{"id":93475,"date":"2015-02-09T00:00:00","date_gmt":"2015-02-09T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=93475"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"FRANK-ZANDER-Die-Download-Maxi-93474","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/nonsens\/FRANK-ZANDER-Die-Download-Maxi-93474\/","title":{"rendered":"FRANK ZANDER <br \/>Die Download-Maxi &quot;Immer noch der Alte!&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!&quot;"},"content":{"rendered":"<p>Der Musikkritiker, der mittlerweile auch von der Zeitschrift &#8222;Super TV&#8220; (re)zitiert wird, hat zwei Tage lang an diesem Artikel gefeilt&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was passiert eigentlich, wenn man den in L&ouml;bau im Landkreis G&ouml;rlitz auf die Welt gekommenen Studiogitarristen und Mitbegr&uuml;nder der von Ex-&bdquo;GZSZ&ldquo;-Teenstar Jeanette Biedermann gepr&auml;gten Deutschpop-Band &bdquo;EWIG&ldquo;, <strong>J&ouml;rg Weisselberg<\/strong>, den Berliner Jazz-, Heavy- und Blues-Gitarrero <strong>Rene Schostak<\/strong>, dessen &uuml;beraus versierten Kollegen <strong>Stefan Schirrmacher<\/strong>, der u.a. f&uuml;r Petra Zieger oder Frank Sch&ouml;bel in die Sauten gegriffen hat, den geb&uuml;rtigen Leipziger <strong>Uwe Hassbecker<\/strong>, seines Zeichens Ex-Mitglied der legend&auml;ren &bdquo;Modern Soul Band&ldquo; und seit 1986 fester Bestandteil der Ostrocker &bdquo;SILLY&ldquo;, und den Berliner Produzenten, Filmkomponisten und B&uuml;hnengitarristen <strong>Pivo Deinert<\/strong> gemeinsam mit dem ebenfalls aus der Bundeshauptstadt stammenden Rock-\/Schlager-\/Jux-\/Kabarett-\/Parodie-\/Stimmungs-Urgestein <strong>FRANK ZANDER<\/strong> in einen Aufnahmeraum steckt und dort ungest&uuml;m herumwerkeln l&auml;sst?<\/p>\n<p>Richtig: Es kommt nicht mehr und nicht weniger dabei heraus, als ein knackig-krosser, so relaxter, wie staubtrockener Blues\/Rock\/Pop-Verschnitt bester G&uuml;teklasse, zu dem Frank, der eigens seine Original 67er FENDER STRATOCASTER f&uuml;r diese ultimative Session von sechs K&ouml;nnern ihres Metiers eingepackt hatte, einen so authentischen, wie selbstironischen Text, gewohnt schnoddrig und mit ganz viel Herz vortr&auml;gt, den ihm sein langj&auml;hriger musikalischer Freund und Partner, der Malenter Songschreiber\/Lieddichter Hanno Bruhn, mit viel Einf&uuml;hlungsverm&ouml;gen und guter Kenntnis von Franks rastlosem Seelenleben, kongenial auf den Leib geschneidert hat.<\/p>\n<p>Stilistisch angesiedelt zwischen wehendem Laid-Back-Blues des Eric Clapton der ausgehenden 70er Jahre und einwenig m&uuml;rbem &bdquo;It&rsquo;s all over now&ldquo;-Feeling von Bobby Womack und Co, unterst&uuml;tzt von quietschenden, zirpenden, wiehernden Dobro-, Steel- und Silde-Guitars, perfekt und mit einer Unmenge an Blues im Bauch gespielt von eingangs erw&auml;hnten f&uuml;nf, Frank miteingerechnet, sechs Gitarrenheroen, sinniert der junggebliebene, selbsternannte &bdquo;Stra&szlig;enk&ouml;ter&ldquo; vom Berliner Kiez, der vor wenigen Tagen seinen 73. Geburtstag feierte, in seinem neuesten Titel <strong>&bdquo;Immer noch der alte!&ldquo;<\/strong> (Zett Records) &uuml;ber das (Nicht-)&Auml;lterwerden eines dauerhaft jugendlich bleibenden Vollblutmusikers mit Ecken und Kanten, der er, Frank Zander, zweifelsohne immer war, nach wie vor ist und auch weiterhin bleiben wird &ndash; und genau diese, seine Passion, seit nun mehr als 40 Jahren mit unzerst&ouml;rbarer Regelm&auml;&szlig;igkeit kraftvoll und gewitzt beweist.<\/p>\n<p>Und dabei darf man nicht vergessen: Franks Aktivit&auml;ten erwiesen sich schon immer als sehr vielseitig, aufregend, teils gar spektakul&auml;r. Denn neben seinen unz&auml;hligen und genrebezogen ein ums andere Mal vollkommen verschiedenartigen k&uuml;nstlerischen Aufwartungen in zig Hitparaden, TV-Shows, Jugendsendungen, zuletzt sogar in einer von sage und schreibe 13 Millionen Fernsehzuschauern gespannt verfolgten &bdquo;Tatort&ldquo;-M&uuml;nster-Folge, hat der brillante Entertainer und Parodist mit der rauchigen &bdquo;Reibeisen-Stimme&ldquo; gleichsam von jeher ein offenes Ohr und Herz f&uuml;r die Sorgen und N&ouml;te sozial schwacher Menschen. Seit 1995 richtet der gelernte Graphiker jedes Jahr vor Weihnachten, in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Berlin, ein &uuml;ppiges, spendenfinanziertes Festessen f&uuml;r die &Auml;rmsten der Armen aus, woraufhin er f&uuml;r dieses aufopfernde Engagement u.a. 2002 das Bundesverdienstkreuz am Bande vom damaligen Bundespr&auml;sidenten Johannes Rau verliehen bekam, zus&auml;tzlich 2012 den Verdienstorden des Landes Berlin erhielt und schlussendlich im vergangenen Herbst mit dem &bdquo;<em>smago!<\/em> Award 2014&ldquo; f&uuml;r sein vorl&auml;ufiges k&uuml;nstlerisches Lebenswerk und eben seine zahlreichen sozialen T&auml;tigkeiten in Bezug auf die Obdachlosenhilfe ausgezeichnet wurde.<\/p>\n<p>Und nun l&auml;sst Frank also, in vorz&uuml;glicher Kooperation mit einigen der begabtesten Gitarrenvirtuosen Deutschlands, zu einer knochentrockenen Blues-Pop-Melange, augenzwinkernd und gelassen, aber vor Aktivit&auml;t nur so &uuml;berquellend, sein bisheriges, immer sehr ereignisreiches Leben Revue passieren. Er denkt &bdquo;mit typischer Zander-Schnauze&ldquo; (Presse-Text) zur&uuml;ck an manche Protagonisten seiner unvergesslichen Jux-Gassenhauer der Sorte &bdquo;Hier kommt Kurt&ldquo;, &bdquo;Der Ur-Ur-Enkel von Frankenstein&ldquo;, &bdquo;Marlene&ldquo;, &bdquo;Ich trink&lsquo; auf Dein Wohl, Marie&ldquo; oder &bdquo;Oh Susie (Der zensierte Song)&ldquo;. Damals, insbesondere in den 70er und 80er Jahren, konzipierte der erste reale deutsche &bdquo;Schock-Rocker&ldquo; in seinen h&auml;ufig erst auf den dann innigeren, zweiten Blick so recht durchschaubaren, nicht selten &uuml;beraus feinsinnigen, bei&szlig;end ironischen (zumeist nur nach au&szlig;en hin prall, brachial und schenklelklopferisch wirkenden) Kabinettst&uuml;ckchen so &uuml;berdrehte (und zugleich ultrasympathische) Charaktere, wie eben den hypertrophen M&ouml;chtegern-Frauenhelden und Pseudo-Disco-King &bdquo;Kurt&ldquo; oder den vordergr&uuml;ndig draufg&auml;ngerischen (in Wahrheit aber vielmehr devot-sch&uuml;chternen, weil nun mal chancenlosen) Verehrer der unerreichbaren Traumfrau &bdquo;Marlene&ldquo;; Frank begab sich einst in die Rolle des verlassenen, geh&ouml;rnten Ehemannes, der sich in einer Kneipe volllaufen lie&szlig; und immer wieder &bdquo;auf das Wohl&ldquo; seiner garstigen &bdquo;Marie&ldquo; trank oder er parodierte deftig und grazil gleicherma&szlig;en eine Fr&uuml;hform der (damals noch gar nicht so benannten) &bdquo;Politischen Korrektheit&ldquo; im &bdquo;Zensierten Song&ldquo;, in dem er sich woll&uuml;stig (und doch eben nun mal seitens &sbquo;H&ouml;herer Gewalt&lsquo; radiogerecht zurechtzensiert!!!) &uuml;ber die verf&uuml;hrerische, fr&uuml;hreife &bdquo;Susie&ldquo; trefflich und punktgenau auslie&szlig; &ndash; wobei die zweideutigen Textpassagen immerfort jugendfrei und keusch mit allen m&ouml;glichen Ger&auml;uschen &uuml;bert&ouml;nt wurden.<\/p>\n<p>Niemals in einem allzu tumben oder grellen Comedy-Bereich anzutreffen, manchmal sicherlich etwas leichtf&uuml;&szlig;iger im Jux-Pop-Kontext aktiv und erfolgreich, immer wieder aber auch und gerade zielstrebig hintersinnig, voller &bdquo;schwarzen Humors&ldquo; (und auf diese Weise in k&uuml;nstlerischer Hinsicht im bundesdeutschen Vergleich fast unerreicht sarkastisch und drastisch, ohne jemals irgendjemanden zu verletzen!), ersann Frank Zander in den nun schon 40 Jahren seines einfallsreichen Schaffens jede Menge Hits und Evergreens auf der Basis aller nur erdenklicher klanglicher Stilmittel &ndash; denen er nun unzweifelhaft einen weiteren, au&szlig;erordentlich kultverd&auml;chtigen Titel &ndash; diesmal, wie beschrieben, im frischbackenen Blues-Pop-Gewand gehalten &ndash; keck hinzuf&uuml;gt.<\/p>\n<p>Auf allen relevanten Download-Portalen k&ouml;nnen Interessierte nun zugreifen und sich gleich drei divergente Auslegungen von Frank Zanders neuester Topproduktion <strong>&bdquo;Immer noch der Alte!&ldquo;<\/strong> zu Gem&uuml;te f&uuml;hren. Neben der &bdquo;Radio Version (Dobro)&ldquo; (bei dem gleichnamige Resonator-\/Steel-Gitarre im t&ouml;nenden Vordergrund steht) und der eher poppig-geschmeidig abgemischten &bdquo;Radio Version (All-Stars)&ldquo;, hat sich der kauzige Popkom&ouml;diant von der Spree etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Fernab jeglicher Formatradio-Zw&auml;nge, durften sich in der &uuml;ber siebenmin&uuml;tigen &bdquo;Longscale Version&ldquo; alle f&uuml;nf genannten Gitarren-Heroes ausgiebig, ausschweifend, dabei stets straight rockig und voller instrumentaler Power an ihren E-Klampfen solistisch austoben.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;IMMER NOCH DER ALTE!&ldquo;<\/strong> ist eine nicht ganz ernst gemeinte (und trotzdem fraglos ernsthafte) Hommage des Dauerkreativen Frank Zander an sich selbst. Lyrisch nat&uuml;rlich autobiographisch ausgefallen und dennoch von jedem aufgeschlossenen H&ouml;rer sogleich nachvollziehbar; musikalisch hingegen gibt es mal wieder etwas ganz Neues, Ungewohntes von dem Berliner Stilwandler zu genie&szlig;en, der zwischen Kinderlied, Rock&rsquo;n&rsquo;Roll, Hip Hop, Schlager und sogar lautstarker und &bdquo;rabenschwarzer&ldquo; Neuer-Deutscher-H&auml;rte-Dr&ouml;hnung wahrlich nichts ausgelassen hat. Diesmal ist ein erdiger, dabei ausdauernd poppig-eing&auml;ngiger Bluesrocker mit strikter Radiotauglichkeit an der Reihe!<\/p>\n<p>Mal sehen, womit uns Frank als n&auml;chstes &uuml;berrascht. Doch egal, was auch immer er klanglich und klangvoll gleicherma&szlig;en anpackt &ndash; es findet konstant auf ansprechendem, zumeist &auml;u&szlig;erst witzig-humorigem Niveau statt und, trotz aller Unterschiede in Aufmachung und Umsetzung, bleibt <strong>Frank Zander<\/strong> bei all seinem spritzigen, geistreichen, gestalterischen Tun ein ums andere Mal kompromisslos und &uuml;berzeugt <strong>&bdquo;IMMER NOCH DER ALTE!&ldquo;<\/strong>!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 06.\/07. Februar 2015 (Textvorlage)<br \/>http:\/\/www.zett-records.de\/<br \/>http:\/\/frank-zander.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Musikkritiker, der mittlerweile auch von der Zeitschrift &#8222;Super TV&#8220; (re)zitiert wird, hat zwei Tage lang an diesem Artikel gefeilt&#8230;:\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":93476,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[23],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/93475"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=93475"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/93475\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/93476"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=93475"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=93475"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=93475"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}