{"id":84361,"date":"2015-10-22T00:00:00","date_gmt":"2015-10-22T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=84361"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"BRIGITT-Die-CD-Reifepruefung-im-84360","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop-schlager\/BRIGITT-Die-CD-Reifepruefung-im-84360\/","title":{"rendered":"BRIGITT <br \/>Die CD &quot;Reifepr\u00fcfung&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Das Album ist einer DER Geheim-Tipps momentan!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als mir die <em>smago!<\/em>-Chefredaktion k&uuml;rzlich das neue (und zugleich erste) CD-Album der in M&uuml;nchen lebenden S&auml;ngerin und Liedschreiberin <strong>BRIGITT<\/strong> zwecks intensiver Rezension schmackhaft machte, war mir &uuml;ber diese Dame noch rein gar nichts bekannt. Ich begann im Netz zu forschen und eruierte: <strong>BRIGITT<\/strong> ist dem Anschein nach kein Teeniegirl mehr, verf&uuml;gt bereits &uuml;ber zig berufliche Vorerfahrungen als professionelles Model, NDR-Moderatorin, S&auml;ngerin in verschiedenen Bands, als Komponistin, Kinderbuchautorin etc. und hat nun, ohne gro&szlig;e Plattenfirma im R&uuml;cken, vertrieben &uuml;ber ARTISTS &amp; ACTS, ihre musikalische <strong>&bdquo;Reifepr&uuml;fung&ldquo;<\/strong>, so der Titel vorliegender Silberscheibe, absolviert.<\/p>\n<p>Das &uuml;beraus gekonnt und mit bester k&uuml;nstlerischer Raffinesse auf 50er\/60er Jahre-Style getrimmte, schwarzwei&szlig; gehaltene Coverphoto &ndash; ein helles, lasziv-tr&auml;umerisch blickendes Gesicht der S&auml;ngerin, umh&uuml;llt von grauer Kopfbedeckung, auf tiefschwarzem Hintergrund &ndash; l&auml;sst den Kenner bei Inanbetrachtnahme sogleich vermuten, musikalisch k&ouml;nne Brigitts &bdquo;Reifepr&uuml;fung&ldquo; stilistisch im Grunde genommen nur in einem elit&auml;ren, gro&szlig;b&uuml;rgerlichen Chanson-Ambiente zu Hause sein. Und diese Annahme trifft, bereits vor dem Anh&ouml;ren gleichnamigen Albums, im Gro&szlig;en und Ganzen sehr wohl den Kern der Sache.<\/p>\n<p>&bdquo;Reifepr&uuml;fung&ldquo; beinhaltet 13 durchwegs kesse, liebfreche, dabei punktgenau kompakt und dramaturgisch perfekt aufgebaute und umgesetzte Liedbeitr&auml;ge, von der Interpretin &uuml;berwiegend selbst (mit)komponiert, zudem in G&auml;nze ihrerseits eigenst&auml;ndig betextet, sowie eine relaxed-minimalistische, im Tempo einwenig angezogene Neuversion von Dalidas augenzwinkerndem Chanson-Drama <strong>&bdquo;Er war gerade 18 Jahr&ldquo;<\/strong>, seitens Ethno-\/Swing-DJ Rupen Gehrke und dessen Kollegen Emin Corrado musikalisch in knackig-modernem Electropop-Sound verpackt, der dar&uuml;ber hinaus mit leichten, luftigen Reggae-Anspielungen vers&uuml;&szlig;t wurde.<\/p>\n<p>Brigitt, die stolz betont, ihr &bdquo;eigenes Label&ldquo; und folglich unabh&auml;ngig von den Marktmechanismen der Plattenmultis zu sein, hat bei der Entstehung von &bdquo;Reifepr&uuml;fung&ldquo; mit vier verschiedenen Produzenten(-teams) kooperiert. Obschon die Hauptbeteiligten, also sowohl der Hamburger Ivo Moring, als auch seine aus Flensburg stammenden Kollegen Mark Nissen und Hardy Krech (genannt &bdquo;Elephants&ldquo;), in ihrer sonstigen Studiot&auml;tigkeit &uuml;berwiegend fast ausnahmslos im sehr modernen, gegenwartsbezogenen Popschlager\/Deutschpop\/Dance- und Party-Spektrum aktiv sind, ist die Unterschiedlichkeit ihrer jeweiligen Arbeitsweise mit Brigitt un&uuml;berh&ouml;rbar.<\/p>\n<p>W&auml;hrend Ivo Moring, der zuletzt beachtliche Erfolge mit zeitnahen Pop\/Schlager-Alben von z. B. Maria Levin oder Francine Jordi feierte, bez&uuml;glich seiner Ausrichtung auf eine seichtere, radiotauglichere, zuvorderst an den H&ouml;rgewohnheiten breiterer Schichten angepasste Produktionsweise scheinbar von Lady Brigitt pers&ouml;nlich nicht selten regelrecht in seinem jugendlichen Eifer gebremst werden musste, damit er die Ecken und Kanten ihrer s&uuml;ffisanten und jederzeit effektiven Edelpopkleinode nicht allzu sehr zugunsten kommerzieller Verwertbarkeit abschliffe, dringen die beiden &bdquo;Elephants&ldquo; aus dem hohen Norden bei ihrem produktionstechnischen Vorgehen authentisch, ehrlich, in gewisser Betrachtungsweise roh, erdverbunden und au&szlig;erordentlich stimmungsvoll in v&ouml;llig Mainstream-ferne Gefilde von schummrig-n&auml;chtlichem Erotikchanson und deftigem, quietschendem Gro&szlig;stadtblues-Lamento ein &ndash; und dies, obgleich die beiden in letzter Zeit ebenso, wie Moring, eher mit verkaufstr&auml;chtigem Radikal-Kommerz a la &bdquo;Oonagh&ldquo; oder &bdquo;Santiano&ldquo; an die &Ouml;ffentlichkeit getreten waren.<\/p>\n<p>Und doch t&ouml;nen bei n&auml;herem Hinh&ouml;ren gleichsam die von Ivo Moring ausgekleideten, gesungenen Empfindungen von Brigitt in ihrer Mehrheit alles andere als &uuml;bel, wenn halt auch leider manchmal zu deutlich in einem, gewissen &bdquo;Pop-Zw&auml;ngen&ldquo; unterworfenen (und doch von Brigitt immer wieder in anspruchsvollste Bahnen gelenkten) Klangmodus, der auch gegen&uuml;ber &bdquo;Puristen&ldquo; &uuml;berzeugend und ohne st&auml;rkere Bauchschmerzen vertretbar ist.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Jetlag&ldquo;<\/strong>, der als erste Single vorab ausgekoppelte Er&ouml;ffner der &bdquo;Reifepr&uuml;fung&ldquo;, ist so eine lockig-flockig-juvenile Swing-Pop-Melange, bei der man Morings Handschrift betreffs Arrangement deutlich heraush&ouml;rt. In lyrischer Hinsicht bet&ouml;rt dieses Lied allerdings ganz besonders ausgenf&auml;llig, da der Rezipient, zumindest beim ersten H&ouml;ren, vielleicht vonseiten Brigitts einwenig liebevoll aufs Glatteis gef&uuml;hrt wird. Man k&ouml;nnte zun&auml;chst annehmen, hier w&uuml;rde ein ganz normaler Flug in irgendeinem Flugzeug von einer Stadt in die andere fragil erl&auml;utert&hellip; doch in Wahrheit dreht sich der so querdachte, wie geradezu famos ausformulierte Text um den &bdquo;Flug&ldquo; durch das Leben: Jeder von uns fliegt durch und in seinem Dasein &ndash; und, wie Brigitt zum Schluss so niederschmetternd, wie ehrlich konstatiert, manch einer fliegt <em>&bdquo;ja nicht das erste Mal auf die Fresse&ldquo; <\/em>(Textzitat).<\/p>\n<p>Die strikt grazil-zerbrechliche und dabei vor Sehnsucht nur so durchdrungene und &uuml;bersch&auml;umende Gitarren-Ballade <strong>&bdquo;Vorbei<\/strong>&ldquo; erz&auml;hlt von einer Frau, die sich, ganz kurz nach der Trennung von ihrem Partner, nach ihm sehnt und inst&auml;ndig hofft, er, dessen Namensschild noch an der Haust&uuml;r prangt, und dessen Hemd weiterhin auf dem B&uuml;gel im Schlagzimmer h&auml;ngt, k&auml;me vielleicht doch noch einmal&hellip; vorbei&ldquo;.<\/p>\n<p>Ist &bdquo;Vorbei&ldquo;, aller lyrischer Tiefe und gef&uuml;hlvoller Intonation zum Trotz, seitens Ivo Moring mit wattig-weichen Synthi-Teppichen und glei&szlig;endem Popappeal ausgestattet worden, so f&auml;hrt Titel Numero Drei, <strong>&bdquo;Und sie lacht&ldquo;<\/strong>, ganz andere musikalische Kaliber auf. Diesmal sa&szlig;en (sic!) Mark Nissen und Hardy Krech hinter den Reglern und heraus kam dabei ein bereits vom klanglichen Flair her so faszinierend-elektrisierendes, feurig-sinnliches, latent mediterran angehauchtes Jazz-Tango-Folk-Chanson bester Machart, ausstaffiert mit zur&uuml;ckhaltendem Schlagzeug, zig, ebenfalls unaufdringlichen Percussions und einer f&uuml;hrenden, knarzigen Violine. Brigitt berichtet darin mit erneut feinsinnig gew&auml;hlten Worten &uuml;ber eine tieftraurige Frau, die versucht, mittels greller Fr&ouml;hlichkeit, Sch&ouml;nheit und Geselligkeit, ihre eigentlich enorm schwerwiegenden Sorgen und N&ouml;te konsequent wegzulachen, wegzul&auml;cheln, wegzufeiern. Dieses wundervoll stimmungsstarke Lied muss fraglos als einer der herauszuhebenden H&ouml;hepunkte von Brigitts &bdquo;Reifepr&uuml;fung&ldquo; apostrophiert werden, hat mit gemeinem Pop und\/oder Schlager nicht das geringste zu tun und fiele im Repertoire der ganz Gro&szlig;en dieses Metiers, wie z.B. Klaus Hoffmann oder Konstantin Wecker, keinesfalls negativ auf!<\/p>\n<p>Einmal wieder in poppigere, radiokompatiblere Umgebung f&uuml;hrt daraufhin der betont sanfte (und doch unisono so offensiv-fordernde), verregnet-herbstliche (leider unsinnigerweise wiederum um zig moderne Effekte und Klangspielereien angereicherte) &#8211; vermutlich von diesem niemals beantwortete &ndash; &bdquo;Fragenkatalog&ldquo; &#8211; an einen Ex-Freund, <strong>&bdquo;Hast Du jemals&hellip;?&ldquo;<\/strong>. In diesem bittet das weibliche Lied-Ich ihren Verflossenen eindringlich, ihr endlich einmal zu verstehen zu geben, ob er, nach dem Beziehungsende, jemals wegen ihr wachgelegen, &uuml;ber sie l&auml;nger nachgedacht, alte Photos aus besseren Tagen angesehen oder wom&ouml;glich versucht habe, sie vielleicht sogar mal anzurufen &ndash; SIE hat all dies getan, als ER fort war&hellip; ob ER hingegen ebenso viele Gedanken an die vergangene Liaison mit IHR gesteckt hat, bleibt unbeantwortet.<\/p>\n<p>Nun sind wieder Mark Nissen und Hardy Krech an der Reihe&hellip; und wir h&ouml;ren den zweiten Mega-H&ouml;hepunkt aus &bdquo;Reifepr&uuml;fung&ldquo;: <strong>&bdquo;Dieses Lied&ldquo;<\/strong> erinnert melodisch und von den aufbrausenden E-Gitarren her an Gary Moores genialischen Slow-Blues-Klassiker &bdquo;Still got the Blues&ldquo; aus gleichnamigem Top-Album, mit welchem der viel zu fr&uuml;h verstorbene, irische Gitarren-Maestro vor einem Vierteljahrhundert den traditionellen Blues und Bluesrock versuchte, in die uncoolen 90er Jahre zu retten. Ein grandioser, brodelnder Gro&szlig;stadtblues voller Energie und Power erl&auml;utert das (titelbezogen ungenannte) Lieblingslied der Interpretin, zu dessen Melodie sie einst ihre l&auml;ngst vergangene, gro&szlig;e Liebe getroffen hatte und bei dessen Wiederh&ouml;ren sie ein ums andere Mal von mal wohligen, mal traurigen, immer stets innigen und intimen Gedanken und Gef&uuml;hlen durchzogen ist.<\/p>\n<p>Im flinken, rasenden Gitarrenpop-Chanson <strong>&bdquo;Singe Dein Lied&ldquo;<\/strong> beweist Ivo Moring, dass er trotz Pop-Herkunft, zweifellos eine ganze Menge von den schw&uuml;lstigen Welten des frankophilen Chansons versteht. Dieser krosse, treibende, akkordeongeschw&auml;ngerte Ohrwurm k&ouml;nnte problemlos als einwandfrei gelungene, so coole, wie gleicherma&szlig;en hei&szlig;bl&uuml;tige Mixtur aus traditionellen Jacques-Brel-Sph&auml;ren und akustischem Neo-Folk der ausgehenden 80er a la &bdquo;Nah Neh Nah&ldquo; der belgischen Poptruppe &bdquo;Vaya Con Dios&ldquo; klassifiziert werden.<\/p>\n<p>Erneut in einem feminin-genussvollen Kontext verharrt in trefflichster Manier der wieder mal mit knisterndem Akkordeon verfeinerte Soft-Tango <strong>&bdquo;Er steht mir&ldquo;<\/strong>, der zum wiederholten Mal eindrucksvoll beweist, dass sich Ivo Moring niemals dazu verpflichtet f&uuml;hlen sollte, per se phantastischen Kompositionen unn&ouml;tige moderne Elemente beizuordnen, um eine Produktion energetisch und ungek&uuml;nstelt und dennoch markttauglich und solide in einem ert&ouml;nen zu lassen &ndash; &bdquo;Er steht mir&ldquo; zeigt in aller Form, dass derartige Sperenzchen, gerade bei von vornherein Mainstream-ferneren Songthemen, tats&auml;chlich nie und nimmer sein m&uuml;ssen.<\/p>\n<p>Auf bereits erw&auml;hnte, plietsche Neuauslegung von <strong>&bdquo;Er war gerade 18 Jahr&lsquo;&ldquo;<\/strong>, folgt eine weitere, &auml;u&szlig;erst behutsam und schonend schleichend arrangierte Pop-Chanson-Ballade namens <strong>&bdquo;Die wahre Liebe verpasst&ldquo;<\/strong>, woraufhin sich Brigitt ein ganz besonderes klangliches Bonbon, eine reale Rarit&auml;t, zwecks Reanimierung vorgekn&ouml;pft hat: Die belgische Folkpopband &bdquo;Vaya Con Dios&ldquo;, an deren gr&ouml;&szlig;ten Hit &bdquo;Nah Neh Nah&ldquo; (1990) sich, wie dargelegt, Brigitts Eigenkomposition &bdquo;Singe Dein Lied&ldquo; nicht unwesentlich anlehnt, hatte auf ihrem 2004er-Comebackalbum &bdquo;The Promise&ldquo;, neben wie zuvor auf Englisch gehaltenen Beitr&auml;gen, auch das ungewohnter Ma&szlig;en auf Deutsch verfasste Pop-Chanson <strong>&bdquo;Es wird schon wieder gehen&ldquo;<\/strong> im Repertoire. Diesen opulenten, latin-angehauchten, swingend-schl&uuml;rfenden Emotionsausbruch hat Brigitt nun, elf Jahre sp&auml;ter, aus den Archiven gefischt und, zusammen mit Produzent Ivo Moring, kongenial und glaubw&uuml;rdig f&uuml;r ihre &bdquo;Reifepr&uuml;fung&ldquo; aufgearbeitet und ins Heute und Hier transferiert. Gem&uuml;tlich, gem&auml;chlich entspannt, geradezu z&auml;rtlich, schwebt nun, auf dezent perlender Gitarrenbasis, das lieblich-liebevolle, prickelnd jungm&auml;dchenhaft intonierte Gef&uuml;hlsszenario <strong>&bdquo;Nur, dass er mich liebt&ldquo;<\/strong> aus den Lautsprechern, das textlich am Ende eine unerwartet tragikomische Wendung nimmt&hellip;<\/p>\n<p>Der hochmelodische <strong>&bdquo;Talisman&ldquo;<\/strong>, ein hoffnungsvolles Abschiedslied an den fl&uuml;gge gewordenen Sohnemann, diesmal produziert und komponiert von Florian Starflinger, einem mehrfach ausgezeichneten Violinisten und Gitarristen aus S&uuml;ddeutschland, ist treibend, trotz weitgehend akustischer Inszenierung, beinahe rockig, hymnisch ausgefallen. Auch <strong>&bdquo;Was bleibt&ldquo;<\/strong> handelt von einer Verabschiedung und besingt auf feinf&uuml;hlige und gef&uuml;hlsbetonte Weise eine Trennung zweier Menschen, die sich Zeit ihrer Beziehung so viel gegeben haben, dass nun nichts mehr zu geben ist, so dass SIE sich am Bahnhof von SEINER haltenden Hand losrei&szlig;t, auf den Zug aufspringt, in die kalte Nacht hineinf&auml;hrt, aber sich auf ihrer einsamen Fahrt in die vorl&auml;ufige Einsamkeit immer wieder umdreht, um sich das durch den Kopf gehen zu lassen, &bdquo;was von dieser Beziehung bleibt&ldquo;!<\/p>\n<p>Mit dem so nachdenklichen, wie zarten und zugleich abgekl&auml;rten Schleicher <strong>&bdquo;Nichts, wie es war&ldquo;<\/strong>, &uuml;ber einen entt&auml;uschenden Ausflug an die St&auml;tten der Kindheit, an denen, so viele Jahre sp&auml;ter, nichts mehr ist, wie es fr&uuml;her einmal war, endet eine wahrlich fulminante Liedersammlung einer hochtalentierten S&auml;ngerin und Songschreiberin, deren Begabungen weniger in poppigen T&auml;tigkeitsbereichen, denn in origin&auml;ren, mal sensiblen, mal brachial intensiven Chanson-, Jazz- und Blues-Milieus so richtig zur Geltung kommen. Brigitt verf&uuml;gt &uuml;ber eine immens variable Gesangsstimme, vom naiv-verliebten Twen bis zur betr&uuml;bten und ern&uuml;chterten, lebenserfahrenen Frau, hat sie vokalistisch alle nur erdenklichen Facetten drauf. Spannungs- und inhaltsreiche, sprachlich gut austarierte Texte schreibt sie ebenfalls. Hinsichtlich der Instrumentierung ihrer durchgehend wohlschmeckenden klingenden Kleinode sollte die Lady manchen ihrer j&uuml;ngeren Produzenten gut im Zaum halten bzw. mehr und mehr in Richtung der Grundsubstanz genannter drei Musikstile geleiten. F&uuml;r oberfl&auml;chliche Popverg&auml;nglichkeit und diffuses Radioeinerlei sind Brigitts Lieder viel zu schade, weil zu ausget&uuml;ftelt, zu gehaltvoll, zu einf&uuml;hlsam. <strong>&bdquo;Reifepr&uuml;fung&ldquo;<\/strong> mag <strong>Brigitt<\/strong>s ebensolche als Solok&uuml;nstlerin darstellen. Diese hat sie mit Bravour bestanden. Es ist davon auszugehen, dass sie uns in Futuro immer wieder von ihrer Reife in puncto kreativen Songschreibens, singenden Geschichtenerz&auml;hlens kraftvoll und aufregend &uuml;berzeugen wird.<\/p>\n<p>So hat mir also die <em>smago!-<\/em>Chefredaktion, der, ebenso wie vielen Leserinnen und Lesern, durchaus bekannt ist, dass ich schr&auml;geren, exzentrischeren, teutonischen Popkl&auml;ngen, die gerne mal in den Liedermacher-, Folk- oder Bluesbereich fallen k&ouml;nnen, von jeher sehr aufgeschlossen bin, im Grunde genommen ein ganz genau auf mich zugeschnittenes Thema vorgeschlagen! Die <strong>&bdquo;REIFEPR&Uuml;FUNG&ldquo;<\/strong> von BRIGITT d&uuml;rfte &nbsp;von nun an, auch im Privatleben, h&auml;ufiger in meinem CD-Spieler rotieren!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 18. bis 21. Oktober 2015<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Album ist einer DER Geheim-Tipps momentan!\u00a0 Als mir die smago!-Chefredaktion k&uuml;rzlich das neue (und zugleich erste) CD-Album der in<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":84362,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[28],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84361"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=84361"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84361\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/84362"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=84361"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=84361"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=84361"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}