{"id":86293,"date":"2015-09-02T00:00:00","date_gmt":"2015-09-02T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=86293"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"UDO-JUERGENS-ALICE-amp-ELLEN-KESSLER-EDI-86292","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/oldies\/UDO-JUERGENS-ALICE-amp-ELLEN-KESSLER-EDI-86292\/","title":{"rendered":"UDO J\u00dcRGENS, ALICE &#038; ELLEN KESSLER, EDINA POP, DUSTY SPRINGFIELD, JACK WHITE u.a. <br \/>Das 3-CD-Set &quot;Partykeller-Knaller&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Die Box wartet mit vielen gro\u00dfen Schlager-Oldies, aber auch mit einigen ausgesuchten Rarit\u00e4ten und Kuriosit\u00e4ten auf!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man heutzutage den Begriff &bdquo;Partymusik&ldquo; oder &bdquo;Partyschlager&ldquo; h&ouml;rt, denkt vermutlich jeder Musikfreund zuvorderst an Ballermann, Apres-Ski oder &bdquo;Schlager-Move&ldquo;, an Mickie Krause, Willi Herren, Ina Colada oder Peter Wackel.<\/p>\n<p>Dies stimmt insofern, als dass die aktuelle Szenerie des Partyschlagers tats&auml;chlich von diesen Begrifflichkeiten bzw. Interpreten (und nat&uuml;rlich auch noch vielen, vielen anderen aus diesem Genre) bestimmt wird. Doch auch zu fr&uuml;heren Zeiten, vor vierzig, f&uuml;nfzig Jahren, wurden in diesem unserem Lande mit gro&szlig;er Freude Tanzfeten und Musikpartys mit Schlagerhintergrund gefeiert. Um diesem Umstand zu gedenken, hat die Katalogabteilung von EMI\/Universal nun ein ganz besonders spannendes und musikgeschichtlich h&ouml;chst relevantes &ndash; dabei klanglich ein ums andere Mal einfach nur wonnig und launig durch die Boxen dringendes &ndash; Drei-CD-Projekt namens <strong>&bdquo;PARTYKELLER-KNALLER&ldquo; <\/strong>zusammengestellt, welches &ndash; zu einem famosen Preis von nur ca. zehn Euro &ndash; vor einigen Tagen der &Ouml;ffentlichkeit zugef&uuml;hrt wurde. Hierbei haben die Archivare in Berlin ausschlie&szlig;lich hauseigenes Material, das einst bei EMI, Polydor oder deren Unterlabels erschienen war, zusammengetragen, welches aus den Jahren 1957 bis 1979 stammt und, neben unz&auml;hligen allseits bekannten Gassenhauern und Evergreens, auch eine gro&szlig;e Anzahl an ultrararen Schmankerln beinhaltet, die oft noch niemals zuvor im CD-Format erh&auml;ltlich waren.<\/p>\n<p>F&uuml;r den Verfasser dieser Zeilen bedeutete die intensive Besch&auml;ftigung mit den insgesamt 60 <strong>&bdquo;Partykeller-Knallern&ldquo;<\/strong> auf drei Silberscheiben eine kleine &sbquo;Sentimental Journey&lsquo; in seine fr&uuml;he Kindheit. Viele der darauf verkoppelten Lieder hat mir ein Vater in den Jahren von Kindergarten und Grundschule ein ums andere Mal um die Ohren wehen lassen. Das Repertoire der Dreier-Box, als ich die Titelliste derselben k&uuml;rzlich auf <em>smago!<\/em> erstmals las, rief bei mir sogleich Erinnerungen wach, etwa an den legend&auml;ren, 1979 ver&ouml;ffentlichten Telefunken-Vinyl-Sampler &bdquo;Hits mit Witz&ldquo;, auf dem sich nicht wenige derjenigen 60er- und 70er-Partyhits befanden, welche nun, Dank der Kollegen bei EMI\/Universal, geballt auf CD vorliegen, und der damals vor 35 Jahren auf dem Plattenspieler meines Herrn Vaters rauf und runter gespielt wurde. So h&ouml;ren wir gewiss die ganz gro&szlig;en Fetenhymnen der ausgehenden Adenauer-&Auml;ra, der wilden 60er und der so aufbruchstrunkenen, wie krisengesch&uuml;ttelten 70er Jahre, die sowohl der heutigen 40plus-Generation, wie auch deren Eltern, fast allesamt in Fleisch und Blut &uuml;bergangen sein m&uuml;ssten.<\/p>\n<p>Da fordert etwa der augenblickliche Neo-Metaller <strong>Heino<\/strong> mit viel <strong>&bdquo;Karamba, Karacho&ldquo;<\/strong> (und zackigen, s&uuml;damerikanisch ausgelegten Tango-Kl&auml;ngen) einen &bdquo;Whiskey&ldquo; (und einen Gin!) ein (1969), mag <strong>Gitte (Haenning)<\/strong> 1963 nicht auf ihre b&uuml;rgerlichen Eltern h&ouml;ren und weder einen Bahnbeamten, noch einen &sbquo;Filmfritzen&lsquo; ehelichen, sondern stattdessen lieber <strong>&bdquo;&lsquo;nen Cowboy als Mann&ldquo;<\/strong>, oder treibt es den jungen <strong>Howard Carpendale<\/strong> dringlichst zum Autorennen nach <strong>&bdquo;Indianapolis&ldquo;<\/strong> (1970), bevor er sich in das mutma&szlig;lich traumhafte <strong>&bdquo;sch&ouml;ne M&auml;dchen auf Seite Eins&ldquo;<\/strong> irgendeines Versandhauskataloges verliebt. Schnulzenk&ouml;nig <strong>Roy Black<\/strong> bekannte hingegen, in trauter Zweisamkeit mit der sp&auml;teren Mrs. Oldfield, Anita Hegerland, <strong>&bdquo;Sch&ouml;n ist es auf der Welt zu sein&ldquo;<\/strong> (1971), w&auml;hrend der im westf&auml;lischen Kerpen lebende Londoner <strong>Graham Bonney<\/strong> mit seinem unvergleichlichen britischen Akzent <strong>&bdquo;3-3-3&ldquo;<\/strong> &sbquo;auf dem Telephone&lsquo; w&auml;hlte (1968), die Berliner Stilwandlerin <strong>Katja Ebstein<\/strong>, volkst&uuml;mlich angehaucht, die von Texter Georg Buschor ersonnene Sage vom &bdquo;J&auml;ger&ldquo; erz&auml;hlte, in dessen Leben &bdquo;mancher Schuss daneben geht&ldquo;, oder die rotm&auml;hnige Vamp-Chanteuse <strong>Margot Werner<\/strong> lasziv-erotisch hauchend zu deftigen Swing-Ragtime-Klimpereien fabulierte: <strong>&bdquo;So ein Mann <\/strong>\/<strong> So ein Mann <\/strong>\/<strong> zieht mich unwahrscheinlich an&ldquo;<\/strong> (1976).<\/p>\n<p>Getanzt, gefetet und &ndash; wie man damals formulierte &ndash; abgehottet werden darf auch zu <strong>Ralph Bendix<\/strong>&lsquo; so humorvollem, wie kongenialen <strong>&bdquo;Babysitter-Boogie&ldquo;<\/strong> (1961), wie gleichsam zu dessen gesungener Kongo-Expedition <strong>&bdquo;Tumba Tumbala&ldquo;<\/strong> (1972), <strong>Erik Silvesters<\/strong> peppigem 1969er-Stomper <strong>&bdquo;Zucker im Kaffee&ldquo;<\/strong>, <strong>Benny Quicks<\/strong> rock&rsquo;n&rsquo;rolliger Ode auf die kesse <strong>&bdquo;Motorbiene&ldquo;<\/strong> (1962) oder zu <strong>Dorthe Kollos<\/strong> witzigem Schlagerohrwurm <strong>&bdquo;W&auml;rst Du doch in D&uuml;sseldorf geblieben&ldquo;<\/strong> (1968). Die griechische Weltb&uuml;rgerin <strong>Vicky Leandros <\/strong>ist mit dem leckeren Beat-Schlager <strong>&bdquo;Gr&uuml;nes Licht&ldquo;<\/strong> (1967) mit von der Party-Partie, die skandalumwitterte Berliner Chansondame <strong>Hildegard Knef<\/strong> fabrizierte Frank Sinatras bl&auml;serverst&auml;rkten Edel-Samba <strong>&bdquo;Coffee Song&ldquo;<\/strong> (1946) knapp 30 Jahre sp&auml;ter, 1975, ausgestattet mit einem &uuml;berkandidelten deutschen Text des Wiener Helmut-Qualtinger-Intimus Gerhard Bronner<\/p>\n<p>Das norwegische Energieb&uuml;ndel <strong>Wencke Myhre<\/strong> hat gleich drei unvergessliche &bdquo;Partykeller-Knaller&ldquo; vorzuweisen, die da hei&szlig;en <strong>&bdquo;Komm doch&ldquo;<\/strong> (1967), <strong>&bdquo;Flower-Power-Kleid&ldquo;<\/strong> (1968) und &ndash; wie kann es anders sein? &ndash; <strong>&bdquo;Er hat ein knallrotes Gummiboot&ldquo;<\/strong> (1970); ihr M&uuml;nchener Gefolgsmann in Sachen Optimismus und Schlagerfrohsinn, <strong>Chris Roberts<\/strong>, steht zweimal auf der Tracklist (<strong>&bdquo;Mein Name ist Hase&ldquo;<\/strong>, 1970, <strong>&bdquo;Kesse K&uuml;sse&ldquo;<\/strong>, 1973), die italienische Starentertainerin <strong>Caterina Valente<\/strong> jahrzehnte&uuml;bergreifend gleich dreimal (<strong>&bdquo;Fiesta Cubana&ldquo;<\/strong>, 1955, <strong>&bdquo;Tipitipitipso&ldquo;<\/strong>, 1957 und <strong>&bdquo;Flamenco Espanol&ldquo;<\/strong>, 1979) und, wiederum mit zwei Beitr&auml;gen gelistet, ist das schwedische Schlagergirl <strong>Lill Babs<\/strong> (<strong>&bdquo;Yes, Mister Superman&ldquo;<\/strong>, <strong>&bdquo;Heja, Heja, ein Sombrero&ldquo;<\/strong>, beide 1962).<\/p>\n<p>Dauerhaft ansprechende, wenn nicht gar ewig bet&ouml;rende, niemals verbl&uuml;hende &bdquo;Partykeller-Knaller&ldquo; haben selbstverst&auml;ndlich auch die unvergleichlichen Schlagergottheiten der Wirtschaftswunder-&Auml;ra, wie <strong>Bill Ramsey<\/strong> (<strong>&bdquo;Wumba-Tumba-Schokoladeneisverk&auml;ufer&ldquo;<\/strong>, 1959 bzw. <strong>&bdquo;Pigalle, Pigalle&ldquo;<\/strong>), <strong>Trude Herr<\/strong> (<strong>&bdquo;Ich will keine Schokolade&ldquo;<\/strong>, 1959 bzw. <strong>&bdquo;Tschitschibum&ldquo;<\/strong>, 1961), <strong>Gus Backus<\/strong> (<strong>&bdquo;Da<\/strong> <strong>sprach der alte H&auml;uptling&ldquo;<\/strong>, 1960 und <strong>&bdquo;Sauerkraut-Polka&ldquo;<\/strong>, 1961) oder das Schweizer &bdquo;<strong>Hazy-Osterwald-Sextett<\/strong>&ldquo; (<strong>&bdquo;Konjunktur-Cha-Cha-Cha&ldquo;<\/strong>, 1960), vorzuweisen, die seitens der EMI\/Universal-Archivare auf dieser faszinierenden Drei-CD-Box einen verdienten Platz einger&auml;umt bekommen haben.<\/p>\n<p>Zu den &bdquo;neueren&ldquo; Beitr&auml;gen auf hier analysierter CD-Kompilation, die wir Kinder der 70er und 80er in fr&uuml;hen Jahren unserer Adoleszenz noch &sbquo;live&lsquo; in den Hitparaden, Radio- und TV-Sendungen jener Tage miterlebten konnten, z&auml;hlen z.B. <strong>Bata Ilics<\/strong> augenzwinkernd-doppeldeutiger, 20er-Jahre-inluenced-Jux-Ohrwurm <strong>&bdquo;Ich m&ouml;cht&lsquo; der Knopf an Deiner Bluse sein&ldquo;<\/strong>, <strong>Tony Holidays<\/strong> fescher Discorenner <strong>&bdquo;Tanze Samba mit mir&ldquo;<\/strong> (1977), dessen rhythmisch und inhaltlich &auml;hnlich ausgerichteter Tanzfl&auml;chenf&uuml;ller <strong>&bdquo;Samba Ole&lsquo; &ndash; Rumba OK&ldquo;<\/strong> (mit der konkurrenzlos doofen Textzeile &bdquo;Das ist sch&ouml;n \/ jede Nacht \/ wird nur Bum-Bum gemacht&ldquo;), <strong>Ireen Sheers<\/strong> bis heute &sbquo;sheer&lsquo; faszinierender 1978er-Eurovisions-Beitrag <strong>&bdquo;Feuer&ldquo;<\/strong> oder die dralle Stimmungs-Auslegung des &bdquo;GREASE&ldquo;-Musical-Hits &bdquo;You&rsquo;re the One that I want&ldquo;, im Original von Olivia Newton-John und John Travolta, mit deutschenglischem Bl&ouml;deltext von Ex-&bdquo;Rattle&ldquo; Frank Dostal verstehen, 1978 &uuml;berkandidelt dargeboten von <strong>Helga Feddersen <\/strong>&amp;<strong> Dieter Hallervorden<\/strong>.<\/p>\n<p>Im Rahmen der unz&auml;hligen Rarit&auml;ten unter den &bdquo;Partykeller-Knallern&ldquo; wurden z.B. der aufgedonnerte, nahezu psychedelisch angehauchte Soulschlager <strong>&bdquo;Alarmstufe Eins&ldquo;<\/strong> (1970) von der sp&auml;teren &bdquo;Dschinghis-Khan&ldquo;-S&auml;ngerin <strong>Edina Pop<\/strong> oder deren mediterran-lebensfrohe 1969er-Single <strong>&bdquo;Stop Amico&ldquo; <\/strong>ausgew&auml;hlt. Die freche &bdquo;Deutsche Originalaufnahme&ldquo; des &bdquo;LUV&ldquo;-Discothekenrei&szlig;ers &bdquo;Casanova&ldquo;, hier <strong>&bdquo;Du bist ein Casanova&ldquo;<\/strong>, gesungen von der dar&uuml;ber hinaus kaum bekannt gewordenen S&auml;ngerin <strong>Kirstin Lill<\/strong> (1979), oder die von ihrer Hamburger Schlagerkollegin <strong>Heidi Bachert<\/strong> &ndash; stimmlich und stilistisch un&uuml;berh&ouml;rbar von Manuelas themen&auml;hnlichem Megahit beeinflusste\/abgekupferte &ndash; luftig-swingende These <strong>&bdquo;Beim Bossa Nova k&uuml;sst man nicht&ldquo;<\/strong> (1964), wie gleichsam deren Millie-Small-Coverversion <strong>&bdquo;My Boy Lollipop&ldquo;<\/strong>, 1964 mit einer muttersprachlichen Betextung durch Kurt Hertha, sind ebenfalls bislang nur &auml;u&szlig;erst selten bis gar nicht auf Silberscheibe erh&auml;ltlich gewesen. Jener Kurt Hertha bearbeitete lyrisch auch <strong>Dusty Springfields<\/strong> Erstlingshit &bdquo;I only wanna be with you&ldquo; etwas holperig auf Deutsch als <strong>&bdquo;Auf Dich nur wart&lsquo; ich immer zu&ldquo;<\/strong>, welches 1964 von der aus London stammenden Originalinterpretin, wahrscheinlich mit gro&szlig;en Lettern in Lautschrift aufgemalten Textvorlagen im Blick, niedlich, aber mit viel, viel britischer Ausdrucksweise, f&uuml;r den teutonischen Musikmarkt eingesungen wurde.<\/p>\n<p>Auch <strong>Siw Malmkvists<\/strong> ausgelassene Hommage an den <strong>&bdquo;Rhythmus 1920&ldquo;<\/strong> (1963), der liebevoll-gem&auml;chliche (durchwegs instrumentale) Foxtrott <strong>&bdquo;Dame Dame Ya&ldquo;<\/strong> des legend&auml;ren Orchesterleiters <strong>Bela Sanders<\/strong>, der, anders als sein ungarisches Pseudonym vermuten l&auml;sst, in Wirklichkeit aus Wuppertal-Elberfeld stammte und als musikalischer Pionier des ab 1966 vom &bdquo;Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband&ldquo; j&auml;hrlich konzipierten Schallplattenprojekts &bdquo;Die Tanzplatte des Jahres&ldquo; gilt, oder die legend&auml;ren <strong>Kessler-Zwillinge Alice &amp; Ellen K<\/strong>. mit ihrer scherzhaften Weltreise <strong>&bdquo;Schreib&lsquo; mir eine Karte&ldquo;<\/strong> (1959) fallen in die Schublade &bdquo;rar &amp; begehrt&ldquo;. Sogar Gro&szlig;meister <strong>Udo J&uuml;rgens<\/strong> pers&ouml;nlich ist mit einer von Heinz Gietz und Hans Bradkte ersonnenen (mit sp&auml;teren Udo-Meisterwerken nat&uuml;rlich qualitativ und stilistisch keinesfalls vergleichbaren) Swing-Samba-Schlager-Melange namens <strong>&bdquo;Cara-Caramel, Choco-Chocolate&ldquo;<\/strong> unter den &bdquo;Partykeller-Knallern&ldquo; vorzufinden. Als die Flensburger S&auml;ngerin <strong>Marion Maerz<\/strong> noch unter ihrem Realnamen <strong>&bdquo;Marion Litterscheid&ldquo;<\/strong> publizierte, nahm sie 1964 neunzehnj&auml;hrig f&uuml;r Polydor die munter-teenagerhafte Joe-Menke-Komposition <strong>&bdquo;Mister Boyfriend&ldquo;<\/strong> auf, und sogar &ndash; alleine die Ausgrabung dieses karnevalistisch angehauchten Jux-Schlagers d&uuml;rfte f&uuml;r viele Sammler einen realen Kaufzwang betreffs der &bdquo;Partykeller-Knaller&ldquo; bedeuten &ndash; Mr. <strong>Jack White<\/strong> ad Personam ist mit der noch nie zuvor auf CD aufbereiteten, als Vinyl kaum noch auffindbaren, selbstgesungenen 1967er-Single <strong>&bdquo;Bumba Girl&ldquo;<\/strong> auf diesem wahrhaftig ph&auml;nomenal kompilierten Drei-CD-Set vertreten. Ebenfalls in s&uuml;damerikanischen Gefilden hielt sich &uuml;brigens auch Lady <strong>Edina Pop<\/strong> 1971 in ihrem hei&szlig;bl&uuml;tigen Tanzschlager <strong>&bdquo;Carneval Brasil&ldquo;<\/strong> auf.<\/p>\n<p>Fraglos fanden auch einige reale Trash-Beitr&auml;ge und liebenswerte Peinlichkeiten den Weg auf die proppevolle Drei-CD-Box: Zu denjenigen &bdquo;Partykeller-Knallern&ldquo;, die wirklich nur nach ein paar Gl&auml;sern Bier oder Wein genie&szlig;bar sind, kann man einwandfrei <strong>Nico Haaks<\/strong> doppeldeutigen Holland-Schunkler <strong>&bdquo;Unter dem Schottenrock ist gar nichts&ldquo;<\/strong> (1976), die recht unbedeutende Nachfolgesingle des Dauerbrenners <strong>&bdquo;Schmidtchen Schleicher&ldquo;<\/strong> (der ebenfalls auf &bdquo;Partykeller-Knaller&ldquo; ber&uuml;cksichtigt wurde), rechnen, wie unterschiedslos den herrlich bl&ouml;den (von Frl. Menkes Vater Joe M. verfassten) &bdquo;Itsy-Bitsy-Teenie-Weenie&ldquo;-Verschnitt <strong>&bdquo;Minikini&ldquo;<\/strong> (1964) der omin&ouml;sen Gesangsformation <strong>&bdquo;Der Textil-Sparverein&ldquo;<\/strong>, deren Gesangsstimmen im Netz &uuml;berwiegend Rene Kollo zugeordnet werden und die offenbar ausschlie&szlig;lich zwecks kosteng&uuml;nstigen Nachsingens bekannter zeitnaher Hits f&uuml;r Polydor-Billiglabels ins Leben gerufen wurde, oder den kurzlebigen Modetanz <strong>&bdquo;Hoppel Poppel&ldquo;<\/strong>, hier dargeboten vom <strong>&bdquo;Orchester Dicky Gray&ldquo;<\/strong>, hinter dem sich der Oberhausener Starkomponist und &ndash;produzent Werner Twardy verbarg.<\/p>\n<p>Mit der offenkundig von einem anonymen Studios&auml;nger, der sich f&uuml;r eine einzige Produktion unter dem Titel <strong>&bdquo;Hab&rsquo;n wir nicht &acute;nen klugen Hund&ldquo;<\/strong> den Wau-Wau-Namen <strong>&bdquo;Waldi&ldquo;<\/strong> zuerkannt hatte, endet eine fulminante Kollektion am&uuml;santer, kurzweiliger, teils k&ouml;stlicher, teils komischer, deutscher Schlagermusik aus rund zwei Jahrzehnten, die nicht nur zum Tanzen, Feiern und Mitsingen geeignet sind, sondern zugleich als fr&ouml;hliche Zeitreise in die Aufbruchzeit der Bundesrepublik, hinein in die reformfreudigen 60er und 70er Jahre, dient, und letztlich eine ganze Menge des damaligen, heutzutage vielleicht manchmal bel&auml;chelten Zeitgeistes dieser &Auml;ra auf aufregende und authentische Weise aufw&auml;rmt und repr&auml;sentiert. Kurzum: Die Drei-CD-Box <strong>&bdquo;PARTYKELLER-KNALLER&ldquo;<\/strong> ist f&uuml;r Sammler, musik- und zeitgeschichtlich interessierte Menschen ebenso interessant, wie f&uuml;r Freunde guter, frecher Partymucke, jenseits aktueller Str&ouml;mungen von Ballermann bis Mickie Krause!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 28. bis 31. August 2015<\/p>\n<p>http:\/\/www.j-white.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Box wartet mit vielen gro\u00dfen Schlager-Oldies, aber auch mit einigen ausgesuchten Rarit\u00e4ten und Kuriosit\u00e4ten auf!\u00a0 Wenn man heutzutage den<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":86294,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[24],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86293"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=86293"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86293\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/86294"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=86293"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=86293"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=86293"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}