{"id":85909,"date":"2015-09-11T00:00:00","date_gmt":"2015-09-11T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=85909"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"MARA-KAYSER-Ihr-neues-Album-All-85908","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/MARA-KAYSER-Ihr-neues-Album-All-85908\/","title":{"rendered":"MARA KAYSER <br \/>Ihr neues Album &quot;Alles atmet Liebe&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Lesen Sie HIER die ausf\u00fchrliche CD-Kritik des renommierten Musikjournalisten &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit sich vor knapp zehn Jahren die 1966 in Rum&auml;nien geborene S&auml;ngerin <strong>MARA KAYSER<\/strong> von ihren eher volkst&uuml;mlichen Anf&auml;ngen im einheimischen Musikgesch&auml;ft lossagte und sich stattdessen zunehmend mehr und immer eindeutiger in Richtung des so attraktiven, wie anspruchsvollen Popschlagers begab, hat die br&uuml;nette Wahlsaarl&auml;nderin viele neue Fans gewinnen k&ouml;nnen. So auch den Verfasser dieser Zeilen, der &ndash; vielen Lesern ist dies bekannt &ndash; mit Volkst&uuml;melndem per se wenig anfangen kann.<\/p>\n<p>Bereits ihr letztes, im Fr&uuml;hjahr 2013 erschienenes Album &bdquo;FARBEN&ldquo; hatte mir sehr aus dem Herzen gesprochen, beinhaltete es doch mehrheitlich poppige, nicht selten gar rockige oder chanson&auml;hnliche, vulgo: &auml;u&szlig;erst ansprechende und vielschichtige Titel, die mit &bdquo;Humptata und T&auml;t&auml;r&auml;&auml;&ldquo; (Udo J&uuml;rgens), dem Alpengl&uuml;hen und dem Bergbacherl nun wirklich rein gar nichts mehr gemein hatten und stets edles und kosmopolitisches Ambiente ausstrahlten. &bdquo;Wenn sie mal alleine ist&ldquo; ging als purer Rock&rsquo;n&rsquo;Roll durch, &bdquo;Ab und zu&ldquo; lie&szlig; den Gitarrenpop der mittleren 80er gediegen-romantisch aufleben, &bdquo;Du und ich&ldquo; ist und bleibt eine feudale Kaminfeuerballade mit orchestralem Einschlag, &bdquo;Es gibt immer eine zweite Chance&ldquo; verspr&uuml;hte fr&ouml;hlich swingendes Sixties-Flair und so weiter und sofort. &bdquo;Farben&ldquo; war fraglos eine runde Sache. So sagte ich auch sogleich zu, als mich <em>smago! <\/em>Chefredakteur Andy Tichler k&uuml;rzlich fragte, ob auch die neue Produktion von <strong>MARA KAYSER<\/strong> wohlwollend-kritisch unter die Lupe nehmen k&ouml;nne.<\/p>\n<p>Diese CD hei&szlig;t <strong>&bdquo;ALLES ATMET LIEBE&ldquo;<\/strong> und erschien dieser Tage bei Maras eigenem Label makaY Records, vertrieben &uuml;ber DA Music. Erneut produziert und komponiert von Wolfgang G. Herrmann, der am Tegernsee ans&auml;ssig ist und bereits f&uuml;r Kolleginnen und Kollegen, wie Ingrid Peters, Vivian Lindt, Linda Feller, Rex Gildo oder Bernhard Brink t&auml;tig war, und (mit einer Ausnahme) betextet von der K&uuml;nstlerin selbst, die &uuml;brigens jenseits ihrer gesanglichen Aktivit&auml;ten sehr gerne malt, sogar schon eigene Kunstausstellungen bestritt, und zudem im Sinne der ayurvedischen, einer alten indischen Tradition entsprechenden K&uuml;che kocht, setzt &bdquo;Alles atmet Liebe&ldquo; qualitativ und stilistisch genau dort an, wo &bdquo;Farben&ldquo; aufgeh&ouml;rt hatte.<\/p>\n<p>12 brandneue Titel plus die Neuabmischungen zweier Hits aus &bdquo;Farben&ldquo; f&uuml;hren den geneigten Zuh&ouml;rer in die verschiedensten Facetten des Faktums &bdquo;Liebe&ldquo; &ndash; immer wieder auf der Basis unterschiedlichster Musikrichtungen, in verschiedensten Klangfarben und ideenreichen, ausdrucksstarken Plots kongenial aufbereitet &ndash;, wobei Maras eher dunkle, zugleich geschmeidige und intensive Stimme &uuml;ber allen Liedbeitr&auml;gen als explizites t&ouml;nendes Sahneh&auml;ubchen schwebt.<\/p>\n<p>Bereits der hymnische, temporeiche Titelsong <strong>&bdquo;Alles atmet Liebe&ldquo;<\/strong> ist ein modernes und dabei durchaus mit spritzigen Fragmenten des coolen Synthipop der 80er experimentierendes Elektro-Chanson, ausgestattet mit &uuml;berbordendem Charme und gef&uuml;hlvoller Power, positivem Lebensgef&uuml;hl (und durchaus einwenig harmonisch angelehnt an einen anderen, sehr bekannten Song, der das Ph&auml;nomen des &bdquo;Atmens&ldquo; bzw. den erotischen Verlust der Atemluft zum Inhalt hat&hellip;), w&auml;hrend gleich danach stehenden Fu&szlig;es treibende, fast brodelnde Rockgitarren und strikte Rhythmen die n&auml;chtlich-elegische Lobpreisung eines offenbar unschlagbaren, &uuml;bercharmanten, begehrten, aber vermutlich niemals so recht treuen und bindungsf&auml;higen Traummannes leidenschaftlich proklamieren, die da den Titel tr&auml;gt <strong>&bdquo;Wenn es Dich nicht g&auml;b&ldquo;<\/strong>. Kurz darauf kommt mal wieder ein so am&uuml;santer, frecher, wie fetziger, schneller, &uuml;berdrehter, lyrisch ironischer &ndash; und vor allem Klasse ohrwurmtr&auml;chtiger, munterer und anregender &ndash; Country-Boogie-Rocker namens <strong>&bdquo;Sie hatte die besseren Schuhe an&ldquo;<\/strong> zum Einsatz, an den wiederum der obligatorische, so stille, zerbrechliche, wie feinsinnige, hoch emotionale und hierbei radikal ehrliche Schleicher <strong>&bdquo;Sag ihm, dass es mir gut geht&ldquo;<\/strong> &nbsp;anschlie&szlig;t &#8211; im inhaltlichen Bezug eine Art &sbquo;weibliche Auslegung&lsquo; von Roger Whittakers 1991er-Evergreens &bdquo;Sag ihr&ldquo; bzw. Andreas Martins gleichnamigem 2013er-Titel, in denen jeweils der verlassene <em>Mann<\/em> den neuen Freund der Ex-Partnerin auffordert, dieser alles nur erdenkliche Positive, Neue &uuml;ber ihn zu berichten, aber eben ihm blo&szlig; verschweigen m&ouml;ge, dass er sie immer noch &uuml;ber alles liebt. Ebenso im balladesken Klanggewand erklingt das so flehende, wie hoffnungsvolle Liebesdrama <strong>&bdquo;Ein einziges Wort&ldquo;<\/strong>. Folkig-akustisch, einwenig ged&auml;mpft, von intimer &bdquo;Lagerfeuer-Attit&uuml;de&ldquo; durchzogen, im Sinne country-infizierter Schlager der fr&uuml;hen 80er (Suzanne Klee, Anne-Karin, Paola etc.) perlt das wiegende Chanson <strong>&bdquo;Was ich vermiss&ldquo;<\/strong> aus den Lautsprechern.<\/p>\n<p>Locker und leger, beschwingt und frohsinnig, ein weiteres Mal mit trefflich liebevoll-sarkastischen Reimen aus Maras Feder versehen, zeigt sich das quergedachte Halb-Liebeslied <strong>&bdquo;Du bist perfekt f&uuml;r mich&ldquo;<\/strong>, in dessen kecker Lyrik das Lied-Ich dem &sbquo;klebenden&lsquo; Verehrer versucht klar zu machen, ganz und gar nicht die Richtige f&uuml;r ihn zu sein, in dem es ihm zig negative Eigenschaften von sich selbst ausbreitet, damit aber den anh&auml;nglichen Mann ganz und gar nicht verst&ouml;&szlig;t, sondern f&uuml;r diesen sogar noch faszinierender und interessanter aufscheint, als je zuvor.<\/p>\n<p>Im gehobenen Popschlager-Metier, mal rockig-gitarrenbetont (<strong>&bdquo;Warum gerade ich&ldquo;<\/strong>), mal elegant-schwebend, im mittleren Tempo gehalten (<strong>&bdquo;Mitten ins Herz&ldquo;<\/strong>) oder unterk&uuml;hlt-jazzig-chansonangehaucht (<strong>&bdquo;Morgen wie diese&ldquo;<\/strong>), &nbsp;pr&auml;sentiert sich die Mehrzahl der neuen Titel von <strong>MARA KAYSER<\/strong>, durchgehend radiotauglich und kompakt arrangiert und doch zumeist mit elektrisierenden Widerhaken best&uuml;ckt &#8211; und das flott-offensive Gute-Laune-Epos <strong>&bdquo;Sommerfeeling&ldquo; <\/strong>schenkt uns nun, zum Ende desselben, nochmals ein ebensolches (und k&ouml;nnte durchaus als n&auml;chste Single aus &bdquo;Alles atmet Liebe&ldquo; taugen!)<\/p>\n<p>Mit der betulichen, textlich sehr tiefsinnigen Gitarrenweise <strong>&bdquo;Ich werde geh&rsquo;n&ldquo;<\/strong> endet der offizielle Teil von <strong>MARA KAYSERS<\/strong> neuer Silberscheibe <strong>&bdquo;Alles atmet Liebe&ldquo;<\/strong>: Eine wahrlich ohne Abstriche atmosph&auml;rische Liedsammlung, enorm eindringlich, aufrichtig und jederzeit glaubw&uuml;rdig, ein ums andere Mal hervorragend produziert und arrangiert, von MARA stimmstark und voller Leidenschaft und Engagement vorgetragen.<\/p>\n<p>Als Bonus-Titel dienen aufgepeppte, teils st&auml;rker rhythmisierte 2015er-Neuabmischungen der zwei &bdquo;Farben&ldquo;-Favoriten <strong>&bdquo;Das geht vorbei&ldquo;<\/strong> (erinnert soundtechnisch sacht an die eher wave-betonten Sp&auml;twerke von &bdquo;ABBA&ldquo; nach 1979) und <strong>&bdquo;Was hat sich der liebe Gott gedacht&ldquo;<\/strong> im properen &bdquo;Radiomix&ldquo;.<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 09.\/10. September 2015<\/p>\n<p>http:\/\/www.mara-kayser.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lesen Sie HIER die ausf\u00fchrliche CD-Kritik des renommierten Musikjournalisten &#8230;:\u00a0 Seit sich vor knapp zehn Jahren die 1966 in Rum&auml;nien<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":85910,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85909"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85909"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85909\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/85910"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85909"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85909"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85909"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}