{"id":86890,"date":"2015-08-21T00:00:00","date_gmt":"2015-08-21T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=86890"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"KATJA-EBSTEIN-smago-Serie-Schla-86889","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/KATJA-EBSTEIN-smago-Serie-Schla-86889\/","title":{"rendered":"KATJA EBSTEIN <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &quot;vor 40 Jahren&quot; von Stephan Imming: Teil 32 &#8211; Katja Ebstein (&quot;Die H\u00e4lfte seines Lebens&quot;) &#8211; Teil 2!"},"content":{"rendered":"<p>Der (beide Teile zusammenaddiert) mutma\u00dflich l\u00e4ngste smago! Artikel aller Zeiten!!!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch auf kommerzieller Schiene war man wohl bem&uuml;ht, wieder weg vom &quot;Humtata-Schlager&quot; hin zu hymnenhaften Liedern zu kommen. So schickte man Katja 1975 zur Vorentscheidung zum Grand Prix 1975 mit dem Lied &quot;Ich liebe Dich&quot; &#8211; diesmal reichte es &quot;nur&quot; zu einem respektablen 5. Platz in starkem Teilnehmerfeld &#8211; gegen <em>Joy Flemings<\/em> &quot;Ein Lied kann keine Br&uuml;cke sein&quot; war aber in jenem Jahr national kein Kraut gewachsen. So wurde&nbsp; der Song erst ein Jahr sp&auml;ter lediglich als B-Seite einer Single ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>Neben diesen anspruchsvollen Ans&auml;tzen wurde aber auch wieder ein (kommerziell erfolgreicher) Schlager herausgebracht: Vor genau 40 Jahren kam der Song &quot;<strong>Die H&auml;lfte seines Lebens<\/strong>&quot; in die Hitparaden &#8211; und dieser <em>Christian-Bruhn<\/em>-Song schlug wieder ein. Im munteren Charleston gehalten, geht es darum, die sch&ouml;nen Seiten des Lebens zu genie&szlig;en &#8211; und nach Meinung des Textdichters <em>Georg Buschor<\/em> wird dieser Gedanke von vielen historischen Pers&ouml;nlichkeiten wie <em>Sokrates, Goethe <\/em>und <em>Kant<\/em> geteilt.<\/p>\n<p>Neues Terrain betrat Katja auch vor ziemlich genau 40 Jahren &#8211; sie bet&auml;tigte sich kurze Zeit als Produzentin. Beispielsweise produzierte sie mit <em>Wyn und Andrea Horn<\/em> deren Titel &quot;Der Nachbar&quot;.<\/p>\n<p>Im Fr&uuml;hjahr 1976 wurde dann die n&auml;chste Single ver&ouml;ffentlicht, die allerdings lediglich ein leidlicher Radiohit wurde, obwohl der Text durchaus passend war: Im Jahr ihrer Scheidung von <em>Christian Bruhn<\/em> sang Katja &quot;<strong>Aus Liebe weint man nicht<\/strong>&quot;.<\/p>\n<p>Im Sommer 1976 wurde es dann wieder richtig schlagerhaft &#8211; mit &quot;deidideldum&quot; wurde ein Russland-nostalgisches Epos namens &quot;<strong>In Petersburg ist Pferdemarkt<\/strong>&quot; ver&ouml;ffentlicht, das musikalisch und inhaltlich etwas in Richtung von <em>Udo J&uuml;rgens&#39;<\/em> &quot;Anuschka&quot; geht. Schlagerkritiker und emanzipierte Frauen kritisieren, es sei ein patriarchalisch angehauchter Text, weil die Frau Treue gelobt, w&auml;hrend der Mann auf den Pferdemarkt geht (&quot;<em>Da muss ein Mann doch hin&quot;<\/em>) &#8211; vermutlich hatte <em>Alice Schwarzer<\/em> nicht wirklich ihre Freude an dem Text. Das Publikum honorierte die letzte <em>Christian Bruhn<\/em>-Komposition f&uuml;r Katja mit einer Top-40-Position in den deutschen Verkaufs-Charts, von denen sie sich dann f&uuml;r einige Jahre verabschiedete.<\/p>\n<p>Nach der privaten und beruflichen Trennung von <em>Christian Bruhn<\/em> wurden die Singles Katjas wieder anspruchsvoller, kommerziell entsprechend erfolgloser. Das Management &uuml;bernahm 1977 <em>Jerry Toger<\/em>, die Produktion ihrer Singles der damals sehr kreative und gro&szlig;artige Berliner <em>Joachim Heider<\/em>.<\/p>\n<p>Die erste gemeinsam produzierte Single, der <em>Joachim Heider<\/em>-Song &quot;<strong>Du und ich<\/strong>&quot;, fiel nicht sonderlich auf.<\/p>\n<p>Die zweite von Heider produzierte Single hatte gro&szlig;en Anspruch. Die deutsche Version von &quot;Don&#39;t Cry For Me Argentina&quot;, dem akustischen Zentralmotiv aus der Rockoper &quot;Evita&quot;, die den legend&auml;ren Aufstieg der <em>Eva Peron<\/em> erz&auml;hlt, wollte Katja unbedingt singen: Es entstand &quot;<strong>Wein nicht um mich, Argentinien<\/strong>&quot;. Das Original von <em>Julie Covington<\/em> wurde ca. 800.000 mal verkauft. Katja zur Intention, diesen Titel aufzunehmen: &quot;<em>Das hat mich sehr interessiert, die Form des Liedes wie das Lied selbst. Au&szlig;erdem ist es f&uuml;r mich vom Image-Wert her sehr gut, denn ich muss da hin, wo ich mal war.&quot;<\/em> &#8211; Es kam wie so oft: Die vom renommierten Texter <em>Eckart Hachfeld<\/em>, der auch gro&szlig;e Hits wie &quot;Aber bitte mit Sahne&quot; f&uuml;r <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> textete, verfasste Single brachte Katja von der Kritik gro&szlig;e Anerkennung &#8211; ein Verkaufserfolg wurde sie hingegen nicht.<\/p>\n<p>&quot;<strong>Weck mich, bevor Du gehst<\/strong>&quot;, die letzte 1977er-Ver&ouml;ffentlichung war wieder ein typischer <em>Heider<\/em>-Song. In Deutschland kam der Song nicht sonderlich an, in den Niederlanden wurde er allerdings in der Version von <em>Rita Hovink<\/em> (&quot;Wek me vordat je gaat&quot;) zum Hit<\/p>\n<p>Eher anspruchsvoll blieb es mit der ersten 1978er-Single, erneut einer Komposition <em>Joachim Heider<\/em>s, in der Katja auf eine anscheinend von vorneherein zum Scheitern verurteilte Beziehung zur&uuml;ckblickte: &quot;<strong>Es war beinah so wie ein Lied<\/strong>&quot;, das sie an Dienstag(!), dem 30.05.1978 bei <em>Frank Elstners<\/em> &quot;Montagsmalern&quot; vorstellte. Die ZDF-Hitparade war seinerzeit schwer erreichbar f&uuml;r Katja, weil dort die im Verkauf besten platzierten Titel pr&auml;sentiert wurden und Katja seinerzeit sich nicht platzieren konnte.<\/p>\n<p>Mit dem n&auml;chsten Song machten die Songautoren <em>Joachim Heider<\/em> und <em>Christian Heilburg<\/em> ihrem Image, gerne mal verklausulierte Schwulen-Songs zu schreiben (, wobei das eher von deren <em>Rosenberg-<\/em>Produktionen verk&ouml;rpert wurde). Auch die Werbung f&uuml;r die Single &quot;<strong>Dieser Mann ist ein Mann<\/strong>&quot; ging in dieser Richtung &#8211; dort war ein halb nackter Mann abgebildet. Interessant: W&auml;hrend es Kritik an der fehlenden Emanzipation im &quot;Pferdemarkt&quot;-Song gab, st&ouml;rt sich wohl niemand an die Sexualisierung des m&auml;nnlichen K&ouml;rpers in diesem Zusammenhang :-).<\/p>\n<p>Gegen Ende 1978 gab es dann so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit: F&uuml;r ihre LP mit Berliner Liedern &quot;So wat wie ick et bin&quot; lie&szlig; sich die Ebstein in Overknee-Stiefeln und kurzem Rock ablichten, dass selbst <em>Andrea Berg<\/em> vermutlich rote Ohren bekommen h&auml;tte. Ihre Plattenfirma bewarb die LP wie folgt: &quot;<em>Dufte! Jetzt jibt et eene neue Platte mit juten Berliner Liedern von Katja Ebstein! Da klingt det Kassenjel&auml;ute fast so sch&ouml;n wie det Jebimmel von der Jed&auml;chtniskirche<\/em>&quot;. &#8211; Wie zu bef&uuml;rchten, bimmelten die Kassen leider nicht so wie die EMI sich das vielleicht gew&uuml;nscht h&auml;tte &#8211; erneut war die anspruchsvollere Katja mit ihrem Konzeptalbum kommerziell nicht erfolgreich, obgleich auch ein Lied wie die &quot;Krumme Lanke&quot; oder ein Couplet von Otto Reutter enthalten war.<\/p>\n<p>Basierend auf dieser LP, deren Songs sie selbst ausw&auml;hlte, wurde eine ARD-TV-Show (&quot;Das ist mein Milieu&quot;) produziert, bei der ihr sp&auml;terer Ehemann <em>Klaus &Uuml;berall<\/em>, mit dem sie seit einigen Jahren liiert war, Regie f&uuml;hrte und als Drehbuchautor t&auml;tig war. Katja sang in der Sendung nicht nur, sondern pr&auml;sentierte sich auch als Schauspielerin in mehreren &nbsp;verschiedenen Rollen.<\/p>\n<p>Anfang 1979 erschien eine Single, die ihr neuer Produzent <em>Ralph Siegel<\/em> f&uuml;r sie schrieb &#8211; obwohl <em>Siegel<\/em> damals &auml;u&szlig;erst erfolgreich war und der Song wieder ein klassischer Schlager war, blieb der Erfolg f&uuml;r &quot;<strong>Es m&uuml;ssen keine Rosen sein<\/strong>&quot; aus.<\/p>\n<p>Vielleicht unter dem Einfluss <em>Ralph Siegels<\/em> wechselte Ebstein ihre Plattenfirma zum 01.05.1979 &#8211; weg von der EMI, hin zur M&uuml;nchener Ariola. Aber nicht nur Produzent und Plattenfirma wurde gewechselt &#8211; mit <em>Freddy Burger<\/em> fand sie auch einen Manager der &quot;ersten Liga&quot;, der ja seit 1977 auch <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> unter Vertrag hatte. Interessanterweise war es nicht das erste mal, dass Katja sich <em>Udo<\/em>s Umfeld anvertraute. Zuvor hatte sie bereits mit Udos langj&auml;hrigem Pressesprecher <em>Hansi Hoffmann<\/em> Kontakt. Im Sinne von Publicity platzierte der ganz bewusst eine Ente, die durch die damaligen Zeitungen geisterte. So lie&szlig; er &uuml;ber eine &ouml;sterreichische Zeitung verlautbaren: &quot;<em>Die S&auml;ngerin Katja Ebstein hat erste Kontakte f&uuml;r eine Tournee durch China mit der diplomatischen Vertretung Pekings in Wien aufgenommen. Geplant sind Konzerte in den gr&ouml;&szlig;ten St&auml;dten Chinas<\/em>.&quot; Das Dementi der chinesischen Botschaft in Wien folgte auf dem Fu&szlig;: &quot;<em>Wir kennen keine Katja Ebstein, und es haben auch nie Kontakte stattgefunden<\/em>&quot;. Schon damals geh&ouml;rte wohl Klappern zum Handwerk&#8230;<\/p>\n<p>Die erste bei Ariola erschienene Single war erneut eine <em>Siegel-<\/em>Nummer: &quot;<strong>Trink mit mir<\/strong>&quot; wurde allen Vorschusslorbeeren zum Trotz kein Hit. Vielleicht lag das daran, wie sehr Katja hinter dem Song stand (h&auml; &auml;hm): &quot;<em>Die Platte ist zu verkraften. Man kann, das muss ich voraussetzen, nicht mit einem Geschmack a la Nina Hagen herangehen. Meine Firma muss sich verst&auml;ndlicherweise nach dem Markt richten, auf dem man das Produkt absetzen kann. Und das ist nun einmal der deutschsprachige&quot;<\/em>.<\/p>\n<p>Sehr erfolgreich waren in jener Zeit ihre insgesamt 30 DDR-Konzerte &#8211; mit gro&szlig;em Orchester trat sie vor bis zu 9.000 Zuschauern auf.<\/p>\n<p>Anfang 1980 gelang die Balance zwischen k&uuml;nstlerischem Anspruch und kommerziellen Erfolg wieder hervorragend: Das im typischen <em>Ralph-Siegel<\/em>-Stil gehaltene Konzeptalbum &quot;Glashaus&quot;, das auch in durchsichtiger Vinyl-Optik erschien (leider reichte mein Taschengeld damals nicht f&uuml;r den Kauf &#8211; ich wei&szlig; noch, wie oft ich die Platte im Hagener Kaufhof in der Hand hatte), war sowohl als LP als auch mit einigen Auskopplungen ausgesprochen erfolgreich.<\/p>\n<p>Noch VOR <em>Gitte Haenning<\/em> besch&auml;ftigte sich Katja mit dem Thema &quot;Die Frau in der Gesellschaft&quot;. O-Ton Katja: &quot;<em>Es geht im allgemeinen um die Situation der Frau, die ein bisschen im Glashaus sitzt, aber auch um die Mann-Frau-Beziehung. Es sind nicht nur neue Nummern darauf, sondern auch Standards wie &#39;Free Again&#39; &#8211; in deutscher Version nat&uuml;rlich.&quot;<\/em> Die TV-Werbetrommel wurde damals kr&auml;ftig ger&uuml;hrt &#8211; Katja durfte ihre LP bei <em>Joachim Fuchsberger<\/em>s &quot;Auf los geht&#39;s los&quot; und in <em>Rainer Holbe<\/em>s &quot;Starparade&quot; vorstellen, dort sogar in einem Star-Block mit gleich drei Titeln.<\/p>\n<p>Als erste Single wurde aus dem Album ein &#8211; wie ich finde &#8211; b&auml;renstarker Titel ausgekoppelt: &quot;<strong>Abschied ist ein bisschen wie Sterben<\/strong>&quot;. Witzigerweise musste <em>Siegel<\/em> sich in einer Talkshow (&quot;Ich stelle mich&quot;) gegen&uuml;ber einem kritischen Fragensteller rechtfertigen, warum denn nur &quot;ein bisschen&quot; &#8211; wie beim Frieden. Siegel konterte, dass er lediglich ein franz&ouml;sisches Sprichwort mit dem Text zitiert habe (bzw. sein Textdichter <em>Bernd Meinunger<\/em>). Gro&szlig;artig orchestriert, musikalisch anspruchsvoll&nbsp; &#8211; und die wunderbare Radio-Falle &#8211; nach dem vermeintlichen Schluss kommt noch eine Gesangszeile &#8211; der Song ist einer meiner absoluten Lieblingslieder der Berlinerin und war kommerziell auch &uuml;beraus erfolgreich &#8211; sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz(!) kam Katja damit in die Top 10.<\/p>\n<p>In jenem Jahr, 1980, besann man sich auf eine Idee, die schon 1970 funktionierte &#8211; um das Album zu pushen, k&ouml;nnte man ja&#8230; richtig! <em>Ralph Siegel<\/em> reichte seine Komposition &quot;<strong>Theater<\/strong>&quot;, gesungen von Katja Ebstein, zur Eurovision ein &#8211; das Ergebnis ist gemeinhin bekannt. Katja gewann die deutsche Vorentscheidung (auch wenn &quot;Nachwuchs-Moderator&quot; <em>Thomas Gottschalk<\/em> zun&auml;chst irrt&uuml;mlich <em>Costa Cordalis<\/em> als Sieger auf die B&uuml;hne holte) und erreichte beim internationalen Wettbewerb in Den Haag einen fulminanten zweiten Platz, was (wie schon 1970) zu dem Zeitpunkt die beste Platzierung war, die je ein deutscher Beitrag beim Grand Prix erreicht hatte. Sie scheiterte nur knapp an <em>Johnny Logan<\/em>, mit dem sie sp&auml;ter recht gut befreundet war.<\/p>\n<p>Bei Katjas Vortrag stimmte aber auch alles &#8211; &quot;Theater&quot; ist ein internationales Thema, der Text wurde von vier Pantomimen wunderbar umgesetzt, und die hymnenhafte Komposition tat ihr &uuml;briges &#8211; auch kommerziell war der Song sehr erfolgreich. Die Top-10 der deutschen Verkaufs-Charts wurden nur knapp verfehlt, und erstmals &uuml;berhaupt kam Katja Ebstein auf Platz 1 der ZDF-Hitparade. Das Lied wurde in mehreren Sprachen ver&ouml;ffentlicht (&quot;<strong>It&#39;s Showtime<\/strong>&quot; bzw. &quot;<strong>Theatre<\/strong>&quot;).<\/p>\n<p>Im Sp&auml;tsommer 1980 wurde aus der Sensations-LP &quot;Glashaus&quot; eine weitere Single ausgekoppelt, die erneut kommerziell recht erfolgreich werden sollte: &quot;<strong>Dann heirat&#39; doch Dein B&uuml;ro&quot;<\/strong>. Diese Mischung aus Emanzipations-Pushing und einfachem Schlager hatte etwas, und &auml;hnlich wie Scheidungskinder sich 1978 von <em>Andrea J&uuml;rgens&#39;<\/em> &quot;Und dabei liebe ich euch beide&quot; angesprochen f&uuml;hlten, gab es sicher viele Ehefrauen und Kinder, die sich freuten, wenn ihr Papa, der bis abends im B&uuml;ro verweilt, besungen wurde. &#8211; Das ist ein wohl bis heute aktuelles Thema, mit dem Katja Ebstein erneut (letztmals) die ZDF-Hitparade gewann. Bemerkenswert ist &uuml;brigens, dass Katja 1980 neun mal in Folge in der Berliner TV-Show zu Gast war &#8211; nonstop von Februar bis Oktober. Auch in Sachen &quot;Charts&quot; stellte sich mit diesem Song letztmals ein Hit ein.<\/p>\n<p>Nach langem Z&ouml;gern war es so weit &#8211; Katja Ebstein begab sich erstmals auf gro&szlig;e Deutschland-Tourn&eacute;e. Offizielle Premiere war am 01. Oktober 1980 in ihrer Heimatstadt Berlin. Ungew&ouml;hnlich: Bereits im Vorfeld wurde am 18. September 1980 eine TV-Show namens &quot;Konzert frei Haus&quot; (Regie: <em>Rainer Bertram<\/em>) ausgestrahlt, parallel erschien eine Live-Doppel-LP &quot;Katja Ebstein live&quot;. Das Programm des Konzerts fasste das Branchenblatt Musikmarkt wie folgt zusammen: <em>&quot;&#8230;mit einem abendf&uuml;llenden, mehr als zwei Stunden dauernden Programm, das von Liedern mit literarisch-kabarettistischen Texten &uuml;ber Pop-Songs und Platten-Hits, Heine-Lieder und ambitionierten Chansons bis hin zu einem Reigen gro&szlig;er Musical-Melodien reicht&quot;<\/em>.<\/p>\n<p>Nach diesen kommerziellen Erfolgen wurde es f&uuml;r Katja wohl mal wieder Zeit, etwas &quot;Anspruchsvolles&quot; zu produzieren &#8211; Ende 1980 erschien unter der musikalischen Leitung von <em>Dieter Reith<\/em> und Produktion ihres sp&auml;teren Ehemanns <em>Klaus &Uuml;berall<\/em> die LP &quot;He Du da!&quot; mit Texten der Liedermacher <em>Stephan Sulke, Inge Br&uuml;ck<\/em> und <em>Robert Long<\/em>, die &uuml;brigens bis heute von Bedeutung ist, weil sie die Grundlage f&uuml;r Katjas aktuelles B&uuml;hnen-Programm ist. Die Plattenfirma Ariola schrieb dazu damals: &quot;<em>Aktuelle Themen sind Umweltschutz, Wirtschaftskriminalit&auml;t, die Macht der Reichen und der Superreichen, die ewige Suche nach der gro&szlig;en Liebe, Schmerz, Trennung, Abschied. Dabei beweist die S&auml;ngerin einmal mehr ihre Vielseitigkeit. Anspruchsvoll und trotzdem popul&auml;r &#8211; diesen Balance-Akt zwischen Kunst und Kommerz schaffen nur wenige &#8211; doch sie schafft es &#8211; mit Liedern, die sowohl ins Ohr als auch unter die Haut gehen<\/em>&quot;. Wie erfolgreich diese LP wurde, kann sich vermutlich jeder denken&#8230;<\/p>\n<p>F&uuml;r ihre gro&szlig;en 1980er Erfolge verlieh ihr die Europawelle Saar 1981 die &quot;Goldene Europa&quot;.<\/p>\n<p>Als Single ausgekoppelt hat man &quot;vorsichtshalber&quot; von diesem Album keinen Titel &#8211; man versprach sich mehr von der typischen <em>Ralph-Siegel<\/em>-Nummer &quot;<strong>Ich bin ein Berliner Kind<\/strong>&quot;. Trotz ZDF-Hitparaden-Pr&auml;senz und schlagerhafter Ausrichtung wurde das 1981 aber kein Hit, was umso erstaunlicher ist, als am 10.03.1981 in der ARD erneut eine Ebstein-Sendung unter dem Motto &quot;Das ist mein Milieu&quot; ausgestrahlt wurde, die von der Kritik sehr gut aufgenommen wurde &#8211; ihr wurde attestiert, dass sie &quot;<em>neben Schlagerschnulzen, Heine-Songs und Rock-T&ouml;nen auch volkst&uuml;mliche Heimatlieder auf ihrer umfangreichen Palette hat- und noch ein paar erfreuliche kom&ouml;diantische Klekse dazu&quot;<\/em>.<\/p>\n<p>Ein Karriere-Highlight jenen Jahres war die Moderation der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix 1981, die sie &uuml;bernommen hatte. Siegreich war damals <em>Lena Valaitis<\/em>, die noch knapper am internationalen Sieg vorbeischrammte als Katja. Deren Geheim-Tipp war die Gruppe &quot;<em>Janz<\/em>&quot; mit dem Song &quot;Steine&quot; &#8211; leider hat man von der Formation nachher nicht mehr viel geh&ouml;rt &#8211; auch nicht von den f&uuml;hrenden K&ouml;pfen, den Gebr&uuml;dern <em>Paul<\/em> und <em>Ken Janz<\/em>.<\/p>\n<p>Die zweite 1981er Single, &quot;<strong>Wann siehst Du mich schon weinen?<\/strong>&quot; aus der Siegel-LP &quot;Kopf hoch&quot; blieb weithin unbeachtet. Die LP &quot;Kopf hoch&quot; beinhaltete erneut Lieder &uuml;ber die &quot;<em>Liebe an und f&uuml;r sich aus der Sicht einer Frau<\/em>&quot;. Die Ariola bewarb die LP wie folgt: <em>&quot;&#8230;eine LP mit hohen musikalischen, textlichen, und gesanglichen Ambitionen vor. Bernd Meinunger, Michael Kunze und Thomas Woitkewitsch geh&ouml;ren zu den Text-Autoren. Sechs der Songs komponierte Ralph Siegel, der als bew&auml;hrter Ebstein-Produzent auch Regie im Studio f&uuml;hrte. Hauptthema der LP ist einmal mehr die Liebe, vor allem nat&uuml;rlich die Liebe aus der Sicht einer Frau.<\/em>&quot;<\/p>\n<p>Einen Karriereschnitt vollzog Katja Ebstein, indem sie die weibliche Hauptrolle (K&uuml;nstlerin Rosa Fr&ouml;hlich) im Theaterst&uuml;ck &quot;Professor Unrat&quot; im Ernst-Deutsch Theater in Hamburg &uuml;ber 3 1\/2 Monate vor ausverkauftem Haus an der Seite des Schauspielers <em>Friedrich Sch&uuml;tter<\/em> &uuml;bernahm und damit in die Fu&szlig;stapfen <em>Marlene Dietrichs<\/em> trat. In der Folgezeit ging Katja immer mehr in Richtung Schauspiel, was auch dem Beruf ihres Ehemanns <em>Klaus &Uuml;berall<\/em> (Regisseur) geschuldet sein k&ouml;nnte. Der Erfolg war so gro&szlig;, dass sich eine 180-Tage-Tour durch Deutschland, &Ouml;sterreich und die Schweiz anschloss.<\/p>\n<p>In der Hochzeit der neuen deutschen Welle (Fr&uuml;hjahr 1982) konnte Katja auch mit vermeintlich kommerziellen Produktionen nicht punkten. Die erste Single des Jahres, &quot;<strong>Ich bereue keinen Augenblick&quot;,<\/strong> war zugleich die letzte Produktion <em>Ralph Siegels<\/em> f&uuml;r Katja. Im Radio lief der Song recht gut, ein Verkaufserfolg wurde es aber nicht.<\/p>\n<p><em>Bernie Paul<\/em> (b&uuml;rgerlich <em>Bernd Vondficht<\/em>), der einige Jahre zuvor als Interpret mit &quot;Oh No No&quot; gro&szlig;e Erfolge feiern konnte, produzierte die n&auml;chste Single Katja Ebsteins. <em>Fred Jay<\/em> textete die deutsche Version des italienischen Songs &quot;Aria di casa&quot; von <em>Sammy Barbot<\/em>: &quot;<strong>Leben&quot;<\/strong>.<\/p>\n<p>Im Winter 1982 war Katja mal wieder ihrer Zeit voraus &#8211; im doppelten Sinne: Zwei Jahre vor <em>Herbert Gr&ouml;nemeyer<\/em> machte sie sich humorvoll lustig &uuml;ber gewisse Attit&uuml;den (insbesondere hinsichtlich von Sch&ouml;nheitsidealen) der M&auml;nner im Song &quot;<strong>Mann, bist Du sch&ouml;n<\/strong>&quot;. An dem Song besonders spannend ist aber nicht etwa der Name des Produzenten (<em>Bernie Paul<\/em>), sondern der des Komponisten &#8211; schon 1982 trieb ein gewisser <em>Dieter Bohlen<\/em> sein Unwesen.<\/p>\n<p>Aber auch in Sachen Schauspiel war Katja in jenem Jahr aktiv, so spielte sie an der Seite von <em>Klaus Wildbolz<\/em> und <em>Hans Richter<\/em> die Buhlschaft in &quot;Jedermann&quot; bei den Sommerfestspielen in Heppenheim.<\/p>\n<p>Mit der LP &quot;Traumzeit?&quot;, produziert vom renommierten Harold Faltermeyer, endete Katjas Ariola-Zeit (- zumindest, was LP-Produktionen angeht). Ausgekoppelt als Single wurde daraus die die Single &quot;<strong>Fluchtwege<\/strong>&quot;, die deutsche Version des <em>Dianne Warwick<\/em>-Welthits &quot;Heartbreaker&quot;.<\/p>\n<p>Das Titellied der LP &quot;Traumzeit?&quot; zeigt erneut Katjas Vorausdenken &#8211; es war n&auml;mlich eine deutsche Version des Titelliedes des sp&auml;ter sehr erfolgreichen Musicals &quot;Cats&quot;, dessen Titellied sie damit intonierte &#8211; <em>Angelika Milster<\/em> hatte Jahre(!) sp&auml;ter mit einer anderen deutschen Fassung dieses Liedes einen gro&szlig;en Erfolg. Die beiden S&auml;ngerinnen haben &uuml;brigens lt. einem Zeitungsartikel eine gemeinsame Leidenschaft: aus H&auml;nden zu lesen.<\/p>\n<p>Das Fragezeichen hinter dem LP-Namen hatte &uuml;brigens laut Branchenblatt &quot;MusikInformationen&quot; einen Hintergrund: &quot;<em>Das Fragezeichen hinter dem Titel ihres neuen Albums weist bereits auf die kritischen Inhalte der LP-Songs hin, f&uuml;r die vornehmlich namhafte Autoren wie Michael Kunze und Thomas Woitkewitsch verantwortlich zeichnen. Katja packt in ihren Liedern zeitgem&auml;&szlig;e Themen wie die Zerst&ouml;rung der Umwelt, die Emanzipation der Frau und das Bild des Mannes von heute an. Die Neue deutsche Welle wird von Katja liebenswert persifliert.&quot; <\/em>In der Tat: Mir ist au&szlig;er dem Katja-Song kein Lied bekannt, das den Titel &quot;Neue deutsche Welle&quot; tr&auml;gt.<\/p>\n<p>Nach der Ariola-Zeit erschien 1983 noch eine Single bei der CBS: &quot;<strong>Wunderland&quot;<\/strong>. Der von <em>Andr&eacute; Heller<\/em> getextete Song (Komposition: <em>Francis Lai<\/em>) war Titellied eines TV-Films mit <em>Gustl Bayrhammer<\/em>, in dem der bayrische Schauspieler ein Wunderland besucht, in dem Figuren aus Comics, M&auml;rchen und Legenden leben. Vielleicht auch deshalb wird dem Lied attestiert, dass es eine gewisse Disney-Song-Affinit&auml;t habe.<\/p>\n<p>In den folgenden Jahren erschienen keine Tontr&auml;ger von Katja, allerdings war sie weiterhin aktiv. Beispielsweise tummelte sie sich als Moderatorin der TV-Reihe &quot;Unterwegs in der DDR&quot;. Auf einem Fahrrad besuchte sie dabei historische St&auml;tten und Sehensw&uuml;rdigkeiten der DDR und kost&uuml;mierte sich in der Art der Person, die sie darstellte. Der Erfolg war so gro&szlig;, dass in den Jahren 1986 und 1987 26 weitere Folgen produziert wurden.<\/p>\n<p>Einige Jahre sp&auml;ter, bei einem Konzert im Ostberliner Friedrichstadtpalast verhaspelte sie sich mit der Aussage, die DDR sei europ&auml;isches Ausland, was einige Politiker wie <em>Egon Bahr<\/em> emp&ouml;rte, die darauf hinwiesen, die DDR sei der andere Teil Deutschlands. Katja stellte 2 Jahre vor der Wiedervereinigung (anl&auml;sslich der 750-Jahr-Feier Berlins im Friedrichstadtpalast) klar: &quot;<em>Meine Worte bezogen sich auf das Staatswesen, die Einreiseformalit&auml;ten und die verschiedenen W&auml;hrungen<\/em>&quot;.<br \/>\n1986 versuchte Katja mit einem Lied von <em>Hanne Haller<\/em> und <em>Ramona Lei&szlig;<\/em>, wieder einen Hit zu landen &#8211; das Lied zur ARD-Fernsehlotterie<\/p>\n<p>&quot;<strong>Mensch, sag doch einfach na und!<\/strong>&quot; wurde zwar in der ZDF-Hitparade vorgestellt &#8211; erneut war sie aber ihrer Zeit voraus &#8211; Jahre sp&auml;ter landete <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> mit &auml;hnlichem Thema (&quot;Na und!?&quot;) einen veritablen Hit. Mit dieser Single war die Ariola-Zeit dann endg&uuml;ltig beendet.<\/p>\n<p>1987 ver&ouml;ffentlichte Ebstein dann ihre vorerst letzte Single, die sehr selten zu finden ist: &quot;<strong>Lach mich nicht aus!<\/strong>&quot;.<\/p>\n<p>In jener Zeit hatte das Schauspiel die Singerei wohl in der Hierarchie der Priorit&auml;ten endg&uuml;ltig abgesetzt.&nbsp; So &uuml;bernahm Katja im Fr&uuml;hjahr 1987 die Hauptrolle der Nachtclubs&auml;ngerin und M&ouml;rderin &quot;Roxie&quot; im Musical &quot;Chicago&quot; gemeinsam mit dem Ensemble des Berliner Theater des Westens sehr erfolgreich &uuml;ber 2 1\/2 Monate. Ein Jahr sp&auml;ter wurde das Musical unter Mitwirkung Katjas erfolgreich in Berlin gespielt.<\/p>\n<p>In der Folgezeit (1988\/89) war sie als Schauspielerin in der 20-teiligen ARD-Serie &quot;Friedrichstadtpalast&quot; im Vorabendprogramm der ARD zu sehen.<\/p>\n<p>In der Zeit des Mauerfalls (ab Herbst 1989) ging Katja mit dem Musical &quot;Sweet Charity&quot; auf Drei-L&auml;nder-Theater-Tourn&eacute;e. Wegen des gro&szlig;en Erfolgs wurde die Tour 1991 im Fr&uuml;hjahr wiederholt.<\/p>\n<p>Auch in den 90er Jahren war Katja weiter als Schauspielerin und Rezitatorin aktiv. Gemeinsam mit <em>Lutz G&ouml;rner<\/em> rezitierte sie seit 1990 beispielsweise Lyrik von Frauen und ging mit ihm auf eine &uuml;ber 3 Monate laufende Gastspielreise, was von der Kulturkritik begeistert aufgenommen wurde. Ende 1991 ging sie &#8211; diesmal solo &#8211; erneut auf Tour unter dem Motto &quot;Frauenlyrik&quot;.<\/p>\n<p>Im gleichen Jahr gab sie die &quot;Spelunken-Jenny&quot; der Dreigroschenoper von <em>Berthold Brecht<\/em> im Hamburger Ernst-Deutsch-Theater, weil sie wie Jenny eine k&auml;mpferische Natur sei.<\/p>\n<p>Zwei Jahre sp&auml;ter spielte sie die Titelrolle von &quot;Victor und Victoria&quot;, womit sie erneut auf Drei-L&auml;nder-Tour war.<\/p>\n<p>Nach vielen Jahren war es 1994 wieder soweit &#8211; eine gro&szlig;e Plattenfirma (Polydor)&nbsp; ver&ouml;ffentlichte die CD &quot;Ebstein&quot;, ein &quot;<em>Album mit ausgew&auml;hlten Musical- und Filmmelodien in bestechenden neuen Arrangements<\/em>&quot;. Gro&szlig;er kommerzieller Erfolg war damit leider nicht mehr zu erzielen. Auch die deutsche Version des Songs &quot;With One Look&quot; aus dem Musical Sunset Boulevard, &quot;<strong>Nur ein Blick<\/strong>&quot;, blieb von der breiten &Ouml;ffentlichkeit unbemerkt.<\/p>\n<p>Ansonsten war sie in den 90er Jahren mit Programmen wie &quot;Meisterinnen aus zwei Jahrhunderten&quot; mit zeitgen&ouml;ssischer Frauenlyrik und Soloabenden mit Werken von Heinrich Heine und Berthold Brecht unterwegs.<\/p>\n<p>Unter dem Motto &quot;Berlin &#8230; trotz und alledem&quot; pr&auml;sentierte sie seit 1998 Werke von <em>Otto Reutter, Kurt Tucholsky<\/em> u. a. &#8211; entsprechende CDs finden sich auf Katja Ebsteins Homepage unter &quot;Discografie&quot;. Diese Discografie verschweigt &uuml;brigens, dass Katja auch mal Schlager auf Tontr&auml;gern ver&ouml;ffentlicht hat.<\/p>\n<p>Seit 2001 pr&auml;sentiert Katja &quot;alle Jahre wieder&quot; zur Weihnachtszeit ihr Programm &quot;Es f&auml;llt ein Stern herunter&quot;. Katja m&ouml;chte damit ein vorweihnachtliches Programm der etwas anderen Art pr&auml;sentieren und rezitiert dabei Beitr&auml;ge u. a. von <em>James Kr&uuml;ss<\/em>, (unvermeidbar) <em>Heinrich Heine, Loriot, Erich K&auml;stner, Hans Dieter H&uuml;sch<\/em> und anderen.<\/p>\n<p>Anl&auml;sslich ihres 60. Geburtstages &#8211; &auml;&auml;&auml;&auml;&auml;&auml;h, anl&auml;sslich ihres 40. B&uuml;hnenjubil&auml;ums erschien 2005 die bis dato letzte CD mit popul&auml;rer Musik. Nachdem die vorherige CD &quot;Ebstein&quot; genannt wurde, kam man auf die sehr einfallsreiche Idee, die CD nach ihrem b&uuml;rgerlichen Namen &quot;Witkiewicz&quot; zu benennen. Etablierte deutsche Protagonisten wie <em>Pe Werner, Rainhard Fendrich <\/em>und<em> Xavier Naidoo<\/em> steuerten Lieder zu der von <em>Dieter Falk<\/em> produzierten CD bei. Ein Jahr nach der Ver&ouml;ffentlichung ging Katja mit dem Programm unter dem Motto &quot;Meine Lieder&quot; auf Deutschland-Tour.<\/p>\n<p>2007 begab sie sich dann wieder auf die eher kommerzielle Schiene und nahm mit beachtlichem Erfolg an der 2. Staffel der RTL-Show &quot;Let&#39;s Dance&quot; teil &#8211; an der Seite ihres Tanzpartners <em>Oliver Seefeldt<\/em> belegte sie einen hervorragenden zweiten Platz.<\/p>\n<p>Im Januar 2008 wurde Katja eine sehr gro&szlig;e Ehre zuteil: F&uuml;r ihr soziales und k&uuml;nstlerisches Engagement wurde ihr das Bundesverdienstkreuz verliehen.<\/p>\n<p>Im gleichen Jahr trat sie als Mentorin (bzw. &quot;Patin&quot;) der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix von Musical-Star <em>Carolin Fortenbacher<\/em> in Erscheinung. Nur denkbar knapp (mit 49,5 zu 50,5 Prozent) siegten damals die <em>No Angels<\/em> &#8211; mit dem bekannten Ausgang. B&ouml;se Zungen behaupten, dass das entscheidende Prozent der von den <em>No Angels<\/em> gezeigten nackten Haut geschuldet war, die international aber nicht sonderlich beeindruckt hat.<\/p>\n<p>Um den Musical-Nachwuchs k&uuml;mmerte sie sich im Fr&uuml;hjahr 2008 in der von <em>Thomas Gottschalk<\/em> moderierten ZDF-Show &quot;Musical Showstar 2008&quot;, deren Jurymitglied sie an der Seite von <em>Uwe Kr&ouml;ger <\/em>und <em>Alexander Goebel<\/em> war. Die Sieger der Show durften im Musical &quot;Starlight Express&quot; eine Rolle spielen. F&uuml;r die ganz gro&szlig;e Karriere reichte es f&uuml;r die siegreichen <em>Anna-Maria Schmidt<\/em> aus Bernshausen und <em>Kevin K&ouml;hler<\/em> aus Oer-Erkenschwick aber nicht.<\/p>\n<p>Direkt danach pr&auml;sentierte sie in D&uuml;lmen die Premiere ihres B&uuml;hnenprogramms &quot;Na und? Wir leben noch&quot;, das von ihrem Ehemann <em>Klaus &Uuml;berall<\/em> geschrieben und konzipiert wurde und erneut anspruchsvolles Programm beinhaltet &#8211; u. a. aus der LP &quot;He Du da&quot;. Mit diesem Programm ist sie bis heute unterwegs &#8211; vielleicht liegt ihr viel daran, weil ihr Mann am 29.10.2008 seiner Lungenkrebserkrankung erlag.<\/p>\n<p>Im Rahmen der sehr erfolgreichen Vox-TV-Serie &quot;Cover My Song&quot; gab es 2011 ein musikalisches Lebenszeichen von Katja: Gemeinsam mit dem deutschen Rapper <em>JokA <\/em>nahm sie ihren Evergreen &quot;<strong>Wunder gibt es immer wieder<\/strong>&quot; in neuem Gewand auf. F&uuml;r die nationalen Verkaufs-Charts reichte es nicht, aber immerhin wurde der Song in Hip-Hop-Download-Charts angenommen.<\/p>\n<p>Katja Ebstein ist eine der bedeutendsten deutschen S&auml;ngerinnen, die neben ihrem politischen Engagement zweifellos Schlagergeschichte geschrieben hat. Schlagerfreunde werfen ihr aber ihre unterk&uuml;hlte Distanz zu ihrem Schlager-Schaffen vor. So w&auml;hlt Schlagerexperte <em>Reiner Moritz<\/em> in einem seiner B&uuml;cher Katja auf Nummer 4 der &quot;Anti-Stars&quot; mit folgender Begr&uuml;ndung: &quot;<em>Am ungenie&szlig;barsten sind Schlagers&auml;nger, die mehr sein wollen als Schlagers&auml;nger. Katja Ebstein zum Beispiel glaubt wohl bis heute, dass sie, weil sie Brecht-Lieder sang, eine Brille mit ovalen Gl&auml;sern trug und Romanistik studierte, mehr als eine Schnulzentante ist. Gerade wer einmal mit Brecht-Texten Umgang hatte, w&auml;re gut beraten gewesen, nicht Schlager zu tr&auml;llern, deren Abgeschmacktheit eher auf einen Hobby-Dichter-Abend, Sektion Langenbeutingen, schlie&szlig;en lie&szlig;e&#8230;.&quot; <\/em>&#8211; das ist harter Tobak, dessen Ansatz ich zwar teile, aber dennoch die &Uuml;berzeugung vertrete, dass die Schlagerwelt ohne Hymnen wie &quot;Wunder gibt es immer wieder&quot; und &quot;Abschied ist ein bisschen wie Sterben&quot; ein gutes St&uuml;ck &auml;rmer w&auml;re.<\/p>\n<p><strong><u>Vorschau:<\/u><\/strong> In Folge 34 dieser Reihe geht es um den griechischen S&auml;nger und &quot;Dschungelk&ouml;nig&quot; der ersten Stunde COSTA CORDALIS.<\/p>\n<p>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/ebse_eswar.jpg\" style=\"width: 512px; height: 454px;\" \/><\/p>\n<p>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/ebse_diesermann.jpg\" style=\"width: 335px; height: 512px;\" \/><\/p>\n<p>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/ebse_theater.jpg\" style=\"width: 359px; height: 512px;\" \/><\/p>\n<p>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/ebse_pferd.jpg\" style=\"width: 262px; height: 512px;\" \/><\/p>\n<p>Stephan Imming, 28.07.2015 (Textvorlage)<\/p>\n<p>http:\/\/www.katja-ebstein.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der (beide Teile zusammenaddiert) mutma\u00dflich l\u00e4ngste smago! 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