{"id":88219,"date":"2015-07-16T00:00:00","date_gmt":"2015-07-16T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=88219"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"WOLKENFREI-Die-CD-Wachgekuesst-88218","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop-schlager\/WOLKENFREI-Die-CD-Wachgekuesst-88218\/","title":{"rendered":"WOLKENFREI <br \/>Die CD &quot;Wachgek\u00fcsst&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Der legend\u00e4re Musikkritiker schreibt&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Mitte M&auml;rz diesen Jahres die heute 23j&auml;hrige S&auml;ngerin <strong>VANESSA MAI<\/strong> das Gesicht der Werbekampagne &bdquo;Mein Herz schl&auml;gt Schlager&ldquo; ihrer Plattencompany ARIOLA\/SONY darstellte und zugleich das &auml;u&szlig;erst eing&auml;ngige, hymnische, wenn auch etwas zu schrill intonierte Mottolied dazu pr&auml;sentierte, kursierten schnell Ger&uuml;chte, die einstige Frontfrau des baden-w&uuml;rttembergischen Popschlager-Trios <strong>&bdquo;WOLKENFREI&ldquo;<\/strong> &ndash; immerhin vermutlich <em>DIE<\/em> genrerelevante Entdeckung des Jahres 2013 &ndash; k&ouml;nne sich in Futuro auf solistische Pfade begeben.<\/p>\n<p>Das im Januar 2014 erschienene Deb&uuml;topus der drei Aspacher, &bdquo;Endlos verliebt&ldquo;, war nicht nur bereits mit wohlverdienten Vorschusslorbeeren in Form des begehrten SMAGO!-Award als &bdquo;Hit-Tipp 2014&ldquo; bedacht worden, sondern erf&uuml;llte tats&auml;chlich alle Erwartungen der Fans und Fachleute in bestm&ouml;glicher Auspr&auml;gung. &bdquo;Endlos verliebt&ldquo; st&uuml;rmte in Deutschland anstandslos die Top 20, schnupperte gleichsam in &Ouml;sterreich und der Schweiz ordentliche Charts-L&uuml;fte, beinhaltete insgesamt ganze sechs immer wieder gern gespielte Radio-Singles und galt daher summa summarum als eines der beliebtesten, fr&ouml;hlichsten und stimmungsvollsten Musikproduktionen des Schlagerjahres 2014. Die dritte Auskoppelung aus dieser noch heute frisch und aktuell t&ouml;nenden Hitscheibe, &bdquo;Ich versprech Dir nichts und geb dir alles&ldquo;, konnte zudem vor einem Jahr mit Fug und Recht als <em>der<\/em> ultimative Sommerschlager schlechthin bezeichnet werden, ohne den kaum eine Musikshow im TV, eine Genre-Party in der Disco oder eine relevante Radiosendung auskommen wollte.<\/p>\n<p>Nachdem Vanessa solistisch die hier <a href=\"https:\/\/smago.de\/d\/artikel\/70148\/\">https:\/\/smago.de\/d\/artikel\/70148\/<\/a> detaillierter beschriebene ARIOLA-Aktion unterst&uuml;tzt hatte und sich die Schlagerwelt daraufhin fragte, wie es mit den Newcomern von &bdquo;Wolkenfrei&ldquo; denn nun weiterginge, geriet bald ans Tageslicht, dass die beiden &ndash; um die zehn Jahre &auml;lteren &#8211; Begr&uuml;nder des Terzetts, Marc Fischer (key) und Stefan Kinski (git), vor der Produktion der n&auml;chsten CD auszusteigen ged&auml;chten, um sich &uuml;berwiegend ihren Familien und ihren &sbquo;b&uuml;rgerlichen&lsquo; Berufen zu widmen. Die Rechte am Namen &bdquo;Wolkenfrei&ldquo; wurden Vanessa zuerkannt; Keyboarder Marc Fischer wollte seiner br&uuml;netten Ex-Kollegin auch in Zukunft als Berater und Arrangeur immer wieder mal zur Seite stehen.<\/p>\n<p>Nun ist k&uuml;rzlich <strong>&bdquo;WACHGEK&Uuml;SST&ldquo;<\/strong>, das langersehnte zweite &bdquo;WOLKENFREI&ldquo;-Album, nat&uuml;rlich wiederum bei ARIOLA\/SONY, erschienen, das zwar vom selben Produzenten, der auch den so gefragten Erstling soundtechnisch betreut hatte, namentlich von dem international bekannten Stuttgarter Studiobesitzer Felix J. Gauder, der schon mit z.B. Jimi Somerville, Nino de Angelo, den &bdquo;Pet Shop Boys&ldquo; und sogar mit John Watts und &bdquo;Fischer-Z&ldquo; reputierlich kooperiert hatte, arrangiert und weitgehend auch geschrieben wurde (unter tatkr&auml;ftiger Mitarbeit von u.a. Olaf Roberto Bossi, Oliver Lukas, Alexandra Kuhn, sowie von Tobias Reitz und Thomas Rosenfeld), aber letztlich als Soloalbum von <strong>VANESSA MAI<\/strong> einzustufen ist, selbst, wenn sich der inzwischen etablierte Projektname <strong>&bdquo;WOLKENFREI&ldquo;<\/strong> sicherlich als verkaufsf&ouml;rdernd erweisen d&uuml;rfte.<\/p>\n<p>Der kraftvoll rhythmische, freiheitstrunken-ferienverliebte Tanz-Ohrwurm <strong>&bdquo;Wolke 7&ldquo;<\/strong>, der bereits im Mai 2015 als erste Radiosingle aus &bdquo;Wachgek&uuml;sst&ldquo; ausgekoppelt und vor wenigen Tagen bei Florian Silbereisens &bdquo;Besten des Sommers&ldquo; vorgestellt wurde, er&ouml;ffnet eine durchwegs niveauvolle, spritzig-sommerlich-freudige Liedsammlung voller Charme, Ausdrucksst&auml;rke und innerer Geschlossenheit, stets tanzbar, munter, antreibend, modern, aber so gut wie nie unn&ouml;tig &uuml;bermodisch und mit allzu viel Gimmicks und Tricks &uuml;berzogen umgesetzt &ndash; liebevoll, jungm&auml;dchenhaft und &uuml;beraus sympathisch von Vanessa, der br&uuml;netten Musikertochter aus dem w&uuml;rttembergischen Rems-Murr-Kreis, so &uuml;berzeugt, wie &uuml;berzeugend eingesungen.<\/p>\n<p>Wir h&ouml;ren insgesamt 13 brandneue Songs, dazu einen &uuml;ber viermin&uuml;tigen, leuchtend grell aufgedonnerten &bdquo;D.J. Mix&ldquo; der ARIOLA-Hymne <strong>&bdquo;Mein Herz schl&auml;gt Schlager&ldquo;<\/strong> und die oft harscher rhythmisierten Remixe dreier neuer Albumtitel. Es ist schnell festzustellen, dass nahezu s&auml;mtliche Titel auf dieser CD in ihrer Eloquenz bez&uuml;glich ihrer musikalischen Vielseitigkeit, von locker-flockigen Pop-Reggae-Melangen (<strong>&bdquo;Sommerliebe&ldquo;<\/strong>), &uuml;ber klassische Popschlager in edelster Klangverkleidung (<strong>&bdquo;Du ber&uuml;hrst mein Herz&ldquo;<\/strong>, mal wieder ein Lied f&uuml;r alle Kardiologen dieser Welt&hellip;) und fetzige Up-Tempo-Nummern mit viel Beat und Bum (<strong>&bdquo;Schenk mir den Morgen danach&ldquo;<\/strong>), bis hin zu grazilen, ernsthaften, geradezu soulig anmutenden Balladen (<strong>&bdquo;Felsenfest&ldquo;<\/strong>, <strong>&bdquo;In all Deinen Farben&ldquo;<\/strong>), alles das aufbieten, wovon ein aufgeschlossener Freund zukunftstr&auml;chtiger deutscher Pop-Schlager-Kl&auml;nge schnellstens &sbquo;wachgek&uuml;sst&lsquo; werden m&ouml;chte, um sich flink den hier beschriebenen Tontr&auml;ger zu kaufen, seinem CD-Spieler hinzuzuf&uuml;gen und einfach nur genussvoll und &sbquo;wolkenfrei&lsquo; auf sich wirken zu lassen.<\/p>\n<p>Sehnsuchtsvoll-melancholisch (und trotzdem strikt vorantreibend), wird es in der gesungenen Hoffnung, die soeben von dannen gezogene gro&szlig;e Liebe eines Tages, &sbquo;irgendwo hinter dem <strong>&bdquo;Zauberland&ldquo;&lsquo;<\/strong> (Liedtitel) wiederzutreffen, um noch einmal ganz von vorne anzufangen; lebensecht, atmosph&auml;risch und ansprechend kokett-burschikos zeigt sich das hei&szlig;verknallte Lied &uuml;ber &sbquo;Sonne im Herzen \/ Verbotene Spiele im Cabriolet&lsquo; und eine &sbquo;Zweiraum-WG in der Sternenallee&lsquo; (Textzitate), die die Protagonistin mit ihrem neuen Schwarm, m&ouml;glichst von anderen unbemerkt, in einem <strong>&bdquo;Ein<\/strong>(em) <strong>Zelt am See&ldquo; <\/strong>(Liedtitel) aufw&uuml;hlend und offenherzig erleben und erf&uuml;hlen m&ouml;chte.<\/p>\n<p>Knackigen, offensiven, teils sehr mond&auml;n, exklusiv und kosmopolitisch ausgekleideten Tanzpop-Schlager bieten z.B. die knallig-funkelnden, jederzeit clubtauglichen (wenn auch ab und zu vielleicht etwas zu Helene&rsquo;esque geratenen) Nachtleben-Epen <strong>&bdquo;Der Kopf sagt Nein, das Herz schreit Ja&ldquo;<\/strong> bzw. <strong>&bdquo;Es wird schon hell &uuml;ber Berlin&ldquo;<\/strong>, der surreal-fernwehtrunkene &ndash; klanglich ganz, ganz latent volkst&uuml;mlich angestupste &#8211; Reisetraum <strong>&bdquo;Von Tokio bis Amerika&ldquo;<\/strong> oder der feurig-ultrahitzige, mediterran angehauchte und zugleich vom coolen Synthi-Sound der 80er Jahre inspirierte Tanzfl&auml;chenf&uuml;ller <strong>&bdquo;S&uuml;dseewind auf der Haut&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Der Titelsong <strong>&bdquo;Wachgek&uuml;sst&ldquo;<\/strong> jedoch &ndash; ebenfalls drastisch rhythmisch und &auml;u&szlig;erst disco-dance-lastig inszeniert &#8211;&nbsp; klingt arg konventionell und vorhersehbar; der Funke mag irgendwie, auch nach mehrfachem H&ouml;ren, nicht &uuml;berspringen, weshalb dieser Beitrag, der wahrlich so wirkt, als w&auml;re er am Rei&szlig;brett entworfen worden, somit einen der &ndash; ganz wenigen &ndash; Tiefpunkte auf der neuen Silberscheibe von &bdquo;WOLKENFREI&ldquo; darstellt.<\/p>\n<p>Davon abgesehen allerdings, tragen eigentlich alle neuen Kompositionen, die von Vanessa so ehrlich, echt, &nbsp;glaubw&uuml;rdig und schl&uuml;ssig, mit viel Seele und Emotion in der Stimme angestimmt werden, enormes Hitpotential in sich; es f&auml;llt mir schwer, einen pers&ouml;nlichen, speziellen Favoriten aus dieser &bdquo;Wachgek&uuml;sst&ldquo; betitelten, schieren t&ouml;nenden Sommerfrische mit all ihrer Energie, ihrem Elan, Pep und ihrer Augen- bzw. Ohrenf&auml;lligkeit auszuw&auml;hlen. Subjektiv gefallen mir vielleicht &bdquo;Zauberland&ldquo;, &bdquo;Ein Zelt am See&ldquo;, &bdquo;Du ber&uuml;hrst mein Herz&ldquo;, alle drei ja eher in einem zeitnahen, aber gediegenen Popschlager-Kontext gehalten, oder die etwas wilderen Dance-Stomper &bdquo;Es wird schon hell &uuml;ber Berlin&ldquo; bzw. &bdquo;Von Tokio bis Amerika&ldquo; am allerbesten &ndash; andere Schlagerfreunde werden wiederum andere Perlen von &bdquo;Wachgek&uuml;sst&ldquo; pr&auml;ferieren. Die Tatsache, dass sich von &bdquo;Du ber&uuml;hrst mein Herz&ldquo; und &bdquo;Von Tokio bis Amerika&ldquo; verl&auml;ngerte Neuabmischungen (nebst eines f&uuml;nfeinhalbmin&uuml;tigen &bdquo;Mega-Mixes&ldquo;, der die bet&ouml;rendsten Fragmente der Mehrzahl der &bdquo;Wachgek&uuml;sst&ldquo;-Songs komprimiert zusammenfasst) am Ende des Albums befinden, l&auml;sst darauf schlie&szlig;en, dass diese beiden &ndash; tats&auml;chlich ph&auml;nomenalen &ndash; Liedbeitr&auml;ge im Zuge der Zeit wom&ouml;glich als weitere Singleauskoppelungen dienen k&ouml;nnten&hellip; Damit haben die Macher sicherlich schon im Vorfeld den richtigen Riecher bewiesen (ja, und, wie beschrieben, sogar auch meinen pers&ouml;nlichen Geschmack ganz gut getroffen).<\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich setzt das Produzententeam bei der Ausgestaltung von &bdquo;Wachgek&uuml;sst&ldquo; un&uuml;berh&ouml;rbar auf den &ndash; derzeit offenbar unvermeidlichen &#8211; &sbquo;atemlosen&lsquo; &bdquo;Helene-Fischer-Effekt&ldquo;: Da vernimmt man mal kurz Harmonien von &bdquo;Von Null auf Sehnsucht&ldquo;, dann f&uuml;hlt man sich ein paar Momente lang an &bdquo;Mit keinem anderen&ldquo; erinnert. Dies ist auch vollkommen zu akzeptieren, da Frl. Fischer f&uuml;rwahr neue Ma&szlig;st&auml;be im einheimischen Schlagergeschehen gesetzt hat. Vanessa Mai alias &bdquo;Wolkenfrei&ldquo; ist vielmehr zu Gute zu halten, dass die junge S&auml;ngerin &ndash; immerhin im selben Alter, als Kollegin Helene ihre ersten Schritte im deutschen Musikbusiness tat &ndash; ihre gesamte Eigenst&auml;ndig und k&uuml;nstlerische Pers&ouml;nlichkeit daf&uuml;r in die Waagschale wirft, h&ouml;chstens &bdquo;Helene-influenced&ldquo; zu klingen, niemals aber &ndash; und hiervon gibt es in den letzten Jahren mehr als genug negative Beispiele zu nennen &ndash; als pure Kopie, Imitatorin oder gar Plagiatorin aufzuscheinen. Alleine hierf&uuml;r geb&uuml;hrt der jungen Chanteuse ein ganz besonderes Lob. Alles in allem ist <strong>&bdquo;Wachgek&uuml;sst&ldquo;<\/strong> von <strong>&bdquo;WOLKENFREI&ldquo;<\/strong> auf jeden Fall nicht mehr und nicht weniger, als der spezifische, perfekt austarierte, so liebliche, wie kr&auml;ftige Schlager-Soundtrack des Hochsommers a.D. 2015!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 13.\/14. Juli 2015<br \/>http:\/\/www.ariola.de<br \/>http:\/\/www.wolken-frei.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der legend\u00e4re Musikkritiker schreibt&#8230;:\u00a0 Als Mitte M&auml;rz diesen Jahres die heute 23j&auml;hrige S&auml;ngerin VANESSA MAI das Gesicht der Werbekampagne &bdquo;Mein<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":88220,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[28],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88219"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88219"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88219\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/88220"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88219"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88219"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88219"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}