{"id":90385,"date":"2015-05-15T00:00:00","date_gmt":"2015-05-15T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=90385"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"ADAM-amp-EVE-Neue-smago-Serie-S-90384","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/ADAM-amp-EVE-Neue-smago-Serie-S-90384\/","title":{"rendered":"ADAM &#038; EVE <br \/>Neue smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &#39;vor 40 Jahren&#39;&quot; von Stephan Imming, Teil 3 &#8211; Update: Adam &#038; Eve!"},"content":{"rendered":"<p>Adam und Eve waren im April 1975 mit einer weiteren Single in den Charts (&#8222;Tango Amor&#8220;) &#8211; das hat der Autor zum Anlass genommen, den urspr\u00fcnglichen Artikel &#8222;upzudaten&#8220;&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Duo &bdquo;<strong>Adam und Eve<\/strong>&ldquo; wurde 1966 von der am 26.03.1938 geborenen Tschechin <em>Eva Bartova<\/em> gegr&uuml;ndet. Schon fr&uuml;h wurde ihr Interesse an Musik geweckt, so hatte sie 1944 im Opernhaus von Pilsen erste Auftritte als Elevin. In jungen Jahren siedelte sie nach Dresden &uuml;ber, wo sie ihr Ballettexamen machte und 1953 als T&auml;nzerin am Stadttheater von Annaberg (Sachsen) anheuerte. Da sie nebenbei Gesang studierte, konnte sie sofort einspringen, als dort die Sopranistin ausfiel. Sie sang mit Begeisterung die Partie der &bdquo;Marie&ldquo; im Waffenschmied und beschloss, eine Karriere als S&auml;ngerin anzustreben.<\/p>\n<p>Erste Plattenaufnahmen machte sie in Pilsen bei der ungarischen Plattenfirma &bdquo;Caliton&ldquo;.<\/p>\n<p>Sp&auml;ter ver&ouml;ffentlichte sie unter dem Namen <em>Erika Bartova<\/em> ihre erste Single &bdquo;<strong>Casanova baciami<\/strong>&ldquo; auf dem DDR-Label Amiga. In dieser Zeit trat sie in der DDR und den damaligen Ostblockl&auml;ndern als S&auml;ngerin und T&auml;nzerin auf.<\/p>\n<p>Sp&auml;ter floh sie mit ihrem ersten Mann <em>Dieter Roth<\/em>, der auch T&auml;nzer war, und ihrem Ballett-Ensemble &uuml;ber Bulgarien in den Westen und trat fortan in Nachtclubs in Frankreich und Deutschland auf, musste dabei aber ihren Sohn <em>Roberto <\/em>bei seiner Gro&szlig;mutter zur&uuml;cklassen. (Erst 1976 konnte sie ihren Sohn nach Deutschland holen. <em>Roberto<\/em> trat vereinzelt auch als S&auml;nger in Erscheinung, z. B. mit Adam und Eve selber (&bdquo;<strong>Die Fr&uuml;hlingsmelodie<\/strong>&ldquo;, &bdquo;<strong>Der Weihnachtsmann<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Kindertr&auml;ume<\/strong>&ldquo;) und sp&auml;ter als Duett-Partner <em>Heike Sch&auml;fers<\/em>).<\/p>\n<p>Bei einem Auftritt in der Kellerdiscothek &bdquo;Les aigles&ldquo; im K&uuml;nstlerviertel Montmartre lernte sie die f&uuml;nfk&ouml;pfige Band &bdquo;<em>Caballeros<\/em>&ldquo; kennen. Man beschloss, die Gruppe &bdquo;<em>Eve and the Bartovs<\/em>&ldquo; mit Eva (, die sich zwischenzeitlich b&uuml;rgerlich in &bdquo;<em>Erika Roth&ldquo;<\/em> umbenannt hatte,) zu gr&uuml;nden. Bassist und Organist der neu gegr&uuml;ndeten Band war <em>Hartmut Schairer<\/em>, der sp&auml;tere (zweite) &quot;<em>Adam<\/em>&quot;.<\/p>\n<p>&bdquo;Eve&#39;s&ldquo; Mann <em>Dieter Roth<\/em> organisierte f&uuml;r die neue Band 1965 eine erfolgreiche Tourn&eacute;e durch die Schweiz. Die Band hat sich anschlie&szlig;end zerstritten und l&ouml;ste sich auf, wurde aber mit teilweise anderen Mitgliedern im Folgejahr neu formiert und absolvierte weitere erfolgreiche Auftritte. W&auml;hrend einer Konzerttour in Schweden lernte Eva dann ihren ersten &bdquo;Adam&ldquo;, <em>John Christian Dee<\/em>, kennen, mit dem sie dann das <u>erste<\/u> Duo &bdquo;Adam &amp; Eve&ldquo; gr&uuml;ndete.<\/p>\n<p>Wenngleich sie mit <em>Dieter Roth<\/em> verheiratet war, waren seinerzeit in der Presse im Zusammenhag mit ihrem &bdquo;Adam&ldquo; Zeilen wie &bdquo;<em>Wenn aus unserer Karriere nichts wird, macht das auch nichts. Wir lieben uns und kommen uns vor wie Adam und Eva im Paradies<\/em>&ldquo; zu lesen.<\/p>\n<p>Im August 1966 konnte das Duo sich bereits mit der ersten Single, &bdquo;<strong>Adam &amp; Eve\/They can Look at us<\/strong>&ldquo;, in den deutschen Charts platzieren und wurde durch TV-Auftritte in der ZDF-Drehscheibe und der von <em>Mal Sondock<\/em> moderierten HR-Sendung &bdquo;Beat Beat Beat&ldquo; bundesweit bekannt. Da die folgenden vom aus den USA nach England immigrierten &bdquo;Adam&ldquo; geschriebenen und produzierten Titel nicht den Erfolg brachten, den man sich als &bdquo;Europas <em>Sonny &amp; Cher<\/em>&ldquo; wohl versprach, trennte sich das Duo bereits 1967, zumal <em>John Christian Dee<\/em> kein &bdquo;Adam&ldquo; mehr sein wollte und sich mitsamt Verst&auml;rkeranlage nach Schweden absetzte.<\/p>\n<p>Der Stuttgarter<em> Hartmut Schairer<\/em> sprang in die Bresche. In &bdquo;neuer&ldquo; (<u>zweiter<\/u>) Formation traten &bdquo;Adam &amp; Eve&ldquo; bereits am 30.10.1967 in der ZDF-Sendung &bdquo;Mal mir eine Melodie&ldquo; auf, in der neben dem Duo u. a. <em>Roy Black<\/em> zu Gast war.<\/p>\n<p>Die ersten Plattenver&ouml;ffentlichungen des &bdquo;neuen&ldquo; Duos erschienen bei der neu gegr&uuml;ndeten K&ouml;lner Plattenfirma &bdquo;Teledisc&ldquo;. Die noch englischsprachigen &bdquo;<strong>Shaggy Dog<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Feelin&lsquo;<\/strong>&ldquo; kamen aber &uuml;ber den Status des Geheim-Tipps nicht hinaus.<\/p>\n<p>Der Wechsel zu EMI Electrola &ndash; hin zu deutschen Schlagern brachte dann den Erfolg. Die erste Single, die ihnen von <em>Michael Holm<\/em> auf den Leib beschrieben wurde (Komposition <em>Jack White<\/em>), hie&szlig; passenderweise &bdquo;<strong>Die Story von Adam &amp; Eve<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Der zweite Song unter den neuen Voraussetzungen schlug ein: &bdquo;<strong>Hey Hey in Tempico<\/strong>&ldquo; war der erste Chart-Erfolg in neuer Formation. Fortan war das nun komplett blonde (bzw. blond gef&auml;rbte) Gesangs-Duo aus TV-Shows wie der ZDF-Hitparade (erster Auftritt am 30.05.1970) nicht mehr wegzudenken. Der Durchbruch war sp&auml;testens 1970 gelungen, als das Duo den Musikpoll der damaligen Zeitschrift &bdquo;Schallplatte&ldquo; als beliebtestes Duo gewann und diesen Erfolg sogar wiederholen konnte. Texter <em>Stephan Legos<\/em> (b&uuml;rgerlich <em>Erich Offierowski<\/em>) Weisheit &bdquo;<em>Hier in Europa ist das Leben &#8211; kein angenehmer Aufenthalt. -Im Fr&uuml;hling gibt es Schnee und Regen, dann wird es langsam wieder kalt.&ldquo; <\/em>entsprach offensichtlich damals dem Zeitgeist.<\/p>\n<p>Fast zeitgleich mit dieser Single brachten die beiden die deutsche Version des gro&szlig;en Hits der britischen Band <em>Hotlegs<\/em> &bdquo;Neanderthal Man&ldquo; heraus. Auf dem Single-Cover von &bdquo;<strong>Hey Neandertalman<\/strong>&ldquo; tr&auml;gt <em>Eve<\/em> rote Stiefel und zeigt (quasi in Anspielung an die Band des Original-Songs) &bdquo;Hotlegs&ldquo; &ndash; genutzt hat es nichts, der Song kam nicht so an wie die Vorg&auml;nger-Scheibe.<\/p>\n<p>Mit dem wenig beachteten Stimmungsschlager &bdquo;<strong>Sommernacht in Santa Barbara<\/strong>&ldquo; wurde das Jahr 1970 unspektakul&auml;r abgeschlossen &ndash; trotz des zweiten Auftritts in der ZDF-Hitparade konnte die Platte sich nicht durchsetzen.<\/p>\n<p>Mit dem romantischen Klassiker &bdquo;<strong>Ave Maria No Morro<\/strong>&ldquo; war das Duo im Sommer 1971 wieder in der Spur und konnte sich mit seiner deutschen Version sogar wieder in der Verkaufshitparade einnisten.<\/p>\n<p>Die darauf folgende Scheibe ist ein Kult-Song, der &uuml;ber viele Jahre hinweg in den Rundfunk-Wunschkonzerten (, als es sie noch gab&hellip;,) sehr gerne immer wieder gew&uuml;nscht wurde. Die deutsche Version des <em>Roy Fox &amp; His Orchestra<\/em> Hits aus dem Jahre 1936 &bdquo;When the Sun Says Good Night To the Mountain&ldquo; hie&szlig; &bdquo;<strong>Wenn die Sonne erwacht in den Bergen<\/strong>&ldquo; und wurde zu einem gro&szlig;en Erfolg f&uuml;r Adam &amp; Eve. 1964&nbsp; war der Song auch in Frankreich ein gro&szlig;er Erfolg (<em>Lucille Starr<\/em> &ndash; Quand le soleil sit bonjour aux montagnes). Die Idee, die Aussage &bdquo;Wenn die Sonne erwacht&hellip;&ldquo; dreisprachig, teilweise mit Sprechgesang und Live-Ambiente zu performen, war ungew&ouml;hnlich genug, um damit einen gro&szlig;en Hit zu landen.<\/p>\n<p>Passend zur Single &bdquo;<strong>Die sch&ouml;nsten Dinge im Leben<\/strong>&ldquo; heirateten Eva und Hartmut Schairer am 29.06.1972 in der Marktkirche in Wiesbaden und lebten in Neunkirchen (N&auml;he Siegburg). Eine Aufzeichnung der Trauung wurde am selben Abend in <em>Wim Thoelkes<\/em> TV-Show &quot;Drei mal neun&quot; gesendet, was den beiden nicht nur Sympathien einbrachte, weil bisweilen unterstellt wurde, die Hochzeit sei &quot;verkauft worden&quot; bzw. man habe nur geheiratet, um bei <em>Wim Thoelke<\/em> eine &quot;bessere Show abziehen zu k&ouml;nnen&quot;. In dem Zusammenhang schrieben die damaligen Zeitungen, dass Eve ja verheiratet sei und verga&szlig;en zu erw&auml;hnen, dass ihre tschechische Ehe l&auml;ngst geschieden war, wobei die Scheidung sich wegen des gemeinsamen Sohns <em>Roberto<\/em> &uuml;ber einen langen Zeitraum hinzog.<\/p>\n<p>Nach l&auml;ngerer Abstinenz wurde die vom heutigen <em>Helene-Fischer<\/em>-Produzenten <em>Jean Frankfurter<\/em> komponierte und produzierte Scheibe &bdquo;<strong>Das macht die Liebe allein<\/strong>&ldquo; in der ZDF-Hitparade vorgestellt. Erstmals konnte sich das Duo drei mal in <em>Heck<\/em>s Schlager-Show platzieren. Besonders gut kam bei TV-Auftritten wie diesen der &quot;Partnerlook-Chic&quot; der beiden an, der ja auch vor der Haarfarbe nicht Halt machte.<\/p>\n<p>Auch &bdquo;<strong>Dann kommt der Sonnenschein<\/strong>&ldquo;, ein erneut von <em>Jean Frankfurter<\/em> komponierter typischer Mitklatsch-Schlager der 70er (&bdquo;<em>Und ist der Himmel &uuml;ber Dir heute noch so grau &ndash; am n&auml;chsten Morgen wird er wieder blau<\/em>&ldquo;), wurde in <em>Heck<\/em>s Hitparade vorgestellt, konnte sich aber nicht erneut platzieren &ndash; dennoch kam die Single in die Verkaufs-Charts.<\/p>\n<p>Nun wurde es mal wieder Zeit f&uuml;r einen Cover-Song. &bdquo;<strong>Komm und tanz mit mir<\/strong>&ldquo; war die deutsche Version eines niederl&auml;ndischen Hits &ndash; &bdquo;Dance Of Love&ldquo; wurde von den &bdquo;<em>Walkers&ldquo;<\/em> in Holland zu einem Top-10 Hit. Auch in Deutschland reichte es mit Adam und Eve f&uuml;r einen 38. Platz.<\/p>\n<p>Nachdem <em>Freddy Breck<\/em> einige Erfolge damit hatte, klassische Musikthemen zu Hits zu machen (z. B. &bdquo;Rote Rosen&ldquo; oder &bdquo;Bianca&ldquo;), griffen auch Adam und Eve zu dieser Methode: Aus <em>Jacques Offenbachs <\/em>&bdquo;Barcarole&ldquo; wurde &bdquo;<strong>Wie ein Stern in dunkler Nacht<\/strong>&ldquo; &ndash; immerhin reichte es erneut f&uuml;r eine Platzierung in den Verkaufs-Charts.<\/p>\n<p>Auf den klassischen Komponisten <em>Offenbach<\/em> folgte der Schlager-Komponist <em>Jean Frankfurter<\/em>, der dem Duo &bdquo;<strong>In Manuels Taverne<\/strong>&ldquo; auf den Leib schrieb. Bei diesem Top-50-Schlager war aber insbesondere Textdichter <em>Stephan Lego<\/em> alias <em>Erich Offierowski<\/em> sehr kreativ in seinen &Uuml;berlegungen, was sich so alles auf &bdquo;Taverne&ldquo; reimt: &bdquo;In Manuels Taverne &ndash; da l&auml;uft statt Wasser Wein aus der Zisterne&ldquo;. &ndash; Oder: &bdquo;In Manuels Taverne &ndash; brennt bis zum fr&uuml;hen Morgen die Laterne&ldquo; &ndash; da muss man erst mal drauf kommen&hellip;<\/p>\n<p>Der erste 1975er Erfolg &quot;<strong>Ein Stern geht auf<\/strong>&quot; war der letzte Hit des Duos, der <u>nicht <\/u>selber produziert war. Komponiert wurde der Song erneut von <em>Jean Frankfurter<\/em>, getextet wurde er von <em>Erich Offierowski.<\/em><\/p>\n<p>Die erste in Eigenregie produzierte Single war &bdquo;<strong>Tango Amor<\/strong>&ldquo; &ndash; der Song, der vor genau 40 Jahren in den Charts pr&auml;sent war. Vielleicht war es ja <em>Ann &amp; Andy<\/em>s Lied &bdquo;Zigeunerwagen&ldquo;, dass die beiden darauf brachte, die von den <em>Kirmesmusikanten<\/em> 1971 ver&ouml;ffentlichte Instrumental-Produktion &bdquo;Zigeunertango&ldquo; (komponiert vom 2010 verstorbenen Kirmesmusikanten <em>Henny van Voskuylen<\/em>) mit deutschem Text zu versehen (erstmals war <em>Eva Bartova<\/em> als Texterin einer Single aktiv). Immerhin hat es f&uuml;r einen Top-50-Hit in der deutschen Verkaufs-Hitparade und f&uuml;r eine Neuvorstellung in der ZDF-Hitparade gereicht.<\/p>\n<p>Die zweite eigene Produktion der beiden wurde ihr erster und einziger Top-10-Hit in Deutschland. Aus dem franz&ouml;sischen &bdquo;Tu t&rsquo;en vas&ldquo;, einem Duett von <em>Alain Barriere<\/em> (gleichzeitig Komponist des St&uuml;cks) und <em>Noelle Cordier<\/em> wurde bei Adam und Eve &bdquo;<strong>Du gehst fort<\/strong>&ldquo;. Getextet hat den Song der renommierte <em>Eckart Hachfeld<\/em>, der u. a. &bdquo;Aber bitte mit Sahne&ldquo; und &bdquo;Lieb Vaterland&ldquo; f&uuml;r <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> getextet hatte. Zeitgleich mit Adam &amp; Eve brachten auch <em>Marion Maerz und Anthony<\/em> ihre Version auf den Markt, die von Adam &amp; Eve war aber weit erfolgreicher &ndash; vielleicht war hier ein Auftritt in <em>Ilja Richters<\/em> ZDF-Show &bdquo;Disco&ldquo; von Bedeutung. 1992 nahmen sich <em>Ireen Sheer<\/em> und <em>Bernhard Brink<\/em> erneut erfolgreich des Titels an.<\/p>\n<p>Die Nachfolgesingle dieses Super-Hits war erneut eine Cover-Version eines niederl&auml;ndischen Erfolgs (&bdquo;Vino&ldquo; von <em>Imca Marina<\/em>; urspr&uuml;ngliches Original war &bdquo;Lu Maritiello&ldquo; von <em>Tony Santagata<\/em>). Abermals schrieb <em>Eckart Hachfeld<\/em> einen Text &ndash; im Gegensatz zur letzten Produktion bediente er sich diesmal frivoler Anspielungen im Lied &bdquo;<strong>Lena (steig in den Sattel&hellip;)<\/strong>&ldquo;, das inhaltlich wohl den Spruch &bdquo;forget the horse and ride the cowboy&ldquo; vorwegnahm, wenn man sich einige Textzeilen so ansieht (&bdquo;<em>Steig in den Sattel der Liebe! Wir reiten, wir reiten, wir reiten!<\/em>&ldquo;). Trotz (oder wegen) dieser zweideutigen Andeutungen schafften Adam &amp; Eve es letztmals, mit einer Single in die Top-50 zu kommen.<\/p>\n<p>&bdquo;<strong>Man kann nicht ohne Liebe sein<\/strong>&ldquo; war der erste Song, den Adam (Schairer) und Eve (&bdquo;Schairer&ldquo;) nicht nur selbst produziert, sondern auch komponiert und getextet haben, Co-Autor war <em>John M&ouml;hring<\/em>, der sp&auml;ter als Produzent von <em>Ireen Sheer<\/em> (&bdquo;Feuer&ldquo;) und <em>Arabesque<\/em> von sich reden machte. Immerhin konnte man sich damit gleich mehrfach in der ZDF-Hitparade platzieren.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>In den alten Gassen<\/strong>&ldquo; wurde es dann fast volkst&uuml;mlich &ndash; <em>G&uuml;nther Behrle<\/em>, der sp&auml;ter dem <em>Naabtalduo<\/em> mit &bdquo;Patrona Bavariae&ldquo; zum Erfolg verhalf, textete zur <em>Jean Frankfurter<\/em>-Komposition. Das Lied blieb weitgehend unbeachtet.<\/p>\n<p>&Auml;hnlich volkst&uuml;mlich war auch die Single, die S&ouml;hnchen <em>Roberto <\/em>mit Adam und Eve gemeinsam ver&ouml;ffentlichte: Die &bdquo;<strong>Fr&uuml;hlingsmelodie<\/strong>&ldquo; war ein &auml;hnlicher Flop wie der kurz zuvor erschienene Eurovisions-Beitrag des anderen bekannten deutschen Duos (<em>Cindy &amp; Bert<\/em>), die ja die &bdquo;Sommermelodie&ldquo; ersannen. Lustig an der Single ist das Cover &ndash; <em>Roberto<\/em> sieht mit seinen hellblonden Haaren (noch dazu mit dem Namen &bdquo;Roberto&ldquo;!)&nbsp; wie ein Klon von Adam und Eve aus &ndash; ob Heino da auch noch seine Finger mit im Spiel hatte &ndash; man wei&szlig; es nicht. Jedenfalls durfte Roberto sogar die B-Seite &bdquo;Kindertr&auml;ume&ldquo; alleine besingen.<\/p>\n<p>Ohne <em>Roberto<\/em> ging es 1977 weiter mit einem Text von <em>Kurt Hertha<\/em>: &bdquo;<strong>Es ist sch&ouml;n, mit Dir zu leben<\/strong>&ldquo; war in den Hitparaden wenig pr&auml;sent &ndash; besser lief es mit der Eigenkomposition &bdquo;<strong>Ungarische N&auml;chte<\/strong>&ldquo; &ndash; damit &nbsp;wurde erst &ndash; und letztmals sogar der erste Platz in der ZDF-Hitparade geholt.<\/p>\n<p>Weniger Gl&uuml;ck hatten die beiden mit ihrer n&auml;chsten Coverversion: F&uuml;r den&nbsp; gleichnamigen italienischen <em>Donatella<\/em>-Song &bdquo;<strong>Lailola<\/strong>&ldquo; schrieben die beiden einen deutschen Text &ndash; der Erfolg des deutschen Covers kam aber nicht an den des italienischen Originals heran.<\/p>\n<p>Der Song &bdquo;<strong>Die versunkene Stadt<\/strong>&ldquo; hingegen wurde ein heimlicher Evergreen f&uuml;r Adam und Eve, die das Lied gemeinsam mit Texter-Legende <em>Fred Jay<\/em> selbst geschrieben haben. <em>Adam Schairer<\/em> war von dem Song wohl so angetan, dass er ihn 1982 noch mal mit Adam &amp; Eve und 1990 (als Produzent) mit dem <em>Fernando-Exprerss<\/em> neu ver&ouml;ffentlicht hatte.<\/p>\n<p>Die n&auml;chsten Produktionen, &bdquo;<strong>Sag auf Wiedersehen!<\/strong>&ldquo; (1978, erneut von <em>Fred Jay<\/em> getextet &ndash; Co-Autor war diesmal auch <em>Peter Wagner<\/em>, der sp&auml;ter als <em>Udo-J&uuml;rgens-<\/em> und <em>Roland-Kaiser-<\/em>Produzent von sich Reden machte), &bdquo;<strong>Sag&lsquo; mir&hellip;<\/strong>&ldquo; (1979, Eigenkomposition) und &bdquo;<strong>Leben<\/strong>&ldquo; (1979, deutsche Version des <em>Robert-John<\/em>-Erfolgs &bdquo;Sad Eyes&ldquo;, getextet von <em>Bernd Meinunger<\/em>) konnten nicht mehr an alte Erfolge ankn&uuml;pfen.<\/p>\n<p>1980 &#8211; nach der Teilnahme an der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix mit dem Titel &bdquo;<strong>Hallo Adam, hallo Eva<\/strong>&ldquo; &#8211; brach die damalige Plattenfirma die bestehende Zusammenarbeit pl&ouml;tzlich und abrupt nach ca. zehn Jahren Zusammenarbeit ab. Vermutlich dadurch bedingt, kam es zu internen Spannungen auch innerhalb des Paars. Lt. einem Interview mit <em>Schairer<\/em> habe zuletzt die beiden nur noch der Erfolg zusammengeschmiedet. Nach dessen Ausbleiben sei auch die Ehe geendet. Man habe nach jeder gemeinsam erlebten Stunde sich nichts mehr zu erz&auml;hlen gehabt. 1982 lie&szlig;en sich die beiden scheiden.<\/p>\n<p>Musikalisch ging es allerdings noch einige Zeit weiter. Nach Nicht-Verl&auml;ngerung des Vertrags mit der EMI kamen Adam und Eve 1980 bei <em>Peter Orloffs<\/em> junger Plattenfirma &bdquo;Aladin&ldquo; unter. Gleich die erste Single ist bemerkenswert &ndash; weniger wegen des musikalischen Inhalts (&bdquo;<strong>Auch ein Herz kann weinen<\/strong>&ldquo;, erneut eine Eigenkomposition mit Co-Autor Bernd Meinunger) &ndash; mehr wegen des erotischen Cover-Fotos. Wenn Eve lasziv in die Kamera guckt und ihre Hand dabei in Gefilde geht, die man recht gut erahnen kann, dr&auml;ngt sich der Eindruck auf, dass die vermeintlich naive Eve bei &bdquo;Lena (steig in den Sattel)&ldquo; sehr wohl die Metaphorik des Textes verinnerlicht haben k&ouml;nnte. Witzigerweise wurde das Foto f&uuml;r die Neuver&ouml;ffentlichung der &bdquo;verbotenen Stadt&ldquo; erneut verwendet &ndash; aber &bdquo;entsch&auml;rft&ldquo;.<\/p>\n<p>Bei kriselnder Ehe wurde 1981 der vielsagende, vielleicht in die Zukunft blickende Titel &bdquo;<strong>Frei, ohne frei zu sein<\/strong>&ldquo; ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>1982, zu Hochzeiten der Neuen Deutschen Welle, probierte das Duo es letztmals mit einer Single-Ver&ouml;ffentlichung. Der gro&szlig;e Italo-Hit von <em>Ricchi e Poveri<\/em>, &bdquo;Made in Italy&ldquo; wurde bei Adam und Eve zu &bdquo;<strong>Made in Germany<\/strong>&ldquo;. Trotz eines Textes von <em>Fred Jay<\/em> zog das &bdquo;Eindeutschen&ldquo; internationaler Hits Anfang der 80er Jahre nicht mehr so wie zuvor &ndash; das Duo zog die Konsequenzen, &bdquo;Made in Germany&ldquo; blieb die letzte Ver&ouml;ffentlichung der beiden.<\/p>\n<p>Neben ihrer <u>Interpreten<\/u>-T&auml;tigkeit haben Adam und Eve Schairer wie erw&auml;hnt mit gro&szlig;em Erfolg ihre Songs in Eigenregie <u>produziert<\/u> und sp&auml;ter sogar die Produktionen f&uuml;r andere Interpreten wie z. B. <em>Gaby Baginsky<\/em> &uuml;bernommen, mit der <em>Adam (Hartmut) Schairer<\/em> 2012 sogar noch einmal den Song &bdquo;<strong>Wenn die Sonne erwacht in den Bergen<\/strong>&ldquo; aufgenommen hat. Er &nbsp;war dabei sicher die &bdquo;treibende Kraft&ldquo;, der ja in sp&auml;teren Jahren als Komponist und als Solo-Produzent gro&szlig;e Erfolge u. a. mit <em>Claudia Jung, Andy Borg <\/em>und dem<em> Fernando Express<\/em> feiern konnte.<\/p>\n<p><em>Eve <\/em>heiratete sp&auml;ter den S&auml;nger <em>Jimmy Harrison<\/em>, doch auch diese Ehe hielt nicht lange. Danach emigrierte sie in die USA, wo sie am 17. September 1989 in Chicago einem Krebsleiden erlag.<\/p>\n<p>Der am 23.02.1946 geborene &bdquo;Adam&ldquo; studierte in seiner Heimatstadt Stuttgart am Konservatorium bei <em>Professor Malec<\/em>. Neben Bass und Orgel (diese Funktionen hatte er ja bei den damaligen &bdquo;<em>Bartov&#39;s<\/em>&ldquo; inne) spielt er Klarinette, Saxofon, Gitarre und Klavier. Mit einer eigenen Band (&bdquo;Soul Generation&ldquo;) reiste er durch Europa, bis er Eve traf.<\/p>\n<p>Neben seiner T&auml;tigkeit als erfolgreicher Produzent ver&ouml;ffentlichte Adam (Hartmut) Schairer einige Solo-Nummern. Beispielsweise erschien 1987 bei Koch Records der Song &bdquo;<strong>Was uns bleibt<\/strong>&ldquo; (B-Seite &bdquo;Spiel der Gef&uuml;hle&ldquo;).<\/p>\n<p>Jahrzehnte sp&auml;ter (2008) ver&ouml;ffentlichte er als S&auml;nger den Song &bdquo;<strong>Gib mir mein Herz nie mehr zur&uuml;ck<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Aktuell k&uuml;mmert er sich u. a. um die Produktion von &bdquo;Gina T.&ldquo;<\/p>\n<p>Stephan Imming, 12.01.2015, Update 13.05.2015<\/p>\n<p>http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adam_%26_Eve<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Adam und Eve waren im April 1975 mit einer weiteren Single in den Charts (&#8222;Tango Amor&#8220;) &#8211; das hat der<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":90386,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90385"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=90385"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90385\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/90386"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90385"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=90385"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90385"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}