{"id":84172,"date":"2015-10-26T00:00:00","date_gmt":"2015-10-26T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=84172"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"PETER-MAFFAY-smago-Serie-Schlag-84171","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/deutsch-rock\/PETER-MAFFAY-smago-Serie-Schlag-84171\/","title":{"rendered":"PETER MAFFAY <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &quot;vor 40 Jahren&quot; von Stephan Imming: Teil 42 &#8211; Peter Maffay (&quot;Josie&quot;) &#8211; Teil 2!"},"content":{"rendered":"<p>Lesen Sie HIER die verbliebenen neun DIN A 4-Seiten, die aus Platzgr\u00fcnden &#8222;ausgelagert&#8220; werden mussten &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das erste Rockalbum nach l&auml;ngerer Zeit erschien im Fr&uuml;hjahr 1988 &ndash; auch &bdquo;Lange Schatten&ldquo; (,ein Doppelalbum,) schoss auf Platz 1, erneut hie&szlig; der Coproduzent <em>Tony Carey<\/em>. Die erste Single, &bdquo;<strong>Spiel um Deine Seele<\/strong>&ldquo;, textete <em>J&ouml;rg von Schenckendorff<\/em> &ndash; wie Maffay-Textdichter <em>Meinunger<\/em> stammt der aus dem &bdquo;Stall&ldquo; <em>Ralph Siegels<\/em>; beispielsweise textete er dessen <em>Mouskouri<\/em>-Schlager &bdquo;La Provence&ldquo;. Recht popul&auml;r wurde auch die B-Seite der Single, &bdquo;Du bist nie der Kassierer&ldquo;. Als zweite Single, die nur zu Promo-Zwecken gepresst wurde, koppelte man den wenig beachteten Song &bdquo;<strong>Hund des Krieges<\/strong>&ldquo; aus.<\/p>\n<p>Die FAZ fand am 26. April 1988 keinen Anhaltspunkt f&uuml;r das Erfolgsrezept Maffays und konstatierte: &bdquo;<em>Auch mit seinem neuen Doppelalbum, auf das seine Fans seit 1985 warten mussten, liefert der S&auml;nger und Gitarrist keine konkreten Ansatzpunkte daf&uuml;r, was denn nun eigentlich die Anziehungskraft seiner grunds&auml;tzlich sehr gew&ouml;hnlichen Musik ausmacht &hellip; Der Kaufhausrock des Stars mit der Lederjacke geht mit den H&ouml;rgewohnheiten einer breiten Masse konform und ist paradoxerweise wohl deshalb so gefragt, weil er aufgrund seiner zuverl&auml;ssigen Gleichf&ouml;rmigkeit keine st&ouml;renden &Uuml;berraschungen bietet.<\/em>&ldquo; <em>&ndash; Horst Schl&auml;mmer<\/em> w&uuml;rde an der Stelle wohl sagen: &bdquo;Wei&szlig;e Bescheid&hellip;&ldquo;.<\/p>\n<p>Es ging im gleichen Jahr wieder auf Deutschland-Tournee, ein Live-Mitschnitt der &bdquo;Lange-Schatten&ldquo;-Tour wurde auf Tontr&auml;ger ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<p>Das letzte in den 1980er Jahren, ganz kurz vor dem Mauerfall erschienene Album &bdquo;Kein Weg zu weit&ldquo; schaffte erneut die Spitzenreiter-Position in den Albumcharts. Produzenten waren diesmal neben Peter Maffay die <em>Lindenberg<\/em>-Spezis <em>Carl Carlton<\/em> und <em>Bertram Engel<\/em>, <em>Peter Wagner<\/em> wurde erstmals nach l&auml;ngerer Zeit nicht als Produzent engagiert. Mit der einf&uuml;hlsamen Ballade &bdquo;<strong>Tiefer<\/strong>&ldquo; ist darauf nach l&auml;ngerer Zeit auch erstmals wieder ein recht erfolgreicher Single-Hit enthalten, dessen Co-Autor der Pur-S&auml;nger (und ebenfalls sp&auml;tere <em>Fred-Jay<\/em>-Preistr&auml;ger) <em>Hartmut Engler<\/em> war. &nbsp;Den Song pr&auml;sentierte Maffay &uuml;brigens am 4. November 1989 &#8211; genau eine Woche vor dem Mauerfall &#8211; bei &bdquo;Wetten, dass&#8230;&quot;.<\/p>\n<p>Den Titelsong der LP und vier weitere Lieder schrieb &uuml;brigens als Co-Autor &bdquo;<em>Wolf Wedding<\/em>&ldquo;. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich Roland Kaiser. Kaiser zu der ungew&ouml;hnlichen Zusammenarbeit im Hamburger Abendblatt: &bdquo;<em>Peters Musik macht mir tierisch Spa&szlig;. Wir kennen uns seit acht Jahren und sind auf dem besten Weg, Freunde zu werden. Ich habe 1988 in Peters Studio in Tutzingen eine Platte produziert, la kamen wir auf die Idee, dass ich auch f&uuml;r ihn texte. Unsere musikalische Sprache ist durchaus &auml;hnlich.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>Als zweite Single des Albums wurde der Wachr&uuml;ttler-Song &bdquo;<strong>Steh auf!<\/strong>&ldquo; ausgew&auml;hlt &ndash; erneut mit Herrn Engler als Co-Autoren.<\/p>\n<p>F&uuml;r einen Fernsehbericht erkundete Peter Maffay im Sommer 1989 die israelische Negev-W&uuml;ste, wof&uuml;r er mit Freunden sogar die &bdquo;Red Simba Produktions GmbH&quot; gr&uuml;ndete. Damals wurde in der ARD auch im Mittagsprogramm ein Maffay-Portrait unter dem Titel &bdquo;Ist es Liebe?&quot; ausgestrahlt.<\/p>\n<p>Die erste Studio-LP der 1990er-Jahre war &bdquo;38317&ldquo; &ndash; tippt man die Ziffern in den Taschenrechner und dreht diesen um, liest man &bdquo;LIEBE&ldquo;. Spannend &ndash; nach langer Zeit war ein Maffay-Album damit nicht Nummer 1, sondern &bdquo;nur&ldquo; Dritter der deutschen Albumcharts. Darauf gelangen mit &bdquo;<strong>Ich will bei Dir sein<\/strong>&ldquo; (gewidmet seiner damaligen Frau Michaela), &bdquo;<strong>Sorry Lady<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Zwei in einem Boot<\/strong>&ldquo; (erneut ein Song mit Co-Autor Hartmut Engler) 1991\/92&nbsp; drei veritable Single-Hits. Seine Platte stellte er am 2. November 1991 in der ARD im Rahmen eines von Radio Bremen mitgeschnittenen Clubkonzerts im Fernsehen vor.<\/p>\n<p>Passend zum Thema &bdquo;LIEBE&ldquo; heiratete Peter Maffay 1990 auf Mallorca seine dritte Frau Michaela Herzog, eine damalige Kunststudentin und sp&auml;tere Promotion-Agentin. Er lernte sie als &bdquo;Marlboro-M&auml;dchen&quot; bei einem Konzert in N&uuml;rnberg kennen.&nbsp; &#8211; Ein gefundenes Fressen f&uuml;r die Klatschbl&auml;tter: Seine Eltern waren bei der Hochzeitsfeier nicht dabei, daf&uuml;r aber der (damalige) SPD-Politiker und Freund Maffays, <em>Oscar Lafontaine.<\/em><\/p>\n<p>Am 19. Oktober 1991 wurde Maffay eine gro&szlig;e Ehre zuteil &ndash; er erhielt von RTL-Radio den RTL-Ehren-L&ouml;wen im Rahmen einer gro&szlig;en Verleihungs-Show in der Dortmunder Westfalenhalle.<\/p>\n<p>Allerdings hatte Peter Maffay privat im Jahr 1991 eine schwere Zeit &ndash; seine Mutter Augustine starb in jenem Jahr an den Folgen eines Selbstmordversuches, bei dem sie sich im November 1990 in den Kopf schoss. Sie litt unter Depressionen.<\/p>\n<p>Im Februar 1992 startete der S&auml;nger eine Tournee durch Deutschland, zuvor lie&szlig; er sich in einer D&uuml;sseldorfer Privatklinik die Nase operieren. Nein, nicht im Sinne von <em>Michael Jackson<\/em>, vielmehr litt er an Atem- und Schluckbeschwerden, so dass seine Nasen-Scheidew&auml;nde erweitert werden mussten.<\/p>\n<p>Im Herbst 1992 erschien die letzte Teldec-LP (ja, es wurde erneut Zeit, sich von dieser Firma zu verabschieden) auf den Markt: &bdquo;Freunde und Propheten&ldquo; mit einem f&uuml;r Maffay-Verh&auml;ltnisse nicht gerade &uuml;berdurchschnittlichen 8. Platz in den Albumcharts &ndash; auch die Single &bdquo;<strong>Wie Feuer und Eis<\/strong>&ldquo; blieb hinter den Erwartungen zur&uuml;ck. Vielleicht war der Einfluss der Lindenberg-Musiker inzwischen zu stark geworden (erneut hie&szlig;en die Co-Produzenten <em>Engel <\/em>und <em>Carlton<\/em>), vielleicht waren die Themen auch zu &bdquo;sperrig&ldquo; f&uuml;r das ganz breite Publikum (Kernkraft-Problematik; ein nicht heimkehrender Sohn (&bdquo;Soldat&ldquo;) etc.<\/p>\n<p>Der Start in das Ariola-Zeitalter begann mit der Reaktivierung des kleinen Drachen &ndash; das &bdquo;erfolgreichste deutsche Konzeptalbum&ldquo; erfuhr mit &bdquo;Tabaluga und Lilli&ldquo; im Herbst 1993 eine Fortsetzung anl&auml;sslich des 10-j&auml;hrigen Tabaluga-Jubil&auml;ums. Wie schon beim ersten Album (beim zweiten setzte er aus) steuerte wieder <em>Helme Heine<\/em> Zeichnungen bei, &uuml;berhaupt war das bew&auml;hrte Team bei diesem Projekt wieder am Start. Eine Top-5-Platzierung in den Albumcharts sprang mit bei Tabaluga Teil 3 raus. Erstmals wurde unter neuem Vertriebspartner auch eine V&Ouml; des Albums in &Ouml;sterreich m&ouml;glich &ndash; die beiden ersten Tabaluga-Alben sind im Nachbarland damals nicht erschienen. Ein prominenter Duettpartner auf dem mit Platin ausgezeichneten Album ist <em>Stephan Remmler<\/em> (&bdquo;Fass das nicht an&ldquo;).<\/p>\n<p>Mit der aus Hamburg stammenden S&auml;ngerin <em>Alexis<\/em> sang Maffay im Duett den auf Single aus gekoppelte &bdquo;<strong>Ich f&uuml;hl&lsquo; wie Du<\/strong>&ldquo;. Maffays Duett-Partnerin wurde 1986 in der <em>Rudi-Carrell<\/em>-Show als <em>Whitney-Houston-<\/em>Double entdeckt. &#8211; Unter Regisseur <em>Peter Patzak<\/em>, den er bei den Dreharbeiten zum Film &bdquo;Der Joker&ldquo; kennen lernte, entstand in Wien ein Videoclip zur Single. Am 23. Oktober 1993 wurde der Song bei &bdquo;Wetten, dass&hellip;.!?&ldquo; vorgestellt.<\/p>\n<p>Auch die zweite Single des Albums, &bdquo;<strong>Das Leben ist ein W&uuml;rfelspiel<\/strong>&ldquo;, konnte sich in den Single-Charts behaupten. Im Anschluss ging es Anfang 1994 auf gro&szlig;e &bdquo;Tabaluga-und-Lilli-Tour&ldquo; (&uuml;ber 350.000 Zuschauer), von der auch ein Live-Mitschnitt angefertigt wurde, aus dem &bdquo;<strong>Ich wollte nie erwachsen sein (Nessajas Lied)<\/strong>&ldquo; als Single ausgekoppelt wurde &ndash; und mit der Live-Version sogar erneut in die Top-100 der Single-Charts kam. Mit dabei bei der Tour waren u. a. <em>Stephan Remmler, Nino de Angelo<\/em> und <em>Alexis<\/em>. Bei der Show in M&uuml;nchen durfte <em>Julian Worms<\/em>, Sohn von <em>Victor<\/em>, sich erstmals eine Konzert-Show ansehen.<\/p>\n<p>1995 bet&auml;tigte sich Peter Maffay wieder als Schauspieler. Die Story des TV-Mehrteilers &bdquo;Frankie &#8211; Liebe, Laster, Rock&#39;n&#39;Roll&quot; &uuml;berzeugte ihn. Der Hauptdarsteller der Serie, <em>Norman Nitzel<\/em>, ist selber S&auml;nger und Gitarrist (Band &bdquo;<em>Wild Kit<\/em>&quot;).<\/p>\n<p>Passend zum aktuellen Jahr ver&ouml;ffentlichte Peter Maffay Anfang des Jahres seine aktuelle CD &bdquo;Sechsundneunzig&ldquo;, die wieder ein Top-Erfolg wurde &ndash; nach l&auml;ngerer Zeit war er damit wieder Spitzenreiter der Albumcharts &ndash; auch die im Folgejahr ver&ouml;ffentlichte Live-Version des Albums kam in die Top-10 der Charts. Co-Autor vieler Songs des Albums war <em>Bernie Conrads,<\/em> der mit &bdquo;Bernies Autobahn-Band&quot; damals popul&auml;r war. Die CD wurde ein gro&szlig;er Erfolg &#8211; ebenso die sich anschlie&szlig;ende Tournee, die als Live-Mitschnitt ebenfalls ver&ouml;ffentlicht wurde.<\/p>\n<p>Als Single erschien nach langer Zeit wieder eine Coverversion. Aus dem <em>Michel-Polnareff<\/em>-Klassiker &bdquo;La poup&eacute;e qui fait non&ldquo; von 1966 wurde &bdquo;<strong>Siehst Du die Sonne<\/strong>&ldquo; &ndash; Rock-R&ouml;hre <em>Jule Neigel<\/em>, die 1989 &uuml;brigens die erste Tr&auml;gerin des <em>Fred-Jay<\/em>-Preises war und damit Anerkennung f&uuml;r ihre Songtexte erhielt, verfasste den Text.<\/p>\n<p>Eine weitere erfolgreiche Singlenummer aus dem Album &ndash; ebenfalls getextet von <em>Jule Neigel<\/em>, von Maffay komponiert &ndash; war &bdquo;<strong>Freiheit, die ich meine<\/strong>&ldquo; &ndash; bis heute ein gern geh&ouml;rter Maffay-Klassiker.<\/p>\n<p>Im Herbst 1996 setzte sich wohl wieder die Sehnsucht nach jener Freiheit durch, die Beziehung zu seiner damaligen Frau Michaela kriselte &#8211; vielleicht auch wegen einer engeren Beziehung zu seiner damaligen Sekret&auml;rin und Tour-Assistentin <em>Steffi P&ouml;tsch<\/em> &#8211; das war zun&auml;chst zwar nur ein kurzes Intermezzo, auf lange Sicht war aber auch die Ehe mit Michaela nicht zu retten.<\/p>\n<p>Im Sommer 1998&nbsp; gab es eine interessante kurze Tour: Peter Maffay begab sich gemeinsam mit seinem Kollegen Eros Ramzzotti auf Open-Air-Konzertreise. Die K&uuml;nstler traten allerdings nacheinander auf, ein Duett gab es nicht.<\/p>\n<p>Im gleichen Jahr startete Peter Maffay ein recht waghalsiges Experiment. Mit Musikern aus f&uuml;nf Kontinenten (von der &Auml;gypterin <em>Natascha Atlas<\/em> bis zum Aborigine <em>Yothu Yindi)<\/em> ver&ouml;ffentlichte er seine CD &bdquo;Begegnungen&ldquo;, die selbst vor Rapmusik mit der t&uuml;rkischen Hip-Hop-Band <em>Cartel <\/em>nicht Halt machte.<\/p>\n<p>Als erste Single wurde &bdquo;<strong>Tribal Voice<\/strong>&ldquo; ausgew&auml;hlt &ndash; im Duett mit dem gerade genannten <em>Yothu Yindi &ndash;<\/em> ein Anliegen Maffays ist sicher, die Rechte der Aborigines zu st&auml;rken. Die Nummer kam immerhin in die Top 100 &ndash; ebenso wie der Song &bdquo;Wapi Yo&ldquo;, den Maffay mit dem Kongolesen <em>Lokua Kanza<\/em> aufnahm. Zum Tourstart wurde auch noch als &bdquo;Peter Maffay und Freunde&ldquo; der Song &bdquo;<strong>Something Will Happen<\/strong>&ldquo; als Single ver&ouml;ffentlicht &ndash;der dritte Top-100 des Albums, das trotz vermeintlich wenig kommerzieller &Uuml;berlegungen immerhin in die Top 10 der Longplay-Charts st&uuml;rmte. Der S&auml;nger sagte &uuml;brigens zu seiner Rolle bez&uuml;glich dieses Projekts, er sei mehr Projektleiter als Interpret auf dem Album.<\/p>\n<p>Sp&auml;testens mit der im Herbst begonnenen Deutschland-Tournee war klar: Maffays mutiges Konzept kann klar als Erfolg verbucht werden. Die Westf&auml;lische Rundschau schrieb zum Tour-Start in Kiel: <em>&bdquo;Damit hatte Peter Maffay als der Wanderer zwischen den musikalischen Welten wohl in seinen k&uuml;hnsten Tr&auml;umen nicht gerechnet: Die Premiere seines Projektes &sbquo;Begegnungen&lsquo; mit K&uuml;nstlern aus f&uuml;nf Kontinenten wurde frenetisch gefeiert. Standing Ovations gab es in der ausverkauften Kieler Ostseehalle, als sich die K&uuml;nstler mit &sbquo;Something Will Happen&lsquo; vom Publikum verabschiedeten, das ein innovatives und grandioses Konzert erlebt hatte.&nbsp; Und das &uuml;ber drei Stunden<\/em>&ldquo;. &ndash; Mit dem Konzept, f&uuml;r mehr Toleranz und Verst&auml;ndnis auch musikalisch zu werben, &uuml;berzeugte Maffay Publikum und Kritiker gleicherma&szlig;en, was f&uuml;r den K&uuml;nstler eine Genugtuung sein musste, nachdem ihm im Vorfeld geraten wurde: &bdquo;<em>Maffay, bleib bei Deinen Schlagern<\/em>&ldquo; und ihm Effekthascherei vorgeworfen wurde und &ndash; Achtung! &ndash; die Rundfunkanstalten sich weigerten, die neuen Lieder zu senden, weil er zum Teil nicht Deutsch sang &ndash; tja, die Zeiten &auml;ndern sich..<\/p>\n<p>Gegen Ende des Jahrtausend ging Maffay wieder unter die Schauspieler: Am 12. September 1999 strahlte Pro 7 den Film &bdquo;Gefangen im Jemen&quot; aus &#8211; Peter Maffay spielte erneut (wie schon beim &bdquo;Joker&quot;) unter der Regie von Peter Patzak die Hauptrolle in dem Film.<\/p>\n<p>Ebenfalls im September 1999 gab es ein weiteres besonderes Highlight in Maffays Karriere: Das Musical &quot;Tabaluga und Lilli&quot; feierte Premiere (Regie: <em>Andras Fricsay Kali Son<\/em>), es wurde fortan (seit dem 24. September 1999) in Oberhausen aufgef&uuml;hrt &#8211; daf&uuml;r wurde im Centro Oberhausen eigens ein Theater (TheatrO CentrO) erbaut.<\/p>\n<p>Ins neue Jahrtausend startete Maffay mit dem rockigen Album &bdquo;X&ldquo;, das es &bdquo;nur&ldquo; bis auf Platz 2 der Album-Charts schaffte. Die Singles &bdquo;<strong>Bis ans Ende der Welt<\/strong>&ldquo;, &bdquo;<strong>Rette mich<\/strong>&ldquo; (gemeinsam mit dern Hamburger Punkrock-Band &bdquo;<em>Roh<\/em>&ldquo;; Co-Autor war der damals popul&auml;re <em>Lindenberg<\/em>-Z&ouml;gling (&bdquo;<em>Hauden &amp; Lukas<\/em>&ldquo;) <em>Lukas Hilbert<\/em>) und &bdquo;<strong>Du und ich f&uuml;r immer<\/strong>&ldquo; schafften es in die unteren Regionen der Top-100-Singlecharts. Das mit Platin ausgezeichnete Album wurde in entspannter Atmosph&auml;re auf der Finca von Peter Maffay komponiert und teils dort, teils in Dublin Aufgenommen. Die Mischung erfolgte in Siggi Bemms Woodhouse Studio in Hagen\/Westfalen.<\/p>\n<p>Wie wandlungsf&auml;hig Peter Maffay ist, bewies er im Folgejahr (2001), als er &ndash; nach einer Ethno-CD und einer Rock-CD &#8211; mit der CD &bdquo;Heute vor drei&szlig;ig Jahren&ldquo; unter anderem auf seine Schlageranf&auml;nge zur&uuml;ck blickte, wenngleich mit neuen, moderneren Arrangements. Das Konzept ging voll auf &ndash; Platz 1 der Albumcharts konnte erneut erreicht werden mit der Platte, auf der sich Neuaufnahmen seiner Klassiker wie &bdquo;Und es war Sommer&ldquo;, &bdquo;So bist Du&ldquo; und &bdquo;Tiefer&ldquo; befinden. Als Single wurde gar das Premierenst&uuml;ck in Neuauflage ausgekoppelt: &bdquo;<strong>Du (2001)<\/strong>&ldquo;. Viele Songs wurden so stark ver&auml;ndert, dass man sie kaum wiedererkennen konnte (&bdquo;So bist Du&ldquo;, &bdquo;Josie&ldquo;) &ndash; andere orientierten sich schon am Original (&bdquo;&Uuml;ber sieben Br&uuml;cken&ldquo;, &bdquo;Tiefer&ldquo;).<\/p>\n<p>Im Oktober 2002 wurde es nach l&auml;ngerer Pause wieder Zeit f&uuml;r eine Fortsetzung des Projekts &bdquo;Tabaluga&ldquo;. Auch der vierte Teil &ndash; mit vielen bew&auml;hrten Mitstreitern wie <em>Helme Heine<\/em> und <em>Gregor Rottschalk<\/em> &ndash; wurde wieder ein voller Erfolg &ndash; ebenso die gleichnamige Herbsttournee 2003, die auch auf DVD ver&ouml;ffentlicht wurde. Als Radiosingles wurden diesmal &bdquo;<strong>Das verschenkte Gl&uuml;ck<\/strong>&ldquo; (mit der sch&ouml;nen Zeile &bdquo;&hellip;nur wer das Gl&uuml;ck verschenkt, hat Gl&uuml;ck&hellip;&ldquo;)&nbsp; &bdquo;<strong>Freunde (Tabaluga)<\/strong>&ldquo; und (als viel gesuchte Promo-Single, weil in neuer Aufnahme 2003) &bdquo;<strong>Das Feuer (2003)<\/strong>&ldquo; ausgekoppelt. Bei der Tour waren imposante G&auml;ste dabei: <em>Udo Lindenberg, Heinz Hoeing, Sissi Perlinger <\/em>und<em> Rufus Beck<\/em> unterst&uuml;tzten Maffay bei seiner Konzertreise.<\/p>\n<p>Im der vierten Auflage des Rockm&auml;rchens f&uuml;r Jung und Alt feiert Tabaluga seinen 700. Geburtstag &#8211; einerseits geh&ouml;ren da Geschenke dazu, andrerseits erf&auml;hrt der Drache, dass Besitz nicht alles ist und Schenken sogar sch&ouml;ner sein kann als beschenkt zu werden. Wichtig ist auch die Erkenntnis, dass Freunde und Gl&uuml;ck etwas Kostbares sind &#8211; sch&ouml;ne Gedanken&#8230;<\/p>\n<p>Auf der Tabaluga-CD ist ein &bdquo;Schweine-Song&ldquo; enthalten, der bei der Live-Auff&uuml;hrung als &bdquo;<strong>Schweine Ragga<\/strong>&ldquo; aufgef&uuml;hrt wurde. Den hat Maffay 2003 erfolgreich (Top 40) als Single ausgekoppelt- und zwar im Duett mit dem &bdquo;Musical-Rapper&ldquo; <em>Kader Kesek<\/em>, der schon 1999 bei der &bdquo;Tabaluga&nbsp; &amp; Lilli&ldquo;-Tour mitwirkte. Der Clou an der Single: Bei der Sonderauflage von Saturn\/Media Markt war eine Eintrittskarte bei der Maxi-CD enthalten, die zum Besuch der Generalprobe in Berlin von der Tabaluga-Show berechtigt hatten.<\/p>\n<p>Passend zu Tabaluga, also quasi passend zu Kinderliedern, kam am 4. Oktober 2003 Peter Maffays erster Sohn <em>Yaris <\/em>zur Welt. Mutter ist seine vierte Frau <em>Tanja Sepengler<\/em>, die er kurz zuvor heiratete. Ein Jahr zuvor gab er &uuml;brigens der Bild-Zeitung ein Interview, dass er &quot;ernsthafte Versuche&quot; unternehme, Vater zu werden &#8211; Bild war mal wieder dabei..<\/p>\n<p>Zum Jahresende 2003 gab es wieder eine sch&ouml;ne Auszeichnung f&uuml;r Maffay, den &quot;Charity-Bambi&quot;.<\/p>\n<p>Nach einer l&auml;ngeren Pause ver&ouml;ffentlichte Peter Maffay im Januar 2005 ein neues Rock-Album, das gleich eine aus 18 Songs bestehende Doppel-CD war: &bdquo;Laut und leise&ldquo; &ndash; erneut enterte er damit die Spitze der Albumcharts. Die Titel der ersten CD sind &#39;laut&#39;, die der zweiten sind &#39;leise&#39;. Das Album lebte von den Kontrasten &#8211; leise Lieder mit sparsamen Arrangements sind ebenso darauf enthalten wie gitarrenbetonte Rocksongs. Mit dem Tontr&auml;ger konnte Maffay ein Jubil&auml;um feiern: Zum unglaublichen 20. mal erhielt er daf&uuml;r eine Platin-LP. (A propos Platin: Im Herbst das Jahes erhielt er den Platinum Award der Goldenen Stimmgabel von <em>Dieter Thomas Heck<\/em> ausgeh&auml;ndigt).<\/p>\n<p>&bdquo;Schweine&ldquo;-Musiker <em>Kesek<\/em> war erneut als Co-Autor involviert bei der ersten Promo-Single &bdquo;<strong>Glaub an mich<\/strong>&ldquo;. Co-Produzent bei der neuen CD war diesmal <em>Lukas Hilbert<\/em> &ndash; Maffay blieb also seiner Linie weiterhin treu, sich als Produzenten Leute aus dem Dunstkreis <em>Udo Lindenbergs<\/em> an Land zu ziehen.<\/p>\n<p>Wie viele seiner Textdichter erhielt Peter Maffay 2005 auch selber den <em>Fred-Jay<\/em>-Preis f&uuml;r seine qualitativ hochwertigen Texte.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>Hoch und h&ouml;her<\/strong>&ldquo; wurde eine weitere Radio-Single aus dem Album ausgekoppelt, die recht wenig beachtet blieb. Dort ging es lt. Peter Maffay um das Gef&uuml;hl, dass &bdquo;ein anderer es vermag, einen weiter und h&ouml;her in eine Gef&uuml;hlsspirale hinein zu katapultieren&quot;. Weit mehr Aufmerksamkeit erreichte die Open Air und Hallen-Tournee 2005, von der im Jahr 2006 auch ein Live-Mitschnitt ver&ouml;ffentlicht wurde.<\/p>\n<p>Vielleicht auch dem Umstand geschuldet, dass er inzwischen einen Sohn hatte, griff Peter Maffay 2006 die &bdquo;Begegnungen&ldquo;-Idee noch einmal auf und ver&ouml;ffentlichte unter diesem Motto eine Benefiz-CD &ndash; u. a. mit Duett-Songs unter dem Motto &bdquo;Begegnungen &ndash; eine Allianz f&uuml;r Kinder&ldquo;. Im Dezember 2006 gab es dazu einen imposanten Auftritt bei &bdquo;Wetten, dass&hellip;&ldquo; mit dem Song &bdquo;<strong>Children Of The World<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Peter Maffay und sein Team haben sich &uuml;ber zwei Jahre auf die Reise gemacht und f&uuml;nfzehn Staaten (von Peru &uuml;ber S&uuml;dafrika bis Eritrea) besucht und sich dort Hilfsprojekte angeschaut mit dem Ziel, Wege zu finden, hilfsbed&uuml;rftige Kinder zu unterst&uuml;tzen. Der Musiker holte dabei nicht nur das Hilfswerk World Vision ins Boot, sondern gewann als Schirmherrin die Bundskanzlerin Angela Merkel f&uuml;r das Projekt.<\/p>\n<p>Erneut gaben sich sehr unterschiedliche K&uuml;nstler auf dem Benefiz-Album die Ehre: So sind K&uuml;nstler wie <em>Zola<\/em>, Megastar des s&uuml;dafrikanischen Kwaito-Hip Hop, <em>C&eacute;saria Evora<\/em>, die Grand Dame des kapverdischen Morna, die jungen indischen Club Djs <em>RDB<\/em>, die Eurovisions-Siegerin <em>Ruslana <\/em>aus der Ukraine oder der indianische S&auml;nger <em>Robby Romero<\/em> auf der CD vertreten. Chef im Ring blieb Peter Maffay, der in diesem vielf&auml;ltigen k&uuml;nstlerischen Dialog eine Chance erkannte, Menschen auf die Not und das Elend von Kindern aufmerksam zu machen, die weltweit zu leiden haben. F&uuml;r das &bdquo;sperrige&ldquo; nicht deutschsprachige Projekt war eine Top-10-Album-Notzi ein Erfolg.<\/p>\n<p>Im Dezember 2006 gab es eine Ver&ouml;ffentlichung, bei dem den Fans vermutlich die Hose &#8211; nein, Entschuldigung &#8211; das Herz aufgegangen ist: Es wurde eine &bdquo;Audiothek 1980 bis 1988&quot; ver&ouml;ffentlicht mit allen in jener Zeit ver&ouml;ffentlichten Studio-Aufnahmen. Der Hammer: Es gab nicht nur Re-Releases der Original-Alben &#8211; nein, Peter Maffay h&ouml;chstpers&ouml;nlich kommentierte diese Alben auf den CDs. Au&szlig;erdem wurde der Livemitschnitt eines Konzerts aus Iserlohn in der Edition erstmals &uuml;berhaupt ver&ouml;ffentlicht. Als <em>Udo-J&uuml;rgens-<\/em>Fan (Interpret der gleichen Plattenfirma), der sich genau in dieser Zeit anh&ouml;ren musste, Neuauflagen wolle keiner h&ouml;ren, sie h&auml;tten keinen Markt, wei&szlig; man nicht, ob man angesichts so viel Fan-N&auml;he, wie Maffay sie bewiesen hat, lachen oder weinen soll&#8230;<\/p>\n<p>Anfang 2007 wurde in der RTL-Ultimativen Chartshow ermittelt, dass Peter Maffay der erfolgreichste S&auml;nger &bdquo;Made In Germany&quot; sei &#8211; und das noch VOR Herbert Gr&ouml;nemeyer und Marius M&uuml;ller-Westernhagen &#8211; ein gigantischer Erfolg. Kein Wunder, dass Mitte 2007 der Vertrag mit Ariola um weitere f&uuml;nf Jahre bis 2012 verl&auml;ngert wurde.<\/p>\n<p>Im gleichen Jahr erf&uuml;llte sich Peter Maffay einen Wunsch und widmete insbesondere seiner Frau Tania und seinem Sohn Yaris die CD &bdquo;Frohe Weihnachten mit Tabaluga, Peter Maffay und seinen Freunden&ldquo;. Das Album beinhaltet zw&ouml;lf Lieder zur stillen Zeit. Die alten Weggef&auml;hrten waren erneut mit am Start: Bertram Engel, Pascal Kravetz und Peter Keller waren Co-Produzenten, Textdichter Gregor Rottschalk geh&ouml;rt in Sachen &bdquo;Tabaluga&ldquo; ja schon fast zum Inventar. Besonders wichtig an dieser weihnachtlichen Produktion war Peter Maffay, dass seine Lieder auch kleinen Kindern Spa&szlig; machen sollten. Daher wurde auch eine Premium-Variante mit Liederbuch und Kinderkaraoke-Bonus-CD ver&ouml;ffentlicht. &nbsp;&ndash; Erstaunlicherweise schaffte das Album es nur bis auf Platz 25 der Albumcharts &#8211; f&uuml;r mich eine gro&szlig;e &Uuml;berraschung, das d&uuml;rfte wohl der gr&ouml;&szlig;te (nat&uuml;rlich nur in Relation gesehene) Flop der letzten 30 Jahre gewesen sein. Die Single aus dem Album war &bdquo;<strong>Backen f&uuml;r den Weihnachtsmann&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Im August 2008 war Peter Maffay wieder in der Spur &ndash; das gewohnte Erfolgsrezept &bdquo;Rockalbum&ldquo; zog weiter &ndash; mit &bdquo;Ewig&ldquo; ging es wieder mal an die Spitzenposition der Albumcharts. Die Plattenfirma beschrieb es damals wie folgt: &bdquo;<em>Auf der einen Seite gibt es harten Rock, schn&ouml;rkellos, direkt und kraftvoll, auf der anderen Seite melodische Balladen, sensibel, bildhaft und ruhig. Moderne Soundgef&uuml;ge und Aussagen mit gro&szlig;er Wirkungskraft lassen einen Peter Maffay so lebendig erkennen wie er sich bisher selten gezeigt hat: &sbquo;Ich glaube, wir liegen mit dem Album richtig.&nbsp; Einige Songs haben G&auml;nsehautfeeling, das ist f&uuml;r mich ein gutes Barometer<\/em>.&lsquo;&ldquo; Als Single entschloss man sich f&uuml;r &bdquo;<strong>Die Liebe bleibt<\/strong>&ldquo;, die u. a. vom jungen schwedischen Produzenten <em>Patrick Berger<\/em>.<\/p>\n<p>Zum Jahresende 2008 galt es, das 30-j&auml;hrige Jubil&auml;um der Bild-Aktion &bdquo;Ein Herz f&uuml;r Kinder&quot; zu feiern. <em>Rolf Zuckowski<\/em> schrieb eigens ein Lied, das als Benefiz-CD erschien: &bdquo;<strong>Dein Herz f&uuml;r Kinder<\/strong>&quot; nahm Peter Maffay gemeinsam mit <em>Nena<\/em> und <em>Rolf Zuckowski<\/em> auf. Ein Teil der Erl&ouml;se floss in die Peter-Maffay-Stiftung, die Maffay einige Jahre zuvor ins Leben gerufen hatte.<\/p>\n<p>Auch die &bdquo;Ewig&ldquo;-Tour 2009,&nbsp; bei der <em>Carl Carlton<\/em>, der seit 2004 kurzzeitig &bdquo;abhanden gekommen&ldquo; war, wieder am Start war, kann als gro&szlig;er Erfolg bezeichnet werden &ndash; die Hallentour war binnen kurzer Zeit ausverkauft.<\/p>\n<p>Wie das heutzutage so &uuml;blich ist, erschien 2009 eine &bdquo;Platin-Edition&ldquo; des &bdquo;Ewig-Albums&ldquo;. Darauf enthalten war als Bonus die Radio-Single &bdquo;<strong>Verlier sie nicht<\/strong>&ldquo;, sp&auml;ter wurde daraus auch &bdquo;<strong>Ich will nicht alleine sein<\/strong>&quot; als Radio-Single ver&ouml;ffentlicht, ein druckvoller Song &uuml;ber Zweisamkeit im Gitarren-Sound, aufgenommen und gemixt in den Hamburger Zwischengeschoss-Studios.<\/p>\n<p>Anl&auml;sslich des 60. Geburtstages von Peter Maffay wurde im August 2009 seine offizielle Biografie &bdquo;Auf dem Weg zu mir&quot; vorgestellt &#8211; auch in Buchform wurde er so zum Bestseller.<\/p>\n<p>2010 feierte Peter Maffay sein 40-j&auml;hriges B&uuml;hnenjubil&auml;um.&nbsp; Zu diesem Anlass erschien eine weitere &bdquo;Best Of&ldquo;-CD mit Neuaufnahmen &ndash; diesmal unter dem Namen &bdquo;Tattoos&ldquo;. Die Songs wurden gemeinsam mit einem philharmonischen Orchester neu eingespielt. Der Erfolg konnte sich sehen lassen &ndash; fast schon standardm&auml;&szlig;ig gab es die Spitzenposition in den Albumcharts &ndash; da es das 14. Mal war, dass Peter Maffay dies Kunstst&uuml;ck gelang, hat er sich damit den ewigen Nummer-1-Rekord in den Albumcharts gesichert. Als Single wurde &bdquo;<strong>Sonne in der Nacht (2010)<\/strong>&ldquo; ausgekoppelt. &#8211; Im Herbst 2010 absolvierte Peter Maffay dazu erneut eine Konzerttournee und zwar mit dem Philharmonic Volkswagen(!) Orchester. Ob die Musiker &bdquo;Diesel&ldquo;-Parfum bei der Aufnahme benutzt haben, ist dabei nicht &uuml;berliefert.<\/p>\n<p>Auch von &bdquo;Tattoos&ldquo; wurde Ende 2010 Werbung daf&uuml;r gemacht, ein Album nicht bei Erscheinen zu kaufen, sondern auf die &bdquo;Premium-Edition&ldquo; zu warten &ndash; die Rechnung ging bei Fans, die diese Rechnung so aufstellten auf. Einer der dort enthaltenen f&uuml;nf neuen unver&ouml;ffentlichten Songs war &bdquo;<strong>Unbekanntes Land<\/strong>&ldquo;, das als Radio-Single ver&ouml;ffentlicht wurde. Ein weiterer selbstironischer Song aus dieser Phase war &bdquo;<strong>Ich bin nur ein Mann<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>2010 erhielt Peter Maffay auch den ECHO &#8211; und zwar den f&uuml;r sein Lebenswerk.<\/p>\n<p>2011 ver&ouml;ffentlichte Peter Maffay eine Single namens &bdquo;<strong>Erwachsen sein<\/strong>&ldquo;, wobei die Nummer von einer Gruppierung namens &bdquo;<em>23<\/em>&ldquo; ver&ouml;ffentlicht wurde. Dahinter verbarg sich Deutsch-Rapper <em>Bushido,<\/em> mit dem Maffay sich zun&auml;chst so freundschaftlich verbunden f&uuml;hlte, dass er ihm sogar einen &bdquo;Bambi f&uuml;r Integration&ldquo; verlieh. Im November 2011 traten die beiden auch gemeinsam bei Markus Lanz auf, um den Song vorzustellen.<\/p>\n<p>Da <em>Bushido<\/em> seine gewaltverherrlichenden und frauenfeindlichen Texte, weiterhin nicht vom Markt nehme, sei das ein Zeichen mangelnder Konsequenz. Daher distanzierte sich Peter Maffay von seinem einstigen Kumpel &ndash; das ungleiche P&auml;rchen war damit wieder getrennt. Konsequenter zeigte sich <em>Heino <\/em>&ndash; der gab seinen Bambi angesichts dieser Preisverleihung damals zur&uuml;ck. Welches von Bushidos gewaltverherrlichenden Songs letztlich zum Bambi-Preis f&uuml;r Integraion gef&uuml;hrt hatte, ist leider nicht bekannt.<\/p>\n<p>Ende 2011 wurde die Erfolgsgeschichte &bdquo;Tabaluga&ldquo; fortgeschrieben: &bdquo;Tabaluga und die Zeichen der Zeit&ldquo; enterte standesgem&auml;&szlig; die Spitze der Albumcharts. Auch die Single, ein Duett mit Ex-Monrose-Star und sp&auml;terer DSDS-Jurorin <em>Mandy Capristo<\/em> (- sie &uuml;bernahm die Rolle der &sbquo;Lilli&lsquo;), namens &bdquo;<strong>Die Zeit h&auml;lt nur in Tr&auml;umen an<\/strong>&ldquo;, erreichte die Top-100-Singlecharts. Das Lied handelt von den kostbarsten Momenten im Leben, die man nur im Traum noch einmal erleben kann. Der Song wurde von <em>Pascal Kravetz<\/em> komponiert, der Text stammt von <em>Gregor Rottschalk<\/em>.<\/p>\n<p>Wie zuletzt praktiziert, ging es auch mit diesem Programm im Herbst 2012 auf Tour, die als Live-Mitschnitt kurz darauf auf Tontr&auml;ger ver&ouml;ffentlicht wurde. Zum Tour-Start wurde der Song &bdquo;<strong>Feuer und Liebe<\/strong>&quot; ver&ouml;ffentlicht, der w&auml;hrend der Vorbereitungen zur Tour entstand und eine Schl&uuml;sselszene beschreibt, denn Maffay singt mit dem Lied erstmals den Drachen Tabaluga an und ermutigt ihn, niemals Angst vor Fehlern zu haben und das Beste aus den eigenen F&auml;higkeiten zu machen.<\/p>\n<p>Diese f&uuml;nfte Tabaluga-Ver&ouml;ffentlichung war als letzte CD dieser Konzept-Album-Serie angek&uuml;ndigt.<\/p>\n<p>Weitere (Radio-Singles) aus dem Album waren &bdquo;<strong>Alles im Leben hat seine Zeit<\/strong>&ldquo; und &bdquo;<strong>Ich hatte keine Zeit f&uuml;r Dich<\/strong>&ldquo; &#8211; ein Lied, in dem es darum geht, dass man als Elternteil hoffentlich nicht zu sp&auml;t zu der Erkenntnis gelangt, sich vermeintlich zu wenig Zeit f&uuml;r den Nachwuchs genommen zu haben.<\/p>\n<p>Im Januar 2014 war es wieder Zeit f&uuml;r ein aktuelles Album namens &bdquo;Wenn das so ist&ldquo;. Zum 16. Mal war damit ein Album Spitzenreiter in Deutschland &ndash; ein absolut historischer Rekord &#8211; m&uuml;&szlig;ig zu erw&auml;hnen, dass da wieder eine Platin-Auszeichnung f&auml;llig wurde.. Vorab wurde bereits die Single &bdquo;<strong>Halleluja&ldquo;<\/strong> ver&ouml;ffentlicht, in dem es um Vergebung bzw. um Verzeihen als Chance zum Neuanfang geht. In dem Zusammenhang passend: 2014 erhielt Maffay den ECHO f&uuml;r sein soziales Engagement. Leider konnte <em>Bushido<\/em> nicht als Laudator f&uuml;r den Preis gewonnen werden.<\/p>\n<p>F&uuml;r 400.000 verkaufte Einheiten gab es Doppel-Platin f&uuml;r das Album, dessen Tour unter dem Namen erneut mitgeschnitten wurde. Als Singles wurden &bdquo;<strong>Gelobtes Land<\/strong>&ldquo; (die Motorrad-Hymne wurde sogar als &bdquo;Premium-Single&ldquo; ver&ouml;ffentlicht) und &bdquo;<strong>Wenn der Himmel weint<\/strong>&ldquo;, eine Midtempo-Nummer mit der Aufforderung zum positiven Denken, ausgekoppelt.<\/p>\n<p>Auch 2015 ging es auf gro&szlig;e Arenentour durch Deutschland unter dem Motto &bdquo;Niemals war es besser!&ldquo;. Auch dazu liegt ein Mitschnitt vor &ndash; Peter Maffay beeindruckte in einer 175-Minuten-Show.<\/p>\n<p>Am 30. Oktober ist wieder Tabaluga-Zeit &ndash; dann erscheint die n&auml;chste Folge &uuml;ber den gr&uuml;nen Drachen, wobei es doch damals hie&szlig;, dass es keine Tabaluga-Fortsetzung gebe. Andrerseits sind auch viele bekannte Songs auf dem neuen Album enthalten. Motto diesmal: &bdquo;Tabaluga &ndash; Es lebe die Freundschaft&ldquo;. Es ist nicht sehr abwegig zu prognostizieren, dass es Peter Maffay damit zum 17. Mal gelingen k&ouml;nnte, die Spitzenposition der deutschen Album-Charts zu entern &ndash; es werden noch Wetten angenommen&hellip; Die erste Single, &bdquo;<strong>Es lebe die Freundschaft<\/strong>&ldquo;, ist jedenfalls vielversprechend &#8211; vor allem, wenn man sich die Liste der Gastmusiker ansieht- auf der Single wirken <em>Laith Al-Eeen, Johannes Oerding, Bully Herbig, Udo Lindenberg, Uwe Ochsenknecht, Otto Waalkes, Tim Bendzko<\/em> und andere als Gastmusiker mit<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<strong>VORSCHAU:<\/strong> In Folge 43 dieser Serie geht es um einen Mann mit gro&szlig;er Nase, der in seinen Konzertprogrammen immer scherzhaft von seiner &quot;f&uuml;rchterlichen Kindheit&quot; sprach, den ernsten Hintergrund dieses Scherzes aber erst in j&uuml;ngster Zeit publik gemacht hat.<\/p>\n<p>Stephan Imming, 24.10.2015<br \/>http:\/\/www.rcadeutschland.de\/<br \/>http:\/\/www.maffay.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lesen Sie HIER die verbliebenen neun DIN A 4-Seiten, die aus Platzgr\u00fcnden &#8222;ausgelagert&#8220; werden mussten &#8230;:\u00a0 Das erste Rockalbum nach<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":84173,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[5],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84172"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=84172"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84172\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/84173"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=84172"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=84172"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=84172"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}