{"id":85036,"date":"2015-10-02T00:00:00","date_gmt":"2015-10-02T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=85036"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"RAINER-HOLBE-ua-Heute-02102015-85035","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/RAINER-HOLBE-ua-Heute-02102015-85035\/","title":{"rendered":"RAINER HOLBE u.a. <br \/>Heute (02.10.2015) zum Thema &quot;Fremde Heimat Deutschland&quot; in der Talk-Show &quot;NACHTCAF\u00e9&quot; zu sehen!"},"content":{"rendered":"<p>SWR FERNSEHEN, 22:00 Uhr &#8211; 23:30 Uhr! Moderation: Michael Steinbrecher!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<div class=\"text small\">\n<p style=\"text-align: justify;\">&Uuml;berf&uuml;llte Z&uuml;ge mit Fl&uuml;chtlingen unterwegs nach Deutschland, hilfsbereite B&uuml;rger mit gelebter Willkommenskultur, aber auch eskalierende Krawalle vor Asylantenheimen &ndash; es sind diese Bilder, die diese Tage pr&auml;gen.<\/p>\n<p>All diejenigen, die sich auf den Weg machen, sind auf der Suche nach Zuflucht vor Krieg, Verfolgung und Armut. Sie hoffen auf ein menschenw&uuml;rdiges, besseres Leben und viele tragen die Sehnsucht in sich, f&uuml;r sich und ihre Familie endlich ein Zuhause, eine neue Heimat zu finden. Einen Ort, an dem das Gef&uuml;hl aufkommt, nach langer Odyssee endlich ankommen zu d&uuml;rfen.<\/p>\n<p>Mit im Gep&auml;ck sind auch andere Traditionen, Religionen, mentale Pr&auml;gungen und Lebensgewohnheiten, die wiederum auf viele Deutsche befremdlich wirken und so manchen &auml;ngstigen. Doch die Zuwanderung ist so neu nicht: Als Folge des Zweiten Weltkriegs kamen Heimatvertriebene, dem Gastarbeiter-Schub in den Sechziger Jahren folgte ein Zustrom Osteurop&auml;er mit deutschen Wurzeln, erst k&uuml;rzlich zog es vor allem junge Menschen aus den wirtschaftskrisengesch&uuml;ttelten s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern zu uns.<\/p>\n<p>Was k&ouml;nnen wir aus der Vergangenheit lernen? Wie gehen wir optimal mit dem Anderssein der Einwanderer und dem gesellschaftlichen Wandel um? Kann es eine Heimat in der Fremde &uuml;berhaupt geben?<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<div class=\"text small\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>DIE G&Auml;STE:<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"text small\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>Rainer Holbe<\/strong> musste bereits als f&uuml;nfj&auml;hriger Junge erfahren, was es bedeutet, seiner Heimat entrissen zu werden. Er wuchs beh&uuml;tet in einer l&auml;ndlichen Gegend in B&ouml;hmen auf, bis 1945 der Befehl tschechischer Soldaten kam, sofort die Koffer zu packen. An die lange Zugfahrt in einem Viehwaggon, der die Familie ins Ungewisse fuhr und das Durchgangslager erinnert sich der ehemalige &bdquo;Starparade&ldquo;- Moderator noch wie heute: &quot;Mit der Vertreibung wurde uns die Heimat und die W&uuml;rde genommen.&quot;<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<div class=\"text small\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Uday K.<\/strong> musste ebenfalls seine Heimat hinter sich lassen, denn in Syrien f&uuml;rchtete er um sein Leben. Nach einer dramatischen Flucht &uuml;ber mehrere L&auml;nder kam der 23-J&auml;hrige vor knapp zwei Jahren schlie&szlig;lich auf einem &uuml;berf&uuml;llten Holzschiff nach Europa. Heute lebt er in Bremen und freut sich auf seine Ausbildung als KFZ-Mechatroniker, die er n&auml;chstes Jahr beginnen wird: &quot;Selbstverst&auml;ndlich m&ouml;chte ich Deutschland, das mich so unterst&uuml;tzt, auch etwas zur&uuml;ck geben. Deutschland soll mein Land werden.&quot;<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<div class=\"text small\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Gastarbeiter kamen ihre Eltern in den Siebzigerjahren nach T&uuml;bingen, <strong>Olcay Acet<\/strong> hingegen durfte als kleines M&auml;dchen nicht mit und blieb bei den Gro&szlig;eltern in der T&uuml;rkei. Ihre Eltern sah sie ein Mal im Jahr &ndash; auch Telefonate gab es fast nie, stattdessen schmerzhafte Erinnerungen: &quot;Ich hatte dauernd Sehnsucht nach meinen Eltern. Gleichzeitig habe ich aber auch gemerkt, wie fremd sie mir sind.&quot; 1980 holten die Eltern schlie&szlig;lich ihre Tochter nach, ein Heimatgef&uuml;hl konnte sich bei der K&uuml;nstlerin aber nie richtig einstellen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<div class=\"text small\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Natalia W&ouml;rner<\/strong> ist in Stuttgart aufgewachsen und liebt das Schwabenland &uuml;ber alles. Dennoch waren Neugier, Freiheitsdrang und Abenteuerlust gr&ouml;&szlig;er, als sie mit 18 ihre alte Heimat verlie&szlig;. Weltweit war sie als gefragtes Model unterwegs, heute pendelt sie zwischen zwei Wohnsitzen: Dem urbanen Berlin und einem Haus im l&auml;ndlichen Brandenburg. Aber woher sie kommt, das vergisst die Schauspielerin nie: &quot;Ich stehe zu meinen schw&auml;bischen Wurzeln. Sie haben mich gepr&auml;gt.&quot;<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<div class=\"text small\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Heimat &ndash; das ist f&uuml;r <strong>Horst True<\/strong> ein kleiner Ort in Niedersachsen. In Stuhr ist der Gem&uuml;sebauer geboren, dort ging er zur Schule, dort hat er fast sein gesamtes Leben verbracht. Schon seit fr&uuml;hester Kindheit fasziniert und inspiriert ihn sein Heimatdorf, mit dem sich der 74-j&auml;hrige Landwirt total verwurzelt f&uuml;hlt: &quot;Wenn ich diesen Standort nicht h&auml;tte, dann h&auml;tte ich all das, was ich in meinem Leben gemacht habe, nicht erreicht. Heimat ist der Anker f&uuml;rs Leben.&quot;<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<div class=\"text small\">\n<p style=\"text-align: justify;\">&quot;Heimat ist ein soziales Netzwerk, das nichts mit Orten zu tun haben muss&quot;, sagt <strong>Prof. Dr. Jochen Oltmer<\/strong>. Der Historiker ist Migrationsforscher an der Universit&auml;t Osnabr&uuml;ck und untersucht die Ab- und Zuwanderung der letzten Jahrhunderte. Sein Fazit: &quot;Die Debatte um Einwanderung wird zu einem guten Teil geschichtsblind gef&uuml;hrt, denn Bev&ouml;lkerungsbewegungen gab es schon immer. Es muss ja nicht die Welt untergehen, weil wir derzeit mehr Asylzuwanderung haben.&quot;<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<div class=\"text small\">\n<p style=\"text-align: justify;\">International geht es an der Grundschule &quot;Stadtmitte&quot; in Neu-Ulm zu: Kinder aus 22 Nationen dr&uuml;cken hier gemeinsam die Schulbank, mehr als die H&auml;lfte der Sch&uuml;ler ist muslimisch. Doch nicht immer l&auml;uft alles reibungslos in Sachen Integration, berichtet Rektorin <strong>Beate Altmann<\/strong>. Sie vermutet: &quot;Die Sch&uuml;ler werden in einigen Koranschulen rassistisch indoktriniert und radikalisiert. Bereits Achtj&auml;hrige hetzen in den Klassen gegen Andersgl&auml;ubige.&quot; Altmann ist &uuml;berzeugt, dass das kein Einzelph&auml;nomen an ihrer Schule ist, sondern weit verbreitet und damit ein Risiko f&uuml;r den sozialen Frieden im ganzen Land.<\/p>\n<\/div>\n<p>SWR (Textvorlage)<br \/>http:\/\/www.swrfernsehen.de\/<br \/>http:\/\/www.swr.de\/nachtcafe\/-\/id=13831208\/ars4z\/index.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SWR FERNSEHEN, 22:00 Uhr &#8211; 23:30 Uhr! 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