{"id":87202,"date":"2015-08-11T00:00:00","date_gmt":"2015-08-11T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=87202"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"RODGAU-MONOTONES-Neues-Album-Ge-87201","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/deutsch-rock\/RODGAU-MONOTONES-Neues-Album-Ge-87201\/","title":{"rendered":"RODGAU MONOTONES <br \/>Neues Album &quot;Genial&quot; ab 25.09.2015 im Handel!"},"content":{"rendered":"<p>\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">RODGAU MONOTONES? Da war doch was&hellip; Vor gef&uuml;hlten hundert Jahren. Ihr &bdquo;Erbarmen, zu sp&auml;t, die Hesse komme&ldquo; wurde 1984 die inoffizielle hessische Hymne, Heinz Schenk darin selbstbewusst zum heimischen David Bowie und Lia W&ouml;hrs schnelles Gebabbel zur echten Konkurrenz f&uuml;r Kurtis Blow erkl&auml;rt. Die Bembelkultur mit Handk&auml;s, &Auml;ppelwoi, Rippchen und Kraut im Angriffsmodus, um den Bayern, Schwaben, Friesen gr&uuml;ndlich jeden Spa&szlig; zu vermiesen. Denn die &bdquo;Pampa-Power&ldquo; wurde nicht nur mit befreundeten lokalen Bands im Frankfurter FSV-Stadion zelebriert. Die Monotones rockten schon vorher neben Joan Baez, Santana und Bob Dylan auf Einladung des legend&auml;ren Konzert-Impressarios Fritz Rau den Bieberer Berg, protestierten beim Anti-WAAhnsinns-Festival auf Augenh&ouml;he mit BAP, den Toten Hosen, Udo Lindenberg, Rio Reiser und Herbert Gr&ouml;nemeyer gegen die geplante Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf, waren zu Gast bei der Kult-TV-Sendung &bdquo;Rockpalast&ldquo; und nahmen schlie&szlig;lich f&uuml;r das Majorlabel wea im M&uuml;nchener Musicland Studio (zum Klientel geh&ouml;rten da auch The Rolling Stones, Deep Purple und Queen) das Album &bdquo;Sportsm&auml;nner&ldquo; auf. Ein Teil der deutschen Rockgeschichte also, die dennoch oft verkannt nur als ein regionales Ph&auml;nomen gewertet wurde. Zudem sehen sich die Musiker seit Jahren immer wieder mit der erstaunten Aussage konfrontiert: Euch gibt es noch? Klar. Die Monotones sind ein Marke mit einem Vermittlungsproblem. Marketing und Selbstvermarktung sind nicht ihr Ding.<\/p>\n<p>Dabei erleben wir die Rodgau Monotones nach 38 Jahren mit allen Gr&uuml;ndungsmitgliedern, Peter Osterwold (Gesang), Ali Neander, Raimund Salg (beide Gitarre), Joky Becker (Bass) und Mob B&ouml;ttcher (Schlagzeug), als einen unzerst&ouml;rbaren Anachronismus. Auch wenn sie nicht mehr regelm&auml;&szlig;ig bundesweit touren (aber wenn sie dann mal wieder in der Fabrik in Hamburg spielen, ist die H&uuml;tte voll), sind sie nach wie vor eine der besten Liveacts hierzulande und zudem die letzte Rockband Deutschlands. &bdquo;Unsere erste Probe war geil und laut, wir ham Bier getrunken, ZZ Top geklaut &#8230;&ldquo; singen sie nicht nur, sondern bleiben den alten Idealen auch treu. Sieben Jahre haben sich die f&uuml;nf Ur-Rodgaus, komplettiert durch S&auml;ngerin Kerstin Pfau und Saxophonist Matthias D&ouml;rsam, Zeit gelassen, ihrem Katalog aus elf Studioalben, drei Live-CDs und diversen Compilations eine weitere Produktion hinzuzuf&uuml;gen. Ganz offensichtlich wollen sie nicht zum eigenen Museum verkommen. Ihr unbestrittener Vorteil dabei: Nichts und niemand zwingt sie, ins Studio zu gehen. Sie wollen es einfach. Denn sie haben nach wie vor viel Spa&szlig; dabei. Weil sie immer weniger dar&uuml;ber nachdenken m&uuml;ssen, ob man etwas macht was anderen gefallen k&ouml;nnte. Welch ein Luxus. Einfach genial. Genau so hei&szlig;t auch die neue Platte. &bdquo;Genial&ldquo;. &bdquo;Wir wollten etwas Kurzes, Gro&szlig;kotzige. Angeberisches&ldquo;, kommentiert Ali Neander augenzwinkernd die Namenswahl. &bdquo;Klar ist die CD wieder voll mit Hessizismen (dazu sp&auml;ter mehr), aber wenn du die schon in den Titel nimmst, dann machst du dich klein, das wirkt dann zu putzig.&ldquo; Und putzig sein passt nicht zu den Rodgaus.<\/p>\n<p>Die neuen Songs hei&szlig;en viel versprechend &bdquo;Vollgas&ldquo;, &bdquo;Mama Lauda&ldquo; (womit nicht die Mutter von Niki gemeint ist, sondern Mach` mal lauter), &bdquo;Wie geil is das denn &#8230;&ldquo;, &bdquo;Das macht uns keiner nach&ldquo; (mit dem Credo: Lieber laut als tot &#8230;) &ndash; das ist der &bdquo;Rodgau Style&ldquo;. Ein treibendes Schlagzeug, ein stoischer Bass, jede Menge fette Gitarren, ekstatische Ges&auml;nge und scharfes Gebl&auml;se als Bonus. Da feiern Blues, Boogie und harte Rockriffs fr&ouml;hliche Urst&auml;nde. Aber diese offensichtlichen Vorlieben werden immer mit unerwarteten musikalischen Eskapaden kontrastiert. Die glorreichen Sieben pr&auml;sentieren auch St&uuml;cke, die Rockabilly-Gitarrist Brian Setzer gerne geschrieben h&auml;tte, erweisen den Chartgaranten Mark Ronson und Bruno Mars (&bdquo;Uptown Funk&quot;) mit echten &bdquo;Landdiscokrachern&ldquo; ihre Referenz und warten &uuml;berraschend mit einem Seefahrerlied namens &bdquo;Hundert F&auml;sser gr&uuml;ne So&szlig;e&ldquo; auf &ndash; hessische Piraten zwischen viel &bdquo;Hey ho&ldquo;, Akkordeon und einer &ndash; hier sind eben auch Besserwisser am Werk &ndash; klaren Botschaft. Wer h&auml;tte das gedacht: Die Hauptstadt von Chile hei&szlig;t nicht Santiano. Die Parodie steckt im Detail. So manches Zeitph&auml;nomen bekommt charmant sein Fett weg. Der Manager der 25-Stunden-Gesellschaft zwischen Ironman Hawaii und Burn Out-Beratungsbuch, die &bdquo;Warmlufth&uuml;lle&ldquo; Bono, das depressive Underground-Folk-Geflenne, die &bdquo;Schobbepetzer-Philosophen&ldquo;, Mossad und NSA. &bdquo;Gerade in Zeiten, in denen Rockmusik immer ironiefreier und humorloser zu werden scheint, m&uuml;ssen bew&auml;hrte Kr&auml;fte wie wir f&uuml;r Abhilfe sorgen&ldquo;, erkl&auml;rt Neander. &bdquo;Aber zwischen all dieser Partylaune verstecken sich auch zahlreiche kleine textliche Gemeinheiten und, h&ouml;rt, h&ouml;rt, auch so etwas wie ein politischer Anspruch.&ldquo; Aber kein Austeilen ohne die Bereitschaft, auch einstecken zu k&ouml;nnen. Denn zum verstrahlten Rogdau-Kosmos geh&ouml;rt eine geh&ouml;rige Portion Selbstironie wenn die Tischtennis-Kumpels von fr&uuml;her auf den Plan treten und vor allem die eigene Folklore aufs Korn genommen wird. Daf&uuml;r nahm sich sogar Ex-Frontmann Nr. 2, Henni Nachtsheim, eine kurze Auszeit von Badesalz, um in &bdquo;Das macht uns keiner nach&ldquo; mit einem Selbstzitat den &bdquo;geilen Krach&ldquo; von &bdquo;Erbarme &#8230;&ldquo; upzudaten. &bdquo;Wenn durchgeknallte Hessen die Contenance vergessen &#8230;&ldquo; Apropos Hessen. &bdquo;An den Monotones ist fast nichts authentisch&ldquo;, deckt Neander auf. &bdquo;Der Henni ist aus Wuppertal, der Osti aus Wolfenb&uuml;ttel, ich aus Hamburg und Gerd von Badesalz aus dem Sauerland.&ldquo; Sei&rsquo;s drum. Das hat bis heute noch nie jemanden gest&ouml;rt (so er&rsquo;s &uuml;berhaupt wusste). Hesse sein ist eh eine Geisteshaltung und unabh&auml;ngig von der Herkunft.<\/p>\n<p>Rodgau Mafia Records <br \/>http:\/\/www.indigo.de\/unser_programm\/labels\/1099\/<br \/>http:\/\/www.rodgau-monotones.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 RODGAU MONOTONES? Da war doch was&hellip; Vor gef&uuml;hlten hundert Jahren. 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