{"id":87658,"date":"2015-07-30T00:00:00","date_gmt":"2015-07-30T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=87658"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"GITTE-HAENNING-smago-Serie-Schl-87657","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/GITTE-HAENNING-smago-Serie-Schl-87657\/","title":{"rendered":"GITTE (HAENNING) <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &quot;vor 40 Jahren&quot; von Stephan Imming: Teil 31a (Update!) &#8211; Gitte (&quot;Ich bin kein Kind von Traurigkeit&quot;)!"},"content":{"rendered":"<p>Der Autor hat noch einige wenige Korrekturen an seinem Text vorgenommen&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 29.06.1946 wurde Gitte Haenning-Johansson als Tochter von <em>Erna<\/em> und <em>Otto Haenning<\/em>, eines in D&auml;nemark bekannten Volkss&auml;ngers und Komponisten, in Aarhus\/D&auml;nemark geboren. Sie hat eine vier Jahre &auml;ltere Schwester namens <em>Jette,<\/em> mit der sie in Kopenhagen aufgewachsen ist. Jette hat auch Musik im Blut, sie war viele Jahre mit dem d&auml;nischen Komponisten und Arrangeur <em>Otto Francke<\/em> verheiratet.<\/p>\n<p>Schon im zarten Alter von acht Jahren brachte die kleine Gitte in D&auml;nemark ihre erste Schallplatte heraus &ndash; damals lautete ihr mit ihrem Vater gesungenes Motto noch &bdquo;Ich heirate Papi&ldquo; (Giftes med farmand). Den im Original von <em>Conny Froboess<\/em> gesungenen Schlager importierte der gesch&auml;ftst&uuml;chtige <em>Otto Haenning<\/em> erfolgreich nach D&auml;nemark. Der Legende nach versprach der 2004 verstorbene Otto seiner Tochter Gitte f&uuml;r den gemeinsamen Vortrag ein Fahrrad, das Gitte bis heute nicht erhalten hat.<\/p>\n<p>Nach ersten Erfolgen mit Auftritten in ihrem Heimatland, erhielt sie in D&auml;nemark 1958 ihren ersten Solo-Schallplattenvertrag. Recht schnell wurde sie mit schlagerartigen Kinderliedern und Jazz-Songs als Kinder- bzw. Jugendstar popul&auml;r, so nahm sie schon in den fr&uuml;hen 60er Jahren ein Duett mit dem damaligen Star <em>Laurie London<\/em> auf und brillierte mit einer Aufnahme des Louis-Armstrong-Songs &bdquo;<strong>Stormy Weather<\/strong>&ldquo; &ndash; den Song nahm sie im zarten Alter von elf Jahren auf<\/p>\n<p>Plattenproduzent <em>Nils Nobach<\/em> produzierte erste deutsche Aufnahmen mit Gitte. Als erste Single erschien die von <em>Charly Niessen<\/em> unter dem Pseudonym <em>Fred Seltzer<\/em> getextete deutsche Version des internationalen Hits von <em>Tina Robin<\/em> &bdquo;No School Tomorrow&ldquo;, n&auml;mlich &bdquo;<strong>Keine Schule morgen<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Nach diesem Achtungserfolg gab es (gemeinsam mit <em>Hans Blums<\/em> <em>Hansen Boys und Girls<\/em>) weitere deutsche Versionen internationaler Erfolge: Aus &bdquo;Heartaches At Sweet Sixteen&ldquo; von <em>Kathy Linden<\/em> wurde 1960 &bdquo;<strong>Jung sein ist nicht so leicht&ldquo;, <\/strong>im gleichen Jahr wurde der <em>Brenda Lee<\/em>-Hit<strong> &bdquo;I&rsquo;m sorry&ldquo; <\/strong>eingedeutscht.<\/p>\n<p>Der vorerst letzte Cover-Song in Gittes Teenager-Zeit war &bdquo;<strong>Das kommt davon (&hellip;wenn keine Frau Dich liebt<\/strong>)&ldquo;, die deutsche Version von <em>Connie Francis<\/em>&lsquo; &nbsp;&bdquo;Breakin&lsquo; In A Brandnew Broken Heart&ldquo;, die von niemand geringerem als <em>Ralph Maria Siegel sen.<\/em> getextet wurde.<\/p>\n<p>Danach konzentrierte sie sich zun&auml;chst auf den heimischen Markt, beispielsweise trat sie gleich zwei mal (1962 und 1963) an der d&auml;nischen Vorentscheidung zur Eurovision an &ndash; 1962 mit dem sp&auml;ter disqualifizierten Song &bdquo;Jeg snakker med mig selv&ldquo; und 1963 mit &bdquo;Lille Starte kvinde&ldquo; &ndash; damit erreichte sie einen vierten Platz.<\/p>\n<p>Der gro&szlig;e Durchbruch in Deutschland gelang mit Gittes erster f&uuml;r sie im Original geschriebenen Nummer. Mit &bdquo;<strong>Ich will &lsquo;nen Cowboy als Mann<\/strong>&ldquo; siegte sie bei den Deutschen Schlagerfestspielen 1963 und erzielte damit einen Millionenhit, der bis heute als Evergreen angesehen werden kann. Der Nummer-1-Hit wurde von <em>Nils Nobach<\/em> unter seinem Pseudonym <em>Peter Str&ouml;m<\/em> geschrieben, den Text steuerte dessen guter Freund <em>Rudi von der Dovenm&uuml;hle<\/em> unter dem Namen <em>Rudi Lindt<\/em> bei. (Zum Text ist &uuml;brigens zu sagen, dass grammatikalisch &bdquo;Ich will &lsquo;nen Cowboy <u>zum <\/u>Mann&ldquo; korrekt gewesen w&auml;re.)<\/p>\n<p>Autor <em>Dieter Bartetzko<\/em> h&auml;lt den Song f&uuml;r absolut zum damaligen Zeitgeist passend: &bdquo;<em>Die zur Teenager-Story aufgep&auml;ppelte Geschichte vom Backfisch, der Wild-West-Romantik samt Trauring dem elterlich angeratenen, finanziell gutgepolsterten Ehenest nach gutb&uuml;rgerlicher Art vorzieht, ist das musikalische Credo so netten wie geballten Spie&szlig;ertums<\/em>&ldquo; &ndash; aah jaa, w&auml;re das auch gekl&auml;rt. <em>Andr&eacute; Port le Roi<\/em> sieht das in seinem Buch &bdquo;Schlager l&uuml;gen nicht&ldquo; anders: <em>&bdquo;&hellip;r&auml;umte mit s&auml;mtlichen muffigen Idealen der Adenauer-&Auml;ra auf. Die Eltern der jungen Frau tauchen lediglich als parodistische Figuren auf, als Stereotypen, die nur jene Sprechblasen absondern, die Jugendliche nicht mehr h&ouml;ren wollten: Heiraten, Sicherheit, die Pension und &bdquo;Du sollst es doch mal besser haben als Dein Vater&ldquo;. Dem reinen Sicherheits- und Versorgungsdenken der Eltern setzt Gitte selbstbewusst entgegen: &bdquo;Ich wei&szlig;, dass so ein Cowboy k&uuml;ssen kann&ldquo;, als ein erstes zaghaftes Beharren auf eine selbstbestimmte Sexualit&auml;t&ldquo;.<\/em> Interessante Sache &ndash; Gitte als legitime Vorg&auml;ngerin selbstbestimmter Sexualit&auml;t. Die M&auml;nner hatten es bei ihr wohl nicht so leicht, denn lt. Gitte galt: &bdquo;Dabei kommt&rsquo;s mir gar nicht auf das Schie&szlig;en an&ldquo;&hellip;<\/p>\n<p>Jedenfalls war Produzent <em>Heinz Gietz<\/em> mit dem Song ein gro&szlig;er Wurf gelungen, die TV-Serie Bonanza und die ersten <em>Karl-May<\/em>-Verfilmungen sorgten f&uuml;r Western-Affinit&auml;t. Im Anschluss der Veranstaltung lernt Gitte sogar noch <em>Marlene Dietrich<\/em> kennen, mit der die junge D&auml;nin, die noch kaum Deutsch sprach, ein Foto machen durfte.<\/p>\n<p>Aufgrund des gro&szlig;en Erfolges der Nummer wurde diese gerne gecovert, beispielsweise nahm <em>Wencke Myhre<\/em> eine norwegische Version auf. &ndash; Aber auch andere Plattenfirmen sprangen auf den Zug auf, so verpflichtete die junge Plattenfirma Ariola die Schwester von <em>Siw Malmkvist<\/em>, <em>Lil Malmkvist<\/em>, eine Ariola-Version des Songs herauszubringen &ndash; mit beachtlichem Erfolg.<\/p>\n<p>1963 gelang Gitte etwas, was in der langj&auml;hrigen Charts-Geschichte nach aktuellem Stand insgesamt nur drei Leuten gelang &ndash; n&auml;mlich, sich selber als Nummer eins der Charts abzul&ouml;sen. Dies Kunstst&uuml;ck gelang au&szlig;er Gitte nur 1960 <em>Caterina Valente<\/em> und 2013 <em>Pharell Williams<\/em>. Im Falle von Gitte war der Nachfolge-Song das Duett mit <em>Rex Gildo<\/em>, &bdquo;<strong>Vom Stadtpark die Laternen<\/strong>&ldquo;, geschrieben von den Schlagergiganten <em>Kurt Feltz<\/em> und <em>Heinz Gietz<\/em>. &nbsp;<em>Gildo<\/em> wurde Gitte als m&auml;nnlicher Gesangspartner zur Seite gestellt &ndash; das &bdquo;Traumpaar-Image&ldquo; ging sehr gut auf, sehr bald wurde die erste gemeinsame TV-Show &bdquo;Kein Tag ohne Musik &ndash; Ein Rendezvous mit Gitte und Rex&ldquo; produziert. Mit Gitte und <em>Rex Gildo<\/em> war so etwas wie ein Gegenentwurf zum eher &bdquo;frechen&ldquo; Traumpaar <em>Peter Kraus<\/em> und <em>Conny Froboess<\/em> gefunden worden.<\/p>\n<p>Spannend ist, dass Gittes zweiter Nummer-Eins-Hit einen Kontrast zum Vorg&auml;nger darstellt &ndash; war sie mit dem &bdquo;Cowboy&ldquo;-Song eher frech,&nbsp; kam die Stadtpark-Nummer eher bieder daher &ndash; Autor <em>Andr&eacute; Port le Roi<\/em> sieht eine Parallele zur politischen Situation Anno 1963, die mit dem scheidenden Kanzler <em>Adenauer<\/em> ja auch im Aufbruch war: &bdquo;<em>W&auml;hrend Gitte auf der Plattenh&uuml;lle ihres Erstlingserfolgs den Schlagerh&ouml;rer noch frech mit Cowboyhut anl&auml;chelt, bietet das Coverfoto des Duetts einen jungen Mann (Rex Gildo) in schwarzem Anzug mit dunkler Krawatte und korrektem Scheitel, zu dem seine Herzensdame (Gitte) sch&uuml;chtern heraufblickt. Im z&uuml;chtig geschlossenen Kleid scheint sie ihm zu best&auml;tigen, dass es &bdquo;Fr&uuml;her so wie heute&ldquo; war und dass auch junge Verliebte &bdquo;von heute&ldquo; lieber &bdquo;romantisch&ldquo; als aufm&uuml;pfig sind<\/em>.&ldquo; &ndash; Interessant ist, dass noch 2015 die Jugendzeitschrift BRAVO genau dieses Flirtverhalten noch immer als seligmachend postuliert hatte (- allerdings dann ja &bdquo;zur&uuml;ckrudern&ldquo; musste -).<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Solo-Single, &bdquo;<strong>Nur ein bisschen Gl&uuml;ck<\/strong>&ldquo; brachte auch Hitparaden-m&auml;&szlig;ig nur ein &bdquo;bisschen&ldquo; Erfolg &ndash; zwar immerhin Top-20, aber nicht an die Vorg&auml;nger-Superhits ankn&uuml;pfen k&ouml;nnend. Im Duett mit <em>Rex Gildo<\/em> lief es besser &ndash; &bdquo;<strong>Zwei auf einer Bank<\/strong>&ldquo; und insbesondere &bdquo;<strong>Jetzt dreht die Welt sich nur um Dich<\/strong>&ldquo; waren 1964 viel beachtete Hits. &nbsp;Mit letztgenanntem Song nahmen die beiden sogar bei den deutschen Schlagerfestspielen teil und absolvierten dort einen dritten Rang, in den Verkaufsbestenlisten gab es eine Top-10-Notierung. Passend zum Song wurde ein Film gedreht &ndash; neben dem Titellied trugen Gitte und <em>Rex<\/em> auch ihren n&auml;chsten Hit, &bdquo;<strong>Hokuspokus<\/strong>&ldquo;, dort vor.<\/p>\n<p>Das gef&auml;llige &bdquo;<strong>Wenn Du musikalisch bist<\/strong>&ldquo; hingegen konnte sich nicht in den Hitparaden platzieren, obgleich Gitte auch dieses Lied in dem genannten Film sang &nbsp;&ndash; wenngleich (oder weil) hier Gitte einen Hauch ihrer Jazz-Vergangenheit einbringen konnte: Der Song wurde mit Big-Band-Begleitung eingespielt.<\/p>\n<p>Mit dem melancholischen &bdquo;<strong>Das ist der Blue Beat<\/strong>&ldquo; klang das Jahr 1964 aus &ndash; die nachdenkliche Titelzeile passte zur privaten Situation Gittes: Ihre Eltern lie&szlig;en sich in jenem Jahr scheiden, und Gitte bastelte fortan mit ihrer Mutter alleine an ihrer Karriere weiter &ndash; und wollte bewusst ihren Vater diesbez&uuml;glich nicht mehr mit einbeziehen.<\/p>\n<p>Die Riesen-Erfolge f&uuml;hrten zu Auszeichnungen, so wurde Gitte 1964 der Silberne und(!) der Bronzene L&ouml;we von Radio Luxemburg &uuml;berreicht, und 1965 erhielt sie den Goldenen Otto der Jugendzeitschrift Bravo als beliebteste S&auml;ngerin des Jahres.<\/p>\n<p>Wo der Kontakt zu Radio Luxemburg schon mal da war, durfte dessen Star-Sprecher <em>Camillo Felgen<\/em> (freilich unter Pseudonym &bdquo;<em>Nicolas<\/em>&ldquo;) Gittes ersten 1965er-Hit texten: &bdquo;<strong>Nashville Tennessee<\/strong>&ldquo;.&nbsp; Weitere leidliche Solo-Erfolge des Jahres waren &bdquo;<strong>Er hat ein Motorboot<\/strong>&ldquo; (w&auml;hrend Norwegerin <em>Wencke Myhre<\/em> sich mit einem knallroten Gummiboot begn&uuml;gte, war die D&auml;nin Gitte da wohl anspruchsvoller) und &bdquo;<strong>Johnny, Du siehst m&uuml;de aus<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Im Duett mit <em>Rex Gildo<\/em> wurden ebenfalls weitere Platten ver&ouml;ffentlicht: W&auml;hrend zun&auml;chst &bdquo;<strong>Dein Gl&uuml;ck ist mein Gl&uuml;ck<\/strong>&ldquo; als A-Seite vorgesehen war, etablierte sich die B-Seite &bdquo;<strong>S&uuml;&szlig; wie Schokolade<\/strong>&ldquo; eher als Hit. Die letzte gemeinsame Ver&ouml;ffentlichung der beiden war &bdquo;<strong>Sweet Hawaii<\/strong>&ldquo;, dann entschied sich Gitte, das Kapitel &bdquo;<em>Rex Gildo<\/em>&ldquo; zu beenden &ndash; insbesondere wohl, weil sie die Spekulationen, <em>Rex<\/em> und sie seien ein Paar, leid war. Au&szlig;erdem wollte sie offensichtlich modernere Texte interpretieren &ndash; frei nach dem Motto &bdquo;<strong>Man muss schlie&szlig;lich auch mal NEIN sagen k&ouml;nnen<\/strong>&ldquo;, ihrer ersten Ver&ouml;ffentlichung nach der musikalischen Trennung von Rex.<\/p>\n<p>Die vermeintliche Modernisierung ihrer Musik machte sich auch in Zahlen bemerkbar &ndash; sowohl der &bdquo;Nein&ldquo;-Song als auch dessen &auml;hnlich gestrickter Nachfolger, &bdquo;<strong>Ich mach Protest<\/strong>&ldquo;, liefen erfolgreicher als die im Vorjahr ver&ouml;ffentlichten Schallplatten &ndash; beide Titel wurden zu Top-20-Erfolgen.<\/p>\n<p>1967 prangerte Gitte &ndash; emanzipiert, wie sie nun mal ist, Mutters&ouml;hnchen an und stellte fest: &bdquo;<strong>Wie Deine Mutter ist<\/strong>&ldquo; (&hellip; so kann ich nicht sein) &ndash; sie lehnte es ab, von m&auml;nnlicher Seite mit der Frau Mama verglichen zu werden.<\/p>\n<p>Im Herbst des Jahres war Gitte beim &bdquo;Gala-Abend der deutschen Schallplatte&ldquo; vertreten, einer gro&szlig;en TV-Unterhaltungsshow. Dort trug sie ihren neuen Hit &bdquo;<strong>Liebe ist doch kein Ringelreihen<\/strong>&ldquo; vor. In dem Lied gibt es lt. Foren-Nutzer &bdquo;<em>Meikel731&ldquo;<\/em> eine Textzeile:&nbsp; &bdquo;Ich komm nicht nur zum Knutschen hin&ldquo;. F&uuml;r die Live-TV-Show (damals musste man ja noch live singen) sollte Gitte aus &bdquo;moralischen&ldquo; Gr&uuml;nden das Wort &bdquo;Knutschen&ldquo; unterlassen und stattdessen &bdquo;K&uuml;ssen&ldquo; singen &ndash; andere Zeiten, andere Sitten&hellip;<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Single, &bdquo;<strong>Probleme<\/strong>&ldquo;, ist laut BRAVO &bdquo;<em>irgendeinem Boy gewidmet &ndash; eine Liebeserkl&auml;rung, die Gittes Fans gern auf sich beziehen werden. Komponist Werner Scharfenberger und Texter Kurt Feltz belieferten Gitte mit einem nach Ma&szlig; gemachten Lied<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>In &bdquo;<strong>Aber heimlich<\/strong>&ldquo; verfolgte Gitte in den sp&auml;ten 60er Jahren weiterhin emanzipatorische Ans&auml;tze. In &nbsp;diesem Song singt sie von sich sogar in der dritten Person &ndash; &bdquo;<em>Die Gitte ist frech, so stand es geschrieben&hellip;. Die Gitte ist kalt, das schrieb eine Freundin<\/em>&ldquo;. &Auml;hnlich wie <em>Peter Alexander<\/em> das sp&auml;ter in seinem Hit &bdquo;Schwarzes Gold&quot; beschrieb, tat es Gitte schon zuvor &ndash; sie weinte &ndash; &bdquo;aber heimlich&ldquo;.<\/p>\n<p>&bdquo;Sweet Souvenirs of Stefan&ldquo; &ndash; welch wundersch&ouml;ner Name wurde da in einem Lied von <em>Mireille Mathieu<\/em> verarbeitet. Bei der deutschen Version, &bdquo;<strong>Die Souvenirs von Dir<\/strong>&ldquo;, wurde dieser herrliche Name von Texter <em>Kurt Feltz<\/em> einfach so unter den Tisch gekehrt. Strafe muss sein: Erstmals seit Jahren kam eine Gitte-Single nicht in die deutsche Verkaufshitparade. Besser lief es mit dem typischen Schlager &bdquo;<strong>Million&auml;r<\/strong>&ldquo;, bei dem die Bravo analysierte, Gitte gebe mit dem Song die &bdquo;<em>Kesse Blonde mit Herz<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>1969 wurde wieder ein ausl&auml;ndisches Original gecovert &ndash; aus dem italienischen Epos &bdquo;Rose bianche&ldquo; machte <em>Kurt Feltz<\/em> das dramatische Lied &bdquo;<strong>Wei&szlig;e Rosen<\/strong>&ldquo;. Im Walzertakt gesungen, beschrieb Gitte (vermutlich nicht ganz ohne autobiografischen Bezug) das Gef&uuml;hl einer Frau, die wei&szlig;e Rosen vom Liebsten geschenkt bekommt, der allerdings &bdquo;<em>Hochzeit mit der ander&rsquo;n<\/em>&ldquo; macht. Der pathetische Song wurde gerne auch mal augenzwinkernd von <em>Margarete Schreinemakers<\/em> sp&auml;ter im TV vorgetragen. Kurios ist auch, dass dieses Lied Gittes einziger Hit in &Ouml;sterreich werden w&uuml;rde &ndash; damit erreichte sie dort sogar die Top-10. Mit dem Opus war sie auch erstmals in <em>Dieter Thomas Hecks<\/em> junger ZDF-Hitparade als Neuvorstellung vertreten, ohne sich dort platzieren zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Ausgerechnet in die Zeit dieses chansonartigen Liedes fielen Gittes &Uuml;berlegungen, den Vertrag mit der EMI nicht zu verl&auml;ngern, weil sie selber nicht hinter den von ihr produzierten Schlager-Produktionen stand, ihre Liebe geh&ouml;rte nach wie vor dem Jazz. Sie gab zu Protokoll: <em>&bdquo;Ich wollte meinen Vertrag als Schlager- und Pop-Interpretin bei der EMI nicht verl&auml;ngern. Ich mochte mich in diesem Musikbereich einfach nicht mehr h&ouml;ren und sehen. Ich war zwar unglaublich erfolgreich, aber ich hatte schlicht andere Interessen. Und pl&ouml;tzlich kamen die EMI-Leute mit diesem tollen Angebot. Es war ein Geschenk an mich, das mich ablenken und der Vertragsunterzeichnung gegen&uuml;ber freundlich gesinnt stimmen sollte.&quot;<\/em><\/p>\n<p>Die Plattenfirma bot ihr an, ein Jazz-Album zu produzieren, um sie weiter an sich zu binden. Gitte produzierte die LP &bdquo;Out of This World&ldquo; unter firmierte unter &bdquo;Gitte &amp; the Band&ldquo;. Es kam wie so oft bei Schlagers&auml;ngern, die sich zu &bdquo;h&ouml;herem&ldquo; berufen f&uuml;hlen: Die LP lag wie Blei in den Regalen. Dennoch wurde sie Scheibe Jahrzehnte sp&auml;ter neu auf CD aufgelegt &ndash; diesmal unter dem Namen &bdquo;Gitte Haenning Meets The Francy Boland Kenny Clarke Big Band&ldquo;.<\/p>\n<p>Das Unterfangen gelang &ndash; Gitte war gl&uuml;cklich mit ihrer zwar kommerziell erfolglosen, aber ihren Anspr&uuml;chen gen&uuml;genden Langspielplatte &ndash; und die Firma war froh, dass sie weiter auf dem Schlagersektor Schallplatten ver&ouml;ffentlichte.<\/p>\n<p>In den folgenden Jahren gab es dann wieder eher belanglose Lieder wie &bdquo;<strong>Dann kamst Du<\/strong>&ldquo; (1969), &bdquo;<strong>Mini oder Maxi<\/strong>&ldquo; (1970), &bdquo;<strong>Regenbogen<\/strong>&ldquo; (1971; dem Song wird vielfach attestiert, er erinnere an <em>Danyel Gerards<\/em> Mega-Hit &bdquo;Butterfly&ldquo; &ndash; der erste Gitte-Schlager des Gespanns <em>Erich Offierowski \/ G&uuml;nther Eric Th&ouml;ner<\/em> konnte dessen Erfolg mit einer Woche in den Top-50 dennoch nicht ann&auml;hernd erreichen), &bdquo;<strong>Sacramento<\/strong>&ldquo; (1972, deutsche Version des gleichnamigen <em>Middle of the Road<\/em> Klassikers mit deutschem Text von <em>Ralph Siegel &ndash;<\/em> diesmal dem junior) und &bdquo;<strong>Alle wollen nur das Eine<\/strong>&ldquo; (Gittes Version des 1972er <em>Chris-Montez<\/em>-Hits &bdquo;Loco por ti&ldquo; wurde von Textdichter <em>Kurt Hertha<\/em> mit leicht frivolem Einschlag geschrieben).<\/p>\n<p>Zu &bdquo;Mini oder Maxi&ldquo; ist &uuml;brigens noch zu sagen, dass der Bravo-Leser und &bdquo;Investigativjournalist&ldquo; <em>Christian Steigerthal<\/em> herausgefunden hat, dass Gitte gesagt hat, dass sie zwar nichts gegen den neuen Maxi-Look habe, selbst aber doch lieber bei Minir&ouml;cken bleibe &ndash; gut zu wissen.<\/p>\n<p>Von ganz kurzer Charts-Pr&auml;senz abgesehen, liefen Gittes Lieder unter dem Strich nicht mehr so gut wie in fr&uuml;heren Jahren. Zehn Jahre nach Gittes Sieg bei den deutschen Schlagerfestspielen wurde es mal wieder Zeit f&uuml;r einen Wettbewerb: Sie bewarb sich am 21.02.1973 in illustrem Umfeld (weitere Teilnehmer waren u. a. <em>Cindy und Bert<\/em>, <em>Roberto Blanco<\/em> und <em>Michael Holm<\/em>) darum, &bdquo;Ein Lied f&uuml;r Luxemburg&ldquo; singen zu d&uuml;rfen &ndash; sprich f&uuml;r den Grand Prix Eurovision 1973. Sie durfte zwei Lieder vortragen: W&auml;hrend das Laien-Publikum &bdquo;Hallo, wie geht es Robert?&ldquo; favorisierte (- ob damit Gittes langj&auml;hriger Lebenspartner <em>Robert Cornford<\/em> gemeint war, ist nicht bekannt -), siegte Gitte schlie&szlig;lich in dem Wettbewerb mit dem von <em>Erich Offierowski<\/em> (Pseudonym<em>: Stephan Lego<\/em>) und <em>G&uuml;nther Eric Th&ouml;ner<\/em> geschriebenen Lied &bdquo;<strong>Junger Tag<\/strong>&ldquo;, das einen ern&uuml;chternden achten Platz im internationalen Wettbewerb (von 17 Teilnehmern) erreichte. Das war insofern etwas entt&auml;uschend, als dass in den drei Jahren zuvor jeweils ein dritter Platz im internationalen Wettbewerb gelang.<\/p>\n<p>Immerhin gelang Gitte mit dem Lied wieder ein Verkaufs-Erfolg, &nbsp;ihre Karriere-Kurve begann wieder nach oben zu zeigen, auch wenn man sich 1973 mit &bdquo;<strong>Dann kam die Erinnerung<\/strong>&ldquo; noch mal einen Flop g&ouml;nnte.<\/p>\n<p>1974 kam dann wieder eine Hit-Wende. Sie heiratete ihren damaligen Manager <em>Jo Geisler<\/em> und bekam am 01.05.1974 ihre erste eigene TV-Personality-Show: &bdquo;Begegnung mit Gitte&ldquo;. Im gleichen Jahr gelang ihr der erste Top-10-Hit in Deutschland seit vielen Jahren mit &bdquo;<strong>Ich hab die gro&szlig;e Liebe verspielt in Monte Carlo<\/strong>&ldquo;.&nbsp; Erstaunlich ist, dass Gitte mit diesem Lied erneut in der ZDF-Hitparade vertreten war und sich dort abermals (wie schon 5 mal zuvor) nicht platzieren konnte &ndash; und das trotz eines gro&szlig;en Verkaufs-Erfolgs.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>So sch&ouml;n kann doch kein Mann sein<\/strong>&ldquo; gelang 1974 ein zweiter gro&szlig;er Erfolg. Nach einigen Jahren war die D&auml;nin wieder voll im Gesch&auml;ft. Nachdem die Germanistik-Freunde sich ja an der Zeile &bdquo;Ich will &lsquo;nen Cowboy als Mann&ldquo; freuen durften, sind nun Musik-Wissenschaftler gefragt: Zu deren &bdquo;Freude&ldquo; besteht der ganze Song n&auml;mlich aus genau zwei Akkorden, n&auml;mlich C und G. &ndash; Es gibt &uuml;brigens Schlager-Freunde, die bei dem Lied immer an einen alten <em>Hallervorden<\/em>-Sketch denken. Der hat n&auml;mlich auf <em>Rotraud Schindlers<\/em> Anmerkung, ein Mann m&uuml;sse nicht immer sch&ouml;n sein, unnachahmlich gesagt: &bdquo;aber wenn er&rsquo;s nun mal ist!?&ldquo;<\/p>\n<p>Ausgerechnet mit der vor ziemlich genau 40 Jahren erschienenen Produktion ging es in der Erfolgs-Spur wieder leicht bergab: Die von den gleichen Autoren (<em>Hans-Georg Moslener<\/em> und <em>John M&ouml;ring<\/em>) wie die zuvor erschienenen Riesen-Hits geschriebene Nummer &bdquo;<strong>Ich bin kein Kind von Traurigkeit<\/strong>&ldquo; war nur kurz in den Verkaufs-Top-50. Unter gleichem Namen erschien &uuml;brigens erstmals nach vielen Jahren eine neue LP von Gitte, die nicht sonderlich erfolgreich war, aber dennoch k&uuml;rzlich im Rahmen der vorbildlichen &bdquo;Originale&ldquo;-Reihe wieder neu ver&ouml;ffentlicht wurde.<\/p>\n<p>&bdquo;Ein Kind von Traurigkeit&ldquo; war Gitte in jenen Jahren wohl in der Tat nicht &ndash; frei nach ihrem &bdquo;Liebe in Monte Carlo&ldquo;-Text (&bdquo;<em>Nicht nur mit dir trank ich den Wein, &#8211; ich spielte falsch, das seh ich ein. &#8211; Ich wollte nicht, doch irgendwie &#8211; verga&szlig; ich mich, so wie noch nie. &#8211; Und als du gingst, hab ich gelacht, &#8211; und weiter nicht an dich gedacht.&ldquo;)<\/em> muss es wohl auch mit der Beziehung zum damals sehr einflussreichen Manager <em>Dieter Behlinda<\/em> gewesen sein, wenn man diesem glauben darf (bzw. durfte, er ist inzwischen verstorben).<\/p>\n<p>Lt. dessen Aussage lernte der n&auml;mlich der Mann, der (lt. eigener Einsch&auml;tzung!) Gitte aus Ihrem &bdquo;<em>Karrieretief herausholte<\/em>&ldquo;, diese 1975 bei den Proben der Hitparadentournee in der Oldenburger Weser-Ems-Halle kennen &ndash; Gitte war gerade ein Jahr verheiratet. Nach Angaben <em>Behlinda<\/em>s fragte Gitte ihn Anfang 1976: &bdquo;<em>Dieter, willst Du mich lieben?<\/em>&ldquo;. Ein Jahr sp&auml;ter zogen beide nach seinen Angaben in M&uuml;nchen zusammen. Es muss eine turbulente Zeit gewesen sein, Gitte hat <em>Behlinda<\/em>s Angaben zufolge wohl ein gemeinsames Kind abgetrieben. Die Trennung von ihr habe er nicht verkraftet und sich 1979 das Leben nehmen wollen.<\/p>\n<p>Aber nicht nur privat, auch beruflich galt es, sich zu trennen: Die Single &bdquo;<strong>Wie Du mir, so ich Dir<\/strong>&ldquo; war die letzte Single bei ihrem langj&auml;hrigen Vertragspartner EMI Electrola. Schon 1973 &auml;u&szlig;erte Gitte in einem Interview: &bdquo;<em>Meine Firma und ich stritten immer wieder um die Repertiorewahl. Ganz einig sind wir uns heute noch nicht. Aber wir schlossen einen Kompromiss. Bei einer Single-Produktion w&auml;hlt eine Seite die Firma aus, auf der andern Seite singe ich, was ich will&ldquo;<\/em>. Dieser Kompromiss hielt bis 1975 &ndash; dann hie&szlig; es, um die B-Seite der letzten Single zu zitieren: &bdquo;Goodbye. Auf Wiedersehen&ldquo;.<\/p>\n<p>Der Start bei RCA barg Licht und Schatten:&nbsp; Die Single &bdquo;<strong>Lass mich heute nicht allein<\/strong>&ldquo; war gleich ein gro&szlig;er Hit und erreichte einen 13. Platz in den deutschen Verkaufs-Charts. Der Song war eine Coverversion des niederl&auml;ndischen Hits &bdquo;Dans met mij tot morgen vroeg&ldquo;.&nbsp; Und da lag dann ein Problem: Die RCA hat die Rechte nach ihrer Darstellung gem&auml;&szlig; Vertrag des deutschen Texters <em>Dieter Rasch<\/em> mit dem belgischen Originalverleger mit dem Recht erworben, einen deutschen Text zu ver&ouml;ffentlichen. Ein anderer Verlag (Continental-Musik) vertrat hingegen die Meinung, der Song sei ver&ouml;ffentlicht worden, ohne sich um die Freigabe des Titels zu k&uuml;mmern. Dessen Vertreter <em>Konrad Sameth<\/em> konstatierte: &bdquo;&hellip;auf jeden Fall ist das ein handfester Skandal in der Musikszene und mit dem <em>Tony-Marshall<\/em>-Skandal gleichzusetzen&ldquo;.<\/p>\n<p>Gemeint mit dieser Anspielung war <em>Tony Marshalls<\/em> Disqualifikation beim Grand Prix, weil &bdquo;Der Star&ldquo; bereits &ouml;ffentlich aufgef&uuml;hrt wurde. Pikant: Produziert wurde Gittes erste Single bei RCA ausgerechnet von jenem <em>Detlef Petersen<\/em>, der auch &bdquo;Der Star&ldquo; komponiert hatte.<\/p>\n<p>Dennoch f&uuml;hlte sich Gitte dem Vernehmen nach mit dem Wechsel zur RCA wohl &ndash; ihr (Noch-)Ehemann und Manager gab zu Protokoll: &bdquo;<em>Als Gitte zur RCA kam, war sie von Anfang an der Topstar, und alle haben sich sehr darum bem&uuml;ht, optimale Arbeit f&uuml;r sie und ihren Erfolg zu leisten&ldquo;<\/em>. Untermauert wird diese These mit einem Zitat der Werbung f&uuml;r die erste RCA-Single: &bdquo;<em>Gitte ist eine der begabtesten jungen K&uuml;nstlerinnen unserer Zeit, die jede Show par excellence auf die Bretter legt&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p>Am 26.05.1976 wurde Gittes zweite TV-Show gesendet &ndash; ein vom SWF aufgezeichnetes Portrait, bei dem nicht nur 3 Titel ihrer neuen LP &bdquo;Was w&auml;r ich ohne Dich?&ldquo; zu h&ouml;ren waren, sondern auch Ausz&uuml;ge eines Jazzkonzerts mit Gitte, das in D&uuml;sseldorf gegeben wurde &ndash; ihre Liebe zu dieser Musikrichtung hat sie nie aufgegeben.<\/p>\n<p>Ihre im Herbst 1976 erschienene zweite Single, &bdquo;<strong>Happy End<\/strong>&ldquo; platzierte sich zwar in <em>Dieter Thomas Hecks<\/em> ZDF-Hitparade &ndash; ein Erfolg wurde die nur selten auf CD zu findende Nummer allerdings nicht, was angesichts der prominenten Co-Produzenten bemerkenswert ist: Niemand anders als ABBA-Musiker <em>Bj&ouml;rn Ulveaus<\/em> und <em>Benny Andersson<\/em> produzieren die Single mit &ndash; Skandinaven m&uuml;ssen eben zusammen halten. Es ist schon erstaunlich, dass diese starke Nummer sich nicht in die Verkaufshitparade einschmuggeln konnte.<\/p>\n<p>In die Zeit mehrerer Abschiede &#8211; Scheidung von ihrem Ehemann und kurz darauf Trennung von Manager <em>Dieter Behlinda<\/em> &#8211; scheinen Abschiedslieder ganz gut zu passen &#8211; so startete Gitte das Jahr 1977 erneut mit einem solchen Song: &bdquo;<strong>Bye Bye Bel Ami<\/strong>&ldquo; war bereits Gittes letzter Charts-Erfolg der RCA-&Auml;ra. Der Legende nach sollte das Lied in Anspielung auf ihren Liebhaber in &bdquo;Bye Bye Behlinda&quot; umbenannt werden, was dieser aber wohl zu verhindern wusste. Historisch ist der Song auch deshalb, weil Gitte damit in der ZDF-Hitparade auftrat, im Publikum sa&szlig;, unschuldig in die Kamera guckte &#8211; aber nichts zu h&ouml;ren war, weil das Mikrofon defekt war. Wieder mal denkt man im Zeitalter der <em>Nebel\/Silbereisen-<\/em>Plastikshows wehm&uuml;tig an alte Zeiten zur&uuml;ck, in denen solche erfrischenden Pannen m&ouml;glich waren, in denen man aber erkennen konnte, dass da eben der Gesang wirklich LIVE war und die K&uuml;nstler auch wirklich singen konnten. Das Lied pr&auml;sentierte die D&auml;nin am 2. Juni 1977 &uuml;brigens auch in der Starparade des ZDF.<\/p>\n<p>Nach der Zeit des Abschiednehmens sollte es wohl wieder um die Freude gehen: &bdquo;<strong>Shake Me<\/strong>&quot; &#8211; &bdquo;mach was und ich freu mich&quot; &#8211; Gitte hatte zwar wieder Spa&szlig; an der Freude, aber der von &bdquo;<em>Pablo Pencil<\/em>&quot; komponierte Song kam nicht wirklich beim Publikum an.<\/p>\n<p>Aus dem <em>Lesley Hamilton<\/em>-Hit &bdquo;No Hollywood Movie&quot; machte Textdichter <em>Peter Zentner<\/em> f&uuml;r Gitte &bdquo;<strong>Von Hollywood tr&auml;umen<\/strong>&quot; &#8211; das war zwar ein veritabler Rundfunk-Hit und wird auch heute hin und wieder gerne gespielt, schaffte es aber nicht in die Charts.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>Mach mich nicht schwach<\/strong>&quot;, der deutschen Version von &bdquo;Rien qu&#39;une femme&quot;, mit dem sie 1978 an der Vorentscheidung zum Grand Prix f&uuml;r&nbsp; Luxemburg teilnahm, letztlich aber an <em>Baccara<\/em> scheiterte und &bdquo;<strong>Mach mich nicht schwach<\/strong>&quot; endete die RCA-&Auml;ra dann unspektakul&auml;r.<\/p>\n<p>&bdquo;Go dav Gitte &#8211; herzlich willkommen bei Global und Metronome&quot; &#8211; so inserierte im Fr&uuml;hjahr 1980 Gittes neue Plattenfirma, um auf ihre dortige erste Single &bdquo;<strong>Mach das doch noch einmal mit mir<\/strong>&quot; hinzuweisen. Die damals nur auf dieser Single erschienene Nummer war die deutsche Version des damaligen Hits &bdquo;Do That One More Time&quot; von <em>The Captain &amp; Tennille <\/em>kann man wohl als Fehlstart bezeichnen.<\/p>\n<p>Danach aber produzierte sie in den M&uuml;nchener Arco-Studios eine Konzept-LP namens &bdquo;Bleib doch bis zum Sonntag&quot;, die eine Eindeutschung der LP &bdquo;Tell Me On A Sunday&quot; war mit Liedern des erfolgreichen Musical-Komponisten <em>Andrew Lloyd-Webber<\/em>, zu denen <em>Michael Kunze<\/em> die deutschen Texte verfasste. Textdichter der internationalen LP in Interpretation von S&auml;ngerin <em>Marti Webb<\/em> war &uuml;brigens <em>Don Black,<\/em> der kurze Zeit sp&auml;ter auch einige Texte zu <em>Udo J&uuml;rgens&#39;<\/em> US-LP &bdquo;Leave A Little Love&quot; beisteuerte. Gleich die erste Single-Auskopplung der LP wurde ein Riesen-Hit, der sogar in die Top-10 der deutschen Single-Charts kam: &bdquo;<strong>Freu Dich blo&szlig; nicht zu fr&uuml;h<\/strong>&quot;. Die LP war der erste Longplay Gittes &uuml;berhaupt, der es in die deutschen LP-Verkaufsbestenliste schaffte, wenngleich selbst diese viel beachtete Scheibe sich nur kurz dort platzieren konnte.<\/p>\n<p>F&uuml;r ihre LP wurde Gitte der deutsche Schallplattenpreis der deutschen Phonoakademie verliehen. In der Begr&uuml;ndung hie&szlig; es: &bdquo;<em>Die Interpretin, deren Intensit&auml;t, stimmliche Pr&auml;senz und Ausdruckskraft sich l&auml;ngst im Showgesch&auml;ft bew&auml;hrt haben, &uuml;berrascht mit Titeln, in denen sie ihren eigenen Qualit&auml;tsanspruch voll einl&ouml;st<\/em>&quot; &#8211; wow, das ist mal ein Kompliment.<\/p>\n<p>Dass Gitte eine exzellente Cover-S&auml;ngerin ist, bewies sie auch mit ihrer n&auml;chsten Single, die auch sehr erfolgreich war. Aus <em>Barbara Streisands<\/em> Welthit &bdquo;Woman In Love&quot; machte Texter <em>Michael Kunze<\/em> &bdquo;<strong>Die Frau, die Dich liebt<\/strong>&quot;. Parallel zu Gittes Version erschien auch eine deutsche Version von <em>Marianne Rosenberg <\/em>(&bdquo;Ich hab auf Liebe gesetzt&quot;, getextet von <em>Dr. Bernd Meinunger<\/em>), die aber nicht so erfolgreich wurde wie Gittes Version, obwohl <em>Marianne Rosenbergs<\/em> Version fr&uuml;her auf dem Markt war als Gittes.<\/p>\n<p>Nach dem gro&szlig;en Erfolg mit Hit-Adaptionen ging man diesen Weg weiter. Ein Oldie der 60er Jahre (Original von <em>Gene Pitney<\/em>) wurde 1981 von <em>Marc Almond<\/em> neu aufgelegt: &bdquo;Something&#39;s Gotten Hold Of My Heart&quot; &#8211; die Neuaufnahme war in Deutschland erfolgreicher als das Original und erklomm Platz 1 der deutschen Single-Charts, was wohl Anlass genug f&uuml;r Gitte war, eine deutsche Originalversion auf den Markt zu bringen: &bdquo;<strong>Etwas ist geschehen<\/strong>&quot; konnte zwar nicht an den Erfolg der englischen Version ankn&uuml;pfen, wurde aber dennoch zum passablen Hit.<\/p>\n<p>Die langsam aufschwappende Neue deutsche Welle machte dann auch vorerst vor Gitte nicht halt: &bdquo;<strong>Ungehemmt<\/strong>&quot;, die deutsche Version des <em>Olivia Newton-John<\/em>-Hits &bdquo;Physical&quot; lief zwar leidlich gut im Radio, konnte sich aber nicht in den Verkaufs-Charts platzieren.<\/p>\n<p>Kurze Zeit sp&auml;ter erschien ein von den italienischen Br&uuml;dern <em>Maurizio und Guido de Angelies<\/em> (besser bekannt als <em>Oliver Onions<\/em>, die kurz zuvor mit &bdquo;Santa Maria&quot; einen Riesenhit hatten) produziertes Album, aus dem einige Singles ausgekoppelt wurden.<\/p>\n<p>Als erste Single aus dem Album erschien &bdquo;<strong>Der Anruf (er rief an)<\/strong>&quot;, die deutschen Version eines Liedes von <em>Tanja Solnik<\/em>, sp&auml;ter auch von <em>Bonnie Bianco<\/em> ver&ouml;ffentlicht &#8211; die Single blieb weithin unbeachtet. Komponiert wurde der Song erneut <em>Maurizio und Guido de Angelis<\/em><\/p>\n<p>Es folgte der von den Br&uuml;dern komponierte Song &bdquo;<strong>Ich bin stark<\/strong>&quot;, eine Single, die erstaunlicherweise kein gro&szlig;er kommerzieller Erfolg wurde. Schade &#8211; weder die imposante Komposition noch der ausgesprochen starke Text <em>Michael Kunzes<\/em> wurden in der Bl&uuml;tezeit der NdW wirklich wahrgenommen. Macht nichts, es ist und bleibt eines meiner pers&ouml;nlichen Lieblingslieder von Gitte.<\/p>\n<p>Aller guten Dinge sind drei &#8211; als erfolgreichste Nummer aus dem &quot;Ungeschminkt&quot;-Album etablierte sich der Song &bdquo;<strong>Ich will alles<\/strong>&quot;, erneut von den <em>de Angelis<\/em>-Br&uuml;dern komponiert. Mit dem Song kam die D&auml;nin in die Single-Charts und erreichte damit insbesondere einen gro&szlig;en bis heute gern gespielten Radio-Hit, den wohl gerade emanzipierte Frauen sehr m&ouml;gen.<\/p>\n<p>Trotz erneuter ZDF-Hitparaden-Pr&auml;senz konnte der Song nicht an den Erfolg der Vorg&auml;nger-Single ankn&uuml;pfen.<\/p>\n<p>Mit der folgenden LP ging Global-Plattenboss <em>Peter Kirsten<\/em> dann neue Wege. Erstens verpasste er Gitte ihren Nachnamen &bdquo;Haenning&quot; (vorher erschienen ihre Tontr&auml;ger unter ihrem Vornamen) und zweitens pr&auml;sentierte er mit &bdquo;Ber&uuml;hrungen&quot; ein so genanntes &bdquo;Konzeptalbum&quot;. 1983 lud er Medienvertreter in gro&szlig;e deutsche St&auml;dte ein, um sich von der Qualit&auml;t des Albums zu &uuml;berzeugen und brachte neben Gitte auch gleich Kopfh&ouml;rer mit, damit sich jeder bestm&ouml;glich vom Sound des Albums &uuml;berzeugen konnte.<\/p>\n<p>&bdquo;<em>Jeder Titel dieses Albums erz&auml;hlt eine Episode &#8211; es schlie&szlig;t sich das n&auml;chste Ereignis an das vorangegangene nahtlos an. Schon deshalb hat die handels&uuml;bliche Platte keine Kennrillen. Nur f&uuml;r die Freunde vom Funk gibt es eine Sonderpressung mit Zwischenrillen. Michael Kunze hat f&uuml;r seine subtilen Texte in Gitte Haenning die richtige, die m&ouml;glicherweise einzige Interpretin bekommen, die das packen konnte<\/em>&quot; &#8211; so war es im Branchenblatt Musikmarkt zu lesen. Sp&auml;ter war der Longplay sogar Basis f&uuml;r eine ZDF-TV-Show.<\/p>\n<p>Die Rechnung ging auf: Das Album &bdquo;Ber&uuml;hrungen&quot; wurde Gittes einziges LP-Top-10-Album, das &uuml;ber viele Monate in den Charts vertreten war. Die gleichnamig Personality-Show &quot; lief 1984 in der ARD und wurde vom BR produziert. Regie f&uuml;hrte Gittes damaliger Lebenspartner <em>Pit Weyrich<\/em>. Kurz zuvor wurde &uuml;brigens die ZDF-Show &quot;Stark ist keiner allein &#8211; Die Gitte Show&quot; am 08.12.1983 vom ZDF ausgestrahlt, die aber keine Songs aus dem Album beinhaltete.<\/p>\n<p>Gleich die erste Single-Auskopplung, &bdquo;<strong>Lampenfieber<\/strong>&quot;, hatte es in sich. Die Disco-Nummer, die etwas an <em>Donna Summers<\/em> &bdquo;She Works Hard for the Money&quot; erinnert, wurde Gittes letzter gro&szlig;er Hit in Deutschland, der sogar als Maxi-Version erschien.<\/p>\n<p>Die weiteren Auskopplungen aus dem Album, &bdquo;<strong>So liebst nur Du<\/strong>&quot; (deutsche Version der von <em>Silver Convention-&bdquo;<\/em>Macher&quot; <em>Silvester Leavey<\/em> mit komponierten Nummer &bdquo;Only You Can Love Me This Way&quot;) und der Liebeskummerkiller-Song &bdquo;<strong>Liebe &#8211; nein danke<\/strong>&quot; (&bdquo;<em>Liebe, nein danke-&nbsp; jetzt hab ich die Nase voll. Dabei kommt ja doch nichts raus. Ich bin nur ich, und ich kann mich f&uuml;r dich nicht ver&auml;ndern, ich hab nur ein Leben&#8230;&quot;)<\/em>&nbsp; hatten nicht mehr DAS Hit-Potenzial, vermutlich haben sich die Fans alle damals den Longplay gekauft.<\/p>\n<p>1984 ging dann ein lang gehegter Wunsch Gittes in Erf&uuml;llung &#8211; im M&auml;rz startete ihre erste(!) Deutschland-Tour unter dem Motto &bdquo;Ber&uuml;hrungen&quot;, in dem sie insbesondere die Lieder ihrer Global-Schallplatten pr&auml;sentierte. Dazu wurde kurz sp&auml;ter auch eine Live-LP herausgebracht (&bdquo;Live &#8211; mit Lampenfieber auf Tournee&quot;). &nbsp;Danach machte sie eine l&auml;ngere Pause &#8211; unter anderem auch, weil sie vom Bobtail ihres damaligen Lebensgef&auml;hrten <em>Pit Weyrich<\/em> ins Gesicht gebissen wurde, woran sie l&auml;nger laborieren musste.<\/p>\n<p>Im Rahmen einer Best-Of CD (&bdquo;Meilensteine&quot;), auf dem ihre Global-Erfolge zusammengefasst wurden, erschien dann auch eine Single namens &bdquo;<strong>Aber Liebe ist es nicht<\/strong>&quot;.<\/p>\n<p>1987 meldete sich Gitte dann nach l&auml;ngerer Zeit mit einem neuen Album zur&uuml;ck, dessen Name Programm sein sollte: &bdquo;Jetzt erst recht!&quot;. Dieser trotzige Titel des letzten bei Global erschienenen Albums f&uuml;hrte nicht zum gew&uuml;nschten Erfolg &#8211; die Platte blieb weitgehend unbeachtet, ebenso die darauf enthaltenen Singles &bdquo;<strong>Sonne und Mond<\/strong>&quot;, &bdquo;<strong>Aufw&auml;rts<\/strong>&quot; und &bdquo;<strong>Du tust mir so gut<\/strong>&quot;. &#8211; Das ist um so erstaunlicher, als die Platte in gro&szlig;en TV-Shows wie &bdquo;Die verflixte 7&quot; und &bdquo;Wetten, dass&quot; vorgestellt wurde. Mit der Scheibe im Gep&auml;ck ging Gitte im M&auml;rz 1987 auch erneut auf Deutschland-Tour.<\/p>\n<p>Mit der deutschen Version des Donna Summer-Hits &bdquo;<strong>Mac Arthur Park<\/strong>&quot; endeten dann die Achtziger Jahre und endg&uuml;ltig auch die Global-&Auml;ra.<\/p>\n<p>Danach machte Gitte eine l&auml;ngere Pause &#8211; erst 1993 gab es bei der neuen Plattenfirma Warner wieder ein Lebenszeichen von ihr in Form der CD &bdquo;Liebster&quot;, die erneut im M&uuml;nchener Arcor-Studio und im Bochumer Fairland-Studio entstand. Die Produktion entstand in Zusammenarbeit mit der niederl&auml;ndischen Musikerin Mandy <em>Marita van Baaren<\/em>. Dem Vernehmen nach waren die Texte ihres vorherigen langj&auml;hrigen Textdichters <em>Michael Kunze<\/em> zu pers&ouml;nlich. Trotz guter TV-Pr&auml;senz (u. a. <em>Heck<\/em>s Show &bdquo;Musik liegt in der Luft&quot; und die NDR &bdquo;Schmidt-Show&quot;) konnte sich die deutsche Version des <em>Sam-Browns<\/em>-Hits &bdquo;Stop&quot; namens &bdquo;<strong>H&ouml;r bitte auf!<\/strong>&quot; nicht durchsetzen.<\/p>\n<p>Die Auskopplungen aus diesem Album (&bdquo;<strong>Bis sp&auml;ter<\/strong>&quot; und &bdquo;<strong>Eiskalt<\/strong>&quot;) floppten gnadenlos, was zur Folge hatte, dass Gitte sich erneut &uuml;ber Jahre aus dem Tontr&auml;ger-Gesch&auml;ft zur&uuml;ckzog. Zuvor absolvierte sie 1994 noch eine erneute Tour durch Deutschland unter dem Motto &bdquo;Mitten in der Nacht&quot;.<\/p>\n<p>1995 gab es ein kurzes Intermezzo als Musical-Darstellerin &#8211; aber auch sie konnte dem in Berlin aufgef&uuml;hrten Musical &bdquo;Shakespeare And Rock&#39;n&#39;Roll&quot; nicht zum Durchbruch verhelfen.<\/p>\n<p>1998 ver&ouml;ffentlichte Gitte ein Album namens &bdquo;My Favourite Songs&quot; &#8211; dort sang sie internationale Popsongs in englischer Sprache. Das Publikum folgte ihr nicht &#8211; die CD floppte, auch der f&uuml;r die ZDF-Serie &bdquo;Lisa Falk&quot; eingespielte Song &bdquo;<strong>Like A Star in the Night<\/strong>&quot; blieb weithin unbeachtet. Der Vertrag mit Warner wurde daher 1999 aufgel&ouml;st.<\/p>\n<p>Anl&auml;sslich ihres 50-j&auml;hrigen B&uuml;hnenjubil&auml;ums ver&ouml;ffentlichte Gitte im Jahr des Todes ihres Vaters ein Album namens &bdquo;Johansson&quot; mit Popsongs und schwedisch gesungenen Volksliedern, das sie auch im Rahmen einer kleinen Club-Tour vorstellte und dort auch die darauf enthaltenen Songs wie &bdquo;<strong>Tanz der Welt<\/strong>&quot; und &bdquo;<strong>Sturmkind<\/strong>&quot; pr&auml;sentierte. Als weitere Single aus dem Album wurde auch &bdquo;<strong>Fr&uuml;hling<\/strong>&quot; ausgekoppelt.<\/p>\n<p>Kurze Zeit sp&auml;ter portraitierte der renommierte Filmemacher <em>Marc B&ouml;ttcher<\/em> Gitte in seinem Film &bdquo;Ich will alles &#8211; die Gitte Haenning Story&quot;. <em>B&ouml;ttcher<\/em>, der schon mit einem Portrait der S&auml;ngerin <em>Alexandra<\/em> viel beachtet wurde, r&auml;umte daf&uuml;r erneut Preise ab &#8211; das Portrait Gittes erschien auch auf DVD.<\/p>\n<p>2005 begann auch eine viel beachtete Tour Gittes mit ihren skandinavischen Kolleginnen <em>Wencke Myhre un<\/em>d <em>Siw Malmkvist<\/em>. Unter dem Motto &bdquo;GWS -die Show&quot; (GWS f&uuml;r <em>Gitte &#8211; Wencke &#8211; Siw<\/em>) r&auml;umten die Nordlichter massiv ab, u. a. hatten sie bei <em>Dieter Thomas Hecks<\/em> TV-Show &bdquo;Die Goldene Stimmgabel&quot; einen beeindruckenden Live-Auftritt. Die CD zur Tournee konnte sich sogar in den deutschen CD-Charts platzieren.<\/p>\n<p>Danach wurde es erneut recht ruhig um Gitte &#8211; bis zum Jahr 2010. Unter dem Label Universal ver&ouml;ffentlichte sie ihre bis dato letzte CD in Deutschland namens &bdquo;Was Ihr wollt&quot; mit Neuaufnahmen ihrer gro&szlig;en Erfolge. Ihr auf dem Cover abgebildetes Outfit mag gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftig sein &#8211; aber Gitte war immer Individualistin, dennoch konnte sich das Album nur eine Woche in den Top 100 der deutschen CD-Charts halten.<\/p>\n<p>Wie bei so vielen Schlagers&auml;ngern und Schlagers&auml;ngerinnen ihrer Zeit, hatte Gitte ihre gr&ouml;&szlig;ten Erfolge mit einfachen Schlagern, die nicht dem eigentlichen musikalischen Geschmack (Jazz) konform gingen. Dennoch hat die D&auml;nin (wie so manche Skandinavierin) gro&szlig;en Einfluss auf die deutsche Schlagerszene genommen und die Qualit&auml;t der deutschsprachigen Musikszene definitiv bereichert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><u>VORSCHAU:<\/u><\/strong> In Folge 32 dieser Serie geht es um die Berliner S&auml;ngerin <strong>KATJA EBSTEIN<\/strong>.<\/p>\n<p>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/gitte.jpg\" style=\"width: 361px; height: 512px;\" \/><\/p>\n<p>Stephan Imming, 28.07.2015<\/p>\n<p>http:\/\/www.gittehaenning.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Autor hat noch einige wenige Korrekturen an seinem Text vorgenommen&#8230;:\u00a0 Am 29.06.1946 wurde Gitte Haenning-Johansson als Tochter von Erna<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":87659,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87658"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=87658"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87658\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/87659"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=87658"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=87658"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=87658"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}