{"id":90259,"date":"2015-05-16T00:00:00","date_gmt":"2015-05-16T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=90259"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"SARAH-CONNOR-Am-22052015-ersche-90258","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/SARAH-CONNOR-Am-22052015-ersche-90258\/","title":{"rendered":"SARAH CONNOR <br \/>Am 22.05.2015 erscheint ihr &#8211; deutschsprachiges! &#8211; Album &quot;Muttersprache&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>Bemerkenswert: Den PR-Text hat sie h\u00f6chstselbst verfasst&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ich kam mit 19 ins Musikgesch&auml;ft, wurde auf Anhieb ein &bdquo;Star&ldquo; in Deutschland, Europa und sogar ein bisschen in Amerika, verkaufte &uuml;ber 7 Millionen Platten und habe 2005 meine Hochzeit und drei Monate meines schnellen Lebens im Rampenlicht im Fernsehen mit einem riesigen Publikum geteilt. Das war die Zeit vor Facebook. Indem Hunderttausende einen imaginierten &bdquo;Like&ldquo;-Button dr&uuml;ckten, glaubten sie, &uuml;ber mich schon alles zu wissen. Heute wei&szlig; ich, dass dies meine Warhol&rsquo;schen 15 Minutes of Fame waren &ndash; eine geteilte Oberfl&auml;che, eine schillernde, faszinierende Pop-Bubble. Das waren die ersten zehn Jahre meiner Karriere.<\/p>\n<p>Tats&auml;chlich habe ich vor f&uuml;nf Jahren meinen Plattenvertrag bewusst auslaufen lassen und mich um meine Familie und meine Kinder gek&uuml;mmert, ich wollte sie aufwachsen sehen. Zum ersten Mal in zehn Jahren habe ich die Bremse gezogen und durchgeatmet &ndash; ein normales Leben mit normalem Alltag. Ich habe mir eine Auszeit im Privaten genommen, die wenige andere Popstars &ndash; der von mir verehrte Bob Dylan vielleicht ausgenommen &ndash; ihrer Karriere je zugemutet haben. In diesen f&uuml;nf Jahren war ich indes nicht unt&auml;tig. Ich habe mein gesamtes k&uuml;nstlerisches Selbstverst&auml;ndnis auf den Pr&uuml;fstand gestellt. Nur nicht meinen Gesang, denn ich wei&szlig;, dass ich singen kann. Aber dass ich selbst Songs schreiben kann, selbst texten, selbst produzieren, sogar selbst bestimmen kann, wie, was, wann und wo ich ver&ouml;ffentliche h&auml;tte ich mir noch vor wenigen Jahren niemals zugetraut.<\/em><\/p>\n<p><em>Also habe ich nach Partnern gesucht, die mir dabei helfen, mich selbst musikalisch auszudr&uuml;cken. Ich habe dabei viele Menschen kennengelernt, viele verschiedene Musiker. Ich habe &uuml;berall zugeh&ouml;rt, reingeh&ouml;rt, mitgemacht, mitmachen zugelassen, beobachtet, verdaut, meine Schl&uuml;sse daraus gezogen. 60 englische Songs sind auf diese Weise zun&auml;chst entstanden. Was mit ihnen passiert, wei&szlig; ich noch nicht. Denn zugleich wurde mir pl&ouml;tzlich etwas anderes klar: Ich muss in meiner Muttersprache singen. Und mehr als das: Ich wollte, dass die echte und aufrichtig ehrliche Emotionalit&auml;t meiner Stimme eingefangen wird, dass sie auch auf Deutsch endlich mal richtig zur Geltung kommt. Daf&uuml;r musste ich lernen, auf mein Bauchgef&uuml;hl zu vertrauen. Dort, wo es richtig wehtut ist es gut. Denn: Wenn man die eigene Stimme beherrscht, kann man fast alles singen, man kann Emotionen vort&auml;uschen, Gef&uuml;hle posen. Aber will ich das? Einzig: Dass es so schwer sein w&uuml;rde, Songs zu schreiben, die diesem Anspruch standhalten, h&auml;tte ich nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten.<\/em><\/p>\n<p><em>An meinem neuen Album habe ich die letzten f&uuml;nf Jahre gearbeitet, da ich darauf bestanden habe, auch die Jobs selbst zu machen, f&uuml;r die man normalerweise jemanden engagiert. Einfach und allein aus dem Grund, weil ich niemanden gefunden habe, der es mir so richtig recht machen konnte. Ich wollte meine Songs nicht in fremde Verantwortung &uuml;bergeben, habe &bdquo;alles so gewollt, den ganzen Terror und das Gold&ldquo;. Juliette Gr&eacute;co nennt es die &bdquo;&eacute;cole du trottoir&ldquo;, die Schule der Stra&szlig;e, bei mir m&uuml;sste man wohl von der &bdquo;&eacute;cole du studio&ldquo; sprechen: In den letzten f&uuml;nf Jahren habe ich in Studios in Deutschland, in England und in Amerika mein praktisches Musikstudium nachgeholt, auf eigene Faust. Ich habe mich meiner eigenen Vorstellung von Musik, von Gesang, von eigenen Texten gewidmet und mir alle Zeit der Welt genommen, die meine Songs von mir gefordert haben. Anfang letzten Jahres hat mich eine Freundin Peter Plate, Ulf Sommer und Daniel Faust vorgestellt &ndash; das waren in ihrem &bdquo;vorigen Leben&ldquo; Rosenstolz. Und pl&ouml;tzlich waren da Menschen mit einem extrem feinf&uuml;hligen H&auml;ndchen. Ganz behutsam, mit viel Spa&szlig; und sanfter Bestimmtheit, haben sie mich ermutigt, meinen Instinkten zu folgen, haben sich auf mich und meine eigenwillige Art zu texten und zu komponieren eingelassen und wurden innerhalb von ein paar Monaten meine wichtigste Reflexionsfl&auml;che. Ohne ihre Liebe und Freundschaft und ihr Talent w&auml;re dieses Album ein v&ouml;llig anderes geworden.<\/em><\/p>\n<p><em>Auf der Suche nach meiner eigenen Sprache habe ich &uuml;brigens wenige deutsche musikalische Vorbilder vorzuweisen. Es hat mich einfach nie umgeben. Ich bin mit Soul und Jazz aufgewachsen und habe bis heute leider keine deutsche Lieblingsband, die mich so richtig erreicht. Aber ich bin offen und interessiert daran, wie K&uuml;nstler, egal ob deutsch oder englischsprachig, etwas kreieren, das viele andere genau ins Herz trifft. Ich danke K&uuml;nstlern wie Bob Dylan, Leonard Cohen, Joni Mitchell, die ich abg&ouml;ttisch verehre ebenso wie India Arie! Aber auch j&uuml;ngeren K&uuml;nstlern wie Macklemore, Sia, Lorde, Adele und London Grammar, die ich alle studiert und analysiert habe und deren Musik mir so viel Freude bereitet hat. Ich bin heute &uuml;berzeugt, dass all die gro&szlig;en Songschreiber ihre Songs aus demselben Beweggrund geschrieben haben: Sie haben genau hingesehen, sie haben ein dringliches Anliegen, sie haben sich damit auseinander gesetzt und dann ihrer Sprache vertraut. Den Anfang markierten bei mir meistens auf der akustischen Gitarre geschlagene Akkorde oder ein Klavier. Wenn ich oder auch meine jeweiligen Partner das Gef&uuml;hl hatten, dass die Akkorde passten, haben wir dar&uuml;ber Melodien gesungen, in Fantasiesprache. Ich habe im Laufe dieses Prozesses sogar gelernt ein bisschen Gitarre zu spielen. Am Ende zogen wir uns dann zur&uuml;ck, um zu texten. Das dauerte am l&auml;ngsten, da ich eben ganz genaue Vorstellungen habe, wann etwas nach mir klingt.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich habe mich dabei zeitweise ein wenig entfernt vom typischen Soul von Aretha Franklin und Nat King Cole und Marvin Gaye &ndash; der Musik, mit der ich aufgewachsen bin &ndash; und angefangen minimalistisch arrangierte Songs zu schreiben, die meiner Art zu Singen entsprechen, die meine Reime und Melodien gut vertragen. Denn das ist genau die Herausforderung: Musik und Text m&uuml;ssen ineinander aufgehen, die eigene Sprache muss singbar gemacht werden, damit meine Songs funktionieren. Und: Die Produktion darf die Stimme nicht erschlagen. Ich suche im Studio immer nach der Essenz dessen, was ich ausdr&uuml;cken will. Ich will nicht sperrig sein, aber auch nicht zu leicht, ich will zugleich unterhalten, aber vor allem will ich ehrlich bleiben. Textlich und musikalisch. Und das dauert. F&uuml;r mich f&uuml;hlt sich das an wie eine Wissenschaft. Und es erkl&auml;rt, weshalb mein neues Album f&uuml;nf Jahre gebraucht hat, und warum ich es in meiner Muttersprache eingesungen habe.<\/em><\/p>\n<p><em>Jetzt entlasse ich dieses Album, diese Sammlung von Songs, in die Welt, wo es ein Eigenleben f&uuml;hren wird. Es f&uuml;hlt sich so an, als w&auml;re ein Kind erwachsen geworden.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Sarah Connor<\/em><\/p>\n<p>UMD \/ Polydor (Textvorlage)<br \/>http:\/\/www.universal-music.de\/company\/umg\/polydorisland<br \/>http:\/\/www.sarah-connor.com\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bemerkenswert: Den PR-Text hat sie h\u00f6chstselbst verfasst&#8230;:\u00a0 Ich kam mit 19 ins Musikgesch&auml;ft, wurde auf Anhieb ein &bdquo;Star&ldquo; in Deutschland,<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":90260,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90259"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=90259"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90259\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/90260"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90259"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=90259"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90259"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}