{"id":90487,"date":"2015-05-11T00:00:00","date_gmt":"2015-05-11T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=90487"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"MAXI-ARLAND-Sommerlich-Serioe-90486","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/MAXI-ARLAND-Sommerlich-Serioe-90486\/","title":{"rendered":"MAXI ARLAND <br \/>Sommerlich &#8211; Seri\u00f6s \u2013 Sophisticated! \u201eEin genialer Tag\u201c \u2013 das neue Album von Maxi Arland im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Die Genese der grandiosen Rezension eines genialen Albums&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Doch lesen Sie zun&auml;chst einmal das &quot;Vorwort&quot; \/ die Vorgeschichte zu dieser CD-Rezension&#8230;:<\/strong><\/p>\n<p>\nAm vergangenen Freitag erhielt ich die Aufforderung seitens<em> smago!<\/em> Chefredakteur Andy Tichler, ich m&ouml;ge schleunigst mein Postfach aufsuchen und dort nach einer CD schauen, die dieser mir k&uuml;rzlich einget&uuml;tet habe.<\/p>\n<p>Als ich vom Postamt zur&uuml;ck nach Hause kam, schrieb ich folgende Zeilen an Andy Tichler:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>&bdquo;MAXI Arland<\/strong><strong>&hellip; ich ahnte es schon&hellip; hatte vor kurzem auf NEWS.at von Maxis stilistischer Wandlung gelesen&hellip; und als mich heute Morgen beim &Uuml;berfliegen der Schlagzeilen auf Smago.de das CD-Cover gleich als Tipp des ganzen MONATS anl&auml;chelte&hellip; dann war eigentlich klar, was sich im Postfach befinden w&uuml;rde&hellip;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das letzte Album von Herrn Arland jr., welches ich vorliegen hatte, war diese scheu&szlig;liche Roy-Black-Verhunzung &bdquo;Danke Roy&ldquo;; ich erinnere mich, dass ich mich damals kraftvoll (und erfolgreich) geweigert hatte, diese seichte Schmonzette, die wohl zu starken Rotationen in Roys Grab gef&uuml;hrt haben d&uuml;rfte, f&uuml;r Smago.de zu rezensieren!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nun bin ich sehr gespannt auf den neuen Maxi; ich werde mir &bdquo;Ein genialer Tag&ldquo; heute Abend in den Stunden vor der &bdquo;Heute Show&ldquo; zu Gem&uuml;te f&uuml;hren. Methode &bdquo;Karat&ldquo;: Funktioniert Maxi Arland heute Abend MIT Rotwein, ist es schon mal die halbe Miete, und wirkt die CD morgen OHNE Rotwein immer noch, ist das Ziel erreicht \ud83d\ude09<\/strong><\/p>\n<p><strong>Vermutlich morgen (SA) Nachmittag werde ich mit meinem Text dazu beginnen, der dann wohl im Laufe des Montag Ihnen zugehen wird!&ldquo;<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich mich am Samstag Nachmittag an die Arbeit machte, eine Rezension &uuml;ber &bdquo;Ein genialer Tag&ldquo; zu verfassen, und ich mir das Album erst am Vorabend weinselig, dann g&auml;nzlich n&uuml;chtern zu Gem&uuml;te gef&uuml;hrt hatte, wandte ich mich wiederum an die <em>smago!<\/em> Chefredaktion:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&bdquo;EIN GENIALER TAG<\/strong>&ldquo; <strong>von <strong>MAXI ARLAND<\/strong><\/strong> <strong>gef&auml;llt mir au&szlig;erordentlich (!) gut!!! L&auml;uft schon seit Stunden bei mir rauf und runter! Ich bin wirklich absolut positiv &uuml;berrascht!!!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und kurz darauf entstand Samstagabend\/Sonntagvormittag die nun folgende &bdquo;offizielle&ldquo; Rezension&hellip;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Maxi Arland<\/strong>&hellip; dieser Themenvorschlag seitens der<em> smago!<\/em> Chefredaktion schlug bei mir ein wie eine Bombe&hellip; Verortete sich der Sohn des Klarinettisten Henry Arland und Enkel des im Februar diesen Jahres verstorbenen Liedschreibers und Roy-Black-Entdeckers Rolf Arland doch seit Anbeginn seiner Karriere fast ausnahmslos im volkst&uuml;mlichen Spektrum, einem Metier, mit dem ich bislang nicht allzu viel am Hut hatte, mit dem ich, wenn &uuml;berhaupt, nur sehr widerwillig arbeitete. Doch dann wurde ich schnell misstrauisch&hellip; Hatten denn nicht die Auguren von der Hamburger &bdquo;MOPO&ldquo; bis zur Wiener &bdquo;NEWS&ldquo; in den letzten Tagen so einiges an Neuartigem, Unerwarteten verbreitet, von wegen der gro&szlig;gewachsene blonde 34j&auml;hrige aus dem Baden-W&uuml;rttembergischen Enzkreis k&ouml;nne wom&ouml;glich, dem unangreifbaren Altstar der volkst&uuml;mlichen Musik, Heino, folgend, zum harten Rocker avanciert sein und seichte, heimatliche Kl&auml;nge l&auml;ngst weit hinter sich gelassen haben&hellip;<\/p>\n<p>Und, obwohl sich der beliebte TV-Moderator und S&auml;nger sogleich von derartigen Ger&uuml;chten distanzierte, so t&ouml;nt Maxi Arlands soeben erschienene, brandneue CD <strong>&bdquo;Ein genialer Tag&ldquo;<\/strong> doch so ganz und gar nicht nach Alpengl&uuml;hen und Edelwei&szlig;, nach &bdquo;Humptata und T&auml;t&auml;r&auml;&auml;&ldquo; (Udo J&uuml;rgens).<\/p>\n<p>Die zw&ouml;lf neuen Titel, die Maxi unter der &Auml;gide seines Managers, des einstigen langj&auml;hrigen SONY-BMG-Chefs Thomas M. Stein, f&uuml;r die familieneigene Plattenfirma MILIANMEDIA (vertrieben &uuml;ber WARNER) eingesungen hat, stellen zwar keinen &bdquo;Rammstein&ldquo;-gem&auml;&szlig;en Grrr&ouml;hl-Rock dar, wie die letzten augenzwinkernden Expertisen des Kollegen Heino, sind aber tats&auml;chlich viel mehr in einem musikalischen Bereich einzusortieren, den man &uuml;bergeordnet als gehobenen, jazzigen Pop, zumindest aber als chaonsonhaften Schlager mit nicht selten deutlich hervortretender Rock-Attit&uuml;de klassifizieren kann.<\/p>\n<p>Schon der von Wolfgang Michels (!), einem Delmenhorster Deutschrocker und Produzenten, der zuvor u.a. mit Rio Reiser, dem akustischen Liedermacher Mario Hene, der 80er-Punkband &bdquo;Short Romans&ldquo; oder gar US-Country-Legende John Hartford zusammengearbeitet hatte, verfasste Titelsong <strong>&bdquo;Ein genialer Tag&ldquo;<\/strong> treibt lustig, fr&ouml;hlich, sommerlich, irgendwo zwischen zuckelndem, einwenig stampfendem Mersey-Beat und freudestrahlend ausgelassenen &bdquo;Swinging Sixties&ldquo;, bl&auml;serverst&auml;rkt und strikt rhythmisch vor sich hin und verspr&uuml;ht genau all das an Frohsinn, Munterkeit, Sehnsucht nach neu zu Erlebendem, ja auch und besonders an positivem Draufg&auml;ngertum und Wagemut, was ein ebensolches, absolut hinrei&szlig;endes, ja <em>geniales <\/em>Datum allgemein so ausmachen sollte.<\/p>\n<p>Diesem bereits nur als ph&auml;nomenal zu bezeichnenden Einsteiger folgen die ihrer Betitelung alle Ehre machende Sommermelodie <strong>&bdquo;Wundervoll&ldquo;<\/strong>, ein zutiefst feudaler, streicherverzierter &bdquo;Perfect Popsong&ldquo; auf Gitarrenbasis, und der so zerbrechliche, wie gleichsam regelrecht druckvolle, geradezu hemmungslose, ebenfalls gitarrenlastige Pop\/Rocker <strong>&bdquo;Ein Tag ohne Dich&ldquo;<\/strong>, der wiederum als bis zum Bersten mit herzzerrei&szlig;enden Emotionen und vertr&auml;umter Melancholie angef&uuml;llter Ohrwurm per Excellance angesehen werden muss.<\/p>\n<p>Der rasante, voranstrebende Edelpop-Hymnus <strong>&bdquo;Alles, was ich brauch&ldquo; <\/strong>erst&uuml;rmt daraufhin, erneut untermalt von opulenten Streichern im Sinne des britischen &bdquo;Sophisti-Pop&ldquo; der mittleren bis sp&auml;ten 80er (vgl. Lloyd Cole, Prefab Sprout, Aztec Camera) und knackigen E-Gitarren, umgehend Geh&ouml;rg&auml;nge und Beine des geneigten Zuh&ouml;rers. In dieselbe stilistische Kerbe schlagen &uuml;brigens auch der etwas lauter, aufgedrehter, breitfl&auml;chiger inszenierte Beinahe-Rock&rsquo;n&rsquo;Roll <strong>&bdquo;Es tut gut<\/strong>&ldquo; und das lyrisch abgekl&auml;rte, sentimentale und trotzdem deftig und temporeich rockende Abschiedsepos <strong>&bdquo;Gestern war es noch Liebe&ldquo;<\/strong>, w&auml;hrend der locker-flockige Popschlager <strong>&bdquo;Schwerelos&ldquo;<\/strong> ein weiteres Mal sonnige Heiterkeit, luftige Verliebtheit und emotional bedingten Tatendrang konsequent ausstrahlt und verbreitet.<\/p>\n<p>In die wohligwarme Schublade &bdquo;Knisternde Kaminfeuerballaden&ldquo; fallen hingegen das sanfte, grazile Liebesgest&auml;ndnis <strong>&bdquo;Du bist mir nah&ldquo;<\/strong>, der ebenso gef&uuml;hlsbetont und innig ausgestaltete Popschleicher <strong>&bdquo;Unbeschreiblich&ldquo;<\/strong>, der z&auml;rtliche Blick eines vor Liebe nur so Entflammten in die gemeinsame Zukunft, <strong>&bdquo;Ein neuer Tag&ldquo;<\/strong>, und das einwenig folkbluesig angehauchte, sich nach und nach drastisch und &uuml;bersch&auml;umend aufbauende Duett mit der br&uuml;netten Bad T&ouml;lzer Pop-Harfenistin Cornelia Patzlsperger, <strong>&bdquo;Glaub an uns&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Der letzte Titel von &bdquo;Ein genialer Tag&ldquo; nennt sich <strong>&bdquo;Sommerzeit&ldquo;<\/strong> (ihn gibt es als Bonustrack nochmals als mitsingbare Karaoke-Version zu h&ouml;ren). Dieser folkig-chansonhafte, von Banjo, akustischer Gitarre und sachtem Akkordeon getragene Lobgesang auf die warme Jahreszeit komprimiert letztlich nochmals die auf vorliegendem Album fast durchgehend ungest&uuml;m und herzhaft vorhandene Stimmungslage zwischen Gl&uuml;ckseligkeit, Optimismus, jugendlicher Frische und Erlebnisdrang.<\/p>\n<p>Nein, mit volkst&uuml;melnden Schunkeleien und heimattrunkenen Gef&uuml;hlsduseleien haben die zw&ouml;lf Titel von <strong>&bdquo;EIN GENIALER TAG&ldquo;<\/strong> nicht das Geringste zu tun. Sie zeigen einen durch und durch erwachsenen K&uuml;nstler, der sich von manch famili&auml;r bedingten &sbquo;musikalischen Fr&uuml;herziehungsversuchen&lsquo; durch seine Ahnen freischwimmen wollte &ndash; und genau dieses Vorhaben ist ihm auf &bdquo;Ein genialer Tag&ldquo;, Takt f&uuml;r Takt eindeutig nachempfindbar, auf beste, ja gerne: <em>geniale<\/em> Art und Weise in pr&auml;gnantester Form gelungen. In freundschaftlicher Kooperation mit dem fraglos versierten Musikmogul Thomas M. Stein (hier als &bdquo;T.M. Stone&ldquo; auftretend), hat sich Maxi gleichsam an Texten und Kompositionen beteiligt. Die Melodien und Arrangements sind oft &bdquo;very british&ldquo; ausgefallen, sie vermitteln sehr h&auml;ufig ein sommerlich-gro&szlig;st&auml;dtisches Freizeitflair und werden, garniert mit meist anspruchsvollen Reimen inkl. zackiger sprachlicher Widerhaken, mit starker Stimme von einem gereiften, h&ouml;rbar mit sich selbst zufriedenen <strong>Maxi Arland<\/strong> vorgetragen.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Ein genialer Tag&ldquo;<\/strong> bedeutet nicht nur f&uuml;r den Interpreten einen punktgenau richtigen Schritt in die einwandfrei richtige Richtung, sondern ist &ndash; seinem Titel gem&auml;&szlig; &ndash; schlicht und einfach ein <em>geniales <\/em>Album, das sich jeder Freund gehobener, deutscher Popkl&auml;nge ohne Schmus und Weinerlichkeit immer wieder an einem hellen, warmen, gut gelaunten Mai- oder Junitag auflegen kann, ohne dass es in irgendeiner Form langweilig wird!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 09.\/10. Mai 2014)<br \/>http:\/\/www.milianmedia.de<br \/>http:\/\/www.maxi-arland.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Genese der grandiosen Rezension eines genialen Albums&#8230;:\u00a0 &nbsp; Doch lesen Sie zun&auml;chst einmal das &quot;Vorwort&quot; \/ die Vorgeschichte zu<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":90488,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90487"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=90487"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90487\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/90488"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90487"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=90487"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90487"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}