{"id":88978,"date":"2015-06-19T00:00:00","date_gmt":"2015-06-19T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=88978"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"ANNEMARIE-EILFELD-Die-CD-Neonli-88977","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop-schlager\/ANNEMARIE-EILFELD-Die-CD-Neonli-88977\/","title":{"rendered":"ANNEMARIE EILFELD <br \/>Die CD &quot;Neonlicht&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Wie der Musikkritker das neue Album von Annemarie beurteilt&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&bdquo;Neonlicht&ldquo;<\/strong>&hellip; wer mit diesem Begriff konfrontiert wird, der assoziiert damit Vokabeln, wie &bdquo;Gro&szlig;stadt&ldquo;, &bdquo;Diskothek&ldquo;, &bdquo;Nachtleben&ldquo;, ja auch &bdquo;80er Jahre&ldquo;, &bdquo;Sektkelch&ldquo;, &bdquo;Cocktailbar&ldquo;, &bdquo;Yuppietum&ldquo;, eine gewisse &bdquo;Atemlosigkeit&ldquo;, &bdquo;Erotik&ldquo;, weitl&auml;ufige, n&auml;chtliche, gerne sommerliche &bdquo;Schw&uuml;le&ldquo;&hellip;<\/p>\n<p>&bdquo;Neonlicht&ldquo; ist unumstritten eine Begrifflichkeit, die unverbr&uuml;chlich mit &bdquo;Party&ldquo;, &bdquo;Flirten&ldquo;, &bdquo;Urbanit&auml;t&ldquo; verbunden ist&hellip; Ja, und vieles von dem, was einem bei der Wahrnehmung des Wortes &bdquo;Neonlicht&ldquo; durch den Kopf geht, hat die Sachsen-Anhaltinische S&auml;ngerin <strong>ANNEMARIE EILFELD<\/strong> nun auf ihrem aktuellen Opus, das eben genauso betitelt wurde, wonach es auch klingt, n&auml;mlich nach &bdquo;Neonlicht&ldquo;, zu einem so fetzigen, wie in sich geschlossenen, aufputschenden, wie einfallsreichen Programm, bestehend aus elf brandneuen Liedern, drei Remixes ihrer letzten drei Singles und einem fulminanten &bdquo;Hit-Mix&ldquo;, kongenial und vortrefflich zusammengef&uuml;gt. Die 25j&auml;hrige Tochter einer Musiklehrerin und eines Bauunternehmers aus der Lutherstadt Wittenberg ad Personam apostrophierte ihre neue &ndash; insgesamt dritte &ndash; Silberscheibe in einem Interview mit Focus-Online geradeheraus als &bdquo;eine bunte Reise verschiedener Emotionen&ldquo; &ndash; und genau dies trifft den Kern der Sache.<\/p>\n<p>Die Lieder dieser &sbquo;Tour d&rsquo;Emotion&lsquo; , die Annemarie Eilfeld auf &bdquo;Neonlicht&ldquo;, produziert von den Paderbornern Benjamin Br&uuml;mmer und Christopher Gronau (u.a. Anna-Maria Zimmermann, Tanja Lasch, Marry), kess, pfiffig und &uuml;berwiegend selbstverst&auml;ndlich mit der von ihr gewohnten, ordentlichen Portion jungm&auml;dchenhafter Erotik darbietet, sollen nun auch im Vordergrund dieser Rezension stehen. Ihre vieldiskutierte &bdquo;DSDS&ldquo;-Vergangenheit, manch Skandal und Skand&auml;lchen in den letzten Jahren oder ausufernde Debatten &uuml;ber untersagte\/abgesagte Mallorca-Auftritte bzw. geplante, dann wiederum verworfene Erotik-Shootings m&ouml;gen dagegen ausnahmslos auf der &bdquo;bunten Reise&ldquo; der bzw. durch die Regenbogen- und Prominentenselbstdarstellungsbl&auml;tter dieser Welt verbleiben.<\/p>\n<p>Manche Titel von &bdquo;Neonlicht&ldquo; haben die beiden genannten Produzenten aus Ostwestfalen-Lippe ersonnen, ab und zu hat wie schon oft zuvor die junge K&uuml;nstlerin pers&ouml;nlich zur Feder gegriffen, in einigen F&auml;llen erhielt sie sogar lyrische Unterst&uuml;tzung seitens des immer erfolgreicheren, jungen Hitschreibers Tobias Reitz, der schon f&uuml;r zig Schlagererfolge von z.B. Helene Fischer, Mireille Mathieu, Patrick Lindner oder Beatrice Egli in textlicher Hinsicht verantwortlich zeichnete.<\/p>\n<p>Zum Zeitpunkt der Ver&ouml;ffentlichung dieser CD-Kritik, ist &bdquo;Neonlicht&ldquo; soeben auf Rang 71 oder Offiziellen Deutschen Album Charts (ermittelt von GfK Entertainment) eingestiegen, was gleichbedeutend ist mit der allerersten Hitparaden-Notierung eines Annemarie-Eilfeld-Longplayers &uuml;berhaupt. Dass diese propere Silberscheibe, die am 5. Juni 2015 bei TELAMO erschienen ist, so profitabel und ergiebig einschl&auml;gt, muss nicht als unerwartet &uuml;berdimensionales Wunder bezeichnet werden, wenn man sich die energiegeladene, authentisch-offenherzige Auspr&auml;gung, die so liebevoll-jugendliche, vokalistische Umsetzung und die &uuml;ber weite Strecken partout geschmackvolle instrumentale Auskleidung der zumeist enorm druckvoll rhythmisierten, folglich jederzeit clubtauglichen Dance-Pop-Schlager n&auml;her und nachhaltiger zu Gem&uuml;te f&uuml;hrt.<\/p>\n<p>Als sogleich konstruktiv aufwiegelnder Er&ouml;ffner vorliegenden Tontr&auml;gers dient die rasante, voranstrebende, geradezu gl&uuml;hend lodernde, bereits im M&auml;rz diesen Jahres vorab ausgekoppelte Disco-Orgie <strong>&bdquo;Verliebt in das Leben&ldquo;<\/strong>, woraufhin die bierblonde Annemarie &bdquo;euphorisiert &hellip; im Takt zum Beat&ldquo; (Textzitate) durch das beschwingt illuminierte <strong>&bdquo;Neonlicht&ldquo;<\/strong>, den fraglos absolut hittr&auml;chtigen Titelsong ihres feurig brennenden Tanzbodenaufmischers im Albumformat, schwebt, tanzt, feiert und flirtet.<\/p>\n<p>Modernes, rasendes, neonbeleuchtetes Disco-Schlager-Feeling verspr&uuml;hen gleicherma&szlig;en die so flinke, gehetzte, wie zauberhaft wehende, zum Outro sogar mit feinstem Akustikgitarren-Gezipre verfeinerte Aufforderung an des Lied-Ichs Liebsten <strong>&bdquo;Komm mach die Augen zu&ldquo;<\/strong>, das optimistische, radikal verliebte und juvenil &uuml;berkandidelte Liebesgest&auml;ndnis <strong>&bdquo;Du machst mich vollkommen&ldquo;<\/strong> oder der augenzwinkernde, aufmunternde und mutmachende Tanzfl&auml;chenf&uuml;ller <strong>&bdquo;Keine Panik&ldquo;<\/strong>. Annemarie l&auml;dt uns zackig, knallig, entflammend und einheizend ein, mit ihr durch das neonlichtbestrahlte Nachtleben in <strong>&bdquo;M&uuml;nchen &ndash; Hamburg &ndash; K&ouml;ln &ndash; Berlin&ldquo;<\/strong> zu flanieren (Gelsenkirchen, hat sie vergessen;&nbsp; ist nicht nett, meint der unter meiner Wohnung ans&auml;ssige, schlagerbegeisterte Blumenh&auml;ndler; ich gebe dies an dieser Stelle mal so weiter ;)) und fordert ihre neue Liebe burschikos und sexy, erneut auf der klanglichen Basis einer schnellen, drallen, energetischen Dancefloor-Kreation, auf: <strong>&bdquo;Schenk mir ein L&auml;cheln&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Die intime, sph&auml;rische Piano-plus-Synthesizer-Ballade &bdquo;Ungesagt&ldquo;, die erst in der zweiten H&auml;lfte so richtig opulent und donnernd aus sich heraus bricht, hat Annemarie in G&auml;nze eigenst&auml;ndig komponiert und getextet, im poppig-rockigen, durchaus aufreibenden, pulsierenden Balladen-Kontext verbleibt gleichsam das ebenfalls selbstgeschriebene Klangdrama <strong>&bdquo;Herz aus Metall&ldquo;<\/strong>. Zu volumin&ouml;s, nervenaufreibend und rhythmisch-h&auml;mmernd, wirkt hingegen der allzu fette, deftig aufgekochte Dancefloor-Eintopf <strong>&bdquo;Schlaf noch einmal mit mir ein&ldquo;<\/strong>, einer, der wenigen nicht so gelungenen Beitr&auml;ge der CD &bdquo;Neonlicht&ldquo;, deren offizieller Part mit der edlen, so wiegenden, wie flehenden, latent bluesigen Rockschlager-Ballade <strong>&bdquo;Bleib bei mir&ldquo;<\/strong>, die wiederum der kreativen Ader der Interpretin selbst entsprang, emotional, n&auml;chtlich und intensiv endet. Daran anschlie&szlig;end erklingen noch die drei Singlehits <strong>&bdquo;Verliebt in das Leben&ldquo;<\/strong> (M&auml;rz 2015), <strong>&bdquo;Wir sind Helden&ldquo;<\/strong> (Oktober 2014) und <strong>&bdquo;Verloren, vergessen, vergeben&ldquo;<\/strong> (Januar 2015) in entsprechend discothekengerechten Neuabmischungen.<\/p>\n<p><strong>Annemarie Eilfeld<\/strong>, immerhin 2011, 2013 und 2014 mit dem begehrten<em> smago!<\/em>-Award ausgezeichnet, &uuml;berzeugt auf <strong>&bdquo;Neonlicht&ldquo;<\/strong> stimmlich und in Sachen Inszenierung und Darstellung, sie verspr&uuml;ht liebenswerten Charme, zweifellos eine gewisse luftig-leichte Bodenst&auml;ndigkeit und dar&uuml;ber hinaus das grundehrliche Ambiente einer selbstbewussten, gewitzten Disco-Queen. Sie l&auml;sst sich nicht mehr nur auf ihre ohne Frage attraktive blonde M&auml;hne oder ihren keck-fordernden Blick reduzieren. Nat&uuml;rlich ist sie noch keine &sbquo;deutsche Lady Gaga&lsquo;, noch keine &sbquo;Donna Summer a.D. 2015&lsquo; &ndash; sie beschreitet aber, gemeinsam mit ihrem Produzenten- und Songschreiber-Team, auf jeden Fall einen sehr aussichtsreichen und rentablen Weg in die Richtung einer eigenst&auml;ndigen teutonischen Dance-Schlager-Beat-Melange auf Bestniveau, jenseits von allzu bumsenden Fox-Untiefen und bierselig &uuml;bertriebenem Mallorca-Ambiente. Auch die Texte, ob selbst ersonnen, von Tobias und\/oder ihren Produzenten erdacht, sind durchwegs ansprechend, aufrichtig, gef&uuml;hlvoll und vor allem ungek&uuml;nstelt ausgefallen. Sie sind von den Altersgenossen der in den 90er Jahren sozialisierten Blondine ebenso gut nachempfindbar, wie seitens reiferer Jahrg&auml;nge der 70er- und 80er-Kinder. Allerdings &ndash; und dies mag ich als unverbesserlicher &bdquo;Sprachfetischist&ldquo; keinesfalls verschweigen &#8211; verschluckt Annemarie bei der Intonation ihrer Lieder allzu h&auml;ufig klangvolle und phonetisch schlicht notwendige Silben: So darf es in den davon abgesehen nachgerade sehr atmosph&auml;rischen und liebenswerten Reimen zu erw&auml;hntem knisternden Schleicher &bdquo;Ungesagt&ldquo; NICHT und NIEMALS hei&szlig;en &bdquo;Ich will die W&ouml;rter fang&ldquo;, sondern ist es vielmehr notwendig, auch konkret auszusprechen bzw. &sbquo;auszusingen&lsquo; &bdquo;Ich will die W&ouml;rter FangEN&ldquo;&hellip; oder &bdquo;halten wir&ldquo; im Text der 2014er-Auskoppelung &bdquo;Wir sind Helden&ldquo; bitte sch&ouml;n &bdquo;zusammen&ldquo; und nicht nur RTL-II-Prolodeutsch-gem&auml;&szlig; &bdquo;zusamm&ldquo;&hellip; Von solchen (im sonst ja allemal positiven Gesamtbezug allerdings eher geringf&uuml;gig aufscheinenden) sprachlichen bzw. phrasierungs- und intonationsbedingten Fauxpasses abgesehen, bewegt sich <strong>Annemarie Eilfeld<\/strong> mittels ihres neuesten Albums <strong>&bdquo;Neonlicht&ldquo;<\/strong> strikt und unaufhaltsam in einer guten, zielorientierten Entwicklung zu einer wahrhaftigen, neuen deutschen Disco-K&ouml;nigin voller Lebensfreude, Feierlaune und Liebeslust. Hier analysierte CD ist nicht mehr und nicht weniger, als eine lebensfrohe Liedsammlung zum Tanzen und Tr&auml;umen, die einen nicht stillsitzen lassen mag und nur &auml;u&szlig;erst selten durch &uuml;berzogene Rhythmisierung, zu drastische Beats oder zu grell-glei&szlig;ende Arrangements die Ohren reiferer, gediegener, rustikalerer H&ouml;rerschichten unn&ouml;tig belastet. Weitestgehend bietet <strong>&bdquo;Neonlicht&ldquo;<\/strong> ein pures, generations&uuml;bergreifendes H&ouml;rvergn&uuml;gen f&uuml;r aufgeschlossene Schlagerfreunde von sechs bis 60 (und, bei Belieben, gerne dar&uuml;ber hinaus!).<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 17.\/18. Juni 2015<br \/>http:\/\/www.palm-records.de<br \/>http:\/\/www.annemarie-eilfeld.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie der Musikkritker das neue Album von Annemarie beurteilt&#8230;:\u00a0 &bdquo;Neonlicht&ldquo;&hellip; wer mit diesem Begriff konfrontiert wird, der assoziiert damit Vokabeln,<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":88979,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[28],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88978"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88978"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88978\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/88979"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88978"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88978"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88978"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}