{"id":91885,"date":"2015-03-27T00:00:00","date_gmt":"2015-03-27T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=91885"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"MEIN-HERZ-SCHL%C4GT-SCHLAGER-Do-91884","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/MEIN-HERZ-SCHL%C4GT-SCHLAGER-Do-91884\/","title":{"rendered":"&quot;MEIN HERZ SCHL\u00c4GT SCHLAGER&quot; <br \/>Doppel-CD und DVD &quot;Mein Herz schl\u00e4gt Schlager&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Ob das Herz des renommierten Musikkritikers bei dieser Doppel-CD bzw. DVD h\u00f6her schl\u00e4gt, das erfahren Sie HIER&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&bdquo;Mein Herz schl&auml;gt Schlager&ldquo;<\/strong> &ndash; so nennt sich nicht nur der derzeitige, vielbesuchte YOUTUBE Kanal von <strong><em>Ariola<\/em><\/strong>, dem M&uuml;nchener Label f&uuml;r Schlager und mehr, das mit dem Medienriesen SONY Music verwoben ist. Dieser Slogan dient unisono als plakativer Aufh&auml;nger der aktuellen Werbekampagne von <em>Ariola<\/em> f&uuml;r den neuen Deutschen Schlager allgemein und somit nat&uuml;rlich auch und in erster Linie f&uuml;r ansprechende, genrerelevante Produkte dieser alteingesessenen Plattenfirma, die nun schon seit 57 Jahren besteht. Grund f&uuml;r diese Werbelinie unter dem Titel &bdquo;Mein Herz schlagt Schlager&ldquo; ist die Tatsache, dass dieser Musikrichtung bedauerlicherweise immer noch ein schlechtes, falsches, oft negatives Image anhaftet &ndash; und dies, obwohl sich K&uuml;nstler und Produktionen, die diesem oft (gewollt) missverstandenen klanglichen Sektor zuzurechnen sind, in den vergangenen Jahren bei Otto Normalmusikh&ouml;rer, jenseits aller Besserwisser aus angeblich &bdquo;aufgekl&auml;rten&ldquo; Medien und kulturellem Elfenbeinturm, immer gr&ouml;&szlig;erer Beliebtheit erfreuen, was hunderttausendfach an Frau\/Mann gebrachte Topalben und ausverkaufte Megatourneen von z.B. Andrea Berg, Helene Fischer, Matthias Reim, Roland Kaiser und vielen anderen eindrucksvoll dokumentieren.<\/p>\n<p>Nun hat <em>Ariola<\/em> unter genau diesem Motto &bdquo;Mein Herz schl&auml;gt Schlager&ldquo; vor wenigen Tagen jeweils eine Doppel-CD und eine DVD, ausgestattet mit den besten, sch&ouml;nsten und effektivsten Schlagern von hauseigenen K&uuml;nstlern, auf den Markt gebracht. Die Doppel-CD beinhaltet 18 aktuelle <em>Ariola<\/em>-Produktionen auf CD-01 und nochmal so viele &bdquo;ultimative PartySchlagerHits&ldquo; auf der zweiten Silberscheibe, die &uuml;berwiegend aus den 70er und 80er Jahren stammen und noch heute zu den bekanntesten, begehrtesten und beliebtesten Stilvertreten z&auml;hlen. Auf der DVD hingegen wartet <em>Ariola<\/em> mit ganzen 26 knackigen Promo-Video-Clips zu brandaktuellen, schlagergem&auml;&szlig;en Themen auf.<\/p>\n<p>Zum h&uuml;bschen Gesicht dieser Kampagne wurde die br&uuml;nette <strong>Vanessa Mai<\/strong> auserkoren, die seit 2012 zuvorderst als feurige Leads&auml;ngerin des aus dem Baden W&uuml;rttembergischen Aspach stammenden Schlagertrios <strong>&bdquo;Wolkenfrei&ldquo;<\/strong> aufgefallen ist. &bdquo;Wolkenfrei&ldquo; haben Anfang 2014, eben bei <em>Ariola<\/em>, ihr famoses, romantisch-poppiges Deb&uuml;topus &bdquo;Endlos verliebt&ldquo; ver&ouml;ffentlicht, das kurz darauf umgehend die Top 20 der deutschen Albumcharts st&uuml;rmte und inzwischen f&uuml;nf reputierliche Radiosingles abgeworfen hat. So war Vanessa, als Frontfrau von &bdquo;Wolkenfrei&ldquo;, sofort mittenmang dabei, als ihr die <em>Ariola<\/em> antrug, Herz, Stimme und Blickfang von &bdquo;Mein Herz schl&auml;gt Schlager&ldquo; zu werden. Folglich sang die gelernte Mediengestalterin nicht nur gleich den hymnischen Disco-Fox-Aufh&auml;nger der Aktion im derzeit offenbar unvermeidlichen, gehetzt-grellen &bdquo;Atemlos durch die Nacht&ldquo;-Klangbild ein, der mit einem regelrechten, gellenden (pl&auml;rrenden?!?) Urschrei &bdquo;Meiiiinn Heeeerz schl&auml;&auml;gt Schlaaahhhger&ldquo; heftig-deftig (kreischend?!) beginnt. Auch ist ihre Band, die &uuml;brigens im August diesen Jahres ihren langersehnten CD-Zweitling vorlegen wird, gleich mit mehreren Beitr&auml;gen aus &bdquo;Endlos verliebt&ldquo; f&uuml;r hier analysierte Doppel-CD (<strong>&bdquo;Ich versprech&lsquo; Dir nichts und geb Dir alles&ldquo;<\/strong> (Fox Radio Mix), <strong>&bdquo;Der Zaubertrank ist leer&ldquo;<\/strong> (Radio Edit)) bzw. DVD (beide genannten Titel in den Single-Mixes, plus <strong>&bdquo;Jeans, T-Shirt und Freiheit&ldquo;<\/strong>, im Juli 2013 die erste Single des Trios) auf die Tracklisten gesetzt worden.<\/p>\n<p>Direkt aus dem sagenhaften &bdquo;Atlantis&ldquo; auf die Doppel-CD, zauberte sich der neu rhythmisierte Fox-Mix von <strong>Andrea Bergs<\/strong> 2014er-Radiorenner <strong>&bdquo;Himmel auf Erden&ldquo;<\/strong>, w&auml;hrend auf der entsprechenden DVD der in der K&ouml;lner Lanxess-Arena mitgeschnittene Live-Clip dieses wiegenden Ohrwurms zu sehen ist, der &uuml;brigens von niemand geringerem geschrieben wurde, als von dem allseits angesehenen Kollegen <strong>Andreas Martin<\/strong>, der auch hier wie immer mit dem richtigen Riecher f&uuml;r pr&auml;gnante, pointierte Kompaktschlager zur Sache ging. Den Neunkirchner Grandseigneur des schmusigen Schlagerfox selbst sehen wir auf der DVD mit einem fr&ouml;hlichen Zeichentrick-Animationsvideo zum gro&szlig;artigen Titelsong seiner 2014er-Hit-CD <strong>&bdquo;F&uuml;r Dich&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Nach seinem Vertragsabschluss mit <em>Ariola<\/em> vor knapp zwei Jahren, legte <strong>Roland Kaiser<\/strong> bald darauf sein aktuelles CD-Meisterwerk &bdquo;Seelenbahnen&ldquo; vor, f&uuml;r das der Edelmann des anerotisierten Feudalschlagers einmal wieder zur kreativen H&ouml;chstform aufgelaufen war. Besonders das prachtvoll voranstrebende Softrock-Duett mit der quirligen Songwriter-Partnerin <strong>Maite Kelly<\/strong>, <strong>&bdquo;Warum hast Du nicht Nein gesagt?&ldquo;<\/strong>, wurde von den Fans der personifizierten Pop-H&ouml;flichkeit begeistert aufgenommen, so dass von diesem fulminanten Titel, nach dem durchschlagenden Erfolg des Originalmixes, zus&auml;tzlich noch ein donnernder &bdquo;Pop Mix&ldquo; (h&ouml;ren wir auf der CD), sowie ein energetisch verf&uuml;hrerischer &bdquo;Club Mix&ldquo; (sehen wir auf der DVD) hergestellt wurde.<\/p>\n<p>Rolands gro&szlig;artige 1985er-Jugenderinnerung <strong>&bdquo;Hier fing alles an&ldquo;<\/strong> wurde exklusiv f&uuml;r die Do-CD &bdquo;Mein Herz schl&auml;gt Schlager&ldquo; von dem noch n&auml;her vorzustellenden Hamburger DJ-Duo <strong>&bdquo;Schwebende W&auml;lder&ldquo;<\/strong> very british, im schw&uuml;len Gro&szlig;raumdisco-Sound der &bdquo;Pet Shop Boys&ldquo;, geradezu ph&auml;nomenal &ndash; modernisierend, aufputschend, aber niemals zerst&ouml;rend oder gar persiflierend &ndash; neu abgemischt, w&auml;hrend seine hingerissene Ode auf die umwerfende, urbane Traumfrau <strong>&bdquo;Joana&ldquo;<\/strong> in einer grazi&ouml;sen, rockig-aufstrebenden, um feiste, f&uuml;llende Bl&auml;sers&auml;tze und krachige E-Gitarren erg&auml;nzten, knapp siebenmin&uuml;tigen Konzertfassung zum Einsatz kommt, &sbquo;live&lsquo; aufgezeichnet am 02. August 2014, vor &uuml;ber 25.000 Zuschauern, bei der allj&auml;hrlichen Kultveranstaltung &bdquo;Kaiser-Mania&ldquo; auf den Dresdner Elbwiesen.<\/p>\n<p>Das nordrhein-westf&auml;lische Schlager-Duo <strong>&bdquo;Fantasy&ldquo;<\/strong> pr&auml;sentiert auf der Audio-CD seine ultrareing&auml;ngige, aktuelle Single <strong>&bdquo;Darling&ldquo;<\/strong> und auf der DVD, zus&auml;tzlich zu einem bunten Clip zu diesem wiegenden Titel, die elektrisierende, letztj&auml;hrige Sommersonnesamba-Tanzorgie <strong>&bdquo;R.I.O. &ndash; Es geht nach Rio de Janeiro&ldquo;<\/strong>. Einen &bdquo;Wu wu wu wu wunderbaren&ldquo; Disco-Fox-Rock-Schlager-Mix vernehmen (<strong>&bdquo;Wunderbar&ldquo;-<\/strong> geschrieben von Joachim Horn-Bernges und Matthias Reim (!)) und sehen (<strong>&bdquo;Ich w&auml;hl&lsquo; Deine Nummer&ldquo;<\/strong>, ebenfalls &bdquo;Matzes&ldquo; Kompositionstalent entsprungen) wir seitens des stimmstarken Ex-DSDS-Teilnehmers <strong>Norman Langen<\/strong>; hochkar&auml;tigen teutonischen Neo-Pop bester G&uuml;teklasse hat die begabte, geb&uuml;rtige Georgierin <strong>Maria Levin<\/strong> f&uuml;r CD <em>und <\/em>DVD im Gep&auml;ck (<strong>&bdquo;Ein neuer Himmel&ldquo;<\/strong>). Untermauert von gef&uuml;hlten tausend Streichern des legend&auml;ren Filmorchesters Babelsberg, interpretiert Starkom&ouml;diant <strong>Hape Kerkeling<\/strong> mit gekonnt &uuml;berh&ouml;htem Pathos in der Stimme eine g&ouml;ttlich &uuml;berdrehte, perfekt zers&auml;gte Neufassung von Ireen Sheers hei&szlig;bl&uuml;tigem 1978er-Beitrag zum Grand Prix Eurovision de la Chanson, <strong>&bdquo;Feuer&ldquo;<\/strong>, die ebenfalls zu den k&uuml;nstlerischen H&ouml;hepunkten auf CD-01 von &bdquo;Mein Herz schl&auml;gt Schlager&ldquo; gerechnet werden muss.<\/p>\n<p>Klar, dass in Anbetracht einer solch Riesenauswahl von 18 neuen <em>Ariola<\/em>-Liedern f&uuml;rs Ohr und 26 von der M&uuml;nchener Firma verantworteten Musikvideos gleichsam f&uuml;rs Auge auch einige Beitr&auml;ge darunter zu finden sind, die einem impulsiven CD-Kritiker, der ja auch &uuml;ber einen eigenen Geschmack verf&uuml;gt, nicht so sehr aus dem Herzen sprechen, wie es sich die Verantwortlichen vielleicht w&uuml;nschen. So geht es mir z.B. in puncto der unn&ouml;tigen rhythmischen Aufmotzung von <strong>Wolfgang Petrys<\/strong> zuvor eher unbedeutendem 1995er-Albumtitel <strong>&bdquo;Einmal noch&ldquo;<\/strong> mit langweilig ruckelnden M&ouml;chtegern-Kylie-Minogue-Beats, die uns als angebliches Wolle-Comeback 2014 verkauft werden sollte. Diese Vorgehensweise belegte &ndash; ihrem Titel gem&auml;&szlig; &ndash; &bdquo;einmal noch&ldquo; in aller Form, dass es wirklich an der Zeit war, dass unser hei&szlig;geliebtes Ruhrpott-Idol jeden Tag &bdquo;brandneu&ldquo; (und nicht nur mit dumpfer Rhythmik bestenfalls verschlimmbessert) ausgestalten und ausleben m&ouml;ge. Nur dadurch &ndash; und nicht durch das sinnlose Aufw&auml;rmen im tumben &bdquo;Einmal noch&ldquo;-Style &ndash; hat sich Wolle mittels des dazugeh&ouml;rigen Spitzenalbums &bdquo;Brandneu&ldquo; (das auf &bdquo;Mein Herz schl&auml;gt Schlager&ldquo; leider keine Erw&auml;hnung findet) erst k&uuml;rzlich eine wahrlich w&uuml;rdige, tiefgreifende und unerwartet direkte und ehrliche R&uuml;ckkehr ins Popgeschehen erm&ouml;glicht.<\/p>\n<p>Dass &bdquo;Einmal noch&ldquo; in Konzeption und Umsetzung alles andere als zukunftstr&auml;chtig und erfrischend war und Wolle P. schon vor genanntem &bdquo;brandneuen&ldquo; Songfeuerwerk zu gutem, handfesten deutschen Poprock f&auml;hig w&auml;r, beweist die hintergr&uuml;ndig rockende Gitarrenorgie <strong>&bdquo;Rettungsboot&ldquo;<\/strong>, die der einst langm&auml;hnige &sbquo;K&ouml;lsche Jong&lsquo; im Sommer vor einem Jahr gemeinsam mit Sohnemann <strong>Achim Petry<\/strong> f&uuml;r dessen vierte Soloarbeit &bdquo;Mittendrin&ldquo; aufgenommen und produziert hatte, wobei &ndash; wenn ich meinen Ohren trauen darf &ndash; f&uuml;r vorliegende Ariola-Werkschau eine ausnahmslos von Spr&ouml;ssling Achim intonierte Soloversion des urspr&uuml;nglichen Duetts genutzt wurde.<\/p>\n<p>Es ist selbstverst&auml;ndlich niemandem untersagt, das volkst&uuml;melnde Schlager-Duo <strong>&bdquo;Die Amigos&ldquo;<\/strong> hochgradig zu verehren. Genauso wenig aber ist irgendein Mensch auf Gottes sch&ouml;ner Erde dazu gezwungen, dessen unertr&auml;glich schw&uuml;lstige Schmonzetten a la <strong>&bdquo;Dann brennen die Feuer&ldquo;<\/strong> (im h&auml;mmernd bumsenden &bdquo;Aloha-Mix&ldquo; auf der CD) bzw. <strong>&bdquo;Sommertr&auml;ume&ldquo;<\/strong> (auf der DVD) m&ouml;gen zu m&uuml;ssen. Dieselbe Gesetzm&auml;&szlig;igkeit gilt gleicherma&szlig;en f&uuml;r den gnadenlos vor sich hin schnulzenden Ex-Skifahrer <strong>Hansi Hinterseer<\/strong> (<strong>&bdquo;Heut&lsquo; ist Dein Tag&ldquo;<\/strong>, auf der DVD) bzw. den chilenischen Jammerbarden <strong>Jose Valdes<\/strong> (<strong>&bdquo;Senorita&ldquo;<\/strong>, DVD).&nbsp; Im g&auml;nzlich unspannenden Durchschnitt verbleiben dar&uuml;ber hinaus ein in die Jahre gekommener <strong>Olaf Henning<\/strong> (<strong>&bdquo;1000 Farben&ldquo;<\/strong>, auf der CD als dr&ouml;ge dahinpl&auml;tschernder Discofox, auf der DVD &sbquo;live&lsquo; als m&auml;hrige Balladenauslegung) und ein hellstimmiger Tanzschlager-Epigone, der auf den Namen <strong>Christian J&auml;hrig<\/strong> h&ouml;rt (aber hinsichtlich seiner vorpubert&auml;ren Stimmfarbe nie und nimmer &bdquo;voll-j&auml;hrig&ldquo; klingt!); einen Namen, den zumindest meine Wenigkeit jedoch bereits wieder vergessen hat, bevor des Tr&auml;gers dieses Namens langweiliger Fox-Verschnitt <strong>&bdquo;Roulette&ldquo;<\/strong> &uuml;berhaupt &sbquo;rienne va plus&lsquo; gesagt hat und im Rausch des Mittelma&szlig;es verklungen ist&hellip;<\/p>\n<p>Ein ganz anderes Kaliber bieten dagegen der sympathische K&auml;rntner Bua Nikolas Presnik alias <strong>Nik P.<\/strong>, der auf &bdquo;Mein Herz schl&auml;gt Schlager&ldquo; mit dem tiefsinnigen, straight antreibenden Romantik-Rock-Geniestreich <strong>&bdquo;Du musst ein Engel sein&ldquo;<\/strong> (CD) und einer (Pseudo?)-Live-Version seines unschlagbaren <strong>&bdquo;Sterns (der Deinen Namen tr&auml;gt)&ldquo;<\/strong>, entnommen Andrea Bergs &bdquo;Heimspiel&ldquo;-Special, zum wohlverdienten Zuge kommt, und selbstverst&auml;ndlich unser &bdquo;Big Brother&ldquo;-gest&auml;hlter Lieblingspolarisierer <strong>Michael<\/strong> &bdquo;Der<strong>&ldquo; Wendler<\/strong> mit seiner selbstkomponierten Edel-Fox-Eloge <strong>&bdquo;Die Maske f&auml;llt&ldquo;<\/strong>, dem vor schillernder Eleganz und kunstvoller Dekadenz nur so strotzenden Titelsong seines vor wenigen Tagen&nbsp; erschienenen, neuen Longplay-Albums.<\/p>\n<p>Ausschlie&szlig;lich auf der DVD vorgestellt werden z.B. die sympathische Tiroler Austropop-Chanteuse <strong>Hannah<\/strong> mit ihrer wuchtigen Dialektrock-Explosion <strong>&bdquo;I halts nit aus&ldquo;<\/strong>, der Holl&auml;ndische Jungstar <strong>Jan Smit<\/strong>, der mit einer volumin&ouml;sen Powerballade namens <strong>&bdquo;Noch einmal mein Herz&ldquo;<\/strong> gl&auml;nzt, oder die steirische Schlagerrockband <strong>&bdquo;Seer&ldquo;<\/strong>, von der die dralle Rockpop-Ballade <strong>&bdquo;Heut&lsquo; heirat&lsquo; die Liebe meines Lebens&ldquo;<\/strong>, live von ihrem Jubil&auml;ums-Open-Air im heimatlichen &Ouml;rtchen Grundlsee, f&uuml;r die visuelle Ausgabe von &bdquo;Mein Herz schl&auml;gt Schlager&ldquo; ausgew&auml;hlt wurde. Auch <strong>Udo J&uuml;rgens<\/strong>&lsquo; letzter gro&szlig;er Radiohit <strong>&bdquo;Der Mann ist das Problem&ldquo;<\/strong>, erschienen vor einem Jahr auf seiner wahrhaftig phantastischen (Beinahe)-Rock-Scheibe &bdquo;Mitten im Leben&ldquo;, ist als Video zu genie&szlig;en, allerdings nur in einem ironischen Animationsmodus, ohne sichtbare Mitwirkung des Ende letzten Jahres verstorbenen Chanson-Gro&szlig;meisters.<\/p>\n<p>Nicht der Rede wert hingegen: Der einstige Potsdamer &bdquo;M&auml;dchenmillion&auml;r&ldquo;, <strong>B&uuml;rger Lars Dietrich<\/strong>, der mittels einer Art Techno-Rap-Schlagers, &bdquo;TV Show&ldquo; genannt, wohl nur f&uuml;r in der &bdquo;DDR&ldquo; sozialisierte Mitmenschen so richtig nachvollziehbar, der einstigen Ost-Musiksendung &bdquo;Ein Kessel Buntes&ldquo; eine schr&auml;ge Hommage widmet, der offenbar unvermeidliche Solo-&bdquo;Flipper&ldquo; <strong>Olaf<\/strong> bzw. dessen penetranter Ohrenbelaster <strong>&bdquo;Ich mach&rsquo;s wie die Sonnenuhr&ldquo;<\/strong> oder der lieblose und uninspirierte Zwiegesang <strong>&bdquo;Liebe ist Liebe&ldquo;<\/strong> des Grazer S&auml;ngers <strong>Charly Brunner<\/strong> und seiner blonden Wiener Landsm&auml;nnin <strong>Simone<\/strong>.<\/p>\n<p>F&uuml;r ein origin&auml;res Highlight der Gesamtaktion &bdquo;Mein Herz schl&auml;gt Schlager&ldquo; sorgt das Hamburger DJ-Duo &bdquo;<strong>Schwebende W&auml;lder&ldquo;<\/strong>, das aus den zwei &bdquo;durchgeknallten Schlager-Fritzen&ldquo; (Eigenwerbung) Sebastian Bender und Alexander Bechmann aus Hamburg-Winterhude besteht. Den beiden jungen Genreexperten wurde die Ehre zu teil, 18 unvergessliche Schlager-Dauerbrenner f&uuml;r die zweite Audio-Silberscheibe von &ldquo;Mein Herz schl&auml;gt Schlager&ldquo; auszuw&auml;hlen. Hierbei haben die beiden DJs, die 2011 ihren ersten &ouml;ffentlichen Auftritt auf der Hamburger Reeperbahn absolvierten, seit 2013 auch auf dem dortigen, allj&auml;hrlichen &bdquo;Schlager-Move&ldquo; mit einem eigenen Truck vertreten sind und zudem regelm&auml;&szlig;ig Partys im Berliner Schlagerclub &bdquo;Hafenbar&ldquo; abfeiern, tats&auml;chlich ein &auml;u&szlig;erst praktikables H&auml;ndchen bewiesen.<\/p>\n<p>So fand, Dank der &bdquo;Schwebenden W&auml;lder&ldquo;, z.B. <strong>Udo J&uuml;rgens<\/strong>&lsquo; schier geniale, synthipoppig-abgekl&auml;rte 1981er-Single <strong>&bdquo;Gaby wartet im Park&ldquo;<\/strong>, <strong>Lena Valaitis<\/strong>&lsquo; aufw&uuml;hlend-nerv&ouml;se Laura Branigan\/Umberto Tozzi-Coverversion <strong>&bdquo;Gloria&ldquo;<\/strong> (1982) oder <strong>Rogers Whittakers<\/strong> augenzwinkernder Kaffeetrinker-Schunkler <strong>&bdquo;Ein bisschen Aroma&ldquo;<\/strong> (1986), ebenso verdienterma&szlig;en einen guten Platz auf CD-02 von &bdquo;Mein Herz schl&auml;gt Schlager&ldquo;, wie die enorm disco-lastigen, ultratanzbaren Mitsing-Hymnen <strong>&bdquo;Pistolero&ldquo;<\/strong> (<strong>&bdquo;Dschinghis Khan&ldquo;<\/strong>, 1981) und <strong>&bdquo;Dann heirat&lsquo; doch Dein B&uuml;ro&ldquo;<\/strong> (<strong>Katja Ebstein<\/strong>, 1980), f&uuml;r die beide Altmeister Ralph Siegel kompositorisch verantwortlich zeichnete. <strong>Tony Marshalls<\/strong> fernwehs&uuml;chtige, deutsche Sichtweise des sp&auml;teren Radikal-Nervt&ouml;ters &bdquo;Looking for Freedom&ldquo;, &nbsp;<strong>&bdquo;Auf der Stra&szlig;e nach S&uuml;den&ldquo;<\/strong> (1978), und die s&uuml;&szlig;liche Ode der <strong>&bdquo;Flippers&ldquo;<\/strong> auf die japanische Sch&ouml;nheit <strong>&bdquo;Lotosblume&ldquo;<\/strong> (1989) sind zwar Trash pur, aber geh&ouml;ren fraglos auf jede z&uuml;nftige und trinkfeste Schlagerfete. Fr&ouml;hlich-sonnige Sommerstimmung von <strong>G.G. Anderson<\/strong> (<strong>&bdquo;M&auml;dchen, M&auml;dchen&ldquo;<\/strong>, 1986) oder Michael Holm (<strong>&bdquo;Nur ein Kuss, Maddalena&ldquo;<\/strong>, 1974), klassische Tanzfl&auml;chenaufmischer von <strong>Costa Cordalis<\/strong> (<strong>&bdquo;Anita&ldquo;<\/strong>, 1976) oder <strong>Benny Schnier<\/strong>, den wir 80er-Kinder haupts&auml;chlich als Co-Moderator des allj&auml;hrlichen &bdquo;ZDF-Ferienprogramms f&uuml;r Kinder&ldquo; kennen, (<strong>&bdquo;Skateboard&ldquo;<\/strong>, 1978), sowie weitere Schlagerperlen der coolen Dekade, wie <strong>Juliane Werdings<\/strong> d&uuml;stere Mike-Oldfield-Bearbeitung <strong>&bdquo;Nacht voll Schatten&ldquo;<\/strong> (&bdquo;Moonlight Shadow&ldquo;; 1983) oder Ingrid Peters&lsquo; peitschende deutsche Fassung des Rose-Laurens-Synthi-Hits &bdquo;Africa&ldquo;\/<strong>&ldquo;Afrika&ldquo; <\/strong>(dto.) etc. u.v.a, runden das von den &bdquo;Schwebenden W&auml;ldern&ldquo; liebevoll zusammengef&uuml;gte Programm &bdquo;Die ultimativen PartySchlagerHits&ldquo; auf CD-02 von &bdquo;Mein Herz schl&auml;gt Schlager&ldquo; &uuml;berzeugend und spannungsreich ab.<\/p>\n<p>Selbstredend kann man der <em>Ariola<\/em> reine Gesch&auml;ftemacherei vorwerfen, wenn sie nun eine Art nur zu Werbezwecken dienende Labelpr&auml;sentation ihrer verkaufstr&auml;chtigsten Schlager-Acts f&uuml;r teures Geld dem Konsumenten schmackhaft macht. Fr&uuml;her konnten sich Journalisten, sonstige Medienmenschen (oder auch nur solche, die sich daf&uuml;r hielten) vor kostenfrei nachgeworfenen Promo-Samplern und Werbe-CDs einer jeweiligen Plattenfirma kaum mehr erretten. Hattest Du Dir irgendwo einen Presseausweis erschlichen, schon quoll Dein Briefkasten &uuml;ber mit labelspezifischen Kompilationen. Nun bietet die Ariola so etwas der erstaunten Musikh&ouml;rerschaft, jenseits aller Journalistenausweise dieser Welt, im HighPrice Bereich von &uuml;ber 15 Euro pro CD bzw. DVD an. Trotzdem, insbesondere in Anbetracht der nicht wegzudiskutierenden Tatsache, dass z.B. im Bereich des &Ouml;ffentlich-Rechtlichen Rundfunks das deutsche Schlagerliedgut einen zunehmend schlechteren Stand hat, ist es umso beachtenswerter, dass <em>Ariola <\/em>mit ihrer pfundigen Promotionma&szlig;nahme &bdquo;Mein Herz schl&auml;gt Schlager&ldquo; nun so offensiv und gewitzt an die &Ouml;ffentlichkeit tritt. Das vorliegende Liedmaterial deckt vom zeitnahen Popschlager einer Andrea Berg, &uuml;ber kessen Disco-Fox moderneren Zuschnitts von Norman Langen oder &bdquo;dem&ldquo; Wendler, gehobenen Deutschpop mit Gro&szlig;stadtattit&uuml;de von Roland Kaiser, Andreas Martin oder Nik P., bis hin zum Volkst&uuml;mlichen Spektrum a la &bdquo;Amigos&ldquo; oder Hansi Hinterseer, alles das ab, was der tolerante Schlagerfan begehrt. Die ansteigende Dancefloor-, Fox-, vulgo: immer rhythmusbetontere Ausrichtung bzw. Gestaltung der einheimischen Leichten Muse, die auf beiden, hier vorgestellten Projekten &uuml;berhand zu nehmen scheint, d&uuml;rfte f&uuml;r klassische Schlager-Ohren, deren H&ouml;rgewohnheiten in den 70er oder 80er Jahren gepr&auml;gt wurden, ein zweischneidiges Schwert darstellen. Ob nun wirklich jede Neuerscheinung, selbst solche von alteingesessenen Genrevertretern, wie Roland Kaiser oder Wolfgang Petry, den glei&szlig;enden &bdquo;Atemlos-Effekt&ldquo; aufweisen muss, ob es n&ouml;tig ist, denselben durch krachendes, rhythmisches Aufplustern unbedingt jedem noch so fein t&ouml;nenden, sanft-lieblichen Original hinzuzuf&uuml;gen bzw. aufzupressen, ist sicherlich eine Frage der Betrachtungsweise (und auch des Lebensalters) des jeweiligen Rezipienten. Unwiderlegbar ist jedoch, dass naturgem&auml;&szlig; eine zeitnahe, ggf. f&uuml;r betagtere H&ouml;rorgane zu laut, zu aufw&uuml;hlend und zu gehetzt wirkende Aufmachung und Auskleidung des Deutschen Schlagers diesen nun mal der j&uuml;ngeren Club-, Nachtleben- und Discoszene interessanter und ansprechender erscheinen l&auml;sst und dem Schlager per se durch diese Vorgehensweise gewiss &nbsp;jegliches optional Altbackene genommen wird. Somit bleibt festzustellen, dass <strong>&bdquo;MEIN HERZ SCHL&Auml;GT SCHLAGER&ldquo;<\/strong>, diese Interesse erweckende und lebensfreudige, brandaktuelle Aktion von <em>Ariola<\/em>, mit Sicherheit, allen Generations- und Auffassungsunterschieden zum Trotz, fast jedes offenstehende und nicht scheuklappenbehaftete Schlager-Herz h&ouml;her und h&ouml;her schlagen lassen d&uuml;rfte &ndash; obwohl ob der vielfachen thematischen und inhaltlichen &Uuml;berschneidung des Repertoires ein umfangreiches 2-CD-plus-1-DVD-Gesamtset weitaus zweckm&auml;&szlig;iger, handlicher gewesen w&auml;re und f&uuml;r den schlagerfreudigen CD-K&auml;ufer garantiert auch kosteng&uuml;nstiger h&auml;tte ausfallen k&ouml;nnen!<\/p>\n<p>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/mein-herz-schlaegt-schlager.jpg\" style=\"width: 363px; height: 512px;\" \/><\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 24. bis 26. M\u00e4rz 2015<br \/>http:\/\/www.ariola.de<br \/>http:\/\/www.meinherzschlaegtschlager.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob das Herz des renommierten Musikkritikers bei dieser Doppel-CD bzw. 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