{"id":86671,"date":"2015-08-24T00:00:00","date_gmt":"2015-08-24T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=86671"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"STEFAN-PETERS-Das-Comeback-Albu-86670","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop-schlager\/STEFAN-PETERS-Das-Comeback-Albu-86670\/","title":{"rendered":"STEFAN PETERS <br \/>&#39;Das Comeback-Album&#39; &quot;Augenblicke&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Welche der insgesamt 18 musikalischen &#8222;Augenblicke&#8220; die Gunst des Musikjournalisten  erringen konnten&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den meisten von uns Schlagerfreunden ist der geb&uuml;rtig aus dem mittelfr&auml;nkischen Treuchtlingen stammende <strong>STEFAN P&Ouml;SSNICKER<\/strong> als vielseitig gefragter und gewiefter Musikproduzent und Remixer unz&auml;hliger aktuellerer Schlagerhits bekannt. Der 45j&auml;hrige Studiobesitzer und Inhaber eines eigenen Labels namens PH&Auml;NOMENAL wurde bereits mehrfach mit Goldenen und sogar Platinen Schallplatten f&uuml;r seine Mitwirkung an so mancher Erfolgsscheibe von z.B. Andrea Berg, &bdquo;Fantasy&ldquo; oder den &bdquo;Pauldauern&ldquo; ausgezeichnet. K&uuml;rzlich trug er intensiv zur Entstehung von &bdquo;Lebensecht&ldquo;, dem neuen Album der Weimarer S&auml;ngerin Tanja Lasch, bei, das ich im Juni d.J. <strong><a href=\"https:\/\/smago.de\/d\/artikel\/70926\/\">HIER<\/a><\/strong> vorgestellt habe. Auch unz&auml;hlige Dauerbrenner von Beatrice Egli (&bdquo;Wir leben laut &#8211; Remix 2014&ldquo;, &bdquo;Auf die Pl&auml;tze, fertig, ins Gl&uuml;ck-&nbsp; Remix 2014&ldquo;), den &bdquo;Cappuccinos&ldquo; (&bdquo;Raphaela &#8211; Mix 2014&ldquo;), Michael Fischer (&bdquo;Alles dreht&ldquo;) oder Andreas Gabalier (&bdquo;I sing a Liad f&uuml;r Dir&ldquo;) entstanden unter seiner Fittiche als Produzent und\/oder Remixer.<\/p>\n<p>Doch der so attraktive, wie aktive Mitt-Vierziger g&ouml;nnt es sich immer wieder, gleichsam selbst als Schlagerinterpret an die &Ouml;ffentlichkeit zu treten. Wenn er dies tut, geschieht dies unter seinem K&uuml;nstlernamen <strong>STEFAN PETERS<\/strong>, mittels dessen er nun schon seit 30 Jahren in der einheimischen Musikszene erfolgreich zugange ist. Ein halbes Dutzend Alben und unz&auml;hlige Singles sind nach 1985 von <strong>STEFAN PETERS<\/strong> in die teutonischen Musikwelten ausgesandt worden.<\/p>\n<p>In diesen Tagen erschien sein taufrisches Werk als <strong>STEFAN PETERS<\/strong>. Elf Jahre nach seinem letzten CD-Lebenszeichen unter diesem Pseudonym, wartet der fr&auml;nkische Starproduzent nun auf &bdquo;Augenblicke&ldquo; mit &ndash; sage und schreibe &#8211; ganzen 18 (!) Titeln auf, die ihm wiederrum den alternativen Weg, weg von Mischpult und Studioreglern, hinw&auml;rts zur B&uuml;hne, zu Live- und TV-Auftritten, ebnen sollen. &bdquo;Augenblicke&ldquo; wird sowohl als Jubil&auml;umsalbum zur 30j&auml;hrigen T&auml;tigkeit im Schlagergeschehen, als auch als Comeback des Stefan PETERS in Stefan P&Ouml;SSNICKER beworben &ndash; und, belegt tats&auml;chlich einwandfrei, dass der erfolgsverw&ouml;hnte Klangzauberer nicht nur ein Meister der musikalischen Gestaltung im Hintergrund ist, sondern es als Vortragender eigener Lieder ebenso &uuml;berzeugend, aufw&uuml;hlend und mitrei&szlig;end drauf hat.<\/p>\n<p>&bdquo;Augenblicke&ldquo; besticht mit teils eigenen Kompositionen des heute in Rehlingen-Langenaltheim lebenden S&auml;ngers, teils solchen Liedern, die unter tatkr&auml;ftiger Mithilfe prominenter Kollegen, wie Matthias Stingl, Andreas B&auml;rtels, Erich &Ouml;xler oder Produzentenkollege Gerd Jakobs entstanden sind, vermischt mit einigen ausgew&auml;hlten Coverversionen von z.B. Helmut Frey (<strong>&bdquo;Ein Leben lang&ldquo;<\/strong>, 1986) oder IBO (<strong>&bdquo;Spieglein an der Wand<\/strong>&ldquo;, 1992).<\/p>\n<p>Mit sanfter, aber stetig so intensiver, wie wiedererkennbarer Stimme, intoniert der Betreiber des, wie beschrieben, vielfach frequentierten TONEART Studios in seinem Wohnort Rehlingen auf &bdquo;Augenblicke&ldquo; ein au&szlig;erordentlich abwechslungsreiches, durchwegs anspruchsvolles Repertoire zwischen zeitnahem Popschlager mit Tanzbarkeitsgarantie, sensibler, besonnener Ballade oder feinstem Deutsch-Pop, jenseits aller Schlagerzw&auml;nge.<\/p>\n<p>Als erste Single aus vorliegender Silberscheibe war im Advent 2014 die traumhaft wehende, enorm stimmungsvolle und &uuml;beraus melodische, gitarrengef&uuml;hrte Romantikballade <strong>&bdquo;Weil ich Dich brauch&lsquo; (Ti amo)&ldquo;<\/strong> auf den Markt gekommen, die ob ihrer hohen klanglichen, wie musikalischen Qualit&auml;ten, ihrer atmosph&auml;rischen Tiefe und Eindringlichkeit in puncto Arrangement und Umsetzung zweifellos einen sehr spannenden Appetitanreger f&uuml;r Stefans aktuellen Longplayer darstellte. Im April 2015 folgte Vorab-Single Numero II. Hierbei handelte es sich um eine vollst&auml;ndige Neubearbeitung von Stefan Peters&lsquo; kess-vorantreibender 2012er-Nummer <strong>&bdquo;Diesen Weg&ldquo;<\/strong>, mit deren Urversion der plietsche, gro&szlig;gewachsene Allroundmusiker bereits im Hochsommer vor drei Jahren die beliebte ARD-Show &bdquo;Immer wieder Sonntags&ldquo; von Entertainer und Sangeskollege Stefan Mross geh&ouml;rig aufgewirbelt hatte. Als brandneue Radiosingle aus <strong>&bdquo;Augenblicke&ldquo;<\/strong> ist f&uuml;r Ende August der edle, unaufgeregte und trotzdem radikal clubtaugliche Disco-Schlager <strong>&bdquo;Ich leb&lsquo; hinterm Mond<\/strong>&ldquo; vorgesehen, der&nbsp; durchaus in stilistisch und harmonischer Hinsicht augenzwinkernde Reminiszenzen zum einen an Andreas Martins den Erdtrabanten fangenden Tanzevergreen aus dem Jahr 2008 und somit zugleich zum anderen an Frank Neuenfels&lsquo; kommende, ebenfalls an diesen lunaren Discorenner aus dem Hause Martin-Krause gemahnende, monds&uuml;chtige Maxi &bdquo;Ich flieg mit Dir&ldquo; aufweist.<\/p>\n<p>Zu den eher auf Tanzfreuden und Tempo ausgerichteten Schmankerln auf &bdquo;Augenblicke&ldquo; z&auml;hlen z.B. der aufstrebende und zugleich delikat gef&uuml;hlvolle Albumer&ouml;ffner <strong>&bdquo;Das muss ein Wunder sein&ldquo; <\/strong>oder der trotzige, konstruktiv aggressive Tanzhymnus <strong>&bdquo;Mein Himmel weint&ldquo;<\/strong>. In diese Kategorie f&auml;llt ebenfalls das knackige, urban-elegante, so coole, wie schwitzige Nachtleben-Epos <strong>&bdquo;Pokerface&ldquo;<\/strong>, das kongenial stilbildende Fragmente des europ&auml;ischen Disco-Sounds der ausgehenden 70er mit den drallen Synthesizer-Spielereien der Folgedekade verbindet und durch diese Melange zu einer faszinierend prickelnden, geradezu theatralischen Klangorgie ausgestaltet.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Bleib noch diese eine Nacht&ldquo;<\/strong> ist dagegen eine regelrecht dramatische, herzzerrei&szlig;ende Pop-, beinahe Rockballade voller Abschiedsschmerz und Hoffnung gleicherma&szlig;en, garniert mit fetten Ch&ouml;ren und kreischenden E-Gitarren. <strong>&bdquo;Nie h&auml;tt&lsquo; ich das geglaubt&ldquo;<\/strong> findet sich betreffs Melodi&ouml;sit&auml;t und Deutschrock-Appeal in der N&auml;he der &bdquo;M&uuml;nchener Freiheit&ldquo;, sprengt also deutlich sp&uuml;rbar die Grenzen des Schlagerkontextes konstruktiv und glaubhaft in einem. In der Schublade &bdquo;pfiffiger Edelschleicher mit Ambition&ldquo; ist ebenso die von Andreas B&auml;rtels ersonnene Liebeseloge <strong>&bdquo;Wenn Dich jemand liebt&ldquo;<\/strong> gut aufgehoben. Im mittleren Tempo verbleiben die wieder einmal strikt melodiebetonten, von Anfang bis Ende nur als exquisit und substanziell zu bezeichnenden Deutschpop-Perlen <strong>&bdquo;Nein, ich darf mich nicht verlieben&ldquo;<\/strong>, <strong>&bdquo;Wenn der Wind nicht mehr weht&ldquo;<\/strong> oder <strong>&bdquo;Wir sagen nie Good-Bye&ldquo;<\/strong> (Musik: Stefan &#8211; Text: Helmut Frey!!).<\/p>\n<p>Die offensive Neuaufnahme von Helmut Freys nachdenklichem 1986er-Hit <strong>&bdquo;Ein Leben lang&ldquo;<\/strong> wurde ohne unn&ouml;tige rhythmische Aufmotzung, wom&ouml;glich nervende, gar st&ouml;rende Techno- oder Dance-Effekte und &ndash;Elemente, schl&uuml;ssig, ehrlich und absolut untadelig ins Heute und Hier transferiert, IBOs gl&auml;nzender New-Romantic-Popper <strong>&bdquo;Spieglein an der Wand&ldquo;<\/strong> hingegen nachgerade modernisiert und aufgepeppt, aber stets in stilvoller, gediegener Edeldisco-Manier, ohne die Fans des Originals in irgendeiner Form abzuschrecken.<\/p>\n<p>Schlussendlich fanden spritzige Reanimationen von Stefans einstigen, eher luftig-leicht, foxig und tanzbar arrangierten Radio- und Partyknallern <strong>&bdquo;F&uuml;r dieses Leben w&uuml;rd&lsquo; ich sterben&ldquo;<\/strong>, <strong>&bdquo;Gott hatte einen Traum&ldquo;<\/strong> oder <strong>&bdquo;Wer Fox tanzt, der ist gut im Bett&ldquo;<\/strong>, die zuvor auf &uuml;ber 100 Schlagersamplern verkoppelt worden waren, Platz auf seiner &uuml;bervollen 18-Track-Scheibe &bdquo;Augenblicke&ldquo;, die mit dem grazilen, balladesken Duett mit Tanja Lasch, <strong>&bdquo;Leb Deinen Traum&ldquo;<\/strong>, furios beschlossen wird, das von ihrem Herrn Papa Burkhard Lasch ersonnen wurde und wir bereits Tanjas erw&auml;hnter Solo-CD &bdquo;Lebensecht&ldquo; kennen.<\/p>\n<p>Allgemein ist beim nachhaltigen Anh&ouml;ren von &bdquo;Augenblicke&ldquo; schnell festzustellen &#8211; und in einem Atemzug als ungemein positiv und stringent hervorzuheben -, dass der K&uuml;nstler auf seinem neuen Opus das Hauptaugenmerk von fr&uuml;heren Experimenten im knalligen Disco-Fox-, Partyschlager- und Mallorca-Umfeld abwendet und dasselbe wiederum eindeutig und prononciert in die Richtung des gehobenen, melodieorientierten, zwar rundherum aufgeschlossen und zeitgem&auml;&szlig; t&ouml;nenden, aber trotzdem eher traditionsbewussten Schlagers und Popschlagers lenkt. Diese grandiose, feingliedrige R&uuml;ckbesinnung ist oft opulent, nicht selten latent rockig, ausnahmslos sehr erwachsen, reif und tiefgr&uuml;ndig inszeniert. Die entsprechende Vorgehensweise verleiht der gesamten Produktion, die der Interpret gemeinsam mit Kollege Gerd Jakobs verantwortete und selbstst&auml;ndig masterte und abmischte, ein immens ausgefeiltes, stilsicheres, beinahe elit&auml;res Ambiente, das somit dem Projekt <strong>STEFAN PETERS<\/strong> in summa vortrefflich und musterg&uuml;ltig zu Gesicht steht &#8211; und daraus folgend auch in Futuro seitens des so mannigfaltig talentierten Vollblutmusikers fortgesetzt werden sollte!<\/p>\n<p>Altersgenossen von K&uuml;nstler und Rezensent werden sich mehr als nur ein paar &bdquo;Augenblicke&ldquo; lang mit hier analysierter CD besch&auml;ftigen. Menschen, denen manche der gegenw&auml;rtigen, oft rhythmisch arg rabiaten und glei&szlig;enden Disco-Fox-Hits zu laut, zu &bdquo;bumsend&ldquo;; zu grell sind, unbelehrbare 80er-Kinder, die z.B. Andreas Martin, Michael Stein, Nino de Angelo, eben Helmut Frey oder die &bdquo;M&uuml;nchener Freiheit&ldquo; m&ouml;gen, k&ouml;nnen und sollten umgehend zugreifen. F&uuml;r mich pers&ouml;nlich z&auml;hlt <strong>&bdquo;Augenblicke&ldquo;<\/strong> von <strong>Stefan Peters<\/strong> bereits jetzt zu meinen subjektiven &bdquo;Top 10&ldquo; der 2015 ver&ouml;ffentlichten, deutschsprachigen Tontr&auml;ger!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 21.\/22. August 2015<br \/>http:\/\/maniamusic.de\/<br \/>http:\/\/www.stefan-peters.info\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche der insgesamt 18 musikalischen &#8222;Augenblicke&#8220; die Gunst des Musikjournalisten erringen konnten&#8230;:\u00a0 Den meisten von uns Schlagerfreunden ist der geb&uuml;rtig<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":86672,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[28],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86671"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=86671"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86671\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/86672"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=86671"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=86671"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=86671"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}