{"id":85156,"date":"2015-09-28T00:00:00","date_gmt":"2015-09-28T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=85156"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"MARION-MAERZ-amp-ANTHONY-MONN-s-85155","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/MARION-MAERZ-amp-ANTHONY-MONN-s-85155\/","title":{"rendered":"MARION ((MAERZ)) &#038; ANTHONY ((MONN)) <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &quot;vor 40 Jahren&quot; von Stephan Imming: Teil 38 &#8211; Marion &#038; Anthony (&quot;Du gehst fort&quot;)!"},"content":{"rendered":"<p>Neuzugang 08.09.1975!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Herbst 1975 tauchte das Duo &bdquo;Marion und Anthony&ldquo; einmalig in den deutschen Verkaufscharts auf. Hinter dem Namen verbargen sich die Schlagerinterpretin MARION MAERZ und der Schlagers&auml;nger und &ndash;produzent ANTHONY MONN. Die beiden Einzelpersonen werden im Folgenden noch ausf&uuml;hrlicher vorgestellt, zun&auml;chst soll es um das Duo gehen, das insgesamt drei Singles ver&ouml;ffentlicht hatte.<\/p>\n<p>Der franz&ouml;sische S&auml;nger, Komponist und Produzent <em>Alain Barri&egrave;re<\/em> brachte 1975 die von ihm komponierte und produzierte Single &bdquo;Tu t&rsquo;en va&ldquo; im Duett mit <em>Noelle Cordier <\/em>heraus, die im Sommer des Jahres zu einem gro&szlig;en internationalen Hit wurde. In Deutschland kam das Lied bis auf Platz 2 der Verkaufscharts, was f&uuml;r ein franz&ouml;sischsprachiges Chanson einen ungew&ouml;hnlichen Erfolg darstellte.<\/p>\n<p>Der renommierte Textdichter <em>Eckart Hachfeld<\/em>, der gro&szlig;e Hits f&uuml;r <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> textete (u. a. &bdquo;Aber bitte mit Sahne!&ldquo; und &bdquo;Lieb Vaterland&ldquo;), ersann dazu einen bemerkenswerten deutschen Text: &bdquo;<strong>Du gehst fort<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Zun&auml;chst kam das Duo <em>Adam und Eve<\/em> damit im August erfolgreich in die Hitparaden. Das d&uuml;rfte die Plattenfirma Ariola, bei der das franz&ouml;sischsprachige Original ver&ouml;ffentlicht wurde, gest&ouml;rt haben &ndash; und man hat eine Ariola-eigene Version, eben die von &bdquo;Marion und Anthony&ldquo; auf den Markt gebracht, die sich sehr erfolgreich in den Hitparaden behaupten konnte, allerdings nicht ganz so erfolgreich war wie die Version von <em>Adam &amp; &nbsp;Eve<\/em> &ndash; immerhin war das neu gegr&uuml;ndete Duo 13 Wochen in den Charts und kam mit dem Song bis auf Platz 15 (zum Vergleich: <em>Adam &amp; Eve<\/em> waren 16 Wochen platziert und erreichten knapp die Top-10).<\/p>\n<p>Interessant sind die Cover-Gestaltungen: Beim Original <em>Alain Barri&egrave;res<\/em> ist allein sein Bild auf der Vorderseite des Covers zu sehen (immerhin auf der R&uuml;ckseite sieht man <em>Frau Cordier<\/em>). Bei der Version Marion und Anthonys ist eine blonde Dame auf dem Cover zu sehen, die nichts mit den Interpreten zu tun hat. Bei beiden Ariola-Versionen wird also der Trumpf des Liedes, dass es sich um ein sch&ouml;nes Duett handelt, nicht im Cover-Foto zum Ausdruck gebracht.<\/p>\n<p>Dabei war der Erfolg des Chansons nachhaltig &ndash; schon kurz nach dessen Erscheinen wurden weitere Cover-Versionen produziert (z. B. von <em>Monika Hauff &amp; Klaus-Dieter Henkler<\/em> oder <em>Peter Orloff &amp; (erneut) Marion Maerz)<\/em>. Richtig erfolgreich war in den 90ern die Version von <em>Ireen Sheer &amp; Bernhard Brink<\/em> &ndash; die beiden holten damit 1992 den &bdquo;Hit des Jahres&ldquo; der ZDF-Hitparade.<\/p>\n<p>Spannend: Beide damaligen &bdquo;Du gehst fort&ldquo;-Versionen wurden nicht in Dieter Thomas Hecks Hitparade vorgestellt. Nachdem das aus Marion Maerz und Anthony Monn bestehende Duo erfolgreich war, wurde eine zweite Single produziert &ndash; der Song wurde dann am 10.04.1976 in Berlin im Rahmen der Hitparade vorgestellt: &bdquo;<strong>Ist es aus und vorbei?<\/strong>&ldquo;. Bei dem Lied handelt es sich um eine deutsche von <em>Fred Jay<\/em> getextete Coverversion des 1961 ver&ouml;ffentlichten <em>Cora Vaucaire<\/em>-Chansons &bdquo;Trois petites notes de musique&ldquo;.<\/p>\n<p>Die Version Marion &amp; Anthonys kam 1976 nicht in die Hitparaden, zu Popularit&auml;t kam das franz&ouml;sische Original allerdings auch in Deutschland einige Jahre sp&auml;ter, weil der Song im franz&ouml;sischen Film &bdquo;Ein m&ouml;rderischer Sommer&ldquo; mit <em>Isabel Adjani<\/em> vorkam &ndash; dort wurde das Lied von <em>Yves Montand<\/em> gesungen.<\/p>\n<p>Aller guten Dinge sind drei &ndash; eine dritte (und letzte) Single produzierten Marion und Anthony gemeinsam. Diesmal handelte es sich um die deutsche Version des damaligen italienischen Beitrags zum Grand Prix Eurovision de la Chanson. Die sp&auml;ter auch in Deutschland sehr popul&auml;ren <em>Al Bano &amp; Romina Power<\/em> sangen &bdquo;Noi lo rivivremo di nuovo&ldquo; und nahmen von ihrem Lied auch gleich selbst eine italienisch-englische (&bdquo;We&#39;ll Live It All Again (Lo rivivrei)&ldquo;) sowie eine franz&ouml;sische Version (&bdquo;T&#39;aimer encore une fois&ldquo;) auf.<\/p>\n<p>F&uuml;r die deutsche Version Marion und Anthonys, &bdquo;<strong>Die jungen Jahre geh&lsquo;n<\/strong>&ldquo;, schrieb <em>Michael Holm<\/em> den Text. Ein kommerzieller Erfolg wurde auch das nicht &ndash; und Marion &amp; Anthony wandelten wieder auf Solopfaden.<\/p>\n<p>Der m&auml;nnliche Teil des Duos war <strong><em>ANTHONY MONN<\/em><\/strong>, der am 17. M&auml;rz 1944 in M&uuml;nchen als Anton Monn geboren wurde.<\/p>\n<p>Lt. Angaben seiner Plattenfirma fing er im Alter von 10 Jahren an, klassische Klavier-Et&uuml;den einzustudieren, schwenkte aber bald auf Rock&rsquo;n&rsquo;Roll um.<\/p>\n<p>Erste musikalische Erfahrungen vor Publikum machte er mit seiner Gruppe &bdquo;<em>Tide Turners<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>Seine erste Single als S&auml;nger ver&ouml;ffentlichte er als &bdquo;Antony&ldquo; bei der Ariola: &bdquo;<strong>Liebe und Rock&rsquo;n&rsquo;Roll<\/strong>&ldquo; war die deutsche Version der ebenso von ihm (in Italien) ver&ouml;ffentlichten englischen Version &bdquo;God, Love and Rock&rsquo;n&rsquo;Roll&ldquo;. <em>Michael Kunze<\/em> schrieb den deutschen Text dieser Debut-Platte von Monn. Am 23. Januar 1971 trat der junge S&auml;nger damit sogar in der ZDF-Hitparade auf. Produziert wurde die Platte von <em>Giorgio Moroder<\/em>.<\/p>\n<p>Mit einem &bdquo;h&ldquo; im Namen ging es 1971 weiter: Als &bdquo;Anth(!)ony&ldquo; ver&ouml;ffentlichte die Ariola die Folgesingle, die deutsche Version des gleichnamigen <em>Middle-of-the-Road<\/em>-Hits &bdquo;<strong>Chirpy Chirpy Cheep Cheep<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>In jenen Jahren wurde &uuml;brigens auch eine Single von einem Bellaphon-&bdquo;Anthony&ldquo; ver&ouml;ffentlicht (&bdquo;Gloria&ldquo;). Dabei handelte es sich aber um einen anderen Anton, n&auml;mlich um Eckhard &bdquo;Anthony&ldquo; K&uuml;hn, Leads&auml;nger der Gruppe &bdquo;Hound Dogs&ldquo;, der mit dem hier besprochenen &bdquo;Anthony&ldquo; nichts zu tun hat.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit der sp&auml;ter weltber&uuml;hmten <em>Penny McLean<\/em> und &bdquo;<em>Lisa Monn<\/em>&ldquo; (, der ansonsten in einem M&ouml;belgesch&auml;ft arbeitenden damaligen Ehefrau Anthonys,) sang &bdquo;unser&ldquo; Anthony als &bdquo;<em>Tony, Liza &amp; Penny<\/em>&ldquo; die deutsche Version des <em>Sue McClellan<\/em>-Hits &bdquo;Light My Fire&ldquo;: &bdquo;<strong>&Ouml;ffne die T&uuml;r<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Monn &nbsp;ver&ouml;ffentlichte seine n&auml;chste Single wieder als &bdquo;Antony&ldquo; (ohne &bdquo;h&ldquo;). Seine deutsche Version des Albert Hammond-Hits &bdquo;It Never Rains in California&ldquo; (&bdquo;<strong>Es regnet nie in Californien<\/strong>&ldquo;) durfte er am 14. April 1973 in der ZDF-Hitparade vorstellen. Die von <em>Michael Holm<\/em> getextete Single wurde von <em>Fritz Muschler<\/em> produziert, der sp&auml;ter ja auch der Produzent der Duette mit Marion wurde.<\/p>\n<p>1974 wurde als &bdquo;Antony&ldquo; die Single &bdquo;<strong>Freunde, hallo Freunde<\/strong>&ldquo; ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>Unter dem Pseudonym &bdquo;<em>Danny Boys<\/em>&ldquo; ver&ouml;ffentlichte Monn gemeinsam mit &bdquo;<em>Danny Mark<\/em>&ldquo; (b&uuml;rgerlich <em>G&uuml;nther Krusemark<\/em>) die deutsche Version des <em>Alma Cogan<\/em> Hits &bdquo;Tell Him&ldquo; namens &bdquo;<strong>Er ist der King<\/strong>&ldquo;. Den Text schrieb auch <em>Danny Mark<\/em> &ndash; diesmal unter dem Pseudonym &bdquo;<em>Walt Wister<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>A propos Pseudonym &ndash; f&uuml;r die n&auml;chste Single der beiden (Monn und <em>Mark<\/em>) dachte man sich 1975 einen weiteren &bdquo;originellen&ldquo; Namen aus &ndash; passend zum &bdquo;originellen&ldquo; Titel: &bdquo;<em>Harlekin und Floh<\/em>&ldquo; ver&ouml;ffentlichten die gemeinsam getextete Single &bdquo;<strong>Der Gesangsverein aus R&uuml;desheim am Rhein<\/strong>&ldquo; (Musik: <em>Laurie Marshall<\/em>; vermutlich handelt es sich auch hier um eine Coverversion).<\/p>\n<p>Erfolgreicher als die soeben geschilderten Aktivit&auml;ten lief es im Duett mit Marion Maerz (siehe oben). Kurioserweise schrieb sich &bdquo;Antony&ldquo; bei &bdquo;Du bist fort&ldquo; noch ohne &bdquo;h&ldquo;; bei den beiden anderen Singles mit Marion wurde das h dann &bdquo;wiederentdeckt&ldquo;; entsprechend behielt man die Schreibweise bei der n&auml;chsten 1976er Solo-Single (&bdquo;<strong>Lilly<\/strong>&ldquo;) bei.<\/p>\n<p>Die n&auml;chsten Singles wurden dann unter Hinzuf&uuml;gung des Nachnamens ver&ouml;ffentlicht &ndash; als &bdquo;Anthony Monn&ldquo; erschien 1978 die Single &bdquo;<strong>Lucky<\/strong>&ldquo;, die gleichnamige deutsche Version des <em>Bernie-Paul<\/em>-Hits. Erfolgreicher als Monns Version lief damals allerdings die parallel erschienene Version von <em>Roy Black<\/em>.<\/p>\n<p>Die letzte bei Ariola erschienene Schlager-Single war 1980 &bdquo;<strong>Johnny &amp; Marie<\/strong>&ldquo;, die deutsche Version des gleichnamigen <em>Robert-Palmer<\/em>-Hits.<\/p>\n<p>Parallel zu seinen Solo-Aktivit&auml;ten gr&uuml;ndete Anthony Monn gemeinsam mit <em>Rainer Pietsch<\/em> ein Projekt namens &bdquo;<em>Orlando Riva Sound<\/em>&ldquo;, bei dem haupts&auml;chlich englischsprachige Titel produzierten wurden und damit sogar drei Hits (, davon ein Top-10-Hit,) entstanden: &bdquo;Indian Reservation&ldquo; (1980), &bdquo;Fire On the Water&ldquo; (1980) und &bdquo;O.T.T. (Over The Top)&ldquo; (1981). Schlagerfreunden ist sicher noch in Erinnerung, dass die Band mit Anthony Monn am Keyboard 1979 einen beachtlichen f&uuml;nften Platz bei der Vorentscheidung zum Grand Prix Eurovision erreicht hatte mit dem Titel &bdquo;<strong>Lady, Lady, Lady<\/strong>&ldquo; (geschrieben von <em>Rainer Pietsch<\/em> und Anthony Monn).<\/p>\n<p>Parallel zu seinen Gesangs-Aktivit&auml;ten entwickelte sich Monn im Laufe der Zeit zu einem sehr bekannten Musik-Produzenten, der sogar international erfolgreich war. Unter anderem war er f&uuml;r <em>Amanda Lear<\/em>, die <em>Saragossa Band<\/em> (&bdquo;Agadou&ldquo;, &bdquo;Big Bamboo&ldquo;, &bdquo;Zabadak&ldquo;), <em>Fancy<\/em> (&bdquo;Slice Me Nice&ldquo;, &bdquo;Lady Of Ice&ldquo;), <em>Al Bano und Romina Power<\/em> (&bdquo;Sempre Sempre&ldquo;), <em>Peter Schilling<\/em>, <em>Tommi Piper <\/em>(Hallo Alf, hier ist Rhonda) und &bdquo;<em>Schrott nach Acht<\/em>&ldquo; (&bdquo;Zuppa Romana&ldquo;) t&auml;tig.<\/p>\n<p>Der weibliche Teil des Duos war <strong><em>MARION MAERZ<\/em><\/strong>. Die S&auml;ngerin wurde am 17. August 1943 in Flensburg als Marion Litterscheid geboren. Sie wuchs in Gl&uuml;cksburg (nahe der d&auml;nischen Grenze) auf, machte an der Ricarda-Huch-Schule in Hannover Abitur und begann eine Ausbildung zur Sekret&auml;rin. Parallel interessierte sie sich f&uuml;r Musik und beabsichtigte, Schauspielerin oder S&auml;ngerin zu werden. Ihr Vater war Prokurist bei einer Keksfabrik.<\/p>\n<p>Ihren ersten gro&szlig;en Auftritt &ndash; vermittelt von ihrem Gesangslehrer <em>Hans Karsten<\/em> &ndash; hatte sie 1964 bei der Hannover-Messe als Messehelferin f&uuml;r eine Firma, die Tonbandger&auml;te herstellte. Sie sang alle 15 Minuten einen Schlager und bewegte dabei recht wild das Tonbandger&auml;t, um dessen Funktionsf&auml;higkeit auch bei Ersch&uuml;tterungen zu demonstrieren. Bei der Gelegenheit absolvierte sie gleich ihren ersten TV-Auftritt in der NDR-Sendung &bdquo;Aktuelle Schaubude&ldquo;.<\/p>\n<p>Im gleichen Jahr nahm sie an einem Nachwuchswettbewerb der Firma Pepsi-Cola (&bdquo;Rhythmus von heute sucht Talente von morgen&ldquo;) im Kuppelsaal am Hann&ouml;verschen Steintor teil, bei dem sie entdeckt wurde. &ndash; Als zweite Siegerin des Wettbewerbs (erste wurde seinerzeit die Liedermacherin <em>Joana<\/em>), bei dem sie &bdquo;Falling In Love Is Wonderful&ldquo; aus dem Musical &bdquo;My Fair Lady&ldquo; sang, ver&ouml;ffentlichte sie unter b&uuml;rgerlichem Namen (Marion Litterscheid) ihre ersten beiden Singles.<\/p>\n<p>Bereits 1964 wurde bei Polydor die Single &bdquo;<strong>Liebe auf den ersten Blick<\/strong>&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. <em>Karl Schmitz<\/em> und <em>Joe Menke<\/em>, der Vater von &bdquo;Fr&auml;ulein&ldquo; (<em>Franziska) Menke<\/em>, schrieben diesen Premieren-Song &ndash; weithin unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Die zweite und letzte Single bei Polydor als Marion Litterscheid war &bdquo;<strong>Terry<\/strong>&ldquo;, die deutsche Version des gleichnamigen Hits der &bdquo;<em>Twinkles<\/em>&ldquo;, erneut von <em>Karl Schmitz<\/em> unter dem Pseudonym &bdquo;<em>Peter Anton<\/em>&ldquo; getextet. Spannend ist, dass es zwei Covers f&uuml;r die Single gibt &ndash; in der einen Version ist eine junge nicht identifizierbare Dame abgebildet, in der anderen Version ein sehr h&uuml;bsches Foto von Marion, wobei man sich fragt, warum nicht gleich Frau Litterscheid abgebildet wurde.<\/p>\n<p>Mangels Werbung wurden die beiden Debut-Werke keine Hits, der Vertrag mit Polydor wurde aufgel&ouml;st. Marion schickte ihr Material dann dem bekannten umtriebigen Berliner Verleger <em>Peter Meisel,<\/em> der sofort von ihr begeistert war und mit ihr einen Vertrag f&uuml;r seine Firma Hansa schloss.<\/p>\n<p>Gleich die erste Single bei Hansa wurde Marions (fortan wurden die Schallplatten nur noch unter ihrem Vornamen ver&ouml;ffentlicht) Hit des Lebens &ndash; bis heute ein Evergreen: &bdquo;<strong>Er ist wieder da<\/strong>&ldquo;. Die von <em>Christian Bruhn<\/em> und <em>G&uuml;nter Loose<\/em> geschriebene Nummer wurde ein Top-10-Erfolg und ist ein bis heute gern geh&ouml;rter Evergreen. F&uuml;r ihre erste LP coverte <em>Katja Ebstein<\/em> den Song. &ndash; Den Durchbruch mit dem Lied hatte Marion nach einem Auftritt in der legend&auml;ren TV-Show &bdquo;Der Goldene Schuss&ldquo;.<\/p>\n<p>In seinem Buch &bdquo;Ein Festival im Kornfeld&ldquo; hat Schlagerkenner <em>Christian Pfarr<\/em> interessante Aspekte an diesem Song herausgearbeitet: &bdquo;<em>Hier nahm der deutsche Schlager nicht nur vom mittlerweile chartbeherrschenden Beat, sondern auch vom afroamerikanischen Soul Notiz &ndash; &sbquo;blue-eyed&lsquo; bis zum Anschlag, versteht sich. Und auch das Ph&auml;nomen der Hook-Line (statt des Refrains) taucht hier meines Wissens erstmalig in dieser Eindeutigkeit im Schlagerkontext auf<\/em>&ldquo;. Auch auf den Text geht Pfarr eindringlich ein und stellt die berechtigte Frage, worum es in dem Lied &uuml;berhaupt geht: &bdquo;<em>Wir erfahren weder, wer &sbquo;er&lsquo; ist, noch wo er (und wie lange) war &ndash; Auslandsstipendiat in Oxbridge, Montage in Saudi-Arabien, Knast wegen Autodiebstahl?&ldquo; <\/em>&ndash; Aber gerade diese geheimnisvolle Aura des Textes d&uuml;rfte wohl mit zum Erfolg des Liedes gef&uuml;hrt haben.<\/p>\n<p>Eigentlich war der Song f&uuml;r die damals popul&auml;re Schlagers&auml;ngerin <em>Manuela<\/em> gedacht gewesen. Produzent <em>Peter Meisel<\/em> &uuml;berlegte es sich aber anders und stellte die Nummer der unbekannten Marion zur Verf&uuml;gung und packte das urspr&uuml;nglich als &bdquo;Lokomotive&ldquo; der Single gedachte Lied &bdquo;Blau, blau, blau&ldquo; auf die B-Seite der Single. Zu dieser B-Seite gibt es &uuml;brigens die Anekdote, dass Marion einst zur Auslotung internationaler Karrierechancen in den &bdquo;Apple Studios&ldquo; war, wo auch die Beatles produzierten. Dort soll sie <em>Paul McCartney<\/em> begegnet sein, der insbesondere ihre Interpretation ihres &bdquo;Blau, blau, blau&ldquo;-Song sehr gelobt habe.<\/p>\n<p>Bei der Schauspielerin <em>Dorothea Wieck<\/em> lernte sie nach Ver&ouml;ffentlichung ihrer Erfolgssingle, wie man sich auf der B&uuml;hne bewegt.<\/p>\n<p>Auch die n&auml;chste Single fand sich in den deutschen Verkaufscharts wieder. Das von Christian Bruhn komponierte und Georg Buschor getextete Lied &bdquo;<strong>Wir halten zusammen<\/strong>&ldquo; kam 1966 in die Top-30 der beliebtesten Hits in Deutschland.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>Mach nicht die T&uuml;r zu<\/strong>&ldquo; bewarb sich Marion 1966 f&uuml;r die damals &auml;u&szlig;erst popul&auml;ren Deutschen Schlagerfestspiele, konnte sich mit dem von <em>Charly Niessen<\/em> und <em>Willy Dehmel<\/em> geschriebenen Song aber letztlich nicht qualifizieren.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit <em>Katja Ebstein, Bob Telden, Barbara Starun<\/em> (Mitglied im <em>Heino-Gaze<\/em>-Studiochor) und <em>Tony Marshall<\/em> vertrat Marion die deutschen Farben am Nachwuchswettbewerb &bdquo;Coup d&rsquo;Europe&ldquo; in Knokke (besser bekannt als Songfestival von Knokke); es reichte nicht f&uuml;r einen Sieg.<\/p>\n<p>Mit dem melancholischen <em>Bruhn \/ Buschor<\/em>-Schlager &bdquo;<strong>Ich hab einen guten Freund<\/strong> <strong>gehabt<\/strong>&ldquo; st&uuml;rmte Marion Ende 1966 erneut die deutschen Verkaufshitparaden. F&uuml;r das Jahr gewann sie den Bronzenen Otto der Jugendzeitschrift Bravo (Gold ging damals an <em>Wencke Myhre<\/em>, Silber an <em>Manuela<\/em>). Damit war Marion bereits auf dem Zenit ihres Erfolgs, in den n&auml;chsten Jahren schaffte sie mit ihren Singles keine Hitparaden-Pr&auml;senz mehr.<\/p>\n<p>1967 wurden die <em>Bruhn \/ Buschor<\/em>&#8211; Lieder &bdquo;<strong>Er und ich<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Klopf auf Holz<\/strong>&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. Bei letzterer Single gab es einen Co-Autor: &bdquo;<em>Lars Funkel<\/em>&ldquo; war niemand anders als <em>Drafi Deutscher<\/em> &ndash; genutzt hat es nichts, die Platte schlug nicht ein.<\/p>\n<p>Ende des Jahres nahm Marion eine internationale Nummer auf, mit der sie als erste deutsche S&auml;ngerin auch im Beat-Club von Radio Bremen auftrat: &bdquo;<strong>I Go To Sleep<\/strong>&ldquo;. Jahre sp&auml;ter behauptete sie in einer NDR-Schlagernacht (so stand es seinerzeit auch in der Bravo), Komponist <em>Ray Davies<\/em> von den <em>Kinks <\/em>habe den Song extra f&uuml;r sie geschrieben; wahrscheinlicher ist jedoch, dass das Lied f&uuml;r <em>Peggy Lee, Cher<\/em> oder die <em>Applejacks<\/em> gedacht war &ndash; deren Versionen erschienen lange vor der Aufnahme mit Marion, die von <em>Larry Page<\/em>, dem Produzenten der <em>Troggs,<\/em> produziert wurde.<\/p>\n<p>Im Fr&uuml;hjahr 1968 wurde die letzte Komposition f&uuml;r Marion von <em>Christian Bruhn<\/em> ver&ouml;ffentlicht: Mit der Ballade &bdquo;<strong>Andy<\/strong>&ldquo; stellte sich der gew&uuml;nschte Erfolg nicht ein, obwohl die Bravo damals schrieb: <em>&bdquo;&#8230; z&auml;hlt zweifellos zu den besten Erzeugnissen der einheimischen Schlagerproduktion. Vielleicht geht damit Marions unverdiente Pechstr&auml;hne zu Ende. Wir dr&uuml;cken dem begabten M&auml;dchen die Daumen<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>Leider riss die &bdquo;Pechstr&auml;hne&quot; nicht, und man beschloss, den sehr popul&auml;ren Berliner <em>Joachim Heider<\/em> zu beauftragen, einen Song f&uuml;r Marion zu schreiben. Das Ergebnis war der von <em>Michael Holm<\/em> getextete Song &bdquo;<strong>F&auml;llt ein Stern zur Welt<\/strong>&ldquo;. Auch dazu meldete sich die Bravo zu Wort: &quot;<em>Marion m&uuml;sste eigentlich einen Stammplatz&nbsp; in den Bestsellerlisten haben. Bei ihrer Begabung w&auml;re das nur gerecht. Doch ihre Hits liegen schon eine Weile zur&uuml;ck. Warum diese Pechstr&auml;hne? Sang sie nicht mehr die richtigen Lieder? &sbquo;F&auml;llt ein Stern zur Welt&lsquo; ist jedenfalls ein nach Ma&szlig; gemachter Slow-Song.<\/em>&ldquo;<\/p>\n<p>Die Geschichte der Nachfolge-Single 1969 ist kurios: Im Herbst 1968 nahm <em>Tammy Wynette<\/em> den Hit ihres Lebens auf: &bdquo;Stand By Your Man&quot; &ndash; ein Lied, das Ende 1968 sehr erfolgreich in den US-Countrycharts lief. <em>Michael Holm<\/em> schrieb dazu einen deutschen Text: &bdquo;<strong>Wer Liebe sucht&hellip;<\/strong>&ldquo;, der in Marions Version auf den Markt gebracht wurde. Ein Jahr sp&auml;ter wurde zum gleichen Playback(!) eine Version mit <em>Marianne Rosenberg<\/em> auf den Markt gebracht &ndash; schon etwas erfolgreicher. Erst 1975 wurde die englischsprachige Single von <em>Tammy Wynette<\/em> in England auf den Markt gebracht und wurde auch dort (versp&auml;tet) ein gro&szlig;er Hit &ndash; Obwohl Marions Version daraufhin erneut ver&ouml;ffentlicht wurde, konnte sie abermals &nbsp;nicht an dem Erfolg teilhaben, allerdings war sie ja zu der Zeit auch sehr erfolgreich mit Anthony.<\/p>\n<p>Am 06. September 1969 landete Marion wieder einen kleinen Erfolg. Als &bdquo;Ersatzinterpretin&ldquo; f&uuml;r den ausgefallenen <em>Erik Silvester, <\/em>der bei der Generalprobe zur Sendung unentschuldigt fehlte und deshalb von Regisseur <em>Truck Branss<\/em> zu Gunsten Marions &bdquo;gekickt&ldquo; wurde, durfte sie ihr Lied &bdquo;<strong>Weit, weit, weit (ist der Weg zu Dir)<\/strong>&ldquo; in der ZDF-Hitparade, die an jenem Tag ausnahmsweise in Stuttgart produziert wurde (dort fand seinerzeit die Internationale Funkausstellung statt), vorstellen und machte damit wieder auf sich aufmerksam. Die Produktion dieses von <em>Michael Holm<\/em> getexteten St&uuml;cks &uuml;bernahm der sp&auml;ter &uuml;beraus erfolgreiche <em>Giorgio Moroder<\/em>, der diesen Song auch mit einer Formation namens &bdquo;<em>Gilded Cage<\/em>&ldquo; f&uuml;r den internationalen Markt produzierte (&bdquo;Long Long Road (Fort he Broken Hearts)&ldquo;). &nbsp;Ob es an der Hitparade lag, ist nicht zu ermitteln, jedenfalls zog Marion in dieser Zeit mit ihrem Hund Fellow und zwei Katzen nach Berlin.<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Single wurde vom Berliner <em>Joachim Heider<\/em> produziert &ndash; die deutsche Version des <em>Simon &amp; Garfunkel<\/em>-Superhits &bdquo;El Condor pasa&ldquo;. &bdquo;<strong>Nur Du<\/strong>&ldquo; war bestenfalls ein mittelpr&auml;chtiger Hit. Marion trat damit am 04.07.1970 in der ZDF-Hitparade auf, konnte sich aber erneut nicht platzieren. Problematisch war sicher, dass auch <em>J&uuml;rgen Marcus<\/em> und <em>Peter Beil<\/em> deutsche Cover-Versionen des Hits auf dem Markt hatten.<\/p>\n<p>Nachdem sich absolut kein Erfolg mehr einstellen wollte und Marion zunehmend unzufrieden mit der Titelauswahl ihres bisherigen Produzenten <em>Peter Meisel<\/em> war, wurde der Vertrag mit der Hansa 1970 beendet. In dieser Zeit entstand Kontakt zwischen Marion und dem innovativen Musikproduzenten <em>Siegfried E. Loch<\/em>. Als erste deutsche K&uuml;nstlerin unterschrieb sie 1971 auf dessen Vermittlung beim US-Plattenriesen &bdquo;Kinney Music Company&ldquo;, die kurze Zeit sp&auml;ter in &bdquo;WEA&ldquo; umbenannt wurde, auf dem Label &bdquo;Reprise&ldquo; einen Vertrag.<\/p>\n<p>Die erste Produktion (diesmal unter dem Namen &bdquo;Marion Maerz&ldquo;) wurde gleich eine LP, und zwar ein (f&uuml;r damalige Verh&auml;ltnisse au&szlig;ergew&ouml;hnlich) Konzeptalbum. <em>Siegfried E. Loch<\/em> hatte die Idee, deutsche Coverversionen des Songrwriter-Duos <em>Burt Bacharach <\/em>und <em>Hal David<\/em> zu kreieren. Wenngleich die von <em>Loch<\/em> produzierte und von <em>Doldinger<\/em>-Mitglied <em>Ingfried Hofmann<\/em> arrangierte LP bis heute von Kritikern &uuml;beraus gelobt wird, wurde sie (trotz massiver Werbung der TV-Zeitschrift TV H&ouml;ren und Sehen) kein kommerzieller Erfolg, es wurde auch keine Single daraus ausgekoppelt. Nachdem 2006 die WDR 4-&bdquo;Schallplattenbar&ldquo; die LP ihrer H&ouml;rerschaft in Erinnerung gerufen hatte, wurde das Werk 2009 zur Freude vieler Freunde anspruchsvoller deutscher Musik wiederver&ouml;ffentlicht: &bdquo;Marion Maerz singt Burt Bacharach &ndash; Seite eins&ldquo;. (Urspr&uuml;nglich war geplant, daraus eine Serie zu machen &ndash; aber &bdquo;Seite zwei&ldquo;, &bdquo;Seite drei&ldquo; etc. mit Kompositionen anderer ber&uuml;hmten Komponisten wurden mangels kommerziellen Erfolgs des ersten Teils nie realisiert).<\/p>\n<p>Die Resonanz auf die LP war &uuml;berw&auml;ltigend &ndash; Maestro <em>Bacharach<\/em> gratulierte, und <em>Dionne Warwick<\/em>, Original-Interpretin vieler Bacharach-Titel, best&auml;tigte: &bdquo;<em>Sie singt seine Lieder mit gro&szlig;em Herzen, mit sehr viel Ausdruckskraft und erstaunlichem s&auml;ngerischem Niveau<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>Marion Maerz hatte in jenen Jahren ein sehr &auml;hnliches Umfeld wie <em>Katja Ebstein<\/em> &ndash; <em>Christian Bruhn<\/em>, <em>Siggi Loch<\/em> etc. &ndash; vielleicht auch unter diesem Einfluss kam man auf die Idee, sich 1972 f&uuml;r ein Ticket zum Grand Prix Eurovision zu bewerben &ndash; mit <em>Katja Ebstein<\/em> hatte das zwei Jahre zuvor ja auch funktioniert &ndash; die hatte ja auch schon vorherige Achtungserfolge und eine neue LP und bewarb sich dann erfolgreich f&uuml;r den Grand Prix. Und so fand sich Marion Maerz am 19. Februar 1972 im SFB Studio A in Berlin wieder und trug ein von niemand geringerem als <em>Klaus Doldinger<\/em> komponierten Song vor. Ihr &bdquo;<strong>Hallelujah Man<\/strong>&ldquo; von <em>Doldinger<\/em>, der auch als Arrangeur und Produzent der Single-Schallplatte fungierte, &nbsp;schaffte es aber &bdquo;nur&ldquo; auf einen 5. Platz &ndash; Siegerin war damals <em>Mary Roos<\/em>, nachdem lange Zeit zuvor <em>Cindy &amp; Bert<\/em> in der Vorentscheidung vorne lagen.<\/p>\n<p>Zumindest war Marion nun wieder im Gespr&auml;ch &ndash; die n&auml;chste von <em>Werner Scharfenberger<\/em> komponierte und von <em>Michael Kunze<\/em> getextete und Produzierte Single &bdquo;<strong>Es ist so gut<\/strong>&ldquo; schaffte es nach mehreren Jahren mal wieder in die deutschen Verkaufscharts, beg&uuml;nstigt sicher durch den damaligen Trend zum Griechenland-Schlager und durch einen erneuten Auftritt am 02. September 1972 in der ZDF-Hitparade. Vielleicht gefiel dem Publikum aber auch die auf dem Cover zu bestaunende beeindruckende Dauerwelle-Frisur, bei der selbst <em>Wolfgang Petry<\/em> in seiner Sturm- und Drangzeit neidisch gewesen w&auml;re. Die Plattenfirma warb wie folgt f&uuml;r den Song: &bdquo;<em>Ma&szlig;geschneidert von Werner Scharfenberger auf die Stimme von Marion Maerz. So interpretiert nur sie&ldquo;<\/em>.<\/p>\n<p>Ende 1972 nahm Marion in Lissabon am &bdquo;Festival del due Mondi&ldquo; (&bdquo;Festival Of the Two Worlds&ldquo;) mit dem <em>Knieper\/Bayer<\/em>-Song &bdquo;<strong>F&uuml;r immer und ewig<\/strong>&ldquo; teil und erreichte damit einen hervorragenden vierten Platz.<\/p>\n<p>Anfang 1973 entschied man sich gl&uuml;cklos f&uuml;r eine Coverversion: Aus <em>Maurizio<\/em>s &bdquo;Deserto&ldquo; machte Textdichter <em>Michael Kunze<\/em> &bdquo;<strong>Nimm mich zu Dir<\/strong>&ldquo;. Sehr spannend an dieser Single ist deren B-Seite &ndash; den Song &bdquo;Wei&szlig;t Du, dass ich Dich liebe&ldquo; komponierte <em>Peter Maffay<\/em>, auch hier schrieb Produzent <em>Michael Kunze<\/em> den Text.<\/p>\n<p>Auch die A-Seite der Folge-Single, eine Cover-Version des <em>Ronnie-Podler<\/em>-Songs &bdquo;Shalom, shula, shalom&ldquo; &ndash; auf Deutsch: &bdquo;<strong>Shalom<\/strong>&ldquo; (deutscher Text <em>Hans Bradtke<\/em> mit &bdquo;t&ldquo;, auch wenn auf der Single sein Name ohne &bdquo;t&ldquo; geschrieben wird, Produktion <em>Michael Kunze<\/em>) konnte beim Publikum nicht punkten, obwohl das Lied auch Titelsong der n&auml;chsten Marion-LP wurde. In die Charts und somit beim Publikum besser an kam die B-Seite namens &bdquo;<strong>S-T-E-F-A-N<\/strong>&ldquo;. Der Song war noch aus der Vorg&auml;nger-LP (&bdquo;Nimm mich zu Dir&ldquo;) ausgekoppelt worden. Die Single war die letzte SOLO-Scheibe von Marion, mit der sie die Verkaufshitparade erreichen konnte.<\/p>\n<p>Am 19. September 1973 tauchte Marion erneut im Fernsehstudio A des SFB in Berlin auf &ndash; diesmal anl&auml;sslich des &bdquo;Deutschen Schlagerwettbewerbs 1973&ldquo;. Sie trug dort ihr von <em>Boris Jojic<\/em> und <em>Michael Kunze<\/em> geschriebenes Lied &bdquo;<strong>Liebe, was ist das?<\/strong>&ldquo; vor und landete auf dem 7. Platz in dem Wettbewerb &ndash; ein Verkaufsschlager wurde der Song nicht.<\/p>\n<p>Diese Schlager-Frage war wohl eher rhetorischer Art, hatte Marion doch in dieser Zeit eine Liaison mit dem ber&uuml;hmten Showmaster <em>Frank Elstner<\/em>. Aus der Verbindung ging 1975 Tochter <em>Masha<\/em> hervor, die selber auch als (allerdings Rock-) Musikerin erfolgreich werden w&uuml;rde und wie die Mama bei der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix teilnahm (&bdquo;Right Here&quot; im Jahr 2004).<\/p>\n<p>Zwei Singles ver&ouml;ffentlichte Marion noch bei dem Reprise-Label (&bdquo;<strong>Wei&szlig;e Wolken<\/strong>&ldquo;, deutsche Version des <em>Demis-Roussos<\/em>-Hits &bdquo;Velvet Mornings&ldquo;, und &bdquo;<strong>Bald kommt der Sommer wieder<\/strong>&ldquo;).<\/p>\n<p>Anschlie&szlig;end wechselte sie 1974 zur M&uuml;nchener Plattenfirma Ariola, bei der sie u. a. die drei oben vorgestellten Duett-Titel mit Anthony ver&ouml;ffentlichte. Die erste dort ver&ouml;ffentlichte Solo-Nummer war ein Schlager von <em>Werner Scharfenberger<\/em> und <em>Michael Kunze<\/em>, der auch als Produzent fungierte: &bdquo;<strong>Schlaf heut Abend nicht im Park<\/strong>&ldquo;. Mit dem Lied schrieb Marion Maerz Schlagergeschichte &#8211; ihr Lied wurde ein ziemlicher Flop, in England wurde der Titel aber von &bdquo;<em>Peters And Lee<\/em>&ldquo; zu einem Top-20-Hit gemacht &#8211; auf englisch hei&szlig;t der Song &bdquo;Arrows&ldquo;. Dass mittelpr&auml;chtige englische Erfolge in deutschen Versionen zu Hits werden, war damals ja nicht soo ungew&ouml;hnlich &#8211; umgekehrt ist das schon eine extreme Rarit&auml;t&#8230;&nbsp; &#8211; Eine weitere Version des Liedes nahm &uuml;brigens auch <em>Peter Alexander<\/em> auf (&bdquo;Wenn der Flieder bl&uuml;ht im Mai&ldquo;).<\/p>\n<p>Die <em>Michael-Kunze<\/em>-Produktion &bdquo;<strong>Sascha (es bl&auml;st ein katler Wind)<\/strong>&ldquo; wurde ein echter Flop &#8211; witzig ist daran allerdings die B-Seite &#8211; w&auml;hrend <em>Chris Roberts<\/em> im gleichem Jahr &bdquo;Du kannst nicht immer 17 sein&ldquo; sang, betonte Marion: &bdquo;Ich w&auml;r&#39; so gern noch einmal 17&ldquo;.<\/p>\n<p>Die letzte Solo-Single bei Ariola war der Song &bdquo;<strong>Gib mir Zeit<\/strong>&ldquo;, der im Winter 1975 erschien &ndash; die Ariola gab ihr aber keine Zeit mehr, so dass sich Marion nach einem neuen Vertragspartner umsehen musste, den sie in <em>Peter Orloff<\/em> fand.<\/p>\n<p>Ihr neuer Produzent probierte es zun&auml;chst mit griechisch angehauchten St&uuml;cken &ndash; Lieder dieser Art waren zu jener Zeit ja &auml;u&szlig;erst popul&auml;r. Das Debut bei <em>Orloffs<\/em> Plattenfirma gab Marion mit dem St&uuml;ck &bdquo;<strong>Lago Maggiore im Schnee<\/strong>&ldquo;, einer Neuaufnahme des Hits, den <em>Vicky Leandros<\/em> bereits 1973 ver&ouml;ffentlicht hatte (Original: <em>Mort Shuman<\/em> &ndash; Le lac Majeur).<\/p>\n<p>Trotz &uuml;berschaubaren Erfolgs blieb Produzent <em>Peter Orloff<\/em> der griechischen Linie erst mal treu und zog sich eine Komposition <em>Pierre Kartners<\/em> an Land, der damals ja <em>Peter Alexanders<\/em> &bdquo;Kleine Kneipe&ldquo; komponierte und ein Jahr sp&auml;ter als &bdquo;<em>Vader Abraham<\/em>&ldquo; f&uuml;r Furore sorgen sollte. <em>Peter Orloff<\/em> textete auf dessen Melodie &bdquo;<strong>In Griechenland<\/strong>&ldquo;. Trotz eines Auftritts am 06. August 1977 in der ZDF-Hitparade wurde der Song kein Erfolg.<\/p>\n<p>Mit der n&auml;chsten folkloristisch angehauchten Single, &bdquo;<strong>Wenn die M&ouml;wen ziehen<\/strong>&ldquo;, holte sich Produzent <em>Peter Orloff<\/em> als Co-Autor <em>Drafi Deutscher<\/em> an Land. Die Einfl&uuml;sse von dessen kurz zuvor erfolgreich ver&ouml;ffentlichten Songs &bdquo;Silver Bird&ldquo; sind gut h&ouml;rbar &ndash; genutzt hat es nichts.<\/p>\n<p>F&uuml;r ihre erste 1978er&nbsp; Produktion holte sich Marion Maerz ein ungew&ouml;hnliches Team an Land: <em>Robert Frank-Jacobi,<\/em> der einige Jahre zuvor den Riesenhit &bdquo;So ein Mann&ldquo; von <em>Margot Werner<\/em> komponierte, schrieb Marion das Lied &bdquo;<strong>Es war nur der Sommerwind<\/strong>&ldquo;. Arrangeur der <em>Peter-Orloff<\/em>-Produktion war <em>Wilfried &bdquo;Elvis&ldquo; Gr&uuml;nberg<\/em>, der langj&auml;hrig als Arrangeur und Musiker f&uuml;r <em>Reinhard Mey<\/em> aktiv war und auch Werbemusiken schrieb (z. B. f&uuml;r die Allianz &bdquo;B&uuml;ndnis mit dem Gl&uuml;ck&ldquo;)).<\/p>\n<p>Erfolgreicher als mit ihren Solo-Titeln war Marion zu jener Zeit mit einem weiteren Duett-Titel. Diesmal tat sie sich mit <em>Bernd Cl&uuml;ver<\/em> zusammen, um den <em>Chris Norman \/ Suzi-Quatro<\/em>-Hit &bdquo;Stumblin&lsquo; In&ldquo; einzudeutschen. &bdquo;<strong>Schau mal herein<\/strong>&ldquo; wurde ein recht erfolgreicher Radio-Hit.<\/p>\n<p>1979 wurde eine Vokal-Version des gro&szlig;en gleichnamigen Instrumental-Hits von <em>Frank Mills<\/em> produziert: <em>Peter Orloff<\/em> dachte sich eine Geschichte um den &bdquo;<strong>Music Box Dancer<\/strong>&ldquo; aus &ndash; belohnt wurde der Aufwand mit einem kleinen Radio-Hit &ndash; das Lied wurde auch gerne in den Radio-Wunschkonzerten gew&uuml;nscht.<\/p>\n<p>Die letzte Solo-Nummer der 1970er Jahre war eine weitere Coverversion: Aus <em>Blondie<\/em>s &bdquo;Dreaming&ldquo; machte Produzent <em>Peter Orloff<\/em> &bdquo;<strong>Tr&auml;ume<\/strong>&ldquo;. Mit dem Lied&nbsp; hatte Marion am&nbsp; 11. Februar 1980 ihren letzten Auftritt in der ZDF-Hitparade.<\/p>\n<p>Nachdem ein weiterer Versuch, mit griechischer Folklore zu punkten (&bdquo;<strong>Du wirst nie Pir&auml;us sehen<\/strong>&ldquo;) scheiterte, wurde die Zusammenarbeit zwischen Marion Maerz und <em>Peter Orloff<\/em>&nbsp; 1980 beendet.<\/p>\n<p>&Uuml;ber mehrere Jahre gab es keine neuen Plattenproduktionen von Marion Maerz. Erst 1983 &ndash; zur Hochzeit der Neuen deutschen Welle &ndash; erschien bei der Plattenfirma Mercury die Single &bdquo;<strong>Nacht von Palermo<\/strong>&ldquo; &ndash; weithin unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Erst Anfang der 1990er Jahre gab es dann wieder ein Lebenszeichen von Marion Maerz &ndash; sie ver&ouml;ffentlichte bei der Polydor zwei Alben mit volkst&uuml;mlichen Evergreens unter dem Stempel &bdquo;Volks-Pop-Musik&ldquo;&nbsp; (1990 &bdquo;Tanzen m&ouml;cht&lsquo; ich&ldquo; und 1991 &bdquo;Tanzen und Tr&auml;umen&ldquo;).&nbsp; Als Single erschien &bdquo;<strong>Die Fischerin vom Bodensee<\/strong>&ldquo;. &nbsp;Beide Longplay-Tontr&auml;ger waren keine Erfolge, wobei sich Marion im Nachhinein als volkst&uuml;mliche S&auml;ngerin dem Vernehmen nach ohnehin nicht wohl gef&uuml;hlt hat, zumal die Playbacks eher billig mit Synthesizern produziert wurden.<\/p>\n<p>Danach folgte wieder eine l&auml;ngere Tontr&auml;ger-Pause, in der sich Marion als Musical-Darstellerin versuchte. 1994 trat sie beispielsweise im Musical &bdquo;Himmel auf Erden&ldquo; auf der B&uuml;hne des Neuen Theaters in Hamburg auf. Marions Auftritt als Nonne war leider kein Erfolg.<\/p>\n<p>Kurze Zeit sp&auml;ter, Anfang 1996, engagierte <em>Horst K&ouml;nigstein<\/em> Marion Maerz f&uuml;r eine Nebenrolle in seinem TV-Musical &bdquo;Liane&ldquo;, in dem es um das Leben des &bdquo;Sex-Symbols der 50er Jahre&ldquo; <em>Marion Michael<\/em> ging.<\/p>\n<p>Mitte der 1990er-Jahre moderierte Marion einige viel beachtete Schlagern&auml;chte im NDR, in denen seltene und originelle &auml;ltere Schlager-Videoclips gezeigt wurden. Die Moderation &uuml;bernahm sie gemeinsam mit <em>Bernd Begemann<\/em>, mit dem sie sich so gut verstand, dass sie bei dessen Hamburger Konzert Anfang 1997 mitwirkte, was bei den anwesenden 900 Zuschauern sehr gut ankam &ndash; eine ins Auge gefasste gemeinsame Tour wurde aber nicht realisiert, sie scheiterte an Marions Management.<\/p>\n<p>Ende der 1990er Jahre (1998) ver&ouml;ffentlichte Marion im Vertrieb der SPV ein weiteres Album mit eher volkst&uuml;mlichen Melodien (&bdquo;Heute so&hellip;&ldquo;).<\/p>\n<p>Im Jahr 2000 lernte die K&uuml;nstlerin <em>Robert Milla<\/em> kennen und produzierte mit ihm eine deutsche Version des Traditionals &bdquo;Greensleeves&ldquo;: &bdquo;<strong>Vielleicht w&auml;ren wir gl&uuml;cklich geworden<\/strong>&ldquo;. Die Zusammenarbeit verlief so gut, dass man sich entschloss, auch einen Duett-Titel zu ver&ouml;ffentlichen, der 2002 auf den Markt kam &ndash; erz&auml;hlt wurde die Geschichte &uuml;ber eine unerf&uuml;llte Liebe (&bdquo;<strong>Wie ein Blatt im Wind<\/strong>&ldquo;).<\/p>\n<p>Im selben Jahr begann dann eine langj&auml;hrige Zusammenarbeit mit dem Essener Schlager-Produzenten <em>Klaus Palizeus<\/em> &ndash; unter dessen Produktion wurden die Singles &bdquo;<strong>Das Gl&uuml;ck kann fliegen<\/strong>&ldquo; (2002), &bdquo;<strong>Leider war mein Herz im Spiel<\/strong>&ldquo; (2003), &bdquo;<strong>Du hast noch Zeit, Josy<\/strong>&ldquo; (2004), &bdquo;<strong>Regenlose Tage f&uuml;r meine Seele<\/strong>&ldquo; (2005), &bdquo;<strong>Sie tanzt nicht mehr<\/strong>&ldquo; (2006) &bdquo;<strong>Sp&auml;te Liebe<\/strong>&ldquo; (2007) &bdquo;<strong>Ein vertrautes Gef&uuml;hl<\/strong>&ldquo; (2007) &bdquo;<strong>Lullaby f&uuml;r ein Wei&szlig;t-Du-noch-Gef&uuml;hl<\/strong>&ldquo; (2008), &bdquo;<strong>Das Gl&uuml;ck kann fliegen<\/strong>&ldquo; (Neu-V&Ouml; 2008), &bdquo;<strong>L&uuml;ckenloses Alibi<\/strong>&ldquo; (2009), &bdquo;<strong>Er ist nicht mehr da<\/strong>&ldquo; (2009) und &bdquo;<strong>So nicht!<\/strong>&ldquo; (2010) ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>Seither sind keine neuen Ver&ouml;ffentlichungen der Ausnahme-S&auml;ngerin, die heute in Hamburg-Blankenese lebt, erschienen.<\/p>\n<p>In einigen Foren wird Marion Maerz als eine der am meisten untersch&auml;tzten deutschen S&auml;ngerinnen bezeichnet. Dem kann ich mich anschlie&szlig;en &ndash; die Dame war wirklich sehr vielseitig und hat teilweise sehr beachtliche Produktionen hingelegt. Vielleicht wird sie eines Tages ja noch mal wieder ins Studio gehen, um weitere Lieder einzusingen &ndash; zu w&uuml;nschen w&auml;re es jedenfalls&hellip;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><u>VORSCHAU:<\/u><\/strong> In der n&auml;chsten Folge dieser Serie geht es um einen Amerikaner, der aus einem englischen Song so etwas wie eine heimliche franz&ouml;sische Nationalhymne machte&#8230;<\/p>\n<p>Stephan Imming, 25.09.2015<\/p>\n<p>Stephan Imming, 25.09.2015<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuzugang 08.09.1975!\u00a0 Im Herbst 1975 tauchte das Duo &bdquo;Marion und Anthony&ldquo; einmalig in den deutschen Verkaufscharts auf. 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