{"id":90484,"date":"2015-05-11T00:00:00","date_gmt":"2015-05-11T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=90484"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"DALIAH-LAVI-smago-Serie-Schlage-90483","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/DALIAH-LAVI-smago-Serie-Schlage-90483\/","title":{"rendered":"DALIAH LAVI <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &quot;vor 40 Jahren&quot; von Stephan Imming: Teil 22 &#8211; Daliah Lavi (&quot;Nichts haut mich um, aber Du&quot;)!"},"content":{"rendered":"<p>Neuzugang 21.04.1975!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daliah Lavi wurde am 12.10.1942 als <em>Daliah Lewinbuk<\/em> in Shavi Zion, einem kleinen Dorf bei Haifa in Israel geboren. Ihre Eltern, j&uuml;dische Einwanderer, waren die aus Breslau\/Schlesien stammende Mutter <em>Ruth <\/em>und der aus Russland stammender Vater <em>Reuben<\/em> (Beruf: G&auml;rtner). Sie hat zwei Geschwister (Michel und Joseph).<\/p>\n<p><em>Kirk Douglas<\/em>, der im Sommer 1952 gerade den Film &bdquo;Die Gaukler&ldquo; ausgerechnet in Shavi Zion drehte, lud sie kurzerhand zu ihrem 10. Geburtstag &nbsp;ein. Der Film-Star schenkte ihr zum Ehrentag ein Ballett-Kleid und die zugeh&ouml;rigen Schuhe. Zwei Jahre sp&auml;ter &ndash; Daliah war gerade 12 Jahre alt &#8211; &nbsp;vermittelte er ihr &uuml;ber seinen Freund <em>Alt Kjellin<\/em> ein Ballett-Stipendium am k&ouml;niglichen Opernhaus in Stockholm, das sie nach vier Jahren aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden (zu niedriger Blutdruck) und wegen des Todes ihres Vaters (1956) abbrechen musste. Auch ihre Gr&ouml;&szlig;e machte ihr einen Strich durch die Rechnung einer Ballett-Karriere.<\/p>\n<p>Zur&uuml;ck in Israel, arbeitete sie dann als Fotomodell und Mannequin. Durch diese T&auml;tigkeiten wurde die Film-Industrie auf sie aufmerksam. Im Fr&uuml;hjahr 1960 traf sie auf US-Regisseur <em>Raphael Nu&szlig;baum<\/em>, der sie im Caf&eacute; Shalom ansprach und ihr direkt einen ersten Filmvertrag f&uuml;r den deutsch-israelischen Streifen &bdquo;Brennender Sand&ldquo; anbot. Kritiker attestierten der Lavi, sie sei die Antwort Israels auf <em>Sophia Loren.<\/em> Ihr raubtierhaftes Spiel f&uuml;hrte auch zur Wahl ihres K&uuml;nstlernamens: &bdquo;<em>Lavi<\/em>&ldquo; ist das hebr&auml;ische Wort f&uuml;r &bdquo;L&ouml;win&ldquo;, das fand Daliah passend, &bdquo;<em>weil er zu meinem Temperament passte. Ich war damals wild und unb&auml;ndig&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p>Im zarten Alter von 16 Jahren lernte Daliah <em>Jacques Gerard<\/em>, einen Konfektion&auml;r aus Paris kennen, der mit ihr nach Paris zog und sie dort kurze Zeit sp&auml;ter heiratete. Die Scheidung folgte nur 1 &frac12; Jahre sp&auml;ter, brachte f&uuml;r Daliah aber den Vorteil, dass sie die franz&ouml;sische Staatsb&uuml;rgerschaft besa&szlig; und somit nicht mehr um israelischen Milit&auml;rdienst eingezogen werden konnte.<\/p>\n<p>Fortan spielte sie in mehr als 20 Filmen als Schauspielerin mit, u. a. verk&ouml;rperte sie eine Squaw namens&nbsp; &quot;Paloma&quot; im popul&auml;ren Winnetou-Film &bdquo;Old Shatterhand&ldquo; und spielte in &bdquo;Das Stahlnetz des Dr. Mabuse&ldquo; mit.<\/p>\n<p>Mit Geburt ihres Sohnes <em>Rouven<\/em> 1968 hat sie ihre Film-Karriere weitestgehend beendet, um sich &ndash; so war der Plan &#8211; nur noch ihrer Familie zu widmen, wobei sie damals eine schwierige Zeit hatte &ndash; sie trennte sich von ihrem zweiten Ehemann, dem irischen Schauspieler und Regisseur (und Kindesvater) &nbsp;<em>John Sullivan<\/em>, da der seine Spielsucht nicht in den Griff bekam. Mangels Geldes musste sie zun&auml;chst ihren Sohn nach Israel zu ihrer Mutter schicken und nahm vor diesem Hintergrund Rollen an, in denen sie sich meistens mehr aus- als anziehen musste.<\/p>\n<p>Im Herbst 1969 bat Daliahs Landsmann <em>Chaim Topol<\/em>, der in der Londoner Auff&uuml;hrung des Musicals Anatevka eine Hauptrolle spielte, &nbsp;sie, in einer BBC-Show hebr&auml;ische Lieder zu singen. Wenngleich Daliah selbst ihre rauchige Stimme zum Gesang ungeeignet fand, wurde <em>Mike Sloman<\/em>, der Boss der Schallplatten-Firma &bdquo;Festival-Records&ldquo; auf sie aufmerksam und beauftragte den Produzenten <em>Norrie Paramour<\/em>, eine Schallplatte mit der &bdquo;L&ouml;win&ldquo; zu produzieren. Noch im gleichen Jahr wurde der folkloristisch angehauchte &bdquo;<strong>Love&rsquo;s Song<\/strong>&ldquo; ver&ouml;ffentlicht &ndash; der Test wurde ein veritabler Erfolg.<\/p>\n<p>Auch nach Deutschland kam Daliah mit ihrem Manager Mike Sloman zu Probeaufnahmen nach Hamburg. Nach den Erinnerungen des langj&auml;hrigen Polydor-Plattenproduzenten <em>Jimmy Bowien<\/em> stimmte die Chemie im Studio nicht, gemeinsam mit Toningenieur <em>Werner Grimme<\/em> beschloss man, die Aufnahmen abzubrechen. Kurze Zeit sp&auml;ter h&ouml;rte <em>Bowien<\/em> Daliahs &quot;Love Song&quot; und war begeistert und bekam vom damaligen Programmdirektor der Polydor, <em>Ossi Drechsler<\/em>, gr&uuml;nes Licht, eine deutsche Version des Love&#39;s Songs zu machen.<\/p>\n<p>Der ehemalige Polydor-Mitarbeiter <em>Rudi Petry<\/em> stellte den Kontakt mit einer Texterin her. Die junge Textdichterin <em>Waltraud Franzes<\/em> legte sich damals den K&uuml;nstlernamen <em>Miriam Frances<\/em> zu und textete f&uuml;r Daliah &bdquo;<strong>Liebeslied jener Sommernacht<\/strong>&ldquo;, was sowohl Daliah Lavi als attraktive Interpretin mit rauchiger Stimme als auch <em>Miriam Frances<\/em> als Texterin chansonhafter Lieder zum Durchbruch verhalf: Gleich der erste deutschsprachige Titel Daliahs wurde ein Top-20-Verkaufserfolg. Auch international kam ihr Song an, so vertrat sie Belgien beim Schlagerfestival in Tokio mit diesem Lied in franz&ouml;sischer Version (&bdquo;<strong>Prends l&rsquo;amour<\/strong>&ldquo;).<\/p>\n<p>Auch die zweite Ver&ouml;ffentlichung erschien in zwei Sprachen &ndash; aus ihrem vom s&uuml;dafrikanischen Songwriter <em>John Kongos<\/em> komponierten englischen Song &bdquo;<strong>Won&rsquo;t You Join Me?<\/strong>&ldquo; machte die kongeniale Texterin <em>Miriam Frances<\/em>, die u. a. auch f&uuml;r <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> t&auml;tig war, &bdquo;<strong>Oh &ndash; wann kommst Du?&ldquo;<\/strong> &ndash; Mit diesem Kult-Song, der sp&auml;ter erfolgreich von <em>Dieter Thomas Kuhn<\/em> gecovert wurde, erreichte sie sogar den 4. Platz der Verkaufshitparade. Die Zweideutigkeit der Titelzeile (das Coverbild der Single spricht nicht gerade gegen erotische Hintergedanken) und die Aufz&auml;hlung der Wochentage (&bdquo;Montag, Dienstag, Mittwoch&hellip;&ldquo;) lie&szlig;en den Song zu einem Meilenstein des deutschen Schlagers werden. Im aktuellen B&uuml;hnenprogramm <em>Wolfgang Treppers<\/em> konstatiert dieser augenzwinkernd, dass er dank Daliah Lavi die Wochentage &quot;Montag, Dienstag, Mittwoch&#8230;&quot; fr&uuml;her aussprechen konnte als &quot;Mama&quot; und &quot;Papa&quot;.&nbsp; &#8211; Findige Kritiker sehen in dem Lied eine Anspielung auf die damalige Sexwelle und eine Zeiterscheinung namens &quot;Orgasmusprobleme&quot; &#8211; ob das zutreffend ist, kann heute wohl nicht mehr genau festgestellt werden&#8230;<\/p>\n<p>Auch die dritte 1970 ver&ouml;ffentlichte deutschsprachige Single Daliah Lavis schlug gro&szlig;artig ein &ndash; aus dem Hit der Folk-Ikone <em>Melanie<\/em>&nbsp; &bdquo;What Have They Done To My Song, Ma?&ldquo; machte <em>Miriam Frances<\/em> &bdquo;<strong>Wer hat mein Lied so zerst&ouml;rt, Ma?<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Die erste LP Daliah Lavis, &bdquo;Liebeslied jener Sommernacht&ldquo;, war kommerziell erfolgreich (Top-20) und ist wie viele ihrer damaligen Ver&ouml;ffentlichungen inzwischen wieder auf CD erh&auml;ltlich.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>Jerusalem<\/strong>&ldquo; wurde Daliah 1971 etwas nachdenklicher <em>(&bdquo;&hellip;&uuml;ber der Stadt lacht das Sonnenlicht, doch bei den Menschen finde ich oft das Lachen nicht, denn es gibt andere Dinge, von denen man spricht &ndash; in Jerusalem&ldquo;<\/em>). Das Original war eine Instrumental-Nummer des Trompeters <em>Herb Alpert<\/em>. Der Text zu dieser Hommage an die geschichtstr&auml;chtige Nahost-Metropole, die wohl kaum jemand glaubw&uuml;rdiger interpretieren h&auml;tte k&ouml;nnen als eben Daliah Lavi, stammt von <em>Kurt Hertha<\/em>, der sonst eher &bdquo;leichte Schlager-Kost&ldquo; verfasste (z. B. &bdquo;Du kannst nicht immer 17 sein&ldquo;). Wenngleich das Lied durchaus erfolgreich war (Top-30 der Single-Charts), waren die bisherigen Ver&ouml;ffentlichungen erfolgreicher.<\/p>\n<p>Vielleicht auch deshalb entschied man sich mit der Folgenummer wieder f&uuml;r &bdquo;unbeschwertere Kost&ldquo;. Erneut kn&uuml;pfte sich Texterin <em>Miriam Frances<\/em> einen Song von <em>John Kongos<\/em> vor &ndash; diesmal machte sie aus der <em>Olivia Newton-John<\/em>-Nummer &bdquo;Would You Follow Me?&ldquo; den Hit &bdquo;<strong>Willst Du mit mir geh&rsquo;n?<\/strong>&ldquo;. Die Nummer schlug erneut bombastisch ein und entpuppte sich zu Daliah Lavis zweitem Top-10-Hit. Auch die gleichnamige LP war &uuml;beraus erfolgreich und erreichte ebenfalls die Top-10 der Bestsellerlisten. Wie schon &bdquo;Oh wann kommst Du&ldquo; wurde auch &bdquo;Willst Du mit mir gehen&ldquo; von Kult-Schlagerstars wie <em>Dieter Thomas Kuhn<\/em> gerne gecovert.<\/p>\n<p>Daliah Lavi wurde vom Branchenblatt &bdquo;Der Musikmarkt&ldquo; als erfolgreichste S&auml;ngerin des Jahres 1971 ausgezeichnet. Durch diesen Erfolg wurde auch das Fernsehen auf Daliah Lavi aufmerksam: Der damalige S&uuml;dwestfunk strahlte am 5. Januar 1972 Daliah Lavis TV-Show &bdquo;Willst Du mit mir gehen?&ldquo; aus. In diesem Portrait stellte sie ihre damals gr&ouml;&szlig;ten Hits vor und machte Werbung f&uuml;r die Tournee, die 1972 anstand, bei der sie von ihrem Freund <em>Labi Siffre<\/em> unterst&uuml;tzt wurde.<\/p>\n<p>Die franz&ouml;sischen Produktionen jener Zeit, &nbsp;&bdquo;<strong>Schwabba Daba Ding Ding<\/strong>&ldquo;, ein f&uuml;r die Lavi au&szlig;ergew&ouml;hnliches St&uuml;ck, und &bdquo;<strong>Lorelei<\/strong>&ldquo; wurden in Deutschland nicht ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>Die Hit-Serie setzte sich auch 1972 fort: Aus dem <em>Mac-Davis<\/em>-Hit &bdquo;I Believe In Music&ldquo; kam im Anschluss das von <em>Frank Dostal<\/em> getextete St&uuml;ck&nbsp; &bdquo;<strong>Ich glaub&lsquo; an die Liebe<\/strong>&ldquo; &ndash; auch der Song erreichte immerhin die Top-30 der Verkaufscharts. Gleiches gilt f&uuml;r <em>den Rod McKuens<\/em> Song &bdquo;Soldiers&nbsp; Who Want To Be Heroes&ldquo; &ndash; aus dem machte Lavis Haus- und Hofautorin <em>Miriam Frances<\/em> erneut einen Evergreen-Text: &bdquo;<strong>Meine Art, Liebe zu zeigen<\/strong>&ldquo; &ndash; Auch hier gibt es Leute, die in den Schlager etwas hineininterpretieren, n&auml;mlich das Verh&auml;ltnis der Deutschen vor dem Hintergrund ihrer Vergangenheit zu Juden: &bdquo;<em>Worte zerst&ouml;ren, wo sie nicht hingeh&ouml;ren<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>Eine weitere Single erschien 1972, die zwar nicht in den Verkaufslisten auftauchte &ndash; daf&uuml;r aber bis heute als einer von vielen gro&szlig;en Erfolgen Daliah Lavis gilt. Aus <em>Twiggy<\/em>s &bdquo;Zoo de Zoo Zong&ldquo; machte <em>Miriam Frances<\/em> &bdquo;<strong>Lieben Sie Partys?<\/strong>&ldquo;. In dem Lied geht es um gepflegte Langeweile, die oftmals bei steifen Partys der gehobenen Gesellschaft zu beobachten ist. Schade, dass die Bem&uuml;hung, auch mal mit einem humorvoll-witzigen Song zu punkten, vom Publikum damals nicht honoriert wurde.<\/p>\n<p>Dennoch kann auch 1972 als &uuml;beraus erfolgreiches Jahr f&uuml;r Daliah Lavi angesehen werden &ndash; so wurde ihr in der Dortmunder Westfalenhalle von RTL der &bdquo;Silberne L&ouml;we&ldquo; verliehen, und die Leser der Jugendzeitschrift Bravo k&uuml;rten sie mit dem &bdquo;Goldenen Otto&ldquo; als ihre Lieblings-S&auml;ngerin.<\/p>\n<p>1973 nahm sich Daliah Lavi des <em>Gordon-Lightfoot<\/em>-Hits &bdquo;If You Could Read My Mind&ldquo; an, der insbesondere instrumental von den <em>Spotnicks <\/em>zum Erfolg gemacht wurde. Erneut gelang es <em>Miriam Frances<\/em>, mit ihrem Text &bdquo;<strong>W&auml;r ich ein Buch&ldquo;<\/strong> einen der vielen Lavi-Klassiker zu kreieren. Ein Schlagerfan bringt es wie folgt auf den Punkt: &bdquo;<em>Wie im englischen Original wird in Conditionalform &uuml;ber die Vision der Per&ouml;nlichkeitsintegration in ein literarisches Werk sinniert. Lyrisch somit auf hohem Stand.&ldquo; &ndash;<\/em> Toll, was man so alles in Schlager hineininterpretieren kann, allerdings hat <em>Miriam Frances<\/em> in der Tat hochprozentig Texte auf hohem Niveau verfasst.<\/p>\n<p>Mit dem zweiten 1973er-Hit, diesmal vom seinerzeit sehr angesagten Texter <em>Fred Jay<\/em> getexteten Song im Gep&auml;ck, &bdquo;<strong>Es geht auch so<\/strong>&ldquo;, ging es im Fr&uuml;hjahr des Jahres auf gro&szlig;e erfolgreiche Deutschland Tournee. Unterst&uuml;tzt wurde sie bei der Tour von <em>Peter Horton.<\/em><\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>Lass die Liebe auferstehen!<\/strong>&ldquo;, einer weiteren deutschen Version eines Liedes <em>John Kongos<\/em> &ndash; diesmal aber von <em>Anja Hauptmann, <\/em>einer Enkelin des Dichters <em>Gerhart Hauptmann<\/em>, getextet, klang das Jahr 1973 unspektakul&auml;r aus.<\/p>\n<p>Als werdende Mutter ver&ouml;ffentlichte die Lavi 1974 keine deutschsprachigen Titel, allerdings wurde das Album &bdquo;I&rsquo;m Israeli &ndash; I&rsquo;m Sabra&ldquo; eher erfolglos ver&ouml;ffentlicht. Besonderheit dieser Produktion war, dass sie komplett in hebr&auml;ischer Sprache aufgenommen worden ist.<\/p>\n<p>Vor ziemlich genau 40 Jahren startete Daliah Lavi &ndash; kurz nach der Geburt ihres zweiten Sohnes <em>Alexander <\/em>&ndash; auch in Deutschland wieder durch mit ihrer Interpretation des Cole-Porter Songs &bdquo;I Get A Kick Out Of You&ldquo;, der zum Standardrepertoire von Gr&ouml;&szlig;en wie Frank Sinatra und Ella Fitzgerald geh&ouml;rte und der auch von <em>Hildegard Knef<\/em> gerne in deutscher Sprache gesungen wurde. Die deutsche Version wurde von <em>Mischa Mleink<\/em> getextet, der sich u. a. mit dem Lied &bdquo;H&auml;tten Sie heut Zeit f&uuml;r mich&ldquo; von <em>Michael Schanze<\/em> kurz zuvor einen Namen gemacht hatte. &bdquo;<strong>Nichts haut mich um &ndash; aber Du<\/strong>&ldquo; wurde in gro&szlig;en TV-Shows wie der ZDF-Starparade und im &bdquo;Studo B&ldquo; pr&auml;sentiert und war Bestandteil einer achtzehn Konzerte umfassenden gro&szlig;en Tournee, die in Hamburg startete und&nbsp; auch endete. Lavi dazu: &bdquo;<em>Ich habe in dieser Stadt nur gute Erfahrungen gemacht. Dort habe ich meine erste Schallplatte aufgenommen, und dort gibt es ein fantastisches Publikum&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p>Im gleichen Jahr ver&ouml;ffentlichte sie zwei sehr interessante LPs, denen beide der kommerzielle Erfolg vorenthalten blieb: Auf der Scheibe &bdquo;Caf&eacute; Decadence&ldquo; sang sie nostalgisch Klassiker wie &bdquo;Warum soll eine Frau kein Verh&auml;ltnis haben?&ldquo; und &bdquo;Jonny, wenn Du Geburtstag hast&ldquo;. Am liebsten wollte die K&uuml;nstlerin das Album in die USA schicken, damit dort im Jahr der Frau &bdquo;<em>die Frauenbewegung h&ouml;rt, was es vor drei&szlig;ig, vierzig Jahren f&uuml;r Texte gab<\/em>&ldquo;, tat Lavi in einem 1975er-Interview kund.<\/p>\n<p>Zeitgleich war es Daliah Lavi als &bdquo;frisch gebackene Mutter&ldquo; wichtig, ein Album mit Kinderliedern aufzunehmen, das unter dem Titel &bdquo;F&uuml;r Gro&szlig;e und kleine Kinder&ldquo; ver&ouml;ffentlicht wurde.<\/p>\n<p>Trotz gro&szlig;er TV-Pr&auml;senz in der <em>Max-Greger<\/em>-Show, in der <em>Peter-Kraus<\/em>-Show und der Wiener TV-Show &bdquo;Karussell&ldquo; konnten sich beide LPs nicht wirklich durchsetzen.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;Neuer Wind&ldquo; beschritt man dann 1976 lieber alte Wege &ndash; die Plattenfirma beschrieb das seinerzeit so: &bdquo;<em>Nach Kl&auml;rung ihrer privaten Angelegenheiten und dem endg&uuml;ltigen Entschluss, wieder nach London zu ziehen, fand Daliah Lavi in den letzten Wochen Zeit und Ruhe, an ihrer neuen LP, der ersten seit knapp zwei Jahren, zu arbeiten. &sbquo;Neuer Wind&lsquo; pr&auml;sentiert &ndash; mit witzigen Texten, ad&auml;quaten Melodien und sparsamen Arrangements &ndash; wieder jene Lavi, die ihr gro&szlig;es Stammpublikum zu Beginn ihrer Karriere in ihr sah&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p>&Uuml;bersetzt hei&szlig;t das wohl, dass nun wieder internationale Hits in echter Lavi-Art eingedeutscht wurden. Die Single-Auskopplungen der LP wurden jedoch keine gro&szlig;en Erfolge. &bdquo;<strong>Das bleibt immer ein Geheimnis&ldquo;<\/strong> ist die Eindeutschung des <em>Gerard-Lenorman<\/em>-Chansons&nbsp; &bdquo;La ballade des gens heureux&ldquo; und war inhaltlich vielleicht etwas seiner Zeit voraus &ndash; Texte wie &bdquo;<em>Warum tun wir, wenn wir von Liebe reden, als g&auml;b&rsquo;s nur Liebe zwischen Mann und Frau<\/em>&ldquo; waren damals sicher sehr mutig.<\/p>\n<p>Parallel zur LP erschien auch die Auskopplung &bdquo;<strong>Worte sind wie Pfeile<\/strong>&ldquo;. Obwohl nach l&auml;ngerer Zeit wieder von <em>Miriam Frances<\/em> getextet, kam diese deutsche Version von&nbsp; &bdquo;Words Said In Anger&ldquo; nicht in die Hitparaden. Vielleicht h&auml;tte man lieber einen der vielen spannenden anderen Songs des Albums auskoppeln sollen. Neben &bdquo;Imagine&ldquo; (&bdquo;Wenn ich kein Lied mehr s&auml;nge&ldquo;) oder &bdquo;Fifty Ways To Leave Your Lover&ldquo; (&bdquo;Gute Gr&uuml;nde, um zu gehen&ldquo;) enthielt das Album auch eine Antwort auf Curd J&uuml;rgens &bdquo;Sechzig Jahre und kein bisschen weise&ldquo; (&bdquo;Nicht mehr siebzehn &ndash; allererste Falten&ldquo;) und einen sehr &bdquo;liberalen&ldquo; frivolen Schlager, der vielleicht Hit-Potenzial gehabt h&auml;tte: &bdquo;Aus fremden Betten nimmt man den Applaus mit nach Haus&ldquo;. Die vier mal verheiratete Daliah Lavi wusste da vielleicht genau, wovon sie sang&hellip;? <em>Dieter Bohlen<\/em> hat da ja mal so etwas angedeutet, doch dazu sp&auml;ter mehr.<\/p>\n<p>Am 05.05.1976 wurde eine weitere Personality-Show mit Daliah Lavi ausgestrahlt: Im ZDF war sie Gastgeberin der Show &bdquo;Ich bin eine Frau, die wei&szlig;, was sie will&ldquo;.<\/p>\n<p>Mit einem TV-Auftritt in der ber&uuml;hmten Sendung &bdquo;Stars in der Manage&ldquo; beschloss Daliah Lavi das Jahr 1976 und kam im Fr&uuml;hsommer 1977 mit einer erneuten Cover-Version zur&uuml;ck: Aus <em>Billie Joe Spears<\/em>&lsquo; &bdquo;Sing Me An Oldfashioned Song&ldquo; machte <em>Gerd M&uuml;ller-Schwanke<\/em> &bdquo;<strong>Wei&szlig;t Du, was Du f&uuml;r mich bist?&ldquo;.<\/strong> Die schwungvolle Country-Ballade wurde nach zwei Jahren Charts-Abstinenz Daliah Lavis letzter Hit der 70er Jahre, was die Verkaufs-Charts angeht &ndash; er schlug allerdings gro&szlig;artig ein, kam bis auf Platz 12 und war &uuml;ber 20 Wochen platziert.<\/p>\n<p>Die im gleichen Jahr erschienene Nachfolge-Single &bdquo;<strong>Wie die Schwalben<\/strong>&ldquo;, eine deutsche Version des <em>Anne-Murray<\/em>-Hits &bdquo;Snowbird&ldquo;, konnte nicht ann&auml;hernd diesen Erfolg verbuchen &ndash; vielleicht auch deshalb nicht, weil der Song bereits 1971 auf ihrem Album &bdquo;Daliah Lavi&ldquo; ver&ouml;ffentlicht wurde.<\/p>\n<p>1978 ver&ouml;ffentlichte Daliah Lavi lt. Schlagzeile des Branchenblattes Musikmarkt eine &bdquo;&Uuml;berraschung-LP, mit der niemand rechnete&ldquo; namens &bdquo;<strong>Bei Dir bin ich immer noch Zuhaus<\/strong>&ldquo;. Hintergrund der Schlagzeile war, dass Lavi ja inzwischen in Miami mit ihrem vierten Ehemann, dem amerikanischen Fabrikanten Chuck Gans, verheiratet war und sich nicht mehr &bdquo;zerteilen&ldquo; wollte. Der Kompromiss sah dann so aus: &bdquo;<em>Schallplattenaufnahmen ja, lange Trennung von der Familie nein<\/em>&ldquo;. Entsprechend gab es in dieser Zeit auch keine TV-Auftritte von ihr.<\/p>\n<p>Neben dem Titelsong der LP, einer deutschen Version des <em>Sylvia Tyson<\/em> Songs &bdquo;River Road&ldquo;, der wieder von <em>Gerd M&uuml;ller-Schwanke<\/em> getextet wurde, koppelte die Plattenfirma zun&auml;chst das Lied &bdquo;<strong>Du bist mein Problem<\/strong>&ldquo; aus, eine deutschen Version der Country-Nummer <em>Billie Joe Spears<\/em>&lsquo;: &bdquo;Lonely Hearts Club&ldquo;, die zwar sehr gut im Radio lief, aber nicht in den Verkaufs-Charts pr&auml;sent war.<\/p>\n<p>Ob es an der vergleichsweise &bdquo;neuen&ldquo; Kurzhaarfrisur lag oder doch eher mangelnde TV-Pr&auml;senz der Grund war &ndash; jedenfalls ging dieser countrybeeinflusste Schaffensteil Daliah Lavis kommerziell unspektakul&auml;r zu Ende, und sie beschloss, eine mehrj&auml;hrige Pause einzulegen.<\/p>\n<p>Schon Anfang der 80er Jahre wurden gro&szlig;e &bdquo;Comebacks&ldquo; in Europas (&uuml;ber viele Jahre hinweg) gr&ouml;&szlig;ter TV-Show zelebriert &ndash; so auch bei Daliah Lavi: Am 19.09.1981 trat sie nach l&auml;ngerer Abstinenz wieder im Fernsehen bei&nbsp; <em>Frank Elstners<\/em> &bdquo;Wetten, dass&hellip;!?&ldquo; auf und pr&auml;sentierte dort ihren damals aktuellen Song &bdquo;<strong>Fl&uuml;ster&hellip;<\/strong>&ldquo;, eine deutsche Adaption des <em>Lacy J. Dolton<\/em> Hits &bdquo;Whisper&ldquo; (deutscher Text: <em>Wolfgang M&uuml;rmann)<\/em> , die damals nur auf Single ver&ouml;ffentlicht wurde.<\/p>\n<p>Trotz gro&szlig;er Promotion schlich sich kein Erfolg f&uuml;r diesen Titel ein, also versuchte man es mit DEM damals aktuellen Hit. Aus <em>F. R. Davids<\/em> Millionen-Seller &bdquo;Words&ldquo; machte <em>Michael Kunze<\/em> Daliahs Version &bdquo;<strong>Mut<\/strong>&ldquo; (auf Englisch war &bdquo;Words&ldquo; auf der B-Seite der Single zu h&ouml;ren). Leider kam Daliahs Interpretation genau so wenig an wie die seinerzeit auch erschienene deutsche Version von <em>Mary Roos<\/em> namens &bdquo;Zeit&ldquo;.<\/p>\n<p>Nachdem auch die deutsche Version von <em>Eric Claptons<\/em> &bdquo;Promises&ldquo; eher durchfiel (&bdquo;<strong>Von Dir krieg&lsquo; ich nie genug<\/strong>&ldquo;), &nbsp;wurde der langj&auml;hrige Vertrag der Polydor mit Daliah Lavi nicht verl&auml;ngert &ndash; sie wechselte 1983 zur EMI Electrola. Das neue Produzententeam bestand aus <em>Roland Heck<\/em> und <em>Gerd K&ouml;the<\/em>, die seinerzeit u. a. mit <em>Paola <\/em>sehr erfolgreich produzierten.<\/p>\n<p>Die Vorgehensweise bei der ersten gemeinsamen LP war eher unkonventionell: Daliah Lavi bat den Texter <em>Michael Kunze<\/em>, ihre Gedanken und Themen zu Liedtexten zu machen (, wobei&nbsp; ein Song, &bdquo;Ich will den ganzen Regenbogen&ldquo;, von ihrer langj&auml;hrigen Textdichterin <em>Miriam Frances<\/em> beigesteuert wurde). Diskussionen, die von Daliahs Gr&uuml;nden, nach Jahren wieder eine LP zu produzieren bis hin zu ihrem Engagement f&uuml;r Israel reichten, f&uuml;hrten zur endg&uuml;ltigen Fassung der neuen Songs.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zur fr&uuml;heren Vorgehensweise, wurden auch auf Single diesmal Original-Songs (keine Cover), jeweils von <em>Michael Kunze<\/em> getextet, ausgekoppelt: &bdquo;<strong>Ich muss nur sterben<\/strong> (und sonst gibt es kein Muss)&ldquo; und &bdquo;<strong>Jahresringe<\/strong>&ldquo; &ndash; ein Song, der sich nachdenklich mit dem &Auml;lterwerden auseinandersetzt. Interessanterweise wurde das bekannteste Lied des Albums mit &auml;hnlichem (diesmal fr&ouml;hlich aufbereiteten) Thema <u>nicht<\/u> ausgekoppelt, obwohl es sicher Hit-Potenzial gehabt h&auml;tte und zu einem Evergreen geworden ist: &bdquo;<strong>Endlich &uuml;ber 60<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>1984 ging es dann wieder mit Cover-Versionen weiter: Der Welthit &bdquo;To All the Girls I Loved Before&ldquo; wurde von <em>Michael Kunze<\/em> in &bdquo;<strong>Die erste Nacht der Ewigkeit<\/strong>&ldquo; eingedeutscht.<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Single-Ver&ouml;ffentlichung wurde Daliah Lavis letzter gro&szlig;er Single-Erfolg in Deutschland: &bdquo;<strong>Ich wollt nur mal mit Dir reden<\/strong>&ldquo; war nach Ansicht ihrer Plattenfirma eine &bdquo;eigenst&auml;ndige Single, losgel&ouml;st von der Vorlage&ldquo;. Daliah Lavi erz&auml;hlte in dem Song von Gef&uuml;hlen, die jemanden &uuml;berfallen, wenn er allein zu Hause ist. Dann greift man zum Telefon, nur, um seine oder ihre Stimme zu h&ouml;ren. Stevie Wonders Nummer-Eins-Hit &quot;I Just Called To Say I Love You&quot; wurde somit erfolgreich von <em>Michael Kunze<\/em> ins Deutsche &uuml;bertragen. &ndash; Mit dem Lied ist Daliah Lavi erstmals &uuml;berhaupt in der ZDF-Hitparade aufgetreten.<\/p>\n<p>Befl&uuml;gelt von diesem Erfolg, wurde im Fr&uuml;hjahr 1985 eine weitere LP namens &bdquo;Herzblut&ldquo; ver&ouml;ffentlicht, die sich inhaltlich um Liebe in den unterschiedlichsten Erlebensformen drehen sollte. Diese &Uuml;berlegung setzten erneut die Produzenten <em>K&ouml;the\/Heck<\/em> um, <em>Michael Kunze<\/em> war erneut der Textdichter. Wieder gab es eine gute TV-Pr&auml;senz, so stellte Daliah die LP in der <em>Michael-Schanze<\/em>-Show vor. Die Single aus dem Album, &bdquo;<strong>Nur wenn ich lache, tut&rsquo;s noch weh<\/strong>&ldquo; wurde von <em>Michael Cretu <\/em>komponiert und wurde kein gro&szlig;er Erfolg &ndash; vielleicht weil er von Radio-Redakteuren missverstanden wurde, die annahmen, es handle sich um die Zustandsbeschreibung einer Patientin nach dem Aufwachen nach einer Blinddarm-Operation.<\/p>\n<p>Nach dieser Produktion wechselte Daliah Lavi f&uuml;r eine Single erneut Produzent und Plattenfirma: Das nachdenkliche &bdquo;<strong>Wir sind gebrannte Kinder<\/strong>&ldquo; wurde von den damals &uuml;beraus erfolgreichen <em>Ralph Siegel<\/em> und <em>Bernd Meinunger<\/em> geschrieben. Trotz eines starken Textes (&bdquo;<em>Wir lernten, den Phrasen von Frieden und Freiheit zu misstrau&rsquo;n auf heilige Kriege und t&ouml;dliche Siege wollten wir nicht bau&rsquo;n<\/em>&ldquo;) und trotz einer Vorstellung in der ZDF-Hitparade wurde der auf Siegels Label Jupiter ver&ouml;ffentlichte Song nicht zum Erfolg, so dass Daliah Lavi erneut die Plattenfirma wechselte.<\/p>\n<p>Mitte der 80er Jahre, zu &quot;Hoch-Zeiten&quot; <em>Modern Talkings<\/em> und <em>Dieter Bohlens<\/em>, beschloss Daliah Lavi, die deutsche Version des von <em>Dieter Bohlen<\/em> f&uuml;r <em>Chris Norman<\/em> komponierten Songs &quot;Some Hearts Are Diamonds&quot; zu interpretieren und schloss einen Vertrag mit <em>Bohlens<\/em> Plattenfirma Hansa. &quot;<strong>In Deinen Armen<\/strong>&quot; war 1986 allerdings wenig erfolgreich, ebenso wenig das 1987 bei der gleichen Firma erschienene &quot;<strong>Love<\/strong>&quot;, eine Komposition <em>Leo Leandros&#39;<\/em> mit einem Text des <em>Howard-Carpendale<\/em>-Kumpels <em>Joachim Horn-Bernges<\/em>. In <em>Dieter Bohlens<\/em> Buch &quot;Nichts als die Wahrheit&quot; ist zu lesen, dass der &quot;kleine Dieter&quot; angeblich noch etwas von Daliah Lavi und ihren Verf&uuml;hrungsk&uuml;nsten gelernt habe &#8211; Daliah Lavi hatte es wohl nicht n&ouml;tig, das zu kommentieren&#8230;<\/p>\n<p>Bei der eher kleinen Company &quot;MCS&quot; ver&ouml;ffentlichte Daliah Lavi einige Jahre sp&auml;ter, 1990, eine CD mit Neuaufnahmen ihrer Hits, aber auch einigen neuen Titeln, die im Radio recht gut liefen, ansonsten aber erneut nicht wirklich an alte Erfolge ankn&uuml;pfen konnten: &quot;<strong>Immer, wenn es dunkel wird<\/strong>&quot; und &quot;<strong>Gospodin<\/strong>&quot;, von Michael Kunze getextet, waren dann vorerst Daliahs letzte musikalische Lebenszeichen in Deutschland.<\/p>\n<p>Das &auml;nderte sich Ende 1994, als sie ein Duett mit <em>Karel Gott<\/em> sang, mit dem sie zum ersten (und einzigen) mal in der ZDF-Hitparade einen Nummer-Eins-Hit lancieren konnte: Der <em>Diana-Ross<\/em>-Klassiker &quot;When You Tell Me, That You Love Me&quot; wurde von <em>Michael Kunze<\/em> gekonnt eingedeutscht (&quot;<strong>Ich bin da, um Dich zu lieben<\/strong>&quot;), was vom Publikum dankbar angenommen wurde &#8211; Daliah Lavi war wieder bei der Polydor gelandet, was zum Erfolg f&uuml;hrte. <em>Karel Gott<\/em> sagte damals dankbar: &quot;<em>Eine solche Zusammenarbeit w&auml;re vor einigen Jahren noch unm&ouml;glich gewesen. Uns Tschechen war n&auml;mlich fr&uuml;her jeglicher Kontakt zu Israelis offiziell verboten&quot;<\/em>.<\/p>\n<p>Danach wurde es &uuml;ber viele Jahre still um Daliah Lavi, bis sie sich im Jahr 2008 entschlossen hatte, sich mit einer letzten Tournee und einem letzten Album von ihren deutschen Fans zu verabschieden. Ihre im Oktober 2008 ver&ouml;ffentlichte, vom renommierten Pop-Produzenten <em>Dieter Falk<\/em> produzierte Abschieds-CD &quot;<strong>C&#39;est la vie &#8211; so ist das Leben<\/strong>&quot; stellte sie am 25.10.2008 in der Show &quot;Willkommen bei Carmen Nebel&quot; mit gro&szlig;em Erfolg vor, die CD wurde sehr erfolgreich, kam bis auf Platz 22 der deutschen Longplay-Charts, so dass sie f&uuml;r 100.000 verkaufte Tontr&auml;ger sogar noch mal eine Goldene Schallplatte &uuml;berreicht bekam. Auch die gleichnamige Single lief &uuml;beraus erfolgreich im Radio.<\/p>\n<p>Das Programm der Abschieds-CD stellte Daliah Lavi im Rahmen einer sehr erfolgreichen Abschieds-Tournee vor. Dem Vernehmen nach besuchte Lavis langj&auml;hrige Texterin <em>Miriam Frances<\/em>, die sich ansonsten vollkommen aus der &Ouml;ffentlichkeit zur&uuml;ckgezogen hatte, das Hamburger Konzert. F&uuml;r eine DVD wurde das Konzert der Alten Oper Frankfurt mitgeschnitten. Daliah Lavis Abschied von der B&uuml;hne wurde mit hochprozentig sehr positiven Kritiken versehen &#8211; ihre Stimme und ihre Lieder kamen beim Publikum dem Vernehmen nach sehr gut an.<\/p>\n<p>Von einem TV-Auftritt 2011 abgesehen, hat sich Daliah Lavi zur&uuml;ckgezogen und lebt mit ihrer Familie bis heute in Florida.<\/p>\n<p>In einem Schlagerbuch &auml;u&szlig;erte sich <em>Harald Martenstein, <\/em>Feuilleton-Chef der M&uuml;nchener Abendzeitung<em>, <\/em>&nbsp;zu Daliah Lavi wie folgt: &quot;<em>Deutsche Schlager einer israelischen S&auml;ngerin, die als deutsche Indianerin Filmkarrieremacht, und das im Coutryton: wenn sowas an sich v&ouml;llig Unvereinbares zusammenkommt, sprechen die Kunstexperten gerne von Surrealismus&quot;<\/em> &#8211; ich denke, damit ist die au&szlig;ergew&ouml;hnliche Karriere einer au&szlig;ergew&ouml;hnlichen K&uuml;nstlerin gut auf den Punkt gebracht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><u>VORSCHAU:<\/u><\/strong> In Teil 23 dieser Reihe geht es um den Berliner Liedermacher, S&auml;nger und Produzenten <strong>GUNTER GABRIEL.<\/strong><\/p>\n<p>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/lavi75.jpg\" style=\"width: 369px; height: 512px;\" \/><\/p>\n<p>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/lavi75_2.jpg\" style=\"width: 263px; height: 512px;\" \/><\/p>\n<p>Stephan Imming<\/p>\n<p>http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Daliah_Lavi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuzugang 21.04.1975!\u00a0 Daliah Lavi wurde am 12.10.1942 als Daliah Lewinbuk in Shavi Zion, einem kleinen Dorf bei Haifa in Israel<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":90485,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90484"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=90484"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90484\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/90485"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90484"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=90484"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90484"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}