{"id":89014,"date":"2015-06-18T00:00:00","date_gmt":"2015-06-18T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=89014"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"JOERG-BAUSCH-BELLA-VISTA-MICHAEL-FISCHER-89013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop-schlager\/JOERG-BAUSCH-BELLA-VISTA-MICHAEL-FISCHER-89013\/","title":{"rendered":"J\u00d6RG BAUSCH, BELLA VISTA, MICHAEL FISCHER, FRANK NEUENFELS u.a. <br \/>&quot;13. Sicherheitstag Gelsenkirchen&quot; &#8211; ein Event-Bericht von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Sonntag, 14. Juni 2015, Gelsenkirchen-Buer1\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Puh&hellip; gerade erst war das &bdquo;III. Rock am Dom&ldquo;-Festival zu Gelsenkirchen-Buer (siehe <strong><a href=\"https:\/\/smago.de\/d\/artikel\/71124\/\">HIER<\/a><\/strong>!) zu Ende gegangen und ich am Samstagabend, v&ouml;llig erschlafft und k.o., gegen 23.30 Uhr ersch&ouml;pft ins Bett gefallen, schon klingelte gef&uuml;hlte 20 Minuten sp&auml;ter, am Sonntagmorgen, um 10.45 Uhr, der Weckdienst&hellip; denn f&uuml;r jenen Sonntag, dem 14. Juni 2015, war das n&auml;chste kulturelle Gro&szlig;ereignis in Gelsenkirchen angek&uuml;ndigt, diesmal auf dem Gel&auml;nde des Polizeipr&auml;sidiums Gelsenkirchen-Buer am Buerer Rathausplatz.<\/p>\n<p>Zum 13. Mal hatten die Ordnungspartner Gelsenkirchen unter der Federf&uuml;hrung der &ouml;rtlichen Polizei, und hier wie immer organisiert und geleitet von Polizeihauptkommissar und Verkehrssicherheitsberater <strong>Carsten Jahns<\/strong>, der in diesem Zusammenhange auch 2015 wiederum nicht nur als sittengestrenger Polizist und Ordnungsh&uuml;ter, sondern zugleich und insbesondere als gewitzter, humorvoller und bei&szlig;end selbstironischer Entertainer, Conf&eacute;rencier und Moderator gl&auml;nzte, ein &uuml;ber siebenst&uuml;ndiges Familienfest unter dem Motto <strong>&bdquo;Sicherheitstag Gelsenkirchen&ldquo;<\/strong> auf die Beine gestellt, welches erneut bei Gro&szlig; und Klein &ndash; insgesamt wurden &uuml;ber den Tag verteilt rund 12.000 Besucher auf dem weitr&auml;umigen Gel&auml;nde hinter dem Buerer Rathaus gez&auml;hlt &ndash; enormen Anklang fand und f&uuml;r viel ausgelassenen Spa&szlig; und gen&uuml;ssliche Freude sorgte. Neben stattlichen Verpflegungsbuden mit scharfer Currywurst, ebensolchen Hamburgern, &bdquo;Chicken Nuggets&ldquo; und &ndash; diesmal ausschlie&szlig;lich alkoholfreien &#8211; Getr&auml;nken, gab es Karussells und Spielecken f&uuml;r die Kinder und warben z.B. das Deutsche Rote Kreuz, der ADFC, die Stadtb&auml;ckerei, die AOK, der Wei&szlig;e Ring e.V. oder die Sparda-Bank f&uuml;r sich und vor allem f&uuml;r die Belange von Verkehrssicherheit und Schutz vor Unf&auml;llen. Zudem hatten Carsten Jahns und die Seinen einmal mehr f&uuml;r ein vorz&uuml;gliches musikalisches Rahmenprogramm gesorgt, das mit einer Vielzahl auch &uuml;berregional bekannter Gr&ouml;&szlig;en des tanzbaren Ruhrgebiets-Schlagers aufwartete und somit nicht nur viele Familien mit Kindern und Enkelkindern, sondern zus&auml;tzlich nicht wenige Beinhart-Freunde des modernen deutschen Schlagers in gro&szlig;er Anzahl nach Gelsenkirchen-Buer lockte.<\/p>\n<p>Als ich gegen 13.30 Uhr per Stra&szlig;enbahn aus der Altstadt am Buerer Rathaus ankam, war der <strong>&bdquo;13. Sicherheitstag&ldquo;<\/strong> schon voll im Gange: Das Gelsenkirchener Damen-Trio <strong>&bdquo;Klang Pur&ldquo; <\/strong>schmetterte gerade den &bdquo;Weather Girls&ldquo;-Discorenner <strong>&bdquo;It&rsquo;s raining Men&ldquo;<\/strong>, stilgerecht mit gr&uuml;nen Regenschirmen inkl. Polizei-Emblem ausstaffiert, als letzte Zugabe ihres ca. halbst&uuml;ndigen Auftritts, bevor Moderator und Organisator Carsten Jahns im Beisein des Gelsenkirchener Oberb&uuml;rgermeisters <strong>Frank Baranowski<\/strong> (SPD), der zugleich als Schirmherr der Veranstaltung fungierte, und der seit Sommer 2014 amtierenden Polizeipr&auml;sidentin <strong>Anne Heselhaus-Schr&ouml;er<\/strong>, den diesj&auml;hrigen Sicherheitspreis vergab. 2015 ging diese Auszeichnung an die Firma <strong>&bdquo;Fahrrad XXL Meinh&ouml;vel Zweirad GmbH&ldquo;<\/strong>. Diese betreibt in Gelsenkirchen-Buer ein gro&szlig;es (nahezu)-Kaufhaus f&uuml;r Drahtesel aller Art und engagiert sich seit einigen Jahren sehr im Bereich der Verkehrssicherheit. So werden bei &bdquo;Meinh&ouml;vel&ldquo; z.B. regelm&auml;&szlig;ig die &Uuml;bungsfahrr&auml;der der Jugendverkehrsschule Gelsenkirchen, die beim Verkehrsunterricht f&uuml;r Kinder und Jugendliche genutzt werden, kostenfrei gewartet und repariert. Nach dieser Preisvergabe, war &ndash; zumindest f&uuml;r den Verfasser dieser Zeilen &ndash; erst mal ein ordentliches Mittagessen angesagt, in Form sch&auml;rfster Hamburger und Currywurst mit zig Jalapenos und brennendster Chilisauce atemberaubend aufbereitet, w&auml;hrend auf der Showb&uuml;hne der dunkelhaarige Jungstar <strong>SASCHA WALTERSCHEID<\/strong> eine disco-foxige Mischung aus ausgew&auml;hlten Coverversionen &ndash; z.B. <strong>&bdquo;Ich mal Dir ein Bild&ldquo; <\/strong>von Andreas Martin &ndash; und eigenen Titeln &ndash; so seine soeben bei Pulsschlag Music erschienene, brandneue, rockig-treibende Download-Single <strong>&bdquo;Umlaufbahn&ldquo;<\/strong> &ndash; von zig anwesenden Fans bejubelt, charmant auff&uuml;hrte.<\/p>\n<p>Daran anschlie&szlig;end war ein K&uuml;nstler an der Reihe, mit dem ich mich schon seit l&auml;ngerem intensiv besch&auml;ftige, den ich aber in all den Jahren noch nie pers&ouml;nlich getroffen, geschweige denn &sbquo;live&lsquo; in einem Konzert gesehen habe. Der Schwerter Sonnyboy <strong>FRANK NEUENFELS<\/strong> hatte zwischen 2009 und 2013 bei Peter Sebastians Label f&uuml;r deutschsprachige Musik, TOI TOI TOI Records, acht Maxi-Singles, sowie sein genialisches Deb&uuml;talbum &bdquo;Wolkenflieger&ldquo; ver&ouml;ffentlicht, in deren Promotion-Kampagne ich als Schreiber der Presseinformationen involviert war. Folglich hatte ich mir die Songs dieser CD h&auml;ufig gerne angeh&ouml;rt und mich im Laufe der Zeit in den einen oder anderen Beitrag daraus in gewisser Hinsicht akustisch &sbquo;verliebt&lsquo;. Vor zwei Jahren beschritt Frank Neuenfels neue Wege, die nun vor wenigen Wochen in seiner zweiten Albumproduktion &bdquo;Halleluja&ldquo; gipfelten, die, nach einigen eher unerquicklichen Versuchen bei einem anderen Label, vor wenigen Wochen bei den Diepholzer Kollegen von DA Music erschienen ist und, neben einigen brandneuen Songs, einen konsequenten &Uuml;berblick &uuml;ber das bisherige kreative Schaffen des Frank Neuenfels, von 2009 bis heute, geballt komprimiert. So viele Jahre hatte ich nun Franks Lieder ein ums andere Mal ausschlie&szlig;lich &sbquo;aus der Konserve&lsquo; genossen &ndash; und nun, beim &bdquo;Sicherheitstag 2015&ldquo; zu Gelsenkirchen-Buer sollte es endlich soweit sein, ihn, in Begleitung zweier schnieker T&auml;nzerinnen, aber diesmal ohne seine Freundin und zeitweilige Gesangspartnerin Dani, &sbquo;live &amp; in Farbe&lsquo; wahrnehmen zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Mit einer opulenten, streicherlastigen Fanfare, die auf Franks bislang bekanntestem Hit <strong>&bdquo;Hey Du&ldquo;<\/strong>, 2010 als Single bei TOI TOI TOI Records ver&ouml;ffentlicht, basierte, betraten er und seine beiden Tanzdamen die B&uuml;hne des &bdquo;Sicherheitstages 2015&ldquo; und legten sogleich los mit dem radikal eing&auml;ngigen Titelsong seines neuesten Opus <strong>&bdquo;Halleluja&ldquo;<\/strong>. Dabei handelt es sich um einen straighten, treibenden Tanz-Ohrwurm, im Refrain harmonisch angelehnt an gleichnamigen Monumental-Choral aus Georg Friedrich H&auml;ndels Oratorium &bdquo;Der Messias&ldquo;, der von niemand geringerem verfasst wurde, als von Schlagerschreiber-Ass Kurt Kokus jun.. Dieser hatte schon unz&auml;hlige Hits f&uuml;r Genre-Legenden a la Wolfgang Petry, Bernhard Brink oder J&uuml;rgen Drews ersonnen, weshalb sein Name nat&uuml;rlich als profundes Qualit&auml;tssiegel f&uuml;r Frank Neuenfels&lsquo; aktuellen Tanzfl&auml;chenf&uuml;ller &bdquo;Halleluja&ldquo; steht.<\/p>\n<p>Weiter ging&lsquo;s mit dem bereits erw&auml;hnten, phantastischen Dancefloor-Burner <strong>&bdquo;Hey Du&ldquo;<\/strong> aus der Feder von Gary Allan Janz und Peter Sebastian, der noch heute als Franks musikalisches Erkennungszeichen und unverbr&uuml;chlicher Dauer-Evergreen gilt, bevor dessen drall-rhythmischer 2013er-Neustart <strong>&bdquo;Verliebt in eine T&auml;nzerin&ldquo;<\/strong>, zwei Jahre zuvor ein praktikabler Hit f&uuml;r die volkst&uuml;melnden &bdquo;Paldauer&ldquo;, zum Einsatz kam, und Frank daraufhin den fraglos anregenden und aufmunternden Disco-Fox-Er&ouml;ffner von &bdquo;Halleluja&ldquo;, <strong>&bdquo;Um die Sterne zieh&rsquo;n&ldquo;<\/strong>, kraftvoll und zum sofortigen Mitsingen und Mittanzen auffordernd zum Besten gab.<\/p>\n<p>Mit dem Werbeslogan von Franks fr&uuml;herer Company TOI TOI TOI Records, &bdquo;Deutsche Musik ist cool&ldquo;, leitete der erste reale singende Publikumsmagnet dieses fast ausnahmslos sonnig-freundlichen, aber niemals zu hei&szlig;en Sommernachmittags, &uuml;ber zu dem 1989 seitens des aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis stammenden Kollegen J&uuml;rgen Renfordt bekanntgemachten Romantikschlager <strong>&bdquo;Du hast ihre Augen&ldquo;<\/strong>, der in Franks 2015er-Wiederbelebung eine neuartige, zeitnahe, aber keinesfalls nervende oder gar entstellende Note verliehen bekam.<\/p>\n<p>Um die 300 Fans hatten sich inzwischen vor der Buerer Showb&uuml;hne eingefunden, die meisten derer sangen Franks neue, wie &auml;ltere Lieder begeistert und Wort f&uuml;r Wort einwandfrei textsicher mit. Zusammen mit einem flink aus dem Publikum auf die B&uuml;hne geholten kleinen M&auml;dchen, intonierte der 45j&auml;hrige S&auml;nger, Moderator, DJ und Entertainer nun die nicht unumstrittene 2014er-Single <strong>&bdquo;Ich lach das Leben an&ldquo;<\/strong>, die er im Fr&uuml;hjahr 2014, nachdem er seinen Freund und Mentor Michael Wendler zur achten Staffel der RTL-Realityshow &bdquo;Ich bin ein Star &ndash; Holt mich hier raus&ldquo; in den australischen Dschungel begleitet hatte und dort die Hamburger Schauspielerin und Kom&ouml;diantin Tanja Schumann, die ebenfalls an diesem TV-Format teilnahm, kennenlernte, gemeinsam mit dieser eingesungen hatte.<\/p>\n<p>Es folgten eine cool-poppig-sommersonnige Neuauslegung von &bdquo;Lobo&rsquo;s&ldquo; 1973er-Welthit <strong>&bdquo;I&rsquo;d love you to want me&ldquo;<\/strong> und der 2011er-TOI-TOI-TOI-Singlehit <strong>&bdquo;Wei&szlig;er Engel&ldquo;<\/strong> (diesmal allerdings nicht mit vokalistischer Unterst&uuml;tzung von des S&auml;ngers Lebensgef&auml;hrtin Dani), bevor sich der sympathische Interpret, gemeinsam mit seinen vielzahlig vor der B&uuml;hne jubilierenden Anh&auml;ngern, nochmals, als Zugabe, ins fundamentale <strong>&bdquo;Halleluja&ldquo;<\/strong> st&uuml;rzte.<\/p>\n<p>Den gleicherma&szlig;en sehr wohlwollend aufgenommenen Auftritt der vierk&ouml;pfigen Gesangsformation <strong>&bdquo;Bella Vista&ldquo;<\/strong> &ndash; drei Ladys und ein Herr und einstmals &uuml;brigens ebenfalls bei TOI TOI TOI Records unter Vertrag -, mancherorts auch als &bdquo;deutsche Antwort auf die niederl&auml;ndische &bdquo;Hermes House Band&ldquo;&ldquo; apostrophiert, konnte ich leider nicht vollst&auml;ndig wahrnehmen, denn nun wollte ich endlich mal Herrn von und zu Frank Neuenfels &sbquo;Hallo&ldquo; sagen &ndash; immerhin habe ich mit seinen Liedern seit vielen Jahren kontinuierlich zu tun gehabt &ndash; so dass ich mich brav in die Schlange der wartenden Autogrammj&auml;ger und Selfie-mit-Star-Fetischisten einreihte, dort auf meine Audienz mit Frank wartete &ndash; und nur aus dem Hintergrund vernehmen konnte, wie &bdquo;Bella Vista&ldquo; ihre Freunde mit einigen gezielten Coverversionen, so z.B. mit J&uuml;rgen Drews&lsquo; 1990er-Tanzfl&auml;chenf&uuml;ller <strong>&bdquo;So wie im Film&ldquo;<\/strong>, Doris Days wiegendem Welthit <strong>&bdquo;Que Sera, Sera (Was kann sch&ouml;ner sein)&ldquo;<\/strong> oder dem unvermeidlichen John-Denver-Klassiker <strong>&bdquo;Take me Home Country Roads&ldquo;<\/strong>, in Verz&uuml;ckung versetzten. Es dauerte auch einige Zeit, bis Frank den Pulk an Autogrammj&auml;gern zufriedengestellt hatte, ich mich ihm nun einmal pers&ouml;nlich vorstellen und ein paar nette Worte mit ihm wechseln konnte.<\/p>\n<p>Auf der B&uuml;hne stellte unterdessen Carsten Jahns, gemeinsam mit seiner Freundin, der S&auml;ngerin <strong>Katy<\/strong>, die diesj&auml;hrige &bdquo;Tim &amp; Lisa&ldquo;-Verkehrsicherheits-CD <strong>&bdquo;Ampel rot <\/strong>\/<strong> Ampel gr&uuml;n&ldquo; <\/strong>vor, f&uuml;r die Helene Fischers letztj&auml;hriger Sommerhit &bdquo;Atemlos durch die Nacht&ldquo;, mit freundlicher Genehmigung der Originalautorin Kristina Bach, mit einem kindgerechten Text versehen worden war. Der vollkommen sangesunlustige Polizeibeamte wurde dabei, von Publikum und S&auml;ngerin angetrieben, regelrecht gen&ouml;tigt, zur Freude aller Anwesenden, hierbei mitzusingen&hellip; Er gestand selbst ein, stimmlich nicht gerade auf der H&ouml;he zu sein &ndash; so dass es nach dieser liebenswert wahnwitzigen Darbietung Zeit war, ein wahres Stimmwunder auf der Showb&uuml;hne des &bdquo;Sicherheitstages 2015&ldquo; zu begr&uuml;&szlig;en. <strong>MICHAEL FISCHER<\/strong>, der gro&szlig;gewachsene Frauenschwarm aus dem schw&auml;bischen Burgau im Landkreis G&uuml;nzburg, war eigens f&uuml;r seinen ca. 40min&uuml;tigen Gig nach Gelsenkirchen-Buer eingeflogen worden, hatte f&uuml;r die Hintergrundarbeiten am Mischpult, statt seines aus beruflichen Gr&uuml;nden verhinderten Stamm-Mixers, seine Frau Mama mitgebracht, die &ndash; man h&ouml;re und staune &ndash; auf den Namen &bdquo;Helene Fischer&ldquo; h&ouml;rt &ndash; und trieb von nun an Schlag auf Schlag seine &uuml;berwiegend weiblichen Fans mit knackigem, krossen, h&auml;mmerndem, treibendem Disco-Fox mit G&auml;nsehautgarantie in Ekstase. Wir h&ouml;rten nun fast alle Lieder aus Michaels deutschsprachiger Deb&uuml;t-CD &bdquo;Diese Welt&ldquo;, die im Mai vor zwei Jahren bei Na Klar!\/SONY ver&ouml;ffentlicht worden war, und im Fox-, Club- und Tanzbereich seitdem f&uuml;r ausgepr&auml;gte Furore sorgt &ndash; was nicht nur an den durchwegs intelligenten, wenn auch zugegebenerma&szlig;en sehr modernen und rhythmusbetonten Kompositionen liegt, sondern in erster Linie wohl an Michaels mehrere Oktaven umfassendem Wahnsinnsorgan, mit dem er vermutlich den Gelsenkirchener Polizeibericht singen k&ouml;nnte &ndash; und dieser dann so erkl&auml;nge, wie eine elektrisierende Mischung aus Soul, Oper, Blues und Heavy Metal!<\/p>\n<p>So gaben sich inzwischen mehr als 500 Fans direkt vor der B&uuml;hne geradezu hingerissen und weggeschleppt von stampfendem, fetten, regelm&auml;&szlig;ig Dancefloor-tauglichem Fox-\/Pop-Schlager a la <strong>&bdquo;S&uuml;chtig&ldquo;<\/strong>, <strong>&bdquo;Durch die Nacht&ldquo;<\/strong>, <strong>&bdquo;Deine Liebe ist&hellip; der Wahnsinn&ldquo;<\/strong>, <strong>&bdquo;Wann geht das wieder weg?&ldquo;<\/strong> oder <strong>&bdquo;Komm her und tanz&lsquo;<\/strong>&ldquo;, s&auml;mtlich grandiose Beitr&auml;ge aus Michaels erw&auml;hntem Na Klar!-CD-Deb&uuml;t &bdquo;Diese Welt&ldquo;. Zudem stellte er erstmals in Gelsenkirchen seine zutiefst n&auml;chtlich-edle, konstruktiv schw&uuml;lstig-&uuml;berkandidelte, aktuelle Single <strong>&bdquo;Hollywood&ldquo;<\/strong> vor &ndash; die Zuh&ouml;rer, meist ja Zuh&ouml;rerinnen, lie&szlig;en es sich nicht nehmen, den Refrain lautstark und aus voller Kehle mit zu gr&ouml;len!<\/p>\n<p>Zum Schluss &ndash; vor der Zugabe <strong>&bdquo;Zeig mir die Erde&ldquo;<\/strong>, wiederum aus &bdquo;Diese Welt&ldquo; &ndash; lie&szlig; es sich der gutaussehende Frauenschwarm nicht nehmen, sein einstiges Meisterst&uuml;ck prachtvoll, dramatisch und nahe st&uuml;rmisch aufzuf&uuml;hren. <strong>&bdquo;Totale Finsternis&ldquo;<\/strong> hie&szlig; 1983 noch &bdquo;Total Eclipse of the Heart&ldquo;, war von &bdquo;Meat Loaf&ldquo;-Mastermind Jim Steinman f&uuml;r die schottische Rockr&ouml;hre Bonnie Tyler verfasst worden und kam sp&auml;ter, zumindest in Fragmenten, als immer wiederkehrendes Thema in Steinmans Erfolgsmusical &bdquo;Tanz der Vampire&ldquo; zum Einsatz. Michael war es seinerzeit verg&ouml;nnt, die deutsche Version dieses opulenten Opernrock-Klassikers zu intonieren &ndash; und sich damit eine au&szlig;erordentlich zukunftstr&auml;chtige Grundlage f&uuml;r seine heutige gesangliche T&auml;tigkeit im Popschlager-Spektrum zu erarbeiten. Im Sinne eines &sbquo;deutschen Freddie Mercury&ldquo;, schrie, wisperte, fl&uuml;sterte, gellte sich Michael Fischer durch seine ureigene Sichtweise von &bdquo;Total Eclipse&hellip;&ldquo;\/&ldquo;Totale Finsternis&ldquo; und bewies damit ein weiteres Mal, dass er zweifellos zu den ganz gro&szlig;en Popvokalisten der BR Deutschland gez&auml;hlt werden muss.<\/p>\n<p>Das ortans&auml;ssige Travestie-Trio <strong>&bdquo;Die Ruhrpott-Diven&ldquo;<\/strong>, das nun f&uuml;r eine sich z&auml;h in die L&auml;nge ziehende, fast volle Stunde mit zotigen Spr&uuml;chen, die sich fast ausschlie&szlig;lich um pubert&auml;re Vorstellungen des Geschlechtsaktes drehten, die B&uuml;hne in Beschlag nahm, sorgte nun daf&uuml;r, dass ich mir erst mal, fern ab des schrillen Geschehens, einen Sitzplatz suchte, so dass ich die so witz-, wie lustlos wirkenden Playback-Darbietungen der drei Herrschaften zu allbekanntem Liedgut, vom <strong>&bdquo;Kufsteinlied&ldquo; <\/strong>bis zu Barbra Streisands Popmelodram <strong>&bdquo;Woman in Love&ldquo;<\/strong>, nur von Ferne h&ouml;rte und dar&uuml;ber hinaus lernte, wie unendlich lange eigentlich eine Stunde dauern kann, wenn man sie nur so richtig auswalzt&hellip; Nach einer gewissen, physisch radikalst notwendigen Erholungszeit im Sitzen, ging es dann noch mal zu Michael Fischer, dem ich mich ebenfalls vorstellte und ihn zus&auml;tzlich um ein Autogramm f&uuml;r meine in M&uuml;nchen lebende Frau Mama (und nat&uuml;rlich auch um eines f&uuml;r mich) bat.<\/p>\n<p>Bevor dann &ndash; und auf dieses Topereignis wartete die Menge sp&uuml;rbar gespannt &ndash; der Essener S&auml;nger und Entertainer <strong>J&Ouml;RG Bausch<\/strong> die Gelsenkirchener &sbquo;Bretter, die die Welt bedeuten&lsquo; betreten sollte, wurde zun&auml;chst einmal, mit Carsten Jahns in der Funktion des Auktionators, ein von allen Spielern des Fu&szlig;ball-Erstligisten &bdquo;Schalke 04&ldquo; handsigniertes Mountainbike f&uuml;r 350 Euro zugunsten der Verkehrssicherheitswacht Gelsenkirchen versteigert, zudem die Gewinner der zehn Toppreise der Los-Lotterie &ndash; vom Laptop &uuml;ber einen Stra&szlig;enroller bis zum gro&szlig;en LCD-Fernseher war alles dabei, was viele Besucher zuvor dazu anregte, sich mit Losen einzudecken &ndash; ermittelt und dieselben den gl&uuml;cklichen Tombola-Teilnehmern ausgeh&auml;ndigt. Und dann begann &ndash; von so vielen Anwesenden, alleine jeder der f&uuml;nf Fanclub-Sektoren, die &uuml;ber ganz NRW verteilt sind, waren mit zig Vertretern angereist, sehns&uuml;chtig erwartet &ndash; der etwas &uuml;ber einst&uuml;ndige Auftritt des gro&szlig;en nordrhein-westf&auml;lischen Stars des tanzbaren Popschlagers, <strong>J&Ouml;RG BAUSCH<\/strong>. Dieser hatte 1999 seine Karriere mit dem noch heute gern aufgelegten Einstiegshit &bdquo;Wetten, dass&ldquo; begonnen und sp&auml;testens ab 2008, als er unter der &Auml;gide von Starproduzent Jack White einige Singles und Alben aufnahm, erste, auch kommerziell &uuml;beraus rentable H&ouml;hepunkte feiern k&ouml;nnen. Seitdem ist der 41j&auml;hrige Vollblut-Showman, der &uuml;brigens fast alle seine Lieder selbst schreibt, textet und in seinem eigenen Studio produziert und arrangiert, gerade im Ruhrgebiet und Umgebung, nicht mehr aus der Live- und Diskothekenszene wegzudenken. Dem gelernten Fleischer, der nach seinem Ausbildungsabschluss feststellte, dass das Schlachten von Tieren ganz und gar nichts f&uuml;r ihn ist, vermag es immer wieder, wie kaum einer seiner Genrekollegen, die Fans, ob jung, ob alt, g&auml;nzlich in seinen Bann zu ziehen. Zu jedem einzelnen Song hat J&ouml;rg Bausch eine eigene kleine Choreographie f&uuml;r sein Publikum entwickelt. Mittels speziellen Tanzens, penibel einge&uuml;bter Arm- und Handbewegungen, wie es auch beim &bdquo;Sicherheitstag 2015&ldquo; eindeutig ersichtlich war, gingen die Zuschauer auf diese Weise von Anbeginn an bei jedem Titel gewichtig und engagiert mit.<\/p>\n<p>J&ouml;rg startete sein <strong>&bdquo;Gro&szlig;es Kino&ldquo;<\/strong> mit ebenjenem, genauso betitelten 2008er-Radiorei&szlig;er, den er seinerzeit bei Jack Whites damaligem Label Gloriella ver&ouml;ffentlichte und der f&uuml;r den Verfasser dieser Zeilen im Februar 2008 den musikjournalistischen Einstieg in die total verbauschten Welten des J&ouml;rg B. bedeutete. Es folgten kesse, schlichte, aber stets strikte und dazu immens kompakte, in sich geschlossene und klanglich\/harmonisch gut austarierte Disco-Fox-Schlager-Epen der Sorte <strong>&bdquo;Tornado&ldquo;<\/strong> (2009), <strong>&bdquo;Leuchtturm&ldquo;<\/strong> (2010) oder <strong>&bdquo;Himmelsph&auml;nomen&ldquo;<\/strong> (2014). <strong>&bdquo;Auf eigenen Wegen&ldquo;<\/strong> stammt im Original von Andreas Bourani und wurde von J&ouml;rg Bausch zu einem z&uuml;nftigen, im Tempo angezogenen Romantik-Tanzschlager umgem&uuml;nzt. Seine (noch) aktuelle Single <strong>&bdquo;Ich will auch mal in New York&ldquo;<\/strong> hatte mir, als ich sie Ende letzten Jahres erstmal h&ouml;rte, ganz und gar nicht gefallen; aber besonders dieser doch so grelle Glitzerhymnus legte im Live-Kontext deutlich an Charme und Ausdruckskraft zu. Nahezu alle M&uuml;nder auf dem Gel&auml;nde des Polizeipr&auml;sidiums Buer sangen mit, als der Star des Abends seinen eher sanften 2014er-Titel <strong>&bdquo;Kindertr&auml;ume sterben nie&ldquo;<\/strong> anstimmte; die Massen kratzten, jaulten und heulten, als J&ouml;rg Bausch den laut eingeforderten 2006er-Fanfavoriten <strong>&bdquo;Wie ein Wolf in der Nacht&ldquo;<\/strong> zelebrierte, bevor alle gemeinsam beschworen, unb&auml;ndige <strong>&bdquo;Lust am Leben&ldquo;<\/strong> (2004) ihr Eigen zu nennen, und der stimmstarke Essener all seine hingerissenen, mittanzenden und mitsingenden Freunde auf <strong>&bdquo;Diesen Flug&ldquo;<\/strong> &ndash; so nannte sich J&ouml;rgs 2009er-Hitsingle aus dem Album &bdquo;Denn ich fliege&ldquo; &ndash; global und unab&auml;nderlich mitnahm.<\/p>\n<p>Da es sich beim &bdquo;13. Sicherheitstag 2015&ldquo;, wie Organisator Carsten Jahns gegen 18.45 Uhr nochmals betonte, um ein Familienfest handelte, war nun tats&auml;chlich Schluss. Die Verb&auml;nde, Firmen und Vereine hatten ihre Informationsst&auml;nde bereits abgebaut, die Buden mit Getr&auml;nken und Speisen waren ebenfalls zusammenger&auml;umt worden &ndash; J&ouml;rg Bausch feierte mit seinen inzwischen rund 500 Fans vor der B&uuml;hne nochmals sein <strong>&bdquo;Gro&szlig;es Kino&ldquo;<\/strong> &ndash; und dann hie&szlig; es auch schon: Auf, zur&uuml;ck nach Hause, das Gef&uuml;hl in sich tragend, tats&auml;chlich und wahrhaftig einige sch&ouml;ne Stunden lang auf dem &bdquo;13. Sicherheitstag 2015&ldquo; in Gelsenkirchen-Buer &bdquo;Gro&szlig;es Kino&ldquo; mit (&uuml;berwiegend) toller Musik, guten Informationsm&ouml;glichkeit, leckerem Essen und netten Menschen erlebt zu haben. Einen gro&szlig;en Dank an die Veranstalter, an den durchwegs freundlichen Moderator, an all die K&uuml;nstler&hellip; ich denke, in einem Jahr auch &uuml;ber den &bdquo;Sicherheitstag 2016&ldquo; &ndash; Frank Neuenfels und Michael Fischer haben ihr erneutes Kommen bereits zugesagt &ndash; ebenfalls einen sehr positiven, stimmungsvollen Bericht vorweisen zu k&ouml;nnen!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 14. bis 17. Juni 2015<br \/>http:\/\/www.telamo.de<br \/>http:\/\/www.joergbausch.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 14. Juni 2015, Gelsenkirchen-Buer1\u00a0 Puh&hellip; gerade erst war das &bdquo;III. 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