{"id":86287,"date":"2015-09-02T00:00:00","date_gmt":"2015-09-02T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=86287"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"BATA-ILLIC-smago-Serie-Schlager-86286","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/BATA-ILLIC-smago-Serie-Schlager-86286\/","title":{"rendered":"BATA ILLIC <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &quot;vor 40 Jahren&quot; von Stephan Imming: Teil 35 &#8211; Bata Illic (&quot;Ich hab noch Sand in den Schuhen aus Hawaii&quot;)!"},"content":{"rendered":"<p>Neuzugang 08.09.1975!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 30. September 1939 wurde BATA ILLIC (b&uuml;rgerlich Bata Ilic mit einem &bdquo;l&ldquo;) in Belgrad (damals K&ouml;nigreich Jugoslawien) als Sohn eines Finanzbeamten geboren.<\/p>\n<p>Als Kind wollte er Arzt werden. Nach dem Abitur &auml;nderte sich das &#8211; nach einem nur kurz begonnenen Chemie-Studium schwenkte er um und studierte acht Semester Sprachen (Englisch und Italienisch) sowie Literaturgeschichte. Er schloss das Studium ab und wurde diplomierter Philologe mit Lehrer-Examen.<\/p>\n<p>Bereits w&auml;hrend des Studiums nahm er ab 1959 Gesangsunterricht bei den Belgrader Musikp&auml;dagogen <em>Jovan Srbulj<\/em> und <em>Prof. Dusan Babic. <\/em>&nbsp;Dort lernte er insbesondere, was Intonation ausmacht und dass jede Komposition und jeder Text gef&uuml;hlsm&auml;&szlig;ige H&ouml;hepunkte hat. Freunde ermutigten ihn, &ouml;ffentlich aufzutreten. So sang er dann bei Studentenpartys und in Studentenkneipen, man konnte ihn auch im Club der Medizinischen Fakult&auml;t und im &bdquo;Caf&eacute; Terasije&ldquo; h&ouml;ren. 1960 sammelte er B&uuml;hnenerfahrungen in Belgrader Jazz- und Jugendclubs, wo er mit einer eigenen kleinen Band auftrat, die sich zumeist &quot;<em>Bata Illic &amp; Band<\/em>&quot; nannte. Schlagzeuger dieser Band war der Musiker <em>Andreas Triphan<\/em>, der das Musik-Projekt auch finanziell unterst&uuml;tzte &#8211; nur ein Jahr sp&auml;ter trennten sich aber wieder die Wege Illics und <em>Triphans<\/em>, da dieser mitsamt der Band nach Frankreich auswandern wollte.<\/p>\n<p>1961 nahm Bata eine Stellung als Lehrer an einer Schule in Belgrad an. Zwei Jahre lang war er in Belgrad als Lehrer f&uuml;r Sprachen t&auml;tig.<\/p>\n<p>W&auml;hrend eines Konzerts im Belgrader Kalemegdan-Park, wo sich die musikbegeisterte Jugend damals traf, lernte Bata seine sp&auml;tere Ehefrau, die Malerin und Bildhauerin <em>Olga <\/em>kennen, mit der er seit 1963 bis heute verheiratet ist.<\/p>\n<p>Nach einem Auftritt in der amerikanischen Botschaft bekam Bata das Angebot, drei Monate im US-Club &bdquo;Twister&ldquo; (mit der Band &bdquo;<em>Grandpa&#39;s Whites<\/em>&ldquo;) in Bad Kissingen zu spielen. Offensichtlich kam seine Drei-Oktaven-Stimme an. Ab 1963 trat Bata dort auf, es folgten Auftritte in Clubs von Bad Hersfeld, Poppenburg, Fulda und Berlin. &#8211; Er blieb in Deutschland. Es gibt Stimmen, die behaupten, Bata sei auch politisch motiviert (, weil systemkritisch) in Deutschland geblieben &#8211; dazu habe ich aber keine offizielle Best&auml;tigung gefunden.<\/p>\n<p>F&uuml;r eine kurze Zeit tat sich Bata noch mal mit <em>Andreas Triphan<\/em> zusammen und trat mit ihm in S&uuml;ddeutschland auf, allerdings war auch diesmal die Zusammenarbeit nicht von l&auml;ngerer Dauer.<\/p>\n<p>In den n&auml;chsten Jahren tingelte Bata durch die Lande und interpretierte dabei die Lieder der damals popul&auml;ren S&auml;nger wie <em>Nat King Cole<\/em> und <em>Frank Sinatra<\/em>. Zwischenzeitlich spielte er auch Bass in einer Jazz-Band. &#8211; Nebenher verbesserte er seine Deutsch-Kenntnisse. Er lie&szlig; sich mit Ehefrau Olga in M&uuml;nchen nieder.<\/p>\n<p>1966 lernte er den Produzenten <em>Conny Scheffel<\/em> kennen, der nach ersten Probeaufnahmen Kontakte zu einer Schallplattenfirma herstellte. In jenem Jahr ver&ouml;ffentlichte der Jugoslawe seine&nbsp; erste Single: &bdquo;<strong>Die Welt ist voller Liebe<\/strong>&ldquo; war die von <em>Kurt Hertha<\/em> getextete deutsche Version des <em>Jon-Jon Lewis<\/em>-Hits &bdquo;World Full of Sadness&ldquo; &#8211; es gelang ein Kunstst&uuml;ck, das nicht vielen Interpreten gelang: Gleich mit seiner ersten Single kam Bata damit in die Verkaufs-Charts.<\/p>\n<p>Auch die zweite Single war eine Coverversion, die aber nicht so erfolgreich war wie ihre Vorg&auml;ngerin: Aus <em>Tony Renis&#39;<\/em> &bdquo;Non Mi Dire Mai Good Bye&ldquo; machte erneut <em>Kurt Hertha<\/em> &bdquo;<strong>Was wird morgen sein?<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Die dritte Single beim kleinen Label Victoria wurde von <em>Bill Starek<\/em> (b&uuml;rgerlich <em>Gerd Schmidt<\/em>) komponiert und <em>Wolfgang Franke<\/em> getextet. Letzterer machte sich einige Jahre sp&auml;ter mit dem deutschen Text des Liedes &bdquo;Hey Pippi Langstrumpf&ldquo; einen Namen. &#8211; Der Bata-Titel &bdquo;<strong>Morena<\/strong>&ldquo; hingegen war eher ein Flop.<\/p>\n<p>Die ersten drei Singles sind &uuml;brigens alle auch bei Polydor erschienen &#8211; die dritte dann mit dem Titel &bdquo;<strong>Der Traum von Mexico<\/strong>&ldquo; (Text: <em>Kurt Hertha<\/em>) als A-Seite.<\/p>\n<p>Die vierte und letzte Single bei Victoria war &bdquo;<strong>Mit verbundenen Augen<\/strong>&ldquo;. Auch diese im Sommer 1968 erschienene Single wurde sp&auml;ter bei Polydor ver&ouml;ffentlicht, weil der Song aus der Feder von <em>Karl G&ouml;tz<\/em> ein echter Hit wurde. Die Single kam am 01.11.1968 erstmals in die Verkaufshitparade und ist auch insofern historisch, als dass der Song bei <em>Dieter Thomas Heck<\/em>s allererster ZDF-Hitparade vorgestellt wurde. Der bis heute gerne (z. B. von den <em>Cappuccinos<\/em>) gecoverte Schlager war Batas erster Top-20-Erfolg in Deutschland.<\/p>\n<p>Spitzfindige Text-Analysten sind &uuml;brigens &uuml;ber den &bdquo;Dreischritt&ldquo; gestolpert: &bdquo;<em>Dich erkenn&lsquo; ich mit verbund&rsquo;nen Augen &ndash; ohne Licht und in der Dunkelheit<\/em>&ldquo;, d. h. Augenklappe, kein Licht und Nacht. Ob damit in der Tat die besonders stark ausgepr&auml;gte Liebesf&auml;higkeit des m&auml;nnlichen Interpreten glaubhaft unter Beweis gestellt wurde, ist wohl nicht wirklich bewiesen.. Schlagerexperte <em>Reiner Moritz<\/em> jedenfalls analysierte treffend: &bdquo;<em>Dass verbund&rsquo;ne Augen allein Liebesst&auml;rke anzeigen, versuchte wenig sp&auml;ter Ulli Martin, eine Art Second-hand-Roy-Black aus Osnabr&uuml;ck, mit &sbquo;Ich tr&auml;ume mit offenen Augen von Dir&lsquo; zu entkr&auml;ften<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>Auch die n&auml;chste 1969 erschienene Single kam in die Verkaufs-Hitparaden, auch wenn die Titelzeile viel Platz f&uuml;r Interpretationen l&auml;sst: &bdquo;<strong>Die Liebe kommt am Abend &#8211; das Gl&uuml;ck kommt in der Nacht<\/strong>&ldquo;. Auf dem Cover nachdenklich Pfeife rauchend, scheint das wohl eher eine philosophische Betrachtungsweise zu sein. Lange vor Trio sang Bata in dem Song: &quot;<em>Da, da, da, da, da, da, da&#8230;&quot;.<\/em> Es reichte immerhin erneut f&uuml;r einen Top-20-Hit.<\/p>\n<p>Die unglaublich umtriebigen jungen Schlagermacher <em>Joachim Heider<\/em> und <em>Michael Holm<\/em> machten 1969 auch vor Bata Illic nicht Halt: Mit dem von diesen beiden geschriebenen Song &bdquo;<strong>Schlie&szlig; Deine Augen und schau in mein Herz<\/strong>&ldquo; nahm Bata am 03. Juli 1969 am Deutschen Schlager-Wettbewerb in Wiesbaden teil und erreichte immerhin einen 5. Platz (Sieger war damals <em>Roberto Blanco<\/em> mit &bdquo;Heute so &#8211; morgen so&ldquo;). Genau diese Position erreichte er auch in der ZDF-Hitparade &#8211; erstmals konnte Bata sich dort mit einem Titel auch platzieren. Auch in den Verkaufsbestenlisten tauchte der Titel auf.<\/p>\n<p>In diesen Jahren ging Bata mit dem Orchester <em>James Last<\/em> auf Kanada-Tournee, der Erfolg begann sich langsam zu festigen.<\/p>\n<p>Die 70er Jahre l&auml;utete Bata mit einem gospelartigen Schlager ein. Das Original war eine <em>Lawrecne-Reynolds<\/em>-Komposition, die auch von <em>Johnny Rivers<\/em> gecovert wurde: &bdquo;Jesus Is A Soul Man&ldquo; &#8211; <em>Michael Holm<\/em> textete dazu &bdquo;jesusfrei&ldquo; &bdquo;<strong>Schuhe so schwer wie Stein<\/strong>&ldquo;, der im Vergleich zu den Vorg&auml;nger-Songs etwas &bdquo;abfiel&ldquo;.<\/p>\n<p>Besser lief es wieder mit dem romantischen Lied &bdquo;<strong>Wo Liebe ist, da ist auch ein Weg<\/strong>&ldquo;. Am 04. Juli 1970 nahm Bata mit diesem von <em>Karl G&ouml;tz<\/em> komponierten Song erneut beim deutschen Schlagerwettbewerb teil &#8211; diesmal reichte es sogar f&uuml;r einen dritten Platz. Interessant ist, dass <em>Michael Kunze<\/em> so etwas war wie der legitime <em>Ralph-Siegel<\/em>-Vorg&auml;nger: Gleich mit drei Texten war er 1970 beim Wettbewerb am Start &#8211; einer davon war der Bata-Illic-Titel. (Den 2. Platz belegte damals &uuml;brigens der von Kunze komponierte und getextete <em>Renate-Kern-<\/em>Klassiker &bdquo;Alle Blumen brauchen Sonne&ldquo;). Spannend: Es bewarb sich auch eine gewisse <em>Agnetha <\/em>f&uuml;r den Wettbewerb &#8211; ihr Titel &bdquo;Hokuspokus&ldquo; konnte sich aber nicht qualifizieren, sie musste erst auf ihre Chance einer Gruppe namens &bdquo;<em>ABBA<\/em>&ldquo; warten&#8230;<\/p>\n<p>Nostalgiker k&ouml;nnen sich hier noch mal den Schnelldurchlauf der damaligen TV-Show ansehen &#8211; selbstverst&auml;ndlich wurde alles live gesungen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><iframe loading=\"lazy\" allowfullscreen=\"\" frameborder=\"0\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/sZqXiuDxGQ4\" width=\"420\"><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der letzten 1970er-Single konnte Bata seinen ersten Top-5-Hit landen. Die von <em>G&uuml;nter Loose<\/em> getextete gleichnamige deutsche Version des <em>Dawn<\/em>-Hits &bdquo;<strong>Candida<\/strong>&ldquo; war erfolgreicher als das Original. Viele Jahre sp&auml;ter (1987) nahm Bata den Klassiker &uuml;brigens noch mal auf.<\/p>\n<p>Auch die n&auml;chste Single schaffte es in die Top-10: Der extra von <em>Chris Andrews<\/em> f&uuml;r Bata Illic komponierte Song &bdquo;<strong>Judy, I love you<\/strong>&ldquo; (Text: <em>Michael Holm<\/em>) hielt sich 22 Wochen in den deutschen Verkaufs-Charts und war damit einer seiner langlebigsten Hits in den Bestenlisten.<\/p>\n<p>Weiter ging es 1971 mit <em>Nicola di Baris<\/em> San Remo-Song &bdquo;Il cuore e uno zingaro&ldquo; &#8211; daraus machte <em>Peter Orloff &bdquo;<\/em><strong>Ein Herz steht nie still<\/strong>&ldquo; &#8211; es reichte immerhin f&uuml;r einen Top-20-Hit.<\/p>\n<p>Auch den n&auml;chsten Song textete <em>Peter Orloff,<\/em> die Komposition stammt vom bis heute sehr erfolgreichen Musikproduzenten <em>Jean Frankfurter<\/em>: &bdquo;<strong>M&auml;dchen, wenn Du einsam bist<\/strong>&ldquo;. Im Fr&uuml;hjahr 1972 war der Song in den Hitparaden.<\/p>\n<p>Was folgte, war f&uuml;r Bata der Hit seines Lebens, den bis heute wohl so ziemlich jeder Deutsche kennt &#8211; eine junge Dame namens &bdquo;<strong>Michaela<\/strong>&ldquo; brachte Bata Gl&uuml;ck, er kam damit erst- und letztmals bis auf Platz 1 der deutschen Verkaufshitparade.<\/p>\n<p>Die Entstehungsgeschichte dieses Riesenhits ist kurios: Die Branchenleute <em>Jean Frankfurter<\/em> (- der hatte als Textdichter f&uuml;r <em>Danyel Gerards<\/em> &quot;Butterfly&quot; ca. ein Jahr zuvor einen echten Nummer-1-Hit in der Tasche -) und <em>Robert Puschmann<\/em> sa&szlig;en in Frankfurt in einer Kneipe beim Bierchen mit ihrem Kumpel <em>Werner Krisch<\/em>. Sie schrien aus einer Bierlaune heraus &bdquo;Michaeeelaaa&ldquo; und versprachen sich, bei einer Ver&ouml;ffentlichung eines gleichnamigen Liedes alle drei Namen als Autoren unter das Lied zu schreiben. So kam Kumpel <em>Werner Krisch<\/em> zu einem lupenreinen Nummer-1-Hit. (Danke an <em>Frank Ehrlacher<\/em>, der diese Anekdote, die ihm Bata Illic so erz&auml;hlt hatte, mir so &uuml;bermittelt hat!). Wobei &ndash; &bdquo;lupenrein&ldquo; ist die Nummer 1 nur bezogen auf die Verkaufs-Charts. In der ZDF-Hitparade langte es nur zu einem dritten Platz. Bei seinem ersten Auftritt mit diesem Lied am 13. Mai 1972 kam er im Refrain ins Stolpern und w&auml;re beinahe &uuml;ber sein Mikrofonkabel gest&uuml;rzt.<\/p>\n<p>Der Song ist nicht nur bei Schlager-Kult-S&auml;ngern wie <em>Dieter Thomas Kuhn<\/em> &uuml;beraus beliebt, nein, der wird auch vom Kabarettisten <em>Wolfgang Trepper<\/em> aufs Korn genommen. Der macht sich &uuml;ber Batas Akzent lustig: &bdquo;&#8230;denn ick liebe nur dick..&ldquo; &#8211; <em>Trepper <\/em>wundert sich dar&uuml;ber, dass Bata nicht auf d&uuml;nne Frauen steht &#8211; na ja, jedem das Seine, und sp&auml;testens seit den H&ouml;hnern ist ja allgemein bekannt, dass dicke M&auml;dchen sch&ouml;ne Namen haben. Und &bdquo;Michaela&ldquo; ist nun f&uuml;rwahr ein sch&ouml;ner Name :-).<\/p>\n<p>Nach dem Schwenk Batas von sehr romantischen Liedern hin zu einem fr&ouml;hlicheren Lied w&auml;hlte man als Nachfolge-Titel f&uuml;r diesen Super-Hit die deutsche Version eines Liedes von Gunther &#8211; &auml;&auml;h, <em>Juan Gabriel<\/em>, dessen &bdquo;No Tengo Dinero&ldquo; zum Inhalt hatte, dass er nichts hat als seine Liebe. <em>G&uuml;nter Loose<\/em> machte aus diesem Lied &bdquo;<strong>So lange ich lebe<\/strong>&ldquo; &#8211; immerhin ein Top-15-Erfolg in Deutschland. Sowohl &bdquo;Michaela&ldquo; als auch &bdquo;So lange ich lebe&ldquo; waren &uuml;brigens Bestandteil des 1973 ver&ouml;ffentlichten <em>Heino<\/em>-Films &bdquo;Blau bl&uuml;ht der Enzian&ldquo;.<\/p>\n<p>Das Original der Folge-Single wurde von einem tunesischen Komponisten namens <em>Robert Fitoussi<\/em> geschrieben, der den Song &bdquo;<strong>Hey Little Girl<\/strong>&ldquo; im englischsprachigen Original unter dem Pseudonym &bdquo;<em>Barry Finlay<\/em>&ldquo; herausbrachte. Einige Jahre sp&auml;ter feierte er als &bdquo;F. R. David&ldquo; mit dem Titel &bdquo;Words&ldquo; gro&szlig;e Erfolge. 1973 war die Zeit wohl noch nicht soo reif f&uuml;r einen Hit &#8211; trotz <em>Michael Holms<\/em> Text blieb der Song hinter den Hit-Erwartungen etwas zur&uuml;ck. (Erneut sei ein Song-Zitat erlaubt:&nbsp; &ldquo;<em>My little girl, so honey, honey, honey, honey, honey, honey, honey, honey, sweet sind Deine K&uuml;sse.<\/em>&quot;)<\/p>\n<p>Trotz des m&auml;&szlig;igen Erfolgs der Vorg&auml;nger-Titels entschied man sich erneut f&uuml;r das Cover eines internationalen Hits. Aus <em>Chris Montez&#39;<\/em> &bdquo;Ay no digas&ldquo; machte &bdquo;<em>Stephan Lego<\/em>&ldquo; in deutscher Version &bdquo;<strong>Komm auf das Schiff meiner Tr&auml;ume<\/strong>&ldquo;. &bdquo;<em>Stephan Lego<\/em>&ldquo; ist &uuml;brigens ein Pseudonym f&uuml;r <em>Erich Offierowski<\/em>. Der benannte sich nach dem Vornamen seines Sohnes (was f&uuml;r ein wundersch&ouml;ner Name! :-)) und dessen Lieblingsspielzeug &#8211; vielen Dank erneut an <em>Frank Ehrlacher<\/em> f&uuml;r diese Information! &#8211; Das Lied schaffte es in die Top-20 &#8211; daher sei erneut ein kleines Zitat daraus erlaubt: &bdquo;<em>Zwei Ukulelen, die klingen &#8211; ein wei&szlig;es Boot f&auml;hrt vorbei. Und dann h&ouml;rst Du, wie sie singen: Aloha-oe auf Hawaii<\/em>&quot;&#8230;<\/p>\n<p><em>Henry Mayer<\/em> und <em>G&uuml;nther Behrle<\/em> schrieben im Anschluss anno 1973 wieder einen Original (Nicht-Cover-) Song f&uuml;r Bata &#8211; und der schlug mal wieder richtig ein &#8211; mit &bdquo;<strong>Schwarze Madonna<\/strong>&ldquo; gelang&nbsp; ein Top-10-Hit. Auf der gleichnamigen LP durfte er &uuml;brigens erstmals auch als Songschreiber ran: Den Titel &bdquo;Meine Reise f&uuml;hrt mich wieder zu Dir&ldquo; schrieb Bata &nbsp;sich selber auf den Leib, der Song wurde allerdings nicht als Single ausgekoppelt.<\/p>\n<p>Trotz des gro&szlig;en Erfolgs mit einem Original-Song ging es mal wieder mit einem Cover-Song weiter: Aus dem niederl&auml;ndischen Original <em>Jack Jerseys<\/em> &bdquo;Answer Me&ldquo; wurde &quot;<strong>Auf der Stra&szlig;e der Sehnsucht<\/strong>&quot; &#8211; getextet von <em>G&uuml;nter Loose<\/em>. Erneut ging es in die Charts, aber dieser Song aus dem Jahr 1974 konnte bei weitem nicht an den Erfolg der &bdquo;Schwarzen Madonna&ldquo; ankn&uuml;pfen.<\/p>\n<p>Gleiches gilt f&uuml;r den von <em>Henry Mayer<\/em> geschriebenen Mitsing-Schlager &bdquo;<strong>Ein Souvenir von Marie-Antoinette<\/strong>&ldquo; &#8211; dem Song war nur noch kurze Charts-Pr&auml;senz beschieden. Freunden der Statistik sei gesagt: Dieser Song war der 16. Single-Hit in Folge, der ohne Unterbrechung sich in den Charts einnisten konnte &#8211; so eine Serie haben wohl nur sehr wenige K&uuml;nstler hingelegt.<\/p>\n<p>Im Fr&uuml;hjahr 1975 war es dann so weit &#8211; mit dem von <em>Erich Lie&szlig;mann<\/em> und <em>Erich Offierowski<\/em> &#8211; &auml;&auml;&auml;h, <em>Jean Frankfurter<\/em> und <em>Stephan Lego<\/em> geschriebenen Song &bdquo;<strong>Du bist eine unter vielen<\/strong>&ldquo; riss die Hit-Serie.<\/p>\n<p>Genau in dieser Zeit versuchte Bata Illic genau das, was viele Schlagers&auml;nger gerne mal probierten &#8211; inspiriert von seinem alten, bereits oben erw&auml;hnten, Gesangslehrer <em>Prof. Babic<\/em>, wollte er &bdquo;gro&szlig;e Kunst&ldquo; machen und sich etwas vom Schlager abheben (- an dieser Stelle sei ein kleiner Gru&szlig; an <em>Katja Ebstein<\/em> gestattet -). Die LP &bdquo;Slawische Tr&auml;ume&ldquo; floppte aber kolossal &#8211; Respekt an Bata: Er hat seine Konsequenzen gezogen, und ist dem Schlager fortan komplett treu geblieben. &Uuml;brigens &#8211; erneut zeigte Bata sich weitsichtig &#8211; einer der Titel dieser LP hie&szlig; ungelogen &#8211; sieben Jahre vor Trio &ndash; &bdquo;Da da da&ldquo;.<\/p>\n<p>Oftmals ist es so, dass bei so einem Vorkommnis die Luft erst mal ganz raus ist &#8211; nicht so bei Bata. Es wurde die richtige Konsequenz gezogen &#8211; man bem&uuml;hte den genialen Textdichter <em>Fred Jay<\/em>, einen Hit f&uuml;r den Jugoslawen zu schreiben. Es ist manchmal alles so einfach: &bdquo;<em>Aloha heee &#8211; aloha heee<\/em>&quot; &#8211; allein dieses Intro ist so genial, dass das einfach ein Hit werden musste. Auch die Titel-Zeile &bdquo;<strong>Ich hab noch Sand in den Schuhen aus Hawaii<\/strong>&ldquo; &#8211; einfach nur stimmig. &#8211; Dieser vor ziemlich genau 40 Jahren zum Hit mutierte Song ist mein pers&ouml;nlicher Bata-Favorit, ich muss immer schmunzeln, wenn ich das Lied h&ouml;re &#8211; f&uuml;r mich ist der Song ein Beispiel daf&uuml;r, dass auch ein sehr einfach gestrickter Schlager gut gemacht sein kann und wegen der durchklingenden Eigenironie nicht peinlich ist.<\/p>\n<p>Es gibt aber einen weiteren Grund, warum dieser von <em>Henry Mayer<\/em> komponierte Titel einfach nur Kult ist &#8211; und der liegt in der ZDF-Hitparade begr&uuml;ndet. Neben &bdquo;Judy I Love You&ldquo; ist Bata n&auml;mlich mit dem Hawaii-Song der gr&ouml;&szlig;te Hit der Hitparade gelungen &#8211; es reichte f&uuml;r den 2. Platz (kurioserweise hatte er keinen einzigen Nummer-1-Hit in <em>Heck<\/em>s Schlager-Show). &bdquo;Drei mal dabei &#8211; bitte nicht wiederw&auml;hlen&ldquo; &#8211; so hie&szlig; es bei <em>Heck<\/em>, und traditionell gab es im Anschluss dann noch einen kleinen Scherz mit demjenigen, dem dieses Kunstst&uuml;ck gelang. Und so pr&auml;sentierte <em>Dieter Thomas Heck<\/em> Bata Illic eine Weltkarte und bat ihn, doch mal zu zeigen, wo Hawaii sei. Batas Reaktion ist einfach nur Kult, wie man diesem Videoclip entnehmen kann:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><iframe loading=\"lazy\" allowfullscreen=\"\" frameborder=\"0\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/RU_kHFTRnnM\" width=\"420\"><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Gl&uuml;ck fragte <em>Heck<\/em> Bata Illic nicht auch noch, ob denn nun die Schuhe oder der Sand aus Hawaii kamen&hellip; &#8211;<\/p>\n<p>Ausgerechnet direkt nach diesem Top-20-Hit sorgte eine Kurz-Meldung im Branchenblatt &bdquo;Musikmarkt&ldquo; f&uuml;r Erstaunen: &bdquo;<em>Bata Illic, langj&auml;hrig bei der Deutschen Grammophon Gesellschaft unter Vertrag, wechselt zum 1. Januar 1976 zur BASF &uuml;ber. Man habe &#8211; so BASF-Musikchef Ludwig Vondersand &#8211; einen langfristigen Vertrag mit Bata Illic abgeschlossen<\/em>&quot;.<\/p>\n<p>Die erste BASF-Single wurde allerdings erneut wieder ein Hit &#8211; die <em>Henry Mayer \/ G&uuml;nther Behrle<\/em>-Nummer &bdquo;<strong>M&auml;dchen mit den traurigen Augen<\/strong>&ldquo; (besser bekannt als &quot;&#8230;. <em>dann geh&#39;n die Lichter aus<\/em>..&quot;) wurde ein Top-30-Erfolg.<\/p>\n<p>Offensichtlich glaubte auch die BASF daran, Cover-Versionen seien stets die richtige Herangehensweise &#8211; aber die deutsche Version des Songs &bdquo;Dona Carmela&ldquo; von <em>Will Tura<\/em>, &bdquo;<strong>Donna Carmela Gonzales<\/strong>&ldquo; (Text: <em>Fred Jay<\/em>), schaffte es mit Ach und Krach in die Top-50 der Single-Charts.<\/p>\n<p>Erneut besann man sich um und lie&szlig; den popul&auml;ren Schlagerkomponisten <em>Christian Bruhn<\/em> ran, der frech mal das &bdquo;Dixie&ldquo;-Element in den Schlager einflie&szlig;en lie&szlig; und einen schl&uuml;pfrigen Text von <em>G&uuml;nther Behrle<\/em> vertonte: &bdquo;<strong>Ich m&ouml;cht&#39; der Knopf an Deiner Bluse sein<\/strong>&ldquo;. Ein Top-40-Erfolg und wohl auch ein echter Evergreen waren die Belohnung f&uuml;r diese Idee. Ob die K&auml;ufer eher m&auml;nnlichen oder weiblichen Geschlechts waren, ist nicht bekannt &ndash; ich ahne aber, auf welche Zielgruppe der Hit eher schielte&hellip; &#8211;<\/p>\n<p>1977 dann die &Uuml;berraschung &#8211; der Musikmarkt vermeldete: &quot;<em>Nach seinem Zwischenspiel mit der BASF in Mannheim ist Bata Illic in den Scho&szlig; der Mutter Grammophon zur&uuml;ckgekehrt<\/em>&quot;. Aus dieser Meldung resultiert ein Kuriosum, das recht ungew&ouml;hnlich ist in der Schlager-Historie &#8211; zun&auml;chst erschien der Blusen-Song bei BASF, kurze Zeit sp&auml;ter dann bei Polydor.<\/p>\n<p>Der erneute Wechsel wirkte sich zun&auml;chst nicht negativ aus &#8211; im Gegenteil &ndash; &bdquo;<strong>Mit meiner Balalaika war ich der K&ouml;nig von Jamaika<\/strong>&ldquo; wurde 3 mal in <em>Dieter Thomas Hecks<\/em> Hitparade pr&auml;sentiert und schaffte es noch mal in die Top-50. Warum &bdquo;noch mal&ldquo;? Ganz einfach: Dieser sage und schreibe 22. Charts-Hit war vorerst Batas letzter Verkaufs-Erfolg. Auf den n&auml;chsten Charts-Einstieg musste er &uuml;ber 30 Jahre warten &#8211; dazu sp&auml;ter mehr.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>Hey Girl, blondes M&auml;dchen<\/strong>&ldquo; riss dann eine weitere unglaubliche, kaum zu toppende Hit-Serie &#8211; in der 100. Jubil&auml;ums-Sendung der ZDF-Hitparade sang Bata diesen Song &#8211; es war die unglaubliche 23. Single in Folge(!), die ohne Unterbrechung in Hecks Schlagertempel vorgestellt wurde. Man m&uuml;sste mal einen Statistiker fragen, ob irgendein Interpret auch nur ann&auml;hernd so eine Serie hinlegen konnte. Tragisch: Danach trat Illic nur noch zwei mal in der Hitparade auf&#8230; &#8211; vielleicht hat es ihm besonders geschadet, dass 1978 der Modus der Show umgestellt wurde &#8211; hin zu den am besten verkaufenden Titeln. In dieser Phase wurde er lediglich ein mal angespielt, durfte aber seinerzeit dort nicht auftreten.<\/p>\n<p>Zur&uuml;ck zum Song &bdquo;Hey Girl, blondes M&auml;dchen&ldquo; &#8211; dabei handelt es sich um einen von <em>Frank Duval<\/em> komponierten Song, der als Instrumental beim am 17. Juli 1977 ausgestrahlten, vom BR produzierten Tatort &bdquo;Sch&uuml;sse in der Schonzeit&ldquo; Instrumental, der mit Text versehen dann als Disco-Nummer von Bata Illic herausgebracht wurde. Manchmal kann <em>Dieter Thomas Heck<\/em> b&ouml;se sein, jedenfalls fragte er Bata bei der 100. Jubil&auml;umssendung der Hitparade, ob er inzwischen wisse, wo Hawaii liegt..<\/p>\n<p>1978 begann eigentlich vielversprechend: Der damals sehr erfolgreiche <em>Ralph Siegel<\/em> wurde ins Boot geholt, aber dessen von <em>G&uuml;nter Loose<\/em> getexteter Song &bdquo;<strong>Sehnsucht nach einem, der Sehnsucht nicht kennt<\/strong>&ldquo; floppte &#8211; vielleicht war es nicht so sehr im Sinne der Emanzipation, dass eine junge Frau sich nach einem &quot;erfahrenen&quot; Mann sehnt&#8230;<\/p>\n<p>Im Sommer 1978 versuchte man es dann mit der Coverversion eines Welthits &#8211; &bdquo;<strong>Amor, Amor, Amor<\/strong>&ldquo;, aber auch die Werbung &bdquo;<em>Ein Welthit im Sound von heute<\/em>&ldquo; wirkte auf das Publikum wohl wenig &uuml;berzeugend.<\/p>\n<p>Auch die von <em>Ralph Siegel<\/em> produzierte, bombastisch arrangierte Nummer &quot;<strong>Vera<\/strong>&quot; floppte trotz des Textes von <em>Bernd Meinunger<\/em>, der einige Jahre sp&auml;ter f&uuml;r <em>Karel Gott<\/em> einen Titel gleichen Namens textete.<\/p>\n<p>&bdquo;<em>Diese Dame wird auch jetzt wieder Legionen von Liebhabern finden<\/em>&ldquo; &#8211; so warb die Polydor 1979 f&uuml;r Batas von <em>Ralph Siegel<\/em> und <em>Kurt Hertha<\/em> geschriebenen Song &bdquo;<strong>Oh Kleopatra<\/strong>&ldquo; und sollte damit leider nicht im geringsten Recht behalten&#8230;<\/p>\n<p>Die 70er Jahre wurden mit einer Komposition von <em>Toto Cutugno<\/em> abgeschlossen &#8211; dessen im Original von &bdquo;<em>Jocelyn<\/em>&ldquo; gleichnamiger ver&ouml;ffentlichte Song &bdquo;<strong>Luna Park<\/strong>&ldquo; wurde von <em>Fred Jay<\/em> eingedeutscht &#8211; erneut ein kapitaler Flop.<\/p>\n<p>Die 80er Jahre startete Bata Illic mit den geheimen W&uuml;nschen eines B&uuml;roangestellten: Doch der von <em>Christian Bruhn<\/em> und <em>G&uuml;nther Behrle<\/em> geschriebene Song &bdquo;<strong>Abenteuer mit Fr&auml;ulein Obermeier<\/strong>&ldquo; geschriebene Song konnte erneut nicht an alte Erfolge ankn&uuml;pfen, damit war der Vertrag mit Polydor endg&uuml;ltig pass&eacute; &#8211; und eine Erfolgsgeschichte endete eher unr&uuml;hmlich.<\/p>\n<p>F&uuml;r eine Single wanderte Bata dann zur Ariola mit dem Schlager &bdquo;<strong>Ein Bild von Dir<\/strong>&ldquo; &ndash; die von <em>G&uuml;nther Behrle<\/em> getextete deutsche Version des <em>B. A. Robertson<\/em> (nicht zu verwechseln mit <em>G. G. Anderson<\/em>J)-Hits &bdquo;To Be Or Not To Be&ldquo; wurde aber kein Hit.<\/p>\n<p>&bdquo;<em>Willkommen bei Hansa<\/em>&ldquo; &#8211; so hie&szlig; es 1981 f&uuml;r Bata Illic. Doch der erste Schlager dort sollte gleich sein letzter sein &ndash; &bdquo;<strong>Auf der Welt ist niemand ganz allein<\/strong>&ldquo; wurde zwar immerhin am 24.04.1981 im WWF-Club pr&auml;sentiert, der Song blieb dennoch g&auml;nzlich unbekannt &#8211; damit war das Hansa-Kapitel auch schon wieder beendet.<\/p>\n<p>1982 &#8211; zur Hochzeit der Neuen Deutschen Welle, gab es einen weiteren Trend: Hits aus Italien. Eine der daf&uuml;r stehenden Plattenfirmen war das junge italienische Label &bdquo;Baby Records&ldquo; im Vertrieb der EMI Electrola. Genau diese Firma zog sich in jener Zeit Bata Illic an Land und produzierte mit ihm eine von <em>Michael Kunze<\/em> getextete deutsche Version des gleichnamigen <em>Riccardo-Fogli<\/em>-HIts &bdquo;<strong>Malinconia&ldquo;<\/strong>. Eigentlich standen die Zeichen auf Hit, so durfte Bata damit am 15. Februar 1982 in der Disco, am 11. M&auml;rz in der ZDF-Drehscheibe und am 05. April 1982 in der ZDF-Hitparade auftreten &#8211; genutzt hat es nichts, der Song floppte kolossal.<\/p>\n<p>1984 war die Baby-Records-&Auml;ra wieder beendet &#8211; die deutsche Version des Hits &bdquo;Love Is a Beautiful Pain&ldquo; (&bdquo;<strong>Bilder von Nina<\/strong>&ldquo;) war trotz erneuten WWF-Club-Auftritts ein so gro&szlig;er Flop, dass es f&uuml;r einige Jahre die vorerst letzte Schallplattenproduktion des Jugoslawen war.<\/p>\n<p>Was folgte, war eine l&auml;ngere Tontr&auml;ger-Pause &ndash; allerdings startete Bata 1987 wieder durch und ver&ouml;ffentlichte bei der Plattenfirma Koch immerhin drei Langspielplatten, aus denen die Lieder &bdquo;<strong>In Deinen Augen sah ich Tr&auml;nen<\/strong>&ldquo; (1986), &bdquo;<strong>Sandy<\/strong>&ldquo; (1987) &bdquo;<strong>Flammende Augen<\/strong>&ldquo; (1987; damit war er in der Deutschen Schlagerparade zu Gast), &bdquo;<strong>Mr. Canibal<\/strong>&ldquo; (1988, deutsche Version des <em>Andy-Fisher<\/em>-Oldies), &bdquo;<strong>Bahia Blanca<\/strong>&ldquo; (1988), &bdquo;<strong>Einen Schritt zu weit<\/strong>&ldquo; (1990) und &bdquo;<strong>1000 rote Rosen<\/strong>&ldquo; (1991) ausgekoppelt wurden. Die letzte bei Koch erschienene Single markierte auch Batas ersten und gleichzeitig letzten Solo-Auftritt Bata Illics in der <em>Uwe-H&uuml;bner<\/em>-&Auml;ra der ZDF-Hitparade: <em>G&uuml;nther Behrle<\/em> schrieb ihm die Nummer &bdquo;<strong>Wo wei&szlig;e Rosen bl&uuml;h&rsquo;n&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Bei der Plattenfirma &bdquo;G. I. B.&ldquo; gab Bata 1997 ein Lebenszeichen mit dem passenden Titel &bdquo;<strong>Bitte melde Dich!<\/strong>&ldquo; ab.<\/p>\n<p>Im Zuge des Schlager-Reivivals (Stichwort Guildo-Horn) verkoppelte die Polydor nochmal Batas gr&ouml;&szlig;te Erfolge zu einem &bdquo;<strong>HitMix &lsquo;98<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Ins neue Jahrtausend startete Bata mit Weitsicht &ndash; ob er dabei Griechenland im Kopf hatte, wei&szlig; man nicht, jedenfalls konstatierte er: &bdquo;<strong>Das Finanzamt ist pleite<\/strong>&ldquo;. <em>G&uuml;nther Behrle <\/em>nahm diesen Song in seinen Regensburger Flamingo-Studios auf.<\/p>\n<p>Anschlie&szlig;end wurden weitere wenig beachtete Singles ver&ouml;ffentlicht wie &bdquo;<strong>Ich hab&lsquo; noch immer die Schuhe von Hawaii<\/strong>&ldquo; (2002) &bdquo;<strong>Nicht f&uuml;r immer, aber ewig<\/strong>&ldquo; (2002), die drei <em>David Brandes<\/em>-Produktionen &bdquo;<strong>Bella Isola&ldquo;<\/strong> (2003), <strong>Wenn Du lachst<\/strong>&ldquo; (2003) und &bdquo;<strong>Nach jedem Abschied<\/strong>&ldquo; (2004) und die vier <em>Maurice-van-Beek<\/em>-Produktionen &bdquo;<strong>Was im Herzen ist<\/strong>&ldquo; (2004), &bdquo;<strong>Weil Du mein Gl&uuml;cksfall bist<\/strong>&ldquo; (2005), &bdquo;<strong>Manchmal (w&auml;r&lsquo; ich gern noch mal klein<\/strong>&ldquo; (2005) und &bdquo;<strong>La Belle Epoque<\/strong>&ldquo; (2008).<\/p>\n<p>Laut eigener Aussage war es auch Produzent <em>Maurice van Beek<\/em>, der die Idee hatte, Bata Illic als Kandidat f&uuml;r das Dschungelcamp vorzuschlagen. In der Tat nahm der S&auml;nger im Januar 2008 bei dieser RTL-Show teil und erreichte dort einen guten dritten Platz. Im Camp sang er gemeinsam mit Fu&szlig;ball-Torwart <em>Eike Immel<\/em> einen neuen Titel, der kurz darauf (auf Initiative eines nicht ganz unbekannten Schlager-Portals namens &bdquo;smago.de&ldquo;) als Single ver&ouml;ffentlicht wurde &ndash; die von <em>Francesco Bruletti, Dieter Brink<\/em> und <em>Bernd Meinunger<\/em> geschriebene Nummer &bdquo;<strong>Wie ein Liebeslied<\/strong>&ldquo;, &nbsp;wurde Bata Illics erster Hit in der Verkaufshitparade (Top 20) seit &uuml;ber 30 Jahren &ndash; schon allein deshalb hatte sich die Teilnahme an der TV-Show f&uuml;r ihn gelohnt.<\/p>\n<p>Es folgten Singles wie &bdquo;<strong>Du bist mein sch&ouml;nstes Gef&uuml;hl<\/strong>&ldquo;, &bdquo;<strong>Tschewaptschischi<\/strong>&ldquo;, &bdquo;<strong>Sommer und Du<\/strong>&quot; und &bdquo;<strong>F&uuml;r immer ja &ndash; f&uuml;r immer Dein<\/strong>&ldquo;. Zum Thema &bdquo;Tschewaptschischi&ldquo; gibt es &uuml;brigens die lt. Internet-Quellen vom &nbsp;Comedian <em>Thomas Hermanns<\/em> bisweilen erz&auml;hlte Anekdote, dass <em>Rudi Carrell<\/em> Bata mal wie folgt ansagte: &bdquo;<em>Woran denken Sie, wenn Sie an Jugoslawien denken? Richtig: diese kleinen, braunen W&uuml;rste! Und hier ist er, meine Damen und Herren: Bata Illic!<\/em>&ldquo;<\/p>\n<p>2011 ver&ouml;ffentlichte Bata dann eine Single, die wieder von <em>Maurice van Beek<\/em> und <em>Matthias Teriet<\/em> geschrieben wurde &ndash; mit der urspr&uuml;nglich f&uuml;r den S&auml;nger und Schauspieler <em>Thorsten Kremer <\/em>geschriebenen Nummer &bdquo;<strong>Selbst ein Clown hat seine Tr&auml;nen<\/strong>&ldquo; ging Bata damit sein 45-j&auml;hriges Tontr&auml;ger-Jubil&auml;um an.<\/p>\n<p>Im gleichen Jahr erschien die von <em>Marc Alpina<\/em> geschriebene Single &bdquo;<strong>Isola Bella<\/strong>&ldquo;. Einen Titel so zu benennen, war schon sehr &bdquo;originell&ldquo;, hatte doch <em>David Brandes<\/em> nur weniger Jahre zuvor den Song &bdquo;Bella Isola&ldquo; mit Bata produziert.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>S&uuml;den, Sand und Sommerliebe<\/strong>&ldquo; wurde im gleichen Jahr dann an Schlagertexte erinnert, wie sie 50 Jahre zuvor gang und g&auml;be waren.<\/p>\n<p>2014 nahm sich dann <em>Marco Kloss<\/em> des Themas Bata Illic an und produzierte mit ihm die Singles &bdquo;<strong>Nicht eine Sekunde<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Tr&auml;umen kann ich nur in Deinen Armen<\/strong>&ldquo;, das auch Titelsong einer gleichnamigen Longplay-CD wurde.<\/p>\n<p>Aktuell (2015) hat Bata aus diesem Album einen Remix des Titels &bdquo;<strong>Drei Seiten Sehnsucht<\/strong>&ldquo; ausgekoppelt, zu dem von BV-Film (<em>Thomas J&uuml;nger<\/em>) ein sch&ouml;nes Video produziert wurde.<\/p>\n<p>Bata Illic z&auml;hlt zu den ganz langlebigen Vertretern des deutschen Schlagers. Er ist sich eigentlich immer treu geblieben und hat nach dem, was man so h&ouml;rt, ein h&ouml;fliches, bescheidenes, menschliches Auftreten. Er hat auch kein Problem damit, wenn er augenzwinkernd als &bdquo;sch&ouml;nster Schlagers&auml;nger Europas&ldquo;, &bdquo;sympathischster Autoschieber Europas&ldquo; oder als der &bdquo;Nehmen-Sie-doch-mal-die-Maske ab!- Welche Maske?-Loriot-Vertreter&ldquo; bezeichnet wird. Er kultiviert solche Bezeichnungen ja sogar bei Kult-Veranstaltungen wie dem Schlager-Move in Hamburg.<\/p>\n<p>Dem sympathischen S&auml;nger ist zu w&uuml;nschen, dass er sich noch lange bester Gesundheit erfreut und sich und anderen mit seiner Musik eine Freude bereitet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>VORSCHAU:<\/strong> In Folge 36 dieser Serie geht es um den Quickborner Bl&ouml;delbarden MIKE KR&Uuml;GER<\/p>\n<p>Stephan Imming, 31.08.2015<br \/>http:\/\/www.spectre-media.com\/<br \/>http:\/\/www.bataillic.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuzugang 08.09.1975!\u00a0 Am 30. 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