{"id":90733,"date":"2015-05-04T00:00:00","date_gmt":"2015-05-04T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=90733"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"MICHAEL-HOLM-smago-Serie-Schlag-90732","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/MICHAEL-HOLM-smago-Serie-Schlag-90732\/","title":{"rendered":"MICHAEL HOLM <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &quot;vor 40 Jahren&quot; von Stephan Imming: Teil 21 &#8211; Michael Holm (&quot;El Matador&quot;)!"},"content":{"rendered":"<p>Neuzugang 14.04.1975!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">MICHAEL HOLM wurde am 29.07.1943 unter dem Namen <em>Lothar Bernhard Walter<\/em> &nbsp;in Finkenwalde in Stettin (damals Polen) geboren. Drei Jahre sp&auml;ter verschlug es seine Familie mit seiner Zwillingsschwester <em>Mechthild<\/em> und drei weiteren Geschwistern nach Erlangen, wo er sp&auml;ter das Humanistische Gymnasium Erlangen besuchte (dort hatte er 1958 seinen ersten Musik-Auftritt auf einem Schulball), sein Abitur machte er in N&uuml;rnberg. Nach dessen Anschluss schrieb er sich im Jahr 1962 an der Freien Universit&auml;t Berlin f&uuml;r ein Jura-Studium ein und zog deshalb auch in diese Gro&szlig;stadt.<\/p>\n<p>Schon fr&uuml;h lernte Michael, Fl&ouml;te zu spielen in einem Familien-Ensemble (Eltern und Geschwister spielten Geige, Bratsche, Cello und Klavier). Als Kind war er auch Mitglied des Kinderchors von <em>Professor Kempf<\/em>, der damals im Raum Erlangen sehr bekannt war. Lange h&auml;lt es Michael nicht bei der Klassik &ndash; <em>Bill Haleys<\/em> Song &bdquo;Rock Around the Clock&ldquo; hat ihn so fasziniert, dass er sich als Teenager eine Schlaggitarre (&bdquo;Framus&ldquo;) kaufte, die er sich mit einem Ferienjob bei einem Bauern in M&ouml;hrendorf bei Erlangen selber verdient hatte (vielleicht entstand schon damals seine Naturverbundenheit, bis 2008 wohnte er ja mit seiner Frau <em>Beate<\/em> (&quot;<em>Bimbi<\/em>&quot;) und seinen Kindern <em>Maximilian<\/em> und <em>Anna-Franziska<\/em> auf einem 40 Hektar gro&szlig;en Bauernhof im oberbayrischen Weilheim). &nbsp;(In der Anfangszeit wohnte auch noch Holms Tochter <em>Franziska <\/em>mit im Haus). Das Spielen brachte er sich als Autodidakt selber bei, wobei seine Notenkenntnisse aus der Hausmusik sicher hilfreich waren.<\/p>\n<p>Die Rock&rsquo;n&lsquo;Roll-Songs, die er u. a. in Radio-Sendern wie AFN h&ouml;rte, inspirierten ihn so, dass er sie nachspielte und damit in Erlangen mit einer Band auch auftrat und dort schnell regional bekannt wurde. Ab und zu streute er schon damals auch eigene Nummern in das Programm mit ein. Noch zu Schul-Zeiten legte er sich einen Manager zu: Mitsch&uuml;ler <em>Klaus Buhl <\/em>nahm Demo-B&auml;nder mit von Michael gesungenen Titeln wie &bdquo;Tutti Frutti&ldquo; und &bdquo;Moonlight&ldquo; auf und legte sie Schallplattenfirmen vor.<\/p>\n<p>So kam der Kontakt zur Plattenfirma Telefunken zustande, wo er von Kapellmeister <em>Gert Wilden<\/em> zu einer Party eingeladen wurde, bei der er <em>Bert Berger<\/em> kennen lernte (auch &bdquo;<em>Boy Berger<\/em>&ldquo; genannt, b&uuml;rgerlich <em>Albert Sch&uuml;tzenberger<\/em> &ndash; nicht zu verwechseln mit <em>Norbert Berger<\/em>, dem verstorbenen m&auml;nnlichen Part von <em>Cindy und Bert<\/em>).&nbsp; Mit ihm improvisierte er noch bei der Party einen gemeinsamen Auftritt, was zu ersten Aufnahmen und schlie&szlig;lich zum ersten Plattenvertrag f&uuml;hrte.<\/p>\n<p>Die erste im M&auml;rz 1961 entstandene Aufnahme des neu formierten Duos &bdquo;<em>Die Missouris<\/em>&ldquo;, &bdquo;<strong>Ich will Dich immer wieder k&uuml;ssen<\/strong>&ldquo;, entstand unter der musikalischen Leitung ihres Entdeckers <em>Gert Wilden<\/em>. Die Produktion &uuml;bernahm damals <em>Mal Sondock<\/em>, der Jahre sp&auml;ter als DJ-Moderator des WDR &uuml;ber viele Jahre hinweg &uuml;beraus popul&auml;r wurde. Eine Moderatoren-Karriere blieb Michael Holm verwehrt, auch wenn er 1967 f&uuml;r vier Wochen als Urlaubsvertretung f&uuml;r <em>Dieter Thomas Heck<\/em> Sprecher bei Radio Luxemburg war und zwischen 1971 und 1974 sogar f&uuml;r den WDR als Moderator der TV-Sendung &bdquo;Stars pr&auml;sentieren Stars&ldquo; t&auml;tig war.<\/p>\n<p>Schon mit der zweiten &nbsp;Single, &bdquo;<strong>Texas Jimmy<\/strong>&ldquo;, nahm das Duo am 4. Juni 1961 bei den ersten deutschen Schlagerfestspielen im Kurhaus in Baden Baden teil und erreichte dort mit diesem Western-Schlager einen beachtlichen&nbsp; zweiten Platz. Mit dem &bdquo;R&uuml;ckenwind&ldquo; kam es im August 1961 sogar zu einer Platzierung in den Top 50 der meist verkauften Singles in Deutschland, und das Duo kam als Gast in dem Schlagerfilm &bdquo;Schlagerparade 1961&ldquo; vor.<\/p>\n<p>Bis zu seiner Aufl&ouml;sung&nbsp; im Jahre&nbsp; 1963 wurden mit den &bdquo;Missouris&ldquo; immerhin neun Singles herausgebracht, sp&auml;ter auch unter der Produktion von <em>Wolf Kabitzky. <\/em>In dieser Zeit gelang lediglich ein weiterer Hit-Erfolg, &bdquo;<strong>Der King<\/strong>&ldquo;, eine Coverversion des <em>Elvis-Presley<\/em>-Titels &bdquo;The King Of the Whole Wide World&ldquo;.<\/p>\n<p>Aufgrund des Erfolgs mit dem Duo beschloss die Plattenfirma, auch mit Michael Holm als Einzelinterpreten an den Start zu gehen. Die erste Solo-Single war ebenfalls die deutsche Adaption eines <em>Elvis-<\/em>Hits: Aus &bdquo;Wild In The Country&ldquo; wurde &bdquo;<strong>Das Lied von der Liebe<\/strong>&ldquo; &ndash; der Song wurde auch zu einem Hit-Erfolg, allerdings in der Interpretation des damals sehr erfolgreichen &bdquo;deutschen Elvis&lsquo;&ldquo; <em>Ted Herold<\/em>. Bemerkenswert: Auf der R&uuml;ckseite der 1961 produzierten Single war Holms erste ver&ouml;ffentlichte Komposition zu h&ouml;ren: &bdquo;<strong>Denk&lsquo; nicht mehr daran o Cowboy<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Auch die unter der Produktion von <em>Wolf Kabitzky<\/em> entstandenen Nachfolge-Singles waren Cover-Versionen: &bdquo;<strong>Bald wirst Du wieder gl&uuml;cklich sein<\/strong>&ldquo; (deutsche von <em>G&uuml;nter Loose<\/em> getextete Version des <em>Johnny-Ferguson<\/em>-Hits &bdquo;No One Can Love You Like I Do&ldquo;) und &bdquo;<strong>Die junge Liebe ist s&uuml;&szlig;<\/strong>&ldquo; (deutsche von <em>Claus Ritter<\/em> getextete Version des <em>Elvis<\/em>-Hits &bdquo;Just Tell Her Jim Said&nbsp; Hello&ldquo;).<\/p>\n<p>Der erste &bdquo;Nicht-Cover&ldquo;-Song Michael Holms war auch sein allererster eigener Hit in den Charts: Mit &bdquo;<strong>Lauter sch&ouml;ne Worte<\/strong>&ldquo;, einer Komposition des erfolgreichen Schlagerkomponisten <em>Werner Scharfenberger<\/em> und der damals bekannten Texterin <em>Fini Busch<\/em>, fand er sich am 01.08.1962 erstmals in den Verkaufs-Bestenlisten. &nbsp;Als Co-Interpreten wurden auf der Single die &bdquo;<em>Sunnies und die Cornels<\/em>&ldquo; erw&auml;hnt. &nbsp;Dieser Chor hat nicht nur bei erfolgreichen Schallplatten-Aufnahmen mitgewirkt, sondern vor allem auch bei Fernseh-Musiksendungen wie z.B. Hotel Viktoria als Background- oder Begleitchor, aber auch solistisch. Michael Holm selbst hatte 1962 seinen ersten TV-Auftritt in der Sendung &bdquo;Zu Gast bei <em>Trude Hesterberg<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>Als Interpret trat der ehrgeizige Jurastudent 1963 mit <em>Tony Sheridan<\/em> in M&uuml;nchen im &bdquo;L&ouml;wenbr&auml;u-Keller&ldquo; auf. Trotz einer gro&szlig;en Liebe in Berlin zog es ihn in jenem Jahr nach M&uuml;nchen. Ein Jahr sp&auml;ter war er bei der &bdquo;Tournee der Goldenen&ldquo; mit Schlager-Gr&ouml;&szlig;en wie <em>Nana Mouskouri, Gerhard Wendland, Heidi Br&uuml;hl <\/em>und<em> Peter Beil<\/em> und anderen auf Tourn&eacute;e. Er begann, f&uuml;r andere Interpreten erste Lieder zu schreiben, so wurde in diesen Jahren &bdquo;Kann ich Dir vertrauen&ldquo; von <em>Petula Clark<\/em> ein Achtungserfolg.<\/p>\n<p>In dieser Zeit stellte er entscheidende Weichen f&uuml;r die Zukunft, indem er in Berlin mit <em>Peter Meisel<\/em> von den Meisel-Musikverlagen Zukunftspl&auml;ne schmiedete.<\/p>\n<p>Einige Zeit sp&auml;ter, 1965, hat Michael Holm auch Erfolg als Komponist &ndash; der Berliner Jazzmusiker <em>Roger Bennett <\/em>hatte mit dem Instrumental-St&uuml;ck &bdquo;Kungsleden&ldquo;&nbsp; (der eigentliche Song-Titel &bdquo;<strong>Desert Island<\/strong>&ldquo; wurde in Japan verworfen wegen der Namensidentit&auml;t mit einem schl&uuml;pfrigen Film) in Japan(!) einen Riesen-Erfolg. Das ist umso bemerkenswerter, als Holm das Lied bereits als 16-j&auml;hriger Obersch&uuml;ler geschrieben hatte. Von &bdquo;Desert Island&ldquo; entstanden im Laufe der Zeit zahllose Cover-Versionen, es war das erste Lied, mit dem Holm richtig gut Geld verdiente.<\/p>\n<p>Im gleichen&nbsp; Jahr hatte er seinen bis dato mit Abstand gr&ouml;&szlig;ten nationalen Hit-Erfolg mit dem Lied &bdquo;<strong>Alle W&uuml;nsche kann man nicht erf&uuml;llen<\/strong>&ldquo;, einer Komposition <em>Joachim Heiders<\/em>, mit dem er fortan zusammenarbeitete. Aufgrund dieser Erfolge &nbsp;beschloss Michael Holm mit dieser Entwicklung, sein Jura-Studium nach sechs Semestern aufzugeben.<\/p>\n<p>Mit <em>Joachim Heider<\/em>, den er bei einer <em>Drafi-Deutscher<\/em>-Session in Berlin kennen lernte und dessen musikalische F&auml;higkeiten ihm imponierten (<em>Heider <\/em>spielte Klavier, komponierte, textete und arrangierte), gr&uuml;ndete er &uuml;brigens damals ein Duo namens &bdquo;<em>Mike und Joe<\/em>&ldquo;. Obwohl die Plattenfirma vollmundig versprach: &bdquo;<em>Ein toller Hit-Sound ist geboren<\/em>&ldquo;, erschienen nur drei eher erfolglose Schallplatten (u. a. der Beat-Schlager &bdquo;<strong>Blue Beat Baby<\/strong>&ldquo;).<\/p>\n<p>Mit Heider schrieb Holm 1965 auch den Song &bdquo;<strong>Summer in Hawaii<\/strong>&ldquo;, den er gemeinsam mit niemand geringerem als <em>Drafi Deutscher<\/em> unter dem Pseudonym &bdquo;<em>Blue Brothers<\/em>&ldquo; ver&ouml;ffentlichte &ndash; nachdem der Titel floppte, wurde das Projekt &bdquo;<em>Blue Brothers<\/em>&ldquo; wieder auf Eis gelegt.<\/p>\n<p>Ein weiteres Pseudonym war &bdquo;<em>Gary And the Gamblers<\/em>&ldquo; &ndash; unter diesem Namen wurde 1965 der Flop &bdquo;<strong>Vertrau auf mich<\/strong>&ldquo; ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>Seine &bdquo;Lehrzeit&ldquo; bei Telefunken lief mit Vertragsablauf 1965 ab &ndash; die vielsagenden Titel &bdquo;<strong>Das kann doch nicht das Ende sein<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Lass mich gehen!<\/strong>&ldquo; waren die letzten Lieder.<\/p>\n<p>In der Folgezeit war Holm zun&auml;chst f&uuml;r Philips aktiv &ndash; der <em>Heider<\/em>-Song &bdquo;<strong>Ich kann Dich nicht vergessen<\/strong>&ldquo; floppte, und Michael unterschrieb noch im gleichen Jahr einen Vertrag mit der damals gerade f&uuml;r Nachwuchss&auml;nger umtriebigen Hansa.<\/p>\n<p>Dort produzierte er eine knappe Handvoll eher erfolgloser Singles, allerdings begann nun die Zusammenarbeit mit <em>Hansj&ouml;rg &bdquo;Giorgio&ldquo; Moroder<\/em>, mit dem er in sp&auml;teren Jahren noch gro&szlig;e Erfolge erzielen sollte, indem die beiden&nbsp; f&uuml;r etliche Schlagerstars Kompositionen nach Ma&szlig; anfertigten. Die Hansa-Produktionen &bdquo;<strong>Es kam wie der Blitz<\/strong>&ldquo;, &bdquo;<strong>SOS &ndash; Herz in Not<\/strong>&ldquo;, &bdquo;<strong>Tausend Volt<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Top Secret<\/strong>&ldquo; vermochten sich in den Jahren 1966 bis 1968 allerdings noch nicht durchzusetzen.<\/p>\n<p>Als Song-Writer lief es in dieser Zeit f&uuml;r Holm besser, so schrieb er f&uuml;r <em>Ricky Shayne<\/em> gemeinsam mit <em>Giorgio Moroder<\/em> dessen Hit &bdquo;Ich sprenge alle Ketten&ldquo;. Auch <em>Roy Blacks<\/em> bei den Schlagerfestspielen 1966&nbsp; vorgetragenes Lied &bdquo;Irgendjemand liebt auch Dich&ldquo; mit einem Text von Michael Holm f&auml;llt in diese Zeit.<\/p>\n<p>Das &nbsp;Liberty-Intermezzo mit der Single &bdquo;<strong>Regenprinzessin<\/strong>&ldquo; wurde hingegen kein Erfolg, so dass Michael Holm 1969 erneut die Plattenfirma wechselte &ndash; diesmal verschlug es ihn zur Ariola.<\/p>\n<p>Bevor er aber als Solo-K&uuml;nstler loslegte, erinnerte er sich an seinen Kumpel <em>Joachim Heider,<\/em> mit dem er ja bereits als &bdquo;<em>Mike und Joe<\/em>&ldquo; und auch 1967 in einem einmaligen Intermezzo als &bdquo;<em>The Hippies<\/em>&ldquo; unterwegs war und probierte es unter neuem Pseudonym mit ihm als &bdquo;<em>Daisy Clan<\/em>&ldquo;. Die Rechnung ging auf, der Song &bdquo;<strong>Muny Muny Muny<\/strong>&ldquo; platzierte sich Anfang 1969 in den Charts; insgesamt wurden unter diesem Namen zwischen 1968 und 1972 sechs Singles ver&ouml;ffentlicht. Die Schallplattenver&ouml;ffent-lichungen kamen auch international &ndash; insbesondere in Japan und Spanien &ndash; an.<\/p>\n<p>Seinen Urlaub verbrachte er in dieser Zeit auf Sylt. Beim Reiten wurde er von einer Stute abgeworfen, brach sich den Arm und landete in einem M&uuml;nchener Krankenhaus, wo er von Kumpel Giorgio Moroder besucht wurde,&nbsp; der ihm dort eine Schallplatte namens &bdquo;<strong>Mendocino<\/strong>&ldquo; vom texanischen <em>Sir Douglas Quintett<\/em> vorspielte. Holm gefiel der Song auf Anhieb &ndash; in der Klinik hatte er ohnehin nichts besseres zu tun, also verfasste er einen deutschen Text zu diesem Song. Er verwarf die &Uuml;berlegung, angesichts der Flops der Vorjahre als S&auml;nger nicht mehr in Erscheinung zu treten und lieber nur noch zu produzieren und komponieren und nahm den Song auf, der 1969 zu einem Millionen-Hit wurde und bis heute als Evergreen bezeichnet werden kann: Gleich die erste Ariola-Single schlug also m&auml;chtig ein und war der Beginn einer 10-j&auml;hrigen Zusammenarbeit. Sein Beiname &bdquo;Mr. Mendocino&ldquo; war geboren.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt aufgrund mehrerer erfolgreicher Platzierungen (zwei mal Platz 1) in der ZDF-Hitparade verwies Holm mit seiner Version das Original auf die hinteren Pl&auml;tze der Verkaufs-Charts. Gleich zwei Goldene Schallplatten&nbsp; (als S&auml;nger und Texter), die Goldene Europa und den &bdquo;Silbernen L&ouml;wen&ldquo; von RTL konnte er f&uuml;r diesen Song in Empfang nehmen.<\/p>\n<p>Im gleichen Jahr gelang es Holm, gemeinsam mit <em>Giorgio Moroder<\/em>&nbsp; unter dem Pseudonym <em>&bdquo;Spinach<\/em>&ldquo; den Song &bdquo;<strong>America &#8211; America<\/strong>&ldquo; in Japan zum Renner zu machen. Mit dieser Bubblegum-Music hatten die beiden einige Erfolge, auch die Songs &bdquo;<strong>Sweet Sixteen<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Action Man<\/strong>&ldquo; kamen in Japan an. Nach der Trennung von Giorgio Moroder &uuml;bernahm vor&uuml;bergehend Rainer Pietsch dessen Part in der Gruppe, allerdings war das nur ein kurzes Intermezzo, da die Gruppe sich 1973 wegen ausgebliebenen Erfolgs aufl&ouml;ste.<\/p>\n<p>Diese Zeit war der Beginn einer unglaublichen Hit-Serie, die sich &uuml;ber Jahre hinzog. Gleich der Anfang 1970 zum Erfolg avancierte Nachfolge-Song &bdquo;<strong>Barfu&szlig; im Regen<\/strong>&ldquo; (erneut von Kumpel <em>Giorgio Moroder<\/em> komponiert und produziert, Text&nbsp; Michael Holm) wurde wieder ein Top-10-Hit.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>Wie der Sonnenschein<\/strong>&ldquo;, einem&nbsp; weiteren Top-10-Hit, der wieder Platz 1 der ZDF-Hitparade erreichte, wurde noch im gleichen Jahr der Hit-Erfolg auch in Deutschland fortgesetzt. Der Song war von &bdquo;<em>Sheila&ldquo;<\/em> (, die sp&auml;ter als <em>Sheila B. Devotion<\/em> Karriere machte,) adaptiert und hie&szlig; im Original &bdquo;Fernando&ldquo; (nicht zu verwechseln mit dem sp&auml;teren <em>ABBA<\/em>-Song). Holms Version ist vermutlich aber an ein weiteres Cover angelehnt, n&auml;mlich an &bdquo;Un rayo de sol&ldquo; von <em>Los Diablos. <\/em>Jedenfalls ist Michael Holms Version die erfolgreichste dieses Hits in Deutschland. Diesen Song interpretiert er &uuml;brigens auch in einem 1973 produzierten Kinofilm, in dem er sich selbst spielt mit dem &bdquo;anspruchsvollen&ldquo; Titel &bdquo;Mein Vater, der Affe und ich&ldquo;.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>Ein verr&uuml;ckter Tag<\/strong>&ldquo;, der auch auf englisch aufgenommen wurde (&bdquo;That&rsquo;s Right&ldquo;), wurde 1971 f&uuml;r drei Jahre die Liste der Top-10-Hits beendet, wenngleich die Hit-Serie weiter ging.<\/p>\n<p>Nebenbei war Michael Holm auch international erfolgreich, so platzierte er sich als Interpret zwischen 1970 und 1972 vier mal in den &bdquo;South African Rocklists&ldquo; mit den Songs &bdquo;<strong>Mademoiselle Ninette<\/strong>&ldquo;, &bdquo;<strong>Mendocino (engl.)<\/strong>&ldquo;, &bdquo;<strong>Dancing In the Sun<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>I Will Return<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Der kongeniale Partner Michael Holms jener Jahre, <em>Giorgio Moroder,<\/em> ver&ouml;ffentlichte 1971 in englischer Sprache einen Song, in dem er erneut mit Synthesizer-Kl&auml;ngen experimentierte &ndash; &bdquo;Son of My Father&ldquo;. Der Song war so modern produziert, dass er sogar in die Top-50 der US-Charts kam. Die Version der britischen Band <em>Chicory Tip<\/em> war so erfolgreich, dass dieser Song mit dem Co-Autor Michael Holm Platz 1(!) der britischen Charts enterte und auch sonst international &uuml;beraus erfolgreich war. Michael Holms deutsche Version &bdquo;<strong>Nachts scheint die Sonne<\/strong>&ldquo; war zwar &auml;hnlich modern produziert, kam &uuml;ber einen Top-30-Hit (immerhin) in Deutschland aber nicht hinaus &ndash; vielleicht war man damals der&nbsp; Zeit etwas voraus, der Song ist b&auml;renstark produziert und klingt selbst heute noch ansprechend. In der ZDF-Hitparade wurde das Lied zwar vorgestellt, konnte sich jedoch nicht platzieren.<\/p>\n<p>Das &auml;nderte sich wieder mit dem deutlich ruhigeren&nbsp; und melancholischem, aber erneut modern produzierten ersten 1972er-Hit, einer deutschen Vokal-Version des <em>Springwater<\/em>-Instrumental-Hits &bdquo;I Will Return&ldquo; mit dem Titel &bdquo;<strong>Du weinst um mich<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Die deutsche Version des <em>The-Gallery<\/em>-Hits &bdquo;Nice To Be With You&ldquo; hie&szlig; bei Michael Holm &bdquo;<strong>Es ist sch&ouml;n, bei Dir zu sein<\/strong>&ldquo; &ndash; erneut kam der Song 1972 zwar in die Hitlisten und wurde erneut ein Top-30-Erfolg &ndash; der ganz gro&szlig;e Wurf wie fr&uuml;here Hits war aber auch das nicht, zumal der Song sich erneut trotz Vorstellung in der ZDF-Hitparade nicht platzieren kann, was in damaligen Jahren immer ein guter Indikator war.<\/p>\n<p>Vermutlich sah Michael Holm daher den Bedarf, etwas zu &auml;ndern, und beendete Ende 1972 die Zusammenarbeit mit <em>Giorgio Moroder<\/em>, um fortan selbst als Produzent in eigener Sache t&auml;tig zu werden &ndash; unterst&uuml;tzt vom Co- (und sp&auml;teren Haupt-) Produzenten <em>Rainer Pietsch<\/em>, der schon fr&uuml;her f&uuml;r ihn arrangierte. Holm trat ja selbst auch schon f&uuml;r andere K&uuml;nstler erfolgreich als Produzent in Erscheinung, z. B. f&uuml;r <em>Martin Mann,<\/em> dessen <em>Ralph-Siegel<\/em>-Komposition &bdquo;Meilenweit&ldquo; er u. a. produziert hatte.<\/p>\n<p>Apropos <em>Ralph Siegel<\/em> &ndash; in jenem Jahr textete Michael Holm dessen <em>Rex-Gildo<\/em> Komposition &bdquo;Fiesta Mexicana&ldquo; &ndash; der legend&auml;re Schlager-Schlachtruf&nbsp; &bdquo;Hossa!&ldquo; ist also Holms Idee&hellip;<\/p>\n<p>In diesen Jahren wurde Michael Holm von einem damals sehr umtriebigen Manager namens <em>Dieter Behlinda<\/em> betreut, der auch Co-Produzent Holms einiger Schallplatten (z. B. &bdquo;Needles And Pins&ldquo;, Rock And Roll Lullaby&ldquo; und &bdquo;Much Too Young&ldquo;) von Holms Begleit-Band &bdquo;<em>Love And Tears<\/em>&ldquo; war (Mitglied dieser Band war u. a. <em>G. G. Anderson<\/em>). Behlinda war damals f&uuml;r viele Schlager-Gr&ouml;&szlig;en ein Begriff, so war er auch Christian Anders&lsquo; und Dieter Thomas Hecks Manager und nahm f&uuml;r sich in Anspruch, Holm mit Hilfe der von ihm betreuten &bdquo;Hitparaden-Tourneen&ldquo; gro&szlig; gemacht zu haben (Zitat &bdquo;<em>Ich brachte ihn ganz nach oben<\/em>&ldquo;). Offensichtlich ist der Streit derart eskaliert, dass zu dieser Zusammenarbeit zwischen <em>Behlinda<\/em> mit Michael Holm, aber auch mit anderen seiner Sch&uuml;tzlinge so gut wie nichts an Information&nbsp; zu bekommen ist.<\/p>\n<p>Die erste von Michael Holm in Eigenregie produzierte Single war &bdquo;<strong>Gimme Gimme Your Love<\/strong>&ldquo;, ein Song, den der junge Ralph Siegel mit komponiert hatte. Erneut modern mit Synthesizer-Kl&auml;ngen produziert und gef&auml;llig komponiert, war der Song gerade mal drei Wochen in den Verkaufs-Hitparaden.<\/p>\n<p>Mit den Liedern &bdquo;<strong>Glaub&lsquo; daran<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Das Beste an Dir<\/strong>&ldquo; nahm Michael Holm 1973 an der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix teil und belegte mit beiden Liedern hintere Pl&auml;tze, so dass von diesen Songs auch keine Single-Ver&ouml;ffentlichungen erfolgten.<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Schallplatte unter der neuen Konstellation schlug gewaltig ein: Den gleichnamigen Hit &bdquo;<strong>My Lady Of Spain<\/strong>&ldquo; der niederl&auml;ndischen Band <em>The Classics<\/em> &uuml;bertrug Holm ins Deutsche und schrammte damit knapp an einem Top-10-Hit vorbei (Platz 11). Mit seiner zweiten &nbsp;eigenen Produktion f&uuml;r sich selbst landete er nach l&auml;ngerer Zeit auch&nbsp; mal wieder auf Platz 1 der ZDF-Hitparade. Auch die B-Seite dieser Single, &bdquo;<strong>Halte fest den, der Dich liebt&ldquo; <\/strong>ist bemerkenswert &ndash; die Nummer wurde n&auml;mlich Jahre sp&auml;ter vom &bdquo;Meister&ldquo; <em>Guildo Horn<\/em> unter der Produktion von Michael Holm 1998 neu ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>Bestandteil dieser <em>Guildo<\/em>-CD war auch der mit Holm 1997 im Duett gesungene Song &bdquo;<strong>Baby, Du bist nicht alleine<\/strong>&ldquo; &ndash; dieses Lied war ein Cover von <em>Lobo<\/em>s &bdquo;Baby &ndash; I&rsquo;d Love You To Want Me&ldquo;. Der englische Song war Bestandteil der damals sehr popul&auml;ren TV-Krimireihe &bdquo;Der Kommissar&ldquo; und war entsprechend erfolgreich, Holm konnte mit seinem Text und seiner Interpretation an diesen Erfolg&nbsp; ankn&uuml;pfen.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>Nur ein Kuss Maddalena<\/strong>&ldquo; l&auml;utete Michael Holm die 1974er Schlager-Saison ein &ndash; diesmal war es wieder ein Uptempo-Schlager mit imposantem Drum-Solo im Mittelteil: &bdquo;Heey Maddalena!!&ldquo;. Der Song, der auch erneut Nummer 1 in der ZDF-Hitparade war, &nbsp;wurde Jahrzehnte sp&auml;ter (2001) unter Mitwirkung von Holm erneut ein Hit in der Version von <em>Olaf Henning<\/em> &ndash; diesmal mit dem Zusatz &bdquo;Du Luder!&ldquo;.<\/p>\n<p>Nun war wieder eine Ballade f&auml;llig, die zu Michael Holms einzigem Nummer-1-Hit in Deutschland werden sollte. Er h&ouml;rte im Autoradio eine Instrumental-Ballade, die in Italien bereits ein Hit war &ndash; &bdquo;Soleado&ldquo;, die Bearbeitung Ciro &bdquo;Zacar&ldquo; Damiccos einer 500 Jahre alten Komposition des p&auml;pstlichen Sekret&auml;rs <em>Antonia Zacara de Teramo<\/em>. &bdquo;<em>Zacar<\/em>&ldquo; machte mit seiner Gruppe &bdquo;<em>Daniel Sentacruz Ensemble<\/em>&ldquo; diesen Song zu einem Hit in Italien.<\/p>\n<p>Michael Holm lie&szlig; sich auf diese Melodie, die im Original nur den Text &bdquo;ahahaha ha&hellip;&ldquo; enthielt, einen deutschen Text einfallen &ndash; seine erste Idee &bdquo;Wenn ein Kind geboren wird&ldquo; wird jedoch von der Plattenfirma abgelehnt. Bei einem Spaziergang an der Isar kam ihm dann die z&uuml;ndende Idee &ndash; &bdquo;<strong>Tr&auml;nen l&uuml;gen nicht<\/strong>&ldquo; war geboren &ndash; ein Song, den Holm am 19.09.1974 in der Starparade des ZDF vorstellte und mit dem Holm abermals den Spitzenplatz in Hecks Hitparade erreichte. Im Zeitalter des sexuellen Befreiung wollte Holm dem Vernehmen nach eine unzeitgem&auml;&szlig;e Hymne an die Treue ver&ouml;ffentlichen &ndash; das Publikum hat es dankbar angenommen.<\/p>\n<p>Das Lied wird zum Evergreen und sorgt immer wieder f&uuml;r Furore: In der von <em>Fred Jay<\/em> getexteten englischen Version &bdquo;<strong>When A Child Is Born<\/strong>&ldquo; schaffte Michael &bdquo;Mike&ldquo; Holm es sogar in die US-Charts (Platz 53) und war selbst in Kanada erfolgreich (Platz 25). Eine von Holm gesungene spanische Version (&bdquo;Soleado&ldquo;) wurde in Portugal ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>Aber auch andere Interpreten wurden damit erfolgreich &ndash; so schaffte es eine Techno-Version von <em>Mark-Oh<\/em> 1995 erneut auf Platz 1 der deutschen Charts (&bdquo;Tears Don&rsquo;t Lie&ldquo;). Die deutsche Version diente Schlager-Kult-S&auml;nger <em>Dieter Thomas Kuhn<\/em> als Schluss-Song seiner Konzerte, auch <em>Guildo Horn<\/em> hat das Lied bei fast allen seiner Konzerte im Gep&auml;ck. Gern wurde das Lied auch parodiert &ndash; am bekanntesten ist sicher <em>Otto Waalkes<\/em>&lsquo; Parodie &bdquo;D&auml;nen l&uuml;gen nicht&ldquo;; die &bdquo;originelle&ldquo; Version der &bdquo;<em>Quietschboys<\/em>&ldquo; (&bdquo;Titten l&uuml;gen nicht&ldquo;) ist hingegen &auml;hnlich wenig erfolgreich gewesen wie die Coverversion <em>Howard Carpendales<\/em>. Selbst der gro&szlig;e <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> war sich nicht zu schade, eine Fu&szlig;ball-Version dieses Klassikers 1989 herauszubringen (&bdquo;Trainer l&uuml;gen nicht&ldquo;).<\/p>\n<p>F&uuml;r den Song wurde Michael Holm mit Auszeichnungen &uuml;bersch&uuml;ttet, so erhielt er die Goldene Europa der Europawelle Saar, den Goldenen L&ouml;wen von Radio Luxemburg und eine Goldene Schallplatte f&uuml;r mehr als 1 Mio. verkaufte Singles &ndash; eine Zahl, die heutzutage nicht mal ansatzweise vorstellbar ist.<\/p>\n<p>Der Nachfolgetitel dieses Mega-Hits war vor genau 40 Jahren in den deutschen Verkaufs-Charts. In &bdquo;<strong>El Matador&ldquo;<\/strong> besingt Michael Holm das Schicksal eines Stierk&auml;mpfers, der zun&auml;chst glorreich ist, bis es dazu kommt<em>: &bdquo;Da f&uuml;hlt er wie mit letzter Kraft &ndash; ihn der Stier erfasst &ndash; und es ist vorbei<\/em>&ldquo;. Mit diesem eher nachdenklichen Traditional, dessen Text Michael Holm im Stile eines Liedermachers verfasst hatte (der Text ist auch auf der R&uuml;ckseite der Single abgedruckt), war er kommerziell leider nicht ann&auml;hernd so erfolgreich wie mit dem Vorg&auml;nger-Song. Die Werbung der Plattenfirma &bdquo;<em>Der L&ouml;wengewinner wieder auf Erfolgskurs<\/em>&ldquo; traf also nur teilweise zu.<\/p>\n<p>In dieser Phase seines Schaffens gelang Michael Holm allerdings ein anderer Triumph &ndash; der von ihm geschriebene Text &bdquo;Ein Lied kann eine Br&uuml;cke sein&ldquo; wurde in der Interpretation von <em>Joy Fleming<\/em> zum Grand Prix Eurovision geschickt und kann getrost bis heute als Kult-Song bezeichnet werden. Die Eurovisions-Sieger des Folgejahres waren <em>Brotherhood Of Men<\/em> &ndash; deren 1975er Hit &bdquo;Kiss Me, Kiss Your Baby&ldquo; wurde von Michael Holm gemeinsam mit der S&auml;ngerin <em>Ulla Miller<\/em> in deutscher Sprache unter dem Pseudonym &bdquo;Peppermint&ldquo; wenig erfolgreich ver&ouml;ffentlicht. Erfolgreicher war in diesem Jahr allerdings sein <em>Peter-Maffay<\/em>(!)-Text &bdquo;Ein Bild kann nicht lachen so wie Du&ldquo;.<\/p>\n<p>In die Erfolgsspur zur&uuml;ck kehrte Holm mit seiner &nbsp;n&auml;chsten Single, die wieder aus Italien stammte: Die Band <em>I Santo California<\/em> hatte einen gro&szlig;en Hit mit ihrem Lied &bdquo;Tornero&ldquo;. Michael Holm machte daraus &bdquo;<strong>Wart auf mich<\/strong>&ldquo; und landete erneut einen gro&szlig;en Top-5-Hit, seine englische Version &bdquo;<strong>I&rsquo;ll Return<\/strong>&ldquo; verzeichnete in S&uuml;dafrika beachtliche Verkaufs-Zahlen. Auch dieser Holm-Hit wird bis heute gerne gecovert &ndash; zum Leidwesen vieler Freunde des klassischen Schlagers hat <em>Antonia aus Tirol<\/em> aus dem Lied eine Ballermann-Nummer mit dem Titel &bdquo;Tausend Tr&auml;ume weit&ldquo; gemacht &ndash; wem&rsquo;s gef&auml;llt&hellip;.<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Single zeigte im Fr&uuml;hjahr 1976 wieder das andere Gesicht Michael Holms &ndash; so benannte er auch seine damalige LP: &bdquo;Zwei Gesichter&ldquo; mit flotten Disco-Nummern auf Seite B und gef&uuml;hlvollen Ballden auf Seite A. Von der Disco-Fraktion ausgekoppelt wurde das Lied &bdquo;<strong>Lady Love<\/strong>&ldquo;, als gef&uuml;hlvollerer Songs aus der LP ausgekoppelt wurde die Eigen-Komposition &bdquo;<strong>Wenn Dein Herz spricht<\/strong>&ldquo;. Zwischendurch wurde mit m&auml;&szlig;igem Erfolg&nbsp; der <em>Sheer-Elegance<\/em>-Hit &bdquo;Life Is Too Short Girl&ldquo; auf Deutsch ver&ouml;ffentlicht (&bdquo;<strong>Lass Dein Herz doch frei<\/strong>&ldquo;).<\/p>\n<p>1977 machte Michael Holm einen holl&auml;ndischen Hit des S&auml;ngers <em>Jack Jersey<\/em> in deutscher Sprache popul&auml;r: Nicht zuletzt aufgrund seines eing&auml;ngigen Refrains platzierte sich das Lied &bdquo;<strong>Desperado<\/strong>&ldquo;, den Holm auch in englischer Sprache aufnahm (&bdquo;<strong>Colorado<\/strong>&ldquo;) erfolgreich in <em>Dieter Thomas Hecks<\/em> Hitparade. In dieser Zeit produzierte Holm &uuml;brigens auch mit <em>Dieter Thomas Heck <\/em>die wenig erfolgreichen Songs &bdquo;Alter Freund&ldquo; und &bdquo;Die Tage in unserem Leben&ldquo;.<\/p>\n<p>Im gleichen Jahr stie&szlig; Holm auf einen <em>Kenny Rogers<\/em>-Hit namens &bdquo;It&rsquo;s the right time to leave me, Lucille&ldquo;, den er eindeutschen wollte. Die deutsche Version von <em>Volker Lechtenbrink<\/em> (&bdquo;Du l&auml;sst mich ganz sch&ouml;n hier h&auml;ngen, Lucille&quot;) floppte kolossal. Holm erkannte, dass dessen Text zu sperrig war und erschuf einen neuen Text: &bdquo;<strong>Musst Du jetzt gerade gehen, Lucille?<\/strong>&ldquo; lie&szlig; das Original in den Verkaufs-Charts erneut weit hinter sich.<\/p>\n<p>Im folgenden Jahr, 1978, unternahm Michael Holm mit einem Freund eine ausgiebige S&uuml;damerika-Reise, die ihn u. a. in das Land der damaligen Fu&szlig;ball-WM (Argentinien) f&uuml;hrte. Diese Reise inspirierte ihn zur Gr&uuml;ndung des Instrumental-Projekts &bdquo;<em>Cusco<\/em>&ldquo;, das mit ungew&ouml;hnlichen Kl&auml;ngen zwischen New Age und Pop von sich h&ouml;ren lie&szlig; und zu einem Millionen-Erfolg wurde, insbesondere auch in Japan. Neben Michael Holm war der am 22.11.2011 verstorbene Keyboarder <em>Kristian Schultze<\/em> (ehemaliger Keyboarder der Jazz-Rock-Band Passport (<em>Klaus Doldinger<\/em>)) Kopf des Projekts. Gr&ouml;&szlig;ter Erfolg des Projekts war wohl &bdquo;Desert Island&ldquo;, der Song, der Jahre zuvor bereits vom Klarinettisten <em>Roger Bennett<\/em> zum Hit gemacht wurde.<\/p>\n<p><em>Cusco<\/em> wurde zur international erfolgreichen Marke, die CDs wurden insbesondere in Japan, S&uuml;dkorea und den USA &uuml;beraus erfolgreich. Insgesamt dreimal wurde die Gruppe sogar f&uuml;r einen Grammy nominiert (&bdquo;Best New Age Album&ldquo;).<\/p>\n<p>Bevor Holm sich nach S&uuml;damerika verabschiedete, brachte er noch die deutsche Version des <em>Amedeo Minghi<\/em>-Songs &bdquo;L&rsquo;immenso&ldquo; raus &ndash; Das 5-Minuten-Epos &bdquo;<strong>Allein mit Dir<\/strong>&ldquo; war Holms vorerst letzter Single-Hit. Nach einer unglaublichen Erfolgs-Serie kamen seine n&auml;chsten Singles nicht mehr in die Hitlisten &ndash; vielleicht, weil er in Deutschland wegen seiner S&uuml;damerika-Reise nicht pr&auml;sent war.<\/p>\n<p>Weder die 1978er Eigenkomposition &bdquo;<strong>Traumhotel<\/strong>&ldquo; noch der Cover-Song &bdquo;<strong>Saudade<\/strong>&ldquo;, der vornehmlich instrumental gehalten ist und in dem Holm erst gegen Ende des Liedes mit Sprechgesang aufwartet, werden zu Erfolgen.<\/p>\n<p>Auch im Jahr 1979 gelang es Michael Holm weder mit seiner Country-Ballade&nbsp; &bdquo;<strong>Ich wei&szlig;, Du denkst, ich bin ein schlechter Mensch<\/strong>&ldquo; noch mit der <em>Dire-Straits<\/em>-Cover-Version von &bdquo;Sultans Of Swing&ldquo; (!) namens &bdquo;<strong>Wenn die Zukunft beginnt<\/strong>&ldquo; in die Charts zu kommen, wenngleich gerade letztgenannter Titel nachdenklich &uuml;ber einen m&ouml;glichen Atomkrieg im Jahr 1997 (aus damaliger Sicht futuristisch) als Teufel an die Wand malte.<\/p>\n<p>Nach dieser kleinen &bdquo;Hit-Durststrecke&ldquo; beauftragte niemand geringerer als <em>Frank Farian<\/em> Michael Holm damit, die deutsche Version des Welthits &bdquo;<strong>El Lute<\/strong>&ldquo; zu interpretieren. <em>Farian<\/em> trat h&ouml;chstpers&ouml;nlich als Produzent in Erscheinung, allein die Abmischung der Aufnahme hat &uuml;ber vier Wochen gedauert. Den Text schrieb ausnahmsweise nicht Michael Holm selbst, sondern <em>Fred Jay<\/em>, der auch schon Co-Autor der englischen Original-Version war. Der Aufwand hat sich gelohnt &ndash; der Song schrammte knapp an einem Top-10-Hit vorbei (Platz 11) und war &uuml;ber 20 Wochen in den Charts pr&auml;sent.<\/p>\n<p>Nach f&uuml;nf Jahren Vorbereitungszeit gr&uuml;ndete Michael Holm mit seinem Partner Rainer Pietsch 1979 das Label und den Verlag &bdquo;Autobahn&ldquo;, in das die beiden &bdquo;mehrere hunderttausend Mark&ldquo; investiert haben. Mit der PhonoGram kam es damals zu einem Produktionsvertrag. Die ersten Interpreten des Labels waren u. a. Holms New Age Projekt <em>Cusco<\/em>, <em>Ricky Shayne<\/em> und die polnische Gesangsgruppe <em>2+1<\/em> (&bdquo;Easy Come Easy Go&ldquo;) . Zielsetzung des Labels war, deutschen Interpreten, mit denen Qualit&auml;tsanspr&uuml;che erf&uuml;llt werden k&ouml;nnen, zu etablieren. Der Name &bdquo;Autobahn&ldquo; wurde &uuml;brigens gew&auml;hlt, weil man einen deutschen international bekannten Begriff finden wollte und &bdquo;Kindergarten&ldquo; und &bdquo;Waldsterben&ldquo; weniger passend fand.<\/p>\n<p>Provokant k&ouml;nnte man behaupten, dass Michael Holm diesen Anspruch wohl bei sich selbst nicht erf&uuml;llt sah, jedenfalls wechselte er nach elf Jahren gro&szlig;en Erfolgs bei der Ariola im Jahr 1980 von dort zur RCA nach Hamburg. Die erste Single unter neuem Label war die deutsche Version des philippinischen Hits &bdquo;Anak&ldquo;, die bei Michael Holm &bdquo;<strong>Kind<\/strong>&ldquo; hei&szlig;t.<\/p>\n<p>Diese erste Single-Ver&ouml;ffentlichung wurde ein Achtungs-Erfolg in den Hit-Listen &ndash; einige Monate sp&auml;ter erschien dann die erste LP auf dem neuen Label, &bdquo;Halt mich fest!&ldquo;, bei der Holm damals sehr popul&auml;re Studio-Musiker wie <em>Curt Cress<\/em>, <em>Paul Vincent<\/em>, <em>Sigi Schwab<\/em> und <em>G&uuml;nther-Eric Th&ouml;ner<\/em> mit ins Boot holte. &bdquo;<em>Die LP m&ouml;chte er als ein aktuelles Dokument anspruchsvollen deutschen Schlagers verstanden sehen<\/em>&ldquo;, war damals in der Presse zu lesen. Insgesamt verzichtete er auf der Produktion weitestgehend auf Cover-Versionen und setzte auf deutsche Autoren.<\/p>\n<p>Das galt aber nicht f&uuml;r die zweite Single-Auskopplung aus dem Album, &bdquo;<strong>Leb wohl!&ldquo;, <\/strong>die deutsche Version eines von <em>Will Tura<\/em> gesungenen Hits aus Belgien (&bdquo;Vaarwel&ldquo;). Wie in Belgien, wurde auch in Deutschland der Titel zum Erfolg &ndash; die Single war der letzte Top-20-Hit f&uuml;r Michael Holm.<\/p>\n<p>Die dritte Single des ersten RCA-Albums, &bdquo;<strong>So weit die F&uuml;&szlig;e tragen<\/strong>&ldquo;, war Michael Holms vorerst letzter Hit als Solo-Interpret in den Charts &ndash; diesmal gelang das mit einer deutschen Produktion. Die sp&auml;teren Partner <em>G. G. Andersons, Ekkehard Stein <\/em>und<em> Engelbert Simons,<\/em> waren Co-Autoren des Liedes.<\/p>\n<p>&Auml;hnlich wie bei vielen anderen Interpreten dieser Serie riss die Erfolgs-Str&auml;hne nachhaltig ein mit der Konzentration auf vermeintlich anspruchsvollere Lieder. Die zweite RCA-LP, &bdquo;Im Jahr der Liebe&ldquo; und die darauf enthaltene Single &bdquo;<strong>Liebe braucht N&auml;he<\/strong>&ldquo;, auf der Holm erneut (wie bei seinem Hit Tr&auml;nen l&uuml;gen nicht) die Oberfl&auml;chlichkeit in Beziehungen anprangert, kamen beim Publikum nicht an.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>F&auml;llt der Vorhang f&uuml;r uns zwei<\/strong>&ldquo; und einer Neuauflage des <em>Ivo-Robic<\/em>-Klassikers &bdquo;<strong>Mit 17 f&auml;ngt das Leben erst an<\/strong>&ldquo; endete 1982 dann die RCA-Episode. Michael Holm war lt. Interview r&uuml;ckwirkend betrachtet der Meinung, dass &bdquo;<em>seit dem Aufkommen der Neuen Deutschen Welle seine Arbeiten nicht so recht in die musikalische Landschaft<\/em>&ldquo; passten. Angesichts der r&uuml;ckl&auml;ufigen Verkaufszahlen vieler klassischer Schlagerproduktionen in jener Zeit d&uuml;rfte das eine zutreffende Analyse sein.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund machte Holm eine l&auml;ngere Pause, um 1984 auf dem kleinen Label Piccolo aktiv zu werden &ndash; allerdings wurde bei dieser Plattenfirma lediglich eine erfolglose Single ver&ouml;ffentlicht: &bdquo;<strong>Einsamkeit danach<\/strong>&ldquo;, getextet von <em>Hans Greiner<\/em>, der sich u. a. einen Namen mit dem <em>Udo-J&uuml;rgens<\/em>-Titel &bdquo;Donnerstag&ldquo; gemacht hatte.&nbsp; &ndash; Nachdem der Song floppte, zog sich Michael Holm f&uuml;r einige Zeit zur&uuml;ck.<\/p>\n<p>1987 nahm er einen neuen Anlauf bei seiner alten Plattenfirma: Aus <em>Gerry Raffertys<\/em> Song &bdquo;Island&ldquo; machte er &bdquo;<strong>Inseln im Strom<\/strong>&ldquo;, produziert vom damals umtriebigen <em>Christian de Walden<\/em>, der seinerzeit u. a. erfolgreich mit <em>Bonnie Bianco<\/em> und <em>Amanda Lear<\/em> zusammenarbeitete. Nachdem auch dieser Song nicht &bdquo;einschlug&ldquo;, g&ouml;nnte sich Holm erneut eine langj&auml;hrige Pause.<\/p>\n<p>In dieser Zeit ging es in seinem Privatleben turbulent zu: Im Herbst 1988 heiratete er die Sprachstudentin <em>Silvana Hoitt<\/em>, eine US-Amerikanerin, nachdem er sich kurz zuvor von seiner langj&auml;hrigen Lebensgef&auml;hrtin, Fotomodell <em>Beate &bdquo;Bimbi&ldquo; Gr&auml;snitz,<\/em> getrennt hatte. Doch schon kurz danach stellte er (so stand es in der Regenbogen-Presse) fest, dass Silvana und er zu unterschiedlich gewesen seien und &bdquo;Bimbi&ldquo; und er zusammen geh&ouml;ren &ndash; die Scheidung erfolgte am 29. M&auml;rz 1990. Am 20. Juni 1990 war dann die Hochzeit mit &bdquo;Bimbi&ldquo;, die er rund zehn Jahre zuvor schon auf Ibiza kennengelernt hat. Trauzeuge war niemand geringerer als <em>Dieter Thomas Heck<\/em>.<\/p>\n<p>1989 zog Michael Holm mit Beate(!) auf den bereits genannten Bauernhof &bdquo;Sch&ouml;rghof&ldquo;, den sie aufwendig renovierten und der bis 2008 ihr Lebensmittelpunkt (und der ihrer Kinder)und Sitz des &bdquo;Autobahn&ldquo;-Verlags war, u. a. baute Holm dort Hafer und Dinkel an.<\/p>\n<p>Zwischendurch trat Michael auch zaghaft wieder ins Rampenlicht, so nahm er 1990 gemeinsam mit &nbsp;dem damaligen Fun-Punker &bdquo;<em>King Rocko Schamoni<\/em>&ldquo; im Duett eine Neuaufnahme seines Klassikers &bdquo;Mendocino&ldquo; auf.<\/p>\n<p>Erst 1991, anl&auml;sslich des von <em>Dieter Thomas Heck<\/em> moderierten ersten deutschen&nbsp; Song-Festivals &bdquo;Schlager `91&ldquo;, trat er wieder solo aus der Versenkung hervor mit dem Uptempo-Song &bdquo;<strong>Elektrisiert<\/strong>&ldquo;, den er gemeinsam mit seinem alten Kumpel <em>Martin Mann<\/em> geschrieben hatte, dessen ersten Riesen-Hit &bdquo;Meilenweit&ldquo; er ja einst produziert hatte. Trotz eines Achtungserfolgs &ndash; f&uuml;nfter Platz &ndash; setzte sich der starke Song in den Charts nicht durch.<\/p>\n<p>Im n&auml;chsten Jahr (1992) komponierte er die Titelmelodie zur RTL-Reihe &bdquo;Sielmann 2000&ldquo;. Den &bdquo;Vogelstimmenwalzer&ldquo; brachte er dem Tierfilmer <em>Heinz Sielmann<\/em> zu dessen 75-j&auml;hrigen Geburtstag zu Geh&ouml;r.<\/p>\n<p>1995 erfuhr der Super-Hit von Michael Holm &bdquo;Tr&auml;nen l&uuml;gen nicht&ldquo; ein beachtliches Comeback &ndash; &bdquo;<em>Mark Oh&ldquo; <\/em>hatte mit &bdquo;Tears Don&rsquo;t Lie&ldquo; in einer Techno-Version einen Nummer-1-Hit, Holm selber ver&ouml;ffentlichte seinen Titel modern produziert ebenfalls neu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fortan trat Michael Holm &uuml;ber viele Jahre mit seinen alten Klassikern bei Auftritten und Tourneen immer gerne mit altem Repertoire auf, ohne neue Lieder zu schreiben, weil er recht lange der Meinung war, dass seine Songs auch ein breites Publikum ansprechen m&uuml;ssten, was mit neuen Liedern offensichtlich nicht gelang &ndash; folglich wollte er lieber alte Lieder singen. Und f&uuml;r diese Oldies bekam er immer noch regelm&auml;&szlig;ig Auszeichnungen, so erhielt er in den Jahren 1981, 1983,1988, 1995 und 1997 jeweils eine &bdquo;Goldene Stimmgabel&ldquo;.<\/p>\n<p>In diesem Jahr begann auch die Zusammenarbeit mit Kult-S&auml;nger <em>Guildo Horn<\/em>, dessen CD &bdquo;Danke!&ldquo; &uuml;beraus erfolgreich von ihm produziert wurde. Den Song &bdquo;Baby, Du bist nicht alleine&ldquo; sangen <em>Horn<\/em> und Holm auf dieser Ver&ouml;ffentlichung im Duett.<\/p>\n<p>2001 kam es zu einem weiteren Duett &ndash; diesmal mit <em>Olaf Henning<\/em>, der den Song &bdquo;<strong>Maddalena<\/strong>&ldquo; gemeinsam mit Michael Holm in die Charts brachte. In diesem Jahr versuchte Michael Holm nach vielen Jahren erneut, gemeinsam mit <em>Joy Fleming<\/em> zum Grand Prix Eurovision zu fahren &ndash; der Song &bdquo;Power of Trust&ldquo; landete aber &bdquo;nur&ldquo; auf Platz zwei der deutschen Vorentscheidung.<\/p>\n<p>Im Folgejahr nahm er mit Joy Fleming einen weiteren Anlauf &ndash; erneut musste man sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben, die Produktion &bdquo;Joy To the World&ldquo; erreichte einen zweiten Platz. Das von ihm getextete &bdquo;To Be Or Not To Be&ldquo; der S&auml;ngerin <em>Zarah <\/em>landete in jenem Jahr nicht im Spitzenfeld.<\/p>\n<p>Mit einer Dance-Pop-Version von &bdquo;Tr&auml;nen l&uuml;gen nicht&ldquo; im Remix 2002 konnte Michael Holm sich nicht durchsetzen.<\/p>\n<p>Erst 2004 drehte er beim Koch-Universal-Label wieder richtig auf und ver&ouml;ffentlichte erstmals nach 22 Jahren wieder ein Studioalbum namens &bdquo;<strong>Liebt euch<\/strong>&ldquo;, dessen Titel-Lied 2005 das offizielle Lied zur Christopher Street Day-Parade wurde. Sto&szlig;richtung des von <em>Guido Craveiro<\/em> produzierten Albums war es, Schlager- und Pop-Elemente zu einer Einheit zu formen, dazu holte Holm auch die &bdquo;Orthop&auml;dischen Str&uuml;mpfe&ldquo;, die Begleitband Guildo Horns, dessen 1997er Hit-Album &bdquo;Danke!&ldquo; er wie erw&auml;hnt erfolgreich produziert hatte, ins Studio. Neben neuen Liedern hat Michael Holm auf diesem Album einige seiner gro&szlig;en Erfolge in ein modernes Sound-Gewand gepackt.<\/p>\n<p>2009 gab es mal wieder eine sch&ouml;ne Auszeichnung f&uuml;r Michael Holm: er wurde mit dem <em>Willy-Dehmel<\/em>-Preis ausgezeichnet, also mit einer Auszeichnung, &bdquo;<em>deren Preistr&auml;ger im Sinne des Stifters auf dem Gebiet des deutschsprachigen popul&auml;ren Liedes &uuml;ber ein erfolgreiches Gesamtschaffen verf&uuml;gen und zum Ansehen ihres Berufsstandes beigetragen haben.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>F&uuml;r viele Schlager-Freunde war dieses Album wohl doch etwas zu modern bzw. &bdquo;experimentell&ldquo;, so dass Michael Holm sich unter dem Dach der Plattenfirma DA-Records wieder mehr dem klassischen Schlager zugewandt hat und dort zwei weitere Studo-CDs ver&ouml;ffentlicht hat, n&auml;mlich &bdquo;Mal die Welt&ldquo; (2007) mit dem erfolgreichen Rundfunk-Hit &bdquo;<strong>Fr&uuml;hst&uuml;ck<\/strong>&ldquo; und &bdquo;Holm 2011&ldquo;, auf dem er erneut eine weitere Version seines Hits &bdquo;Mendocino&ldquo; pr&auml;sentierte. Single-Titel dieses Albums waren u. a. &bdquo;<strong>Schwarz-Rot-Gold<\/strong>&ldquo;, eine Fu&szlig;ball-WM-Hymne zur Weltmeisterschaft in S&uuml;dafrika und &bdquo;<strong>Tausend L&uuml;gen<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>2011 nahm Holm auch an der viel beachteten Vox-TV-Sendung &bdquo;Cover My Song&ldquo; teil, wo er einen Titel der Rapperin <em>Kitty Kat<\/em> auf seine Art interpretierte und umgekehrt die Rap-S&auml;ngerin sich des Titels &bdquo;Mendocino&ldquo; annahm.<\/p>\n<p>Das aktuelle Album Michael Holms (&bdquo;<strong>Tausend Wege<\/strong>&ldquo;), dessen Titelst&uuml;ck als Single ausgekoppelt wurde, aus dem Jahre 2013 ist ein Querschnitt der beiden letzten CD-Ver&ouml;ffentlichungen, dem noch einige Single-Tracks hinzugef&uuml;gt wurden und erschien anl&auml;sslich Michael Holms 70. Geburtstag.<\/p>\n<p>Mit diesem Album ist Holms Schlager-Schaffen noch lange nicht beendet. Mit seinem langj&auml;hrigen Kollegen <em>Christian Anders<\/em> hat er ein bemerkenswertes Duett aufgenommen: &bdquo;<strong>Frieden f&auml;ngt im Herzen an<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Sein aktueller Song &bdquo;<strong>Das Leben kann so einfach sein<\/strong>&ldquo; ist ein &bdquo;<em>alltagstauglicher Ohrwurm, der in seinen Textzeilen einfache L&ouml;sungen f&uuml;r unsere nur allzu menschlichen (Luxus-) Probleme findet&ldquo;.<\/em> Es ist davon auszugehen, dass Michael Holm noch weitere viele eing&auml;ngige gute Schlager-Produktionen erschaffen wird.<\/p>\n<p>In einem Schlagerbuch wird die Analyse getroffen: &bdquo;<em>Trotz all seiner Platzierungen auf den ersten Pl&auml;tzen der Charts und trotz mehrerer Goldener Schallplatten: Ein Teenageridol wie in den F&uuml;nfzigern Peter Kraus oder in den Sechzigern Roy Black war Michael Holm nie. Bei den allj&auml;hrlich von Bravo veranstalteten &bdquo;Otto&ldquo;-Wahlen kam er nie &uuml;ber einen Rang im Mittelfeld hinaus. Ihm mangelte es ganz einfach an Sex-Appeal. Zu Teenageridolen wurden andere gek&uuml;rt<\/em>&ldquo;. &ndash; Ob da etwas dran ist, m&ouml;ge jeder f&uuml;r sich beurteilen. Fakt ist, dass es kaum einen Schlager-Schaffenden gibt, der &uuml;ber einen derart langen Zeitraum als Interpret, aber auch als Texter und Produzent national und international derart erfolgreich war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\n<strong><u>VORSCHAU:<\/u> <\/strong>Folge 22 der Serie &bdquo;Vor 40 Jahren&ldquo; wird sich mit der israelischen S&auml;ngerin <strong>DALIAH LAVI<\/strong> besch&auml;ftigen.<\/p>\n<p>Stephan Imming, 02.05.2015<br \/>http:\/\/www.da-music.de<br \/>http:\/\/www.michaelholm.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuzugang 14.04.1975!\u00a0 MICHAEL HOLM wurde am 29.07.1943 unter dem Namen Lothar Bernhard Walter &nbsp;in Finkenwalde in Stettin (damals Polen) geboren.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":90734,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90733"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=90733"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90733\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/90734"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90733"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=90733"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90733"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}