{"id":88582,"date":"2015-07-03T01:05:00","date_gmt":"2015-07-03T01:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=88582"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"SLAVKO-AVSENIK-Oberkrainer-Lege-88581","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/volksmusik\/SLAVKO-AVSENIK-Oberkrainer-Lege-88581\/","title":{"rendered":"SLAVKO AVSENIK <br \/>Oberkrainer-Legende Slavko Avsenik ist tot!"},"content":{"rendered":"<p>Er wurde 85 Jahre alt!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">SLAVKO AVSENIK (* 26. November 1929 in Begunje, K&ouml;nigreich Jugoslawien &dagger; 2. Juli 2015 ebenda, Slowenien) war ein slowenischer Komponist und Akkordeonist.<\/p>\n<p>Slavko Avsenik war zun&auml;chst Skispringer und als solcher Mitglied der Nationalmannschaft des ehemaligen Jugoslawiens. Das Pianoakkordeon und das Spielen auf der Steirischen Harmonika brachte er sich w&auml;hrend seiner Milit&auml;rzeit selbst bei. 1953 begann er im Trio Avsenik mit einem Gitarristen (Mitja Butara) und Bassisten (Borut Finzgar).<\/p>\n<p>Slavko Avsenik gr&uuml;ndete zusammen mit seinem Bruder Vilko Ovsenik die Musikgruppe Gorenjski Kvintet, die als Slavko Avsenik und seine Original Oberkrainer (Original Oberkrainer Quintett) international bekannt wurde und mehr als 36 Millionen Tontr&auml;ger verkaufte. Auch sind sie die Erfinder des Oberkrainer Sounds, der auch heute noch von einer Vielzahl von Musikgruppen gespielt wird.<\/p>\n<p>In der Regel besteht eine Oberkrainer Besetzung aus Akkordeon, Baritonhorn oder Kontrabass (Bass), Gitarre (Rhythmus), Klarinette, Trompete und nat&uuml;rlich aus ein- oder mehrstimmigem Gesang. F&uuml;r einige Aufnahmen wurden auch Mundharmonika oder eine zweite oder sogar dritte Klarinette verwendet. Zus&auml;tzlich gibt es Alben mit Streichorchester und auch Blasmusik.<\/p>\n<p>Obwohl der Oberkrainerstil &Auml;hnlichkeiten mit der L&auml;ndlermusik aufweist, wurde er anf&auml;nglich keineswegs dieser zugeordnet. Er entspricht auch nicht der slowenischen Volksmusik. Vorwiegend werden 4\/8-Polkas, Walzer sowie M&auml;rsche gespielt und nat&uuml;rlich auch L&auml;ndler mit typischer 4-Takt-Einleitung, wie z. B. der Bauern-L&auml;ndler. Eine Neuerung brachte dieser Stil jedoch auch damit, dass die Harmonik vieler Lieder sehr modern war und in die Jazzharmonik geht.<\/p>\n<p>In fast jedem der Lieder sind Jazzelemente, wie Sextakkorde oder Sekund&auml;rdominanten (zumeist von der zweiten Stufe) zu finden. Diese Neuerung, vor allem in der Begleitung, ist wohl dem Gitarristen des Ensembles Leo Ponikvar zuzuschreiben, der vor seiner Zeit bei Avsenik als Jazzmusiker aktiv war und somit &uuml;ber das erforderliche Wissen verf&uuml;gte.<\/p>\n<p>Der gr&ouml;&szlig;te Erfolgstitel von Slavko Avsenik ist das &quot;Trompeten-Echo&quot; (1954), das in der popul&auml;ren Aufnahme (ver&ouml;ffentlicht 1955) von einem Quartett (ohne Gitarre) eingespielt wurde und das sich zum Evergreen der volkst&uuml;mlichen Musik entwickelte, sowie seither in zahlreichen Versionen (Blasorchester, A cappella, etc.) aufgenommen wurde. Einem breiten Publikum wurde diese Komposition erst mit Hilfe von Fred Rauch bekannt, der zuf&auml;llig den Titel in Radio Klagenfurt geh&ouml;rt hatte. In den 1970er Jahren war es die Erkennungsmelodie der ZDF-Sendung &quot;Lustige Musikanten&quot; und der monatlichen H&ouml;rfunksendung &quot;Wettstreit nach Noten&quot; des Deutschlandfunks. Auch f&uuml;r die ORF-Sendung &quot;Musikantenstadl&quot; wurde das Trompetenecho das Titellied. Weitere Erfolgstitel sind &quot;Auf der Autobahn&quot;, &quot;Slowenischer Bauerntanz&quot; und &quot;Es ist so sch&ouml;n, ein Musikant zu sein&quot;, sowie &quot;Planica, Planica&quot; &#8211; ein Song der jedes Jahr wieder zu den Skiflug-Wettbewerben an der Letalnica-Schanze gespielt wird.<\/p>\n<p>1992 &uuml;bergab Avsenik seine Lieder vor allem an das Ensemble Ga&scaron;perji (im Oktober 2009 in Kranjci umbenannt), welches er unter der Bezeichnung &#39;Die Jungen Original Oberkrainer&#39; offiziell zum Nachfolge-Ensemble seiner Original Oberkrainer ernannte. Die meisten der langj&auml;hrigen Mitglieder sind inzwischen verstorben: Der Trompeter Franc Ko&scaron;ir (1930-1991), der Gitarrist Leo Ponikvar (1917-1992), der Klarinettist Albin Rudan (1933-2009) und der Baritonist und Bassist Mik Soss (1929-2004) leben nicht mehr.<\/p>\n<p>Avseniks Sohn Slavko Avsenik Jr. zeichnet f&uuml;r die Arrangements vieler St&uuml;cke der Band Laibach verantwortlich.[3] Sein Enkel Saso Avsenik gr&uuml;ndete 2009 in Begunje zusammen mit sechs weiteren Musikern eine eigene Gruppe im Stil der Original Oberkrainer und feiert damit ebenfalls Erfolge; unter anderem trat er auch im &quot;Musikantenstadl&quot; auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 2. Juli 2015 starb Slavko Avsenik im Alter von 85 Jahren nach einer kurzen und schweren Krankheit.<\/p>\n<p>Wikipedia.de (Textvorlage)<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er wurde 85 Jahre alt!\u00a0 SLAVKO AVSENIK (* 26. 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