheit des Vorl&auml;ufertitels l&auml;ngst sanft einged&ouml;sten) H&ouml;rer der so urige wie knallige Flamenco-Fox-Disco-Hymnus <strong>&bdquo;Das allerbeste kommt noch&ldquo;<\/strong> des Iserlohner Mallorca-Kultstars <strong>Sandy Wagner<\/strong> schnellst wieder zum Leben erweckt und zu heftigsten Tanzbewegungen animiert (selbst wenn dem Kenner der Refrain als eine Art harmonische Zusammenf&uuml;hrung von Andreas Martins &bdquo;Auch wenn wir l&uuml;gen m&uuml;ssen&ldquo; und &bdquo;One to make her happy&ldquo; des &Ouml;sterreichers Marque auffallen muss).<\/p>\n<p>Pl&ouml;tzlich schl&auml;gt nun die Stimmung um und die schlagerbesessene Ex-&bdquo;DSDS&ldquo;-Frohnatur <strong>Vanessa Neigert<\/strong> &uuml;berrascht uns mit einem fetten, bl&auml;serverst&auml;rkten Jazz\/Rock\/Swing\/Chanson-Konglomerat namens <strong>&bdquo;Hey Du&ldquo;<\/strong> &ndash; einen solch furios-urw&uuml;chsigen, spritzig-knackigen, brodelnd n&auml;chtlich-gehetzten Fetzer in Reinkultur h&auml;tte wohl kaum jemand von der zuvor so sch&uuml;chtern-kindlich-naiv auftretenden Deutsch-Italienerin mit Wohnsitz N&uuml;rnberg erwartet, die einst mit synthetisch erzeugten Instant-Coverversionen von oft abgedudelten Uraltschlagern der Sorte &bdquo;Liebeskummer lohnt sich nicht&ldquo; oder &bdquo;Mit 17 hat man noch Tr&auml;ume&ldquo; zuzulassen schien, wie geldgierige Produzenten ihr zweifellos vorhandenes Talent ein ums andere Mal unterforderten. Dies hat sich inzwischen kolossal gewandelt, so dass es schlicht auszurufen gilt: Hey Du, Vanessa &ndash; Dein neuer Titel ist genau unser Fall!<\/p>\n<p>Im krassen stilistischen und qualitativen Gegensatz dazu, wird uns daran anschlie&szlig;end die so sinn-lose, wie rhythmus-(&uuml;ber)volle Bum-Bum-Bum-Orgie <strong>&bdquo;Cha la la I need you&ldquo;<\/strong> des 33j&auml;hrigen Bad-Oldesloers (und Hobby-&bdquo;Amsterdamers&ldquo;) <strong>Axel Fischer<\/strong> um die geschundenen Ohren gehauen; noch schrecklicher: der peinlich-dumpfe Lobgesang <strong>&bdquo;Hey, Helene&ldquo;<\/strong>, mit der der einstige &bdquo;Big-Brother&ldquo;-Containerfreak <strong>J&uuml;rgen Milski<\/strong> unser aller Lieblings-Fischerchen, zu dessen fraglos ausgepr&auml;gtem Gesangstalent des J&uuml;rgens solches reziprok einwandfrei entgegensteht, akustisch subversiv bel&auml;stigt. Es wird nun aber beinahe noch gravierender, wenn der singende Geleepudding <strong>Peter Wackel<\/strong> meint, seiner Angebeteten mittels des schier scheu&szlig;lichen Saufkopp-Epos <strong>&bdquo;Bussi, Bussi (Bitte, Bitte)&ldquo;<\/strong> (in Anbetracht dieses schaurigen Gedr&ouml;hns garantiert vergebens) das eine oder andere K&uuml;sschen entlocken zu k&ouml;nnen. Ein bisher kaum n&auml;her ins Bewusstsein ger&uuml;ckter Herr, den seine Eltern einst <strong>J&uuml;rgen Peter<\/strong> nannten und von dem ich bis zum heutigen Tage &ndash; gottseidank &ndash; noch nicht allzu viel geh&ouml;rt hatte (und k&uuml;nftig auch nicht unbedingt h&ouml;ren mag), hymnisiert daraufhin im allzu abgeschmackten Discofox-Kontext eine mutma&szlig;lich h&uuml;bsche Lady namens <strong>&bdquo;Janine&ldquo;<\/strong>, die sich jedoch bez&uuml;glich der klanglichen Schlichtheit dieses Werks sicherlich fragt, ob sie sich nicht lieber mit gleichnamigen (wie auch weitaus gelungeneren) &bdquo;Janine&ldquo;-Anschw&auml;rmereien von Andreas Martin (1990), Bernd Cl&uuml;ver (1981) oder Michael &bdquo;Jesus Messerschmitt&ldquo; Maizen (1985) singend anbaggern lassen m&ouml;chte. Nun wird mal wieder ge-<strong>Fischer<\/strong>-t und gleichnamiger Disco-Fox-Experte <strong>Tommy<\/strong>, der fraglos &uuml;ber eine hervorragende, in Schlagergefilden nicht allt&auml;gliche Mehr-Oktaven-Stimme verf&uuml;gt, tut leider etwas, wozu sich ein echter Musikkenner keinesfalls hinrei&szlig;en lassen sollte: Er kn&uuml;pft sich einen unschlagbaren Genreklassiker vor &ndash; in diesem Falle die zutiefst gef&uuml;hlvolle 1994er-Ballade &bdquo;<strong>Je t&#39;aime mon amour (Wie viele Stunden hat die Nacht)&quot;<\/strong> von Claudia Jung &ndash;, unterlegt diesen mit unn&ouml;tigem, stimmungsverzerrenden Disco-Bum-Bum &ndash; und entrei&szlig;t durch diese Vorgehensweise einem solchen unschlagbaren Evergreen allen darin im Original so wundervoll ausgepr&auml;gt vorhandenen Charme, alle Liebe und Romantik. Dieser Versuch Tommy Fischers, einem allseits frequentierten Schlagerstandard neues Leben einzuhauchen, ging zweifellos daneben. Ich schlie&szlig;e mich daher der Meinung der SMAGO-Chefredaktion zu dieser Produktion vom 04.07.2014 an, die da lautete: &bdquo;Es gibt gewisse Titel, die sollte man besser nicht covern&#8230; Hierzu z&auml;hlt ganz sicherlich auch &quot;Je t&#39;aime mon amour (Wie viele Stunden hat die Nacht)&quot;&#8230;<\/p>\n<p>Wer kein &uuml;berzeugter Karnevalist ist oder vielmehr im Allgemeinen gehobene, anspruchsvolle deutsche Popmusik mit Stil und Pep pr&auml;feriert, kann nun getrost die erste Silberscheibe von &bdquo;Doppelt gut &ndash; Folge 50&ldquo; aus seinem CD-Spieler entfernen. Denn die letzten vier Lieder von CD-01, beginnend mit dem v&ouml;llig unn&ouml;tigen, weil in seiner Intention und lyrischen Aussage seinem Titel konsequent widersprechenden Haudrauf-Stampfer <strong>&bdquo;Endlich normale Leute&ldquo;<\/strong> von <strong>&bdquo;Buddy&ldquo;<\/strong>, sind im Grunde genommen nur f&uuml;r kompromissloseste (und m&ouml;glichst schon gut angetrunkene) Partyfanatiker und Ballermann-Verehrer &uuml;berhaupt zu ertragen: Das wohlbeleibte M&ouml;chtegern-K&ouml;lsche M&auml;dche <strong>&bdquo;Et Alex&ldquo;<\/strong> sollte mal bei Gro&szlig;meister Niedecken ad Personam einwenig Nachhilfeunterricht in Sachen echten Cockney-K&ouml;lschs buchen, bevor es so grausige Dialekt-Verhunzungen a la <strong>&bdquo;Ne Kaste K&ouml;lsch f&ouml;r Papa&ldquo; <\/strong>verbricht&hellip; Un donoh k&uuml;tt e &auml;&auml;chte K&ouml;lsche Jong, jl&auml;uv ich mohl: <strong>&bdquo;D&rsquo;r Frank&ldquo;<\/strong> &ndash; wer ess dat denn? &#8211; schunkelt und wurschtelt sich durch einen kitschigen Schmalz-Schunkler namens <strong>&bdquo;J&ouml;nne K&uuml;nne&ldquo;<\/strong> &ndash; der wirklich niemandem verj&ouml;nnt sinn sullt&hellip;&nbsp; ja, und sollte ein Richter des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschenrechte dieser Tages irgendwann die stumpf-stupide Zerst&ouml;rung des Ruhrpott-Originals <strong>&bdquo;Currywurst<\/strong>&ldquo; durch das nicht weiter erw&auml;hnenswerte Popprojekt <strong>&bdquo;RS4 United&ldquo;<\/strong> zu Geh&ouml;r bekommen, d&uuml;rfte ihm innerhalb von Sekunden klar sein, dass der n&auml;chste Antragsteller hinsichtlich eines Verfahrens in seinem Senat garantiert Herbert Artur Wiglav Clamor Gr&ouml;nemeyer hei&szlig;en wird (und vor allem, dass dieser ebenjenes Verfahren mit 110%iger Sicherheit auch f&uuml;r sich entscheiden kann!).<\/p>\n<p>CD-02 beginnt zwar gleichfalls mit greller, partytauglicher Disco-Fox-Betriebsamkeit, aber <strong>J&uuml;rgen Drews<\/strong>&rsquo; frecher Tanzfl&auml;chenf&uuml;ller <strong>&bdquo;Du kriegst bestimmt den Liebesnobelpreis&ldquo;<\/strong>, aus dessen 2013er-Erfolgsproduktion &bdquo;Kornblumen&ldquo;, ist nat&uuml;rlich h&ouml;rbar von einem Profi geschaffen worden und daher ohne jegliche Zweifel &nbsp;kompakt und achtbar ausgefallen, durchaus laut und krachend, aber eben gleichsam rockig-mitrei&szlig;end, voranstrebend inszeniert und somit einfach nur als sympathisch auszurufen! Auch die attraktive, blonde Halberst&auml;dterin <strong>Linda Hesse<\/strong>, soeben erst als &bdquo;K&ouml;nigin der Radio-Charts&ldquo; mit dem &bdquo;SMAGO Award 2014&ldquo; ausgezeichnet (und von DA-Music f&uuml;r &bdquo;Doppelt gut&ldquo; als &bdquo;Hit-Tipp&ldquo; auserkoren), versetzt den geneigten H&ouml;rer mit ihrem modernen und zeitgem&auml;&szlig;en, generell poppig-luftigen Mid-Tempo-Schlager <strong>&bdquo;Knutschen&hellip; ich kann nichts daf&uuml;r&ldquo;<\/strong> umgehend in hellste Verz&uuml;ckung. Daraufhin gl&auml;nzt die &bdquo;unkaputtbarste&ldquo; aller &bdquo;Schlager-Kanonen&ldquo;, der Nordhorner <strong>Bernhard Brink<\/strong>, mit ihrem elit&auml;r-getragenen, streichverzierten Schlagerchanson &bdquo;<strong>Nur f&uuml;r Dich&ldquo;<\/strong>, einem eher untypischen Liedh&ouml;hepunkt aus &bdquo;Brinkis&ldquo; diesj&auml;hriger Hit-CD &bdquo;Aus dem Leben gegriffen&ldquo;. Ebenso feudal, gro&szlig;b&uuml;rgerlich und feinsinnig, zeigt sich nun die Saarl&auml;ndische Hitlieferantin <strong>Nicole<\/strong> mittels des burschikos-k&auml;mpferischen, gitarrengetriebenen Edelpoppers <strong>&bdquo;Das ist mein Weg&ldquo;<\/strong>, schier &uuml;berw&auml;ltigender Titelgeber ihrer soeben erschienen, aktuellen CD, an deren Genese &ndash; man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus &ndash; doch tats&auml;chlich der britische Altrocker Chris Thompson beteiligt war, seines Zeichens Immer-wieder-Mal-Frontmann der AOR-Rock-Legende &bdquo;Manfred Mann&rsquo;s Earth Band&ldquo;.<\/p>\n<p>Romantikschlager-K&ouml;nner <strong>G.G. Anderson<\/strong> offeriert uns daran anschlie&szlig;end den famosen, im mittleren Tempo gehaltenen Titelsong seiner letzten Produktion <strong>&bdquo;Die Sterne von Rom&ldquo;<\/strong>, der wahrlich alles das komprimiert in sich tr&auml;gt, was einen so hoffnungsvollen, wie melancholischen Romantikpop-Schlager ohne unn&ouml;tige &Uuml;berzuckerung und &uuml;bertriebene Tr&auml;nendr&uuml;sendr&uuml;ckerei auszeichnen sollte. Ebenfalls urspr&uuml;nglich im neuen Deutschen Romantikschlager der fr&uuml;hen 80er Jahre verhaftet ist der Neunkirchner Dauerbrenner <strong>Andreas Martin<\/strong>, der sich jedoch seit einigen Jahren zunehmend in Richtung Disco-Fox &ouml;ffnete und nun beide Komponenten &ndash; n&auml;chtlich-urbane Romantik und hei&szlig;bl&uuml;tige Tanztauglichkeit &ndash; kongenial miteinander verbindet. Dar&uuml;ber legt auf &bdquo;Doppelt Gut &ndash; Folge 50&ldquo; der phantastische &ndash; lyrisch augenzwinkernd selbstreflexive &#8211; Radikalohrwurm <strong>&bdquo;F&uuml;r Dich&ldquo; <\/strong>einwandfrei Zeugnis ab, der zugleich als Aufh&auml;nger und Motto von Andreas&lsquo; grandioser 2014er-Studioprodukktion aus dem Hause Ariola Nutzung fand.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Lass mich, wie ich bin&ldquo;<\/strong> fordert im Anschluss daran die 1979 im niederbayerischen Passau geborene Schlagers&auml;ngerin <strong>Vivian Lindt<\/strong>, eingekleidet in robust-angriffslustigem, wie durch betont rockige Gitarren-Riffs spektakul&auml;r ultimativem Kontext, bevor uns der Saarl&auml;ndische Frauenschwarm <strong>Michael Morgan<\/strong> seine 1999 erstmals (damals als vergleichsweise zur&uuml;ckhaltender Mid-Tempo-Pop-Schlager) aufgenommene Martine-Clemenceau-Bearbeitung <strong>&bdquo;In der Tiefe der Nacht&ldquo;<\/strong>, die er anno 2014 f&uuml;r seine neue Scheibe &bdquo;Mit Ecken und Kanten&ldquo; in schwebendem Gro&szlig;stadt-Ambiente revitalisierte, in dieser aktuellen Funkel-Glitzer-Version darreicht. &Uuml;ber das Schweizer Terzett <strong>&bdquo;Calimeros&ldquo;<\/strong> und ihre hyperfr&ouml;hliche (aber keinesfalls Lindenberg-gem&auml;&szlig; &sbquo;kosmische Energie&lsquo; verstrahlende) Volkst&uuml;melei <strong>&bdquo;Deine K&uuml;sse sind wie Feuer&ldquo;<\/strong> springen wir mal eben galant hinweg und lassen uns nun viel lieber von den sagenumwobenen, in Baden-W&uuml;rttemberg heimischen Romantikschlager-Experten <strong>&bdquo;Fernando Express&ldquo;<\/strong> &ndash; bzw. von denjenigen Protagonisten, die zum Zeitpunkt der Aufnahme diesem Schnellzug (oder doch l&auml;ngst eher &bdquo;Geisterzug&ldquo;?) gerade beiwohnten &ndash; rasant und einf&uuml;hlsam gleicherma&szlig;en <strong>&bdquo;Auf die Stra&szlig;e meiner Sehnsucht&ldquo;<\/strong> (Liedtitel) entf&uuml;hren bzw. den Wuppertaler Songschreiber, Produzenten und Schlagers&auml;nger <strong>Uwe Busse<\/strong> seiner alles in den Schatten stellenden Traumfrau druckvoll, brachial und beinahe aggressiv <strong>&bdquo;Applaus f&uuml;r Dich&ldquo;<\/strong> (dto.) spenden. Nun bekennt die nieders&auml;chsische S&auml;ngerin <strong>Gaby Baginsky<\/strong>, die im Sommer 2014 &uuml;brigens ihr 45j&auml;hriges B&uuml;hnenjubil&auml;um feierte, locker, aber nicht so recht z&uuml;nden wollend, in obligatorischer Disco-Fox-Auskleidung <strong>&bdquo;Brauch&lsquo; keinen Lover&ldquo;<\/strong> und m&ouml;chte der deutsch-englische Popstar, Musicaldarsteller, Schauspieler und Entertainer <strong>Ross Anthony<\/strong> voller Kraft und Liebe und nat&uuml;rlich mittels einer m&auml;chtigen, so str&ouml;menden, wie wehenden Up-Tempo-Pop-Melodie seinem Liebsten <strong>&bdquo;Goldene Pferde&ldquo;<\/strong> schenken. Das Deutsch-Schottische Gesangsduo <strong>&bdquo;Al &amp; Chris&ldquo;<\/strong> wurde von dem angesehenen Profilyriker Tobias Reitz entdeckt, der schon einige Hits von z.B. Helene Fischer, Francine Jordi, Patrick Lindner oder Mireille Mathieu mit trefflichen Reimen versah. Der 35j&auml;hrige Marburger schrieb seinen beiden gutaussehenden, wie stimmkr&auml;ftigen Sch&uuml;tzlingen, in Kooperation mit Produzent Tommy Mustac, den sehr ansprechenden, besonders lyrisch alsbald ins Auge fallenden Fox-Schlager <strong>&bdquo;A wie Anna&ldquo;<\/strong> auf die gest&auml;hlten Leiber, der alleine schon ob so k&ouml;stlicher Textzeilen wie <em>&bdquo;Und der Himmel schreibt auf Sternen auf den Banner: A wie Anna&ldquo;<\/em>&nbsp; bet&ouml;rt und somit auf &bdquo;Doppelt gut &ndash; Folge 50&ldquo; im von GEDO Music\/Gerd Jakobs neu abgemischten &bdquo;Fox Mix 2014&ldquo; zum absolut wohlverdienten Einsatz kommt.<\/p>\n<p>Der immerjunge Schweizer Schlagercharmeur <strong>Leonard<\/strong> hat sich dagegen f&uuml;r sich selbst den gem&auml;chlichen, im mittleren Tempo gehaltenen Gitarrenpop-Schlager <strong>&bdquo;Wir sind alle Sternenwanderer<\/strong>&ldquo; verfasst, den er f&uuml;r die Freunde von &bdquo;Doppelt gut &ndash; Folge 50&ldquo; aus seiner aktuellen Jubil&auml;ums-CD &bdquo;Noch lange nicht alles&ldquo; heraussuchte, mit der der Sonnyboy aus dem Kanton Uri singend darauf aufmerksam machte, dass 2014 sozusagen auch in eigener Sache &bdquo;Folge 50&ldquo; darstellte, d.h. Leonard am 03. Januar diesen Jahres sein 50. Lebensjahr erreichte. <strong>Tommy Steiners<\/strong> den geneigten H&ouml;rer kurzerhand buchst&auml;blich anspringende Beigabe zu &bdquo;Doppelt gut&ldquo; nennt sich <strong>&bdquo;Wie durch ein Wunder&ldquo;<\/strong>, ist ein hochwertiger, liebfrecher Romantikschlager mit lausb&uuml;bischem Charme und immensem Nachhall, und hatte mir schon, zwar nicht &bdquo;wie durch ein Wunder&ldquo;, sondern nat&uuml;rlich aufgrund seiner signifikanten Qualit&auml;t und Geradlinigkeit, bei meiner erw&auml;hnten Besprechung von &bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo; sehr aus dem Herzen gesprochen &#8211; und mein Empfinden dar&uuml;ber hat sich seitdem nicht in Nuancen ge&auml;ndert. &nbsp;&nbsp;Hinsichtlich <strong>Tom Astor<\/strong> dagegen schon einwenig&hellip; Denn der f&uuml;r &bdquo;Doppelt gut &ndash; Folge 50&ldquo; ausgew&auml;hlte gesungenen Obolus des knapp 72j&auml;hrigen Sauerl&auml;nders, <strong>&ldquo;Du willst mich nicht verbiegen&ldquo;<\/strong>, ist ein flottes, unkompliziertes, durchaus erdiges und ernsthaftes Country-Chanson, das &uuml;brigens wie die gesamte dazugeh&ouml;rige CD &bdquo;Volle Kraft voraus&ldquo; &sbquo;live im Studio&lsquo;, direkt in Nashville\/Tennessee, eingespielt wurde und, im Gegensatz zu manch anderen Beitr&auml;gen daraus, unzweifelhaft als einwandfrei empfehlenswert und schmackhaft bezeichnet werden kann.<\/p>\n<p>Nun n&auml;hert sich CD-02 von hier analysiertem Drei-CD-Set langsam ihrem Ende &ndash; und es stellt sich mal wieder die berechtigte Frage: Jetzt schon ausschalten &ndash; und den bisher &uuml;berwiegend guten bis gar hervorragenden Eindruck bewahren? &ndash; oder bis zum Schluss durchh&ouml;ren &ndash; und, wie bereits bei der ersten CD von &bdquo;Doppelt gut &ndash; Folge 50&ldquo; &ndash;, Zeuge manch klingender Untiefen von krachend-stampfend Volkst&uuml;mlichem und mehr besoffenem, denn s&uuml;ffigen Ballermann-Chaos zu werden.<\/p>\n<p>Der Rezensent hat diese Wahl berufsbedingt nicht, und muss nun, nachdem er sich gerade mit Tom Astor soweit vers&ouml;hnt hat, sogleich den &uuml;bertrieben fr&ouml;hlich-h&auml;mmernden, volkst&uuml;mlichen Festzeltschlager <strong>&bdquo;Tanz mit mir heut&lsquo; Nacht&ldquo;<\/strong> des Passauer S&auml;ngers und Schauspielers <strong>Tom Mandl<\/strong> (feat. dem, davon abgesehen, auf Wikipdia.de &uuml;berhaupt gar nicht erst auffindbaren <strong>&bdquo;Duo Alfons &amp; Marian&ldquo;<\/strong>) zu &uuml;berdauern, bevor Altstar <strong>Mel Jersey<\/strong> und seine Gattin <strong>Judith<\/strong> als <strong>&bdquo;Judith &amp; Mel&ldquo;<\/strong> das zwar ganz nette, harmlose, aber wahrhaftig nicht umwerfende, klanglich zackige und doch in Puncto Stimmung und Flair relativ nichtssagende Akordeonchanson-trifft-Volkstum-Gebr&auml;u <strong>&bdquo;Die Sterne seh&rsquo;n heut&lsquo; wieder gut&ldquo;<\/strong> im Programm haben, das Dachauer Br&uuml;derpaar <strong>&bdquo;Blum Buam&ldquo;<\/strong> dem geschlauchten Rezensenten (und allen &bdquo;Doppel Gut&ldquo;-Fans, die sich demselben auf dessen wahnwitziger Tour durch &nbsp;das &bdquo;Humptata &amp; T&auml;t&auml;r&auml;&auml;&ldquo; am Ende von CD-02 solidarisch angeschlossen haben) den schenkelklopfenden &bdquo;Gaudi Schlager&ldquo; (Selbsteinsch&auml;tzung) <strong>&bdquo;Da fress I an Hirsch&ldquo;<\/strong> kredenzen und das bislang v&ouml;llig unbekannte Duo <strong>&bdquo;Edelmeer&ldquo;<\/strong> sich mittels seines eigentlich gar nicht sooo unsympathischen, aber grausig umgesetzten Titels <strong>&bdquo;Die Erde brennt&ldquo;<\/strong> offenkundig nicht entscheiden kann, ob es nun gediegenen deutschen Pop\/Rock fabrizieren mag, oder sich in volkst&uuml;mlich-bumsende Ballermann-Abgr&uuml;nde verrennen will. &bdquo;Die Erde brennt&ldquo; l&auml;sst hinsichtlich Arrangement leider letzteres vermuten, obwohl der &bdquo;Rausschmei&szlig;er&ldquo; von CD-02 von &bdquo;Doppelt gut &ndash; Folge 50&ldquo; per se eine gute Substanz f&uuml;r ersteres in sich tr&auml;gt!<\/p>\n<p>Betulich, vornehm und elegant z&auml;rtlich, lassen Ostpop-Legende <strong>Ute Freudenberg <\/strong>und Edelpop-Protagonist <strong>Christian Lais<\/strong> mit ihrer melodramatischen, streicherverzierten Duett-Ballade <strong>&bdquo;Du bist meine Burg&ldquo;<\/strong>, einem pr&auml;chtigen &bdquo;H&ouml;r-mal-rein-Tipp&ldquo; der DA-Redaktion, den dritten Silberling von &bdquo;Doppelt gut &ndash; Folge 50&ldquo; angehen, bevor das hochtalentierte Deutsch-Pop\/Rock-Duo <strong>&bdquo;Lindt Bennet&ldquo;<\/strong> die ebenso sanfte, erst introvertierte, dann brennende, mit enorm viel Kraft und Hingabe vollgepfropfte Gitarrenrockorgie <strong>&bdquo;Warum kann man Lieben nicht verlernen?&ldquo;<\/strong> aus seiner ph&auml;nomenalen Deb&uuml;t-CD &bdquo;Seelenschwestern&ldquo; aufbietet. Nachfolgend sind zwei allseits namhafte und gesch&auml;tzte Heroen des teutonischen Poplebens der 80er Jahre an der Reihe: Der ewige &bdquo;Major Tom&ldquo; <strong>Peter Schilling<\/strong> ist mit der rockig-rabiat vor sich hin rasenden Zeitgeist-Kritik <strong>&bdquo;So ist die Welt&ldquo;<\/strong> aus seinem 2014er-Meisterwerk &bdquo;D.N.A.&ldquo; auf hier vorgestellter Dreifach-CD vertreten, w&auml;hrend Ex-&bdquo;M&uuml;nchener Freiheit&ldquo;-Frontmann <strong>Stefan Zauner,<\/strong> zusammen mit seiner Ehefrau <strong>Petra Manuela<\/strong>, den inhaltlich sehr philosophisch-nachdenklichen Feudalpop-Ohrwurm <strong>&bdquo;Wir werden seh&rsquo;n&ldquo;<\/strong> eingesungen und aus seiner ihrer Betitelung alle Ehre machenden, zweiten Soloproduktion &bdquo;Fabelhaft&ldquo; f&uuml;r &bdquo;Doppelt gut &ndash; Folge 50&ldquo; zur Verf&uuml;gung gestellt hat.<\/p>\n<p>Das jugendliche Berliner Quintett <strong>&bdquo;Gro&szlig;stadt Freunde&ldquo;<\/strong>, um den geb&uuml;rtigen Londoner S&auml;nger, Liederschreiber und Ex-Teeniestar Jay Khan, hat ohne Frage das Zeug dazu, schon in B&auml;lde zu den ganz gro&szlig;en neuen Stilvertretern des handgemachten, erdigen Deutschrock in der Tradition eines Wolf Maahn oder Edo Zanki zu z&auml;hlen. Dies belegt auch und insbesondere das hymnische, regelrecht straighte und aufw&uuml;hlende Gitarrenepos &bdquo;<strong>Wir sind hier&ldquo;<\/strong>, Titelsong des genialischen Deb&uuml;ts der rockenden F&uuml;nferbande aus der Hauptstadt, der vollkommen zu Recht einen guten Platz auf vorliegendem Drei-CD-Set einger&auml;umt bekommen hat!<\/p>\n<p>Dort, auf den h&ouml;chsten Gipfeln anspruchsvoller deutscher Rock- und Popmusik, d&uuml;rfte sich eines nicht allzu fernen Tages auch die russischst&auml;mmige S&auml;ngerin und Absolventin des Hamburger &bdquo;Popkurses&ldquo;, <strong>Maria Levin<\/strong>, einfinden. Ihr nach ihr selbst benannter CD-Zweitling hat Kritiker, wie Fans, nahezu in summa begeistert &ndash; und ihre aktuelle Single <strong>&bdquo;Ein neuer Himmel&ldquo;<\/strong>, ein temporeicher, flirrender realer &sbquo;Perfect Popsong&lsquo; bester G&uuml;teklasse, d&uuml;rfte alles weitere dazu beitragen, dass die br&uuml;nette Sch&ouml;nheit bald als neuer Stern in eben jenem &sbquo;neuen Himmel&lsquo; der teutonischen Popkunst in hellstem Licht erstrahlen d&uuml;rfte. Der seit kurzem in Dortmund-Lichendorf lebende Peter-Maffay-Fan <strong>Philipp Engel<\/strong> eifert nun seinem Idol grazil, aufregend und durch und durch liebenswert, mittels der tiefsinnigen Pop\/Rockballade <strong>&bdquo;Richtung S&uuml;den&ldquo;<\/strong>, auf imposante Art und Weise nach, woraufhin die Weimarer Popchansonette <strong>Ella Endlich<\/strong> ihr so zickig-geniertes, wie kess-forsches Elektro-Swing-Chanson <strong>&bdquo;Liebeskummer lohnt sich doch&ldquo;<\/strong> auf der stimmungsvollen Basis so knisternd-lasziver, wie jungm&auml;dchenhaft-naiver Erotik gen&uuml;sslich zelebriert. Es folgen die gem&auml;chliche, bed&auml;chtige, aber nicht allzu viel Bleibendes hinterlassende Duett-Ballade <strong>&bdquo;Du wirst das reparieren&ldquo;<\/strong>, die der Innsbrucker Pop-Schlager-Mixer <strong>Gilbert<\/strong> gemeinsam mit der Luzerner Nachwuchss&auml;ngerin <strong>Jessica Ming<\/strong> aufgenommen hat und die stilistisch irgendwo in der N&auml;he &auml;hnlich ausgestalteter Sp&auml;t-80er-Zwieg&auml;nge von Stefan Waggershausen und Viktor Laszlo verweilt, sowie das n&auml;chtlich-wehende, gef&uuml;hlsdurchtr&auml;nkte und dennoch vital treibende Popchanson <strong>&bdquo;Niemals lieg&lsquo; ich ganz am Boden&ldquo;<\/strong>, vorgetragen von der persisch-&ouml;sterreichischen Schlagerchanteuse <strong>Susan Ebrahimi<\/strong>, die all ihre Texte stets selbst verfasst und somit auch die nachdenkenswerten Reime f&uuml;r diesen &uuml;beraus erfrischenden Titel aus ihrer letzten Ver&ouml;ffentlichung &bdquo;Das perfekte Gef&uuml;hl&ldquo; (2013) eigenst&auml;ndig ersann.<\/p>\n<p>Ex-NDW-&bdquo;Spa&szlig;&ldquo;macher <strong>Markus<\/strong> brilliert nun mit dem ultrafetzigen, vom funkigen Disco-Sound der ausgehenden 70er ebenso wie vom Northern\/British Soul der fr&uuml;hen 80er trefflich beeinflussten, offensiv voranpreschenden Powerpopper <strong>&bdquo;Ich bin nicht Spiderman&ldquo;<\/strong>, mit dem der junggebliebene Camberger im Sommer 2014 sogar den ersten Rang der Formatradiocharts &sbquo;konservativ&lsquo; zu erklimmen vermochte, woraufhin die liebenswert skandalumwobene, einstige Drittplatzierte bei &bdquo;DSDS&ldquo; und dreifache Gewinnerin des &bdquo;SMAGO Award&ldquo;, <strong>Annemarie Eilfeld<\/strong>, ihre aktuelle Single <strong>&bdquo;Wir sind Helden&ldquo;<\/strong> auff&auml;hrt. &bdquo;Dynamisch, stark und modern&ldquo; nennt der Pressetext dazu diesen aufbrausenden, machtvollen Gitarrenrock-Verschnitt &ndash; und dem ist wahrlich nichts hinzuzuf&uuml;gen!<\/p>\n<p>Der sprichw&ouml;rtliche &bdquo;Co-Pilot&ldquo; <strong>Matthias Carras<\/strong> &uuml;berrascht nun mit einer ungewohnt sanft rhythmisierten, dabei hochmelodischen Liebeserkl&auml;rung an <strong>&bdquo;Die Frau am Klavier&ldquo;<\/strong>, eine verf&uuml;hrerische Nachbarin, die leider nicht mit ihm (was auch immer) spielen mag, sondern sich lieber dem v&ouml;llig jugendfreien Spielen des Pianos hingibt. Daraufhin pr&auml;sentiert unser hei&szlig;geliebter Schlagerchaot <strong>Christian Anders<\/strong> einmal wieder ein hervorragendes, herrlich schw&uuml;lstiges, dabei mehr als nur hintergr&uuml;ndig rockendes, t&ouml;nendes Glanzst&uuml;ck, das da hei&szlig;t <strong>&bdquo;Das war &acute;ne harte Zeit&ldquo;<\/strong> und bei dessen inbr&uuml;nstiger Intonation der Chefpolarisierer vom Dienst (wenn auch kaum merkbar) von der &ouml;sterreichischen Schlager- und Volkss&auml;ngerin <strong>Lara Bianca Fuchs<\/strong> unter die Stimmb&auml;nder gegriffen &nbsp;wird. Die &uuml;berwiegend bei den weiblichen Schlagerfans &auml;u&szlig;erst gefragten, deutsch-niederl&auml;ndischen Pop-Schlagerhelden <strong>&bdquo;Die Cappuccinos&ldquo;<\/strong> sind nun mit ihrem euphorischen Lobgesang auf die temperamentvolle Italo-Sch&ouml;nheit <strong>&bdquo;Raphaela&ldquo;<\/strong> zu genie&szlig;en, einem lautstark kr&auml;ftigen Remix eines Titels aus dem 2009 erschienenen CD-Erstling des damaligen Quartetts, das heutzutage, nach dem Ausstieg seines Schlagzeugers Robert Kaufmann, nun nur noch als Trio auftritt.<\/p>\n<p>Auch von der aus Rum&auml;nien stammenden, volkst&uuml;mlichen Schlagers&auml;ngerin <strong>Mara Kayser<\/strong> war ich niemals ein besonderer Fan. Volkst&uuml;mlich-Pl&auml;tscherndes und ich sind und bleiben zueinander wie Feuer und Wasser. Nun aber hat die br&uuml;nette 48j&auml;hrige Hobby-Malerin mit ihrem 2013er-Titel <strong>&bdquo;Ab und Zu&ldquo;<\/strong> eine einwandfrei wohlschmeckende Melange aus Chanson, Country, einwenig gro&szlig;st&auml;dtischen Swing-Anleihen und feingliedrigem Pop f&uuml;r &bdquo;Doppelt gut &ndash; Folge 50&ldquo; bereitgestellt, so dass ich meine Meinung &uuml;ber Mara Kayser &ndash; &auml;hnlich, wie erw&auml;hnt, in Sachen Franziska &ndash; in Futuro vermutlich gr&uuml;ndlich revidieren sollte. Die von der DA-Jury vergebene Klassifizierung &bdquo;Liebe-ist-Tipp&ldquo; f&uuml;r den die superben Gro&szlig;stadt-Disco-Tanzsaalkracher <strong>&bdquo;Hast Du nicht Lust?<\/strong>&ldquo; von &bdquo;DSDS&ldquo;-Vocal-Couch <strong>Oliver Lukas<\/strong> tr&auml;gt dieser in Anbetracht seiner Eing&auml;ngigkeit und seines hei&szlig;en &sbquo;Hitze der Nacht&lsquo;-Ambientes zweifelsfrei sehr zu Recht. Olivers aus Hennigsdorf bei Berlin stammende DA-Label-Kollegin <strong>Ines Adler<\/strong> schrieb dagegen den gef&auml;lligen, aber niemals au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Pop-Schlager <strong>&bdquo;Ich lieb&lsquo; Dich so&ldquo;<\/strong> auf die Liste f&uuml;r &bdquo;Doppelt gut &ndash; Folge 50&ldquo;, der mich bereits auf &bdquo;Die Deutschen Hits&ldquo; nicht sonderlich gest&ouml;rt, aber genauso wenig in hellste Begeisterung gest&uuml;rzt hatte. Ein bislang g&auml;nzlich unbeschriebenes Blatt ist der mutma&szlig;liche Italiener <strong>Daniele Daverna<\/strong>, der im August 2014 mit der so punktgenauen, wie kompakten, rockigen, wie tanzbaren Single <strong>&bdquo;Warmer Regen&ldquo;<\/strong> wohlklingend auf sich aufmerksam machte. Der gitarrengetriebene Pop\/Rock-Schlager besticht vom ersten Takt an durch enorme Bodenst&auml;ndigkeit, druckvolle Energie und gesangliche Potenz, so dass anzunehmen ist, dass wir von dem gro&szlig;gewachsenen, schwarzhaarigen Interpreten noch so einiges h&ouml;ren d&uuml;rften. <strong>&bdquo;Dieser Moment&ldquo;<\/strong> der dreimaligen Teilnehmer am &bdquo;Grand Prix Eurovision&ldquo;, &bdquo;<strong>Wind&ldquo;<\/strong>, entstammt deren letztem musikalischen Lebenszeichen &bdquo;F&uuml;r Deutschland&ldquo; (2014), und swingt luftig-leger, aber doch viel zu synthetisch arrangiert, vor sich hin, bevor ein Herr namens <strong>Bernd Leon<\/strong>, der mir noch nie zuvor untergekommen war, obwohl er, wie Netz nachzulesen ist, schon seit knapp 20 Jahren im Gesch&auml;ft sein soll, mit der vers&ouml;hnlichen Popballade <strong>&bdquo;Sieger&ldquo;<\/strong> die drei proppevollen Tontr&auml;ger von &bdquo;Doppelt gut &ndash; Folge 50&ldquo; ebenso nachdenklich, wie optimistisch, ausklingen l&auml;sst.<\/p>\n<p>Wer mich kennt, wei&szlig;, dass ich nie ein gro&szlig;er Mathematiker vor dem Herrn war. Prozentrechnen war mir schon in der achten Klasse ein Graus. Daher m&ouml;chte ich nun tunlichst darauf verzichten, eine prozentuale Aufteilung und Bewertung des 63teiligen Repertoires von <strong>&bdquo;Doppelt gut &ndash; Folge 50&ldquo;<\/strong> penibel vorzunehmen. So nach dem Motto: Soundso viel Prozent der ber&uuml;cksichtigten Titel sind reine Spitzenklasse, soundso viel Prozent nur Durchschnitt und so weiter. Vielmehr m&ouml;chte ich ein allgemeines Res&uuml;mee zur Titelauswahl ziehen. Fraglos befinden sich zahllose Titel auf vorliegendem Drei-CD-Set, die &uuml;berwiegend als ansprechend bis &ndash; nicht selten gar &ndash; schier ph&auml;nomenal apostrophiert werden k&ouml;nnen. Newcomer, wie Altmeister, und manche noch gar nicht sooo gel&auml;ufige K&uuml;nstler gl&auml;nzen mit oft wahrhaftig expressiven, erheiternden und eindringlichen Liedern, mit hohem Erinnerungspotential und Wiedererkennungswert. Da sich die DA-Verantwortlichen aber &ndash; im Sinne eines im schnelllebigen Musikbusiness durchaus mit berechtigtem Stolz begangenen Jubil&auml;ums der 50. Folge ein und derselben &ndash; noch dazu auf dem Markt durchwegs reputierlichen &ndash; CD-Serie mit deutschem Schlager- und Popliedgut, dessen Situation im &ouml;ffentlich-rechtlichen Radio derzeit beileibe nicht die Beste ist &ndash; die Aufgabe gesetzt hatten, gleich DREI volle Silberscheiben mit ganzen 63 Titeln zu f&uuml;llen, haben es leider auch einige tats&auml;chlich unzureichende bis schlicht ungenie&szlig;bare, vulgo: d&uuml;mmliche Machwerke, meist aus dem Ballermann,- Karnevals- und (eben) Volkst&uuml;mlichen Sektor, auf die Tracklist des hier analysierten Drei-CD-Sets geschafft, die eigentlich keinerlei herausgehobene Beachtung verdient h&auml;tten. Eine Doppel-CD mit, sagen wir, nur 40, daf&uuml;r aber unzweifelhaft gelungenen bis grandiosen Pop- und Schlagerbeitr&auml;gen der letzten Monate, h&auml;tte in rein qualit&auml;tsbezogener Hinsicht f&uuml;r eine wohlmundende, durchschlagende und nachhaltige Jubil&auml;umsfeier in Sachen <strong>&bdquo;Doppelt gut&ldquo;<\/strong> vollkommen ausgereicht &ndash; und von mir eine &uuml;berzeugte Bestwertung erhalten. Die sich die selbstgestellte Mission der DA-Mitarbeiter, drei volle CDs ausnahmslos mit weithin Daumen-nach-oben-Material zu kompilieren, wurde so jedoch nicht erreicht.<\/p>\n<p>Aber, was soll&rsquo;s? &bdquo;Doppelt gut&ldquo; ist nun einmal &sbquo;50 Ausgaben alt&lsquo; geworden. Da wollte man sich halt mal eine &uuml;ppige, drei CDs umfassende Sonderfolge g&ouml;nnen. Dies sei der Diepholzer Company im Hinblick auf den nicht allt&auml;glichen Vorgang, eine CD-Serie unter ein und demselben Label &uuml;ber (knapp) 20 Jahre und 50 einzelne Ausgaben kontinuierlich und effektiv zu etablieren, ohne leiseste Zweifel aus ganzem Herzen zuzubilligen &ndash; zumal ja eine (schon mehrfach erw&auml;hnte) &bdquo;Skip-Taste&ldquo; an jedem CD-Spieler vorhanden ist, nach deren prompter Nutzung der eine oder andere weniger attraktive Beitrag geradezu schreit!<\/p>\n<p>Ansonsten: Viel Erfolg weiterhin mit &bdquo;Doppelt gut&ldquo;! Ohne diese CD-Serie, auf dessen 51. Folge, dann im (zweiten) Jubil&auml;umsjahr 2015, 20 Jahre nach der ersten doppelt guten Doppel-CD, ich mich schon jetzt sehr freue, w&auml;re f&uuml;r den intensiven Fan deutschsprachiger Schlager- und Pop-Kl&auml;nge seine (Sammel-)Leidenschaft seit vielen, vielen Jahren nicht <em>&bdquo;halb so gut&ldquo;<\/em> bedient!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, (mit \u201eStarpyramiden\u201c-bezogenen Unterbrechungen) 03. bis 10. 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