{"id":85420,"date":"2015-09-21T00:00:00","date_gmt":"2015-09-21T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=85420"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"MIREILLE-MATHIEU-smago-Serie-Sc-85419","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/MIREILLE-MATHIEU-smago-Serie-Sc-85419\/","title":{"rendered":"MIREILLE MATHIEU <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &quot;vor 40 Jahren&quot; von Stephan Imming: Teil 37 &#8211; Mireille Mathieu (&quot;Der Zar und das M\u00e4dchen&quot;)!"},"content":{"rendered":"<p>Neuzugang 15.09.1975! (Das &#8222;Besser frei wie ein Vogel zu leben, als im goldenen K\u00e4fig zu sein&#8220; mussten wir aus Platzgr\u00fcnden leider in diese Unterzeile verfrachten)!<br \/>\n\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 22.07.1946 wurde MIREILLE MATHIEU als &auml;ltestes von vierzehn Geschwistern in Avignon geboren. Ihr Vater <em>Roger <\/em>war Steinmetz und Marmorschleifer, die Mutter <em>Michelle<\/em> Hausfrau. Sie wuchs in einfachen Verh&auml;ltnissen auf.<\/p>\n<p>Bereits mit vierzehn Jahren brach sie die Schule vorzeitig ab, um f&uuml;r den Lebensunterhalt ihrer Familie mit zu verdienen. Sie fand eine Anstellung in einer Papierfabrik, wo sie Briefumschl&auml;ge klebte. &Uuml;ber ihre Kindheit sagte Mireille einmal: &bdquo;<em>Wir lebten in einem einfachen Holzhaus. Wenn es kalt war, dann war es wirklich kalt. Wir hatten nur einen kleinen Ofen, kein warmes Wasser. Wir mussten das Wasser in einem Topf hei&szlig; machen und uns dann damit waschen<\/em>&ldquo;. Von ihrem verdienten Geld leistete sie sich insbesondere Gesangsstunden bei ihrer Lehrerin <em>Laure Colli&egrave;re.<\/em><\/p>\n<p>Schon in jungen Jahren beteiligte sie sich an Talentwettbewerben. So beteiligte sie sich bereits im Juni 1964 am &bdquo;Prix du Crit&eacute;rium de la Chanson&ldquo;, einem Wettbewerb f&uuml;r junge Nachwuchss&auml;nger. Wie schon bei anderen Wettbewerben trug sie ein Lied von <em>Edith Piaf<\/em> vor. Begleitet wurde sie dabei von ihrer &bdquo;Tante <em>Irene<\/em>&ldquo;, die sp&auml;ter noch ihre langj&auml;hrige Garderobiere und beratende Freundin blieb.<\/p>\n<p>Mireille gewann den Wettbewerb und qualifizierte sich damit f&uuml;r einen Auftritt in einer franz&ouml;sischen TV-Show (&bdquo;T&eacute;l&eacute; Dimanche&ldquo;). Auch dort trug sie im Rahmen eines Gesangswettbewerbs am 21.11.1965 erneut einen Piaf-Song vor (&bdquo;J&eacute;zabel&ldquo;) und gewann den Contest. In Anlehnung an <em>Piafs <\/em>Spitznamen &bdquo;Spatz von Paris&ldquo; wurde sie in Deutschland seit dieser Zeit als &bdquo;Spatz von Avignon&ldquo; bezeichnet. &ndash; Kurz nach diesem Auftritt folgte Mireilles erster Auftritt im Pariser &bdquo;Olympia&ldquo;.<\/p>\n<p>In jenen Jahren wurde sie von Talent-Scout <em>Johnny Stark<\/em> entdeckt, der schon damals kein Unbekannter war, hatte er mit <em>Francoise Hardy<\/em>, <em>Johnny Hallyday<\/em>, <em>Dalida <\/em>und anderen popul&auml;ren franz&ouml;sischen Interpreten ja schon einige namhafte Show-Gr&ouml;&szlig;en entdeckt. Von Beginn an wurde <em>Johnny Stark<\/em> Mireilles Manager und v&auml;terlicher Freund. Die Bravo schrieb 1968: &bdquo;<em>Sein Management ist zwar tyrannisch, aber erfolgreich<\/em>&ldquo;, so gesehen war Stark in Frankreich wohl eine &auml;hnliche Pers&ouml;nlichkeit wie es in Deutschland Hans R. Beierlein seinerzeit war.<\/p>\n<p>Ein weiterer wichtiger Name der Anfangszeit Mireille Mathieus war <em>Eddie Barclay<\/em> (b&uuml;rgerlich <em>Jacques Canetti<\/em>), der Mireille f&uuml;r seine gleichnamige Schallplattenfirma unter Vertrag nahm. Gleich die erste LP wurde ein gro&szlig;er Erfolg.<\/p>\n<p>Quasi von Anfang an war Mireille international mit franz&ouml;sischsprachigen Aufnahmen erfolgreich. Schon im M&auml;rz 1966 unternahm sie ihre erste Reise in die USA und absolvierte ihren ersten TV-Auftritt dort in der <em>Ed-Sullivan<\/em>-Show.<\/p>\n<p>Kleiner Exkurs: In einer Boulevardzeitschrift war zu lesen, dass Mireille auf dem besten Wege gewesen sei, in den USA ein Star zu werden, dies aber von der Mafia verhindert worden sei. Hintergrund: Manager Johnny Stark bestand darauf, mit eigenen Musikern anzureisen und sich nicht an einem USA-Show-Kartell zu beteiligen. Daraufhin sah er sich dem Vorwurf ausgesetzt, Drogen in Musikinstrumenten in die USA schmuggeln zu m&uuml;ssen. Entscheidend an dem Artikel ist sicherlich der letzte Satz: &bdquo;Beweise haben alle Untersuchungen nie ergeben&quot; &#8211; aber der Hinweis, dass ein &bdquo;Staatsanwalt Viviani&quot; ermittelt habe (Az. NY 06 R1210700), finde ich schon spannend. &#8211;<\/p>\n<p>Zur&uuml;ck zu Mireilles Karriere: Bereits ihre erste &bdquo;Mini-LP&ldquo; (genau gesagt EP) &bdquo;<strong>Mon Cr&eacute;do<\/strong>&ldquo; wurde ein gro&szlig;er Erfolg. In Frankreich war es damals nicht wie in Deutschland (und &bdquo;Rest-Europa&ldquo;) &uuml;blich, Singles (mit 45 Umdrehungen, also quasi &bdquo;kleine Schallplatten&ldquo;) mit einem Lied auf Vorder- und R&uuml;ckseite zu ver&ouml;ffentlichen, dort waren eher &bdquo;EPs&ldquo; mit in der Regel vier Liedern verbreitet. Die erste EP Mireilles wurde angeblich 1,7 Mio. mal verkauft.<\/p>\n<p>In Deutschland ver&ouml;ffentlichte man den zweiten Titel der EP, &bdquo;<strong>C&rsquo;est ton nom<\/strong>&ldquo;, auf Single, die es bereits am 15. Juli 1966 immerhin auf Platz 33 der deutschen Verkaufscharts brachte, was um so erstaunlicher ist, als Mireille damals noch nie in Deutschland aufgetreten war und franz&ouml;sische Chansons nicht unbedingt immer zu Charts-Hits in Deutschland wurden. Der Komponist der Traumschiff-Melodie, <em>Francais Lai<\/em>, komponierte diesen ersten Mireille-Hit, produziert wurde die Nummer mit <em>Paul Mauriat<\/em> auch von keinem Unbekannten: Der Orchesterchef machte aus <em>Vicky Leandros<\/em>&lsquo; Grand-Prix-Lied &bdquo;L&rsquo;amour est bleu&ldquo; einen Welthit: Seine Version schaffte es zu einem Nummer-1-Hit in den USA als &bdquo;Love Is Blue&ldquo; in instrumentaler Fassung.<\/p>\n<p>Auch Mireilles zweiter 1966er Hit in Deutschland ist insofern bemerkenswert, als sie mit einer franz&ouml;sischen Version eines englischen Hits (&bdquo;Rusty Bells&ldquo; von <em>Brenda Lee<\/em>) punkten konnte: &bdquo;<strong>Qu&rsquo;elle est belle&ldquo;.<\/strong> Auch hier ist ein prominenter Autor unter den Song-Autoren zu finden: Textdichter <em>Pierre Delanoe<\/em> verfasste u. a. auch die franz&ouml;sische Ursprungs-Version des Liedes &bdquo;Le Rossignol Anglais&ldquo;, aus dem <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> Jahre sp&auml;ter &bdquo;Es wird Nacht, Senorita&ldquo; machte.<\/p>\n<p>In der James-Bond-Parodie &bdquo;Casino Royale&ldquo; sang Mireille in der deutschen Synchronfassung ihre erste deutsche Aufnahme: &bdquo;<strong>Ein Blick von dir<\/strong>&ldquo;, die deutsche Version des im Original von <em>Dusty Springfield<\/em> gesungenen Film-Liedes &bdquo;The Look Of Love&ldquo;.<\/p>\n<p>Auch Mireilles 1967er Hit in Deutschland ist ein Kuriosum: Engelbert hatte mit &bdquo;The Last Waltz&ldquo; einen Welthit, auch die deutsche Version von Peter Alexander (&bdquo;Der letzte Walzer&ldquo;) war in Deutschland erfolgreich &ndash; Mireille enterte hingegen mit ihrer franz&ouml;sischen Version (&bdquo;<strong>La derni&egrave;re valse<\/strong>&ldquo;) die deutschen Hitparaden. Vielleicht half dabei, dass sie 1967 erstmals in Deutschland auftrat und auf kleine, von &bdquo;Stern-Musik&ldquo; unterst&uuml;tzte rein franz&ouml;sischsprachige Tournee ging.<\/p>\n<p>Im Folgejahr wurde es noch kurioser: Ende 1968 wurde eine Single ver&ouml;ffentlicht, als dessen &bdquo;Hit&ldquo; wohl zun&auml;chst der englischsprachige Song &bdquo;<strong>Sometimes<\/strong>&ldquo; angesehen wurde, der am 15.12.1968 in Deutschlands Verkaufs-Hitparade auf Platz 37 ausgewiesen wurde. In &Ouml;sterreich wurde das Lied sogar ein Top-3-Hit. &ndash; In Deutschland entdeckte man dann aber die Qualit&auml;t der R&uuml;ckseite der Single und deklarierte dann diese englischsprachige Nummer zum Hit. &bdquo;<strong>Sweet Souvenirs Of Stefan<\/strong>&ldquo; war der erste Song von Mireille, der sich &uuml;ber zehn Wochen in den deutschen Charts hielt.<\/p>\n<p>Beide englischsprachige Songs wurden &uuml;brigens von <em>Les Reed<\/em> komponiert, der auch &bdquo;The Last Waltz&ldquo; geschrieben hatte. Die &bdquo;Doppel-A-Seiten-Single&ldquo; war Mireilles erster Hit, der im Vertrieb der Ariola auf den Markt kam.<\/p>\n<p>1969 kam die Mathieu erstmals nach West-Berlin (im Ost-Berliner Friedrichstadtpalast trat sie bereits 1966 auf), wo sie immer in Begleitung ihres Managers <em>Johnny Stark<\/em> und einer &bdquo;Anstandsdame&ldquo; war (<em>Christian Bruhn<\/em> schrieb einst ironisch, er sei &uuml;berrascht, dass nicht auch noch ein Pfarrer zugegen war). Als sie im Hotel Kempinski n&auml;chtigte, ergriff der ehemalige Lufthansa-Steward und damalige Musikverleger <em>Gerhard H&auml;mmerling<\/em> die Chance, mit ihr ins Gespr&auml;ch zu kommen. Gemeinsam mit dem damaligen Chef der Hansa-Musikproduktion, <em>Hans Blume<\/em>, baute er einen guten Kontakt zu Mireille und <em>Johnny Stark<\/em> auf, wobei <em>K&auml;mmerling<\/em>s erstklassiges Franz&ouml;sisch dabei eine gro&szlig;e Hilfe war.<\/p>\n<p>Nun musste noch ein richtiger Autor f&uuml;r deutschsprachige Songs gefunden werden, weil geplant war, Mirellie k&uuml;nftig auch mit deutschen Liedern weiter aufzubauen. <em>Gerhard H&auml;mmerling<\/em> stellte den Kontakt mit dem schon damals bekannten Schlagerkomponisten <em>Christian Bruhn<\/em> her. <em>Johnny Stark<\/em> besuchte den Schlagerkomponisten, der zwei Lieder f&uuml;r die erste deutschsprachige Single Mireilles vorbereitet hatte. Das Lied &bdquo;<strong>Martin<\/strong>&ldquo; stie&szlig; sofort auf Zustimmung, die geplante B-Seite &bdquo;Kopenhagen&ldquo; traf nicht den Geschmack <em>Johnny Starks<\/em>.<\/p>\n<p>Da kam Textdichter und <em>Bruhn-<\/em>Partner <em>Georg Buschor<\/em> der Gedanke, dass man ja noch eine Lied-Skizze entwickelt hat, von der allerdings nur eine Zeile fertig war: &bdquo;<strong>Hinter den Kulissen von Paris<\/strong>&ldquo; &ndash; <em>Christian Bruhn<\/em> improvisierte auf diese Zeile, <em>Johnny Stark<\/em> war begeistert (&bdquo;<em>C&rsquo;est ca! Justement!<\/em>&ldquo;). Der Rest ist Geschichte: Der Song wurde ein Riesenhit in Deutschland (Top-5) und ist bis heute so etwas wie die musikalische Visitenkarte Mireille Mathieus, was sicher auch daran liegt, dass textlich wie musikalisch mit allen musikalischen und textlichen Klischees aufgewartet wird. Besonders orginell ist der Wechsel vom polkaartigen 4\/4-Takt mit Tempowechsel zum chansonhaften 6\/8-Takt (&bdquo;<em>und ewig flie&szlig;t die Seine<\/em>&ldquo;), die zwischendurch dem Schlager den Hauch eines Chansons gibt.<\/p>\n<p>Das Lied war so erfolgreich, dass bereits 1969 eine schwedische Coverversion von <em>Bibi Johns<\/em> aufgenommen wurde. Die auch in Deutschland popul&auml;re fr&uuml;here Grand-Prix-Gewinnerin <em>Severine <\/em>produzierte 2001 eine franz&ouml;sischsprachige Aufnahme des Titels.<\/p>\n<p>Mit der Ver&ouml;ffentlichung dieser Produktion begann eine langj&auml;hrige erfolgreiche Partnerschaft zwischen &bdquo;Mimi&ldquo;, wie Bruhn Mireille z&auml;rtlich nannte und Christian Bruhn. Wieder ein Kuriosum: Auch die B-Seite, &bdquo;<strong>Martin<\/strong>&ldquo;, wurde in den deutschen Charts notiert und schaffte es immerhin auf einen 12. Platz.Mit dem n&auml;chsten 1969er- Song des Gespanns <em>Bruhn\/Buschor<\/em> konnte erneut ein Top-20-Hit gelandet werden: &bdquo;<strong>Tarata Ting &ndash; Tarata Tong<\/strong>&ldquo;. In einem Buch &uuml;ber das Verlagshaus <em>Meisel <\/em>wird kurz auf die Texte des Textdichters <em>Georg Buschor<\/em> eingeganen, die dieser f&uuml;r Mireille schrieb: &bdquo;<em>Liest man diese Texte nur, kommen sie einem erstaunlich schlicht, fast primitiv vor.Aber das sind sie keineswegs, vielmehr erstaunlich raffiniert<\/em>&ldquo;. Beispiel gef&auml;llig?:&nbsp; &bdquo;<em>Tarata Ting, Tarata Tong, und darum sing&lsquo; ich meinen Song&ldquo;&hellip;<\/em><\/p>\n<p>Vermutlich wurden Mireilles Texte bewusst einfach gehalten, weil sie ja kein Deutsch sprach und sich die Texte phonetisch merken musste. Hilfreich dabei war, dass &ndash; so steht es &uuml;bereinstimmend in den Biografien <em>Christian Bruhns<\/em> und von Labelchef <em>Siggi Loch<\/em> &ndash; <em>Katja Ebstein<\/em> oftmals Demo-Aufnahmen der sp&auml;teren Mathieu-Hits einsang. Produzent <em>Gerhard H&auml;mmerle<\/em> brachte Mireille dann meist die Songs in deutscher Sprache bei, sp&auml;ter bekam sie dann noch zus&auml;tzlich Unterricht von einem Fan namens <em>Beate Pappritz.<\/em><\/p>\n<p>Die B-Seite von &bdquo;Tarata Ting&ldquo; war &uuml;brigens &bdquo;Das Wunder aller Wunder ist die Liebe&ldquo;. Das ist insofern bemerkenswert, als dieser Song in &Ouml;sterreich bis auf Platz 12 der dortigen Charts kam.<\/p>\n<p>1969 erhielt Mireille bereits ihre erste TV-Show &ndash; im ZDF wurde am 2. Mai des Jahres &bdquo;Rendezvous mit Mireille&ldquo; ausgestrahlt (Regie: Francois Reichenbach).<\/p>\n<p>Die 1970er Jahre starteten mit den fr&ouml;hlichen Mireille-Schlagern &bdquo;<strong>An einem Sonntag in Avignon<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Es geht mir gut, Cheri&ldquo; <\/strong>unter der bew&auml;hrten Regie (<em>Bruhn\/Buschor<\/em>) &ndash; beide Titel schafften es in die Top-20. Auf der B-Seite der letztgenannten Single findet sich &uuml;brigens das Lied &bdquo;Meine Welt ist die Musik&ldquo;, das Christian Bruhn mal als eine seiner sch&ouml;nsten Kompositionen ansieht und wohl auch deshalb als Untertitel seiner Autobiografie &bdquo;Marmorstein und Liebeskummer&ldquo; gew&auml;hlt hat. Auf der R&uuml;ckseite der Single charakterisiert die Ariola Mireille &uuml;brigens als &bdquo;<em>kleine nette Mireille. Der strahlende Glanz ihrer Stimme machte sie ber&uuml;hmt &ndash; rund um den Erdball<\/em>&ldquo;. In der Tag ging Mireille 1970 erstmals auf Welt-Tournee und absolvierte Auftritte in Kanada, Skandinavien, Italien und Deutschland.<\/p>\n<p>1971 gab es dann zun&auml;chst so etwas wie &bdquo;Pariser Festspiele&ldquo; im Hause Mathieu &ndash; erfolgreich konnten sich die Songs &bdquo;<strong>Ganz Paris ist ein Theater<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Der Pariser Tango<\/strong>&ldquo;, Mireilles zweiter Top-10-Hit,&nbsp; in den Hitlisten Deutschlands platzieren. Mal wieder eine Kostprobe des (wie oben erw&auml;hnt) untersch&auml;tzten Texter-Genies <em>Buschor<\/em>: &bdquo;<em>Tango &ndash; Pariser Tango &ndash; ich w&uuml;nsche mir, es bleibt noch lang so<\/em>&ldquo;. Als unverbesserlicher Klugschei&szlig;er habe ich einen Ruf zu verlieren und frage mich &ndash; &bdquo;Tango&ldquo; und &nbsp;&bdquo;lang so&ldquo; &ndash; reimt sich das wirklich? Solche Sorgen plagen die <em>Jacob-Sisters<\/em> nicht, sie haben den Song erfolgreich gecovert (&bdquo;Bariser Tango&ldquo;).<\/p>\n<p>Inzwischen hatte Mireille so viele Platten verkauft, dass Komponist <em>Christian Bruhn<\/em> sich von den Einnahmen einen Urlaub auf Gran Canaria g&ouml;nnen konnte &ndash; in gewisser Weise war es aber wohl auch eine Art Arbeitsurlaub, jedenfalls sinnierte er dort &uuml;ber die Textidee &bdquo;Akropolis&ldquo;. In Urlaubslaune kam ihm die z&uuml;ndende Idee, da ein &bdquo;Adieu&ldquo; dranzuh&auml;ngen. Wieder zu Hause angekommen, wollte er davon eine Demo-Aufnahme erstellen, es fand sich aber niemand zum Einsingen des Liedes, folglich sang <em>Bruhn<\/em> in Mireilles &bdquo;Spatzen-Tonart&ldquo; (allerdings eine Oktave tiefer) den Song als Demo ein &ndash; zum Amusement des damaligen Ariola-Bosses <em>Monti L&uuml;ftner<\/em>, den dieses Demo eher zum Lachen anregte, als darin einen Hit zu erkennen.<\/p>\n<p>Zum Gl&uuml;ck erkannte <em>Johnny Stark<\/em> das Potenzial des Hits: &bdquo;<strong>Akropolis Adieu<\/strong>&ldquo; wurde ein gro&szlig;er Top-3-Hit in Deutschland, in der Schweiz konnte damit sogar die Spitze der dortigen Hitparade erklommen werden. &Uuml;ber zehn Jahre hielten <em>Nana Mouskouris<\/em> &bdquo;Wei&szlig;e Rosen&ldquo; &ndash; nun sind sie lt. Song-Aussage &bdquo;<em>verbl&uuml;ht<\/em>&ldquo;. Historisch ist der Song auch insofern, als er gerne (insbesondere von Travestie-K&uuml;nstlern) f&uuml;r Mireille Mathieu-Parodien verwendet wird. Mit ihrem unverwechselbaren Pagenkopf und ihrer eher kleinen Gr&ouml;&szlig;e bietet sich das nat&uuml;rlich an.<\/p>\n<p>Nachdem das mit dem Fernweh so sch&ouml;n geklappt hat, wurde 1972 die Mittelmeerinsel &bdquo;<strong>Korsika<\/strong>&ldquo; besungen &ndash; zwar war das wieder ein Top-20-Hiit, konnte aber nicht an den gro&szlig;en Erfolg von &bdquo;Akropolis&ldquo; ankn&uuml;pfen.<\/p>\n<p>Im September ging Mireille auf gro&szlig;e Deutschland-Tournee (Premiere war am 20.09.1972 in Hamburg mit anschlie&szlig;ender Premierenfeier im Hotel Atlantic). Kurz zuvor erschien das Lied zur ARD-Fernsehlotterie &ndash; &bdquo;<strong>Hans im Gl&uuml;ck<\/strong>&ldquo;. Der Lotterie-&bdquo;Vater&ldquo; <em>Jochen Richert<\/em> fuhr h&ouml;chstpers&ouml;nlich zu den ARD-Radiosendern, um den Programmgestaltern &bdquo;das Lied f&uuml;r den guten Zweck&ldquo; ans Herz zu legen. Au&szlig;erdem durfte Mireille ihr Lied am 17.09.1972 bei der Er&ouml;ffnungsveranstaltung zur Fernsehlotterie gleich zwei mal zu Geh&ouml;r bringen. Angesichts dieser und weiterer sehr umfangreicher damaliger Werbeaktivit&auml;ten (z. B. wurde in einer Auflage von 1.000 St&uuml;ck f&uuml;r den Fachhandel eine lebensgro&szlig;e Mireille Mathieu-Pappfigur hergestellt, hielt sich der Erfolg der Single in Grenzen &ndash; immerhin Top 20 zwar, aber der Aufwand war ja auch enorm. &bdquo;Lebensgro&szlig;&ldquo; hei&szlig;t bei Frau Mathieu zwar nur 153 cm &ndash; aber immerhin&hellip;<\/p>\n<p>Parallel zum deutschen Song, der wie alle damaligen Hits von <em>Christian Bruhn<\/em> und <em>Georg Buschor<\/em> verfasst wurde, erschien in Frankreich &uuml;brigens eine Single, die insofern interessant ist, als sie u. a. von <em>Giorgio Moroder<\/em> und <em>Michael Kunze<\/em> geschrieben wurde: &bdquo;<strong>En frappant dans nos mains<\/strong>&ldquo;, die in Deutschland weithin unbeachtet blieb und von <em>Uschi Glas<\/em> auf Deutsch gesungen wurde (&bdquo;Denn ich liebe die Welt&ldquo;).<\/p>\n<p>F&uuml;r ihre Erfolge wurde die Franz&ouml;sin 1972 erstmals mit dem Unterhaltungspreis &bdquo;Bambi&ldquo; ausgezeichnet; 1973 und 1974 wurde ihr diese Auszeichnung erneut verliehen.<\/p>\n<p>Mit der n&auml;chsten 1973 ver&ouml;ffentlichten Single verfolgte Mireille Mathieu eine gewagte These: &bdquo;<strong>Regen ist sch&ouml;n<\/strong>&ldquo; &ndash; ein Text, der nicht sonderlich f&uuml;r Begeisterung sorgte, gerade mal eine Woche konnte sich die Single in den Charts halten. In seiner unl&auml;ngst erschienenen Autobiografie &auml;u&szlig;erte der sonst in solchen Dingen sehr zur&uuml;ckhaltende <em>Ralph Siegel<\/em> dazu klare Worte: &bdquo;<em>Regen ist wichtig und gut f&uuml;r die Natur, aber ich hasse es, im Regen zu gehen oder zu stehen. &hellip; Nur ein &sbquo;warmer Regen&lsquo; kann Freude machen, indem man eine h&ouml;here GEMA-Zahlung erh&auml;lt als man erwartet hat&hellip;<\/em>&ldquo; &ndash; tja, vielleicht war ja genau dieser GEMA-Regen gemeint?<\/p>\n<p>Weiter ging es mit einer Hommage an die italienische(!) Hauptstadt &ndash; der flotte Song &bdquo;<strong>Roma Roma Roma<\/strong>&ldquo; kam wieder besser an &ndash; Mireille nahm den Song auch in franz&ouml;sischer Sprache auf.<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Single war dann Mireille Mathieus erster und bislang einziger Nummer-Eins-Hit in Deutschland: &bdquo;<strong>La Paloma Ad&eacute;<\/strong>&ldquo;.&nbsp; Unter Toningenieur <em>J&ouml;rg Scheuermann<\/em> entstand mit Musikern wie Gitarrist <em>Siegfried Schwab<\/em> im M&uuml;nchener Union-Studio diese musikalische Bearbeitung eines traditionellen Liedes (urspr&uuml;nglicher Komponist ist der 1865 verstorbene <em>Sebastian de Yradier<\/em>) durch <em>Christian Bruhn.<\/em><\/p>\n<p>Auch zu diesem Lied hat <em>Ralph Siegel<\/em> in seiner Autobiografie eine spannende Geschichte erz&auml;hlt: Durch das Hinzuf&uuml;gen des Wortes &bdquo;Ad&eacute;&ldquo; zum traditionellen Lied und nat&uuml;rlich durch den neuen Text von <em>Georg Buschor<\/em> entstand ein neues Copyright. <em>Christian Bruhn<\/em> wird sich mal wieder angesichts der GEMA-Zahlungen gesagt haben: &bdquo;Regen ist sch&ouml;n&ldquo;&hellip;<\/p>\n<p>Nach so einem Superhit einen Nachfolge-Titel zu finden, war schwierig. Mireille probierte es 1974 mit &bdquo;<strong>Wenn die Liebe will<\/strong>&ldquo; &ndash; mit einem griechisch angehauchten Arrangement &ndash; passend zum damaligen Zeitgeist &ndash; naturgem&auml;&szlig; war der Song nicht ann&auml;hernd so erfolgreich wie &bdquo;La Paloma Ad&eacute;&ldquo;, kam aber durchaus in die Hitparaden. Auf franz&ouml;sisch hie&szlig; der von <em>Christian Bruhn<\/em> komponierte Song &bdquo;L&rsquo;amour oublie le temps&ldquo;.<\/p>\n<p>1974 gab es wieder eine sch&ouml;ne Auszeichnung f&uuml;r Mireille &#8211; die Goldene Europa der Europawelle Saar wurde ihr erstmals verliehen. Den Preis erhielt sie 1976, 1979 und 1983 erneut verliehen. Interessant ist in dem Zusammenhang, dass es 1979 Unstimmigkeiten wegen der Ermittlung der Preistr&auml;ger gegeben hat. Eigentlich sollten Peter Alexander und Vicky Leandros f&uuml;r die Auszeichnung vorgesehen &#8211; die konnten sich den Preis aber nicht pers&ouml;nlich abholen, wovon vermutlich u. a. Mireille Mathieu profitierte.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>Und der Wind wird ewig singen<\/strong>&ldquo; versuchte Mireille auch noch mal erfolglos, etwas in Richtung &bdquo;Seemanns-Lieder&ldquo; zu gehen in Anlehnung an den &bdquo;La Paloma&ldquo;-Erfolg, was aber nicht von sonderlichem Erfolg gekr&ouml;nt war. Trotz eines bombastischen Refrains war damit nicht mehr als ein Top 30-Hit in Deutschland drin.<\/p>\n<p>Jede Serie rei&szlig;t einmal ein &ndash; warum sollte es bei Mireille Mathieu anders sein? &ndash; Nachdem von ihren mehr als einem Dutzend deutschsprachigen Singles JEDE in die Verkaufshitparade kam, wollte dieser Erfolg mit der Single &bdquo;<strong>Paris vor 100 Jahren<\/strong>&ldquo; nicht gelingen. Diesmal bediente sich Produzent Christian Bruhn (, der &ndash; wie gro&szlig; auf der Single zu lesen ist &ndash; auch als Arrangeur und Dirigent in Erscheinung getreten ist, als Komponist wird er auch aufgef&uuml;hrt -) des Themas &bdquo;Can Can&ldquo; aus <em>Jacques Offenbachs<\/em> Operette &bdquo;Orpheus in der Unterwelt&ldquo;.<\/p>\n<p>Nun war guter Rat teuer &ndash; wie konnte man Mireille wieder in die Charts zur&uuml;ckf&uuml;hren? Das Rezept, das schon mal funktioniert hatte, sollte vor fast genau 40 Jahren erneut aufgehen. Erneut bediente man sich einer Volksweise (diesmal war es ein russisches Lied), textete darauf einen neuen Text &ndash; und schon entstand mit &bdquo;<strong>Der Zar und das M&auml;dchen (Besser frei wie ein Vogel zu leben, als im goldenen K&auml;fig zu sein<\/strong>)&ldquo; Mireilles n&auml;chster (und bis dato letzter) Top 10-Hit in Deutschland. Vermutlich hat sich auch da <em>Christian Bruhn<\/em> ein neues Copyright geschnappt, obwohl die Melodie deutschen Schlagerfreunden nicht wirklich neu gewesen sein d&uuml;rfte &ndash; schon <em>Ronny<\/em> hatte mit der gleichen Melodie, aber einem anderen Text (&bdquo;Kleine Annabelle&ldquo;) einen gro&szlig;en Erfolg. Der urspr&uuml;ngliche deutsche Originaltext, &bdquo;Eint&ouml;nig klingt hell das Gl&ouml;cklein&ldquo;, wird gerne von russischen Kosaken Ch&ouml;ren interpretiert.<\/p>\n<p>Nachdem das mit der Bearbeitung traditioneller Volksweisen bei Mireille Mathieu so gut funktioniert hat &ndash; auch <em>Freddy Breck<\/em> ist diesen Weg ja anfangs&nbsp; gerne und erfolgreich gegangen, wurde erneut ein Lied bem&uuml;ht, das (wie schon La Paloma) urspr&uuml;nglich mal mit <em>Hans Albers<\/em> ein Erfolg war (die optische und stimmliche &Auml;hnlichkeit der beiden war aber auch frappierend&hellip;): &bdquo;<strong>Aloa He<\/strong>&ldquo;. Fr&uuml;her habe ich mich immer &uuml;ber die komische Schreibweise gewundert &ndash; jetzt ist mir klar: Auch bei &bdquo;Aloa He&ldquo; d&uuml;rfte durch die andere Schreibweise (als Aloha-Oe) ein neues Copyright entstanden sein.<\/p>\n<p>Die &bdquo;Melodie vom fernen Palmenstrand&ldquo; kam beim Publikum aber wohl nur bedingt authentisch r&uuml;ber &ndash; mehr als ein Top 40-Erfolg war 1976 damit nicht drin. Nur vier Jahre sp&auml;ter hatte die <em>Goombay Dance Band<\/em> mit einer englischen Version des Songs (&bdquo;Aloha Oe, Until We Meet Again&ldquo;) einen Top-5 Hit &ndash; ob das an <em>Oliver Bendts<\/em> Minipli-Frisur oder an den rassigen Karibik-Sch&ouml;nheiten lag, vermag ich nicht zu beurteilen. (Mit Achim Reichels &bdquo;Aloha Heja He&ldquo; hat die Volksweise &uuml;brigens nichts zu tun).<\/p>\n<p>Den Text des n&auml;chsten Liedes &bdquo;<strong>Der Wein war aus Bordeaux<\/strong>&ldquo; schrieb 1976 erstmals nicht <em>Georg Buschor<\/em> &ndash;diesmal durfte <em>Kurt Hertha<\/em> ran &ndash; mit wenig Erfolg, die Single konnte sich nicht in der Verkaufshitparade platzieren. Einer der Gr&uuml;nde daf&uuml;r k&ouml;nnte das Plattencover sein. Forenmitglied &bdquo;Bette Davis Eye&ldquo; analysiert zu diesem Thema streng sachlich: &bdquo;<em>Auf dem Cover sieht sie aus wie &rsquo;ne besoffene Porno-Queen&ldquo;.<\/em> &ndash; Dem ist wohl nichts hinzuzuf&uuml;gen.<\/p>\n<p>Auch zur n&auml;chsten Single Mireilles findet man im Internet bisweilen spitzfindige &Auml;u&szlig;erungen wie: &bdquo;<em>Der Spatz aus Avignon besingt einen anderen komischen Vogel<\/em>&ldquo;: &bdquo;<strong>Kleine Schwalbe (f&uuml;r die Heimkehr ist es nie zu sp&auml;t)<\/strong>&ldquo;. Foren-Teilnehmerin &bdquo;Windfee&ldquo; dr&uuml;ckt es noch etwas krasser, aber &ndash; wie ich finde &ndash; sehr originell aus: &bdquo;<em>Der gro&szlig;e <u>Star<\/u> mit dem Titel <u>Spatz<\/u> von Avignon besingt eine kleine <u>Schwalb<\/u>e &ndash; gut gev&ouml;gelt, Mireille<\/em>&ldquo;. Wobei &ndash; der, der eigentlich &bdquo;gev&ouml;gelt&ldquo; hat &ndash; also, der Textdichter des Liedes war in diesem Fall <em>G&uuml;nther Behrle<\/em> &ndash; auch der nahm sich wieder einer traditionellen Melodie an, diesmal wurde der &bdquo;Fremdenlegion&auml;r&ldquo; (&bdquo;Gefangen in maurischer W&uuml;ste&ldquo;) mit neuem Text versehen. Im Original wurde das Lied von <em>Vico Torriani<\/em> und <em>Heino<\/em> bekannt gemacht. F&uuml;r einen 25. Platz in der deutschen Verkaufshitparade hat es immerhin gereicht.<\/p>\n<p>Das Jahr 1976 abgeschlossen wurde mit einer weihnachtlichen Single. Die leichten Text&auml;nderungen, um aus einem traditionellen Lied eine neues Original zu machen, wurden immer abenteuerlicher &ndash; mein diesbez&uuml;gliches Lieblingsbeispiel ist &bdquo;<strong>Aber (!) Heidschi Bumbeidischi<\/strong>&ldquo; &ndash; genutzt hat es in dem Fall nichts, das Lied war kein kommerzieller Erfolg.<\/p>\n<p>In <em>Peter Alexander<\/em>s gro&szlig;er Disney-Show hatte Mireille in jenem Jahr einen Auftritt als Schneewittchen &ndash; schon damals sang sie mit diesem gro&szlig;en Ausnahme-Entertainer ein Duett &ndash; Jahre sp&auml;ter ver&ouml;ffentlichte sie mit ihm ja sogar eine Single, dazu sp&auml;ter mehr.<\/p>\n<p>1977 lie&szlig;en die Verkaufszahlen f&uuml;r Mireilles Single-Ver&ouml;ffentlichungen merklich nach &ndash; in jenem Jahr konnte sie keinen Hit-Erfolg landen, obwohl mehrere Singles ver&ouml;ffentlicht wurden. Das ist besonders erstaunlich, als 1977 im ZDF eine Personality-Show mit Mireille ausgestrahlt wurde unter dem Motto: &bdquo;Es ist Zeit f&uuml;r Musik&ldquo;.<\/p>\n<p>Ende 1976 hatte der Gitarrist <em>Ricky King<\/em> mit dem Instrumental-Lied &bdquo;La Reve&ldquo; einen Hit. Die Komposition ist eine als &bdquo;Romanza&ldquo; bekannte spanische Gitarrenmelodie,&nbsp; zu der es schon einige Gesangsversionen gab (<em>Bibi Johns<\/em> sang &bdquo;Eine Romanze mit Dir&ldquo;, <em>Francoise Hardy<\/em> &bdquo;San Salvador&ldquo; und <em>Renate Kern<\/em> &bdquo;Herbstwind&ldquo;). <em>Bernhard Brink<\/em> erkannte die Zeichen der Zeit und ver&ouml;ffentlichte zeitnah &bdquo;Liebe auf Zeit&ldquo; und hatte damit einen gro&szlig;en Hit. In diesem Fall war die Traditional-Adaption zu sp&auml;t &ndash; der von <em>Robert Jung<\/em> getextete &bdquo;<strong>Walzer der Liebe<\/strong>&ldquo;, Mireilles Version der &bdquo;Romanze&ldquo;,&nbsp; kam vermutlich zu sp&auml;t auf den Markt.<\/p>\n<p>Der n&auml;chste Schlager war wieder eine <em>Christian-Bruhn<\/em>-Komposition. Auch wenn der Text &bdquo;<strong>Die Liebe kennt nur der, der sie verloren hat<\/strong>&ldquo; von <em>G&uuml;nther Behrle<\/em> aus dem Leben gegriffen sein d&uuml;rfte &ndash; das Lied war ein Flop.<\/p>\n<p>1977 nahm sich Christian Bruhn dann die Oper &bdquo;Norma&ldquo; von Vinzenzo Bellini vor. Mit der daraus stammenden Arie &bdquo;Casta Diva&ldquo; hatte er wieder Lied-Material &bdquo;ohne Copyright&ldquo; (erneut das Motto &bdquo;Regen ist sch&ouml;n&ldquo; &ndash; eben der warme GEMA-Regen). In Frankreich ging die Rechnung voll auf &ndash; &bdquo;Mille colombes&ldquo; wurde dort ein gro&szlig;er Erfolg, so dass der Titel als Duett-Version mit <em>Dean Martin<\/em>(!) unter dem Titel &bdquo;A Million&ldquo; ver&ouml;ffentlicht wurde, was aber offensichtlich nicht wirklich funktioniert hatte. Auch in Deutschland wurde die Single mit deutschem Text von <em>Michael Kunze<\/em> als &bdquo;<strong>Nimm noch einmal die Gitarre<\/strong>&ldquo; erstaunlicherweise kein Erfolg, obwohl Mireille damit in gro&szlig;en TV-Shows wie &bdquo;Disco&ldquo; und &bdquo;Zum Blauen Bock&ldquo; zu Gast war. (In den 90er Jahren war allerdings <em>Dana Winner<\/em> mit ihrer Version (&bdquo;Geef de kinderen een wereld&ldquo; mit dem Lied erfolgreich).<\/p>\n<p>Eine weitere ZDF-Show mit &bdquo;Special Guest&ldquo; Sascha Distel wurde am 30.10.1977&nbsp; ausgestrahlt &ndash; Motto: &bdquo;Es ist Zeit f&uuml;r die Musik&ldquo;.<\/p>\n<p>Nach absolvierter gro&szlig;er Deutschland-Tour im Fr&uuml;hjahr 1978 trat am 26.06.1978 ein historisches Ereignis ein: Mireille Mathieu &bdquo;lie&szlig; sich dazu herab&ldquo;, in <em>Dieter Thomas Hecks<\/em> ZDF-Hitparade aufzutreten &ndash; und zwar mit dem ersten Verkaufs-Hit seit l&auml;ngerer Zeit: &bdquo;<strong>Santa Maria<\/strong>&ldquo;. Die von <em>G&uuml;nther Behrle<\/em> getextete Nummer schaffte es immerhin bis auf Platz 13 der deutschen Verkaufs-Bestenliste.<\/p>\n<p>Nachdem <em>Paola <\/em>mit ihrer Version des <em>Linda-Ronstadt-<\/em>Hits von &bdquo;<strong>Blue Bayou<\/strong>&ldquo; einen gro&szlig;en Erfolg erzielen konnte, machte Mireille davon eine franz&ouml;sische Version, die in Deutschland vom Erfolg her nicht ann&auml;hernd an Paolas Version heranreichen konnte.<\/p>\n<p>P&uuml;nktlich zum Jahr des Kindes 1979 musste kurz vorher nat&uuml;rlich eine Single aufgenommen werden, die das Thema zum Inhalt hat &ndash; so dachte man sich wohl seinerzeit, die Taktik ging aber nicht auf, obwohl diesmal der renommierte Textdichter <em>Fred Jay<\/em> als Co-Autor gewonnen werden konnte. Das Lied &bdquo;<strong>Alle Kinder dieser Erde<\/strong>&ldquo; erschien auch in franz&ouml;sischer Version (&bdquo;Un enfant viendra&ldquo;).<\/p>\n<p>1979 durfte nach l&auml;ngerer Zeit wieder <em>Georg Buschor<\/em> einen Text f&uuml;r Mireille beisteuern &ndash; erneut bedienet man sich eines Traditionals &ndash; das Ergebnis war der erfolglose Song &bdquo;<strong>Wenn die Liebe nicht w&auml;r<\/strong>&ldquo;. Im Original handelt es sich um den Song &bdquo;Travailler c&rsquo;est trop dur&ldquo; von <em>Julien Clerk<\/em> (danke an &bdquo;Peter Pan&ldquo; von &bdquo;memoryradio.de&ldquo;, der mir diese Info hat zukommen lassen).<\/p>\n<p>International wurde 1979 &uuml;brigens auch eine Single mit einem Duett mit <em>Paul Anka<\/em> ver&ouml;ffentlicht. Name der Scheibe: &bdquo;<strong>Andy<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Mit dem melancholischen russisch angehauchten nachdenklichen Schlager &bdquo;<strong>Zu Hause wartet Natascha<\/strong>&ldquo; (Text: <em>G&uuml;nther Behrle<\/em>) wurden die 1970er Jahre abgeschlossen, f&uuml;r eine Woche konnte sich Mireille damit noch mal in den Top 50 der deutschen Verkaufs-Charts positionieren, danach gab es eine vierj&auml;hrige &bdquo;Hitparadenpause&ldquo; (, was die Verkaufs-Charts angeht &ndash; was <em>Heck<\/em>s Show angeht, dauerte es rund 18 Jahre, bis sie erneut in der Schlagershow auftrat).<\/p>\n<p>Nach langj&auml;hriger Zusammenarbeit startete Mireille Mathieu in die 80er Jahre mit einem neuen Produzenten. Der umtriebige <em>Harold Faltermeyer <\/em>(auf den Singles schreibt er sich mit &bdquo;i&ldquo;, inzwischen hat sich aber wohl die Schreibweise mit &bdquo;y&ldquo; durchgesetzt), der u. a. in etwa in dieser Zeit auch bemerkenswerte Alben mit <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> produziert hatte, produzierte f&uuml;r Mireille die deutsche Version des <em>Watson T. Browne<\/em>-Songs &bdquo;Searching For A Star&ldquo;. <em>Wolfgang M&uuml;rmann<\/em> textete darauf &bdquo;<strong>Tage wie aus Glas<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p><em>Harold Faltermeyer<\/em> komponierte dann auch die n&auml;chste Nummer f&uuml;r Mireille, den Text schrieb <em>Michael Kunze.<\/em> Interessant an dieser Single &bdquo;<strong>Chicano<\/strong>&ldquo; ist der Name des Produzenten: <em>Joachim Heider<\/em>, der in diesen Jahren sehr viele K&uuml;nstler produzierte, weil er sicher auch eine weit &uuml;berdurchschnittliche Qualit&auml;t hatte. &Uuml;ber die Zusammenarbeit mit Mireille Mathieu war er sehr stolz &ndash; leider produzierte er mit ihr allerdings nur eine LP mit ihr gemeinsam (&bdquo;Gef&uuml;hle&ldquo;).<\/p>\n<p>Kleiner Exkurs: Spannend finde ich, dass in einer &auml;lteren Biografie Mireille Mathieus 1979 als Jahr des Beginns der Zusammenarbeit mit Ralph Siegel benannt wurde &ndash; dieser Fehler ist inzwischen bei IHR korrigiert; dass Anfang der 80er aber Joachim Heider ihr Produzent wurde, ist dort nicht vermerkt. In Udo J&uuml;rgens&lsquo; offizieller Biografie ist der Name &bdquo;Heider&ldquo; auch nicht pr&auml;sent, dort steht lediglich, dass seit 1977 die Zusammenarbeit mit Peter Wagner begann (, was freilich auch nicht stimmt, weil der ja bereits sp&auml;testens 1976 als Toningenieur f&uuml;r Udo t&auml;tig war (LP &bdquo;Meine Lieder 2&ldquo;). &ndash; So, genug der Klugschei&szlig;erei und Wichtigtuerei, weiter im Text zu Mireille Mathieu:<\/p>\n<p>Zweite Auskopplung aus der Heider-LP war die deutsche Version des <em>Crystal Gayle<\/em>-Songs &bdquo;Don&rsquo;t Make My Brown Eyes Blue&ldquo; &ndash; eine originelle Textidee, die man 1:1 mit dem Wortwitz nicht ins Deutsche &uuml;bersetzt bekommt &ndash; <em>Michael Kunze<\/em> machte daraus &bdquo;<strong>Tr&auml;nen w&uuml;rden mir nicht steh&rsquo;n<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Die dritte und damit schon letzte <em>Heider<\/em>-Single von Mireille war der bemerkenswerte Song &bdquo;<strong>Du musst mir gar nichts von Liebe sagten<\/strong>&ldquo;. Anno 1981 war &bdquo;frau&ldquo; schon so emanzipiert, ihre sexuellen Bed&uuml;rfnisse auch mal in einem One Night Stand aus purer Lust auszuleben &ndash; eben &bdquo;ohne etwas von Liebe zu sagen&ldquo;. Eine Thematik, die <em>Heider<\/em> ja so oder &auml;hnlich immer wieder gerne auch mit anderen Interpreten aufgriff (Paradebeispiel &bdquo;Manchmal m&ouml;chte ich schon mit Dir&ldquo; von <em>Roland Kaiser<\/em>)&ndash; zum Image der eher braven Mireille passte das wohl nicht wirklich, ein Hit wurde entsprechend nicht daraus. Die Intention der <em>Heider<\/em> LP, &bdquo;<em>statt Nachrichten aus der Schlagertraumfabrik Lieder vom richtigen Leben<\/em>&ldquo; zu interpretieren, ist nicht aufgegangen.<\/p>\n<p>F&uuml;r den franz&ouml;sischen Markt nahm &bdquo;La Petite&ldquo; &uuml;brigens noch einen weiteren <em>Heider-<\/em>Song auf &ndash; die franz&ouml;sische Version des <em>Roland-Kaiser<\/em>-Hits &bdquo;Dich zu lieben&ldquo;. Bei ihr wurde daraus &bdquo;<strong>Ou est l&rsquo;amour<\/strong>&ldquo;. Kritiker wundern sich etwas &uuml;ber diese Cover-Version, weil musikalisch die Betonung in der dritten Silbe liegt, das Wort &bdquo;l&rsquo;amour&ldquo; aber eher auf der zweiten (im Lied somit auf der vierten) Silbe betont werden m&uuml;sste &ndash; na ja, das ist wohl etwas f&uuml;r ganz Spitzfindige.<\/p>\n<p>International lief es in dieser Zeit besser f&uuml;r Mireille &ndash; ihre franz&ouml;sische Version des Barbara-Streisand-Welthits &bdquo;Woman In Love&ldquo;, &bdquo;<strong>Une femme amoureuse<\/strong>&ldquo; wurde ein international gesehen gro&szlig;er Erfolg.<\/p>\n<p>1981 &uuml;bernahm <em>Ralph Siegel<\/em> die Produzentent&auml;tigkeit f&uuml;r Mireille Mathieu (- interessanterweise war es beim Spatz von Avignon andersrum als bei <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> &ndash; bei <em>Udo<\/em> wurde <em>Heider<\/em> <em>Siegels<\/em> Nachfolger, bei Mireille war es umgekehrt &ndash; es blieb aber alles &bdquo;in der Familie&ldquo;: Beide Superstars waren bei der gleichen Plattenfirma (Ariola) unter Vertrag -).<\/p>\n<p>Im Vergleich zur frechen <em>Heider-<\/em>&Auml;ra wurde Mireille nun wieder brav &ndash; oder um es freundlich zu formulieren, sie wurde ihrem Image gerecht &ndash; &bdquo;<strong>Die Liebe einer Frau<\/strong> <em>geh&ouml;rt Dir ganz allein<\/em>&ldquo; der Text ist wohl&nbsp; pr&auml;emanzipatorisch. Genutzt hat es allerdings auch nicht viel.<\/p>\n<p>1982 ging Mireille erneut auf Deutschland-Tour durch 28 St&auml;dte (Motto &bdquo;Ein Abend mit Mireille Mathieu&ldquo;). Am 15. April des Jahres wurde erneut eine gro&szlig;e Personalityshow des ZDFs mit ihr ausgestrahlt mit dem Namen &bdquo;Bonsoir Mireille&ldquo;. Als aktuelle Single wurde in der Zeit das Chanson &bdquo;<strong>Der Clochard<\/strong>&ldquo;, geschrieben von <em>Gunther Mende<\/em> und <em>Wolfgang Detmann<\/em> und produziert von <em>Rolf Soja<\/em> ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>Im Anschluss wurde unter der &bdquo;musikalischen Leitung&ldquo; des sp&auml;ter sehr popul&auml;ren Produzenten <em>Michael Cretu<\/em> wieder die deutsche Version eines internationalen Hits produziert: Aus <em>Vangelis<\/em>&lsquo; Instrumental-Song &bdquo;Titles&ldquo; aus dem Album &bdquo;Chariots Of&nbsp; Fire&ldquo; wurde &bdquo;<strong>Die Liebe zu dir<\/strong>&ldquo; (Text: <em>Michael Kunze<\/em>).<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Single wurde von Produzent <em>Cretu<\/em> auch selber komponiert &ndash; der Text zum &bdquo;Friedenslied&ldquo; &bdquo;<strong>Vai Columbia Blanca<\/strong>&ldquo; (wei&szlig;e Taube, flieg&lsquo;!), das im Jahr von <em>Nicole<\/em>s &bdquo;Ein bisschen Frieden&ldquo; vermutlich auch den Zeitgeist im Visier hatte, verfasste <em>Michael Kunze<\/em>.<\/p>\n<p>1983 &uuml;bernahm erneut <em>Ralph Siegel<\/em> die Produktion Mireille Mathieus. Im Auftrag von Mireilles umtriebigen Manager <em>Johnny Stark<\/em>, der bis zu seinem Tode 1989 wesentlicher Ratgeber und Mentor Mireilles war, wurde <em>Siegel<\/em> gebeten, einen Duett-Titel zu verfassen f&uuml;r Mireille und <em>Patrick Duffy<\/em>, der damals als &bdquo;Bobby Ewing&ldquo; in der TV-Serie Dallas sehr erfolgreich war. Zusammen mit dem Gitarristen und Textdichter <em>Richard Palmer-James<\/em> schrieb <em>Siegel d<\/em>en von ihm produzierten Song &bdquo;<strong>Together We&rsquo;re Strong<\/strong>&ldquo;, der international recht erfolgreich war (u. a. Platz 1 in Frankreich) und auch in Deutschland Mireilles erster Verkaufs-Hit seit ca. vier Jahren wurde.<\/p>\n<p>Die <em>Siegel \/ Meinunger<\/em>-Nummer &bdquo;<strong>Nur f&uuml;r Dich<\/strong>&ldquo; wurde Ende 1983 Mireilles letzter Solo-Verkaufs-Hit in Deutschland. Auf der gleichnamigen LP, die Mireille in M&uuml;nchen aufgenommen hatte, nachdem sie f&uuml;r kurze Zeit dorthin gezogen ist, die &bdquo;die Ausdrucksst&auml;rke ihrer unverwechselbaren Stimme eindrucksvoll unterstrichen&quot;. Die Plattenfirma schrieb damals weiter: &bdquo;<em>Mireille Mathieu beschreibt das immer wieder auftretende von Nehmen und Geben in einer Zweierbeziehung- mit Intensit&auml;t und &Uuml;berzeugungskraft<\/em>&quot;.<\/p>\n<p>Danach wurde es mal wieder Zeit f&uuml;r ein Cover &ndash; aus <em>Yazoos<\/em> Song &bdquo;Only You&ldquo; machte Texter <em>Bernd Meinunger <\/em>&bdquo;<strong>Mon Amour &ndash; in den Armen deiner Z&auml;rtlichkeit<\/strong>&ldquo;.&nbsp; Bemerkenswert an der Single ist deren B-Seite &ndash;&bdquo;Wir sind alle Kinder Gottes&ldquo;, geschrieben von <em>Ralph Siegel<\/em> und <em>Bernd Meinunger<\/em>, avancierte im Laufe der Jahre zu einem Radio-Wunschkonzert-Hit. Wenn man sich das Single-Cover so anschaut, erkennt man, dass ein Wechsel der ansonsten stets &uuml;blichen typischen Frisur Mireille nicht geschadet h&auml;tte, wie ich finde &ndash; die &bdquo;etwas andere&ldquo; Mireille-Frisur stand ihr nach meinem Geschmack gut.<\/p>\n<p>1984 war ein weiteres Duett mit <em>Patrick Duffy<\/em> geplant, der aber dann doch &bdquo;absprang&ldquo;. Der Song war schon fertig, und mit <em>Peter Alexander<\/em> ein sehr guter &bdquo;Ersatz-Duettpartner&ldquo; gefunden. &bdquo;<strong>Good Bye My Love<\/strong>&ldquo; war dann der letzte Song, den Mireille Mathieu in der deutschen Verkaufshitparade unterbringen konnte. Vor einigen Jahren (2006) packte Mireille den Song noch mal aus der Schublade und sang ihn mit einem unwesentlich j&uuml;ngeren Duett-Partner &ndash; <em>Florian Silbereisen<\/em>. In der BRAVO vom 16.09.2015 hatte Mireille ihren Traummann &uuml;brigens wie folgt beschrieben: &bdquo;<em>Eher gro&szlig;, aber nicht zu sehr. Sportlich, aber kein Muskelprotz.&nbsp; Nicht zu jung, ziemlich intelligent und vor allem sehr nett. M&auml;dchen gegen&uuml;ber muss er zuvorkommend sein<\/em>.&ldquo; (&ndash; Halt Dich ran, Flori!)<\/p>\n<p>Befl&uuml;gelt vom Erfolg der Duett-St&uuml;cke, wurde schnell eine weitere Solo-Nummer auf den Markt geschmissen &ndash; aber die erneut vom Team <em>Siegel\/Meinunger<\/em> geschriebene Nummer &bdquo;<strong>Zur&uuml;ck zur Z&auml;rtlichkeit<\/strong>&ldquo; blieb wie Blei in den Regalen&nbsp; liegen.<\/p>\n<p>Zum &bdquo;Trost&ldquo; erhielt Mireille 1984 das Bundestverdienstkreuz f&uuml;r ihre Verdienste um die deutsch-franz&ouml;sische Freundschaft.<\/p>\n<p>1985 stand erneut ein Wechsel des Produzenten statt. <em>Bernd Dietrich<\/em> und <em>J&uuml;rgen Ehlers<\/em> produzierten mit Mireille den von Gerd Grabowski geschriebenen im typischen &bdquo;<em>G. G. Anderson<\/em>&ldquo;-Sound gehaltenen Song &bdquo;<strong>Ich schau&lsquo; in Deine Augen<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Das gleiche Produzententeam erinnerte sich an eine alte <em>Zarah-Leander<\/em>-Nummer, die von Mireille neu interpretiert wurde: &bdquo;<strong>Der Wind hat mir ein Lied erz&auml;hlt<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Anl&auml;sslich der gro&szlig;en Herbst-Tour 1986 von Mireille entstand eine weitere Nummer mit dem Team rund um <em>G. G. Anderson<\/em> (<em>Gerd Grabowski<\/em>): &bdquo;<strong>Lieben hei&szlig;t f&uuml;r mich, mit Dir zu leben<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Ende 1986 pruduzierte <em>Gunther Mende<\/em>, der 1982 bereits den &bdquo;Clochard&ldquo;-Song f&uuml;r Mireille schrieb, gemeinsam mit <em>Candy de Rouge<\/em>, der auf besagter Single noch unter seinem b&uuml;rgerlichen Namen &bdquo;<em>Wolfgang Detmann<\/em>&ldquo; den Song schrieb, den Schlager &bdquo;<strong>Du wei&szlig;t doch, ich lieb&lsquo; Dich<\/strong>&ldquo; mit einem Text von <em>Bernd Meinunger<\/em>. Das Produzententeam war mit <em>Jennifer Rush<\/em> damals weltweit erfolgreich, bei Mireille reichte es nicht f&uuml;r einen Hit.<\/p>\n<p>Allerdings erhielt sich 1986 eine weitere Auszeichnung &ndash; die Goldene Stimmgabel wurde ihr von <em>Dieter Thomas Heck<\/em> verliehen.<\/p>\n<p>Nachdem Mireille in der Zeit nach <em>Christian Bruhn<\/em> fast j&auml;hrlich die Proudzenten wechselte, holte sie ihren langj&auml;hrigen Erfolgs-Produzenten 1987 wieder an Bord, doch auch der vermeintliche Hit-Garant f&uuml;hrte sie nicht zur&uuml;ck auf die Erfolgsspur &ndash; <em>Bruhns<\/em> Komposition mit dem Text von <em>Bernd Meinunger<\/em> &bdquo;<strong>Nie war mein Herz dabei (ohne Dich)<\/strong>&ldquo; konnte nicht an alte Erfolge ankn&uuml;pfen.<\/p>\n<p>Der letzte deutschsprachige Song, den Mireille in den 1980er Jahren ver&ouml;ffentlichte, war ein Schlager, der u. a. von <em>Wolfgang Petry<\/em> geschrieben wurde: &bdquo;<strong>Kinder dieser Welt<\/strong>&ldquo;. Weder Mireilles Fassung dieses Liedes noch die drei Jahre sp&auml;ter erschienene Version von <em>Bernd Cl&uuml;ver<\/em> konnte einen Erfolg verbuchen.<\/p>\n<p>1988 wurde Mireille eine besondere Ehre zuteil: Sie war mit ihrem Lied &bdquo;Colors Of Gold&quot; offizielle Repr&auml;sentantin Frankreichs f&uuml;r die Er&ouml;ffnungsfeier der Olympischen Spiele in Seoul.<\/p>\n<p>In den n&auml;chsten Jahren machte sie Mireille sehr rar in Deutschland, was auch damit zusammenh&auml;ngen k&ouml;nnte, dass ihr langj&auml;hriger Manager, Mentor und F&ouml;rderer <em>Johnny Stark<\/em> 1989 &uuml;berraschend an einem Herzinfarkt verstarb. Ihre Schwester Monique &uuml;bernahm fortan das Management. Es begann eine schwere Zeit, so mussten einige der geplanten Konzerte im Pariser Palais de Congres mangels Nachfrage abgesagt werden, mehrere Konzerte fanden vor halbleeren R&auml;ngen statt.<\/p>\n<p>Erst 1993 ver&ouml;ffentlichte Mireille wieder deutschsprachiges Material &ndash; auf der CD &bdquo;Unter dem Himmel von Paris&ldquo; wurden vornehmlich Neueinspielungen bekannter Chansons und Evergreens ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>Als erste Single wurde die von <em>Roger Loubet<\/em> produzierte Single &bdquo;<strong>Schau mich bitte nicht so an<\/strong>&ldquo; &ndash; der Text dieses Evergreens stammt &uuml;brigens von <em>Ralph Siegels<\/em> Vater <em>Ralph Maria Siegel<\/em>.<\/p>\n<p>1994 wurde noch aus dem Album die Single &bdquo;<strong>Rummelplatz der Liebe<\/strong>&ldquo;, produziert von <em>Jean Claudric<\/em>, ver&ouml;ffentlicht. Das Original des Schlagers wurde bereits 1953 ver&ouml;ffentlicht: 1953 sang <em>Alfrede de Angelis<\/em> &bdquo;Que nadie sepa mi sufrir&ldquo;. Daraus machte der bekannte RTL-Radiomoderator <em>Camillo Felgen<\/em> unter dem Pseudonym <em>Jean Nicolas<\/em> den Titel &bdquo;Rummelplatz der Liebe&ldquo;, urspr&uuml;nglich von <em>Gisela May<\/em> interpretiert &ndash; Mireille Mathieu nahm den Schlager neu auf.<\/p>\n<p>Im Fr&uuml;hjahr 1996 erschien nach l&auml;ngerer Zeit mal wieder ein Album mit &bdquo;eigenen&ldquo; deutschen Mathieu-Songs. Jean-Jacques Kravetz, der mehrere Alben mit <em>Peter Maffay<\/em> aufnahm, produzierte das Album &bdquo;<strong>In meinem Traum<\/strong>&ldquo;. Als erste Single wurde &bdquo;<strong>Feuer im Blut<\/strong>&ldquo; ausgew&auml;hlt. Kurze Zeit sp&auml;ter wurde auch der Titelsong, eine Ballade, ausgekoppelt.<\/p>\n<p>Im M&auml;rz 1998 wurde eine weitere TV-Show von Mireille Mathieu ausgestrahlt. Diesmal war es die ARD, die &bdquo;Meine Welt ist die Musik&ldquo; ins Programm nahm.<\/p>\n<p>Das Jahrtausend beschlossen wurde anno 1999 mit dem Album &bdquo;Alles nur ein Spiel&ldquo;, f&uuml;r das <em>Willy Kl&uuml;ter<\/em> und <em>Bernd Meinunger<\/em> verantwortlich zeichneten. Als Lokomotiv-Single wurde der von den beiden Produzenten geschriebene Song &bdquo;<strong>Wie soll ich leben ohne Dich?<\/strong>&ldquo; ausgew&auml;hlt.<\/p>\n<p>In den 2000er Jahren gab es zun&auml;chst keine neuen deutschsprachigen Produktionen, allerdings zwei bemerkenswerte &bdquo;Best Of&ldquo;-Sampler (&bdquo;Bonjour Mireille&ldquo; und &bdquo;Herzlichst, Mireille&ldquo;). Auf der letzteren CD wurde u. a. die Neuaufnahme von &bdquo;<strong>Good Bye My Love (verzeih my Love)<\/strong>&ldquo; mit Florian Silbereisen (auch als Promo-Single).<\/p>\n<p>Erst 2007 gab es wieder ein Lebenszeichen in deutscher Sprache von Mireille. (Zuvor wurde ihr die &bdquo;Krone der Volksmusik 2006&ldquo; als beste internationale (!) Interpretin des Jahres 2006 verliehen). Aus ihrem eigenen franz&ouml;sischen Song &bdquo;Une place dans mon coeur&ldquo;, der bereits 2006 auf ihrem &bdquo;Herzlichst&ldquo;-Sampler als neuer Titel ver&ouml;ffentlicht wurde, wurde &bdquo;<strong>In meinem Herzen<\/strong>&ldquo;.&nbsp; Das klassische Liebeslied war auch Titelsong ihrer damals ver&ouml;ffentlichten von <em>Jan-Eric Kohrs, <\/em>der erste Erfolge als Produzent mit der damals popul&auml;ren S&auml;ngerin &bdquo;<em>Bl&uuml;mchen<\/em>&ldquo; (<em>Jasmin Wagner<\/em>) feiern konnte<em>,<\/em> produzierten CD.<\/p>\n<p>Spannend: F&uuml;r das Album schrieben bekannte Songwriter wie <em>Kristina Bach, Pe Werner, Dietmar Kawohl <\/em>und <em>Francesco Bruletti<\/em> zur Feder. Und erstmals seit 20 Jahren steuerte auch <em>Christian Bruhn<\/em> zwei&nbsp; Titel bei &#8211; getextet vom damals in der Szene recht neuen (inzwischen sehr etablierten) Textdichter <em>Tobias Reitz<\/em> (&bdquo;Sie ist die Frau&ldquo; und &bdquo;Die Farben der Tr&auml;ume&ldquo;, letzterer cogetextet von <em>Wiebke Wimmer<\/em>, die &#8211; wie <em>Tobias Reitz<\/em> &#8211; Sch&uuml;lerin der ber&uuml;hmten &bdquo;Celler Schule&ldquo; f&uuml;r Textdichter war). Die Idee, bekannte, zeitgem&auml;&szlig;e Textdichter f&uuml;r eine CD-Produktion zu vereinen, hatte <em>Katja Ebstein<\/em> schon zwei Jahre zuvor (CD &bdquo;Witkiewicz&ldquo;) &ndash; deren &bdquo;Erfolg&ldquo; ist mit dem von Mireilles CD mit &auml;hnlichem Konzept vergleichbar &ndash; um es mal so zu formulieren.. .<\/p>\n<p>Als zweie Single aus dem Album wurde &bdquo;<strong>Der wundervollste Mensch<\/strong>&ldquo; ausgekoppelt, ein Lied von <em>Dietmar Kawohl<\/em> und <em>Andreas B&auml;rtels<\/em>, mit mitrei&szlig;endem Refrain. Sp&auml;ter gab es auch noch vom Lied &bdquo;<strong>Au revoir hei&szlig;t nicht Adieu<\/strong>&ldquo; (gleiche Autoren) eine Rundfunk-Single.<\/p>\n<p>Mit der neuen CD im Gep&auml;ck, ging Mireille (erstmals seit 20 Jahren) im Fr&uuml;hjahr 2008 auf gro&szlig;e Deutschland-Tournee.<\/p>\n<p>2009 wurde erneut eine deutschsprachige CD produziert (&bdquo;Nah bei Dir&ldquo;) &#8211; als erste Single wurde aus dem Album &bdquo;<strong>Und immer wieder Z&auml;rtlichkeit<\/strong>&ldquo; (Musik: <em>Tommy Mustac<\/em>, Text: <em>Tobias Reitz<\/em>) ausgekoppelt. (Jahre, nachdem Claudia Jung sich mit einer &bdquo;Hand voll&ldquo; Z&auml;rtlichkeit zufrieden kam, war Mireille Mathieu nicht so gen&uuml;gsam J). Der Schweizer Komponist <em>Tommy Mustac<\/em> gewann &uuml;brigens mit einem Francine Jordi-Titel den &bdquo;Grand Prix der Volksmusik&ldquo;.<\/p>\n<p>Im Folgejahr ging es erneut auf gro&szlig;e Deutschland-Tour &#8211; Motto: &bdquo;Meine gr&ouml;&szlig;ten Erfolge &#8211; live mit Orchester&ldquo;.<\/p>\n<p>2012 gab es zwar keine neue deutschsprachige Produktion, aber eine bemerkenswerte Ver&ouml;ffentlichung: Der Spatz von Avignon ver&ouml;ffentlichte erneut Aufnahmen ihres Idols Edith Piaf, also Lieder des Spatzen von Paris ( bereits 1993 wurde eine &auml;hnliche Hommage-LP ver&ouml;ffentlicht).<\/p>\n<p>Im Oktober 2013 ver&ouml;ffentlichte Mireille Mathieu ihre bis dato letzte deutschsprachige CD: &bdquo;<strong>Wenn mein Lied Deine Seele k&uuml;sst<\/strong>&ldquo;mit acht Neuaufnahmen ihrer gro&szlig;en Erfolge und sechs neuen Titeln, erneut produziert von <em>Jan Eric Kohrs<\/em>. Der von <em>Dietmar Kawohl<\/em>, <em>Mats Bj&ouml;rklund<\/em> und <em>Peter Bischof<\/em> geschriebene Titelsong wurde auch als Radios-Single ausgew&auml;hlt. Das Album h&auml;tte es beinahe in die Top 100-Verkaufscharts geschafft &#8211; aber eben nur beinahe&#8230;<\/p>\n<p>Mit der n&auml;chsten Ver&ouml;ffentlichung gelang nach Jahrzehnten aber wieder der Sprung in die Charts. Parallel wurde als CD und als DVD eine Best Of-Compilation ver&ouml;ffentlicht, die einen Erfolg in den LP-Charts erm&ouml;glichte. Insbesondere die DVD-Zusammenstellung mit vielen selten zu findenden Mireille-Auftritten kann sich sehen lassen.<\/p>\n<p>Im Fr&uuml;hjahr 2015 ging Mireille erneut auf Deutschland-Tourn&eacute;e, wobei sie ihr 50-j&auml;hriges B&uuml;hnenjubil&auml;um feierte.<\/p>\n<p>Aktuell begleitete Mireille Mathieu ihren &bdquo;Spezi&quot; Florian Silbereisen zur M&uuml;nchner Wiesn-Er&ouml;ffnung &#8211; &uuml;berall war zu lesen, dass es ihr Wiesn-Debut war. Demnach war ihr 1993er Wiesn-Aufenthalt wohl nicht sonderlich beeindruckend. Damals war u. g. Thomas M. Stein ihr Begleiter.<\/p>\n<p>Vielfach wird Mireille Mathieu als unnahber dargestellt. Von ihrem Privatleben ist so gut wie nichts bekannt. Im RTL-&bdquo;Lexikon der Pop-Musik&ldquo; ist zu lesen: &bdquo;<em>Ein Star aus Plastik, dem man die Lieder und Texte nicht abnimmt&ldquo;<\/em>.&nbsp; In Ilja Richters Standardwerk &bdquo;Star-Szene &lsquo;77&ldquo; steht geschrieben: &bdquo;<em>Denoch fehlt ihr etwas Entscheidendes: Glaubw&uuml;rdigkeit.<\/em>&ldquo;. Christian Bruhn schreibt in diesem Zusammenhang hingegen in seinem Buch: &bdquo;<em>Das ewig wiederholte Geschw&auml;tz vom Marionettenhaften ist v&ouml;lliger Unfug. Nur unk&uuml;nstlerische, bornierte und vernagelte Menschen k&ouml;nnen so etwas &auml;u&szlig;ern<\/em>.<\/p>\n<p>So &ndash; ich geh jetzt in die Ecke, weil ich unk&uuml;nstlerisch, borniert und vernagelt bin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<strong><u>VORSCHAU:<\/u><\/strong> In Folge 38 dieser Serie geht es um &bdquo;MARION &amp; ANTHONY&ldquo;, die gemeinsam nur einen Hit hatten, aber als Einzelk&uuml;nstler unter den Namen &bdquo;MARION MAERZ&ldquo; und &bdquo;ANTHONY MONN&ldquo; erfolgreich waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/MM_19750901_MM.jpg\" style=\"width: 329px; height: 512px;\" \/><\/p>\n<p>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/MM_19760815_MM.jpg\" style=\"width: 347px; height: 512px;\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/mm_oktoberfest.jpg\" style=\"width: 432px; height: 512px;\" \/><\/p>\n<p>Stephan Imming, 18.09.2015<\/p>\n<p>http:\/\/www.mireillemathieu.com\/?lang=de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuzugang 15.09.1975! 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