{"id":92749,"date":"2015-03-06T00:00:00","date_gmt":"2015-03-06T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=92749"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"ZARAH-LEANDER-ua-Heute-06032015-92748","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/oldies\/ZARAH-LEANDER-ua-Heute-06032015-92748\/","title":{"rendered":"ZARAH LEANDER u.a. <br \/>Heute (06.03.2015), WDR Fernsehen: &quot;Die Akte Zarah Leander&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>23:15 Uhr &#8211; 00:00 Uhr! Ein Film von Torsten Striegnitz und Simone Dobmeier! \u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ZARAH LEANDER &#8211; der gr&ouml;&szlig;te weibliche Filmstar des Dritten Reiches. Sie war die h&ouml;chstbezahlte Film-Diva, die je bei der UFA unter Vertrag stand. Von 1937 bis 1942, in nur sechs Jahren, drehte sie zehn Filme in Nazi-Deutschland. Ihr Markenzeichen war und ist ihre ungew&ouml;hnlich tiefe Stimme, die M&auml;nner und Frauen gleichsam verwirrte. Ihre Platten verkauften sich millionenfach. Und werden noch heute gerne geh&ouml;rt. Doch noch immer gibt ihr Leben R&auml;tsel auf.<\/p>\n<p>Im Fr&uuml;hjahr 1943, auf dem H&ouml;hepunkt ihrer Karriere angekommen, verl&auml;sst Zarah Leander pl&ouml;tzlich ihre Villa in Berlin-Dahlem, l&auml;sst Millionen ergebener Fans im Stich und kehrt in ihre schwedische Heimat zur&uuml;ck. Zu den Gr&uuml;nden ihrer pl&ouml;tzlichen Abreise hat sie sich nie eindeutig ge&auml;u&szlig;ert. Daf&uuml;r entstehen zur selben Zeit Ger&uuml;chte um Zarah Leander, die ihren Mythos bis heute bestimmen: Nazi-Diva, unpolitische Schauspielerin oder Spionin im Dienst der Sowjetunion?<\/p>\n<p>&quot;Die Akte Zarah Leander&quot; taucht ein in das Leben der schwedischen Filmdiva und erz&auml;hlt die Geschichte einer Frau, die die N&auml;he der Macht genossen hat und die glaubte, mit den m&auml;chtigsten M&auml;nnern ihrer Zeit spielen zu k&ouml;nnen. Was steckt wirklich hinter dem geheimnisvollen Blick, den frivolen Liedern und pomp&ouml;sen Gesten? Was verraten die Unterlagen des schwedischen Geheimdienstes? Was erz&auml;hlen uns Zarah Leanders oft widerspr&uuml;chliche Geschichten, und was verr&auml;t uns ihr Schweigen?<\/p>\n<p>&quot;Manchmal glaube ich, dass Zarah Leander ein Bild von sich pr&auml;sentieren wollte, das erfunden war,&quot; sagt der schwedische Theater- und Drehbuchautor Richard Rosengren. Er sowie weitere Zarah-Leander-Experten wie die Biographin Jutta Jacobi, der Filmwissenschaftler Georg See&szlig;len und die Professorin f&uuml;r Gender Studies, Tiina Rosenberg, verlassen das Klischee der Nazi-Diva. Entlang ihrer Biographie und Wirkungsgeschichte bis hin zu den verschiedenen Spionageger&uuml;chten zeichnen sie ein komplexes und widerspr&uuml;chliches Bild von Zarah Leander, das &uuml;ber das g&auml;ngige Urteil &quot;Nazi-Diva&quot; hinausgeht.<\/p>\n<p>Heute wird die ehemalige Primadonna, die am Ende ihrer Karriere auf Butterfahrten singt, als queere Diva von der schwullesbischen Szene geliebt. Was sich nie ver&auml;ndert ist, wie au&szlig;ergew&ouml;hnlich Zarah Leander die Menschen polarisiert. Bis heute wird sie genauso intensiv verachtet, wie sie verehrt wird. Filmwissenschaftler Georg See&szlig;len erkl&auml;rt sich das so: &quot;Zarah Leander ist ein Kunstobjekt, was in der Pop-Art sehr gut funktioniert, als jemand, der Oberfl&auml;che produzieren kann, so oberfl&auml;chlich, dass es das Tiefste trifft, was man sich &uuml;berhaupt nur vorstellt. Sie k&ouml;nnte auch von Andy Warhol erfunden worden sein.&quot;<\/p>\n<p>Die Dokumentation &quot;Die Akte Zarah Leander&quot; zeigt eine Frau, die in ihrer Ambivalenz vielen bis heute ein R&auml;tsel geblieben ist, das Bild einer schillernden Person aus einer finsteren Zeit, die vor allem eines war: Projektionsfl&auml;che der Sehns&uuml;chte und &Auml;ngste der Menschen im 20. Jahrhundert. Und sie stellen sich der Frage, ob man diese K&uuml;nstlerin bewundern darf, obwohl sie das Idol der Nazi-Zeit war. Mit Hilfe von kunstvollen Animationen von Ali Soozandeh (&quot;The Green Wave&quot;) taucht der Film ein in die geheimnisvolle Welt der Ger&uuml;chte und widerspr&uuml;chlichen Geschichten. Teilweise bis dato unver&ouml;ffentlichtes Archivmaterial aus Schweden und Deutschland zeigen Zarah Leander bei ihren Auftritten in den 60er und 70er Jahren.<\/p>\n<p>http:\/\/www.zarahleander.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>23:15 Uhr &#8211; 00:00 Uhr! 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