{"id":92221,"date":"2015-03-19T00:00:00","date_gmt":"2015-03-19T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=92221"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"UDO-JUERGENS-smago-exklusiv-vor-92220","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/UDO-JUERGENS-smago-exklusiv-vor-92220\/","title":{"rendered":"UDO J\u00dcRGENS <br \/>smago! exklusiv vorab: Die Udo-J\u00fcrgens-Serie &quot;Sein Leben &#8211; seine Erfolge&quot;! Teil 14: &quot;&quot;Daar is niks soos ware liefde&quot;&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>Die Serie von Ren\u00e9 Jochade wird diesmal mit drei Video-Links &#8222;garniert&#8220;&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p>&quot;Udo &#39;70&quot; war eine Tournee der Superlative: Genau 10 Monate dauerte diese Mammut-Tour, bis sie am 4. Juli 1970 in der Berliner Deutschlandhalle ihr gro&szlig;es Finale erleben durfte.<\/p>\n<p>222 Konzerte waren geplant &#8211; 266 wurden es tats&auml;chlich. Bis auf 22 Veranstaltungen war jedes Konzert ausverkauft.<\/p>\n<p>Zusammen mit Jukebox-, TV- und Radiolizenzen machte die Tour Udo J&uuml;rgens zum Multimillion&auml;r. Dies hatte allerdings seinen Preis:<\/p>\n<p>Nie zuvor hatte sich in Deutschland ein K&uuml;nstler so vollst&auml;ndig einer Manager-Organisation ausgeliefert, wie damals Udo J&uuml;rgens.<\/p>\n<p>Eigene Entscheidungen beschr&auml;nkten sich lediglich auf den engsten pers&ouml;nlichen Bereich &#8211; in allen anderen Dingen mu&szlig;te sich Udo zuvor vom Apparat seines Managers &quot;beraten&quot; lassen&#8230;<\/p>\n<p>Er wurde w&auml;hrend der Tour zum Markenartikel, und nicht ohne Grund hie&szlig; es sehr oft scherzhaft: &quot;Persil 69&quot; &#8211; pardon: &quot;Udo &#39;70&quot;.<\/p>\n<p>Aber jenes gewaltige R&auml;derwerk, welches nur ein Ziel hatte, n&auml;mlich Udo in bester Kondition auf die B&uuml;hne zu stellen und exakt programmierte T&ouml;ne und Texte von sich geben zu lassen, jener &quot;Udo-Apparat&quot; erm&ouml;glichte letztendlich erst den grandiosen Aufstieg des S&auml;ngers und Entertainers Udo J&uuml;rgens.<\/p>\n<p>T&ouml;ne und Texte seiner Lieder sowie die mitschwingenden Gef&uuml;hlswerte wurden dabei so definiert, da&szlig; sie bei den Zuh&ouml;rern ebenso exakt berechnete Empfindungen erzeugten. Diese Empfindungen waren es, welche sich anschlie&szlig;end in Schallplattenk&auml;ufe umsetzten und bei den als B&ouml;rsennotierungen angesehenen Beliebtheits-Umfragen zu Buche schlugen.<\/p>\n<p>Als Komponist und Textdichter steuerte Udo allerdings den wichtigsten Teil selbst bei.<\/p>\n<p>W&auml;re er ein Computer gewesen, h&auml;tte man mit Fug und Recht sagen k&ouml;nnen: Er f&uuml;ttert sich mit seinem eigenen Programm. Mit einem Programm allerdings, welches alles ausschlie&szlig;t, was den bei Marktanalysen, Befragungen und Tests ermittelten Daten entgegensteht&#8230;<\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich war Udo kein Roboter und seine Lieder nicht die Produkte eines datenverarbeitenden Computers. Dennoch stellte sich die Frage: Wieviel menschlicher Spielraum bleibt noch &#8211; bei solch einem Millionen-Unterfangen wie der &quot;Udo &#39;70&quot; Tour?<\/p>\n<p>In einem &quot;TWEN&quot;-Artikel, welchen Beierlein damals m&ouml;glicherweise selbst in Auftrag gab, wird Licht in den &quot;sagenhaften&quot; Udo-Apparat gebracht: &quot;&#8230;was gefragt sein wird, bestimmt Beierlein. Zumindest bestimmt er mit. Daf&uuml;r hat er seine gut ge&ouml;lte Organisation aufgezogen. Jetzt, im Jahre der gigantischen 153-St&auml;dte-Tournee (266 Konzerte), steht f&uuml;r die Betreuung des Stars Udo J&uuml;rgens dieser personelle Apparat zur Verf&uuml;gung:<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hans R. Beierlein, Manager<br \/>\nDieter Weidenfeld, Promotion<br \/>\nKlaus Berenbrok, Tourneeplanung<br \/>\nGerdi Bartelt, Pressebetreuung<br \/>\nAlfred H. Jacob, Sonderobjekte<br \/>\nUte Theile, Promotion-Assistentin<br \/>\nPeter Graumann, Reiseleiter<br \/>\nAlfred Schenz, Rechtsberater<br \/>\nPaul Schremser, Finanzberater<br \/>\nWalter Grohganz, Administration<br \/>\nGerda Wiltschek, Helga Jelinek, Ingeborg Degen, Brigitte Berger, Cornelia Leithe, Sekret&auml;rinnen<br \/>\nKathrin Meichau, telefonische Tag- und Nachtverbindung<br \/>\nWilli &Uuml;belherr, Reisesekret&auml;r und Musiker<br \/>\nBob Blumenhofen, Heinz Allhoff, Walter Gregel, Sigi &Uuml;belherr, Musiker<br \/>\nFranz Hurm, Auf- und Abbauspezialist und Chauffeur<br \/>\nJosef Gottscheber, Chauffeur und Beleuchter<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nAu&szlig;erdem Udos Hausarzt. Und f&uuml;r die Konzerte in den gr&ouml;&szlig;ten deutschen St&auml;dten noch Konzertmanager Hans-Werner Funke aus Hamburg.<\/p>\n<p>Udo J&uuml;rgens f&uuml;hlt sich perfekt betreut. Denn Beierleins Rechnung 1964 ist komplett aufgegangen. Erst als er seiner Sache ganz sicher war, schlo&szlig; Beierlein mit Udo J&uuml;rgens Management-Vertr&auml;ge. Bis 1968 gab es zwischen beiden nur lose m&uuml;ndliche Abmachungen. Beierlein: &#39;Schlie&szlig;lich sind Udo und ich Freunde.&#39; 1968 jedoch leistete Beierlein auch auf diesem Gebiet ganze Arbeit.<\/p>\n<p>F&uuml;r die Dauer von zehn Jahren schlo&szlig; die Edition Montana mit Udo J&uuml;rgens drei weltumspannende Vertr&auml;ge:<\/p>\n<p>1. Einen Vertrag mit dem Interpreten Udo J&uuml;rgens, der ihn als S&auml;nger, Pianist etc. an Beierlein bindet. In diesen Vertrag f&auml;llt auch die &#39;Untervermietung&#39; des Stars Udo J&uuml;rgens an Schallplattengesellschaften.<\/p>\n<p>2. Einen Vertrag mit dem Komponisten und Texter Udo J&uuml;rgens. Alles, was Udo an Musiken und Texten schreibt, wird von Beierlein ausgewertet oder an ausl&auml;ndische Musikverlage weitervergeben.<\/p>\n<p>3. Einen Vertrag f&uuml;r Fernsehauftritte, &ouml;ffentliche Konzerte etc&#8230;<\/p>\n<p>Bei jedem dieser drei Vertr&auml;ge verb&uuml;rgt sich Beierleins Edition Montana f&uuml;r hohe Garantiesummen. Hans R. Beierlein hat nicht nur Udo J&uuml;rgens an sich, sondern auch sich selbst an Udo J&uuml;rgens gebunden. Beierlein: &#39;Wenn Udo in einigen Jahren aufh&ouml;rt zu singen und sich nur noch als Komponist und Texter bet&auml;tigt, steige ich aus diesem Gesch&auml;ft aus.&#39;<\/p>\n<p>Dann will er seine gepflegte B&uuml;rovilla neben M&uuml;nchens Englischen Garten verlassen, in der er heute noch neben sachlich eingerichteten Arbeitsr&auml;umen ein mit leicht verspieltem Luxus ausgestattetes Schlafgemach unterh&auml;lt.<\/p>\n<p>Nach Ablauf seiner Vertr&auml;ge, damit hat Beierlein Recht, kann er f&uuml;r Udo J&uuml;rgens kaum noch etwas tun. Udo wird dann so etabliert sein, da&szlig; er keinen Beierlein mehr braucht. Aber bis dahin wird das Manager-Kalk&uuml;l auch noch bis in die entferntesten Winkel dieser Erde wirksam geworden sein. Bereits heute hat Beierlein f&uuml;r Udo J&uuml;rgens Vertr&auml;ge in 79 L&auml;ndern abgeschlossen. &#39;Nur die &Auml;u&szlig;ere Mongolei, die Volksrepublik China und Albanien fehlen noch&#39;, sagt Beierlein mit bescheidenem Stolz.<\/p>\n<p>Beim Aufbau seines Stars in Europa (Beierlein: &#39;Hier mu&szlig;te man den Hebel ansetzen&#39;) entwickelten Beierlein und sein Stab eine einleuchtende Taktik: Der J&uuml;rgens-Erfolg mit &#39;Merci Cherie&#39; beim Eurovisions-Festival wurde benutzt, um aller Welt die Geschichte vom verkannten und herumgeschubsten Genie deutlich zu machen. Tenor: Immer wird uns das Ausland als Fundgrube junger Talente vorgehalten. Aber hier seht ihr mal, wie es den K&ouml;nnern im eigenen Lande ergeht. Dieser begabte Junge, dieser Udo J&uuml;rgens, ist jahrelang von der ganzen Plattenbranche in Grund und Boden produziert worden, weil er die schlechten Einf&auml;lle anderer Leute nachsingen mu&szlig;te. Hier, beim Eurovisionsfestival, durfte er endlich mal was Eigenes singen. Und der Riesenerfolg ist da.<\/p>\n<p>Diese Arbeit f&uuml;r Udo J&uuml;rgens paktierte, mal mehr, mal weniger deutlich, mit den Ressentiments beim Publikum. Jeder geschundene Angestellte konnte da mitf&uuml;hlen: Na ja, die wirklichen Talente l&auml;&szlig;t man eben nicht hochkommen. Au&szlig;erdem weckte sie ein gro&szlig;es Mitgef&uuml;hl der Menschen f&uuml;r Udo J&uuml;rgens.<\/p>\n<p>Unterschlagen wurde dabei, wie so manches, auch die Tatsache, da&szlig; Udo J&uuml;rgens schon Jahre zuvor beim Schlagerfestival in Knokke zur Siegermannschaft geh&ouml;rte. Mit seinem Lied &#39;Jenny&#39;. Damals blieben dem Publikum die nun gefundenen Erkenntnisse fremd. Denn bei Knokke gab es noch keinen Beierlein.<\/p>\n<p>Der zweite Schritt auf dem Weg, Udo J&uuml;rgens zum Top-Star zu machen, mu&szlig;te dann die Beweisf&uuml;hrung sein, da&szlig; &#39;Merci Cherie&#39; kein Zufallstreffer war. Beierlein setzte alle Verbindungen seines international renommierten Musikverlages ein, um Udo J&uuml;rgens auch im Ausland zu Erfolgen zu verhelfen. F&uuml;r den deutschen Markt setzte er zun&auml;chst auf die Popularisierung seines Stars. Udo mu&szlig;te in die Hitparade. F&uuml;r anspruchsvolle Nummern glaubte Beierlein den Markt noch nicht gen&uuml;gend vorbereitet. Deshalb kam der J&uuml;rgens-Schlager &#39;Siebzehn Jahr&#39;, blondes Haar&#39;.<\/p>\n<p>Ganz langsam zogen Beierlein und sein Team die Qualit&auml;tsschraube fester an. Doch nicht Udo sollte hier den Markt testen. Dieses Risiko &uuml;berlie&szlig; Beierlein einigen ausl&auml;ndischen Stars, mit denen er inzwischen ebenfalls Betreuungsvertr&auml;ge hat: Gilbert B&eacute;caud, Salvatore Adamo und Fran&ccedil;oise Hardy.<\/p>\n<p>Beierlein und sein Team erhoben den anspruchsvollen Schlager zum Regierungsprogramm. Nicht m&uuml;de wurden sie, in ihren Pressever&ouml;ffentlichungen Schnulzen-Banalit&auml;ten auf die Schippe zu nehmen.<\/p>\n<p>So verbreiteten sie nach dem &#39;Deutschen Schlagerfestival&#39;, das einen kaum unterbietbaren Qualit&auml;tstiefstand geoffenbart hatte, ein Rundschreiben mit der &#39;eidesstattlichen Erkl&auml;rung&#39;, da&szlig; kein K&uuml;nstler, Komponist oder Texter der Edition Montana an dem Festival beteiligt gewesen sei.<\/p>\n<p>Nebenbei konnten sie sich auch der erotischen Befreiung des deutschen Musikliebhabers r&uuml;hmen: Helen Vita mit ihren &#39;Frechen Chansons aus dem alten Frankreich&#39; wird ebenfalls von Beierleins Schlafzimmer-B&uuml;ro aus betreut.<\/p>\n<p>Drei Jahre nach Abschlu&szlig; der ersten freien Vereinbarung zwischen Udo J&uuml;rgens und Hans R. Beierlein, also 1967, hatte Udo seine &#39;erste Million im Keller&#39; (Beierlein). Allj&auml;hrliche Tourneen durch die Gro&szlig;st&auml;dte hatten Udo b&uuml;hnensicher und popul&auml;r gemacht. Beierlein konnte zu seinem gr&ouml;&szlig;ten Schlag ausholen, der &#39;Tournee der Tourneen&#39;, wie er sein gerade laufendes Unternehmen selbst nennt.<\/p>\n<p>Er blieb dabei seiner eigenen Devise treu: &#39;Man spielt ein Spiel zu Ende, oder man verliert sogar den Einsatz.&#39;<\/p>\n<p>Beierlein und Udo haben hoch gespielt &#8211; und es sieht ganz so aus, als ob sie auch haushoch gewinnen w&uuml;rden. Nicht nur wegen der 25.000 Mark, die Udo J&uuml;rgens f&uuml;r jeden seiner 150 Auftritte kassiert. Nein, nach Gewinn sieht es auch aus, weil Beierlein selbst die Karten gemischt hat. Keine Kombination hat er ausgelassen, um aus diesem Spiel als Sieger hervorzugehen.<\/p>\n<p>Es beginnt bereits mit der Langspielplatte zur Tournee. &#39;Udo 70&#39; hei&szlig;t sie.<\/p>\n<p>Daf&uuml;r hat Udo einen sehr sch&ouml;nen Schlager geschrieben. &#39;Eine Rose f&uuml;r Dich&#39; hei&szlig;t er. Also mobilisierte Beierlein auch noch die Blumenz&uuml;chter. In den St&auml;dten der J&uuml;rgens-Tournee verteilen sie rote Rosen. Und auch Udo bekommt w&auml;hrend seines Auftritts in zuf&auml;lliger Regelm&auml;&szlig;igkeit nach jedem Lied von Damen aus dem Publikum eine rote Rose dediziert. Man traut sich beinahe schon nicht mehr, es zu erw&auml;hnen: Auf der Plattentasche findet sich als Werbesymbol auch eine rote Rose. Selbstverst&auml;ndlich hei&szlig;t diese Rose &#39;Udo-J&uuml;rgens-Rose&#39;. Man hat sie soeben nach ihm benannt.<\/p>\n<p>Das alles aber sind nur winzige Mosaik-Steine in der Triumph-Halle, die Hans R. Beierlein f&uuml;r seinen Star Udo J&uuml;rgens entworfen hat.<\/p>\n<p>Dieser Cheflogist unter den europ&auml;ischen Managern blieb nicht bei naheliegenden Werbekombinationen stehen. Beierlein lie&szlig; mit Hilfe der Wickert-Institute ermitteln, da&szlig; Udo J&uuml;rgens nach den ermordeten Kennedy-Br&uuml;dern das gr&ouml;&szlig;te Idol der deutschen Jugend darstellt. Mao und L. B. Johnson teilen sich in dieser Umfrage den 12. Platz. Der soviel besungene Ho-Ho-Ho-Tschi-Minh fehlt g&auml;nzlich. Er w&uuml;rde sicher auch st&ouml;ren.<\/p>\n<p>Beierlein versandte an die Verkehrs&auml;mter s&auml;mtlicher gr&ouml;&szlig;eren deutschen St&auml;dte einen speziell entwickelten Bogen mit 21 Fragen, um genaue Angaben &uuml;ber Konzertm&ouml;glichkeiten, S&auml;le, Gewinnchancen und Einwohnercharakter zu erhalten. Dadurch verf&uuml;gt Beierlein heute &uuml;ber ein gr&ouml;&szlig;eres Spezialwissen als jeder Konzertveranstalter.<\/p>\n<p>Er brachte auch deutsche Rennomier-Autoren wie Hans Hellmut Kirst (&#39;Null-Acht-Fuffzehn&#39;, &#39;Die Heinz-R&uuml;hmann-Story&#39;) und James Kr&uuml;ss (&#39;James Tierleben&#39;) dazu, als Schlagertexter f&uuml;r Udo J&uuml;rgens t&auml;tig zu werden. Und er verga&szlig; selbst Deutschlands Gl&auml;ubige nicht: Zur Tournee &#39;Udo 70&#39; lie&szlig; er unter dem Titel &#39;Was mir Udo J&uuml;rgens &uuml;ber die Liebe verriet&#39; ein &#39;offenherziges Gespr&auml;ch&#39; zwischen Udo und Fernsehpfarrer Adolf Sommerauer verbreiten.<\/p>\n<p>In eben diesem Gespr&auml;ch mit dem Fernsehpfarrer hat Udo J&uuml;rgens auch ein paar Dinge gesagt, die erkl&auml;ren k&ouml;nnen, warum die Manager um den Star in dieser Geschichte nicht als Buhm&auml;nner, sondern als harte und trennscharfe Denker erscheinen. Udo hat sich so ge&auml;u&szlig;ert, da&szlig; Sommerauer &uuml;ber ihn sagen konnte: &#39;Udo wei&szlig;&#8230;, man mu&szlig; die Menschen lieben. Man mu&szlig; sein Herz auf den Tisch legen, damit andere das ihre dazulegen k&ouml;nnen.&#39;<\/p>\n<p>Da fragt man dann pl&ouml;tzlich nicht mehr, ob Udo zum Beispiel die Texte seiner Lieder gut findet. Man glaubt ihm, wenn er sagt: &#39;Ich nehme meine Lieder ernst.&#39;<\/p>\n<p>Und deshalb glaubt man nicht mehr, da&szlig; er von seinen Managern unter Druck gesetzt werden mu&szlig;, um zu singen und zu tun, was er singt und was er tut. Udo ist eben so. Das herausgefunden zu haben, ist Beierleins gr&ouml;&szlig;ter Verdienst. Wo die anderen Bosse des Show-Gesch&auml;ftes aus Udo immer einen anderen machen wollten, entbl&ouml;&szlig;te Beierlein den echten Udo. Total.<\/p>\n<p>Nur an einem Punkt h&auml;lt Beierlein ein Feigenblatt vor eine m&ouml;gliche, allzu &ouml;ffentliche Blo&szlig;stellung: Er sorgt eifers&uuml;chtig daf&uuml;r, da&szlig; sehr jugendliche Autogrammj&auml;gerinnen nicht zu allein und zu nah an Udo J&uuml;rgens herankommen: Stars k&ouml;nnen von Skandalen profitieren, ein Idol w&uuml;rde daran zugrundegehen.<\/p>\n<p>Seit Udo mit Beierlein arbeitet, kann er so sein, wie er sich selbst am liebsten sieht. Und ohne da&szlig; Udo gekr&auml;nkt w&auml;re, kann Beierlein deshalb heute auftrumpfen: &#39;Bei mir hat ein S&auml;nger zu singen. Alles andere nehme ich ihm dann schon ab.&#39; M&ouml;chten Sie Udo sein?&quot;<\/p>\n<p>Soviel also zum Thema &quot;Udo-Apparat&quot;&#8230;<\/p>\n<p>W&auml;hrend von Udos &#39;68er Tour nur Ausschnitte innerhalb der Sendung &quot;Udo und seine Musik&quot; im Fernsehen gezeigt wurden, lie&szlig; man diesmal einen 60-min&uuml;tigen Zusammenschnitt unter der Regie von Altmeister Truck Branss produzieren, welcher am 29.10.1969 in der Saarlandhalle von Saarbr&uuml;cken aufgezeichnet wurde, Titel: &quot;Udo &#39;70&quot;.<\/p>\n<p>Von der gleichen Veranstaltung wurde auch eine Live-Doppel-LP gepre&szlig;t, welche allerdings nur zu Promotion-Zwecken bestimmt war, und eine verschwindend geringe Auflage hatte.<\/p>\n<p>Das offizielle Album zur Tour hie&szlig; ebenfalls &quot;Udo &#39;70&quot;, beinhaltete allerdings &quot;nur&quot; die Studioaufnahmen.<\/p>\n<p>Zum Ende der Tour hin realisierte die Ariola-Eurodisc eine Compilation mit allen Hits dieses Mega-Evants: &quot;Das goldene Udo J&uuml;rgens Album&quot;. Leider waren auch hier keine Live-Aufnahmen enthalten.<\/p>\n<p>Dennoch wurde es ein Riesen-Erfolg, und Udo erhielt sp&auml;ter daf&uuml;r den &quot;Edison 1970 Award&quot;.<\/p>\n<p>Die Compilation erschien &#8211; genauso, wie das &quot;Udo &#39;70&quot; Album &#8211; auch in S&uuml;dafrika.<\/p>\n<p>Und ganz nebenbei kam in Italien eine weitere Weihnachtsplatte Von Udo auf den Markt, die &quot;Buon Natale da Udo J&uuml;rgens&quot;. Alle Lieder der &quot;W&uuml;sche zur Weihnachtszeit&quot;-LP wurden hier ins Italienische &uuml;bersetzt und von Udo neu aufgenommen. Leider war auch diese Auflage &auml;u&szlig;erst gering, so da&szlig; die &quot;Buon Natale&quot; heutzutage mit zu den Top-Rarit&auml;ten z&auml;hlt&#8230;<\/p>\n<p>Aber zur&uuml;ck zu &quot;Udo &#39;70&quot;:<\/p>\n<p>Das Abschlu&szlig;konzert sollte eigentlich in der Berliner Waldb&uuml;hne stattfinden. Ein gro&szlig;es Feuerwerk war geplant, die Werbung, die Publicitymaschinerie liefen auf Hochtouren. Doch dann schlug der Wettergott zu und machte Beierlein einen Riesenstrich durch die Rechnung. Dieser &uuml;berlegte allerdings nicht lange, und verlegte das Konzert kurzerhand in die Berliner Deutschlandhalle.<\/p>\n<p>Auch dazu wurde eine recht interessante Reportage gedreht, welche seinerzeit unter dem Titel &quot;Udo 70 Finale &#8211; Bericht &uuml;ber ein ausgefallenes Konzert&quot; im Fernsehen lief.<\/p>\n<p>Au&szlig;er dieser Mammut-Tour gab es nat&uuml;rlich auch noch weitere Aktivit&auml;ten von Udo.<\/p>\n<p>Bereits im Vorfeld hatte er noch eben schnell ein Lied f&uuml;r Anneliese Rothenberger komponiert: &quot;So wie die Sonne f&uuml;r alle scheint&quot;.<\/p>\n<p>Auch die Komposition &quot;Wie sch&ouml;n ist diese Welt&quot;, welche Udo fast zeitgleich selbst aufnahm, wurde an sie weitergereicht.<\/p>\n<p>Beide Lieder sollten sp&auml;ter mit ver&auml;ndertem Text (&quot;Wie nennt man das Gef&uuml;hl&quot; \/ &quot;Wenn ich die Zarin von Russland w&auml;r&quot;) auch in Udos Musical &quot;Helden, Helden&quot; Verwendung finden.<\/p>\n<p>Am Heiligen Abend des Jahres 1969 flimmerte die Sendung &quot;Weihnachten mit Udo J&uuml;rgens&quot; &uuml;ber die &ouml;sterreichischen Bildschirme. Einer der Drehorte war die Kirche des kleinen Dorfes Lofer (Bundesland Salzburg), wo Udo unter anderem &quot;Weihnachtszeit &#8211; Kinderzeit&quot; und &quot;S&uuml;&szlig;er die Glocken nie klingen&quot; sang. Aber auch Udos weniger bekannter Titel &quot;Schneerose&quot; erlebte in dieser Sendung seine TV-Premiere&#8230;<\/p>\n<p>Nach Ende der &quot;Udo &#39;70&quot;-Tour wurde erst einmal Urlaub gemacht.<\/p>\n<p>Aber schon im Oktober 1970 sa&szlig; Udo wieder im Flieger nach Rio. Beim &quot;F&uuml;nften Popular Song Festival&quot; war er diesmal nicht als Interpret zu erleben, sondern sa&szlig; &quot;nur&quot; in der Jury &#8211; zusammen mit so bekannten Namen wie Brigitte Bardot (Frankreich), Dionne Warwick (USA), Astrud Gilberto (Brasilien) oder Lalo Schifrin (Argentinien).<\/p>\n<p>W&auml;hrend bereits im Mai konkrete Pl&auml;ne f&uuml;r eine S&uuml;dafrika-Tournee gemacht wurden, sollte diese nun Ende des Jahres Realit&auml;t werden.<br \/>\nBeierlein glaubte, einer gewissen &Uuml;bers&auml;ttigung des deutschen Marktes vorbeugen zu m&uuml;ssen.<\/p>\n<p>Deshalb war f&uuml;r Udo zun&auml;chst einmal das Ausland angesagt, und S&uuml;dafrika sollte die erste Station sein.<\/p>\n<p>Zum Start dieser Tournee, welche am 5. Dezember 1970 erfolgen sollte, wurde ein paar Wochen zuvor in einem Wiener Plattenstudio eine S&iacute;ngle von Udo aufgenommen, welche den Titel &quot;Daar is niks soos ware liefde \/ Solank daar treine loop&quot; hatte.<\/p>\n<p>Beide Lieder (deutsch: &quot;Wahre Liebe ist ganz leise \/ Solang noch Z&uuml;ge geh&#39;n&quot;) sang Udo hier in Afrikaans. Die Single erschien kurz darauf beim s&uuml;dafrikanischen STER-Label.<\/p>\n<p>Laut Angabe von STER war es das erste Mal, da&szlig; ein nicht-s&uuml;dafrikanischer S&auml;nger ein Lied in dieser Sprache aufgenommen hatte.<\/p>\n<p>Nachdem man im Mai noch den Titel &quot;Babuschkin&quot; favorisiert hatte, und von Heine Toerin, einem s&uuml;dafrikanischen Disk Jockey den Text in Afrikaans schreiben lie&szlig;, mu&szlig;te dieser nun die zuvor erw&auml;hnten Titel &quot;&uuml;bersetzen&quot;. Arrangiert wurde die Single f&uuml;r J&uuml;rgens von Dieter Weidenfeld (Edition Montana) und Hal Judin (Ster Records).<\/p>\n<p>Gro&szlig;e Pl&auml;ne, gro&szlig;e Erwartungen!<\/p>\n<p>W&uuml;rde &quot;Udo &#39;70&quot; in Windhoek und Kapstadt ein genauso gro&szlig;er Erfolg werden, wie hierzulande?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<strong>Lesen Sie in der n&auml;chsten Folge: &quot;Wakare no asa&quot;!<\/strong><\/p>\n<p>\n<strong>VIDEO-LINKS<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/plus.google.com\/113254031656959649590\/posts\/gfXg39xdUP4?pid=5959807397694529762&amp;oid=113254031656959649590\">&quot;Weihnachten mit Udo J&uuml;rgens&quot;&#8230;:<\/a><\/strong><\/p>\n<p>\n<strong><a href=\"https:\/\/plus.google.com\/113254031656959649590\/posts\/gfXg39xdUP4?pid=5993448539483079618&amp;oid=113254031656959649590\">&quot;Udo &#39;70 &#8211; Finale&quot;&#8230;:<\/a><\/strong><\/p>\n<p>\n<strong><a href=\"https:\/\/plus.google.com\/113254031656959649590\/posts\/gfXg39xdUP4?pid=5993569832386499042&amp;oid=113254031656959649590\">&quot;Berliner Impressionen&quot;&#8230;:<\/a><\/strong><\/p>\n<p>http:\/\/www.ariola.de<br \/>http:\/\/www.udojuergens.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Serie von Ren\u00e9 Jochade wird diesmal mit drei Video-Links &#8222;garniert&#8220;&#8230;:\u00a0 &quot;Udo &#39;70&quot; war eine Tournee der Superlative: Genau 10<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":92222,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92221"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=92221"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92221\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/92222"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92221"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=92221"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92221"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}