{"id":94393,"date":"2015-01-19T00:00:00","date_gmt":"2015-01-19T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=94393"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"BILL-RAMSEY-Die-Doppel-CD-Pigal-94392","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/oldies\/BILL-RAMSEY-Die-Doppel-CD-Pigal-94392\/","title":{"rendered":"BILL RAMSEY <br \/>Die Doppel-CD &quot;Pigalle, Pigalle \u2013 40 gro\u00dfe Erfolge&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Der 83-j\u00e4hrige &#8222;Jazzs\u00e4nger, Entertainer und Schlager-Veteran&#8220; steht nach wie vor auf den Brettern, die f\u00fcr ihn die Welt bedeuten!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das seit kurzem im oberbayerischen Murnau ans&auml;ssige Label Music Tales hat sich seit einigen Jahren darauf spezialisiert, allseits bekannte Hits und Gassenhauer, wie gleichsam weniger gel&auml;ufiges Liedgut inkl. vieler Rarit&auml;ten, von K&uuml;nstlern der 30er bis 60er Jahre mit viel Liebe und kundiger Hand zusammenzusuchen und dann im wohlklingenden CD-Format durchgehend zu einem mehr als nur attraktiven Verkaufspreis im Handel feilzubieten. So erscheinen bei Music Tales in unregelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden mehrheitlich &uuml;beraus faszinierende Kompilationen, die musikgeschichtlich gerade deshalb so bedeutsam und f&uuml;r den Chronisten unverzichtbar sind, weil sie in ihren Titellisten zum einen auf bestm&ouml;gliche Vollst&auml;ndigkeit wertlegen und dar&uuml;ber hinaus auf gute Ausgewogenheit zwischen viel gesuchtem, nicht selten lange unauffindbarem Material und eben denjenigen unumg&auml;nglichen Krachern und Ewigkeitsfavoriten bedacht sind, die ob ihrer klanglichen Zeitlosigkeit und kulturellen Relevanz h&auml;ufig schon zwei, drei Generationen unbeschadet &uuml;berdauert haben und mittels ihrer unausl&ouml;schlichen Melodien l&auml;ngst zum Allgemeingut des einheimischen Poplebens avanciert sind.<\/p>\n<p>Nachdem 2014 sehr effiziente Best-of-Kollektionen von z. B. Harry Belafonte oder Nana Mouskouri die Freunde betagterer, aber dennoch (oder gerade deshalb) immer wieder erfrischender Pop- und Schlagerevergreens begeisterten, liegt nun bei Music Tales\/Spectre Media ein wiederum h&ouml;chst penibel und, hinsichtlich des auserlesenen Programms, geradezu detailverliebt formierter Querschnitt bez&uuml;glich des musikalischen Wirkens des geb&uuml;rtig aus Cincinnati\/Ohio stammenden Jazz- und Schlagers&auml;ngers <strong>BILL RAMSEY<\/strong> vor. Diese zwei proppevolle CDs umfassende Liedsammlung wurde benannt nach dessen wohl nachhaltigstem Hittriumph <strong>&bdquo;PIGALLE, PIGALLE&ldquo;<\/strong> und beinhaltet insgesamt 40 klangvolle Titel, d.h. nahezu s&auml;mtliche Single-A- und B-Seiten, die der sympathische Ex-G.I. mit der rauchigen, ann&auml;hernd &bdquo;schwarzen&ldquo; Stimme, in den Jahren 1957 bis 1962 erst bei Polydor, sp&auml;ter bei Columbia, aufgenommen hat, garniert mit unz&auml;hligen kostbaren, lange vergriffenen Kuriosa, sowohl aus dem urw&uuml;chsigen Jazz- und Blues-Bereich, als auch im Modus verschiedener fremdsprachiger Variationen seiner gr&ouml;&szlig;ten teutonischen Schlagerrenner jener Tage.<\/p>\n<p><strong>BILL RAMSEY<\/strong> feiert im April diesen Jahres seinen 84. Geburtstag und wollte eigentlich von jeher viel lieber naturbelassenen, althergebrachten Blues, Jazz und Folk singen, als sich den eher leichtf&uuml;&szlig;igeren, kommerziell aber erfolgversprechenderen Versuchungen, die seitens Schlager und Pop ausgingen, hinzugeben. Er war, nachdem in seiner amerikanischen Heimat aufgrund des Koreakrieges, erneut die Wehrpflicht eingef&uuml;hrt worden war, als Rekrut der US Air Force nach Deutschland abberufen worden, wo er fern seiner soldatischen T&auml;tigkeiten, mehrfach im noch heute existierenden Frankfurter &bdquo;Jazzkeller&ldquo; als Interpret fetziger Jazz- und Blues-Standards zu bewundern war. Bald trat er gemeinsam mit bundesweit gefragten Orchesterchefs, wie Kurt Edelhagen, James Last, Ernst Mosch oder Paul Kuhn, auf. Bei einer dieser umjubelten konzert&auml;rten Darbietungen wurde der bisherige Student der Soziologie und Wirtschaftswissenschaften vom Jazzpianisten und sp&auml;teren Starproduzenten Heinz Gietz entdeckt und von diesem daraufhin auf einigen Veranstaltungen des Hessischen Rundfunks, sowie als singender Darsteller in zahlreichen Musikfilmen eingesetzt. Nach Ende seines Milit&auml;rdienstes, kehrte Bill Ramsey zun&auml;chst kurzzeitig in die USA zur&uuml;ck, um erst mal weiter zu studieren. Da es ihm aber in der jungen, aufstrebenden Bundesrepublik so gut gefallen hatte, fand er 1957 wiederum den Weg zur&uuml;ck in unsere Breitengrade. Er setzte vorerst sein Studium in Frankfurt am Main fort &ndash; nicht ohne nebenbei immer wieder eine Menge Livedarbietungen mit Jazz und Schlagern zu absolvieren. Und 1958 begann dann f&uuml;r Bill eine einzigartige Gesangskarriere, die ihn f&uuml;r die n&auml;chsten rund zehn Jahre zum viel gefragten Dauergast in Hitparaden, TV-Shows und Musikrevuen dieses unseren Landes werden lie&szlig;.<\/p>\n<p>Obwohl der bl&auml;serdurchzogene Stomper <strong>&bdquo;Yes, Fanny, ich tu das&hellip;&ldquo;<\/strong>, das Blues\/Doo Wop-gepr&auml;gte Singledeb&uuml;t von Bill Ramsey, das dieser als satirisch-gutm&uuml;tiges Duett mit der Gie&szlig;ener S&auml;ngerin und Kabarettistin Margret F&uuml;rer aufgenommen hatte, mitsamt des witzigen Jodel-Boogie-Poppers <strong>&bdquo;So ein Stroll in Tirol&ldquo;<\/strong> als letztlich gleichwertigem B-Titel, noch keine Hitparadenplatzierung zu erzielen vermochte, hatte Produzent Gietz, der diese beiden, wie auch viele andere immergr&uuml;ne Ohrw&uuml;rmer f&uuml;r den liebenswerten Brummb&auml;ren aus Ohio, in Kooperation mit Texterlegende Kurt Feltz ersonnen hatte, den richtigen Riecher bewiesen: Bill Ramsey konnte sich, selbst, wenn ihm pers&ouml;nlich die eingeschlagene k&uuml;nstlerische Richtung nicht unbedingt tief aus seinem jazzigen Herzen sprach, sp&auml;testens ab Single Numero II im aufbl&uuml;henden Wirtschaftswunderland BR Deutschland l&auml;ngerfristig als personifizierte Spa&szlig;schlager-Jukebox mit unb&auml;ndigem Charme, Originalit&auml;t und &auml;u&szlig;erst starkem Stimmorgan, das jederzeit einen hohen Wiederkennungswert aufwies, in den nationalen Hitlisten etablieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als erst einmal der &ndash; lyrisch zweifellos etwas arg l&auml;cherliche und bei n&auml;herem Hinsehen wom&ouml;glich v&ouml;llig humorlose &ndash; <strong>&bdquo;Wumba-Tumba-Schokoladeneisverk&auml;ufer&ldquo;<\/strong>, eine ziemlich ungl&uuml;cklich eingedeutschte Version des &bdquo;Billboard&ldquo;-Nummer-Eins-Hits &bdquo;The Purple People Eater&ldquo; des US-Countrys&auml;ngers Sheb Wooley, der zu allem &Uuml;berfluss auch noch gewisse strukturelle &Auml;hnlichkeiten mit Hans Blums krachledernem Jux-Rock&rsquo;n&lsquo;Roll &bdquo;Charly Brown&ldquo; aufwies, hatte im April 1959 bis auf Rang 4 der damaligen hiesigen &bdquo;Automatenmarkt&ldquo;-Charts emporklettern k&ouml;nnen, ging es ab sofort f&uuml;r den wohlbeleibten Deutsch-Amerikaner in seiner Wahlheimat strikt bergauf. Zwar verpasste das inhaltlich und musikalisch &auml;hnlich schlicht gestrickte Bl&ouml;delschlagerchen <strong>&bdquo;Er war vom konstantinopolitanischen Gesangsverein&ldquo;<\/strong> (ob seiner textlichen Simplizit&auml;t nicht ganz zu Unrecht) die inzwischen vom &bdquo;Musikmarkt&ldquo; der &bdquo;Media Control&ldquo; ausgewerteten Hitlisten; daran anschlie&szlig;end aber gelang es Producer Gietz, f&uuml;r seinen Sch&uuml;tzling ein ganz besonders sympathisches und augenscheinlich nicht allt&auml;gliches, klingendes Kleinod zu eruieren, das dieser mit seiner ironischen Intonationsweise und seiner exaltierten Charmeoffensive zu seinem allerersten Spitzenreiter auszugestalten in der Lage war.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Souvenirs&ldquo;<\/strong> hie&szlig; das von einem bis zu jenem Zeitpunkt unidentifizierbaren Lyriker namens &bdquo;Johnny Bartels&ldquo; (hinter dem sich niemand geringeres verbarg, als Gietz&lsquo; langj&auml;hriger Textdichter Kurz Feltz!) mit muttersprachlichen Versen versehene Foxtrott-Ragtime-Couplet aus der Feder des US-Songschreibers Cy Coben, das auf Englisch von einer ebenso unbekannten S&auml;ngerin, die sich Barbara Evans nannte, eingesungen worden war &ndash; und sollte zun&auml;chst eigentlich nur als B-Seite von Bills im Juni 1959 vorgewiesener, n&auml;chster &sbquo;Kleiner Schwarzer&lsquo; Verwendung finden. Denn f&uuml;r die Nutzung als hittr&auml;chtigen A-Titel hatten Gietz und sein Texter Feltz\/&bdquo;Bartels&ldquo; die &ndash; den &sbquo;t&ouml;nenden Andenken&lsquo; von der urspr&uuml;nglichen B-Seite qualitativ absolut ebenb&uuml;rtige &ndash; zickig-freche, gesungene Beziehungskiste <strong>&bdquo;Mach&lsquo; keinen Heck-Meck&ldquo;<\/strong> auserkoren &ndash; aber, das Publikum reagierte nun ganz anders, als es sich die Verantwortlichen so ausgedacht hatten. Im September 1959 fand sich pl&ouml;tzlich &bdquo;Souvenirs&ldquo;, ergo die anf&auml;ngliche B-Seite, in den Top 30 von &bdquo;Media Control&ldquo; wieder, erreichte am 10. Oktober desselben Jahren die Spitzenposition und verharrte dort ganze sechs Wochen lang. In kaum mehr als 1.50 Minuten Spielzeit, hetzte sich Bill durch alle nur m&ouml;glichen, mutma&szlig;lich erinnerungsw&uuml;rdigen Devotionalien aus den Goldenen 50er Jahren. Ob der Hut von Maurice Chevalier, das Trompetenputztuch von Louis Armstrong, ein Badeschwamm von Marilyn Monroe oder gar der Blusenverschluss von Gina Lollobrigida &ndash;&nbsp; viele stille Zeitzeugen von Bedeutung, die den Zeitgeist jener Tage pr&auml;gten und kennzeichneten, spie&szlig;te der hei&szlig;bl&uuml;tige Stimmungsmacher in seinem spritzigen musikalischen Museumsbesuch kongenial und zutreffend auf, der zwecks Erfolgsmaximierung &uuml;berdies im &ouml;sterreichischen Schlagerfilm &bdquo;Kein Mann zum Heiraten&ldquo;, mit Hans-Joachim Kulenkampff und Marianne Hold in den Hauptrollen, eingebaut wurde.<\/p>\n<p>Von nun an ging es Schlag auf Schlag: Noch 1959 folgte als n&auml;chste 45er der slow-bluesige, n&auml;chtlich-vertr&auml;umte Schleicher <strong>&bdquo;Hier k&ouml;nn&lsquo; Matrosen vor Anker gehen&ldquo;<\/strong>, eine deutschsprachige Aufnahme von &bdquo;Now I don&rsquo;t worry no more&ldquo; des US-R&rsquo;n&rsquo;B-Shouters Ivory Joe Hunter, f&uuml;r deren gleicherweise ansprechende R&uuml;ckseite der neuerlich vom scheinbar perfekt harmonierenden Songschreiber-Team Gietz\/Feltz verfasste Gospel-Pop&rsquo;n&rsquo;Roll <strong>&bdquo;Go Man Go&ldquo;<\/strong> ausgesucht worden war, den wir auf &bdquo;Pigalle, Pigalle&ldquo;, sowohl in der originalen deutschen, als auch in einer sp&auml;ter eingesungenen, englischen Fassung unter der gleichen Betitelung h&ouml;ren k&ouml;nnen. Letztere wurde 1960 &uuml;brigens zus&auml;tzlich als Single auf den Markt gebracht; als B-Seite hierf&uuml;r sang Bill &ndash; gleichsam in seiner Muttersprache &ndash; die fetzige, mal wieder un&uuml;berh&ouml;rbar Rock&rsquo;n&rsquo;Roll-beeinflusste Tanznummer <strong>&bdquo;Rockin&lsquo; Mountains&ldquo;<\/strong> ein.<\/p>\n<p>Als n&auml;chster Hitparadenst&uuml;rmer, selbst wenn diesmal auch nur knapp die Top 40 geknackt wurden, erwies sich der &uuml;berschw&auml;nglich swingende Jux-Stomper <strong>&bdquo;Telefon aus Paris&ldquo;<\/strong>, klanglich zubereitet in packendem, fetten Big Band Sound, der, aufs textliche Thema zugeschnitten, mit latenten, franz&ouml;sischen Chanson-Fragmenten vermengt wurde. Gleicherma&szlig;en crazy, aufw&uuml;hlend, reizend chaotisch, pr&auml;sentierte sich die erneut von Gietz\/Feltz erdachte Ode auf die feurige, italienische Urlaubsliebe (und B-Seiten-Lady) <strong>&bdquo;Gina, Gina&ldquo;<\/strong>. 1960 vernahm der Fan &ndash; diesmal jedoch bar jeder Chartsnotierung &#8211; den drallen, so rasanten, wie herrlich aufgedonnerten Fetenaufmischer <strong>&bdquo;Jeden Tag &acute;ne and&rsquo;re Party&ldquo;<\/strong>; als B-Seite fungierte Fats Dominos 1959er-Blues &ldquo;I&rsquo;ve been around&ldquo;, von &bdquo;Johnny Bartels&ldquo; zu <strong>&bdquo;Die Welt ist rund&ldquo;<\/strong> in hiesige Sprachgefilde transferiert.<\/p>\n<p>Mit der l&auml;ngst Legendenstatus innehabenden Kom&ouml;dien-Filmreihe um den schr&auml;gen &Ouml;sterreicher &bdquo;Graf Bobby Pinelski&ldquo; (hinrei&szlig;end komisch gespielt vom Urwiener Showallrounder Peter Alexander) und seinen trottelig-schrulligen Vasallen &bdquo;Baron Mucki von Kalk&ldquo; (nicht weniger &uuml;berzeugend: Peters &Ouml;sterreichischer Landsmann Gunther Philip) gelang dem unvergessenen ungarischen Starregisseur Geza von Cziffra einer der umfangreichsten Publikumsmagneten der fr&uuml;hen und mittleren 60er Jahre. F&uuml;r die erste Folge dieser bis heute sehr gefragten und immer wieder gern gesehenen Kinoserie, die da schlicht hie&szlig; &bdquo;Die Abenteuer des Grafen Bobby&ldquo;, trug Bill Ramsey zwei Titel zum &ndash; wie man heutzutage sagt &ndash; Soundtrack des freudespendenden Kinosaalf&uuml;llers bei. Neben dem peppig-boogie-bluesigen Hank-Ballard-Cover <strong>&bdquo;Immer zieht es mich zu ihr hin&ldquo;<\/strong> (Original: &bdquo;Let&rsquo;s go, Let&rsquo;s go, Let&rsquo;s go&ldquo;, 1960, Top 10 der US-Popcharts), das der immer fr&ouml;hliche Schlagerentertainer als Zwiegesang mit Hauptdarsteller Peter Alexander darbot (und sich damit hierzulande gleichfalls unter den ersten Zehn einfinden konnte), war dies zuvorderst der Titelgeber hier vorgestellter Doppel-CD: <strong>&bdquo;Pigalle, Pigalle (Die gro&szlig;e Mausefalle)&ldquo;<\/strong>, 1961 Bills zweiter Nummer-Eins-Hit in den deutschen Singlehitparaden. Diese &sbquo;Kleine Schwarze&lsquo; wurde nach Jahresbeginn 1961 in K&ouml;ln (A-Seite) und Hamburg (B-Seite) unter der Leitung von Mastermind Heinz Gietz aufgenommen. Der Aufh&auml;nger &bdquo;Pigalle&ldquo; konnte am 01. April jenen Jahres die Topposition der &bdquo;Musikmarkt&ldquo;-Listen f&uuml;r sich entscheiden und sich dort daraufhin f&uuml;r volle drei Wochen lang festsetzen, was sicherlich auch darin begr&uuml;ndet lag, dass am selben Tag erw&auml;hnter erster &bdquo;Graf Bobby&ldquo;-Streifen seine Urauff&uuml;hrung feierte. &bdquo;Pigalle (Die gro&szlig;e Mausefalle)&ldquo;, entstanden in kreativer Gruppenarbeit von Heinz Gietz und dem Berliner Liedtexter und Zeichner Hans Bradtke, war ausgestattet mit einer temporeichen, schnurstracks eing&auml;ngigen Ohrwurmmelodie, die gerade wegen gewisser kompositorischer Widerhaken, so leicht zu merken und schnell mitzusingen war. Das au&szlig;erordentlich einpr&auml;gsame Lied nahm sacht ironisch die erwachte Reiselust der Wirtschaftswunder-BRD&rsquo;ler am&uuml;sant aufs Korn, denn (Textzitat), &bdquo;&hellip;wer auf der Welt \/ was auf sich h&auml;lt \/ ist da gewesen&ldquo;. Die hymnisierte &bdquo;gro&szlig;e Mausefalle \/ mitten in Paris&ldquo; befindet sich in einem seit &uuml;ber 100 Jahren bestehenden K&uuml;nstler- und Vergn&uuml;gungsviertel, rund um den &bdquo;Place Pigalle&ldquo; im neunten Pariser Distrikt, in dem auch das sagenumwobene Erotikkabarett &bdquo;Moulin Rouge&ldquo; angesiedelt ist, weshalb &bdquo;Pigalle&ldquo; schon oft als schummrig-extraordin&auml;rer Ideengeber f&uuml;r Liederschreiber, Buchautoren und Filmemacher herhalten musste.<\/p>\n<p>Die B-Seite dieses unvergleichlichen, erschallenden Zeitzeugnisses des &ouml;konomischen Aufschwungs jener &Auml;ra nannte sich <strong>&bdquo;Caf&eacute;&lsquo; Oriental&ldquo;<\/strong>, stieg zwar bereits kurz nach Ver&ouml;ffentlichung im Februar 1961 in die Top 50 des &bdquo;Musikmarktes&ldquo; ein, verblieb aber, ganz im Gegensatz zum fundamentalen A-Titel &bdquo;Pigalle&ldquo;, der es immerhin bravour&ouml;s bis an die Chartsspitze geschafft hatte, zumeist unter &sbquo;ferner liefen&lsquo;. Die geistreich-&uuml;berkandidelte, leicht surreale Reise in den d&auml;mmrig-verrauchten Tanzclub im arabischen Tausend-und-Eine-Nacht-Kontext wurde, ebenfalls im Fr&uuml;hjahr 1961, vielmehr ein durchschlagender Erfolg f&uuml;r den Schweizerischen Schlageredelmann und Showmaster Vico Torriani, der seine (nicht weniger mitrei&szlig;ende, f&ouml;rmlich sogar noch schrillere, bei&szlig;endere) Auffassung des chanson&auml;hnlichen Standards &bdquo;C&rsquo;est &eacute;crit dans le ciel&ldquo; des &auml;gyptisch-libanesischen S&auml;ngers und Orchesterleiters Bob Azzam, eben das mystische &bdquo;Caf&eacute;&lsquo; Oriental&ldquo;, auf den achten Rang der deutschen Singlehitparade zu geleiten vermochte.<\/p>\n<p>Eilends stand im Anschluss daran der n&auml;chste Top-5-Beitrag des Bill Ramsey auf der Tagesordnung: Die so skurril-aberwitzige, wie rhythmisch und melodisch schier bezaubernde Saga von der <strong>&bdquo;Zuckerpuppe (aus der Bauchtanztruppe)&ldquo;<\/strong>, gezeugt von Gietz und Bradtke, entwickelte sich unverz&uuml;glich zu einem famosen Dauerbrenner in Sachen launiger Stimmung und partygem&auml;&szlig;en Wohlbehagens, die l&auml;ngst zu den nicht tot zu kriegenden H&ouml;hepunkten der Genese des deutschen Nachkriegsschlagers gerechnet werden muss. Dieses herausfordernde, geradewegs lustvolle Heranschleichen an die abg&ouml;ttisch verehrte, h&ouml;chst gesch&auml;tzte, orientalische Tanzmaus &sbquo;Suleyka&lsquo; &bdquo;mit dem Babydoll-Gesicht&ldquo; (Textzitat), die &uuml;berall im Orient, im vorderen, wie im hinteren solchen, die W&uuml;stens&ouml;hne dieser Welt in hellste Verz&uuml;ckung versetzt, hinter der in Wirklichkeit allerdings die blo&szlig; morgenl&auml;ndisch geschminkte, ansonsten brav-b&uuml;rgerliche Hausfrau &bdquo;Elfriede aus Wuppertal&ldquo; steckt, bedeutete ein weiteres ultimatives Glanzst&uuml;ck im Blickwinkel des pr&auml;chtig florierenden Schlagerwerdegangs des origin&auml;ren Jazz-Freaks, das noch heute als wichtiges klingendes Erkennungszeichen f&uuml;r die teutonische Popkultur der Musik&auml;ra vor Beat und Hippietum seinen grandiosen Ruf genie&szlig;t. 1961 gelang der nicht weiter bedeutsamen, britischen Beat-Combo &bdquo;The Viscounts&ldquo; ein kleiner Hit mit dem fr&ouml;hlich-beschwingten Popsong &bdquo;Banned in Boston&ldquo;. Zu dieser &uuml;beraus sympathischen Melodie, schrieb der unvermeidliche &bdquo;Johnny Bartels&ldquo; deutsche Reime unter dem Motto <strong>&bdquo;Das M&auml;dchen mit dem aufregenden Gang&ldquo;<\/strong>, die Bill Ramsey f&uuml;r die B-Seite der sagenumwobenen &bdquo;Zuckerpuppe&ldquo; verwendete. Bills Erfolgsjahr 1961 endete mit der wahnwitzig-kessen, temporeichen Beat-Swing-Schlagermixtur <strong>&bdquo;Das Leben ist doll&ldquo;<\/strong>, angefertigt von Gietz\/Bradtke und entnommen dem zweiten &bdquo;Graf Bobby&ldquo;-Filmwerk &bdquo;Das s&uuml;&szlig;e Leben des Leben des Grafen Bobby&ldquo;, und der im selben Grade ultraschnellen, einwenig Country-angehauchten Jux-Chose <strong>&bdquo;Ich habe beides ausprobiert &ndash; kein Vergleich&ldquo;<\/strong> als dazugeh&ouml;riger B-Seite.<\/p>\n<p>Das laute, stramme Duett <strong>&bdquo;Nichts gegen die Weiber&ldquo;<\/strong>, zusammen mit der schwedischen Schlagersch&ouml;nheit Bibi Johns einstudiert, basierte auf einer Komposition des Schweizer Bandleaders Hazy Osterwald, fand Einsatz in der Musikkom&ouml;die &bdquo;Heute geh&rsquo;n wir bummeln&ldquo;, mit Marika R&ouml;kk und Oskar Sima in den Hauptrollen, unter der Regie von Erik Ode, und f&uuml;hrte seine Interpreten Bill &amp; Bibi Anfang 1962 umgehend auf den 25. Platz der deutschen Singlehitlisten. Swingend-sommerlich, frohsinnig und luftig wird&rsquo;s dagegen in der entsprechenden B-Seite <strong>&bdquo;Mach ein Foto davon&ldquo;<\/strong>, erschaffen von Erich Becht (Teil des sp&auml;teren Songschreiber-Trios &bdquo;Adolf von Klebsattel&ldquo;) und Kurt Feltz. &nbsp;<strong>&bdquo;Old Johnny war ein Wunderkind&ldquo;<\/strong>, ein kinderliedartiges Schnaderh&uuml;pfel mit Country-Einsprengseln, zudem leider gehalten auf textlichem Null-Niveau, &uuml;berzeugt nicht, konnte aber dennoch immerhin Rang 47 der Singlecharts erhaschen. Als kaum mehr unterhaltsam, zeigte sich das von G&uuml;nter Fuhlisch, dem langj&auml;hrigen Leiter des NDR-Tanzorchesters, beigetragene, in gleicher Weise Country-lastige Schlagerchen <strong>&bdquo;Hilly Billy Country Boy&ldquo;<\/strong>. Beide letztlich nur sinnlos und ohne Esprit dahinpl&auml;tschernden Machwerke nahmen zwar an den &bdquo;Deutschen Schlagerfestspielen&ldquo; am 13. Juni 1962 in Baden-Baden teil, konnten aber, vermutlich ob ihrer einwandfreien musikalischen wie lyrischen Einf&auml;ltigkeit, auch dort keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der s&uuml;damerikanisch-folkloristisch ausgestaltete Sonnenschlager <strong>&bdquo;Brauner Se&ntilde;or Mexicano&ldquo;<\/strong> wurde im Original als &bdquo;Un Mexicain&ldquo; von dem armenisch-franz&ouml;sischen Chansonnier Charles Aznavour f&uuml;r das Vokalensemble &bdquo;Les Compagnons de la Chanson&ldquo; niedergelegt. Der abermalige Wechselgesang mit Kollege Peter Alexander schoss im Sp&auml;tsommer 1962 jedoch, genauso wie die musikalisch weitaus anspruchsvollere &ndash; immerhin fungierte hier Hazy Osterwald als Urheber &ndash;, schunkelnd-wiegende B-Seite <strong>&bdquo;Keine Zeit und kein Geld&ldquo;<\/strong>, unzweifelhaft an den Hitparaden vorbei.<\/p>\n<p>Daf&uuml;r war zum Jahresausklang 1962 aufs Neue ein zugleich in k&uuml;nstlerischer Hinsicht enorm reputierliches Meisterst&uuml;ck von Bill Ramsey bis auf Rang 3 des &bdquo;Musikmarktes&ldquo; emporgeschossen. Nachdem sich seit Ende der 50er Jahre eine ganze Reihe atmosph&auml;risch-humorvoller Verfilmungen von Kriminalromanen des britischen Schriftstellers, Regisseurs und Dramatikers Edgar Wallace &ndash; z.B. &bdquo;Der Frosch mit der Maske&ldquo; (1959), &bdquo;Der Gr&uuml;ne Bogensch&uuml;tze&ldquo;( 1961) oder &bdquo;Das Gasthaus an der Themse&ldquo; (1962) &ndash; als wahrhaftige Kinokassenf&uuml;ller legitimiert hatten, baldowerten Heinz Gietz und Hans Bradkte einen dazu trefflich passenden Themenschlager zu diesem kultvollen Ph&auml;nomen aus. <strong>&bdquo;Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett&ldquo; <\/strong>nennt sich der very british arrangierte, herrlich &ouml;lig-jazzige Swingschlager, der flink und unweigerlich als formidabler Langzeitohrwurm per Excellance Eingang in die Pop-Annalen fand &ndash; und, weil es so sch&ouml;n ist, zu allem &Uuml;berfluss auch noch als Titellied der eilig hinterhergeschobenen, gleichnamigen Verwechslungskom&ouml;die mit Heinz Ehrhardt, Karin Dor und Harald Juhnke dienlich wurde. Da sich das frohgemute Mitsing-Schmankerl bald in ganz Europa gr&ouml;&szlig;ter Beliebtheit erfreute, wurde, noch 1962, f&uuml;r den angloamerikanischen Markt eine englische Bearbeitung als <strong>&bdquo;Mimi needs a Thriller when she goes to Bed&ldquo;<\/strong> aufgetischt, die genauso f&uuml;r hier analysierte Doppel-CD ber&uuml;cksichtigt wurde. Die B-Seite der (deutschen) Krimi-Single, <strong>&bdquo;Flotter Dampfer&ldquo;<\/strong>, f&auml;llt gegen den putzigen A-Titel qualitativ kaum ab, bleibt aber nicht mehr, als ein netter, geschmeidiger 50er-Jahre-Fernwehschlager mit Witz, derer es aber auch Hunderte andere gab, ohne aus diesen Massen besonders hervorzustechen.<\/p>\n<p>Anfang 1963 erschien das j&uuml;ngste Doppelgespann auf &bdquo;Pigalle, Pigalle &ndash; 40 gro&szlig;e Erfolge&ldquo;. Dabei handelt es sich um eine weitere Parodie auf die damals m&auml;chtig angesagte englische Kriminalliteratur namens <strong>&bdquo;Maskenball bei Scotland Yard&ldquo;<\/strong>. Einmal wieder einhellig und absolut &uuml;berzeugend von Gietz und Bradkte musikalisch ausget&uuml;ftelt, entwickelt das knallige, liebevoll aufgetakelte Jux-Swing-Schlager-Paket von einer Sekunde auf die andere prickelnde Karnevalslaune und deftiges Fetenflair. So verwundert es keinesfalls, dass der so ironische, wie eindringliche, bl&auml;sergetriebene Powerschlager Anfang 1963 bis auf Rang 8 der &bdquo;Musikmarkt&ldquo;-Listen aufsteigen konnte. Die nicht weniger &uuml;berdrehte, &uuml;ppige und konstruktiv ausschweifende B-Seite der properen Faschingsfeier beim Londoner Metropolitan Police Service, die da hei&szlig;t <strong>&bdquo;Hallo, Boss, hallo&ldquo;<\/strong>, steht dieser in Puncto Intensit&auml;t, Strahlkraft und Ohrwurmtauglichkeit in rein gar nichts nach: Ein frecher, fast respektloser Zwiegesang zwischen einem gestressten Arbeitnehmer, aus dessen Perspektive Bill singt und seinen Vorgesetzten fernm&uuml;ndlich in prallen Urlaubsfreuden erreicht, und eben diesem seinem Chef, wobei sich im Zuge des kecken Liedes beide oft harsch, aber doch stets augenzwinkernd verbal angehen, bevor die ohnehin meist knackende Telephonverbindung in denjenigen italienischen Ferienort, wo Boss und Gemahlin ihre Erholungspause zu verbringen pflegen, urpl&ouml;tzlich unterbrochen wird&hellip;<\/p>\n<p>Erg&auml;nzend zu diesen, wie ausf&uuml;hrlich dargelegt, &uuml;berwiegend optimal gef&auml;lligen, jederzeit einladenden, immer wieder geradezu k&ouml;stlichen und humorigen, zugleich geschichtstr&auml;chtigen und daher allgegenw&auml;rtigen Allzeit-Ohrw&uuml;rmern aus der hochtalentierten Musikschmiede Gietz\/Ramsey, finden wir auf &bdquo;Pigalle, Pigalle &#8211; 40 gro&szlig;e Erfolge&ldquo; ein paar englischsprachige Auslegungen von zuerst auf Deutsch aufgenommenem Ramsey-Repertoire und&nbsp; sogar d&auml;nische (!) Interpretationen von <strong>&bdquo;Pigalle&ldquo;<\/strong> und <strong>&bdquo;Telefon aus Paris&ldquo;<\/strong> (hier: <strong>&bdquo;Telefon fra Paris&ldquo;<\/strong>). Offenkundig noch niemals zuvor im digitalen Klangformat erh&auml;ltlich, waren obendrein &#8211; jeweils um die sieben Minuten lang &#8211; die A- und B-Seite der 1962 nat&uuml;rlich ausschlie&szlig;lich auf Vinyl gefertigten E.P. <strong>&bdquo;Unvergessene Erfolge mit Bill Ramsey&ldquo;<\/strong>, welche Bills damalige Plattenfirma Polydor als Sonderauflage exklusiv f&uuml;r die Mitglieder des &bdquo;Bertelsmann-Schallplattenrings&ldquo; aufbereitet hatte und die, in hastiger Potpourri-Form zusammengeschnitten, zw&ouml;lf Klassiker aus den Jahren 1951 bis 1962 auf Single-Gr&ouml;&szlig;e gepresst beinhaltet.<\/p>\n<p>Schlussendlich&nbsp; finden wir auf hier analysierter Doppel-CD zwei pfundige, h&ouml;llisch hei&szlig;e Blues-Improvisationen, die 1957 &ndash; also VOR dem Start von Bills auf Spa&szlig; und Schlager getrimmter Laufbahn &ndash; in den Niederlanden bzw. in Polen mitgeschnitten worden waren und mit denjenigen Songstrukturen, mit denen der liebenswerte Jazz-Fanatiker ein Jahr darauf von Hit zu Hit eilen sollte, so gut wie nichts gemein hatten. Dies w&auml;re zum einen der 1941 entstandene Blues-Standard <strong>&bdquo;Big Fat Mama&ldquo;<\/strong>, den in den 40er und 50er Jahren verschiedene Jazz-Asse, wie Oscar Peterson, Roy Milton oder Jimmy Smith, weltweit bekannt gemacht hatten. Bill hatte dieses knarzig-voranstrebende, durchaus hymnentaugliche Jazz-Blues-Gebr&auml;u auf einem kleinen Jazz-Festival im holl&auml;ndischen Scheveningen, begleitet von der der lokalen Rhythmustruppe &bdquo;Eric Kran&rsquo;s Dixieland Pipers&ldquo;, &sbquo;live&lsquo; aufgef&uuml;hrt, woraufhin seine sp&auml;tere Plattenfirma Columbia diesen feschen Konzertmitschnitt ein Jahr vor dessen Durchbruch als heutzutage l&auml;ngst verschollene Vinyl-Single auf den Markt warf, ohne mit diesem Tun irgendeine Art von Aufmerksamkeit innerhalb der Musikwelt zu erregen. Kurz zuvor, vom 14. bis 21. Juli 1957, hatte &bdquo;Big Bill&ldquo; &ndash; wie sich der baldige singende Muntermacher damals nannte -, zusammen mit den &bdquo;Frankfurt All Stars&ldquo;, organsiert von Jazzjournalist und H&ouml;rfunkmoderator Heinz Werner Wunderlich von der &bdquo;Deutschen Jazz-F&ouml;deration&ldquo;, auf dem &bdquo;2nd Sopot Jazz Jamboree&ldquo; im Danziger Ostseebad Sopot gastiert, wo er im Rahmen der Abschlussveranstaltung im dortigen Kulturpalast den einerseits dr&ouml;gen, knochentrockenen, andererseits geheimnisvoll knisternden, wie aufpeitschenden Mississippi-Delta-Blues <strong>&bdquo;Going to Chicago&ldquo;<\/strong> mit b&auml;renstarkem, volumin&ouml;sem Stimmorgan ergreifend und intensiv vortrug. Dieser Traditionsblues stammte aus dem Fundus des US-Jazzorganisten und Arrangeurs Count Basie, wurde in &bdquo;Big Bills&ldquo; Vortrag vom polnischen Auditorium frenetisch bejubelt und fand somit mit vollster Berechtigung einen guten Platz auf hier vorgestellter Doppel-CD.<\/p>\n<p>Wir erkennen also: Die beachtlichsten, beliebtesten und bemerkenswertesten Liedsch&ouml;pfungen des Bill Ramsey aus den Jahren 1957 bis 1963 wurden f&uuml;r <strong>&bdquo;PIGALLE, PIGALLE &#8211; 40 GRO&szlig;E ERFOLGE&ldquo; <\/strong>von den Kollegen bei Music Tales wuchtig und (fast) komplett zusammengef&uuml;hrt. Daf&uuml;r sei Ihnen auf jeden Fall ein herzliches Dankesch&ouml;n ausgesprochen. Ungeschickt, wenn nicht gar verwirrend, wirkt dagegen allerdings die Verkoppelungsstrategie hinsichtlich der einzelnen Songperlen. Es scheint n&auml;mlich gar keine zu geben. Es ist weder eine stilistische, noch eine thematische, geschweige denn eine chronologisch sinngebende Reihung der 40 &ndash; zumeist fraglos ja sehr imposanten &ndash; Musikst&uuml;cke zu erkennen. So w&auml;re es f&uuml;r den zeitgen&ouml;ssischen Oldiefan, der in den 50er und 60er Jahren aufgewachsen ist, wie gleicherma&szlig;en f&uuml;r den die Liedfavoriten seiner Eltern und Gro&szlig;eltern erst neu entdeckenden Nachgeborenen &ndash; zu dieser Gruppe muss sich letztlich auch der Rezensent rechnen, der ja erst 1971 auf die Welt gekommen war, aber doch schon nur wenige Jahre sp&auml;ter in seinem Elternhaus mit Ramsey-Schlagern in positiver Manier konfrontiert wurde &ndash; weitaus interessanter, spannender und vor allem lehrreicher, h&auml;tten die fachlich ja einwandfrei ungemein beflissenen und gewandten Kollegen bei Music Tales &nbsp;bei der Gestaltung dieser Doppel-CD z.B. eine an der zeitlichen Abfolge der Singlever&ouml;ffentlichungen orientierte Listung der Lieder vorgenommen, ggf. nach dem Leitgedanken: Auf CD-01 alle A-Seiten des bearbeiteten Zeitabschnitts plus ein paar Seltenheiten und auf CD-02 alle entsprechenden B-Seiten, denen wiederum rare Aufnahmen anzuh&auml;ngen sind.<\/p>\n<p>So gefallen zwar beinahe alle von <strong>Bill Ramsey<\/strong> vor rund 55 Jahren &ndash; vielleicht in Anbetracht seiner erheblich und ma&szlig;geblich vorhandenen Jazz-Vorliebe anfangs vielleicht gar widerwillig &ndash; aufgenommenen, stets lieblichen, markanten und damit verbunden, vor Gesangsintensit&auml;t und kreativer Energie nur so strotzenden Schlagerh&auml;mmer immens. Zeitgeschichtliche, musikkulturelle Zusammenh&auml;nge, Unterschiede und Entwicklungen bleiben dem aufgeschlossenen H&ouml;rer aber mangels systemischer Anordnung der jeweiligen Lieder bedauerlicherweise verschlossen bzw. sind diese ihm nicht ersichtlich. Dennoch lohnt sich die Anschaffung von <strong>&bdquo;Pigalle, Pigalle &ndash; 40 gro&szlig;e Erfolge&ldquo;<\/strong> selbstverst&auml;ndlich jederzeit, da man den geballten Bill Ramsey der Jahre 1957 bis 1963 in dieser umfangreichen Aufmachung von 40 Liedern auf zwei berstend vollen Silberscheiben in hervorragender Klangqualit&auml;t, noch dazu zu einem &auml;u&szlig;erst praktikablen Preis von um die 12 Euro, so schnell nicht wieder im Plattenladen vorfinden d&uuml;rfte!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 14. bis 17. Januar 2015<br \/>http:\/\/www.spectre-media.com\/<br \/>http:\/\/www.ramsey.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 83-j\u00e4hrige &#8222;Jazzs\u00e4nger, Entertainer und Schlager-Veteran&#8220; steht nach wie vor auf den Brettern, die f\u00fcr ihn die Welt bedeuten!\u00a0 Das<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":94394,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[24],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94393"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=94393"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94393\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94394"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=94393"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=94393"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=94393"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}