{"id":92620,"date":"2015-03-09T02:06:00","date_gmt":"2015-03-09T02:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=92620"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"RAINER-HOEGLMEIER-Die-CD-Bleib-92619","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/RAINER-HOEGLMEIER-Die-CD-Bleib-92619\/","title":{"rendered":"RAINER HOEGLMEIER <br \/>Die CD &quot;Bleib wie du bist&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Wie der Musikjournalist das neue Album des WIND-S\u00e4ngers der ersten Stunde (&#8222;F\u00fcr alle&#8220;) bewertet&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2015 glich die Deutsche Vorentscheidung zum &bdquo;Eurovision Song Contest&ldquo; (ESC) bekanntlich einem reinen Chaos. In Anbetracht des unvorhergesehenen R&uuml;ckziehers des &sbquo;singenden Wolfgang Thierse&lsquo;, Andreas K&uuml;mmert, vom Siegertreppchen der Hannoveraner Veranstaltung vor wenigen Tagen und des nun zum &bdquo;ESC&ldquo; nach Wien reisenden, personifizierten No-Name-Pops in Gestalt der v&ouml;llig unbekannten Hamburgerin &bdquo;Ann-Sophie&ldquo; und ihrer Arie auf die Belanglosigkeit namens &bdquo;Black Smoke&ldquo;, w&uuml;nschen sich sicherlich nicht wenige Beobachter genau diejenigen Zeiten zur&uuml;ck, als der &bdquo;ESC&ldquo; noch &bdquo;Grand Prix Eurovision de la Chanson&ldquo; hie&szlig;, die antretenden L&auml;nder ausschlie&szlig;lich in ihrer Muttersprache sangen und viele, viele der teilnehmenden Lieder, national wie international, h&ouml;chste Qualit&auml;t aufwiesen und sich nicht selten schnell zum Allgemeingut des jeweils landeseigenen Schlager- und Poplebens entwickelten.<\/p>\n<p>1985, also vor genau 30 Jahren, war es, ganz im Gegensatz zum Hier und Jetzt, unerbittliche Realit&auml;t, dass sowohl bei der nationalen Vorauswahl am 21. M&auml;rz, als auch am 04. Mai desselben Jahres beim Endausscheid, einige allenthalben &uuml;berzeugende Beitr&auml;ge auf ihren verdienten Weg in die ewigen Popannalen entsandt wurden. So zeigte sich die aus dem Deutschen Theater in M&uuml;nchen &uuml;bertragene TV-Show &bdquo;Ein Lied f&uuml;r G&ouml;teborg&ldquo;, im Rahmen derer am letzten Donnerstag der Fr&uuml;hjahrsferien a.D. 1985 die deutschen Kandidaten f&uuml;r die Teilnahme am &bdquo;Grand Prix Eurovision&ldquo; jenen Jahres erstmals &ouml;ffentlich vorgestellt wurden, g&auml;nzlich gegens&auml;tzlich zum uns&auml;glichen Plastik-&bdquo;Event&ldquo; k&uuml;rzlich in der Leinestadt, als durchaus b&uuml;rgerlich, gediegen und herrlichst normal &ndash; im besten Sinne des Wortes. Die bekannten Schauspieler Margit Geissler und Wolfgang Mascher, mit zeitgem&auml;&szlig; futuristisch anmutenden, grausilbern gl&auml;nzenden Ganzk&ouml;rperanz&uuml;gen bekleidet und Rollschuhen an den F&uuml;&szlig;en, pr&auml;sentierten diejenigen 12 Titel, aus denen 500 repr&auml;sentativ ausgew&auml;hlte Zuschauer mittels INFRATEST-Umfrage den endg&uuml;ltigen Teilnehmerbeitrag k&uuml;ren sollten, der die BR Deutschland im Mai 1985 in G&ouml;teborg w&uuml;rdig vertreten sollte. Der &bdquo;Grand Prix Eurovision&ldquo; sollte drei Dekaden zuvor deshalb in der zweitgr&ouml;&szlig;ten Stadt Schwedens stattfinden, da ein Jahr zuvor die aus ebenjenem skandinavischen Land stammende, freikirchlich-baptistisch gepr&auml;gte Jungsgruppe &bdquo;Herrey&rsquo;s&ldquo; Dank ihres zwar simplen, daf&uuml;r aber unendlich eing&auml;ngigen, fr&uuml;hlingshaften Popohrwurms &bdquo;Diggi Loo &ndash; Diggi Ley&ldquo; mit dem Siegerpokal des &bdquo;Grand Prix Eurovision&ldquo; nach Hause fahren konnte.<\/p>\n<p>Zw&ouml;lf K&uuml;nstler, diesmal fast nur neue Namen &#8211; mit Bernd Cl&uuml;ver (&bdquo;Der Wind von Palermo&ldquo;) und J&uuml;rgen Renfordt (&bdquo;Am Anfang der Zeit&ldquo;) waren nur zwei &sbquo;alte Hasen&lsquo; des deutschen Schlagers dabei &ndash; stellten in der bayerischen Landeshauptstadt, &sbquo;live&lsquo; gesungen, ihre Lieder vor, die mehrheitlich von den besten und reputierlichsten Produzenten und Komponisten geschrieben worden waren, die unsere Popnation Mitte der 80er Jahre aufzuweisen hatte. Joachim Heider und Jean Frankfurter waren ebenso mit von der Partie, wie der unvermeidliche &bdquo;Mr. Grand Prix&ldquo; Ralph Siegel und dessen kongenialer Stamm-Texter Dr. Bernd Meinunger. Das poppige Duett &bdquo;Du bist da&ldquo; des musikalischen Ehepaares &bdquo;Conny&nbsp; &amp; Jean&ldquo; hatte das damals aufstrebende Deutschpop-Duo &bdquo;CORA&ldquo; (&bdquo;Amsterdam&ldquo;) verfasst &ndash; und die 1981\/82 mit so grandiosen Schlagerchansons, wie &bdquo;Samstag Abend&ldquo; oder &bdquo;Weil Du ein z&auml;rtlicher Mann bist&ldquo;, bekannt gewordene M&uuml;nchener Pianistin und S&auml;ngerin Hanne Haller sandte gleich drei von ihr ersonnene Melodien ins Rennen um das Ticket zum Grand Prix nach G&ouml;teborg. Dies waren die melancholische Mid-Tempo-Nummer &bdquo;Sehnsucht nach einem Gef&uuml;hl&ldquo;, den die kurz zuvor von ihr entdeckte, rum&auml;niendeutsche S&auml;ngerin Susan Schubert interpretierte, der klassische Romantikschlager &bdquo;Hier, da und &uuml;berall&ldquo; des alleine schon dadurch, dass er auf allen sechs oder sieben Single-Ver&ouml;ffentlichungen, die von ihm zwischen 1983 und 1988 bei TelDec auf den Markt gekommen waren, so gut wie nie einen Ton traf, im Freundeskreis des Rezensenten trashig-&uuml;berspitzten Kultstatus genie&szlig;ende Reserve-Andy-Borgs G&uuml;nther Stern &ndash; und, last, but not least, die r&uuml;hrselige Ballade f&uuml;r eine bessere Welt, die da hie&szlig; &bdquo;F&uuml;r alle&ldquo;. F&uuml;r die Darbietung dieses Liedes war von der Plattenfirma Jupiter Records eigens und eiligst das sechsk&ouml;pfige Ensemble &bdquo;WIND&ldquo; zusammengestellt worden, das aus bisherigen Mitgliedern der M&uuml;nchener A-Capella-Truppe &bdquo;Voices in Touch&ldquo; bestand, zu dem sich der erst 22j&auml;hrige Regensburger S&auml;nger <strong>RAINER HOEGLMEIER<\/strong> gesellte. Und tats&auml;chlich vermochten es die sechs Bajuwaren mit ihrer so knisternden, wie gewollt tr&auml;nendr&uuml;sendr&uuml;ckenden Halbballade, die Jury schlussendlich von sich und ihrem K&ouml;nnen zu &uuml;berzeugen, so dass sie mit dieser ph&auml;nomenal austarierten, dabei poppig mitrei&szlig;enden und doch nie aufdringlichen Mixtur aus D&uuml;sternis und Hoffnung am ersten Mai-Samstag 1985 in den heiligen Hallen der gro&szlig;en Konzertarena Scandinavium zu G&ouml;teborg in deutschem Namen zum Einsatz kamen, obwohl beim ersten Durchgang der Vorauslese in M&uuml;nchen noch Ralph Siegels musikalisches Ziehkind Heike Sch&auml;fer mit ihren bombastischen &bdquo;Glocken von Rom&ldquo; in der Gunst der Abstimmungsberechtigten vorne lag.<\/p>\n<p>&bdquo;WIND&ldquo;, die sechs jungen Leute um die beiden Frontvokalisten Petra Scheeser und eben Rainer Hoeglmeier, schafften es zus&auml;tzlich, nur sechseinhalb Wochen sp&auml;ter, ihren sanften und einwandfrei unter die Haut gehenden Popschleicher, der von den britischen Medien &uuml;brigens daraufhin als gesanglicher Ausdruck von typischer &bdquo;German Angst&ldquo; in schauriger Gegenwart von NATO-Nachr&uuml;stung, Saurem Regen und Umweltsorgen klassifiziert wurde, in G&ouml;teborg auf einem absolut ehrbaren zweiten Rang zu plazieren &ndash; nur 18 Punkte hinter dem gesamteurop&auml;ischen Siegertitel &bdquo;La det Swinge&ldquo; des norwegischen Duos &bdquo;Bobbysocks&ldquo;. W&auml;hrend die beiden swingenden Damen nur bis 1988 miteinander musizierten und sich danach weiterhin um ihre Solokarrieren k&uuml;mmerten, gibt es &bdquo;WIND&ldquo; heutzutage immer noch, wenn auch in immer wieder unterschiedlichen Besetzungen.<\/p>\n<p>Der damalige Frontmann <strong>Rainer Hoeglmeier<\/strong> hat das s&uuml;ddeutsche Schlagersextett ebenfalls bereits 1988 verlassen, als es ihn der Liebe wegen nach Amerika verschlug. So gr&uuml;ndete er jenseits des &sbquo;gro&szlig;en Teiches&lsquo; mit seiner Frau Kathleen eine Familie, machte sich als Haarkosmetik-Vertreter selbstst&auml;ndig und betreibt er heutzutage, zusammen mit zwei Compagnons, eine Vielzahl von gut florierenden Friseursalons. Doch all seinen beruflichen Erfolgen als Unternehmer zum Trotz, verlor der gl&uuml;cklich verheiratete Vater einer Tochter und eines Sohnes niemals sein Interesse an Musik &ndash; und hier schon gar nicht an derjenigen Stilistik, mit der einst &ndash; also genau vor 30 Jahren &ndash; alles angefangen hatte. Dem Deutschen Schlager blieb der heute 52j&auml;hrige stets treu. So ver&ouml;ffentlichte er bereits 2012 sein erstes Soloalbum &bdquo;Mittendrin (im Meer der Gef&uuml;hle)&ldquo;, dem er nun, zum 30j&auml;hrigen Jubil&auml;um seines Karrierebeginns als m&auml;nnlicher Leads&auml;nger bei &bdquo;F&uuml;r alle&ldquo;, einen &uuml;beraus gelungenen Nachfolger angedeihen l&auml;sst.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;BLEIB WIE DU BIST&ldquo;<\/strong> erschien soeben bei TYROLIS Music und wurde produziert vom Br&uuml;derpaar Georg und Walter W&ouml;rle. Es befinden sich darauf insgesamt 14 Titel, darunter profunde, im Neuarrangement deutlich aufbl&uuml;hende &nbsp;Reanimationen der &bdquo;WIND&ldquo;-Evergreens <strong>&bdquo;Lass die Sonne in mein Herz&ldquo;<\/strong> (im Original, 1987) und <strong>&bdquo;Herz aus Stein&ldquo;<\/strong> (1985), sowie ein im zackigen &bdquo;Stars on 45&ldquo;-Ambiente gehaltener, &uuml;ber f&uuml;nfmin&uuml;tiger <strong>&bdquo;Rainer Hoeglmeier Hitmix&ldquo;<\/strong>, bestehend aus den vier wichtigsten Titeln aus Rainers erster Soloscheibe plus ein paar Fragmenten aus &ndash; wie kann es anders sein?&ldquo; &ndash; <strong>&bdquo;F&uuml;r alle&ldquo;<\/strong>. Dazu gibt es zehn brandneue Kompositionen zu h&ouml;ren, meist aus der Feder der beiden W&ouml;rle Bros., durchwegs gehalten in einem meist romantischen und geschmeidigen, dabei aber trotzdem ein ums andere Mal aufregenden und animierenden, aber &ndash; zum Gl&uuml;ck &ndash; &uuml;berwiegend traditionellen Pop-Schlager-Sound, ohne neumodischen Schnickschnack, Bum-Bum und grelle technische Effekte.<\/p>\n<p>Rainer Hogelmeiers aktuelles t&ouml;nendes Gute-Laune-Unterfangen startet sogleich mit dem so sanft-melodischen, wie keck hintergr&uuml;ndig rockenden Titelsong <strong>&bdquo;Bleib wie Du bist&ldquo;<\/strong>, der liebevoll und geradeheraus &uuml;ber das Wiedersehen mit einer alten Freundin aus Kinder- und Jugendtagen, nach vielen, vielen Jahren, berichtet. Der Protagonist zeigt sich als hocherfreut dar&uuml;ber, dass sich seine Beinahe-Jugendliebe, die schon immer neckisch und kokett aufgetreten war und zu allen nur erdenklichen Streichen bereitstand, in all der langen Zeit eigentlich gar nicht ver&auml;ndert hat und offenkundig immer noch genauso bet&ouml;rend und gewinnend auf ihn wirkt, wie damals.<\/p>\n<p>Es folgen einfallsreich &uuml;berdrehte Lobges&auml;nge auf Partyfreuden und Lebenslust (<strong>&bdquo;Diese Nacht ruft meinen Namen&ldquo;<\/strong>, <strong>&bdquo;Nenn es, wie Du willst&ldquo;<\/strong>), so rasende, wie elegante Tanzschlager auf hohem Niveau (<strong>&bdquo;Auf dem Highway einfach so&ldquo;<\/strong>, <strong>&bdquo;Mund-zu-Mund-Beatmung&ldquo;<\/strong>) und eloquente, melodiebetonte Gitarrenpop-Nummern (<strong>&bdquo;Unkompliziert&ldquo;<\/strong>); dar&uuml;ber hinaus hat der stimmstarke Schlagerliebhaber klassische Popballaden mit Chic und Substanz (<strong>&bdquo;Zeig mir die Liebe&ldquo;<\/strong>) und &ndash; gottlob nur selten und nur ganz sacht &#8211; Volkst&uuml;mlich Angehauchtes (<strong>&bdquo;Ewig muss ja nicht unendlich sein&ldquo;<\/strong>) in seinem aktuellen Repertoire vorzuweisen.<\/p>\n<p>Einen besonders wohlklingenden H&ouml;hepunkt auf &bdquo;Bleib wie Du bist&ldquo; stellt fraglos die edle, geradezu symphonisch-getragene Popballade <strong>&bdquo;The Best in Life&ldquo;<\/strong> dar, die deutlich h&ouml;rbar kultivierte Soft-Pop-Einfl&uuml;sse US-amerikanischer Vorgehensweise in sich tr&auml;gt und daher auf Englisch beinahe noch origin&auml;rer, emotionaler und feudaler klingt, als in der von Dr. Bernd Meinunger (der seinerzeit auch f&uuml;r die Reime von &bdquo;F&uuml;r alle&ldquo; und weiteren &bdquo;WIND&ldquo;-Hits verantwortlich zeichnete) verfassten, deutschen Textversion, die ebenfalls mit &bdquo;The Best in Life&ldquo; &uuml;berschrieben ist und sich gleichfalls auf &bdquo;Bleib wie Du bist&ldquo; befindet.<\/p>\n<p>In einem Atemzug apart, packend und knisternd, ert&ouml;nt ein au&szlig;erordentlich liebenswertes Duett mit der im Schwarzwald geborenen Schlagers&auml;ngerin Daniela Martinez. Dieses hei&szlig;t <strong>&bdquo;Sekunden sp&auml;ter&ldquo;<\/strong> und erz&auml;hlt in einfachen, aber sehr gew&auml;hlten Worten &uuml;ber das zuf&auml;llige Zusammentreffen zweier Menschen an einem Bahnhof, die sich noch nie zu vor gesehen haben, sich nur ein paar Augenblicke lang (bzw. kurz) wahrnehmen &ndash; und daraufhin, nur &bdquo;Sekunden sp&auml;ter&ldquo;, jeder f&uuml;r sich feststellen, dass sie sich zwar mit einiger Sicherheit nie wieder &uuml;ber den Weg laufen werden, diese wenigen &sbquo;Herzmomente&lsquo; auf dem &uuml;berf&uuml;llten Bahnsteig ihre Gef&uuml;hlswelt allerdings intensiv durcheinander gebracht haben.<\/p>\n<p>Rainers luftig-leichte Neuinterpretation des frohsinnigen Pop-Reggaes <strong>&bdquo;Lass die Sonne in Dein Herz&ldquo;<\/strong>, mit dem &bdquo;WIND&ldquo; 1987 erneut den &bdquo;Grand Prix Eurovision de la Chanson&ldquo; &ndash; diesmal im belgischen Br&uuml;ssel &ndash; vers&uuml;&szlig;ten und dort mit dieser kongenialen Siegel\/Meinunger-Kooperation ein weiteres Mal den zweiten Rang f&uuml;r sich beanspruchen konnten, legt Dank seines kraftvollen Sologesangs, ohne die volumin&ouml;sen Ch&ouml;re und das vielstimmige Trallala des Originals, enorm an Direktheit, Druck und Tiefe zu.<\/p>\n<p>Auch die zweite Auffrischung eines &bdquo;WIND&ldquo;-Titels hat es in sich: Als im Oktober 1985 die langersehnte, zweite &bdquo;WIND&ldquo;-Single <strong>&bdquo;Herz aus Stein&ldquo;<\/strong> erschienen war, auf die sich wahrlich viele einheimische Popfreunde sehr gefreut hatten, zeigte ich mich &#8211; ehrlich gesagt, damals, Herbst 1985, mit 14 Jahren &ndash; ziemlich entt&auml;uscht dar&uuml;ber, dass diese Folgesingle, nach dem so starken, positiv und warm inszenierten &bdquo;F&uuml;r alle&ldquo;, in so einem unerwartet k&uuml;hlen, synthetischen und d&uuml;steren, geradezu bitteren und unpers&ouml;nlich wirkenden Klangbild daherkam. Rein subjektiv betrachtet, wollte &bdquo;Herz aus Stein&ldquo; seinerzeit ganz und gar nicht den Weg in meine Geh&ouml;rgange finden; ich konnte mich mit diesem irgendwie nicht z&uuml;nden wollenden Titel keineswegs anfreunden, obwohl ich nat&uuml;rlich den Vorg&auml;ngerkracher l&auml;ngst tief und fest in mein &sbquo;musikalisch Hirn&lsquo; aufgesogen hatte. Rainer f&uuml;gt diesem Titel nun in seiner aktuellen Aufnahme eine treffliche Menge an ehrlichem und erdigem Soul, an sp&uuml;rbarer Sehnsucht und Inbrunst hinzu, dass es eine reine Freude ist. Die einst so tr&auml;ge erscheinende Komposition lebt deutlich und &uuml;berzeugend auf, der hinzugekommene flehend-leidenschaftliche &sbquo;Touch&lsquo; bekommt &bdquo;Herz aus Stein&ldquo; mehr als nur gut und gestaltet so aus einem Mittelklasse-Schlager einen wahren gesungenen Edelstein voller Pracht und Emotion. Diese Wiedererweckung, genau in dieser Form, kann nur schlicht und ergreifend als phantastisch bezeichnet werden.<\/p>\n<p>Alles in allem hat <strong>RAINER HOEGLMEIER<\/strong> mit seinem Solo-Zweitling einen wundervoll unspektakul&auml;ren, mal fr&ouml;hlichen, mal nachdenklichen, immer stimmigen und sinnlichen Liederstrau&szlig; vorgelegt, der wie aus einem Guss wirkt und jeden geneigten Zuh&ouml;rer rund 50 Minuten lang die Sorgen des Alltags ad Acta legen zu lassen vermag. Rainers neue Songs sorgen f&uuml;r Kurzweil, gute Laune und eine durchgehend erfreuliche und angenehme Stimmung. Der Ex-&bdquo;Wind&ldquo;-S&auml;nger klingt stimmlich mal nach Andy Borg, mal nach dem jungen Christian Franke &ndash; einschmeichelnd, freundlich, aber niemals matt, weichlich oder &uuml;bertrieben volkst&uuml;melnd. F&uuml;r den &bdquo;Song Contest&ldquo; heutiger Pr&auml;gung, als Markt der Schrille, Schnelllebigkeit, ja Dekadenz, w&auml;re kein einziger Titel von <strong>&bdquo;BLEIB WIE DU BIST&ldquo;<\/strong> geeignet &ndash; er w&auml;re viel zu schade! Sollte dieser <em>&bdquo;Event&ldquo;<\/em> einst doch wieder zu einer konstruktiven, gef&auml;lligen und sympathischen <em>Veranstaltung<\/em> werden, wiederum &bdquo;Grand Prix Eurovision de la Chanson hei&szlig;en und in dessen urspr&uuml;nglicher Intention und Aussage wieder aufleben, h&auml;tte unterhaltsamer, charmanter und erfrischender Popschlager im Sinne Rainer Hoegelmeiers jedoch alle Chancen dieser Welt.<\/p>\n<p>&bdquo;Schickt endlich wieder Ralph Siegel zur Eurovision!&ldquo;, forderte Schlageexperte Stephan Imming dieser Tage auf SMAGO! im Hinblick auf das d&uuml;mmliche Vorentscheidungswirrwarr k&uuml;rzlich in Hannover. Ich schlie&szlig;e mich dieser k&uuml;nstlerisch und kulturell absolut berechtigten Forderung gerne an: Lasst Ralph Siegel ein paar tolle neue Songs in von ihm gewohnter Qualit&auml;t und Essenz schreiben &ndash; und Rainer Hoeglmeier einen solchen kraftvoll intonieren! &bdquo;Bleib wie Du bist&ldquo; beweist, dass der Wahl-Amerikaner aus Regensburg alle stimmlichen F&auml;higkeiten dazu besitzt &ndash; und selbst, wenn das Komponistengenie aus M&uuml;nchen sich nicht wieder einem so n&ouml;tigen, wiederauferstandenen Grand-Prix-Mythos anschlie&szlig;en m&ouml;chte, Rainers aktuelles Produzententeam hat es nun schon zum zweiten Mal in bester Form vermocht, seinem Sch&uuml;tzling absolut passende, kompakte und kompetente Liedbeitr&auml;ge auf den Leib zu schneidern, so dass auch eine W&ouml;rle\/W&ouml;rle\/Hoeglmeier-Gemeinschaftsarbeit jederzeit alles Notwendige mitbr&auml;chte, &nbsp;urs&auml;chliches, so stark vermisstes Grand-Prix-Flair a la &bdquo;Wind&ldquo; und Co. zu verstrahlen. <strong>&bdquo;BLEIB WIE DU BIST&ldquo;<\/strong> ist f&uuml;r diese These jederzeit als klingendes Beweismittel heranzuziehen!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 07.\/08. M\u00e4rz 2015<br \/>http:\/\/www.woerle-musicland.de<br \/>http:\/\/www.rainer-hoeglmeier.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie der Musikjournalist das neue Album des WIND-S\u00e4ngers der ersten Stunde (&#8222;F\u00fcr alle&#8220;) bewertet&#8230;:\u00a0 2015 glich die Deutsche Vorentscheidung zum<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":92621,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92620"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=92620"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92620\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/92621"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92620"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=92620"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92620"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}