{"id":84964,"date":"2015-10-05T00:00:00","date_gmt":"2015-10-05T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=84964"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"JOE-DASSIN-smago-Serie-Schlager-84963","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/oldies\/JOE-DASSIN-smago-Serie-Schlager-84963\/","title":{"rendered":"JOE DASSIN <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &quot;vor 40 Jahren&quot; von Stephan Imming: Teil 39 &#8211; Joe Dassin (&quot;Septemberwind&quot;)!"},"content":{"rendered":"<p>Neuzugang 22.09.1975!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 05. November 1938 wurde Joe Dassin als Joseph Ira Dassin als Sohn des Filmregisseurs <em>Jules Dassin<\/em> (1911-2008) und der Violinistin <em>B&eacute;atrice Launer<\/em> (1913-2005)&nbsp; in New York geboren. Dassin hatte zwei j&uuml;ngere Schwestern (<em>Richelle<\/em>, geb. 1940 und <em>Julie<\/em>, geb. 1945).<\/p>\n<p>Seine Kindheit verbrachte er bis zum 11. Lebensjahr in Kalifornien, wo sein Vater als Filmregisseur Karriere machte. Aufgrund politischer Verwicklungen (sein Vater galt als Moskau-Sympathisant, daher drohte ihm Berufs-Verbot, er kam auf die &bdquo;Schwarze Liste&ldquo; des damaligen Senators <em>McCarthy<\/em>) musste die Familie auswandern und landete nach verschiedenen Stationen 1950 in Paris.<\/p>\n<p>Nachdem er 1956 in Grenoble sein Abitur gemacht hatte, beschloss er, zusammen mit seiner Mutter zur&uuml;ck in die USA zu gehen; seine Eltern haben sich zwischenzeitlich scheiden lassen; sein Vater ging eine Beziehung mit der griechischen Schauspielerin und sp&auml;teren griechischen Kulturministerin <em>Melina Mercouri<\/em> ein, mit der er zusammen den Kinowelterfolg &bdquo;Sonntags nie&ldquo; realisierte.<\/p>\n<p>In Amerika studierte Dassin zun&auml;chst Medizin, brach das Studium aber schnell ab, nachdem er bei einer Vorlesung, in der Leichen seziert wurden, in Ohnmacht gefallen war. Er schwenkte um auf u. a. Philosophie und promovierte gar in V&ouml;lkerkunde an der Universit&auml;t von Michigan.<\/p>\n<p>Wenngleich er sich eigentlich zun&auml;chst mehr f&uuml;r Sport interessierte, begann er zur Finanzierung seines Studiums in Folk-Clubs mit Chansons aufzutreten, wobei seine Vorliebe insbesondere dem Chansonnier <em>Geroge Brassens<\/em> galt.<\/p>\n<p>Nach Abschluss seines Studiums schnupperte Dassin in den Beruf seines Vaters hinein. Er arbeitete als Regieassistent bei Filmen wie &bdquo;Topkapi&ldquo; und &bdquo;What&#39;s New Pussycat&ldquo; (mit <em>Peter Sellers, Romy Schneider&nbsp; <\/em>und <em>Woody Allen<\/em>). Er versuchte sich auch als Schauspieler, z. B. im <em>Peter-Ustinov<\/em>-Film &bdquo;Lady L.&ldquo; und begann auch in den USA zu singen.<\/p>\n<p>1965 kehrte er nach Frankreich zur&uuml;ck, weil er in den Staaten mit seiner warmen Stimme und seiner chansonartigen Art zu singen keine Perspektiven sah.<\/p>\n<p>Von gro&szlig;er Bedeutung wurde seine Freundin und sp&auml;tere Ehefrau <em>Maryse<\/em>, die ihm zum 26. Geburtstag eine Schallplatte schenken wollte mit seiner franz&ouml;sischen Aufnahme des Liedes &bdquo;Freight Train&ldquo;. Davon wurden immerhin 1.000 Exemplare verkauft, von Bedeutung war aber, dass <em>Maryse<\/em> Kontakte zu Plattenfirmen herstellte. So entstand auch der Kontakt zu <em>Jacques Plait,<\/em> der schon mit <em>Charles Aznavour, Johnny Hallyday<\/em> und <em>Serge Gainsbourg<\/em> zusammengearbeitet hatte und der sein Produzent und Mentor wurde.<\/p>\n<p>Seinen ersten Erfolg in Frankreich erzielte er mit besagter franz&ouml;sischer Version des Hits der <em>Chas McDevitt Skiffle Group<\/em>. Deren &bdquo;Freight Train&ldquo; &uuml;bertrug er ins Franz&ouml;sische: &bdquo;<strong>Je change un peu de vent<\/strong>&ldquo;. Nachdem Dassin 1966 mit &bdquo;<strong>Bip Bip<\/strong>&ldquo; einen weiteren gro&szlig;en Hit in Frankreich nachgeschossen hatte, wurde er dort zu einem gro&szlig;en Star. U. a. wurde dort seine Version von &bdquo;<strong>Guantanamera<\/strong>&quot; popul&auml;r.<\/p>\n<p>Nach vorne getrieben wurde seine Karriere auch durch die Hochzeit mit der gerade bereits erw&auml;hnten sieben Jahre j&uuml;ngeren <em>Maryse Massi&eacute;ra<\/em>, die fortan Dassins Managerin wurde und in dieser Funktion sehr umtriebig war. Beispielsweise vereinbarte sie f&uuml;r 1967 eine Tour mit <em>Salvatore Adamo<\/em>, organisierte &nbsp;international Konzerte und beschaffte ihrem Mann sogar im Pariser &bdquo;Olympia&ldquo; den ersten Auftritt.<\/p>\n<p>Schon fr&uuml;h schrieb Dassin auch f&uuml;r andere Interpreten Lieder, beispielsweise 1968 f&uuml;r <em>France Gall <\/em>den Song &bdquo;B&eacute;b&eacute; requin&ldquo;, der in Deutschland von <em>France Gall<\/em> auch als &bdquo;Haifischbaby&ldquo; popul&auml;r gemacht wurde.<\/p>\n<p>Anfang der 1970er Jahre begann er, auch in Deutschland Lieder aufzunehmen und aufzutreten. Hierzulande wurde er insbesondere durch beliebte TV-Shows popul&auml;r. Bereits am 08. Dezember 1969 trat er im &bdquo;Musik aus Studio B.&ldquo; auf und am 05. M&auml;rz 1970 (Aufzeichnung vom 05. Februar 1970) in der ZDF-Starparade.<\/p>\n<p>In jener Zeit hatte Dassin auch den Hit seines Lebens: &bdquo;<strong>Les Champs-Elys&eacute;es<\/strong>&ldquo;, wohl besser bekannt als &bdquo;Oh Champs Elys&eacute;es&ldquo;. Es ist wohl DAS franz&ouml;sische Lied schlechthin, das fast zu einer Art Volkslied geworden ist. Dabei war der Song eigentlich zun&auml;chst als B-Seite gedacht &ndash; bei der deutschen Ausgabe der Single war der Song zun&auml;chst &bdquo;Seite 2&ldquo; &ndash; auf &bdquo;Seite 1&ldquo; befand sich der Titel &bdquo;Le chemin de papa&ldquo;. Nachdem &bdquo;Champs Elys&eacute;es&ldquo; der Renner auch in den deutschen Charts wurde, wurde die deutsche Version &bdquo;<strong>Oh Champs Elys&eacute;es<\/strong>&ldquo; (getextet von <em>Hans Bradtke<\/em>) auf Seite A genommen, w&auml;hrend die von <em>Fred Jay<\/em> getextete Version von &bdquo;Le chemin de papa&ldquo; (&bdquo;Es ist leicht, auf dem Kopf zu stehen&ldquo;) zur B-Seite wurde.<\/p>\n<p>Dassin produzierte das Lied auch in Spanisch, Englisch, Italienisch und Japanisch.<\/p>\n<p>Spitzfindige Leute am&uuml;sieren sich dar&uuml;ber, dass ausgerechnet ein Amerikaner (Dassin kam ja in New York zur Welt) mit einem englischen Lied (&bdquo;Les Champs-Elys&eacute;es&ldquo; ist eine franz&ouml;sische Adaption des 1968 von der britischen Band &bdquo;<em>Jason Crest<\/em>&ldquo; herausgebrachten Liedes &bdquo;Waterloo Road&ldquo;) praktisch DEN franz&ouml;sischen Song-Klassiker schlechthin popul&auml;r gemacht hat. Textdichter <em>Pierre Delanoe<\/em> ist auch kein Unbekannter: Bereits 1958 war er erster franz&ouml;sischer Sieger des Grand Prix Eurovision, und er textete u. a. f&uuml;r <em>Gilbert Becaud<\/em> (Nathalie) &ndash; auch ist er f&uuml;r den franz&ouml;sischen Text des Liedes bekannt, aus dem <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> &bdquo;Es wird Nacht, Senorita&ldquo; machte.<\/p>\n<p>Dassins erster deutscher Hitparaden-Erfolg ist bis heute nachhaltig pr&auml;sent &ndash; erst im vergangenen Jahr hat die S&auml;ngerin <em>Zaz<\/em> mit einer (allerdings ph&auml;nomenal gro&szlig;artigen) Neuversion des Klassikers gro&szlig;e Erfolge feiern k&ouml;nnen&nbsp; (f&uuml;r ihr Album &bdquo;Paris&ldquo;, in dem sie dieser Stadt gewidmete Lieder wie eben Champs Elys&eacute;es neu aufnahm, erhielt sie sogar in Deutschland den Echo f&uuml;r das erfolgreichste Album 2014 einer internationalen S&auml;ngerin). Ganz aktuell hat auch <em>Geraldine Olivier<\/em> den Song neu aufgenommen.<\/p>\n<p>Ein weiterer internationaler Hit Dassins aus 1970 war seine franz&ouml;sische Version des <em>Christie-<\/em>Hits &bdquo;Yellow River&ldquo; &ndash; bei ihm hie&szlig; es erfolgreich &bdquo;<strong>L&lsquo; Amerique<\/strong>&ldquo;. Diese franz&ouml;sische Version des Pop-Klassikers wurde lange Zeit auch in Deutschland gerne im Radio gespielt.<\/p>\n<p>1971 nahm Dassin erneut ein Lied f&uuml;r den deutschen Markt auf &ndash; aus dem von ihm selbst komponierten Chanson &bdquo;La Fleur Aux Dents&ldquo; wurde (von <em>Carl Ulrich Blecher<\/em> getextet) &bdquo;<strong>Es gibt M&auml;dchen so zum Tr&auml;umen<\/strong>&ldquo;. Auf dem Cover der Single ist Dassin mit einem Gepard abgebildet &ndash; das Tier wurde (ebenso wie d&uuml;nne Zigarillos) so etwas wie ein &bdquo;Markenzeichen&ldquo; f&uuml;r den S&auml;nger &ndash; er lie&szlig; sich immer wieder damit ablichten.<\/p>\n<p>Nach einem erfolgreichen Auftritt in der ZDF-Show &bdquo;Nightclub&ldquo; wurde ihm im gleichen Jahr ein speziell f&uuml;r den deutschen Markt geschriebenes Lied von <em>Christian Bruhn<\/em> ma&szlig;geschneidert &ndash; mit Erfolg: &bdquo;<strong>Das sind zwei linke Schuh<\/strong>&lsquo;&ldquo; (Text: <em>Hans Bradtke<\/em>) wurde der erste deutschsprachige Hit Dassins, der die Top 20 um Haaresbreite verpasste. (Auch die B-Seite kann sich h&ouml;ren lassen &ndash; aus Dassins Chanson &bdquo;<em>Le cadeau de papa<\/em>&ldquo; wurde &bdquo;<em>Meines Vaters Sohn<\/em>&ldquo;.) &ndash; Wenn man sich alte Videos von diesem Lied ansieht, bemerkt man, dass schon lange vor&nbsp; <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> jemand in einem schneewei&szlig;en Anzug perfektes Entertainment bot. Angeblich riet ihm die Ehefrau von <em>Henri Salvador<\/em> zu diesem Outfit (, zu dem auch noch ein silberner G&uuml;rtel geh&ouml;rte).<\/p>\n<p>Kurze Zeit sp&auml;ter wurde in Deutschland eher erfolglos Dassins Song &bdquo;<strong>Fais la bise a ta Maman<\/strong>&ldquo;, eine lt. Plattenfirma im &bdquo;<em>dufte poppigen Stil gehaltene<\/em>&ldquo; Nummer, ver&ouml;ffentlicht &ndash; weder die Original-Version noch die 1973 ver&ouml;ffentlichte deutsche Fassung &bdquo;<strong>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e an Mama<\/strong>&ldquo; (Text: erneut <em>Carl Ulrich Blecher)<\/em>, erreichte hierzulande viel Aufmerksamkeit (in Frankreich reichte es immerhin zu einem 15. Platz).<\/p>\n<p>Im Sommer 1972 brachte Joe Dassin seine franz&ouml;sischsprachige(!) Version des spanischen Hits &bdquo;<strong>Taka Takata<\/strong>&ldquo; von <em>Paco Paco<\/em> auf den Markt. Der Song, in dem es darum geht, dass sich jemand in eine h&uuml;bsche T&auml;nzerin verliebt, die sich aber als Gemahlin eines Toreros entpuppt, was diesen zu Reaktionen zwingt, schaffte es immerhin auf Platz 50 der deutschen Charts. Die Plattenfirma hatte wohl Recht: &bdquo;<em>Ein Song mit Rhythmus, Temperament und guter Laune<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>In jenem Jahr kaufte sich Dassin ein Haus auf Tahiti, nahe der Insel Bora Bora, wo er sich mit seinem bevorzugten Hobby, dem Fischen, von seinen anstrengenden Tourneen entspannen konnte.<\/p>\n<p>Auch 1972 wollte man mit einer deutschen Auftragsproduktion punkten, doch der von <em>Hans Blum<\/em> geschriebene Song &bdquo;<strong>In Versailles in dem gro&szlig;en Garten<\/strong>&ldquo; wurde &uuml;berraschenderweise kein Verkaufserfolg.<\/p>\n<p>1973 gelang Dassin etwas Ungew&ouml;hnliches &ndash; Zitat der Plattenfirma: &bdquo;<em>Das gab&rsquo;s noch nie! Eine deutsche Komposition auf Platz 1 der franz&ouml;sischen Hitparaden! Der von Chris Juwens <\/em>(b&uuml;rgerlich Uwe Stelzmann, Anm. des Verfassers)<em> geschriebene Titel h&auml;lt diese Position seit nunmehr drei Wochen. &sbquo;La Complainte De L&rsquo;Heure De Ponte&lsquo; erscheint in Deutschland als &sbquo;<\/em><strong>In Paris ringsumher<\/strong><em>&lsquo;<\/em>&ldquo;. &ndash; Um ganz sicher zu gehen, wurde die deutsche Version des Hits (Text: <em>Carl Ulrich Blecher<\/em>) mit den <em>Sch&ouml;neberger S&auml;ngerknaben<\/em> aufgenommen &ndash; genutzt hat es nichts, in Deutschland kam der Hit nicht an. Tragische Geschichte am Rande: Komponist <em>Juwens<\/em> wurde alkoholkrank und verstarb sehr jung bereits im Jahre 1998.<\/p>\n<p>In den Jahren 1973\/1974 stagnierte Dassins Karriere etwas- einhergehend mit einer Ehekrise mit seiner Frau <em>Maryse <\/em>und vor allem dem tragischen Ungl&uuml;ck, dass der gemeinsame Sohn <em>Joschua <\/em>nur f&uuml;nf Tage nach seiner Geburt verstarb. Auch gesundheitliche Probleme plagten ihn seinerzeit. Seit fr&uuml;her Jugend hatte er Herzprobleme, die ihn dazu zwangen, k&uuml;rzer zu treten. Diese Herzprobleme waren &uuml;brigens auch Ursache daf&uuml;r, dass er nicht in den Milit&auml;rdienst einberufen wurde.<\/p>\n<p>1974 ver&ouml;ffentlichte Joe Dassin in Frankreich seine franz&ouml;sische Version des <em>Art-Garfunkel<\/em>-Hits &bdquo;I Shall Sing&ldquo;, den im Original <em>Miriam Makeba<\/em> besang (Komposition: <em>van Morrison)<\/em>. Aus seiner franz&ouml;sischen Version, &bdquo;A chacun sa chanson&ldquo; machte Textdichter <em>Hans Bradtke<\/em> &bdquo;<strong>Keiner singt gern allein<\/strong>&ldquo;. Weder Dassins Version noch die parallel von <em>J&uuml;rgen Drews<\/em> erschienene Aufnahme wurde popul&auml;r. Wer aufmerkt angesichts der B-Seite &bdquo;Wahre Liebe kommt ganz leise&ldquo; und an einen <em>Udo J&uuml;rgens<\/em>-Titel &auml;hnlichen Namens erinnert wird, wird entt&auml;uscht &ndash; es handelt sich nicht um ein Udo-Cover, sondern um Dassins deutsche Version seines Liedes &bdquo;La derni&egrave;re page&ldquo; (deutscher Text: <em>Christian Heilburg<\/em>).<\/p>\n<p>1975 schrieb der Italiener <em>Toto Cutugno<\/em> f&uuml;r die Band <em>Albatros<\/em> den Song &bdquo;Africa&ldquo;. Kurze Zeit sp&auml;ter nahm Joe Dassin den Song auf Franz&ouml;sisch auf und ver&ouml;ffentlichte &bdquo;<strong>L&rsquo;et&eacute; Indien<\/strong>&ldquo;. Auf Franz&ouml;sisch kam der Sprechgesang in Deutschland immerhin in die Top 50. Der Song wurde ein Welthit und wurde in 25 L&auml;ndern ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>Richtig gut in Deutschland lief es mit der von <em>Dieter Zimmermann<\/em> produzierten und <em>Charly Niessen<\/em> getexteten deutschen Version des Liedes: Der &bdquo;<strong>Septemberwind<\/strong>&ldquo; wurde vor genau 40 Jahren der letzte gro&szlig;e Hit Joe Dassins in Deutschland. 14 Wochen lang hielt sich das Lied in den hiesigen Charts.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zum beruflichen Erfolg lief es 1975 f&uuml;r Dassin&nbsp; nicht so erfreulich &ndash; seine Ehe mit <em>Maryse <\/em>wurde geschieden.<\/p>\n<p>Mit dem Song &bdquo;<strong>Ca vas pas changer le monde<\/strong>&ldquo; konnte Joe Dassin 1976 noch einen Top-20-Erfolg in der Schweiz erreichen, auch in den Niederlanden hielt sich der Song f&uuml;r einige Wochen in den Hitparaden.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>A Toi<\/strong>&ldquo; gelang ihm 1977 international ein weiterer Achtungserfolg, wobei insbesondere dessen B-Seite erw&auml;hnenswert ist: Die franz&ouml;sische Version des <em>Peter-Alexander<\/em>-Klassikers &bdquo;Die kleine Kneipe&ldquo; hie&szlig; bei Joe Dassin &bdquo;Le caf&eacute; des trois colombes&ldquo;.<\/p>\n<p>Am 14. Januar 1978 heiratete Joe Dassin <em>Christine Delvaux<\/em> in der Provence, kurz darauf, am 14. September des Jahres, kam sein Sohn <em>Jonathan <\/em>zur Welt.<\/p>\n<p>1979 trat Dassin letztmals im &bdquo;Olympia&ldquo; auf; er erlitt kurz darauf zwei Herzinfarkte, au&szlig;erdem wurde kurz nach dem Auftritt ein Magengeschw&uuml;r festgestellt, so dass weitere geplante Auftritte abgesagt werden mussten.<\/p>\n<p>Auch privat lief es Anfang der 80er Jahre nicht gut f&uuml;r Joe Dassin, seine Ehe mit <em>Christine<\/em> wurde bereits nach gut zwei Jahren wieder geschieden, allerdings kam kurz darauf noch sein zweiter Sohn <em>Julien<\/em> am 22. M&auml;rz des Jahres zur Welt.<\/p>\n<p>Am 11. Juli 1980 gab Dassin eine Galavorstellung in Cannes. Im Anschluss flog er in seine Wahlheimat nach Tahiti, um sich von den Strapazen der Behandlungen wegen seiner Herzprobleme, die ihn schon seit fr&uuml;hester Jugend begleiteten, zu erholen. Bei einem Mittagessen am 20. August 1980 erlitt er einen weiteren Herzinfarkt, den er nicht &uuml;berlebte. Er starb in Tahitis Hauptstadt Papeete.<\/p>\n<p>Joe Dassin begriff sich nicht als Protests&auml;nger oder als Interpret politischer Lieder. F&uuml;r den ehrgeizigen, zielstrebigen S&auml;nger war es wichtiger, einen guten Job mit Chansons zu machen &#8211; ein Unterfangen, was dem introvertierten &bdquo;Amerikaner in Paris&ldquo; sehr gut gelungen ist. Der Wunsch, auch in den USA mit seinen Liedern erfolgreich zu werden, blieb ihm allerdings verwehrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<strong>VORSCHAU: <\/strong>In der 40. Folge dieser Reihe geht es um eine S&auml;ngerin, die jeder kennt, obwohl sie in ihrem Leben noch nie eine LP in den deutschen Charts hatte. Daf&uuml;r ist sie seit den 50er Jahren in hunderten von TV-Shows aufgetreten im In- und Ausland und noch heute auf Tournee&#8230;.<\/p>\n<p>Stephan Imming, 03.10.2015<\/p>\n<p>https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joe_Dassin<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuzugang 22.09.1975!\u00a0 Am 05. 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