{"id":88462,"date":"2015-07-06T00:00:00","date_gmt":"2015-07-06T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=88462"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"HEINO-smago-Serie-Schlager-Ruec-88461","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/volksmusik\/HEINO-smago-Serie-Schlager-Ruec-88461\/","title":{"rendered":"HEINO <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &quot;vor 40 Jahren&quot; von Stephan Imming: Teil 29 &#8211; Heino (&quot;Die schwarze Barbara&quot;)!"},"content":{"rendered":"<p>Neuzugang 16.06.1975!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 13.12.1938 kam im D&uuml;sseldorfer Arbeiterviertel Oberbilk Heinz Georg Kramm zur Welt &ndash; ein Junge, der als &bdquo;HEINO&ldquo; &uuml;ber viele Jahre einer der beliebtesten und erfolgreichsten Volkss&auml;nger des Landes werden w&uuml;rde. Heino stammt aus einer musikalischen Familie, so war z. B. sein Gro&szlig;vater Organist am K&ouml;lner Dom. Sein Vater, ein Zahnarzt, fiel im 2. Weltkrieg am 02.08.1941, so dass Mutter <em>Franziska<\/em> Heino und seine f&uuml;nf Jahre &auml;ltere Schwester Hannelore, die &uuml;brigens als erste den Namen &bdquo;Heino&ldquo; pr&auml;gte, weil sie in der Kindheit den Namen &bdquo;Heinz-Georg&ldquo; nicht aussprechen konnte, in schwerer Zeit alleine aufziehen musste.<\/p>\n<p>Bereits als Kind machte Heino musikalisch auf sich aufmerksam und r&uuml;hrte die Familie zu Tr&auml;nen, wenn er Lieder wie &bdquo;Mamatschi&ldquo; zum besten gab. Als 10-j&auml;hriger war sein sehnlichster Wunsch ein Akkordeon &ndash; in der finanziell angespannten Lage der Familie Kramm war das damals ein aussichtsloser Wunsch, dennoch hatte seine Mutter <em>Franziska <\/em>ihm das Instrument schenken k&ouml;nnen, da sie es mit 5 Mark im Monat &bdquo;abstotterte&ldquo;. Den Wunsch, Musik studieren zu k&ouml;nnen, konnte sie ihm jedoch nicht erf&uuml;llen, weil das damals erforderliche Schulgeld nicht zusammengebracht werden konnte.<\/p>\n<p>Heino besuchte die katholische Knabenschule an der Stoffeler Stra&szlig;e in D&uuml;sseldorf mit durchwachsenen Zensuren &ndash; selbst im Fach Musik kam er &uuml;ber ein &bdquo;befriedigend&ldquo; nicht hinaus, was ihn besonders &auml;rgerte, da es nur daran lag, dass er seinen Musiklehrer berichtigte, der einen falschen Ton sang &nbsp;(, aber seine F&uuml;hrung war &bdquo;sehr gut&ldquo;, so bemerkte er sp&auml;ter augenzwinkernd). Wie es bei vielen Anderen der Fall ist, bestand seine Mutter darauf, dass er &bdquo;etwas Anst&auml;ndiges&ldquo;&nbsp; zu lernen habe, wozu die Musik nicht z&auml;hlte. Also absolvierte Heino ab 1952 eine Ausbildung bei B&auml;ckermeister <em>Theodor Voss<\/em>. W&auml;hrend dieser Zeit backte Heino aber nicht nur Br&ouml;tchen, sondern machte mit seinen Kollegen Musik &ndash; das &bdquo;<em>SoKraHe<\/em>&ldquo;-Trio wurde gegr&uuml;ndet, wobei &bdquo;Kra&ldquo; f&uuml;r &bdquo;Kramm&ldquo; (Heinos b&uuml;rgerlicher Name) stand. Beim Oberbilker Heimatabend fand der erste Auftritt des neu gegr&uuml;ndeten Trios statt, mit dem damals aktuellen <em>Freddy-<\/em>Song &bdquo;Heimweh&ldquo; wurde beim Publikum ein guter Erfolg erzielt.<\/p>\n<p>Neben seinem Beruf war Heino musikalisch stets aktiv, was im Laufe der Zeit so gut lief, dass er nach erfolgreichem Abschluss einer Lehre und ca. sechs Monaten Berufs-Zeit den B&auml;cker-Job schmiss, um sich voll auf die Musik zu konzentrieren. Gelegenheitsjobs wie die des Dachdeckers, Klopapier-Verk&auml;fers oder Zeitschriften-Verk&auml;ufers hielten ihn damals neben seinen Auftritten in Musikgruppen wie den &bdquo;<em>D&uuml;sselspatzen<\/em>&ldquo; und &bdquo;<em>D&uuml;sselperlen&ldquo;<\/em> &uuml;ber Wasser.<\/p>\n<p>&Uuml;ber viele Jahre musste der zwischenzeitlich von seiner ersten Frau <em>Henriette<\/em> <em>Heppner <\/em>geschiedene, alleinerziehende Vater (Sohn <em>Uwe<\/em> wurde 1960 geboren) quasi von der Hand in den Mund leben. In jener Zeit (1961) gr&uuml;ndete er eine Band namens &bdquo;<em>OK Singers<\/em>&ldquo;, die sogar eine eigene Schallplatte aufgenommen hatte.<\/p>\n<p>Privat wie beruflich sollte das Jahr 1965 einen Wendepunkt in Heinos Leben einnehmen. Das Jahr fing bereits gut an &ndash; am 07.01.1965 heiratete Heino seine Damalige Lebensgef&auml;hrtin Lilo Dahmen in D&uuml;sseldorf-Eller. Die Ehe hielt bis zum Jahre 1978. Zwischendurch kam allerdings noch Tochter Petra zur Welt, deren Mutter aber nicht Lilo war, sondern Heinos Jugendliebe <em>Karin Theilenberg<\/em>, mit der er einen &bdquo;erfolgreichen&ldquo; Seitensprung hatte &ndash; Tochter Petra kam 1968 zur Welt. Grausamkeit des Schicksals: Karin Theilenberg war depressiv und nahm sich 1988 das Leben. Auch die gemeinsame h&uuml;bsche blonde Tochter mit Heino, ging diesen Schritt und erstickte sich 2003 im Alter von 34 Jahren mit einer Plastikt&uuml;te.<\/p>\n<p>Im gleichen Jahr tingelte Heino weiter als Musikant durch die Gegend. Eines Abends spielte er mit seiner damaligen Musikgruppe &bdquo;<em>Comedian Terzett<\/em>&ldquo; bei einer Modenschau im nieders&auml;chsischen Quakenbr&uuml;ck. Vor ihm trat der damals popul&auml;re S&auml;nger <em>Ralf Bendix<\/em> (b&uuml;rgerlich <em>Dr. Karl-Heinz Schwab<\/em>) auf. Dessen Frau&nbsp; holte ihn aus seiner Garderobe, um sich den beim Publikum toll ankommenden jungen blonden S&auml;nger einmal anzuh&ouml;ren. <em>Bendix<\/em> war begeistert und fragte Heino spontan, ob er Lust habe, Schallplatten aufzunehmen, was dieser begeistert bejahte.<\/p>\n<p>Binnen kurzer Zeit wurde ein Termin mit <em>Ralf Bendix<\/em> vereinbart, der die Titel &bdquo;Dreizehn Mann und ein Kapit&auml;n&ldquo; und &bdquo;Jenseits des Tales&ldquo; vorschlug &ndash; angesichts der Beat-Welle wollte er mit volkst&uuml;mlichen Melodien bewusst einen Gegenpol setzten und schickte Heino nur wenige Tage sp&auml;ter ins Tonstudio zur Electrola nach K&ouml;ln, wo die Musiker teilweise unwillig die wenig geliebten Lieder einspielten, teilweise musste&nbsp; <em>Ralf Bendix<\/em> auch selber zur Gitarre greifen. &ndash; Danach h&ouml;rte Heino l&auml;ngere Zeit nichts von der Aufnahme, geschweige denn von einer Ver&ouml;ffentlichung.<\/p>\n<p>Erst im Urlaub in Rimini kam ihm eine G&auml;nsehaut, als er 1966 pl&ouml;tzlich seine erste Single, &bdquo;<strong>Jenseits des Tales<\/strong>&ldquo;, im Radio h&ouml;rte (- eigentlich war &bdquo;Dreizehn Mann und ein Kapit&auml;n als A-Seite der Single erw&auml;hlt worden, die Nachfrage nach &bdquo;Jenseits des Tales&ldquo; war aber ungleich gr&ouml;&szlig;er). Die Feuertaufe der ersten Schallplatten-Produktion war mehr als gelungen, was f&uuml;r den Produzenten <em>Ralf Bendix<\/em> die von ihm auch gew&uuml;nschte Konsequenz hatte, dass er sich mehr mit Produktionst&auml;tigkeiten besch&auml;ftigen konnte und sich aus der aktiven Singerei langsam zur&uuml;ckziehen konnte.&nbsp;<\/p>\n<p>Zwei weitere M&auml;nner sollten fortan im &bdquo;Heino-Team&ldquo; eine gro&szlig;e Rolle spielen, n&auml;mlich der Komponist und Arrangeur <em>Erich Becht, <\/em>der schon mit <em>Peter Alexander<\/em> und <em>Caterina Valente<\/em> zusammenarbeitete und Textdichter <em>Wolfgang Neukirchner, <\/em>vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Gelsenkirchen(!) und Schulfreund von<em> Bendix <\/em>aus Essen. Der gerne auch als Chefideologe bezeichnete Textdichter verfasste u. a. Lieder wie &bdquo;Es gibt kein Bier auf Hawaii&ldquo; und &bdquo;Schaffe schaffe H&auml;usle baue&ldquo;. Gemeinsam sollte das Konzept, mit volkst&uuml;mlichen Schlagern Erfolg zu erzielen, verwirklicht werden.<\/p>\n<p>Die Nachfolgesingle, &bdquo;<strong>Wenn die bunten Fahnen werden<\/strong>&ldquo;, wurde wieder ein beachtlicher Erfolg &ndash; wieder verhalf Heino ein volkst&uuml;mliches Lied im Schlagergewand zum Erfolg &ndash; daf&uuml;r erhielt er seine erste Goldene Schallplatte.<\/p>\n<p>Unter dem gemeinsamen(!) Psudonym &bdquo;<em>Adolf von Klebsattel<\/em>&ldquo; bearbeiteten <em>Erich Becht<\/em> und <em>Wolfgang Neukirchner<\/em> 1967 f&uuml;r Heino das Lied &bdquo;<strong>Wir lieben die St&uuml;rme<\/strong>&ldquo; &ndash; damit konnte erstmals Einzug in die Verkaufs-Bestenliste gehalten werden.<\/p>\n<p>Mit dem R&uuml;ckenwind dieses Erfolges trat Heino beim internationalen Schlagerfestival in Split (Jugoslawien) 1967 an &ndash; und holte dort mit dem Lied &bdquo;<strong>Tausend Gedanken<\/strong>&ldquo; den ersten Platz. Gleichzeitig gab es noch Bronze f&uuml;r den Song &bdquo;Mandolinen und Gitarren&ldquo;. Der Erfolg in diesem Wettbewerb ist insofern auch bemerkenswert, als die Konkurrenz aus namhaften Interpreten wie <em>Cliff Richard<\/em> und die <em>Lords<\/em> bestand.<\/p>\n<p>Langsam wurde es Zeit f&uuml;r die erste LP &ndash;&nbsp; mit dem Titel &bdquo;Kein sch&ouml;ner Land&ldquo; wurde der erste Longplay Heinos ver&ouml;ffentlicht, der ein voller Erfolg wurde &ndash; mehrere Monate lang platzierte sich die Schallplatte in den Bestenlisten. Die darauf&nbsp; enthaltene Single-Auskopplung &bdquo;<strong>Wir wollen zu Land ausfahren (die blaue Blume)<\/strong>&ldquo; hingegen hielt sich nur kurz in den Hitlisten.<\/p>\n<p>Mit dem von <em>Hugo Strasser<\/em> und <em>Kurt Hertha<\/em> verfassten &bdquo;<strong>Wenn es wieder schneit<\/strong>&ldquo; wurde das erfolgreiche Jahr 1967 dann abgeschlossen.<\/p>\n<p>1968 wurden die Lieder etwas schlagerhafter, so wurde in einer Bearbeitung von <em>Ronny Hein<\/em> (b&uuml;rgerlich <em>Heinz Schumacher<\/em>) mit viel Erfolg &bdquo;<strong>Die Sonne von Mexiko<\/strong>&ldquo; produziert. Schon damals hat man das Volkslied &bdquo;Einst zog ich von Amerika&ldquo; politisch korrekt entsch&auml;rft.<\/p>\n<p>Auf den Zug der damals popul&auml;ren Western-Serie &bdquo;Bonanza&ldquo; aufspringend, wurde ein weiteres volkst&uuml;mliches Lied schlagerhaft umgetextet &ndash; aus &bdquo;Von den blauen Bergen kommen wir&ldquo; wurde &bdquo;<strong>Zu der Ponderosa reiten wir<\/strong>&ldquo;. Zum Dank f&uuml;r diesen Song durfte der blonde Barde die ganze Cartwright-Familie der TV-Serie Bonanza kennenlernen.<\/p>\n<p>Mit dem n&auml;chsten Lied, &bdquo;<strong>Treue Bergvagabunden<\/strong>&ldquo;, war Heino erneut erfolgreich &ndash; und zwar nicht nur in den Verkaufs-Bestenlisten, sondern auch in der neuen von <em>Dieter Thomas Heck<\/em> moderierten TV-Hitparade. Gleich die dritte Ausgabe von <em>Heck<\/em>s Schlagertempel kann als historisch angesehen werden &ndash; denn in der TV-Show trat neben Heino auch <em>Freddy Quinn<\/em> auf, der Heino als unliebsame Konkurrenz ansah und ver&auml;rgert war, mit dem damaligen Nachwuchss&auml;nger gemeinsam auftreten zu m&uuml;ssen. Zu allem &Uuml;berfluss (aus <em>Freddy<\/em>s Perspektive) erreichte Heino einen vierten Platz (und war insgesamt vier mal mit seinem Lied in der ZDF-Hitparade&nbsp; zu Gast), w&auml;hrend <em>Quinn<\/em> nicht einmal unter die ersten f&uuml;nf des Teilnehmerfeldes kam. Dar&uuml;ber war der so sauer, dass er seitdem nie wieder in dieser TV-Show zu Gast war &ndash; konsequent war <em>Freddy Quinn<\/em> schon immer.<\/p>\n<p>Nach dem eher volkst&uuml;mlichen &bdquo;<strong>Wenn die Kraniche ziehen<\/strong>&ldquo; landete Heino mit &bdquo;<strong>Karamba, Karacho, ein Whisky<\/strong>&ldquo; erneut einen Riesen-Hit. Wenngleich als Autor das oben erl&auml;uterte Pseudonym &bdquo;<em>Adolf von Kleebsattel<\/em>&ldquo; angegeben wird (allerdings mit dem Zusatz &bdquo;nach einer alten Seemannsweise&ldquo;), handelt es sich doch um ein &auml;lteres Lied, das 1962 bereits von einer Gruppe namens &bdquo;<em>Gassenhauer<\/em>&ldquo; popul&auml;r gemacht worden war. Mit drei Auftritten in der ZDF-Hitparade machte allerdings erst Heino daraus einen Riesen-Hit. Die Single war &uuml;brigens die erste, auf deren Cover Heino mit Brille abgebildet war.<\/p>\n<p>Anschlie&szlig;end ging es mehrere Titel lang quasi auf Weltreise, die in Spanien begann: Die erste Single der 70er Jahre platzierte sich erneut erfolgreich sowohl in Hecks TV-Show wie auch in der Verkaufs-Bestenliste: &bdquo;<strong>Hey Capello (Es lebt eine Frau in SPANIEN)<\/strong>&ldquo; war der Beginn der musikalischen Reise.<\/p>\n<p>Neben Rex Gildo stand offensichtlich auch Heino auf Mexiko &ndash; so sang er 1970 erfolgreich &bdquo;<strong>In einer Bar von MEXIKO<\/strong>&ldquo;. Das Autoren-Gespann &bdquo;<em>von Kleebsattel<\/em>&ldquo; hat sich mit diesem Song selbst &uuml;bertroffen: &bdquo;<em>Es wurde ein Spielchen gepokert &#8211; der Colt war gelockert &ndash; Caramba<\/em>&ldquo;&nbsp; &#8211; darauf muss man erst mal kommen.<\/p>\n<p>Nachdem Heino die Westernfreunde ja bereits mit seinem Ponderosa-Song begl&uuml;ckt hatte, ging es nun an die Indianer: &bdquo;<strong>Mohikana Shalali<\/strong>&ldquo; war Heinos erster Top-10-Erfolg in Deutschland. &bdquo;<em>Rote Feder, schwarzes Haar &ndash; blaue Augen wunderbar<\/em>&ldquo; &ndash; erneut wurden nobelpreisverd&auml;chtige Reime geschaffen, die ihresgleichen suchten. Der Erfolg dieser Single war nicht verwunderlich, da inzwischen Medien-Mogul <em>Hans R. Beierlein<\/em> f&uuml;r Heinos PR zust&auml;ndig war.<\/p>\n<p>Heinos musikalische Weltreise ging weiter &ndash; nach Spanien, Mexiko und dem &bdquo;Land der Indianer&ldquo; ging es weiter mit S&uuml;damerika: Im Sommer(!) 1972 begl&uuml;ckte Heino die Deutschen mit &bdquo;<strong>Carneval in RIO<\/strong>&ldquo;, einer Adaption des Welthits &bdquo;Cielito Lindo&ldquo; (&bdquo;Ayayayay&hellip;&ldquo;). Seine ZDF-Hitparaden-Erfolge waren mittlerweile so legend&auml;r, dass ein Foto vom Auftritt in <em>Hecks<\/em> TV-Show als Foto f&uuml;r das Single-Cover genommen wurde. Spannend ist, dass das Lied eigentlich ein mexikanisches Volkslied ist. Aber nach seinen eigenen Mexiko-Liedern (&bdquo;Sonne von Mexiko&ldquo;, &bdquo;In einer Bar von Mexiko&ldquo;) und <em>Rex Gildos<\/em> diversen Erfolgen mit Liedern aus diesem Land wollte Heino w&auml;hlten Heinos Textautoren wohl diesmal lieber einen anderen s&uuml;damerikanischen Staat aus f&uuml;r diesen Text.<\/p>\n<p>Heinos Folge-Single aus dem Herbst 1972 w&uuml;rde sein gr&ouml;&szlig;ter Hit &uuml;berhaupt werden: &bdquo;<strong>Blau bl&uuml;ht der Enzian<\/strong>&ldquo; kam nicht nur bis auf Platz 2 der Verkaufs-Bestenlisten in Deutschland, sondern wurde auch in &Ouml;sterreich und der Schweiz ein Hit. Kurios: Nachdem Heino sich mit sechs anderen Liedern immer mehrfach in Hecks-Hitparade platzieren konnte, blieb ausgerechnet der &bdquo;Enzian&ldquo; dort hinter den Erwartungen zur&uuml;ck. Sieger der Oktober-Hitparade wurde damals <em>Chris Roberts<\/em> mit &bdquo;Love Me&ldquo;, Heino hingegen konnte sich nicht unter den ersten f&uuml;nf Schlagern platzieren &ndash; trotzdem ist der Song heute noch popul&auml;r und ein echter Evergreen geworden &ndash; gleich mehrfach wurden Neuaufnahmen des Liedes erneut zu Hits.<\/p>\n<p>Auch Heinos gr&ouml;&szlig;ter Erfolg basiert &uuml;brigens auf einem Volkslied &ndash; Heinos Songschreibergespann &bdquo;von Kleebsattel&ldquo; bearbeitete das Lied &bdquo;Wenn des Sonntags fr&uuml;h um Viere die Sonne aufgeht (Das Schweizermadel&ldquo; im Heino-Sound. Heino hat sich bei seiner Interpretation des bearbeiteten Liedes nicht streng an die Komposition gehalten &ndash; er &bdquo;phrasierte&ldquo; die vorgegebenen Tonl&auml;ngen. Der Begleitchor (wie meist bei Heino-Aufnahmen der Bortho Lucas Chor) sang daher &ndash; anders als sonst bei Studio-Aufnahmen &uuml;blich &ndash; seinen Teil erst ein, nachdem Heino mit seiner Aufnahme fertig war.<\/p>\n<p>Wer sich &uuml;brigens der Frage widmen will, was denn wohl nach den Geschehnissen in der dritten H&uuml;tte passiert ist mit Heino und dem Schweizer M&auml;del (in der ersten H&uuml;tte hat man ja zusammen gesessen, in der zweiten zusammen gegessen, in der dritten H&uuml;tte hat Heino sie gek&uuml;sst &#8211; laut Heino wei&szlig; keiner, was da geschehen ist) &ndash; dem sei gesagt: <em>Wolfgang Trepper<\/em> hat im Rahmen seines Programms &bdquo;Nutten, Koks und frische Erdbeeren&ldquo; schonungslos aufgedeckt, was da passiert ist: &bdquo;gef&hellip;. hat er sie&ldquo;&hellip; &#8211; Der Name dieses kabarettistisch angehauchten Programms fu&szlig;t lt. Trepper &uuml;brigens darauf, dass Heino angeblich genau diese Konstellation (Nutten, Koks und frische Erdbeeren)&nbsp; in seinen Vertr&auml;gen als Bestandteile stehen habe.<\/p>\n<p>Kabarettisten und Filmkritiker m&uuml;ssen offensichtlich nicht immer einer Meinung sein. Denn zum gleichnamigen Heino-Film schrieb die &ouml;sterreichische Tageszeitung Kurier, dass Regisseur <em>Franz Antel<\/em> versuche, sein Publikum &bdquo;sexlos&ldquo; zu unterhalten. Das Lexikon des internationalen Films bezeichnete den Film als &bdquo;anspruchslos gefertigten Bl&ouml;del- und Schlagerfilm&ldquo;. &nbsp;Ob Filmkritiker auch &uuml;berrascht waren, dass der Film im &ouml;sterreichischen Kitzb&uuml;hel spielte, w&auml;hrend im Schlager doch die Rede von einem &bdquo;schweizer(!) Madel&ldquo; war, ist nicht &uuml;berliefert.<\/p>\n<p>Jener Oktober 1972, in dem Heino sich nicht in <em>Heck<\/em>s Hitparade platzieren konnte, brachte aber nicht nur Pech: Am 06.10.1972 erschien die Frauenzeitschrift Jasmin mit einer gewissen Hannelore von Auersperg auf dem Titelbild &ndash; den zugeh&ouml;rigen Artikel schrieb niemand anders als der heutige Bild-Kolumnist <em>Franz Josef Wagner<\/em>. Kurze Zeit sp&auml;ter lernte er Hannelore bei der &bdquo;Miss Austria-Wahl&ldquo; pers&ouml;nlich kennen, was bekannterma&szlig;en&nbsp; ja sp&auml;ter in einer bis heute andauernden Ehe endete.<\/p>\n<p>Den Schlager-Jahrgang 1973 er&ouml;ffnete Heino gleich wieder mit einem Top-20-Hit, dessen Text erneut aufhorchen lie&szlig;: &bdquo;<em>Die Senoritas &ndash; die tragen nie was<\/em> &ndash; in <strong>Tampico<\/strong>&ldquo;. Diese Erkenntnis ist umso bemerkenswerter, als Tampico eine mexikanische Hafenstadt ist &ndash; neben <em>Rex Gildo<\/em> zog es also offensichtlich auch Heino immer wieder in dieses Land &ndash; lag es daran, dass er lt. Aussage des Textes &bdquo;<em>verraten, zerlumpt und zerschunden<\/em>&ldquo; war? Man wei&szlig; es nicht. Erstaunlicherweise wurde auch dieses Lied in Hecks Hitparade nicht in das Siegerfeld gew&auml;hlt.<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Single, &bdquo;<strong>Edelwei&szlig;<\/strong>&ldquo;, wurde nicht in Berlin als Neuvorstellung in der Hitparade pr&auml;sentiert, war aber nicht minder erfolgreich &ndash; der Untertitel &bdquo;Soll ich den mein junges Leben&hellip;&ldquo; kam beim Publikum so gut an, dass erneut ein Top-5-Hit gelang. Heino prangert in diesem Song schonungslos Libido-gesteuerte Frauen wie &bdquo;Edeltraud&ldquo; an, die sein &bdquo;junges Leben&ldquo; mit ihren &bdquo;rosaroten Lippen&ldquo; verderben wollen &ndash; Zitat: &bdquo;<em>Edel &#8211; Edel &#8211; Edelwei&szlig; auf hohem Berge steh&rsquo;n. &#8211; Doch im Tal die Edeltraut ist tausendmal so sch&ouml;n. &#8211; Edel &ndash; Edel &ndash;Edeltraut &#8211; zu sch&ouml;n um treu zu sein. &#8211; Ihr Herz hat f&uuml;r so viele Platz! Ich bin nicht nur ihr einz&#39;ger Schatz!<\/em>&ldquo;. Heino spricht das aus, was schon <em>Connie Francis<\/em> verklausuliert sang: &bdquo;Die Liebe kommt und geht von einem zum ander&rsquo;n&ldquo;.<\/p>\n<p>Der letzte Schlager des Jahres 1973 kam volkst&uuml;mlich daher &ndash; die Hymne an den Berg &bdquo;<strong>La Montanara (Das Lied der Berge)<\/strong>&ldquo;, nach dem sogar ein Chor benannt wurde, machte Heino erneut zum Erfolg &ndash; der Titel kam sogar in die Top-3 der Verkaufsbestenliste &ndash; nach kleiner Durststrecke hie&szlig; es auch mal wieder &bdquo;drei mal dabei &ndash; bitte nicht wiederw&auml;hlen!&ldquo; in <em>Heck<\/em>s Hitparade.<\/p>\n<p>Sehr erfolgreich liefen damals auch Heinos Langspielplatten. Der Erfolg f&uuml;hrte auch Neider und Trittbrettfahrer auf den Plan. Beispielsweise war auf der LP &bdquo;Seine gro&szlig;en Erfolge 3&ldquo; u. a. der &bdquo;<strong>Schneewalzer<\/strong>&ldquo; enthalten mit einem eigenen Text. In einem langj&auml;hrigen Rechtsstreit wollte die Global Musikverlags GmbH den Vertrieb des Liedes untersagen. Der Prozess ging bis zum Bundesgerichtshof, der letztlich die Klage mit Urteil vom 20.12.1977 abwies &#8211; der Prozess durchlief zwischenzeitlich mehrere Instanzen.<\/p>\n<p>Mit einer weiteren Adaption eines volkst&uuml;mlichen Lieds ging Heinos Erfolg auch im Sommer 1974 weiter &ndash; diesmal zog es ihn nach Polen zu seinem &bdquo;<strong>Polenm&auml;dchen<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Ein weiteres M&auml;dchen, das es Heino angetan hatte, hatte folgenden Namen: <strong>&bdquo;&hellip;und sie hie&szlig; Lulalei<\/strong>&ldquo;. Diesmal wurde dem Barden der Song auf den Leib geschrieben &ndash; so konnte er sich auch &uuml;ber Lulaleis Qualit&auml;ten auslassen: &bdquo;<em>Sie war so s&uuml;&szlig; und sie hie&szlig; Lulalei &#8211; und tanzte den Hula-Wackedu-Wackedei<\/em>&ldquo;. Ob das im damaligen Fu&szlig;ball-WM-Jahr ein Modetanz war, ist mir nicht bekannt. Vielleicht ist es auch nur eine Anspielung auf die damals popul&auml;ren Wackel-Dackel, deren Kopfnicken vielleicht als &bdquo;Wackedu-Wackedei&ldquo;-Tanz bezeichnet werden k&ouml;nnte. Zumindest war Heino 1974 so popul&auml;r, dass ihm die begehrte &bdquo;Goldene Europa&ldquo; der Europawelle Saar ausgeh&auml;ndigt wurde.<\/p>\n<p>Dem Publikum der Hitparade gefiel der Schlager jedenfalls genau so wie der n&auml;chste Hit Heinos, der wieder ein gro&szlig;er Top-10-Erfolg werden sollte: &bdquo;<strong>Die schwarze Barbara<\/strong>&ldquo; wurde zu einem von Heinos gr&ouml;&szlig;ten Hits, der vor genau vierzig Jahren die Charts st&uuml;rmte und wie einige von Heinos Titeln einen sehr interessanten musikalischen Ablauf hat und alles andere als eines der typischen Drei-Akkorde-Schlager bzw. &ndash;Popsongs ist.<\/p>\n<p>Textlich kn&uuml;pfte Heino mit der &bdquo;schwarzen Barbara&ldquo;, die ja himmelblaue Augen und einen purpurroten Mund hat, etwas an den Enzian-Song an. Ist es beim Enzian noch eine H&uuml;tte, so geht es hier um eine Kammer &ndash; der dort vollzogene Vorgang kann erneut nur erahnt werden: <em>&bdquo;&hellip;und ich steige die Stiegen empor &#8211; l&auml;sst Du mich ein ins K&auml;mmerlein &#8211; dann schlie&szlig;en wir die T&uuml;re leise zu&hellip;<\/em>&quot;<\/p>\n<p>Trotz (oder gerade wegen) dieser &bdquo;bemerkenswerten&ldquo; Texte war Heino 1975 auf dem H&ouml;hepunkt seines Erfolges angekommen. Laut einer Umfrage des Wickert-Meinungsforschungsinstituts hatte er einen Bekanntheitsgrad von 97 Prozent in Deutschland.<\/p>\n<p>Nachdem &bdquo;H&uuml;tte&ldquo; und &bdquo;Kammer&ldquo; als Orte f&uuml;r vermeintliche Frivolit&auml;ten (?) durch waren, hatte Heino Ende 1975 eine neue Lokalit&auml;t auf Lager: &bdquo;<strong>Komm in meinen Wigwam<\/strong>&ldquo; bat Heino erfolgreich die Indianerin Siouixcity-Sou und blickt noch mal auf die legend&auml;re H&uuml;tte zur&uuml;ck:&nbsp; &bdquo;<em>Fremde L&auml;nder &#8211; fremde Meere &#8211; alles hab&#39; ich schon gesehn. Doch in ihrer kleinen H&uuml;tte (sic) war die Welt nochmal so sch&ouml;n!&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>1976 war es wohl mal wieder Zeit f&uuml;r die Bearbeitung eines volkst&uuml;mlichen Klassikers &ndash; Heino lie&szlig; &bdquo;<strong>Die lustigen Holzhacker Bub&rsquo;n<\/strong>&ldquo; hochleben und platzierte sich erneut in den Charts damit &ndash; allerdings war das dann f&uuml;r f&uuml;nf Jahre der letzte Hit, der auch in die Verkaufshitparade gelangte. Legend&auml;r ist sicher Heinos Auftritt in Ilja Richters &bdquo;Disco&ldquo; &ndash; die Zeiten, in denen ein volkst&uuml;mlicher Schlager in einer Charts-orientierten Pop-Sendung vorgetragen wird, sind lange vorbei &ndash; eigentlich schade&hellip;<\/p>\n<p>Im Jahr 1977 produzierte Heino eine Langspielplatte namens &bdquo;Uns geht die Sonne nicht unter&ldquo;, auf der die elf damaligen Bundesl&auml;nder mit ihren jeweiligen Hymnen vertreten waren (z. B. &bdquo;Gl&uuml;ck auf der Steiger kommt&ldquo; f&uuml;r NRW). Den Schlusspunkt der LP sollte das Deutschlandlied, die deutsche Nationalhymne, bilden.<\/p>\n<p>Hintergrund war, dass drei Kindern des damaligen Bundestagsabgeordneten <em>Wilfried B&ouml;hm<\/em> bei der &Uuml;bertragung eines L&auml;nderspiels auffiel, dass die deutschen Fu&szlig;baller ihre Hymne im Gegensatz zu denen anderer Nationen nicht mitsangen. Um den Fu&szlig;ballern die Nationalhymne n&auml;her zu bringen, wollt man ihnen davon eine Schallplatte zukommen lassen &#8211; dabei stellte man fest, dass es davon gar keinen Tontr&auml;ger gab. Folglich wurde u. a. Heino darum gebeten, das Lied aufzunehmen.<\/p>\n<p>Da die offizielle Nationalhymne damals aus drei Strophen bestand, sang Heino ohne Hintergedanken die offiziell bestehenden drei Strophen ein. Der damalige Ministerpr&auml;sident von Baden-W&uuml;rttemberg, <em>Hans Filbinger<\/em>, verteilte gemeinsam mit Heino 30 Single-Schallplatten mit der Nationalhymne im Rahmen eines Festaktes an damalige Viertkl&auml;ssler. Die ZDF-Sendung &bdquo;Kennzeichen D&ldquo; zeigte davon Bilder und spielte im Hintergrund die von Heino gesungene erste Strophe der Nationalhymne. Weitere 970 Schallplatten, die auch an Sch&uuml;ler verteilt werden sollten, &nbsp;waren gestiftet worden. Heino bat um deren R&uuml;ckgabe, weil die Sache inzwischen aufgebauscht worden war, Heino sogar in eine &bdquo;rechte Ecke&ldquo; gedr&auml;ngt wurde. Die Platten waren aber zwischenzeitlich in dunklen Kan&auml;len verschwunden und wurden offensichtlich rege schwarz gehandelt.<\/p>\n<p>Harmloser war da Heinos &bdquo;offizielle&ldquo; neue 1977er Single, &bdquo;<strong>Sch&ouml;nes M&auml;dchen<\/strong>&ldquo;, ein Werk, das diesmal nicht von seinen Stamm-Autoren, sondern von <em>Christian Bruhn<\/em> geschrieben wurde &#8211; erstaunlich, dass gerade dieser Song den Beginn einer Flaute in Sachen &bdquo;Verkaufshitparade&ldquo; markierte. Spannenderweise erschien das m&auml;rchenhafte Lied, in dem es darum geht, dass ein Musiker eine Prinzessin begehrt <em>(&bdquo;Bin kein Prinz, nur ein Musikant.. darum gib mir Deine Hand&ldquo;<\/em>) genau in der Phase, als Heino n&auml;here Kontakte zu Prinzessin <em>Hannelore von Auersperg<\/em> kn&uuml;pfte.<\/p>\n<p>Vielleicht, um von Hannelore abzulenken, besang Heino im Herbst des Jahres die &bdquo;<strong>Roswitha<\/strong>&ldquo; &#8211; Untertitel: &bdquo;Eines Abends in der D&auml;mmerstunde&ldquo;. Mit dem Lied war Heino u. a. in der 100. ZDF-Hitparade vertreten &#8211; und auch dort gab es dann eine mehrj&auml;hrige &bdquo;Pause&ldquo;, weil ab 1978 in der TV-Show nur noch die in der Verkaufs-Hitparade vertretenen Liedern vorkamen und Heino wie gesagt in jenen Jahren dort nicht sonderlich erfolgreich war.<\/p>\n<p>&Uuml;ber mangelnde TV-Pr&auml;senz konnte Heino in der Zeit allerdings nicht klagen &#8211; im Gegenteil: Er erhielt eine eigene TV-Reihe namens &bdquo;Sing mit Heino&ldquo;, die von 1977 bis 1979 erfolgreich im ZDF lief und zu der auch Tontr&auml;ger ver&ouml;ffentlicht wurden. Insbesondere auf MC verkaufte sich die Reihe gut &#8211; die Plattenfirma warb mit einem bemerkenswerten Statement &#8211; Zitat: &quot;<em>Lieder im Heino-Stil sind von deutschen Verkehrswissenschaftlern als Musik zur Autofahrt besonders empfohlen<\/em>&quot; &#8211; soo soo.<\/p>\n<p>Die damals beliebte Methode, LPs mit TV-Werbung zu promoten, wurde auch bei Heino angewandt &#8211; mit Erfolg: F&uuml;r die von K-Tel aufgelegte Platte &bdquo;Hurra, wir fahren ins Gr&uuml;ne&ldquo; gab es im September 1979 eine Goldene Schallplatte.<\/p>\n<p>W&auml;hrend die LPs wie diese in jener Zeit gut liefen, kamen die Single beim Publikum nur m&auml;&szlig;ig an: &bdquo;<strong>In Honululu<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Beim alten Bill in Oklahoma<\/strong>&ldquo; &nbsp;(deutsche Version des Baccara-Hits &bdquo;The Devil Sent You To Lorado&ldquo;) blieben weithin unbeachtet.<\/p>\n<p>Danach besch&auml;ftigte sich Heino wieder mit den Frauen bzw. mit Frauen-Namen: &bdquo;<strong>Mary Rose<\/strong>&ldquo; (nein, die gro&szlig;artige deutsche Chanson-S&auml;ngerin <em>Mary Roos<\/em> war hier nicht gemeint), &bdquo;<strong>Marie Linda<\/strong>&ldquo; (bemerkenswert: ein von <em>Ralph Siegel<\/em> komponierter Song f&uuml;r Heino) und, &bdquo;<strong>Molly Malone<\/strong>&ldquo; (Bemerkenswert die B-Seite: Bier, Bier, Bier &#8211; das ist mal ein Thema!) sowie im Vorfeld &bdquo;<strong>Veronika<\/strong>&ldquo; brachten Heino zumindest Umsatz-m&auml;&szlig;ig wenig Gl&uuml;ck.<\/p>\n<p>Besser lief es 1980 mit der LP &bdquo;Lieder der Berge&ldquo;, aus der die Single &bdquo;<strong>La Pastorella<\/strong>&ldquo; ausgekoppelt wurde. F&uuml;r Heinos erste TV-beworbene LP (Werbe-Etat 1,2 Mio. DM) wurde in Bad M&uuml;nstereifel sogar eine Platin-LP f&auml;llig. F&uuml;r seinen Erfolg mit volkst&uuml;mlicher Musik erhielt er in jenem Jahr auch die Hermann-L&ouml;ns-Medaille in Gold.<\/p>\n<p>Im Fr&uuml;hjahr 1981 war die Single-Flaute zu Ende. Man entschied sich f&uuml;r einen Song von <em>Gerd Grabowski<\/em> <em>(G. G. Anderson<\/em>) und dessen Team &#8211; und dieser Frauen-Name brachte Gl&uuml;ck: &bdquo;<strong>Ja ja die Katja, die hat ja<\/strong>&ldquo; wurde sowohl in <em>Heck<\/em>s Hitparade als auch im Verkauf wieder ein echter Erfolg. &quot;Sie hat ja nur eines im Sinn &#8211; sie schaut Dich nur an, und Du bist hin&ldquo; &#8211; erneut eine Perle deutschen Schlagerschaffens.<\/p>\n<p>Heinos Stammautoren schrieben ihm dann das volkst&uuml;mliche &bdquo;<strong>So &rsquo;n kleiner Garten vor der Stadt<\/strong>&ldquo; auf den Leib &ndash; auch der Song war kommerziell erfolgreich &ndash; diesmal ging es um die Zufriedenheit auch &uuml;ber kleine Dinge: &bdquo;<em>wer heutzutage so was hat, der kann zufrieden sein<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>Die kommenden Songs gingen im Sog der Neuen deutschen Welle eher unter, wenngleich auch da Perlen dabei waren, als da w&auml;ren: &bdquo;<strong>Hast Du Money<\/strong>&ldquo; (bemerkenswert die B-Seite: &bdquo;El Zecho und Don Promillo&ldquo; &ndash; ein Lied, &uuml;ber das sich jeder Suchtbeauftragte auch heute noch sicher &bdquo;freut&ldquo;), &bdquo;<strong>Liebling, Du tust mir so gut<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Traumschiff nach Hawaii<\/strong>&ldquo; (Auskopplung aus der Erfolgs-LP &bdquo;Lieder der Meere&ldquo;).<\/p>\n<p>1983 durfte Heino das Lied der ARD-Fernsehlotterie singen. Die Lied-Auswahl fiel dabei schwer. Unter Pseudonym schlug Heinos Frau Hannelore ein von ihr getextetes und von Heinos Sohn Uwe komponiertes Lied vor, das den Zuschlag bekam &ndash; und sogar noch ein Lied des damals sehr popul&auml;ren <em>Ralph Siegel<\/em> &bdquo;ausgestochen hat&ldquo;. Unter dem Pseudonym &bdquo;<em>Hansi P&ouml;stlingsberg<\/em>&ldquo; (<em>Hannelore<\/em>) bzw. &bdquo;<em>Mark Ischendorf&ldquo; (Uwe<\/em>) wurde der von Heino gesungene Song &bdquo;<strong>Sonnenschein &ndash; Gl&uuml;cklichsein<\/strong>&ldquo; f&uuml;r die beliebte TV-Lotterie ausgew&auml;hlt. In jenem Jahr erzielte die Lotterie ihr bestes Ergebnis &uuml;berhaupt &ndash; 65 Millionen DM wurden umgesetzt.<\/p>\n<p>&Uuml;berhaupt gewann Hannelore mit zunehmender Zeit auch musikalisch Einfluss. Parallel zur erfolgreichen LP &bdquo;Lieder der Meere&ldquo; ging Heino gemeinsam mit Lolita auf Tournee. Gegen Ende der Tour erkrankte Lolita, man entschied sich, Hannelore als Ersatzmoderatorin und &ndash;s&auml;ngerin einzubeziehen, was beim Publikum gut ankam.<\/p>\n<p>Im Rahmen der vom damaligen Bundespr&auml;sidenten und leidenschaftlichen Wanderer <em>Karl Carstens<\/em> unterst&uuml;tzten vom ZDF initiierten Aktion &bdquo;Wanderfink&ldquo; ver&ouml;ffentlichte Heino 1984 erstmals auch auf Tontr&auml;ger einen Song mit Hannelore, n&auml;mlich &bdquo;<strong>Halt Dich fit, wander mit<\/strong>&ldquo;. W&auml;hrend die kurz darauf erschienene gemeinsame LP &bdquo;Die Liebe ist das Gold des Lebens&ldquo; (Single-Auskopplung: &bdquo;<strong>Ich will Dich nie mehr weinen sehen<\/strong>&ldquo;) die f&uuml;r viele Jahre letzte LP in den Charts war, wurde die Single von der &Ouml;ffentlichkeit kaum wahrgenommen.<\/p>\n<p>Ende 1985 lief der Plattenvertrag mit EMI Electrola nach 20 Jahren aus &ndash; geplant war eine Vertragsverl&auml;ngerung um weitere 5 Jahre, um gemeinsam &bdquo;Silberhochzeit&ldquo; zu feiern &ndash; dieses Vorhaben scheiterte daran, dass Produzent <em>Ralf Bendix<\/em> den vorbereiteten Vertrag nicht rechtzeitig unterschrieb. Da Heino dar&uuml;ber hinaus feststellte, dass sein Produzent mit ihm Geld verdiente, von dem er nichts wusste und nachher sogar ein Prozess &uuml;ber vermeintlich unterschlagene Gelder angestrengt wurde, den Heino aber gewann, war das Tischtuch zwischen Heino und seinem langj&auml;hrigen Mentor und Produzenten zerschnitten. So markierte die wenig beachtete letzte EMI-Single &bdquo;<strong>Schade Christin<\/strong>&ldquo; das Ende einer 20-j&auml;hrigen &Auml;ra.<\/p>\n<p>So wechselte er 1986 zur Teldec und engagierte f&uuml;r einige Jahre <em>Hans R. Beierlein<\/em> als Partner und Berater. Auf &bdquo;Die Stimme der Heimat&ldquo;, produziert letztmals von seinem langj&auml;hrigen Arrangeur Erich Becht, wurden in Neuaufnahmen alte Erfolge wiederver&ouml;ffentlicht &ndash; neben einer neuen Single namens &bdquo;<strong>San Bernadino<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>In jenem Jahr schlug <em>Beierlein <\/em>Heino vor, am von ihm erfundenen damals neuen Wettbewerb &bdquo;Grand Prix der Volksmusik&ldquo; teilzunehmen. Der trat mit dem Lied &bdquo;<strong>Lieder der Berge<\/strong>&ldquo; an und landete auf einem ern&uuml;chternden 12. Platz von 15 Teilnehmern, befand sich aber in illustrer Runde: Letzte wurden <em>Maria und Margot Hellwig<\/em>, Platz 11 erreichten <em>Marianne und Michael<\/em>. Heino witterte Betrug, da schon bei der Generalprobe die Preis&uuml;bergabe mit der sp&auml;teren Siegerin <em>Nella Martinetti<\/em> geprobt wurde. Fortan distanzierte er sich von dieser Form der volkst&uuml;mlichen Musik, die in Richtung &bdquo;volkst&uuml;mlicher Schlager&ldquo; ging.<\/p>\n<p>Im n&auml;chsten Jahr brachte Heino die von seinem Freund <em>Peter Orloff<\/em> produzierte LP &bdquo;<strong>Casablanca &ndash; Tr&auml;ume, die niemals vergehen<\/strong>&ldquo; auf den Markt. Neben dem Titelsong wurde 1988 auch das sehr witzige Lied &bdquo;<strong>Der Schornsteinfegermeister und die sch&ouml;ne B&auml;ckersfrau<\/strong>&ldquo; als Single ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>In dieser Zeit erreichte Heino der Anruf eines Produzenten namens <em>Ulli Jonas<\/em>, der ihm verklickerte, dass er als Mitglied eines K&ouml;lner Produzenten-Teams, dem auch <em>Andreas Martin<\/em> und <em>Helmuth R&uuml;&szlig;mann<\/em> angeh&ouml;rten, eine neue Rap-Version von Heinos Super-Hit &bdquo;Blau bl&uuml;ht der Enzian&ldquo; kreiert habe. Zehn Jahre zuvor gab es schon eine gemeinsame Produktion (&bdquo;Beim alten Bill in Oklahoma&ldquo;). Heino sagte zu, sich das mal anzuh&ouml;ren und war begeistert. Gegen den Rat <em>Hans R. Beierleins<\/em> wurde der &bdquo;<strong>Enzian Rap<\/strong>&ldquo; produziert, und Heino fand sich nach langen Jahren mal wieder in der Verkaufs-Hitparade wieder, so dass er sogar f&uuml;r die ARD-Hitparade &bdquo;Formel Eins&ldquo; sich qualifizierte und seinen Song dort vortrugen konnte. Sp&auml;ter musste sich <em>Beierlein<\/em> bei Heino f&uuml;r seine Fehleinsch&auml;tzung entschuldigen.<\/p>\n<p>Die im &auml;hnlichen Stil produzierte Nachfolgesingle &bdquo;<strong>Haselnuss<\/strong>&ldquo; konnte an diesen Erfolg allerdings nicht mehr ankn&uuml;pfen.<\/p>\n<p>Anfang der 90er Jahre beendete Heino wieder die Zusammenarbeit mit <em>Hans R. Beierlein<\/em>. Der mit ihm bestehende Vertrag wurde &bdquo;in G&uuml;te aufgel&ouml;st&ldquo;, d. h., aus den gemeinsamen Produktionen erhielt Beierlein k&uuml;nftig 75 statt 50 Prozent der Einnahmen &ndash; Heino war es das Wert, um aus dem Vertrag herauszukommen. Randnotiz: Wenn man dieses Gesch&auml;ftsgebaren im Hinterkopf hat, kann man sich seinen Teil denken, warum insbesondere die Vogue-Aufnahmen Udo J&uuml;rgens&lsquo;, die ja ausnahmslos in Zusammenarbeit mit <em>Hans R. Beierlein<\/em> entstanden, bis heute (von wenigen Ausnahmen abgesehen) nie auf CD erschienen sind &ndash; es ist anzunehmen, dass <em>Beierlein<\/em> einen &auml;hnlichen Deal auch mit <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> abschloss &ndash; und <em>Udo<\/em> verhindern wollte, dass sein in Ungnade gefallener ehemaliger Manager an ihm zu viel verdiente. Das ist zwar eine reine Hypothese, angesichts des Beispiels &bdquo;<em>Heino<\/em>&ldquo; w&auml;re es eine Erkl&auml;rung f&uuml;r die ansonsten v&ouml;llig irrationale Ver&ouml;ffentlichungspolitik <em>Udo J&uuml;rgens<\/em>&lsquo; bis zum heutigen Tag.<\/p>\n<p>Kurz nach der Wiedervereinigung Deutschlands ging Heino als einer der ersten westdeutschen Musiker auf Tour durch die &bdquo;neuen Bundesl&auml;nder&ldquo; &ndash; mit fulminantem Erfolg: alle zw&ouml;lf Konzerte (u. a. Leipzig, Suhl und Erfurt) waren ausverkauft. Als einen H&ouml;hepunkt seiner Karriere bezeichnet Heino insbesondere das Konzert, das er im Sommer 1990 gegeben hatte und das ihn emotional sehr ber&uuml;hrt hatte.<\/p>\n<p>In dieser Zeit war die Hochkonjunktur der volkst&uuml;mlichen TV-Shows, die auch die damals jungen Privatsender f&uuml;r sich entdeckt hatten. Auch Heino bekam seine eigene Sendung &ndash; 1991 startete die SAT 1- Sendereihe &bdquo;Hallo Heino&ldquo; und sp&auml;ter &bdquo;Heino. Die Show.&ldquo;.<\/p>\n<p>Der Tontr&auml;ger-Umsatz Heinos war in diesen Jahren sehr schleppend, Lieder wie &bdquo;<strong>Freiheit und Gerechtigkeit<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Freiheit ist&hellip;<\/strong>&ldquo; kamen trotz Zeitgeist-Anpassung (oder wegen Zeitgeist-Anbiederung) nicht beim Publikum an. Besser lief das, was Heino zu Beginn seiner Karriere gelernt hatte &ndash; der gelernte B&auml;cker und Konditor er&ouml;ffnete am 21. Juni 1996 sein Rathauscaf&eacute; in Bad M&uuml;nstereifel.<\/p>\n<p>Mitte der 90er wechselte Heino erneut die Plattenfirma &ndash; weg von Teldec, das sich inzwischen in &bdquo;EastWest&ldquo; umbenannt hatte &ndash; hin zur renommierten Schlager-Firma Ariola, bei der u. a. auch <em>Udo J&uuml;rgens<\/em>, <em>Peter Alexander<\/em> und <em>Mireille Mathieu<\/em> unter Vertrag waren. Wie die Teldec, brachte auch die Ariola zun&auml;chst ein Album mit neu aufgenommenen Erfolgstiteln heraus &ndash; diesmal allerdings mit dem Schwerpunkt auf Medleys unter dem CD-Titel &bdquo;Die Hitstory&ldquo;, auf dem aber auch zwei neue Titel als Single ausgekoppelt wurden: &bdquo;<strong>Wie ein Felsen im Ozean<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Danke ist mehr als ein Wort<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>1996 nahm der Kult-Aspekt bei Heino wieder Fahrt auf &ndash; er machte Werbung&nbsp; f&uuml;r die Fastfood-Kette McDonald&rsquo;s. Im TV-Spot kommt ein Jugendlicher und sagt zum blonden Barden: &bdquo;<em>Mensch Heino! Das ist ja ein dickes Ding!<\/em>&ldquo; &ndash; Heino zeigt auf seinen Burger und erwidert: &bdquo;<em>Nein- DAS ist ein dickes Ding<\/em>&ldquo;. &ndash; Nur folgerichtig, dass in dieser Zeit eine Single namens &bdquo;<strong>Dicke Dinger<\/strong>&ldquo; erschien, die dem ganzen dann auch noch eine sexuelle Komponente gab.<\/p>\n<p>In diesem Jahr erschien auch das erste &bdquo;regul&auml;re&ldquo; Studio-Album bei der Ariola: &bdquo;Einer von uns&ldquo;. Auf dieser CD mit ausschlie&szlig;lich neuen Schlagern (Auskopplung: &bdquo;<strong>Adler, flieg hinaus<\/strong>&ldquo;) steuerte Heino viele der Lieder als Komponist bzw. Texter unter dem Pseudonym &bdquo;<em>Gio Bilk<\/em>&ldquo; selber bei.<\/p>\n<p>Nachdem es 1977 noch m&auml;chtig &Auml;rger gab, dass Heino die Nationalhymne sang, war viele Jahre sp&auml;ter die Lage entspannter: Beim Abschiedskampf des Boxers Henry Maske sang er die deutsche Hymne fehlerfrei &ndash; Sarah Connors &bdquo;br&uuml;h im Lichte&ldquo;-Version sagte ihm wohl nicht so zu&hellip; &#8211; Zu diesen Anlass erschien dann auch diesmal eine Maxi-CD &nbsp;&bdquo;<strong>Die deutsche Nationalhymne<\/strong>&ldquo;. Einige Jahre sp&auml;ter (1999) erschien dazu noch eine Langspielplatte, auf der galt: &bdquo;Heino singt die sch&ouml;nsten Jahrhundertm&auml;rsche und Hymnen&ldquo;.<\/p>\n<p>Anl&auml;sslich zu Heinos 60. Geburtstag widmete ihm die ARD (MDR) eine von <em>Kim Fisher<\/em> moderierte Show mit dem originellen Titel &bdquo;Der Goldene Heino&ldquo;, wonach auch eine CD mit neuen Liedern (u. a. &bdquo;<strong>Die besten Jahre<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Ich danke Dir f&uuml;r all die sch&ouml;nen Jahre<\/strong>&ldquo;) herausgebracht wurde.<\/p>\n<p>Zum Jahrtausendwechsel sprang Heino auf den Zug des Schlager-Kults auf und ver&ouml;ffentlichte drei CDs unter dem &bdquo;Kult&ldquo;-Motto &ndash; gleich das erste Lied dieser CD-Trilogie war besonders kultig, den Heino besang &bdquo;<strong>Meine Brille<\/strong>&ldquo;. In dem Zusammenhang musste nat&uuml;rlich erneut der unverw&uuml;stliche Enzian herhalten &ndash; diesmal gab es ein Duett mit Schlagers&auml;ngerin <em>Antonia aus Tirol<\/em> &ndash; mal wieder mit &bdquo;<strong>Blau bl&uuml;ht der Enzian<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Auf dem H&ouml;hepunkt der vom damaligen Kanzler <em>Gerhard Schr&ouml;der<\/em> umgesetzten Steuererh&ouml;hungen (kurz zuvor war der &bdquo;Steuersong&ldquo; ein Nummer-1-Hit) recycelte Heino 2004 einen <em>Michael-Jary<\/em>-Song: &bdquo;<strong>Das letzte Hemd (Deutschland ist pleite<\/strong>)&ldquo; konnte er aber nicht erneut zum Hit machen. Vielleicht kann man ja in diesem Jahr eine spezielle Griechenland-Version herausbringen&hellip;<\/p>\n<p>2005 ging Heino auf gro&szlig;e &quot;Abschieds-Tournee&quot; mit dem Golden Gate Quartet &#8211; die Tour wurde ein Erfolg. &Uuml;brigens &#8211; in diesem Jahr ist Heino wieder auf Tour unter dem Motto &quot;50 Jahre Heino&quot; &#8211; man h&auml;tte es sicher auch unter das Motto &quot;10 Jahre Abschieds-Tournee&quot;&nbsp; laufen lassen k&ouml;nnen&#8230;<\/p>\n<p>Als im Jahr 2006 die Fu&szlig;ball-WM in Deutschland stattfand, brachte Heino sich ins Spiel, bei der Er&ouml;ffnungsfeier die deutsche Nationalhymne zu singen &ndash; der Wunsch blieb ihm verwehrt. Allerdings nahm er Kontakt zum Erfolgsproduzenten <em>Jack White<\/em> auf, der mit ihm die CD &bdquo;Deutschland, meine Heimat&ldquo; aufnahm. Die in Kooperation mit der Bild-Zeitung entstandenen Scheibe (Hit: &bdquo;<strong>Wir tanzen Polka, denn wir lieben Germany<\/strong>&ldquo;) verschaffte Heino erstmals seit &uuml;ber 20 Jahren wieder Charts-Pr&auml;senz, die Longplay-CD platzierte sich in den Verkaufshitparaden. Mit dem ausgekoppelten Single-Titel hat Jack White &uuml;brigens seinen Lieblings-Trick angewandt &ndash; der Song wurde urspr&uuml;nglich n&auml;mlich bereits 2002 von ihm f&uuml;r <em>Hansi Hinterseer<\/em> unter dem Titel &bdquo;Ich lieb Dich &uuml;ber alles&ldquo; herausgebracht.<\/p>\n<p>F&uuml;r das Jahr 2007 war eine gro&szlig;e Tournee zu Gunsten des Vereins &bdquo;Herzensw&uuml;nsche e. V.&ldquo; geplant, die Heino durch 40 St&auml;dte f&uuml;hren sollte. Zun&auml;chst kooperierte Heino dabei mit dem Discounter &bdquo;LIDL&ldquo;, der den Ticketvorverkauf &uuml;bernahm und die Tickets unter dem Motto: &bdquo;Volksmusik muss bezahlbar sein!&ldquo; f&uuml;r 25 &euro; verkaufte. 1 &euro; jedes Tickets sollte dabei an dem Verein &bdquo;Herzensw&uuml;nsche e. V.&ldquo; zugute kommen. Im Laufe des Jahres 2007 wurden zus&auml;tzlich Al Martino und Angelika Milster bzw. Ireen Sheer (beide S&auml;ngerinnen sollten in ausgew&auml;hlten St&auml;dten auftreten) engagiert und die Tickets auf g&auml;ngigem Wege zu etwas h&ouml;herem Preis verkauft.<\/p>\n<p>Die Tour musste krankheitsbedingt abgesagt werden, weil Heino kurz vor Beginn der Tour in seinem Haus in Bad M&uuml;nstereifel zusammengebrochen war &nbsp;&ndash; darauf folgte ein unangenehmer Rechtsstreit mit der zust&auml;ndigen Versicherung, die die entstandenen Ausf&auml;lle nicht begleichen wollte und damit auch letztlich Recht bekam (- eine Berufung beim OLG K&ouml;ln wurde zur&uuml;ckgewiesen -), weil Heino an Krankheiten gelitten habe, die er bei Versicherungsabschluss nicht angegeben habe. Der Argumentation von Heinos Veranstalter &bdquo;Kult Musik&ldquo;, seine &Auml;rztin habe nicht wahrheitsgem&auml;&szlig; ausgesagt, wurde nicht gefolgt. Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von &bdquo;Kult Musik&ldquo; war &uuml;brigens <em>Jan Mewes<\/em>, der seit 2004 Heinos Manager ist und Heino mit viel Geschick und gutem Marketing zu gro&szlig;en Erfolgen verhalf. Mewes hatte bereits in den 90er Jahren Heinos Konzerte regional in Norddeutschland mit veranstaltet.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit seinem langj&auml;hrigen Arrangeur Erich Becht erf&uuml;llte sich Heino einen Wunsch, indem er ein Album mit klassischen musikalischen Themen herausbrachte unter dem Motto &quot;Es ist nie zu sp&auml;t&quot;.<\/p>\n<p>Zum 30-j&auml;hrigen Hochzeitstag w&uuml;nschte sich <em>Hannelore v<\/em>on ihrem Heino ein Kirchenkonzert, da die beiden nicht kirchlich heiraten konnten (die beiden Katholiken warben beide bereits verheiratet). Dabei entstand die Idee, daraus eine ganze Kirchen-Tournee zu machen, mehrere Jahre lang trat Heino in Gottesh&auml;usern auf . Ebenfalls erschienen bei Ariola zwischen 2009 und 2011 drei CDs unter dem Motto &bdquo;Die Himmel r&uuml;hmen&ldquo;.<\/p>\n<p>2012 musste Heino nach 16 Jahren sein beliebtes Rathauscaf&eacute; schlie&szlig;en &ndash; es wurde abgerissen.&nbsp; Es fiel dem Outletcenter in Bad M&uuml;nstereifel zum Opfer. Allerdings er&ouml;ffnete er kurze Zeit sp&auml;ter &bdquo;Heinos Caf&eacute;&ldquo; im Historischen Kurhaus von Bad M&uuml;nstereifel, in dem er seit 2009 mit Hannelore wohnt. Allerdings l&auml;uft das Caf&eacute; nicht unter der Regie des Ehepaares, Heino ist daf&uuml;r lediglich Pate.<\/p>\n<p>In dieser Zeit wurde ein genialer Coup vorbereitet: Viele Jahre lang haben sich Heinos Kollegen, Comedians, Kabarretisten etc. &uuml;ber Heino lustig gemacht, ihn regelrecht &bdquo;verarscht&ldquo;. Meist nahm Heino das gelassen hin &ndash; lediglich mit <em>Norbert H&auml;hnel<\/em>, einem Berliner S&auml;nger, der im Vorprogramm der Toten Hosen und auch anderweitig als &bdquo;wahrer Heino&ldquo; auftrat, strengte er 1985 einen Gerichtsprozess an, den er gewann &ndash; Heino sah nicht ein, dass dieser S&auml;nger mit dem Namen Heino seine Fans anlockte und mit schlechtem Gesang entt&auml;uschte.<\/p>\n<p>Nun drehte Heino den Spie&szlig; einmal um, indem er Lieder aktueller Rock-Interpreten wie die &Auml;rzte, <em>Herbert Gr&ouml;nemeyer, Peter Fox <\/em>und anderer im &bdquo;Heino-Sound&ldquo; sang und die Sammlung dieser Lieder auch noch ironisch &bdquo;Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en&ldquo; &uuml;berschrieb. Der Erfolg war bombastisch &ndash; erstmals &uuml;berhaupt in seiner gesamten Karriere gelang ihm mit diesem Album ein Nummer-1-Erfolg in Deutschland. Erstmals seit &uuml;ber 23 Jahren fand er sich in den Single-Charts wieder &ndash; gleich drei der Titel der CD schafften es in die Bestenlisten: &bdquo;<strong>Junge<\/strong>&ldquo; (Original von den <em>&Auml;rzten<\/em>), &bdquo;<strong>Sonne<\/strong>&ldquo; (Original von <em>Rammstein<\/em>) und &bdquo;<strong>Haus am See<\/strong>&ldquo; (Original von <em>Peter Fox<\/em>).<\/p>\n<p>Nachdem einige der persiflierten Gruppen sich beleidigt bzw. gar &bdquo;angepisst&ldquo; zeigten (ihrerseits Heino zu persiflieren sah man wohl als legal an, umgekehrt wollte man sich aber das &bdquo;Spie&szlig; herumdrehen&ldquo; verbitten), taten sich ungeahnte M&ouml;glichkeiten auf. So durfte Heino sogar am &bdquo;Wacken&ldquo;-Festival teilnehmen &ndash; gemeinsam mit der Band <em>Rammstein.<\/em><\/p>\n<p>Kurioserweise verfolgte Heino dennoch weiterhin seine volkst&uuml;mliche bzw. &bdquo;seri&ouml;se&ldquo; Karriere, so ging er im Fr&uuml;hjahr 2013 mit Florian Silbereisen auf Tour und setzte seine &bdquo;Die Himmel r&uuml;hmen&ldquo;-Kirchenkonzerte unbeirrt fort. Ganz nebenbei wurde er noch von RTL als Juror bei &bdquo;Deutschland sucht den Superstar&ldquo; engagiert &ndash; f&uuml;r den Gewinner dieser Veranstaltung darf man aber Heino nicht verantwortlich machen, da t&auml;te man Heino Unrecht.<\/p>\n<p>Nach dem gro&szlig;en Erfolg&nbsp; mit der Adaption von Rock-Musik setzte Heino 2014 noch mal einen drauf, indem er seine eigenen Hits in Heavy-Metal-Versionen neu auflegte. Abermals musste der unverw&uuml;stliche Enzian dran glauben &ndash; auch das Motto &bdquo;Schwarz bl&uuml;ht der Enzian&ldquo; wurde ein Erfolg, unter diesem Motto (Untertitel: 50 Jahre Heino) geht der unverw&uuml;stliche Barde im Herbst auf Club-Tournee.<\/p>\n<p>Angesichts der enormen Bandbreite von Heinos Schaffen darf man gespannt sein, was Deutschlands Volkss&auml;nger Nummer eins sich noch so an &Uuml;berraschungen f&uuml;r sein treues Publikum einfallen l&auml;sst. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen ist es ihm gelungen, sich immer wieder neu zu erfinden und sich dennoch treu zu bleiben &ndash; vielleicht wird er auch deshalb bisweilen als &bdquo;VW der deutschen Schlagerbranche&ldquo; bezeichnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><u>VORSCHAU:<\/u><\/strong> In Folge 30 dieser Serie geht es um den inzwischen verstorbenen Schlagers&auml;nger Freddy Breck.<\/p>\n<p>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/heinno_mm.jpg\" style=\"width: 332px; height: 512px;\" \/><\/p>\n<p>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/heino_bravo.jpg\" style=\"width: 171px; height: 512px;\" \/><\/p>\n<p>Stephan Imming, 05.07.2015<br \/>http:\/\/www.starwatch.de<br \/>http:\/\/www.heino.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuzugang 16.06.1975!\u00a0 Am 13.12.1938 kam im D&uuml;sseldorfer Arbeiterviertel Oberbilk Heinz Georg Kramm zur Welt &ndash; ein Junge, der als &bdquo;HEINO&ldquo;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":88463,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[30],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88462"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88462"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88462\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/88463"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88462"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88462"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88462"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}