{"id":85546,"date":"2015-09-18T00:00:00","date_gmt":"2015-09-18T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=85546"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"ACHIM-MENTZEL-SEBASTIAN-KRUMBIEGEL-Die-P-85545","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/ost-schlager\/ACHIM-MENTZEL-SEBASTIAN-KRUMBIEGEL-Die-P-85545\/","title":{"rendered":"ACHIM MENTZEL, SEBASTIAN KRUMBIEGEL (&quot;Die Prinzen&quot;) u.a. <br \/>Heute (18.09.2015) im MDR FERNSEHEN: &quot;Unter uns &#8211; spezial&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Geschichten aus der Wendezeit&#8220; \/\/ 22:30 Uhr &#8211; 00:30 Uhr!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>* Steffi Seifert<\/strong><\/p>\n<p>Sie war bisher mit ihrem eigenen 12-Tonner &uuml;ber 1,2 Millionen Kilometer auf Europas Stra&szlig;en unterwegs. Dabei ist sie ihr eigener Chef. Die geb&uuml;rtige Vogtl&auml;nderin lebt ihren Traum vom grenzenlosen Reisen, vom LKW-Fahren, den die Tochter eines ehemaligen Fernfahrers bereits seit Kindertagen hatte. Sie war die erste weibliche Berufskraftfahrerin der DDR. Doch sie kollidierte mit dem politischen System, wurde arbeitslos. Schlie&szlig;lich fl&uuml;chtete sie im Sommer 1989 auf abenteuerliche Weise &uuml;ber die gr&uuml;ne Grenze in Ungarn und begann in Bayern ein neues Leben. Sie erf&uuml;llte sich 2002 ihren lang gehegten Wunsch vom eigenen LKW. Heute Paris, morgen Dublin, &uuml;bermorgen Rom &ndash; Steffi Seifert liebt das Leben auf der &Uuml;berholspur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>* Achim Mentzel<\/strong><\/p>\n<p>Die Einen bel&auml;cheln ihn als absoluten Ost-Trash, die Anderen halten ihn einfach f&uuml;r einen netten Kerl. Achim Mentzel ist das ostdeutsche Unterhaltungsurgestein. Mentzel w&auml;chst auf mit der Musik von den Beatles, den Rolling Stones, spielt die Lieder seiner Idole nach, singt in verschiedenen Kapellen, tourt gemeinsam mit Nina Hagen. Nach famili&auml;rem &Auml;rger bleibt er 1973 im Westen. Doch es wird nur ein kurzer Ausflug. Denn das Heimweh ist st&auml;rker, und er kehrt reum&uuml;tig in den Osten zur&uuml;ck. Hier steht er seitdem unter st&auml;ndiger Beobachtung der politischen Elite. Doch Achim Mentzel geht seinen Weg nach oben und schon bald wartet der &bdquo;Kessel Buntes&ldquo; auf ihn &ndash; der Ritterschlag der DDR-Unterhaltung. Auch nach der Wende kann sich Mentzel im Musikgesch&auml;ft behaupten. Aus dem h&auml;rtesten Rock &lsquo;n Roller der DDR ist eine gesamtdeutsche Stimmungskanone geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>*Birgit und Matthias Frahnow<\/strong><\/p>\n<p>Sie lernen sich Mitte der 80er Jahre in einem Jugendchor kennen und verlieben sich ineinander. Am 18. November 1989 wollen sie heiraten. Doch der Pfarrer hat keine Zeit, deshalb muss die Hochzeit vorgezogen werden. So schreiten sie am 11. November 1989 vor den Traualtar. Sie erleben ihren sch&ouml;nsten Tag im Leben in der Euphorie und den Wirren des Mauerfalls.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>* Gerlinde Haker und Elfriede Gereke<\/strong><\/p>\n<p>Gerlinde Haker aus Schwerin wollte als DDR-B&uuml;rgerin nicht bis zum Rentenalter auf ihre erste Reise in den Westen warten. Deshalb tauschten sie und ihr Ehemann die Papiere einfach mit denen ihrer Westverwandtschaft &#8211; Schw&auml;gerin Elfriede Gereke aus Essen und deren damaliger Gatte. 1967 reiste sie auf diese Weise zum ersten Mal durch die BRD. Zur gleichen Zeit fuhren ihre Schw&auml;gerin und deren Mann in die CSSR, um hier die &quot;Urlauber aus dem Osten&quot; zu spielen. 1975 wiederholten die Schw&auml;gerinnen diesen Tausch. Obwohl sich beide Frauen nicht sehr &auml;hnlich sind, blieb er auch diesmal unentdeckt. Als Gerlinde Haker und ihr Mann im November 1989 erneut in den Westen reisen wollten, er&uuml;brigte sich ein solcher Tausch pl&ouml;tzlich. Dieses Mal konnten sie diese mit ihren eigenen Ausweisen passieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>* Manon Strach&eacute;<\/strong><\/p>\n<p>Sie durfte in der DDR das tun, was andere nicht so einfach durften &ndash; den Mund aufmachen. Manon Strach&eacute; war Mitglied bei den &bdquo;academixern&ldquo;, dem legend&auml;ren Leipziger Kabarett. Nach ordentlicher &quot;Durchleuchtung&quot; lie&szlig; man sie auch in den Westen reisen. Und w&auml;hrend sie den ein oder anderen Finger in die Wunden der DDR legen konnte, war ihr verboten, &uuml;ber ihre Erlebnisse im Westen zu berichten. 1989 ging Manon Strach&eacute; mit auf die Stra&szlig;e, nach &Ouml;ffnung der Mauer verlie&szlig; sie das Land. Heute ist sie eine gefragte Darstellerin f&uuml;r Fernsehen, Film und Theater.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>* Ingo Nitschke<\/strong><\/p>\n<p>Er hat einen der sch&ouml;nsten Arbeitspl&auml;tze im Harz: Er ist Wetterwart auf dem Brocken. Schon seine Eltern waren auf der Station t&auml;tig. Er selbst ist seit 34 Jahren als Wettermann mit dem Berg verbunden. Zu DDR-Zeiten galt der Brocken als Sperrgebiet. Ingo Nitschke musste sich seinen Platz da oben mit Grenzsoldaten und russischem Milit&auml;r teilen. Die Mauer verlief damals quer &uuml;ber den Brocken. Er spricht dar&uuml;ber, wie es war, als der Wind sich nach dem Mauerfall drehte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>\n<strong>* Harald J&auml;ger<\/strong><\/p>\n<p>Ohne Harald J&auml;ger h&auml;tte es den Mauerfall vielleicht gar nicht so schnell gegeben. Als Oberstleutnant der Staatssicherheit und stellvertretender Leiter der Passkontrolle an der Grenz&uuml;bergangsstelle Bornholmer Stra&szlig;e in Berlin &ouml;ffnete er &ndash; ohne Befehl und ohne Kompetenz &ndash; am 9. November 1989, eine halbe Stunde vor Mitternacht, den Schlagbaum. Er verhinderte so, dass dieser Tag in einer blutigen Konfrontation endete. Der Stasi-Offizier brach die Regeln eines Systems, das ihn gepr&auml;gt hatte. Gleichzeitig leitete dieser Tag das Ende der DDR und sein berufliches Aus ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>* Sebastian Krumbiegel<\/strong><\/p>\n<p>Sebastian Krumbiegel lernte schon als kleiner Thomaner die Welt kennen. Mehrmals h&auml;tte er bei Chorreisen Gelegenheit gehabt, im Westen zu bleiben. Doch das war f&uuml;r ihn nie ein Thema. Bei den Montagsdemonstrationen rief der damalige Musikstudent vor allem &quot;Wir bleiben hier&quot;. Und auch als er nach der Wende als f&uuml;hrender Prinz mit der Band ber&uuml;hmt wurde, blieb er seiner s&auml;chsischen Heimat treu. Jahrelang waren &quot;Die Prinzen&quot; eine der erfolgreichsten Musikgruppen Deutschlands. Trotz des riesigen Erfolgs blieb Sebastian Krumbiegel stets auf dem Boden. Besonders nach einem &Uuml;berfall durch Rechte, bei dem der Musiker k&ouml;rperlich und seelisch verletzt wurde, engagiert er sich ganz aktiv gegen rechte Gewalt und Rassismus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>* Erna Rodestock<\/strong><\/p>\n<p>Ausgerechnet in der beschaulichen Bergarbeiterstadt Oelsnitz im Erzgebirge wurde 1956 die erste neuerbaute Nacht- und Tanzbar der DDR er&ouml;ffnet. Bis zu deren Schlie&szlig;ung im Jahre 1990 arbeitete Erna Rodestock hier als Kellnerin. In dieser Zeit lernte sie verschiedenste G&auml;ste kennen: Vom einfachen Bergarbeiter &uuml;ber K&uuml;nstler wie Frank Sch&ouml;bel bis hin zur Politprominenz. Daran hat die Gastronomin aus Leidenschaft bis heute lebendige Erinnerungen und freut sich, dass ihre alte Wirkungsst&auml;tte &ndash; &quot;die Bar&quot; &ndash; seit 2014 wieder in neuem, altem Glanz erstrahlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>* Georg Prinz zur Lippe<\/strong><\/p>\n<p>Erst hat es Georg Prinz zur Lippe f&uuml;r seine Eltern getan, aber zunehmend auch f&uuml;r sich &ndash; Wein anbauen, in der Heimat seiner Vorfahren, an den Elbh&auml;ngen bei Mei&szlig;en. Nachdem seine Eltern nach dem Krieg aus Sachsen vertrieben wurden und sich im Westen ansiedeln mussten, blieb jahrzehntelang eine tiefe Wunde in den Herzen. Doch gleich nachdem die Mauer fiel, hatte der Vater nur einen Wunsch an seinen Sohn: &quot;Schau, was von unserem Besitz noch &uuml;brig geblieben ist und bau wieder auf.&quot; Georg Prinz zur Lippe fuhr in den Osten, verliebte sich in das Land, blieb und setzte eine Tradition fort, die einst abrupt endete.<\/p>\n<p>MDR (Textvorlage)<br \/>http:\/\/www.mdr.de\/unterhaltung\/<br \/>http:\/\/www.mdr.de\/unter-uns\/index.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Geschichten aus der Wendezeit&#8220; \/\/ 22:30 Uhr &#8211; 00:30 Uhr!\u00a0 * Steffi Seifert Sie war bisher mit ihrem eigenen 12-Tonner<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":85547,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[25],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85546"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85546"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85546\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/85547"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85546"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85546"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85546"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}