{"id":84073,"date":"2015-10-29T00:00:00","date_gmt":"2015-10-29T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=84073"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"PETER-ALEXANDER-Das-Doppelalbum-84072","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/PETER-ALEXANDER-Das-Doppelalbum-84072\/","title":{"rendered":"PETER ALEXANDER <br \/>Das Doppelalbum &quot;Danke Peter \u2013 Folge 3&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Darauf enthalten: 50 weitere historische Aufnahmen von Peter, dem Gro\u00dfen!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Murnauer Label MUSICTALES ist seit langem daf&uuml;r bekannt, allseits Gel&auml;ufiges, wie gleichsam Rares und Seltenes aus der Historie des Deutschen Schlagers von den 20er, 30 Jahren bis in die 60er hinein, gekonnt, liebevoll und penibel zusammenzutragen und darauf hin, stets in bestm&ouml;glicher Klangqualit&auml;t, ein ums andere Mal zu einem &auml;u&szlig;erst g&uuml;nstigen Kaufpreis, auf Silberscheibe &ndash; meist Doppel-CDs &ndash; zusammenzustellen, und mit voller Wucht f&uuml;r Fans, Zeitzeugen, Chronisten und nachgeborenen Freunden der leichten Muse &sbquo;aus grauer Vorzeit&lsquo; aufzubereiten.<\/p>\n<p>So habe ich in den letzten Jahren mit viel Freude, gerne auch mal ausf&uuml;hrlicher, ebensolche, &uuml;beraus spannende Kompilationen auf <em>smago!<\/em> vorgestellt. Denn jedes Mal wurden beim Anh&ouml;ren dieser tollen Koppelungen Kindheits- und Jugenderinnerungen bei mir wach. Nicht, weil ich wom&ouml;glich selbst in den 50er oder 60er Jahren jung war &#8211; damals gab&rsquo;s mich noch gar nicht &ndash;, sondern vielmehr, weil mir mein Vater, bis er 1984 starb, fast ab S&auml;uglingsalter in den 70ern immer wieder, stundenlang, manchmal ganze Ferientage &uuml;ber, schon damals betagte Klassiker der teutonischen Unterhaltungsmusik aus seiner gro&szlig;en Vinyl-Sammlung vorspielte. Folglich drangen viele dieser musikalischen Untermalungen meiner Kindheit unzerst&ouml;rbar und auf ewig in meine Geh&ouml;rg&auml;nge ein &ndash; so dass es mir regelm&auml;&szlig;ig immensen Spa&szlig; bringt, mit Vorliebe ebenjene MUSICTALES-Produktionen vorzustellen, f&uuml;r den rein zuf&auml;llig der eine oder andere Soundtrack meiner Kindergarten- und Grundschulzeit seitens dieser Firma aus dem Archiv geholt und, klanglich tip top, f&uuml;r alle Anh&auml;nger jener Kl&auml;nge aus vergangenen Tagen auf den Markt gebracht wird.<\/p>\n<p>Als ich k&uuml;rzlich die Werberundschreiben hinsichtlich aktueller MUSICTALES-Neuauflagen im E-Mail-Postfach vorfand, fiel mir sofort das soeben erschienene Doppelalbum <strong>&bdquo;DANKE PETER &ndash; FOLGE 3&ldquo;<\/strong> von <strong>PETER ALEXANDER<\/strong> interesseerweckend ins Auge. Ich las mir beh&auml;nde die Titelliste durch und fand sogleich &ndash; wenn auch erst am Schluss von CD-02 gereiht &ndash; sechs unvergessliche Melodien, die ich, wenn ich mich recht entsinne, schon mit f&uuml;nf oder sechs Jahren textlich von vorn bis hinten auswendig konnte und nicht selten bis in den sp&auml;ten Abend hinein durch unsere Wohnung in Hamburg-Lokstedt pl&auml;rrte&hellip;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei handelt es sich um sechs Titel aus dem legend&auml;ren Musical &bdquo;My Fair Lady&ldquo;, geschrieben von Frederick Loewe (Musik) und Alan Jay Lerner (Texte), das 1956 am New Yorker Broadway uraufgef&uuml;hrt wurde und kurz darauf auf der ganzen Welt au&szlig;erordentliche Erfolge feierte. Die Geschichte von dem unwirschen, sprachbesessenen Intellektuellen &bdquo;Prof. Henry Higgins&ldquo; und dem offen-naiv-schlauen, rhetorisch v&ouml;llig verwahrlosten Blumenm&auml;dchen &bdquo;Eliza Doolitle&ldquo; wurde in verschiedene Sprachen &uuml;bersetzt, so von dem Berliner Librettisten und Textdichter Robert Gilbert ins Deutsche. In ebenjener Fassung war 1961 eine POLYDOR-LP erschienen, f&uuml;r die, neben vielen anderen K&uuml;nstlern (u.a. Willy Millowitsch, Cissy Craner, Peter Rene K&ouml;rner), der gro&szlig;e Peter einige Titel mit seinem unwiderstehlichen, wienerisch-lausb&uuml;bischen Charme eingesungen hatte. Diese sechs Beitr&auml;ge aus diesem grandiosen Musical hat nun MUSICTALES erstmals in ihrer Gesamtheit, neben vielen anderen, gr&ouml;&szlig;tenteils ultrararen Peter Alexander-Titeln aus dessen POLYDOR-Phase zwischen 1951 und 1962, im CD-Format ver&ouml;ffentlicht!<\/p>\n<p>Bereits 2011 und 2012 erschienen bei MUSICTALES jeweils 50 POLYDOR-Aufnahmen von &bdquo;Peter dem Gro&szlig;en&ldquo; beinhaltende Doppel-CDs unter dem Motto &bdquo;Danke Peter&ldquo; bzw. &bdquo;Danke Peter &ndash; Folge 2&ldquo;. Darauf befanden sich &uuml;berwiegend die dauerhaften P.A.-Gassenhauer, von &bdquo;Ich z&auml;he t&auml;glich meine Sorgen&ldquo;, &uuml;ber &bdquo;Mandolinen und Mondschein&ldquo; bis hin zu &bdquo;Bambina&ldquo; oder &bdquo;Bist Du einsam heut&lsquo; Nacht&ldquo; &ndash; nicht totzukriegende Ewigkeitshymnen, die eigentlich jeder, der heute zwischen 40 und 90 Jahre alt ist, wie aus dem ff mitsingen k&ouml;nnen m&uuml;sste.<\/p>\n<p>F&uuml;r &bdquo;Folge &ndash; 3&ldquo; &ndash; und dies gestaltet vorliegende Kollektion ganz besonders aufregend &ndash; haben sich die Verantwortlichen in Murnau aus dem ganz fr&uuml;hen Repertoire von Peter Alexander in erster Linie &uuml;berwiegend Wiener und Heurigen-Lieder, Operettenmelodien, Filmschlager und, wie erw&auml;hnt, die genialischen sechs, nur noch extrem selten aufzufindenden &bdquo;My Fair Lady&ldquo;-Aufnahmen ausgesucht &ndash; dies bedeutet, die gro&szlig;en Hits sind bereits auf den ersten beiden Folgen zur Gen&uuml;ge bedacht, &nbsp;nun jagt eine Rarit&auml;t die n&auml;chste, und dies insgesamt 50 Titel lang!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nSo intoniert Peter Alexander 1962 kess und burschikos den herrlich &uuml;berdrehten (hier in der Soloversion ohne &bdquo;Baron Mucki&ldquo; Gunther Philipp bedachten) <strong>&bdquo;Badewannen-Tango&ldquo;<\/strong> im Kultstreifen &bdquo;Das s&uuml;&szlig;e Leben des Grafen Bobby&ldquo;. Auch dessen zackige-knackige B-Seite, <strong>&bdquo;Der alte Tango&ldquo;,<\/strong> ist keinesfalls von schlechten Eltern. Aus genannter Filmkom&ouml;die stammt zudem das mediterran-s&uuml;dlich angehauchte Tanzcaf&eacute;-Chanson <strong>&bdquo;Ay Vera&ldquo;<\/strong>, wohingegen der flotte, von Michael Jary und Bruno Balz ersonnene <strong>&bdquo;Optimisten-Boogie (Junge, Junge, Junge)&ldquo;<\/strong> bereits 1953 von Peter, gemeinsam aufgenommen mit der Wiener S&auml;ngerin Erni Bieler und dem ebenfalls in der Donaumetropole geborenen Dirigenten Erwin Halletz als &bdquo;Die Optimisten&ldquo;, einen &ndash; wenn auch spa&szlig;igen &ndash; Nachzieher des gleichnamigen Duetts von Bully Buhlan und Rita Paul aus dem im selben Jahr entstandenen Schwarzwei&szlig;-Film &bdquo;Das singende Hotel&ldquo; darstellte. Drei Jahre darauf, 1956, nahmen sich Peter, Erni Bieler und Erwin Halletz, vulgo &bdquo;Die Optimisten&ldquo;, der phantastischen Swing-Komposition von Michael Jary, <strong>&bdquo;Es liegt was in der Luft&ldquo;<\/strong>, als Gesangstrio an, der sich in der Duett-Sichtweise von Bully Buhlan und Mona Baptiste 1954 ehedem als Riesenhit erwiesen hatte; 1953 sangen die drei das gleichsam von Michael Jary geschriebene Chanson <strong>&bdquo;Keine Angst vor gro&szlig;en Tieren&ldquo;<\/strong>, das zugleich einen immensen Erfolg f&uuml;r Heinz R&uuml;hmann in gleichnamigem Kinofilm bedeutete.<\/p>\n<p>Die elegant vor sich hin wiegende Liebesballade <strong>&bdquo;Angelina, Angelina&ldquo;<\/strong> war urspr&uuml;nglich 1953 noch auf 10-Inch-Schellackplatte ver&ouml;ffentlicht worden; ebenso feudal schwelgt und t&auml;nzelt, neun Jahre darauf, die liebenswerte Aufforderung <strong>&bdquo;Tanz mit mir&ldquo;<\/strong> aus den Lautsprechern, die von niemand geringerem erdacht wurde, als vom jungen Christian Bruhn, wobei sich die romantische B-Seite <strong>&bdquo;Zwischen uns beiden&ldquo;<\/strong>, geschrieben von Orchesterchef Peter Laine und Startexter Kurt Feltz, ebenso gut h&ouml;ren lassen kann. Das Schweizer Hazy-Osterwald-Sextett begleitet Peter und seinen stimmstarken Kollegen Bill Ramsey bei der augenzwinkernden Revolutionsparodie <strong>&bdquo;Brauner Se&ntilde;or Mexicano&ldquo;<\/strong> (1962), basierend auf Charles Aznavours im selben Jahr entstandenen Chanson &bdquo;Un Mexicain&ldquo;; auch die entsprechende Single-B-Seite <strong>&bdquo;Keine Zeit und kein Geld<\/strong>&ldquo;, einen zeit&uuml;blichen Fr&uuml;h-60er-Schlager ohne viel Bleibendes, singt Peter gemeinsam mit Jazz-Fanatiker Bill in trauter Eintracht. Erst 1966, auf der Best-of-Koppelung &bdquo;Peter &bdquo;Alexander, der Gro&szlig;e&ldquo;, kam die temporeiche, ohrwurmtr&auml;chtige Gietz\/Feltz-Kreation <strong>&bdquo;Serenade f&uuml;r ein altes Banjo&ldquo;<\/strong> zu LP-Ehren, obwohl das sehr sympathische Lied schon 1961 als B-Seite einer (hier nicht ber&uuml;cksichtigten) Filmlied-Single aus &bdquo;Die Abenteuer des Grafen Bobby&ldquo; diente. 1959 ert&ouml;nte der Twist-Swing-Rock&rsquo;n&rsquo;Roll &bdquo;<strong>Wir tanzen Huckepack&ldquo; <\/strong>als B-Titel der auf &bdquo;Danke Peter &ndash; 3&ldquo; nicht gelisteten 45er &bdquo;Piccolo Pony&ldquo;.<\/p>\n<p>Zu den fr&uuml;hesten Aufnahmen von Peter Alexander &uuml;berhaupt, z&auml;hlt der 1951 erstver&ouml;ffentlichte Schmusetango <strong>&bdquo;Ich lade Dich ein in die kleine Taverne&ldquo;<\/strong>, dito aus den Anfangstagen stammt die obskure Aufnahme <strong>&bdquo;Wenn Sie woll&rsquo;n, bringen Sie mal den Stein ins Rollen&ldquo;<\/strong>, bei der Peter von verschiedenen, nicht namentlich aufgef&uuml;hrten Kolleginnen und Kollegen begleitet wird. Derselben &Auml;ra d&uuml;rfte der von Ralph Maria Siegel betextete Juxschlager <strong>&bdquo;Was hat der Bobby mit der Lisa gemacht?&ldquo;<\/strong> (beide 1954) zuzurechnen sein, bei dessen Interpretation Peter wiederum von Erni Bieler und Erwin Halletz unterst&uuml;tzt wird. In Kooperation mit dem Metropol-Tanzorchester und dem Comedien-Quartett, erschien 1953 bei der l&auml;ngst verblichenen Firma AUSTROTON die grazi&ouml;se Edelschnulze <strong>&bdquo;Ich lieb Dich, so wie Du bist&ldquo;<\/strong> im Schellack-Format; 1955 avancierte der witzige Swing\/Rock&rsquo;n&rsquo;Roll\/Tango-Verschnitt <strong>&bdquo;Damit hab&rsquo;n Sie kein Gl&uuml;ck in der Bundesrepublik&ldquo;<\/strong> zum lustvollen Filmsong im 50er-Jahre-Kintopp-H&ouml;hepunkt &bdquo;Liebe, Tanz und 1000 Schlager&ldquo;, dem jedoch auch jenseits der Zonengrenze, in der &bdquo;DDR&ldquo;, kein Gl&uuml;ck zuteilwurde, da die Kulturbolschewisten dort alle Szenen, die auf &bdquo;westliche Exzesse&ldquo; hindeuteten, aus dem urspr&uuml;nglichen Film herausschnitten, bevor er &uuml;berhaupt im &bdquo;Arbeiter- und Bauernstaat&ldquo; gezeigt werden durfte. Die operettenhafte Ballade <strong>&bdquo;So ein kleines bisschen Liebe&ldquo;<\/strong> (1953) oder das schnelle Duett mit Leila Negra, <strong>&bdquo;Mein gro&szlig;er Bruder&ldquo;<\/strong> (dto.), verbleiben im konventionellen Schlagerkontext jener Tage; als besonders spritzig aus jener Zeitspanne heraus stechen z.B. der einwenig freche und doch zeitgem&auml;&szlig; gesittete Tango <strong>&bdquo;Die Frau kommt direkt aus Spanien&ldquo;<\/strong>, das s&uuml;ffisante Couplet <strong>&bdquo;Ich hab&lsquo; vor&rsquo;m K&uuml;ssen immer Lampenfieber&ldquo;<\/strong> (1954) oder der locker-luftige Nonsens-Swing <strong>&bdquo;Bumms!&ldquo;<\/strong> (1952), der vom Hamburger Starkomponisten Rolf Arnie geschrieben wurde.<\/p>\n<p>Im M&auml;rz 1963 kam bei Polydor die LP &bdquo;Peter Alexander singt Melodien zum Verlieben&ldquo; auf den Markt, die im Sommer diesen Jahres im Rahmen der (arg &uuml;berteuerten!) &bdquo;Originale Box&ldquo; von Electrola\/Universal, dem Rechtsnachfolger von Polydor, erstmals auf CD wiederver&ouml;ffentlicht wurde. Aus dieser &auml;u&szlig;erst originellen Produktion fanden das von Ralph Benatzky f&uuml;r dessen Operette &bdquo;Im wei&szlig;en R&ouml;ssel&ldquo; (1930) verfasste Schnaderh&uuml;pfel &bdquo;<strong>Was kann der Sigismund daf&uuml;r, dass er so sch&ouml;n ist&ldquo;<\/strong>, das gleichsam von dem 1957 verstorbenen Wiener Komponisten ersonnene Couplet <strong>&bdquo;Ach, Luise&ldquo;<\/strong>, aus dem Singspiel &bdquo;Bezauberndes Fr&auml;ulein&ldquo;, 1933, und das von Kurt Feltz betextete Operettenchanson <strong>&bdquo;Wenn der Toni mit der Vroni&hellip;&ldquo;<\/strong>, als Duett mit der Wiener Chanteuse Gretl Sch&ouml;rg, den Weg auf &bdquo;Danke Peter &ndash; Folge 3&ldquo;.<\/p>\n<p>Aus der 1942 uraufgef&uuml;hrten Operette &bdquo;Hochzeitsnacht im Paradies&ldquo;, nahm Peter f&uuml;r diese 1963er-LP au&szlig;erdem die treffsichere &sbquo;Melodie zum Verlieben&lsquo; <strong>&bdquo;Es kommt auf die Sekunde an&ldquo;<\/strong> auf, die er im selben Jahr zugleich im, auf genanntem Singspiel beruhenden Film, zusammen mit Waltraud Haas und Marika R&ouml;kk, zum Besten gab, und die nun (als Soloversion) ebenso geb&uuml;hrenden Platz auf &bdquo;Danke Peter &ndash; Folge 3&ldquo; einger&auml;umt bekam, wie das &bdquo;standes&uuml;bergreifende&ldquo; Liebeslied <strong>&bdquo;Mein M&auml;del ist nur eine Verk&auml;uferin&ldquo;<\/strong> aus Ralph Benatzkys 1930er-Lustspiel &bdquo;Meine Schwester und ich&ldquo; oder die von Heinz Gietz\/Kurt Feltz erdachte, schwebende Schlagermelodei <strong>&bdquo;Mein ganzes Leben ist Musik&ldquo;<\/strong>, die inhaltlich fraglos als autobiographisch f&uuml;r ihren Interpreten gelten kann.<\/p>\n<p>Der so flinke, wie zutiefst ironische und dabei genialisch &uuml;berkandidelte Robert-Stolz-Foxtrott <strong>&bdquo;Mir geht&rsquo;s wunderbar&ldquo;<\/strong> entspringt hingegen Peters inzwischen gleicherma&szlig;en auf CD neu aufgelegter 1962er-Scheibe und diente dieser als Titelgeber. Daraus ber&uuml;cksichtige MUSICTALES dar&uuml;ber hinaus das 1938 entstandene Wiener Lied <strong>&bdquo;I hab die sch&ouml;nen Maderln ned erfunden&ldquo;<\/strong>, das zuletzt von Volks-Rock&rsquo;n&rsquo;Roller Andreas Gabalier neu aufbereitet wurde, oder den auf Ungarisch getrimmten Zwiegesang <strong>&bdquo;Frauen sind zum K&uuml;ssen da&ldquo;<\/strong>, mit der Salzburger Operettens&auml;ngerin Herta Talmar, ersonnen 1949 vom Wiener Kabarettisten Hermann Leopoldi. Der aus der LP &bdquo;Mir geht&rsquo;s wunderbar&ldquo; entnommene Chanson-Klassiker <strong>&bdquo;Heut&lsquo; geh ich zu Maxim&ldquo;<\/strong> aus Franz Lehars 1905er-Operette &bdquo;Die Lustige Witwe&ldquo;, wurde in erster Linie durch Johannes Heesters&lsquo; Darbietung zum Welthit, klingt aber auch in der Auslegung von Peter Alexander enorm ansprechend; das 1903 uraufgef&uuml;hrte &bdquo;Pfeiflied&ldquo; aus der Operette &bdquo;Fr&uuml;hlingsluft&ldquo; des Wieners Josef Strauss wird bei Peter Alexander zu einem fr&ouml;hlich-volksliedhaften Schlagerohrwurm, wahrhaftig zum Mitsingen und Mitpfeifen stets wundervoll geeignet.<\/p>\n<p>Zu den ausgew&auml;hlten Coverversionen auf &bdquo;Danke Peter &ndash; Folge 3&ldquo; z&auml;hlen z.B. die sehnsuchtsvolle <strong>&bdquo;Mondscheinmelodie&ldquo;<\/strong>, die Maestro Kurt Feltz 1962 auf Deutsch zur g&ouml;ttlichen Elvis\/&ldquo;Ames Brothers&ldquo;-Schnulze &bdquo;Sentimental me&ldquo; dichtete, oder der erheiternde Bl&ouml;del-Foxtrott <strong>&bdquo;Pl-em (Die Frau hat mich total verr&uuml;ckt gemacht)&ldquo;<\/strong>, eine genauso von Feltz muttersprachlich bearbeitete Version des brasilianischen 1954er-Hits &bdquo;Neurastenico&ldquo; von einer hierzulande kaum bekannten Formation namens &bdquo;Betinho e Seu Conjunto&ldquo;.<\/p>\n<p>Auf CD-02 von &bdquo;Danke Peter &ndash; Folge 3&ldquo; kommen zuvorderst traditionelle Wiener Lieder zum Einsatz, die mehrheitlich der 1962 erschienenen Top-5-LP &bdquo;Wiener Spazierg&auml;nge&ldquo; entnommen wurden: So etwa der 1912 entstandene, gro&szlig;orchestrale Walzer <strong>&bdquo;Wien, Wien, nur Du allein&ldquo;<\/strong>, die Franz-Grothe-Bearbeitung einer Komposition von Johann Strau&szlig; II, <strong>&bdquo;An der Donau, wenn der Wein bl&uuml;ht&ldquo;<\/strong> (1933), das 1938 geschriebene, volkst&uuml;mliche Couplet <strong>&bdquo;Heut&lsquo; kommen d&rsquo;Engerln auf Urlaub nach Wien&ldquo;<\/strong>, das schm&auml;h-volle Chanson <strong>&bdquo;Wenn der Herrgott net will&hellip;&ldquo;<\/strong> (hier in der Soloversion, ohne Paul H&ouml;rbiger) oder der erneut vom Wiener Tausendsassa Hermann Leopoldi zu Papier gebrachte Schmachter <strong>&bdquo;In einem kleinen Caf&eacute;&lsquo; in Hernals&ldquo;<\/strong> (= 17. Wiener Bezirk), die ironische wienerische Volksweise <strong>&bdquo;Hobellied&ldquo;<\/strong> (1834) bzw. das weltber&uuml;hmte, 1885 von Gustav Pick gedichtete <strong>&bdquo;Fiakerlied&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Und im Anschluss an genau jenen, unvergesslichen Wiener Standard, h&ouml;ren wir zum Ende von CD-02 hier analysierter Doppel-CD eben diejenigen sechs Titel aus dem Musical &bdquo;My Fair Lady&ldquo;, von denen ich zu Beginn meines Textes so sehr geschw&auml;rmt hatte.<\/p>\n<p>Dies w&auml;re zun&auml;chst die p&auml;dagogische Gardinenpredigt <strong>&bdquo;Kann denn die Kinder keiner lehren, wie man spricht?&ldquo;<\/strong>, die Peter in der Rolle von &bdquo;Prof. Higgins&ldquo; sprachlich ungebildeten Blumenverk&auml;ufern, so am&uuml;sant-arrogant, wie gewitzt &uuml;berzeichnet, gesanglich entgegenschleudert. Im draufg&auml;ngerischen Gossenhauer <strong>&bdquo;Mit nem kleenen St&uuml;ckchen Gl&uuml;ck&ldquo;<\/strong> singt unser Wiener Charmeur nun aus der Sicht des M&uuml;llarbeiters &bdquo;Alfred Doolittle&ldquo;, dem lebenslustigen Vater von Blumenm&auml;del &bdquo;Eliza&ldquo;, um daran anschlie&szlig;end, wieder als Rhetorikprofessor, die so harte, wie selbstverliebte Abrechnung mit dem weiblichen Geschlecht, <strong>&bdquo;Bin ein Mann, wie jeder Mann&ldquo;<\/strong>, aufbrausend und radikal temporeich zu zelebrieren. Die letzten Schritte zu einer korrekten Aussprache bringt Peter &bdquo;Higgins&ldquo; nun &bdquo;Eliza&ldquo; Herta Talmar mittels der Sentenz <strong>&bdquo;Es gr&uuml;nt so gr&uuml;n, wenn Spaniens Bl&uuml;ten bl&uuml;hen&ldquo;<\/strong> bei &ndash; <em>&bdquo;bitte noch einmal<\/em>&hellip;&ldquo; &ndash; &bdquo;Es gr&uuml;nt so gr&uuml;n, wenn Spaniens Bl&uuml;ten&ldquo; &ndash; und danach hatte sie es! Selbstzweifelnd, verliebt und entt&auml;uscht in einem poltert Peter &bdquo;Higgins&ldquo; &ndash; wenn auch in dieser Polydor-Version weitaus sanfter und lieblicher arrangiert, als bei es der Deutschen Originalaufnahme von Phonogram, mit Paul Hubschmidt (&bdquo;Higgins&ldquo;) und Karin H&uuml;bner (&bdquo;Eliza&ldquo;) in den Hauptrollen, der Fall gewesen war &ndash; <strong>&bdquo;Kann denn eine Frau nicht sein wie ein Mann?&ldquo;<\/strong>, bevor der am Boden zerst&ouml;rte Schweren&ouml;ter sich kurz vor dem Ausklang des Musicals hinsichtlich &bdquo;Eliza&ldquo; bekennt: <strong>&bdquo;Ich bin gew&ouml;hnt an Ihr Gesicht<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Mit dem mal wieder von Jary\/Balz geschriebenen, s&uuml;damerikanisch angehauchten Lobgesang auf die traumhafte <strong>&bdquo;Margarita&ldquo;<\/strong>, ihres Zeichens umjubelte T&auml;nzerin im Revue-\/Zirkusfilm &bdquo;K&ouml;nigin der Arena&ldquo; (1952), hinsichtlich derer der Untertitel &nbsp;des lieblichen Tangos die These aufstellt, <strong><em>&bdquo;Eine Frau, wie Dich, vergisst man nicht&ldquo;<\/em><\/strong>, endet eine schlicht und ergreifend vorz&uuml;gliche, durchwegs ansprechende und wohlt&ouml;nende Kompilation mit diesmal weniger Hits und Evergreens von Peter Alexander, sondern viel mehr best&uuml;ckt mit facettenreichen, oft jenseits des klassischen Schlagerliedguts angesiedelten, musikalischen Spezialit&auml;ten aus dessen knapp 15 Jahre lang w&auml;hrender Phase bei der damals in Hamburg ans&auml;ssigen Firma Polydor, die der grandiose Entertainer bienenflei&szlig;ig, konsequent und ein ums andere Mal, von hochgradigem, vokalistischen Talent beseelt und durchtr&auml;nkt, pfiffig, clever und verschmitzt eingesungen hat. 1966 wechselte der gro&szlig;e &ouml;sterreichische Weltb&uuml;rger &ndash; wie wir aus Ralph Siegels aktueller Autobiographie wissen &ndash; auf Anraten, fast Dr&auml;ngen, seiner Gattin &rsquo;Schnurrdiburr&lsquo;, zur M&uuml;nchener Ariola, wo sich seine erfolgreiche Hitkarriere nat&uuml;rlich nahtlos fortsetzte. Bis zu diesem Schritt, erschienen aber noch einige weitere hochspannende LPs und Singles von Peter Alexander im Hause Gro&szlig;e Bleichen 36\/Hamburg, die immer noch ihrer Wiederver&ouml;ffentlichung bzw. Verkoppelung harren. Sicherlich bietet auch dieses Material aus den Jahren 1963 bis 1965 &ndash; u.a.&nbsp; weitere Operettenmelodien, Weihnachtsschmankerl und selbstverst&auml;ndlich unz&auml;hlige sch&ouml;ne Schlager &#8211; noch einmal so viel Interessantes, Wiederh&ouml;renswertes auf, um seitens MUSICTALES irgendwann eine &bdquo;Danke Peter &ndash; Folge 4&ldquo; zusammenstellen zu k&ouml;nnen. Bis dahin danken wir &ndash; Fans, wie Historiker und Sammler unisono &#8211; diesem Murnauer Label f&uuml;r vorliegende, ph&auml;nomenale Koppelung <strong>&bdquo;Danke Peter &ndash; Folge 3&ldquo;<\/strong>, einem perfekten Weihnachtsgeschenk f&uuml;r unsere Gro&szlig;eltern und Eltern, die die 50er und 60er Jahre &sbquo;live&lsquo; miterlebt haben, wie auch f&uuml;r diejenigen aufgeschlossenen Nachgeborenen und geschichtsinteressierten jungen Menschen, die sich mal auf eine sich sehr lohnende, klangliche Reise in die Anfangstage des deutschen Schlagers bzw. allgemein der faszinierenden deutsch-&ouml;sterreichisch-j&uuml;dischen Komponisten-, Texter-Kulturwelten zu Beginn des letzten Jahrhunderts begeben m&ouml;gen, die von <strong>Peter Alexander<\/strong>, dies macht gerade diese Doppel-CD mal wieder eindeutig und unverhohlen klar &#8211; kongenial und aufregend stimmlich umgesetzt wurden.<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 22. bis 28. Oktober 2015 (Textvorlage)<br \/>http:\/\/www.ariola.de<br \/>http:\/\/www.peter-alexander.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Darauf enthalten: 50 weitere historische Aufnahmen von Peter, dem Gro\u00dfen!\u00a0 Das Murnauer Label MUSICTALES ist seit langem daf&uuml;r bekannt, allseits<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":84074,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84073"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=84073"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84073\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/84074"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=84073"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=84073"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=84073"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}