{"id":94642,"date":"2015-01-12T00:00:00","date_gmt":"2015-01-12T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=94642"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"MARY-ROOS-Die-neue-CD-Bilder-me-94641","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/MARY-ROOS-Die-neue-CD-Bilder-me-94641\/","title":{"rendered":"MARY ROOS <br \/>Die neue CD &quot;Bilder meines Lebens&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Das (in der Tat \u00e4u\u00dferst mannigfaltige!) Album mit den Radio-Hits &#8222;Einzigartig&#8220; und &#8222;Unbemannt&#8220; ist ab Freitag (16.01.2015) im Handel erh\u00e4ltlich! \u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kaum sind die letzten Silvesterb&ouml;ller verklungen und verraucht, haben sich die Sternsinger wieder abgeschminkt und entkost&uuml;miert, sind die meisten Christb&auml;ume abger&auml;umt und auf der M&uuml;llhalde verschwunden, startet das neue Jahr schon mit einigen aufregenden Donnerschl&auml;gen. Nein, nicht Katja Sudings Beine, nicht Justin Biebers Unterhose, auch nicht der rasende Orkan, der dieser Tage &uuml;ber Norddeutschland hinwegfegte, sondern vielmehr ein erstklassiges, wahrhaftig durchaus st&uuml;rmisches, musikkulturelles Ereignis soll der Anlass sein, heute meine im August 2014 erneuerte T&auml;tigkeit f&uuml;r Smago.de auch im soeben angebrochenen Jahr 2015 mit einem sch&ouml;nen Bericht weiterzuf&uuml;hren!<\/p>\n<p>Eine der seit Jahrzehnten beliebtesten einheimischen S&auml;ngerinnen, die abwechselnd in Hamburg und Braunfels lebende Powerfrau des Deutschen Schlager, <strong>MARY ROOS<\/strong>, schickt dieser Tage ein brandaktuelles Album ins Rennen, das tats&auml;chlich einen mehr als nur attraktiven Beginn des teutonischen Popjahres 2015 bedeutet!<\/p>\n<p>Hierbei handelt es sich um die erste Studioproduktion der soeben 66 Jahre jung gewordenen, geb&uuml;rtigen Rheinland-Pf&auml;lzerin nach ihrem &uuml;berall hochgelobten Swing-trifft-Chanson-Ausflug &bdquo;Denk das Du willst&ldquo;, der im April 2013 au&szlig;er der Reihe bei UNIVERSAL erschienen war und neben opulenten Balladen, frechen, oft akustisch arrangierten Swing-Couplets und vornehmem, zeitnahen Neo-Pop inkl. diverser Electro-Spielereien auf jazziger Grundlage, auch landauf, landab gefeierte Coverversionen von z.B. &nbsp;Jacques Brels melancholisch-morbidem &Uuml;berchanson &ldquo;Ne Me Quitte Pas&rdquo;&nbsp; oder des wundersch&ouml;nen, leise flirrenden Sambas &ldquo;O Le&atilde;ozinho&rdquo; des brasilianischen S&auml;ngers und Liedermachers Caetano Veloso der erstaunten Musikwelt pr&auml;sentierte.<\/p>\n<p>Obwohl nicht mehr ganz so &uuml;berernst, vollmundig und &bdquo;sophisticated&ldquo; &ndash; b&ouml;se Zungen w&uuml;rden sagen: hypertroph -ausgestaltet, wie auf dem vom Mail&auml;nder Jazz-Ass <strong>Roberto Di Gioia<\/strong> (u.a. Klaus Doldinger, Till Br&ouml;nner, &bdquo;Marsmobil&ldquo;) geschliffenen Vorg&auml;ngerdiamanten, so setzt die seit 1958 (!) kontinuierlich im Popgeschehen aktive (und gleicherma&szlig;en erfolgreiche) Edeldame der deutschen leichten Muse auch bei ihrem neuesten Melodienstrau&szlig;, der nun wieder bei ihrer angestammten Company DA Music auf den Markt kommt, musikalisch wiederum h&auml;ufig &ndash; und zumeist &uuml;beraus vortrefflich, w&uuml;rzig und punktgenau &#8211; auf peppig-jazziges, modern-poppiges oder tiefgehend-chansonhaftes Liedmaterial von international jederzeit konkurrenzf&auml;higem Format. F&uuml;r diese gr&ouml;&szlig;tenteils exquisite Songauswahl zeichnen, abgesehen von Marys jungem Hamburger Produzenten und Songschreiber Sven B&uuml;nger (Ina M&uuml;ller, &bdquo;Madsen&ldquo;, <strong>Yvonne Catterfeld<\/strong>), z.B. der ebenfalls aus der Hansestadt stammende Poplyriker Frank Ramond, die K&ouml;lner Songpoetin und Kabarettistin Pe Werner oder der M&uuml;nsteraner Pops&auml;nger Johannes Oerding verantwortlich.<\/p>\n<p>Gleich der fundamentale Einstieg des programmatisch <strong>&bdquo;Bilder meines Lebens&ldquo;<\/strong> (DA Music) betitelten 12-Titel-Opus kann durchaus als &uuml;bergeordnetes Motto der gesamten Liedsammlung bezeichnet werden: <strong>&bdquo;Entspann Dich&ldquo;<\/strong> nennt sich die zwar locker-flockige, dabei aber durchaus rockig-offensive und mit liebenswerter Strenge vorgetragene Aufforderung, alles nicht so eng zu sehen, mal F&uuml;nfe gerade sein zu lassen und das Leben eben so zu nehmen, wie es ist. Und genauso entspannt, relaxed, von durchgehend positivem, lebensbejahendem Fluidum erf&uuml;llt, schleichen die einzelnen, sehr kompakten, integer und ansprechend aufbereiteten t&ouml;nenden Sch&auml;tze durch die Boxen, s&auml;mtlich einzuordnen zwischen Pop, Swing, Chanson, kaum Schlager, daf&uuml;r &ndash; ungewohnt &ndash; ein paar wohlmundenden Einfl&uuml;ssen aus Folk, lateinamerikanischem Mambo-Feeling und allen m&ouml;glichen Varianten des gemeinhin als &bdquo;Easy Listening&ldquo; zusammengefassten, beruhigend-ablenkenden Klangvergn&uuml;gens auf jazzorientierter Basis.<\/p>\n<p>Als aktuelle Radiosingle dient die frech vor sich hin swingende &bdquo;Lizenz zum Verlieben&ldquo; (Textzitat) <strong>&bdquo;Unbemannt&ldquo;<\/strong>. Dieser so elegante, wie aufm&uuml;pfige Muntermacher wurde ersonnen von PE Werner, dem in der Domstadt ans&auml;ssigen &bdquo;Weibsbild mit Kribbeln im Bauch&ldquo;, und passt mit seiner augenzwinkernden, burschikosen Attit&uuml;de ausgezeichnet zu der selbstbewussten und trotzdem stets eine echte Frau, jenseits von Emanzengehabe &nbsp;und Wichtigtuerei, gebliebenen Vollblutk&uuml;nstlerin, die in den 70ern und 80ern zig Topmelodien gro&szlig;er Songautoren, von &bdquo;Arizona Man&ldquo; und &bdquo;Hamburg im Regen&ldquo; bis &bdquo;Ich werde geh&rsquo;n heute Nacht&ldquo; (1979) oder &bdquo;Aufrecht geh&rsquo;n&ldquo;, alleine durch ihre liebenswerte, ehrliche Intonationsweise zu veritablen Evergreens hatte ausgestalten k&ouml;nnen. Schon im Sommer 2014 hatte <strong>&bdquo;Einzigartig&ldquo;<\/strong>, die trefflich zur Jahreszeit des Erscheinungsdatums passende Vorabauskoppelung aus &bdquo;Bilder meines Lebens&ldquo;, eben jenes titelgebende Wort in puncto Mary Roos eindrucksvoll und unstreitig best&auml;tigt und zudem einen oft gew&uuml;nschten, zeitweise t&auml;glich gespielten Radio-Rei&szlig;er geschaffen. Ebenso in einem wolkig-lieblichen, swingend-kessen, schier fr&uuml;hlingshaft, taufrisch anmutenden musikalischen Kontext erbl&uuml;ht der philosophische Fingerschnipper <strong>&bdquo;Wartezeit&ldquo;<\/strong>, der in seinen besten Momenten an die eher chansonorientierte Phase von Caterina Valente oder sogar an manch nachdenklich-anregendes Kleinod von Hildegard Knef erinnert.<\/p>\n<p>Musikalisch sp&uuml;rbar folkorientiert, beinahe im Sinne eines traditionellen B&auml;nkelgesangs, dabei gem&uuml;tlich, sanft und einf&uuml;hlsam umgesetzt, wirbt die z&auml;rtliche Kaminfeuer-Untermalung <strong>&bdquo;Sie tun&rsquo;s immer noch&ldquo;<\/strong> f&uuml;r aktiv ausgelebte (auch k&ouml;rperliche) Liebe im Alter. Fr&ouml;hlich, poppig und zugleich tiefgr&uuml;ndig und in sich gehend wird&rsquo;s im konsequent kultivierten, regelrecht aristokratischen, so gef&uuml;hlsintensiven, im besten Sinne des Wortes geradewegs flie&szlig;enden, gleitenden, weil hochmodischen Popchanson<strong> &bdquo;Die kleinen Dinge&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Du&ldquo;<\/strong>, ein quasi-akustisches, filigran vor sich hin schl&uuml;rfendes Duett mit dem Aachener Singer\/Songwriter Stephan Piez a\/ka &bdquo;Der Polar&ldquo;, gesungen aus der Sicht einer reiferen Dame und ihres viel j&uuml;ngeren (nur platonischen?) Freundes, verbreitet in echtester, authentischster Auspr&auml;gung wohlige, zwischenmenschlich innige W&auml;rme bei beiden vortragenden Protagonisten, wie immer sie auch genau zueinander stehen m&ouml;gen. Der fast nur von leisestem Piano und kaum merkbaren Streicherpassagen getragene Titelsong beschreibt ebenfalls intime, aus dem tiefsten Herzen kommende, herbstliche Gef&uuml;hle einer erwachsenen und erfahrenen Frau, die keine 35 mehr ist (obwohl sie stimmlich jederzeit so klingt!) und daher, immer zukunftsorientiert und dennoch mit vollster Berechtigung einwenig sentimental res&uuml;mierend, die &bdquo;<strong><em>Bilder ihres Lebens&ldquo;<\/em><\/strong> nochmals in Gedanken an sich vorbeiziehen l&auml;sst.<\/p>\n<p>Zu den atmosph&auml;rischsten und leidenschaftlichsten Beitr&auml;gen auf &bdquo;Bilder meines Lebens&ldquo; z&auml;hlt zweifelsohne <strong>&bdquo;Ich w&uuml;nschte, gestern w&auml;re morgen&ldquo;<\/strong>. Dieses grazi&ouml;se, nahezu anmutige Schlagerchanson bietet ein so w&uuml;rdevolles, wie gleichsam fragendes Statement einer von immenser Entt&auml;uschung &ndash; auch &uuml;ber sich selbst &#8211; geplagten Frau, die sich in einer zu Routine und Langeweile erstarrten Beziehung befindet und sich, am besten nat&uuml;rlich zusammen mit ihrem Partner, wieder in die wild pochende, hei&szlig;verliebte Anfangsphase ihrer gemeinsamen Zeit zur&uuml;ckw&uuml;nscht, um ihm noch einmal, genauso intensiv und verschossen wie am ersten Tag, vorschw&auml;rmen zu k&ouml;nnen, was sie alles so sehr an ihm mag.<\/p>\n<p>Im flink-feudalen Gitarrenpop <strong>&bdquo;Merkste selber&ldquo;<\/strong> versucht Mary, keineswegs gouvernantenhaft oder gar zeigefingerschwenkend, aber durchaus engagiert und p&auml;dagogisch wertvoll, ihren mutma&szlig;lich besten Freund von kleinen, aber unter Umst&auml;nden folgenreichen Dummheiten abzuhalten. Verhalten rockig, nach und nach vorantreibend bis aufw&uuml;hlend, ert&ouml;nt der fesche, so anschmiegsame, wie lebenslustige und moderate Geradeaus-Popschlager<strong> &bdquo;Mit der Zeit&ldquo;<\/strong>, w&auml;hrend das gediegen prickelnde, geschmackvoll zur&uuml;ckhaltend ausgekleidete, sektkelchklare Jazzpop-Kleinod <strong>&bdquo;Kein Plan&ldquo;<\/strong> eine vorz&uuml;gliche, ausgesprochen delikate Samba-Easy-Listening-Melange voller funkelnden und schillernden Ambientes aufbietet<\/p>\n<p>In eingangs erw&auml;hntem, flauschig-luftigen 2014er-Sommerhit <strong>&bdquo;Einzigartig&ldquo;<\/strong> hei&szlig;t es so sch&ouml;n: <em>&bdquo;Sei ungew&ouml;hnlich <\/em>\/ <em>sei schr&auml;g und speziell <\/em>\/<em> sei extravagant <\/em>\/<em> und originell&hellip; sei ganz Du selbst <\/em>\/ <em>denn alle anderen gibt es schon&ldquo;<\/em>.<\/p>\n<p>Ja, und genau diese kraftvolle Intention der hier zitierten Textzeilen, verfasst von Johannes Oerding, macht sich die mittelblonde K&uuml;nstlerin seit unz&auml;hligen Jahren zu Eigen. In jenen Worten findet sich das ureigene Lebensbild, die exzessiv verwirklichte Denkweise, ja geradezu das Karma, das schiere Lebenselixier der Mary Roos auch und besonders anno Domini 2015 detailgetreu wieder! Davon legt <strong>&bdquo;Bilder meines Lebens&ldquo;<\/strong> in jedem einzelnen, gesungenen Bildnis so perfekt, wie ungek&uuml;nstelt, Zeugnis ab. Doch h&uuml;te man sich, in Anbetracht der darin in fast jedem Takt verspr&uuml;hten jugendlichen Frische, des Schwungs, der unb&auml;ndigen Dynamik des vorliegenden Liedrepertoires bitte eindeutig und gr&uuml;ndlich davor, &bdquo;Bilder meines Lebens&ldquo; wom&ouml;glich als &bdquo;Alterswerk&ldquo; oder gar kreativen Kehraus einer scheinbar in die Jahre gekommenen K&uuml;nstlerin abzuqualifizieren. Aus jeder Fuge der hier vorgestellten Silberscheibe quillt pure quirlige Lebensfreude, Lust, Frohsinn, Begehren, gleichsam Weitblick, Sachkenntnis und Vertrautheit &ndash; so dass es wahrlich noch lange, lange nicht an der Zeit daf&uuml;r ist, allenfalls abschlie&szlig;ende &bdquo;Bilder meines Lebens&ldquo; von Mary Roos zu zeichnen!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 07. Januar 2015 bis 09. Januar 2015<br \/>http:\/\/www.da-music.de<br \/>http:\/\/www.mary-roos.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das (in der Tat \u00e4u\u00dferst mannigfaltige!) 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