{"id":94339,"date":"2015-01-20T00:00:00","date_gmt":"2015-01-20T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=94339"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"CHRIS-ROBERTS-smago-Serie-Schla-94338","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/CHRIS-ROBERTS-smago-Serie-Schla-94338\/","title":{"rendered":"CHRIS ROBERTS <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &#39;vor 40 Jahren&#39;&quot; von Stephan Imming: Teil 4 &#8211; Chris Roberts (&quot;Mit Liebe durch den Winter&quot;)!"},"content":{"rendered":"<p>Neuzugang 27.01.1975&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der am 13.05.1944 in M&uuml;nchen-Schwabing als Christian Franjo Klusacek geborene Schlagers&auml;nger CHRIS ROBERTS, der tschechisch-slowenischer Abstammung ist,&nbsp; absolvierte 1961 eine Berufsausbildung als Elektromechaniker bei Siemens und begann sp&auml;ter ein Studium der Polytechnik an der technischen Hochschule M&uuml;nchen. Nebenbei war er seit 1962 S&auml;nger und Schlagzeuger der aus vier Mitgliedern bestehenden Rock&rsquo;n&rsquo;Roll-Coverband &bdquo;Blue Rockets&ldquo;. Dort wurde er von Rolf Arland, der als Komponist f&uuml;r den Produzenten Hans Bertram viele&nbsp; Erfolgstitel geschrieben hatte, 1966 entdeckt. Produzent Bertram (, dessen Sohn Henry und Enkel Maxi ebenfalls erfolgreich im Musik-Business sind,) verhalf Chris Roberts zu Probeaufnahmen in die Polydor-Studios K&ouml;ln (Olpener Stra&szlig;e), aufgrund derer ein &quot;Titel-Vertrag&quot; mit der Firma abgeschlossen wurde.<\/p>\n<p>Die unter dem Namen &bdquo;Chris Robert&ldquo; (seinen &nbsp;K&uuml;nstlernamen w&auml;hlte der Beatles-Fan von deren St&uuml;ck &quot;Dr. Robert&quot;) ver&ouml;ffentlichten ersten Singles, &bdquo;<strong>Baby&rsquo;s Gone<\/strong>&ldquo; (ver&ouml;ffentlicht im November 1966; ca. 4.000 verkaufte Exemplare) und &bdquo;<strong>Welchen Weg soll ich gehen (One more mountain to climb)<\/strong>&ldquo;&nbsp; waren Flops; mit den ersten Schallplatten im Beat-Stil gelang der Durchbruch nicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Dennoch entschloss man sich, Chris Robert(s) einen Drei-Jahres-Platten-Vertrag anzubieten &#8211; wohl auch, um einen Gegenpol zum damals ebenfalls von Hans Bertram &auml;u&szlig;erst erfolgreich produzierten Roy Black zu finden. Bedingung war, dass Chris Roberts sein Studium ruhen lassen musste, um sich voll auf die Karriere konzentrieren zu k&ouml;nnen. Das romantischer gehaltene, im M&auml;rz 1968 letztmals als &quot;Chris Robert&quot; ver&ouml;ffentlichte &bdquo;<strong>Wenn ich mal einsam bin<\/strong>&ldquo; f&uuml;hrte dann 1968 zum ersehnten Durchbruch: Ohne gro&szlig;en Promotion-Aufwand (keine TV-Auftritte!) wurde die auf dem vom damaligen Erfolgs-Team Les Reed und Barry Mason (&quot;Delilah&quot;) komponierten englischen Titel &bdquo;Robottom Square&ldquo; basierende Single 140.000 mal verkauft und erreichte somit auf einen beachtlichen 15. Platz der deutschen Single-Charts.<\/em><\/p>\n<p><em>Dieser Erfolg war Anlass genug, sich ganz der Musik zu widmen und Gesangs- und Sprechunterricht zu nehmen. Auch band Chris sich an die Film- und Fernsehagentin Ruth Killer, die seinerzeit Roy Black fest unter Vertrag hatte &#8211; auf diesem Wege wurde Roberts sp&auml;ter sogar zum Kino-Schauspieler; er spielte zwischen 1970 und 1973 in insgesamt zehn Filmen mit &#8211; darunter in Kassenschlagern wie &quot;Musik Musik, da wackelt die Penne&quot;, &quot;Wenn die tollen Tanten kommen&quot; und &quot;Rudi benimm Dich&quot;.<\/em><\/p>\n<p><em>Im April 1969 war Chris Roberts in einer &quot;historischen&quot; Sendung der ZDF-Hitparade zu Gast. Gegen etablierte Namen wie vor allem Freddy Quinn, aber auch Alexandra und Peggy March, setzte er sich mit seinem Lied &quot;<strong>Der gro&szlig;e Hit<\/strong>&quot; durch und verwies die Etablierten auf die Pl&auml;tze. F&uuml;r Freddy Quinn war das so schlimm, dass er nie wieder in der ZDF-Show auftrat (, wobei das wohl mehr am ebenso erfolgreichen Newcomer Heino lag). Der Song konnte sich drei mal in der Sendung platzieren, so dass Chris Roberts insgesamt vier mal mit dem Lied zu sehen und h&ouml;ren war (das ber&uuml;hmte &quot;drei mal dabei &#8211; bitte nicht wiederw&auml;hlen&quot; wurde dort erst sp&auml;ter eingef&uuml;hrt). F&uuml;r ihn war es eine Genugtuung, weil er als junger Interpret einst in Berlin bei einem Nachwuchswettbewerb teilnahm und schlecht abschnitt (Platz 13 von 14 Teilnehmern) &#8211; der Auftritt in der ZDF-Hitparade hat ihn somit rehabilitiert.<\/em><\/p>\n<p><em>Vermutlich auch wegen solcher TV-Auftritte &#8211; wie gesagt gab es zuvor f&uuml;r die ersten Songs ja so gut wie keine Medienpr&auml;senz, zumal bei der ersten Hit-Single nicht mal ein Foto von &quot;Chris Robert&quot; abgebildet war &#8211; kam die Karriere richtig in Schwung, da nun auch viele weibliche Teenager ihr Herz f&uuml;r den S&auml;nger entdeckten. Chris Roberts avancierte zum Publikumsliebling, der in den Jahren 1971 und 1972 sogar den damals &uuml;beraus erfolgreichen Roy Black bei der BRAVO-Otto-Wahl hinter sich lassen konnte und den &quot;Goldenen Otto&quot; abger&auml;umt hatte.<\/em><\/p>\n<p><em>Ende 1969 hatte Chris Roberts seinen ersten Top-10-Hit in Deutschland mit dem zweiten Titel, den er in der ZDF-Hitparade pr&auml;sentieren durfte (&quot;<strong>Die Maschen der M&auml;dchen<\/strong>&quot;), dem gleich f&uuml;nf weitere Top-10-Hits in Folge folgten: &quot;<strong>Ein M&auml;dchen nach Ma&szlig;<\/strong>&quot;, &quot;<strong>Ich bin verliebt in die Liebe<\/strong>&quot;, &quot;<strong>Mein Name ist Hase<\/strong>&quot;, &quot;<strong>Hab ich Dir heute schon gesagt, dass ich Dich liebe<\/strong>&quot; und &quot;<strong>Hab Sonne im Herzen<\/strong>&quot;.<\/em><\/p>\n<p><em>Danach folgten weitere Erfolge, die aber nicht mehr unter die ersten Zehn der Verkaufshitparade gelangen konnten, wobei auch unter diesen Songs sehr erfolgreiche Titel wie &quot;<strong>Mein Schatz, Du bist &#39;ne Wucht<\/strong>&quot; enthalten waren.<\/em><\/p>\n<p><em>Ungeachtet dieser vielen&nbsp; Hits, die er allesamt mit Produzent Hans Bertram erfolgreich landen konnte, beschloss er bei langsam nachlassendem Erfolg 1974, mit einem anderen Produzenten zusammenzuarbeiten. In dieser Zeit fragte die Jugendzeitschrift BRAVO im Januar 1974 ihre Leser, ob Chris k&uuml;nftig lieber Probleme behandeln soll, oder doch lieber fr&ouml;hlicher Schlagers&auml;nger bleiben soll. Mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit baten die Fans Chris (angeblich zu dessen Leidwesen), dass er so bleiben soll, wie er ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Entgegen skeptischer Prophezeiungen aus der Branche gelang mit Ralph Siegel und dessen junger Plattenfirma &quot;Jupiter Records&quot; gleich mit der ersten Zusammenarbeit ein spektakul&auml;rer Erfolg mit &quot;<strong>Du kannst nicht immer siebzehn sein<\/strong>&quot;. Auch der Nachfolgehit &quot;<strong>Ich mach&#39; ein gl&uuml;ckliches M&auml;dchen aus Dir<\/strong>&quot; schlug ein. Beide Songs waren jeweils auch klare Nummer-Eins-Erfolge der ZDF-Hitparade.<\/p>\n<p>Umso &uuml;berraschender war es, dass Siegel-Hit Nummer drei, &quot;<strong>Mit Liebe durch den Winter<\/strong>&quot;, in Hecks ZDF-Show nicht pr&auml;sentiert wurde &#8211; und das, obwohl er damals &quot;Hitpraaden-K&ouml;nig&quot; mit den meisten Auftritten in Hecks Parade war &#8211; ein Titel, den er &uuml;ber Jahrzehnte innehatte. Ob es daran lag oder an dem Song selber &#8211; jedenfalls konnte dieser Song nicht an die beiden Vorg&auml;nger-Erfolge ankn&uuml;pfen, allerdings reichte es immer noch&nbsp; f&uuml;r eine Platzierung im unteren Bereich der Musikmarkt-Single-Bestseller-Liste. Interessanterweise verkoppelte Chris Roberts viele Jahre sp&auml;ter f&uuml;r einen der in den Neunzigern beliebten Hit-Mixes die B-Seite dieser Single, &quot;<strong>Man soll die Feste feiern wie sie fallen<\/strong>&quot; in das Hit-Medley &#8211; vermutlich h&auml;tte der Song das Potenzial zu einem gr&ouml;&szlig;eren Erfolg gehabt; allerdings sind Roberts sp&auml;ter noch einige Hits gelungen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Stephan Imming<\/em><\/p>\n<p>Stephan Imming, 19.01.2015 (Textvorlage)<\/p>\n<p>http:\/\/www.chris-roberts.info\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuzugang 27.01.1975&#8230;:\u00a0 Der am 13.05.1944 in M&uuml;nchen-Schwabing als Christian Franjo Klusacek geborene Schlagers&auml;nger CHRIS ROBERTS, der tschechisch-slowenischer Abstammung ist,&nbsp; absolvierte<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":94340,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94339"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=94339"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94339\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94340"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=94339"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=94339"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=94339"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}