{"id":85552,"date":"2015-09-18T00:00:00","date_gmt":"2015-09-18T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=85552"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"RALPH-SIEGEL-Das-grosse-smago-E-85551","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/RALPH-SIEGEL-Das-grosse-smago-E-85551\/","title":{"rendered":"RALPH SIEGEL <br \/>Das gro\u00dfe smago! Exklusiv-Interview mit Ralph Siegel!"},"content":{"rendered":"<p>Am 30. September 2015 wird er 70 Jahre jung! Nat\u00fcrlich sprachen wir mit ihm auch \u00fcber sein Buch &#8222;Die Autobiografie&#8220;, erschienen im Verlag &#8222;LangenM\u00fcller&#8220; &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Lieber Herr Siegel,<\/strong> <strong>zun&auml;chst einmal die nageliegende Frage: Wie feiern Sie Ihren 70. Geburtstag am 30.09.2015?<\/strong><\/p>\n<p>Erst wollte ich meinen 70. gar nicht feiern. Das ist ja eine schreckliche Zahl. Aber die Zahl 7 ist komischerwesie immer eine Gl&uuml;ckszahl in meinem Leben gewesen. Und nach langem &Uuml;berlegen habe ich dann gesagt: Okay, ich feiere mit der Familie. Meine Familie ist aber so gro&szlig;, dass wir schon 50 &ndash; 60 Personen sind. Und da habe ich mir gesagt: Dann kann ich es auch erweitern. Und dann f&auml;ngt man nat&uuml;rlich an mit den K&uuml;nstlern, die noch da sind. Also: Nicole kommt, Katja ((Ebstein)) kommt, Lena &nbsp;((Valaitis)) kommt, ein Teil von Dschinghis Khan kommt. Peter Alexander, Roy Black und Rex Gildo k&ouml;nnen ja leider nicht mehr kommen. Aber Otto Waalkes&#8230; Es kommen viele, viele Freunde von mir. Und wo k&ouml;nnte man meinen 70. sch&ouml;ner feiern als bei Alfons Schuhbeck in seinem &sbquo;teatro&lsquo;. Das passt auch perfekt zu meinem Lied &bdquo;Theater&ldquo;, das singen die dann alle auch. Wir machen jetzt also doch eine &bdquo;kleine&ldquo; Feier.<\/p>\n<p><strong>Sie feiern am gleichen Tag Geburtstag wie beispielsweise Udo J&uuml;rgens, der am 30.09.2015 81 Jahre alt geworden w&auml;re&hellip;<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe am 80. Geburtstag von Udo noch mit ihm telefoniert. Das war eines unserer letzten Telefonate. Und ich wei&szlig;, dass ich ihm gesagt habe: &bdquo;Udo, mach nicht zu viel. Du bist jetzt 80. Das ist doch ein sch&ouml;nes Alter, wo man &uuml;berlegen muss&hellip;&ldquo;. Woraufhin er sagte: &bdquo;Ja, aber ich liebe das Leben so, ich feiere, und die Leute lieben mich.&ldquo; Und ein paar Wochen sp&auml;ter ging es ins himmlische Orchester. Das tat mir sehr weh.<\/p>\n<p><strong>&hellip;aber auch ihr langj&auml;hriger Haus- und Hoftextdichter Dr. Bernd Meinunger oder Bata Illic oder Friedel Geratsch von Geier Sturzflug feiern ebenfalls am 30. September ihren Geburtstag. Sind Waagen besonders musikalisch?<\/strong><\/p>\n<p>Ach, ich glaube, es gibt <em>so viele<\/em> musikalische Menschen, dass kann man nicht auf die Waagen beschr&auml;nken. Aber wie Sie richtig sagen: Bernd Meinunger, mein Textdichter, hat auch am selben Tag Geburtstag. Bata Illic ist auch am selben Tag geboren. Das hat aber nichts mit Musik zu tun. Mein Vater war Zwilling, meine Mutter war Wassermann &ndash; und das waren auch fantastische Musiker.<\/p>\n<p><strong>Bedauern Sie, dass Ihre T&ouml;chter nicht in Ihre beruflichen Fu&szlig;stapfen getreten sind?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja. Da ist wohl das Allerschwerste im Leben, in die beruflichen Fu&szlig;stapfen des Vaters oder der Mutter zu treten. Man kann unter 10.000 K&uuml;nstlern danach suchen, was die S&ouml;hne gemacht haben. Da gibt es &#8211; nur im Schauspielbereich &#8211; vielleicht Michael Douglas. Es gibt keinen Gershwin junior. Nicht einmal die S&ouml;hne von Lennon haben es geschafft. Und beide hatten nun wahrlich ein gr&ouml;&szlig;eres Feld gehabt, sich bekannt zu machen. Es ist schwer, aus dem Schatten des Vaters zu steigen. Und vielleicht das eine oder andere auch noch anders zu machen. Ich hab&rsquo;s versucht. In meiner Jugend war es sehr schwer. Mein Papa war ein gro&szlig;es Vorbild. Aber ein positives Vorbild. Und ich habe es &#8211; nach vielen Jahren &ndash; dann ja auch geschafft.<\/p>\n<p><strong>H&auml;tten Sie gerne auch einen Sohn gehabt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ach ich glaube, jeder Vater h&auml;tte gerne einen Sohn und eine Tochter. Ich habe drei wunderbare T&ouml;chter. Wenn ein Sohn dabei gewesen, w&auml;re es wunderbar gewesen. Vielleicht h&auml;tte ich mit ihm zusammen Golf gespielt. Ob er <em>Musiker<\/em> geworden w&auml;re, wei&szlig; ich nicht. In der heutigen Zeit ist das sehr, sehr schwer. Da wir eben eine ganz schwierige Zeit durchleben, wo die deutschen Komponisten und Textdichter sehr darunter leiden, dass die Radio- und Medienlandschaft total anglofiziert ist oder in Oldies sich ergibt. Ich h&auml;tte ihm vielleicht geraten: Probier&rsquo;s mal, aber es wird ein schwerer Job werden.<\/p>\n<p><strong>Sie stellen in Ihrem Buch zwei interessante Thesen auf. Zum einen schreiben Sie &uuml;ber den Tod von Rex Gildo: &bdquo;Ich glaube nie und nimmer, dass er sich das Leben nehmen wollte&ldquo;. Was macht Sie da so sicher?<\/strong><\/p>\n<p>Ich kannte Rex Gildo sehr, sehr gut. Ich kann aber nicht sagen, dass ich mir sicher bin. Nur: <em>Wie<\/em> ich ihn kannte &ndash; wenn er sich bewusst in einen Freitod begeben h&auml;tte, h&auml;tte er mit Sicherheit noch ein paar Worte hinterlassen. Ein paar Briefe geschrieben an Freunde und Kollegen, vielleicht auch an Fans. Ich glaube, man st&uuml;rzt sich nicht aus dem ersten Stock, um sich das Leben zu nehmen. Ein Mann wie Rex Gildo h&auml;tte mit Sicherheit Angst davor gehabt, dass er es &uuml;berlebt und ein Leben lang gel&auml;hmt im Rollstuhl sitzen musst. Wenn jemand Selbstmord begehtt, macht er das entweder vom Eiffelturm oder mit &acute;ner richtigen Dosis. Ich glaube, es ist ein Unfall gewesen. Das ist meine pers&ouml;nliche Meinung.<\/p>\n<p><strong>Die zweite These ist, dass Stefan Raab &uuml;ber kurz oder lang wieder auf die Fernsehb&uuml;hne zur&uuml;ckkehren wird&hellip;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe vom ersten Tag gesagt, dass Stefan Raab, der sich &#8211; verst&auml;ndlicherweise &#8211; jetzt eine Auszeit nimmt, entweder beim ZDF oder woanders wiederkommt mit neuen, guten Vertr&auml;gen. Er ist ein fantastischer &bdquo;Show Man&ldquo;, ein super Entertainer. Ich habe ja auch in meinem Buch einiges &uuml;ber ihn geschrieben. Aber ganz ehrlich gesagt: &bdquo;Mr. Grand Prix&ldquo; bin immer noch ich. Ich bin mit immerhin 8 Titeln unter den ersten Vieren gewesen. Das hat er bis jetzt nicht geschafft. Er war nur F&uuml;nfter&hellip;<\/p>\n<p><strong>Woher kennen Sie die Platzierungen vom 1. Eurovision Song Contest (&bdquo;Gran Premio Eurovisione della Canone Europea&ldquo;) am 24. Mai 1956 in Lugano? Bislang war und ist n&auml;mlich nur der erste Platz &ndash; Lys Assia mit dem Titel &bdquo;Refrain&ldquo; &ndash; bekannt. SIE aber schreiben, dass die deutschen Beitr&auml;ge &bdquo;So geht das jede Nacht&ldquo; von Freddy ((Quinn)) und &bdquo;Im Wartesaal zum gro&szlig;en Gl&uuml;ck&ldquo; von Walter Andreas Schwarz auf den Pl&auml;tzen 4 + 11 (bzw. 11 + 4) gelandet seien&hellip;<\/strong> &nbsp;<\/p>\n<p>Das kann man nat&uuml;rlich schon nachlesen. Mein Vater hat ja damals schon, zusammen mit Friedich Meyer, &bdquo;Telefon, Telefon&ldquo; f&uuml;r Margot Hielscher geschrieben ((Anmerkung: Das war 1957&hellip;). Gewisse Dinge sind nat&uuml;rlich Geschichte. Und gerade wenn man sich mit Lys Assia besch&auml;ftigt, wie ich das getan habe, die ich mit 88 und 89 Jahren noch auf die B&uuml;hne gestellt habe ((beim Schweizer Vorentscheid zum &bdquo;Eurovision Song Conntest&ldquo;), &nbsp;dann schaut man sich auch mal ein paar Daten an. Man kann nicht alle Namen auswendig kennen. Und man bringt dann selbst das eine oder andere Jahr mal durcheinander. Aber wenn man das nicht sicher wei&szlig;, dann kann man ja mal nachgoogeln. Das ist ja heute viel leichter als fr&uuml;her.<\/p>\n<p><strong>Aber die &bdquo;restlichen&ldquo; Ergebnisse 1956 wurden nicht ver&ouml;ffentlicht, die Bewertungsunterlagen sollen angeblich sogar vernichtet worden sein&#8230; Deswegen gestatten Sie bitte die nochmalige Nachfrage&hellip;<\/strong><\/p>\n<p><em>(beharrt auf seinem Standpunkt)<\/em> Diese Informationen hat man entweder durch sein eigenes Wissen oder auch &uuml;ber Google. Man kann solche Dinge einfach nachgoogeln heutzutage.<\/p>\n<p><strong>Was heute kaum noch jemand wei&szlig; und was in Ihrem Buch auch NICHT erw&auml;hnt wird, ist, dass auf Ihrem Label &bdquo;Jupiter Records&ldquo; 1987 auch ein (englischsprachiger!) Titel der gro&szlig;en Hildegard Knef (mit Glenn Yarbrough) ver&ouml;ffentlicht wurde. Nur ist dieser Song wohl irgendwie &bdquo;untergegangen&ldquo;&hellip;<\/strong><\/p>\n<p>Ein sehr, sehr gutes Beispiel. Es gibt hunderte von Leuten, die ich produziert und finanziert habe, deren Platten ich ver&ouml;ffentlicht habe, die es leider in den Medien nicht geschafft haben. Von den Toten Hosen angefangen, die ich mitfinanziert habe am Anfang bis zu Acts eben wie United Balls &bdquo;(Pogo in Togo&ldquo;) oder Zoff (&bdquo;Sauerland&ldquo;), die wir produziert und ver&ouml;ffentlicht haben. Es sind hunderte von K&uuml;nstlern, denen wir die Chance gegeben haben. Aber in unserem Land ist es eben sehr, sehr schwierig. Man vergisst immer, dass <em>der eine gro&szlig;e Erfolg<\/em> &ndash; sei es nun Nicole oder Dschinghis Khan &ndash; auch diese ganzen anderen Themen finanzieren musste sowie die ganzen Angestellten und Mitarbeiter. Ich hatte bis zu 120 Mitarbeiter weltweit, die auch bezahlt werden mussten. Es war herrlich, die Firma aufzubauen. Aber die schwerste Zeit in meinem Leben war, die Firma wieder abzubauen.<\/p>\n<p><strong>Bislang sind von Ralph Siegel zwei Single-Ver&ouml;ffentlichungen geplant (ca. um 1966). Allerdings sollen Sie &ndash; neben Werner Sch&uuml;ler und Stefan Zobel &ndash; Ende 1972 unter dem Pseudonym &bdquo;K&auml;nguruh&ldquo; eine weitere Single namens &bdquo;Im Himmel, da gibt&rsquo;ss kein Bier&ldquo; aufgenommen haben&hellip;<\/strong><\/p>\n<p>Es gab einige lustige Sachen, die wir unter Pseudonymen gemacht haben. Es ist lustig, dass Sie das kennen. &Uuml;brigens ein Lied, das mein Vater geschrieben hat, das vor vielen Jahren sogar Nr. 2 in den amerikanischen Charts von Amerika war. <em>(singt)<\/em> &bdquo;In Heaven there is no bear, that&rsquo;s why we drink it here&ldquo;. Das war eine fr&ouml;hlichere, lustigere Zeit. Damals konnte man solche Lieder auch noch in Amerika ver&ouml;ffentlichen. Heute machen das alles gro&szlig;e Konzerne, die weltweit alles bestimmen. Es gibt einige lustige Sachen, die ich gemacht habe. <em>Dimo Dinoris Trash Crash and Smash Band<\/em> zum Beispiel, wo wir lustige Parodien machen. Ich habe auch einige &ndash; sagen wir mal&nbsp; &#8211; &bdquo;Schnulzen&ldquo; gesungen unter verschiedenen Namen. Dar&uuml;berhinaus habe ich aber immer auch sehr viele Ch&ouml;re gesungen im Background, zum Beispiel den gesamten Chor bei &bdquo;Fly Away Pretty Flamingo&ldquo; (Peggy March). Ich bin ein ziemlich guter S&auml;nger mit 2 &ndash; 3 Oktaven. Aber: Der Beruf eines K&uuml;nstlers ist ein anderer. Der sich drau&szlig;en als Artist darstellt, der jeden Tag geschniegelt gepflegt aussehen muss, der st&auml;ndig auf Reisen ist, in Hotels &uuml;bernachtet, der in Tonstudios wartet und das ganze Jahr unterwegs ist. Ich habe mich lieber ins Studio zur&uuml;ckgezogen an mein Klavier und an meinen Schreibtisch.<\/p>\n<p><strong>Von wem stammt denn nun die Wortsch&ouml;pfung &bdquo;Hossa!&ldquo; (&bdquo;Fiesta mexicana&ldquo; &ndash; Rex Gildo) &ndash; von Ihnen oder von Michael Holm?<\/strong><\/p>\n<p>Die Textidee &bdquo;Fiesta mexicana&ldquo; ist von Michael Holm. Es stand damals im Raum, weil Rex Gildo seinerzeit ein spanisches Flair hatte mit dem Song &bdquo;Speedy Gonzalez&ldquo;: Und ich sagte, der Song muss anfangen wie bei den Griechen. Die freuen sich, Die Griechen sagen &bdquo;hoppa!&ldquo;. Und mir ist aus dem Bauch eingefallen! &bdquo;Hossa&ldquo;. Das klingt doch genauso wie hoppa&ldquo;. Und das kam dann von mir. Die Leute in Mexico dachten, dass das aus Spanien kommt, und die Spanier dachten, es kommt aus Mexico. Das ist eine lustige Geschichte. Aber das ist mir spontan aus dem Bauch eingefallen. Genauso das &bdquo;Huh-hah, huh-hah&ldquo; von Dschinghis Khan. Aber das kam eben auch, weil ich mich ans Klavier setzte und anfing &bdquo;Huh-hah huh-hah, Dschin-, Dschin-, Dschinghis Khan&hellip;&ldquo; &#8211; &nbsp;so entstehen eben Wort- oder Lautmalereien.<\/p>\n<p><strong>K&ouml;nnte Ihr Musical &bdquo;Johnny Blue&ldquo;, das gerade sehr erfolgreich in Tschechien lief, ein &auml;hnlicher Erfolg werden wie &bdquo;Ich war noch niemals in New York&ldquo; oder &bdquo;Mamma mia&ldquo;? Ist geplant, dass &bdquo;Johnny Blue&ldquo; auch bald auf Deutschlands Musical-B&uuml;hnen kommt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, die Pl&auml;ne sind da. Das ist nat&uuml;rlich immer sehr schwierig, so etwas zu realisieren. Im Grunde genommen ist es ein Riesenerfolg. Wir haben 10 bis 15 Minuten und l&auml;nger standing ovations nach der Show. Und das, obwohl die Leute die Songs gar <em>nicht kennen<\/em>. Und das macht einem nat&uuml;rlich Mut, weil diese Lieder den Menschen offensichtlich ans Herz gehen, ohne dass sie sie kennen. Die Story ist sehr, sehr h&uuml;bsch, es ist ein sehr gutes Buch. Ich w&uuml;nsche mir nat&uuml;rlich sehr, dass es in Deutschland &ndash; erst mal gemacht wird -. Es kostet sehr viel Geld, so eine Produktion zu finanzieren. Produzenten in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von &bdquo;Stage Entertainment&ldquo; haben so viele Projekte, die jahrelang dauern, die haben auch vier Jahre an &bdquo;Ich war noch niemals in New York&ldquo; gearbeitet. Es ist sehr schwer, da jemanden zu finden. Aber wir sind guten Mutes. Und meine Verlegerin Bettina Migge-Volkmer vom &bdquo;gallissas theaterverlag&ldquo; in Berlin hat&nbsp; mir sehr viel Mut gemacht.<\/p>\n<p><strong>Was wurde eigentlich aus Helmar Kunte &ndash; einem Ihrer Mitarbeiter der ersten Stunde? &Uuml;ber ihn erf&auml;hrt man in Ihrem Buch &uuml;berhaupt nichts&hellip;<\/strong><\/p>\n<p>Helmar Kunte ist sogar mit einem Foto in dem Buch! Er war ein langj&auml;hriger Mitarbeiter. Wir haben uns auf gute Weise damals verstanden. Er hat sehr gut gearbeitet. Aber irgendwann kam der Tag &#8211; &nbsp;worum ich jetzt bitte, dass ich das nicht erz&auml;hlen muss &#8211; , an dem wir uns getrennt haben.<\/p>\n<p><strong>Wie war der Unterschied in der Zusammenarbeit mit Peter Alexander im Vergleich zu der Zusammenarbeit mit Udo J&uuml;rgens?<\/strong><\/p>\n<p>Der Unterschied war, dass ich ein &bdquo;kleiner, junger Mann&ldquo; war, der pl&ouml;tzlich eine Chance gesehen hat, den gro&szlig;en Peter Alexander zu produzieren. Diese Geschichte beschreibe ich glaube ich, auch sehr lustig. Es ist einmalig, wie man einen K&uuml;nstler &uuml;berzeugen kann, dass man pl&ouml;tzlich sein neuer Produzent ist. Das ist wirklich eine witzige Geschichte. Udo J&uuml;rgens wurde mir von seiner damaligen Freundin und Hans R. Beierlein angetragen. Ich habe ihn mit 29.000 Platten &uuml;bernommen. Der letzte Song, den er hatte, war &bdquo;Vergiss die Liebe nicht&ldquo;. Er war immer ein gro&szlig;er K&uuml;nstler, aber er verkaufte nicht mehr. Und dann hat man mit mir einen Vertrag gemacht &uuml;ber drei Jahre, dass ich Udo wieder hochbringen soll und ich habe einen gro&szlig;en Komponisten und Interpreten unterst&uuml;tzt mit meiner Arbeit nur ein bisschen &bdquo;unterst&uuml;tzt&ldquo;. &nbsp;Wir haben auch einige Songs zusammen geschrieben. Aber in erster Linie habe ich ihn als K&uuml;nstler forciert und produziert. Und bin froh, dass ich das machen konnte. Und ich bin besonders gl&uuml;cklich, dass aus &bdquo;Sonja, wach auf&ldquo; dann &bdquo;Griechischer Wein&ldquo; geworden ist.<\/p>\n<p><strong>Existiert von &bdquo;Sonja, wach auf&ldquo; denn eine fertige Aufnahme?<\/strong><\/p>\n<p>Nein. Udo und Michael Kunze kamen eines Tages zu mir und spielten mir die neuen Lieder vor. Udo erz&auml;hlte, dass er gerade aus Griechenland kommt und einen neuen Song geschrieben h&auml;tte. <em>&bdquo;Sonja, wach auf \/ denn es ist schon heller Morgen \/ Sonja, wach auf&hellip;&ldquo; <\/em>Das gefiel mir gut. Und wir haben den Song &ndash; das musikalische Grundger&uuml;st &#8211; produziert. Und dann fragte ich irgendwann Michael Kunze, ob es nicht noch eine andere Textidee gegeben h&auml;tte. Und er meinte, &bdquo;ja, wir hatten noch einige Dinge beim Hans, u. a. das und das und das und &#8211; &sbquo;Griechischer Wein&lsquo;. Ich sagte: &bdquo;Das klingt doch gut.&ldquo; Er meinte: &bdquo;Ja, aber das hat dem Hans eigentlich nicht so gefallen, weil er keine &sbquo;Griechen-Schnulze&lsquo; haben wollte. Ich sagte: &bdquo;Geh nach Hause und schreibe irgendeinen anspruchsvollen Text mit einer Geschichte. Und genial wie er ist, kam er zur&uuml;ck mit dem Text zu &sbquo;Griechischer Wein&lsquo; zur&uuml;ck.&ldquo;<\/p>\n<p><strong>Lieber Siegel, ganz herzlichen Dank f&uuml;r dieses gro&szlig;artige Interview und toi, toi, toi f&uuml;r Ihr Buch.<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe zu danken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/Siegel_Ralph_copyright_Michael%20Tinnefeld.jpg\" style=\"width: 397px; height: 512px;\" \/><br \/>\nFoto-Credit: Michael Tinnefeld<\/em><\/p>\n<p>Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de<br \/>http:\/\/www.jupiter-records.de<br \/>http:\/\/www.jupiter-records.de\/pages\/rs_bio.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 30. September 2015 wird er 70 Jahre jung! 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