{"id":91360,"date":"2015-04-14T00:00:00","date_gmt":"2015-04-14T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=91360"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"REINHARD-MEY-Wissenswertes-uebe-91359","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/liedermacher\/REINHARD-MEY-Wissenswertes-uebe-91359\/","title":{"rendered":"REINHARD MEY <br \/>Wissenswertes \u00fcber die Doppel-CD &quot;dann mach\u2019s gut \u2013 live&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>ODER Weisheit in Musik geh\u00fcllt&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">REINHARD MEY braucht die gro&szlig;e Show nicht. Er blickt gern in die freundlichen Gesichter seiner Zuh&ouml;rer, die er als Freunde betrachtet. Man sp&uuml;rt, dass er die Begegnung mit seinem Publikum genie&szlig;t, weil er sie braucht. Diese Begegnung ist die Belohnung f&uuml;r die einsamen Stunden, in denen seine Lieder entstehen. Denn es ist ja eine einsame Berufung, der er nachgegangen ist, seit die Eltern so besorgt fragten &bdquo;Reinhard, Reinhard, was soll nur aus dir werden&hellip;?&ldquo;&nbsp; Ein &bdquo;Spielmann&ldquo; ist er geworden, gl&uuml;cklicherweise. Und viel mehr als das. Es ist ein Konzert, das tief in die Wahrheit des Lebens geht, Weisheit in Musik geh&uuml;llt, denkbar schlicht und daher umso intensiver dargeboten: ein Mann, eine Gitarre, ein Scheinwerfer. Keine weitere Ablenkung. Entstanden ist das Live-Album &bdquo;dann mach&rsquo;s gut&ldquo; 50 Jahre nach dem ersten B&uuml;hnenauftritt.<\/p>\n<p>&bdquo;&lsquo;n Abend&ldquo; ist eines der neuen Lieder auf diesem Album. Es enth&auml;lt nicht nur eine Zauberformel gegen das ewig qu&auml;lende Lampenfieber, sondern f&uuml;hrt das Publikum auf&nbsp; am&uuml;sante Weise hinein in das Innenleben des Menschen, der sich da oben auf der B&uuml;hne gerade so klein f&uuml;hlt. Dabei wird den Zuh&ouml;rern ziemlich rasch klar, dass da ein ganz Gro&szlig;er noch gr&ouml;&szlig;er geworden ist.&nbsp;Ja, Reinhard Mey hat den Mut zu zeigen, wie sich sein Horizont geweitet hat. In seinem Mikrokosmos hat er alles gefunden, was wichtig ist in der Welt. Und auch scheinbar nebens&auml;chlichen, tats&auml;chlich aber v&ouml;llig unersetzlichen Dingen hat er melodi&ouml;se Denkmale gesetzt. &bdquo;Das Taschentuch&ldquo; zum Beispiel, spielt an diesem Abend nicht nur im Lied davon eine Rolle.<\/p>\n<p>Es sind auch stumme Tr&auml;nen geflossen bei diesem Konzert.&nbsp;&bdquo;Dann mach&rsquo;s gut&ldquo; erz&auml;hlt von einem letzten unbeschwerten Abschied, von der tiefen Sehnsucht nach einem im Nachhinein als selig empfundenen Zustand, der gleichwohl seinen Zauber verloren h&auml;tte, w&auml;ren die Schatten schon erahnbar gewesen. Das Titellied wirbt auch darum, das Gl&uuml;ck, das man hat, bewusster zu sch&auml;tzen, tiefer zu empfinden, weil man nie wissen kann, wann es vergeht. &bdquo;Lass nun ruhig los das Ruder&hellip;&ldquo;, ein wundersch&ouml;nes, helles Sterbelied, ist getragen von einer bis ins Letzte positiven Lebenshaltung, die der Versuchung des Haderns widerstehen kann, auch wenn sie &uuml;berm&auml;chtig erscheint. Unter Freunden muss man nichts erkl&auml;ren, keine gro&szlig;en Worte machen, man wird auch so verstanden.&nbsp;Das Publikum kennt den Menschen Reinhard Mey aus seinen Liedern. Und das reicht wohl, um ihn ziemlich gut zu kennen. Auch wenn er immer wieder auf den Spitzen der Charts gelandet ist, steht auf der B&uuml;hne kein glitzernder Popstar, sondern ein ernsthafter K&uuml;nstler mit einer immer wieder neu &uuml;berraschenden Begabung zu Ironie und Selbstironie.<\/p>\n<p>Er hat einige der besten Lieder aus den 50 vergangenen Jahren mit ins aktuelle Programm genommen, darunter Ikonen wie &bdquo;Gute Nacht, Freunde&ldquo;, das rituelle Abschiedslied, und &bdquo;&Uuml;ber den Wolken&ldquo;, das, wie kein anderes, seine Kindheitstr&auml;ume symbolisiert. Die lustigen Lieder der fr&uuml;hen Jahre hat er au&szlig;en vor gelassen, sonst h&auml;tte zum &bdquo;Biker&ldquo; mit seiner sp&auml;ten Reue nat&uuml;rlich auch die witzig sp&ouml;ttelnde Ode an &bdquo;Annabelle&ldquo; geh&ouml;rt. Trotzdem war es ein Abend, an dem viel gelacht wurde, besonders auch &uuml;ber das zweite neue Lied &bdquo;Man kann nicht immer nur die Wahrheit sagen&ldquo;, in dem der Spielmann seine kom&ouml;diantische Seite zeigt.<\/p>\n<p>Dieses Album ist ein Res&uuml;mee, das die ganze Spannbreite des Lebens umfasst, von dem wunderbar melodi&ouml;sen Begr&uuml;&szlig;ungslied f&uuml;r den neugeborenen Enkel, &bdquo;Fahr dein Schiffchen durch ein Meer von Kerzen&ldquo;, bis zur sp&auml;ten Zufriedenheit &uuml;ber ein gradlinig gelebtes Leben in der coolen Country-Nummer &bdquo;Wolle&ldquo;. Die Geborgenheit der Kindheit kommt vor in &bdquo;Viertel vor Sieben&ldquo;, wobei Reinhard Mey bei Live-Auftritten seinen aktuellen Seelenzustand immer wieder pr&auml;zisiert durch Anleihen bei anderen Dichtern, hier mit einer Strophe von Wolfgang Borchert.&nbsp;Die gro&szlig;e, unverg&auml;ngliche Liebe interpretiert er in &bdquo;Wenn du bei mir bist&ldquo;, das Streben nach H&ouml;he und Weite in &bdquo;Lilienthals Traum&ldquo;, die W&uuml;rde des Menschen in &bdquo;Vaters Mantel&ldquo;. Das Konzert handelt von Freundschaft, von gl&uuml;cklicherweise vergeblichen W&uuml;nschen an die &bdquo;liebe gute Fee&ldquo;, aber auch, in einem begl&uuml;ckt wirkenden Rhythmus, von den Spangen und Schleifen und B&auml;ndern der Tochter.<\/p>\n<p>Und im &bdquo;Narrenschiff &bdquo;oder in &bdquo;Gute K&uuml;he kommen in den Himmel&ldquo;, blitzt der politische Reinhard Mey hervor, der treffsicher und viel zorniger Kritik &uuml;ben kann, als seine sanfte Aura das auf Anhieb vermuten l&auml;sst. Ja, er ist wachsam geblieben. Hat in seinen 50 B&uuml;hnenjahren jenen Teil der Berufung nicht vergessen, der zum Liedermacher eben auch geh&ouml;rt: die Stimme klangvoll zu erheben dort, wo etwa entfesseltes Machtstreben und &uuml;berbordende Gier das Leben auf die falsche Bahn bringen. Bei diesem gro&szlig;en Res&uuml;mee k&ouml;nnte er es belassen. Gl&uuml;cklicherweise scheint es fast unm&ouml;glich, dass er das kann.<\/p>\n<p>Kah\u00e9 PR &#038; Dialog, Stefan Kah\u00e9 (Textvorlage)<br \/>http:\/\/www.universal-music.de\/company\/umg\/electrola<br \/>http:\/\/www.reinhard-mey.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ODER Weisheit in Musik geh\u00fcllt&#8230;:\u00a0 REINHARD MEY braucht die gro&szlig;e Show nicht. 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