{"id":82408,"date":"2015-12-25T00:00:00","date_gmt":"2015-12-25T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=82408"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"CHRISTIAN-FRANKE-PETER-SEBASTIAN-PHI-82407","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/CHRISTIAN-FRANKE-PETER-SEBASTIAN-PHI-82407\/","title":{"rendered":"CHRISTIAN FRANKE &#8211; PETER SEBASTIAN &#8211; PHILIPP ENGEL <br \/>Event-Bericht &quot;39. Weihnachtsmarkt Essen-Steele&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>Holger St\u00fcrenburg war sowohl am 19.12.(Philipp Engel &#8211; Peter Sebastian) sowie am 22.12.2015 (Christian Franke) vor Ort!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein so spa&szlig;iger, wie betulicher Weihnachtsmarkt bei hellem Sonnenschein, Temperaturen um die 14\/16 Grad, hei&szlig;umk&auml;mpfte Gl&uuml;hweinst&auml;nde bei sp&auml;tsommerlicher Witterung, bei der so mancher Besucher, jahreszeitengem&auml;&szlig; im dickeren Mantel verpackt, immer wieder mal ins Schwitzen geriet &ndash; und dies nur f&uuml;nf Tage vor Heiligabend&hellip; wer derartig bizarre Wetterverh&auml;ltnisse vor f&uuml;nf oder zehn Jahren f&uuml;r den bundesdeutschen Advent 2015 prophezeit h&auml;tte, dessen gewagte Vorhersagen w&auml;ren schnell ins Reich der Phantasie verwiesen worden.<\/p>\n<p>Doch am vierten Adventssamstag in diesem Jahr, genau gesagt, am 19. Dezember 2015, herrschte genau dieses gemeinhin im September oder Goldenen Oktober gewohnte Flair eben genau auf einem (sic!) Weihnachtsmarkt. Genau gesagt, auf dem &bdquo;Weihnachtsmarkt Essen-Steele&ldquo;, der a.D. 2015 zum 39. Male in diesem, knapp 17.00 Einwohner beherbergenden, &ouml;stlichen Stadtteil der Ruhrstadt erfolgte, der erst 1929 eingemeindet wurde und bis dahin als selbstst&auml;ndige Stadt fungierte. Zwischen Mitte November 2015, bis nach Neujahr 2016, gab (und gibt) es in jener Fu&szlig;g&auml;ngerzone am Kaiser-Otto-Platz tagt&auml;glich ein buntgemischtes Programm f&uuml;r Gro&szlig; und Klein zu bestaunen, Karussells und Attraktionen f&uuml;r die Kinder, wechseln sich ab mit Gl&uuml;hweinbuden oder Gulaschkanonen mit &bdquo;sch&ouml;nem Rotkohl&ldquo; (Gru&szlig; an &bdquo;Moni&lsquo;s Feldk&uuml;che&ldquo;!) &ndash; garniert von unz&auml;hligen Auftritten allseits beliebter Schlagerstars, von Ireen Sheer und Nicki, &uuml;ber die &bdquo;Wildecker Herzbuben&ldquo;, bis hin zu unumg&auml;nglichen Lokalmatadoren, wie Olaf Hennig oder J&ouml;rg Bausch.<\/p>\n<p>In der Nacht vom Freitag, 18.12.2015, auf den darauffolgenden Samstag, hatte ich extrem schlecht geschlafen. Nach &bdquo;Heute-Show&ldquo; und &bdquo;Satirischem Jahresr&uuml;ckblick&ldquo;, wollten mir partout meine Augen nicht zufallen. Folglich verschlief ich bis knapp ein Uhr am Samstagmittag. Kurz darauf, gegen 13.42 Uhr, rief mich <strong>Peter Sebastian<\/strong> an, der mich k&uuml;rzlich mal wieder in einer sehr &uuml;blen gesundheitlichen Phase menschlich sehr unterst&uuml;tzt und aufgebaut hat. Er hatte ebenfalls verschlafen &ndash; kann wirklich jedem mal passieren &ndash; und er befand sich, als er sich telephonisch meldete, gerade auf der Autobahn von Hamburg in Richtung Essen. Denn f&uuml;r den 19.12.2015 war er, seit &uuml;ber 15 Jahren zum Inventar dieser Veranstaltung geh&ouml;rend, f&uuml;r den &bdquo;Weihnachtsmarkt Essen-Steele&ldquo; gebucht worden. So durfte ich, in meiner ber&uuml;chtigten Beh&auml;bigkeit, Umstandskr&auml;merei und Bewegungsunlust, auf meine alten Tage sogar noch einmal in aller Form beweisen, dass ich im Laufe der Zeit die Bedeutung des mir doch so fremden Begriffs &bdquo;Spontanit&auml;t&ldquo; doch noch nicht so ganz vergessen hatte, wie ich bislang eigentlich annahm.<\/p>\n<p>Duschen, Haare Waschen, Umziehen &ndash; eigentlich wollte ich an diesem Samstag ja durchgehend zu Hause bleiben und mich einer gewitzten und lobenden Rezension von Frank Zanders neuem Album &bdquo;Immer noch der Alte&ldquo; schreiberisch hingeben (die selbstverst&auml;ndlich auch in diesen &sbquo;spontanen&lsquo; Tagen keinesfalls vergessen und noch vor Weihnachten meinerseits fertiggestellt wird!) &ndash; nun hie&szlig; es eben, ganz flink all die ungeplanten Allt&auml;glichkeiten mit viel M&uuml;he und in einer Schnelligkeit durchzuf&uuml;hren, die mir schon lange kaum mehr m&ouml;glich erschien &ndash; und dann: ab nach Essen. Na gut, den Zug hab ich nimmer geschafft, aber der nette Taxifahrer lie&szlig; sich zu einem Festpreis &uuml;berreden, so dass ich bereits um 15.30 Uhr wohlbehalten in Essen-Steele arrivierte.<\/p>\n<p>Dort angekommen, bei Temperaturen, wie an einem leutseligen Septembernachmittag, kurz vor Sonnenuntergang, den Ray Davies jr. von den &bdquo;Kinks&ldquo; einst so trefflich und romantisch in seinem Meisterwerk &bdquo;Waterloo Sunset&ldquo; beschrieben hatte, betrat bald der Dortmunder <strong>Phillip Engel<\/strong> die Bretter, die die Welt bedeuten. Der junge Mann, der mehr nach tiefsinnigem Singer\/Songwriter a la Jan Plewka ausschaut, denn nach schniekem (austauschbaren) Disco-Fox-J&uuml;ngling, heizte nun knapp 45 Minuten lang seinen vor der B&uuml;hne versammelten Fans ein. Unerwartet stimmstark, weitaus eindringlicher, als bei seinen Studioaufnahmen, einwenig rau, vulgo: lebenserfahren, und mit ausgepr&auml;gtem Widererkennungswert ausgestattet, turnte sich der sympathische S&auml;nger durch seinen (vielleicht sogar viel zu&hellip;) vielseitigen Liedvorrat, das zum einen aus nicht immer besonderes originellem Disco-Fox besteht, aber eben gleicherma&szlig;en enorm eing&auml;ngige, herzhafte, ehrliche Edelschlager und grazile, &uuml;beraus anspruchsvolle Balladen beinhaltet. Mit dem sehnsuchtsdurchtr&auml;nkten, eben genannter Gattung zuzuordnenden Titel <strong>&bdquo;Richtung S&uuml;den&ldquo;<\/strong> feierte Phillip 2014 einen ma&szlig;geblichen Sommerhit in den Airplay-Hitparaden. Der temporeiche Popschlager <strong>&bdquo;Wir k&ouml;nn&lsquo;s doch wenigstens probier&rsquo;n&ldquo;<\/strong> hat fraglos Hand und Fu&szlig; (und sprachlichen, wie inhaltlichen Tiefgang); w&auml;hrend tanzbetonte Foxschlager der Sorte <strong>&bdquo;Du schl&auml;gst mein Herz k.o.&ldquo;<\/strong> oder <strong>&bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo;<\/strong>, trotz aller Stimmkraft des vortragenden K&uuml;nstlers, oft so r&uuml;berkommen, wie schon tausendmal zuvor geh&ouml;rt, und nichts Neues, Eigenst&auml;ndiges in sich tragen zu scheinen &ndash; und zu allem &Uuml;berfluss vermittelt die per se durchaus ansprechende, hoch melodische himmlische Tanz-Liebesode <strong>&bdquo;Angel&ldquo;<\/strong>, gerade im Refrain, un&uuml;berh&ouml;rbar den Eindruck, harmonisch sehr, sehr, sehr an den wenig erfolgreichen, aber bei Kennern und Eingeweihten Musikgourmets noch heute sehr gefragten 1990er-&bdquo;Bon Jovi&ldquo;-like-Heavypop-Hymnus &bdquo;Angel don&rsquo;t cry&ldquo; der unvergessenen Ingolst&auml;dter Rockgruppe &bdquo;Dominoe&ldquo; angelehnt zu sein.<\/p>\n<p>Keine Frage, den anwesenden Fans hat&rsquo;s gefallen und Philipps Aufwartung kann ohne Frage nur als gekonnt, anregend und peppig klassifiziert werden; insbesondere von seiner kessen Neufassung von IBO&rsquo;s 1985er-Dauerbrenner <strong>&bdquo;Ibiza&ldquo; <\/strong>konnte das Auditorium in Essen-Steele nicht genug bekommen. Dennoch sollte sich der junge, wahrlich talentierte S&auml;nger und Songschreiber bald entscheiden, in welche Richtung er in Futuro gehen m&ouml;chte. Norman Langens und Michael Wandlers finden wir in der einheimischen Schlagerszene bereits zur Gen&uuml;ge; auf der Balance zwischen poppigem, radiotauglichen Liedermachertum und gehobenem, rockorientierten Feudalschlager, fehlt es jedoch aktuell an ernstzunehmendem Nachwuchs. Ich denke, dass eine Orientierung Phillip Engels hinein in dieses Spektrum, seiner kraftvollen Stimme, seiner unzweifelhaften F&auml;higkeit als Liedautor und seinem ganzen Habitus und Erscheinungsbild wahrscheinlich am n&auml;chsten k&auml;me.<\/p>\n<p>Inzwischen zeigte sich &bdquo;Hauptact&ldquo; <strong>Peter Sebastian<\/strong>, mit langer, rotwei&szlig;er Weihnachtsmannm&uuml;tze geschm&uuml;ckt, im Backstagebereich. Er begr&uuml;&szlig;te seine treuesten Freunde und FACEBOOK-&bdquo;Verfolger&ldquo; und nat&uuml;rlich auch seinen ebenso treuen &bdquo;Schreiberling&ldquo; (vulgo: den Verfasser dieser Zeilen&hellip; ;-), w&auml;hrend sich vor der B&uuml;hne am Rande des Kaiser-Otto-Platzes tats&auml;chlich an die 300-400 (!) Musikgenie&szlig;er einfanden, die offenkundig nur wegen Peters diesj&auml;hrigen Auftritts auf dem &bdquo;Weihnachtsmarkt Essen-Steele&ldquo; genau dorthin angereist waren und sich, ob ihrer Massen, fast bis jenseits des Veranstaltungsgel&auml;ndes nur so dr&auml;ngten.<\/p>\n<p>Um genau 17.00 Uhr ging es, nach einem niedlichen und zugleich lieb ironischen &bdquo;Vorstellungsgedicht&ldquo; &uuml;ber Peters langj&auml;hrige Karriere, vorgelesen von einem nicht weiter zu nennenden Moderator, los mit der eher gem&uuml;tlichen, ruhigen Feudalballade <strong>&bdquo;Weihnacht steht vor der T&uuml;r&ldquo;<\/strong>, die auch die brandneue, &uuml;brigens allererste Weihnachts-Best-of-CD <strong>&bdquo;HO-HO-HO@all&ldquo;<\/strong> (TOI TOI TOI Records) des Entertainers aus Hamburg-Harburg melodi&ouml;s und nachdenklich in einem einleitet.<\/p>\n<p>Umgehend danach, legte Peter seine Weihnachtspudelm&uuml;tze bis auf weiteres wieder ab und startete sein legend&auml;res Feuerwerk der Guten Laune mit &ndash; wie kann es anders sein?? &ndash; ein paar Takten aus seinem 1989er-&Uuml;berhit, seiner pers&ouml;nlichen Erkennungsmelodie <strong>&bdquo;Du Schwarzer Zigeuner&ldquo;<\/strong>, die schnurstracks in die herzensgute Sympathiebekundung eines 57j&auml;hrigen S&auml;ngers f&uuml;r seine 88j&auml;hrige Frau Mama, <strong>&bdquo;Mein Engel ist menschlich&ldquo;<\/strong>, m&uuml;ndete. Nach und nach wuchsen die begeisterten Zuschauer immer eindeutiger aus sich heraus, als Peter ein radikal dancefloor-tauglich aufgedonnertes Medley aus zwei Superoldies seines gro&szlig;en Vorbildes Peter Alexander keck und fr&ouml;hlich pr&auml;sentierte, die da hie&szlig;en <strong>&bdquo;Ich wei&szlig;, was Dir fehlt&ldquo;<\/strong> (1957) und <strong>&bdquo;Pedro (Mandolinen um Mitternacht)&ldquo;<\/strong> (1973), Wort f&uuml;r Wort mitgesungen von seinen unz&auml;hligen musikalischen Anh&auml;ngern vor der B&uuml;hne.<\/p>\n<p>Es folgten nun bekanntere, wie weniger gel&auml;ufige Titel, Geheimtipps und Rarit&auml;ten aus &uuml;ber 30 Jahren Peter Sebastian: So z.B. der hymnische Popschlager-Ohrwurm <strong>&bdquo;Ich wollte leben ohne Dich&ldquo;<\/strong>, der konsequent grenz&uuml;berschreitende, so wehm&uuml;tige, wie hoffnungsvolle Romantikschlager <strong>&bdquo;Kein Meer zu tief&ldquo;<\/strong> oder der flotte, schnieke Rock&rsquo;n&rsquo;Roll-Verschnitt im Sinne Peter Kraus&lsquo;, <strong>&bdquo;Du da Du&ldquo;<\/strong>, im Zuge dessen der absolute B&uuml;hnenprofi aus dem hohen Norden geh&ouml;rig mit seinen Fans sch&auml;kerte und flirtete, was darin gipfelte, dass sich eine &auml;ltere (verheiratete) Dame mittels des Ausrufs &bdquo;<strong><em>Peter, ich will ein Kind von Dir&ldquo;<\/em><\/strong> einen Kurzurlaub in Form einer dreit&auml;gigen Kreuzfahrt von Amsterdam nach Newcastle und zur&uuml;ck regelrecht &bdquo;erschrie&ldquo;.<\/p>\n<p>Es gab nun echt kein Halten mehr, als Peter daraufhin seine &ndash; wiederum sehr glitzernde, deftig rhythmisch arrangierte &#8211; Neuversion des urspr&uuml;nglich auf einer traditionellen t&uuml;rkischen Volksweise basierenden Leo-Leandros-Oldies <strong>&bdquo;Salem Aleyk&uuml;m &ndash; O Mustafa&ldquo;<\/strong> &uuml;berkandidelt baucht&auml;nzelnd darbot, bevor als absoluter H&ouml;hepunkt des einst&uuml;ndigen Programms noch ein paar tolle Beitr&auml;ge aus <strong>&bdquo;HO-HO-HO@all&ldquo;<\/strong> an der Reihe waren. Hierbei handelte es sich um die kompakten, dabei stets familiengerecht und durchwegs einf&uuml;hlsam verfassten Eigenkompositionen <strong>&bdquo;Mein sch&ouml;ner, bunter Weihnachtsteller&ldquo;<\/strong> und <strong>&bdquo;Weihnachtsm&auml;rchenland&ldquo;<\/strong> und die muntere <strong>&bdquo;Weihnachtsparty&ldquo;<\/strong>, bestehend aus sacht modernisierten, schnurstracks zum Mitsingen auffordernden Fragmenten klassischen deutschen Weihnachtsliedguts a la <strong>&bdquo;Ihr Kinderlein kommet&ldquo;<\/strong>, <strong>&bdquo;Alle Jahre wieder&ldquo;<\/strong>, oder <strong>&bdquo;O Du Fr&ouml;hliche&ldquo;<\/strong>. Ganz zum Schluss &ndash; um Punkt 18.00 Uhr musste Ruhe herrschen, da dann die Vorabendmesse in der nahegelegenen&nbsp; Katholischen Pfarrei St. Laurentius beginnen w&uuml;rde &ndash; interpretierte <strong>Peter Sebastian<\/strong> eine herzzerrei&szlig;ende und ebenso sanfte Neuauslegung des erstmals 1959 von Lys Assia zum Evergreen ausgestalteten Kinderliedes <strong>&bdquo;Mamatschi &ndash; schenk mir ein Pferdchen&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Der Jubel wollte nicht enden, zig Fans warteten bereits am B&uuml;hnenausgang auf den Star des Abends, zum Kl&ouml;nen, Autogrammesammeln, um CDs und B&uuml;cher zu erwerben&hellip; W&auml;hrend Peter noch am selben Abend einen Auftritt mit Romantikschlager-Nachz&uuml;gler Michael Larsen in Oberhausen zu absolvieren hatte, fuhr ich bald darauf, gemeinsam mit einem langj&auml;hrigen Freund des K&uuml;nstlers, der ebenfalls, wie ich, in Gelsenkirchen wohnt, zur&uuml;ck gen Heimat.<\/p>\n<p>Nach einigen nicht so erfreulichen Wochen, war dieser &bdquo;Sprung ins Kalte Wasser&ldquo; mitsamt der mir seit Jahren ja eigentlich nicht mehr m&ouml;glichen Spontaneit&auml;t, zur&uuml;ck vor die Liveb&uuml;hne wohlwollender und interessanter K&uuml;nstler f&uuml;r mich gewiss ein richtiger Schritt in die richtige Richtung, der f&uuml;r 2016 nur Besseres erhoffen lassen kann. So hatte ich bei Peters Aufwartung in Essen-Steele gelesen, dass drei Tage sp&auml;ter, am 22.12.2015, ein Schlagerschaffender ebendort auftr&auml;te, der mich seit Kindertagen, genau gesagt, seit dem 29.10.1981 (da war ich zehn Jahre alt und zwei Tage zuvor in f&uuml;nfte Klasse des ach so Katholischen Sankt-Ansgar-Gymnasiums gekommen, von deren damaligen fr&ouml;mmelnden M&ouml;chtegern-P&auml;dagogen-Fratzen ich noch heute nicht wenigen &bdquo;die H&ouml;lle auf Erden&ldquo; w&uuml;nsche&hellip;), bis in die Jetztzeit hinein nicht mehr loslassen sollte.<\/p>\n<p>An jenem Donnerstagabend, stellte unser aller &bdquo;Sonnyboy&ldquo; Michael Schanze einen bis dato v&ouml;llig unbekannten, gerade mal 26j&auml;hrigen S&auml;nger namens <strong>CHRISTIAN FRANKE<\/strong> aus N&uuml;rnberg vor, der sich mit einer eigenwilligen Mixtur, zwischen britisch angehauchtem Synthipop, filigranen Ankl&auml;ngen an die damals soeben angebrochene Neue Deutsche Welle (NDW) und d&uuml;ster-pathetischem Chanson-Ambiente, anschickte, den in die Jahre gekommenen Deutschen Schlager geh&ouml;rig zu modernisieren. Was dieser junge Mann darbot, war zweifellos keine gl&uuml;ckselige, nicht selten &uuml;bertriebene Mitklatsch-Fr&ouml;hlichkeit mehr, wie diese die teutonische leichte Muse im Verlauf der 70er Jahre &uuml;berwiegend gekennzeichnet bzw. ausgemacht hatte. Denn zu diesen v&ouml;llig neuartigen Pop-plus-Rock-plus-Wave-plus-Schlager-Kaskaden sang der Newcomer aus Franken (sic!), beseelt von einer g&ouml;ttlichen Viereinhalb-Oktavenstimme, zu allem &Uuml;berfluss auch noch so bitterst schlageruntypische Textzeilen, wie z.B. &bdquo;ich habe Euch Zwei nicht nur einmal verflucht&hellip;&ldquo;, die allesamt den auch musikalisch schier grandiosen Synthiblues <strong>&bdquo;Ich w&uuml;nsch Dir die H&ouml;lle auf Erden (wenn Du heut&lsquo; gehst)&ldquo; <\/strong>in seiner Expression best&auml;tigten. Dieser Schmerzensschrei eines verletzten Mannes traf den klanglichen Zeitgeist des dunklen, ver&auml;ngstigten Herbstes 1981 tief ins Mark, zog zum Jahresende in die Top 75 der &bdquo;Media Control&ldquo; ein, verblieb ganze 26 Wochen darin und erzielte als h&ouml;chste Notierung Rang 7. Im Mai des &bdquo;Summer of Pop&ldquo; 1982 folgte das melodramatische, sp&uuml;rbar 50er-Jahre-beeinflusste Synthichanson &bdquo;Was w&auml;re wenn&hellip;?&ldquo; (mit der von der M&uuml;nchener S&auml;ngerin\/Texterin Andrea Andergast ersonnenen, sprachlich einfach nur faszinierenden und grammatikalisch eindrucksvoll korrektest formulierten Textzeile &bdquo;&hellip;w&auml;rest Du dann die Frau \/ <strong><em>DIESES <\/em><\/strong>graumelierten Herren&hellip;&ldquo;, die den gerade elf Jahre alt gewordenen Sprachfetischisten in Spe., Holger S., bis aufs &auml;u&szlig;erste in positive Wallungen versetzte!!) und auf Rang 26 der Singlecharts schoss. Es erschienen dann das hingegen eher 70er-lastige Synthi-Pop-Glanzst&uuml;ck &bdquo;Wenn Du gehst, st&uuml;rzt nicht der Himmel ein&ldquo; und zig weitere genialische Hitsingles, mit denen Christian Franke einen nicht wegzudiskutierenden Beitrag zu dem sich damals, jenseits der oder sogar ggf. als traditionellerer Gegenpart zur NDW, entwickelnden &bdquo;Neuen Deutschen Romantikschlager&ldquo; leistete, der 1982\/83 seitens vieler Nachwuchstalente jener Tage, von Andy Borg oder G.G. Anderson, bis hin zu Tommy Steiner, Florian Haidt, Peter Sebastian, Andreas Martin oder G&uuml;nter Stern etc., immens erfolgreich ins Leben gerufen wurde. Die bis heute leider noch niemals in G&auml;nze auf CD neu aufgelegte (und daher in Vinyl-Form ultrarare und nur selten aufzutreibende) Ariola-LP &bdquo;Du und ich&ldquo;, die zus&auml;tzliche, bet&ouml;rend eing&auml;ngige, wie anspruchsvolle Synthischlager beinhaltete, fand der Interessierte im Sp&auml;tsommer 1982 in den Plattenl&auml;den. Mehrere, immer strikt melodiebetonte, zutiefst romantische Melodien, wie &bdquo;Lebensl&auml;nglich&ldquo; (1984), &bdquo;Ewigkeit&ldquo; (1985, deutsche Version des phantastisch-bombastischen Synthidramas &bdquo;Angel Eyes&ldquo; eines dar&uuml;ber hinaus niemals bekannt gewordenen Herrn namens Robert Vanguard), oder &bdquo;Ich hab nur ein Herz (1986) erschienen k&uuml;nftig bei CBS bzw. Intercord. Gegen Ende der 80er Jahre, wurde der gro&szlig;gewachsene Frauenschwarm von einer schweren Krankheit im HNO-Bereich heimgesucht, die eine Fortf&uuml;hrung seiner doch so rasant und ertragreich begonnenen Karriere erst mal unm&ouml;glich erschienen lie&szlig;.<\/p>\n<p>So richtig wieder aufw&auml;rts ging es mit der k&uuml;nstlerischen Laufbahn des inzwischen im Saarland lebenden Familienvaters erst viele, viele Jahre sp&auml;ter, im Sommer 2009, als es zu einer schicksalhaften Begegnung von Christian Franke mit dem Bad Bellinger Topproduzenten David Brandes kam, in Folge dessen der t&uuml;chtige und versierte Komponist und Arrangeur f&uuml;r seinen neuen Sch&uuml;tzling das so schwelgende, elegische, wie theatralisch-surreale und zudem (bzw. gerade deshalb) geradewegs in die Geh&ouml;rg&auml;nge eindringende Epos &bdquo;Geh nicht fort (Guardian Angel)&ldquo; erdachte &ndash; ein realer Meilenstein deutscher Popmusik der Nuller-Jahre, voller Esprit, Atmosph&auml;re und Stil, und zugleich die fundamentale R&uuml;ckkehr eines Kindheitsidols des Verfassers dieser Zeilen in die weiten, gro&szlig;en Welten des einheimischen Musikgeschehens.<\/p>\n<p>Und nun sollte Christian Franke, der in den letzten Jahren sowohl solistisch, als auch in Kooperation mit dem oberschlesischen Panfl&ouml;tisten und Multiinstrumentalisten Edward Simoni (den man m&ouml;gen k&ouml;nnen kann, aber nicht m&ouml;gen m&uuml;ssen muss), unter der &Auml;gide von Produzent\/Liedschreiber David Brandes und Textgro&szlig;meister Dr. Bernd Meinunger, erneut ein halbes Dutzend Singles, sowie das gefeierte Album &bdquo;Leben&ldquo; (2012) auf den Markt brachte und sich damit immer wieder auf den h&ouml;chsten R&auml;ngen der Airplay-Charts wiederfinden konnte, am &ndash; wiederholt ungew&ouml;hnlich milden, wenigstens hinsichtlich Bew&ouml;lkung und schummriger Dunkelheit einwenig winterlich anmutenden &ndash; Dienstag, dem 22.12.2015, auf dem Weihnachtsmarkt in Essen-Steele eine Stunde lang &sbquo;live&lsquo; singen!!!<\/p>\n<p>Als stolzer Besitzer wohl fast aller offizieller Tontr&auml;ger (und einiger Promos) von Christian Franke, war es mir bis zu jenem (wenn auch nicht unbedingt witterungsbedingt) vorweihnachtlichen Dienstagabend noch niemals, also von 1981 bis 2015, m&ouml;glich gewesen, eine Livedarbietung des heute 59j&auml;hrigen (schlimmstenfalls wie 39 aussehenden) Stimmwunders zu erleben. Um diesen unsch&ouml;nen Umstand schnellstens &ndash; besser sp&auml;t als nie -, zu beenden, bedeutete dies: Nur drei Tage nach Peter Sebastians und Philip Engels t&ouml;nendem Besuch dort, wiederum, diesmal per Bus, zur&uuml;ck nach Essen-Steele, einen &bdquo;sch&ouml;nen Rotkohl&ldquo; (s.o.) genie&szlig;en, einen Gl&uuml;hwein bestellen &ndash; und dann einem K&uuml;nstler lauschen, der einen seit mehr als drei Jahrzehnten musikalisch begleitet hatte, ohne dass bislang jemals hatte nur ein pers&ouml;nliches Zusammentreffen mit diesem und\/oder das Erleben eines Konzertes dessen realisiert werden k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Christian begr&uuml;&szlig;te bald seine Beinhart-Fans, die teilweise von sehr weit her angereist waren, ich stellte mich ihm kurz vor &ndash; und nach und nach versammelten sich um die 250 Freunde des gehobenen Popschlagers vor der B&uuml;hne auf dem Kaiser-Otto-Platz, obwohl der Weihnachtsmarkt zuvor, wohl, weil viele Menschen noch die letzten Weihnachtseink&auml;ufe vor dem Fest zu erledigen hatten, eher geringf&uuml;giger frequentiert worden war, als am vergangenen vierten Adventswochenende.<\/p>\n<p>Kurz nach 18.00 Uhr, erklomm der Star der Abends die kleine, aber feine Showb&uuml;hne in der Fu&szlig;g&auml;ngerzone und stimmte sogleich mittels eines wahnsinnig attraktiven, lebensfrohen, beinahe-&bdquo;Urschreis&ldquo;, der sekundenschnell bezeugte, dass Christian seine viereinhalb Oktaven auch jetzt und in Zukunft in Bestform beherrscht, seinen Non-Album-Singlehit <strong>&bdquo;Wenn Du gehst, st&uuml;rzt nicht der Himmel ein&ldquo; <\/strong>an. Diesen hatte der Megavokalist am 31.01.1983 in der legend&auml;ren &bdquo;ZDF-Hitparade&ldquo; vorgestellt. Er ist in den Chor-Passagen un&uuml;berh&ouml;rbar an die entsprechenden (und ebenfalls sehr hoch zu singenden) Parts des 1974er-Juxebox-Jives &bdquo;Sugar Baby Love&ldquo; der damaligen Teeniehelden &bdquo;The Rubettes&ldquo; angelehnt, weshalb die Interpretation derer ohne Frage eine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Gesangsbegabung voraussetzt, welche Christian 1982\/83 ebenso sein Eigen nannte, wie es 2015 der Fall ist!<\/p>\n<p>Es folgte die gro&szlig;orchestrale Powerrock-Ballade <strong>&bdquo;Der Apfelbaum&ldquo;<\/strong>, die inhaltlich auf einem Zitat Martin Luthers beruht, und in typischer David-Brandes-Manier opulent, mit massenhaft akustischen Gitarren &uuml;bereinander gemischt, lauten, fetten Streichern und der unumg&auml;nglichen Panfl&ouml;te des Kollegen Simonis, arrangiert wurde. Dieses hochphilosophische Opus lebte auch in Essen-Steele wiederkehrend von Christians Wahnsinnsorgan und hatte im November 2011 einen sehr ordentlichen Rang 45 in den deutschen Verkaufscharts f&uuml;r das Projekt Franke\/Simoni bedeutet. Der allererste, gemeinsam mit dem polnischen Panfl&ouml;tisten aufgenommene Nummer <strong>&bdquo;Lass sie nie wieder los&ldquo;<\/strong> setzte Christians Repertoire am 22.12.2015 auf bestem Niveau fort, wobei es sich hierbei um einen &uuml;blich sachgerechten Brandes-Meinunger-Edelpopschlager handelte, der einerseits stimmungsbezogen an die mittleren 80er Jahre erinnerte, sich aber ganz genauso in Sachen Tanzbarkeit und Rhythmik &bdquo;up to Date&ldquo; vorstellte.<\/p>\n<p>Mit h&ouml;llisch hei&szlig;em A-Capella-Intro versehen, st&uuml;rzte sich Christian nun in die <strong>&bdquo;H&ouml;lle auf Erden&ldquo;<\/strong>, die er seit Ende 1981 welcher b&ouml;sen Frau auch immer w&uuml;nscht, falls dieselbe auf die Idee k&auml;me, ihn wom&ouml;glich gehend zu verlassen. Ja, sp&auml;testens jetzt gerieten die inzwischen um die 300 Fans &ndash; alles zwischen 20 und 75 war vorhanden &ndash; endg&uuml;ltig aus dem H&auml;uschen. Obschon der gelernte Gro&szlig;handelskaufmann aus Franken eine deutlich aufgepeppte und im Tempo drastisch angezogene Dance-Einspielung seines ultimativen Allzeit-Hits bei seiner Liveauff&uuml;hrung nutzte, die vermutlich ums Millennium herum entstanden sein muss, sangen Weiblein, wie M&auml;nnlein, vor der B&uuml;hne unverz&uuml;glich lauthals mit; eine &auml;ltere Dame, die neben mir tanzte, sagte, sie k&ouml;nne gar nicht mehr aufz&auml;hlen, wie vielen b&ouml;sen Menschen sie diesen entlastenden Frusthymnus in ihrem Leben so alles zuerkannt habe&hellip; Der ob so vielen Jubelns und ausgewiesener Zustimmung regelrecht strahlende S&auml;nger gestand im Anschluss an seine Proklamation dieses brutalstm&ouml;glich ehrlichen und abgekl&auml;rten Rockschlagerklassikers, er verdanke insbesondere diesem Titel sehr viel und s&auml;nge ihn daher immer wieder gerne, solange er d&uuml;rfe, solange er k&ouml;nne, solange er wolle und solange er darum gebeten werde.<\/p>\n<p>Nun ert&ouml;nte Christians letzte Single, die aus dem Jahr 2014 stammt, nochmals von Brandes\/Meinunger konzipiert worden war, und sich da nennt <strong>&bdquo;Du machst mich verwundbar&ldquo;<\/strong>. Zur&uuml;ck in bessere Zeiten, als Dieter Thomas Heck noch alle vier Wochen aus den Berliner &bdquo;Union Film Studios&ldquo;, um punkt 19.30 Uhr, die besten, erfolgreichsten und -versprechendsten deutschen Schlager der jeweiligen zeitlichen Periode auf der Liste hatte, ging es nun via des &ndash; zu Jack Whites 1972er-Originalarrangement dargebotenen &#8211; J&uuml;rgen-Marcus-Gassenhauers <strong>&bdquo;Eine neue Liebe ist, wie ein Neues Leben&ldquo;<\/strong>, wobei nun wirklich alle Zuschauer vor der B&uuml;hne mit jubilierten und sich die Seele aus dem Leib sangen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Titel aus der CD &bdquo;Leben&ldquo;, <strong>&bdquo;Doch schweigen werd&lsquo; ich nicht&ldquo;<\/strong>, verbindet Trauer, Trotz und Wut &uuml;ber das Ende einer Beziehung mit dem Flehen und Hoffen auf eine irgendwie doch noch m&ouml;gliche Einigung der beiden in h&ouml;chstem Grade zerstrittenen Protagonisten, auf der Basis eines elit&auml;ren 80er-Jahre-lastigen Popschlagers mit Anspruch, und setzte Christians Liveshow in Essen-Steele fort, bevor der elegante, melancholische, dazu klanglich schwebende, gar wehende Singlehit aus &bdquo;Leben&ldquo;, <strong>&bdquo;Wenn Du jetzt gehst (fallen nie Tr&auml;nen)&ldquo;<\/strong>, vom Interpreten unisono dramatisch und stimmstark intoniert, zum H&ouml;he- und Schlusspunkt des insgesamt rund einst&uuml;ndigen Gastspiels auf dem zwischenzeitlich v&ouml;llig abenddunklen Weihnachtsmarkt f&uuml;hrte.<\/p>\n<p>Kompositionen des US-Singer\/Songwriters Neil Diamond gesanglich nachzuempfinden, ist keine leichte Aufgabe. Daran sind schon nicht wenige sangesfreudige Menschen gescheitert; ich nenne an dieser Stelle mal &nbsp;keine weiteren Namen, gestehe aber auch selbst versch&auml;mt ein, ab und an mal Neils Lieder zu versuchen im Karaoke-Stil nachzusingen&hellip; naja, das Ergebnis ist, trotz aller M&uuml;he, nicht selten recht d&uuml;rftig ausgefallen \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Einem Viereinhalb-Oktaven-Stimmwunder, wie Christian Franke eines ist, gelang dies aber, wie erwartet, g&auml;nzlich problemlos, charmant und echt &ndash; <strong>&bdquo;Sweet Caroline&ldquo;<\/strong>, ein Welthit und Evergreen aus dem Jahr 1969, leider vorgetragen zu dem unn&ouml;tig aufgedonnerten (und somit banalisierten, letztlich entstellenden) Partyklanggewand eines derjenigen sangesfreudigen Kollegen, die ich oben namentlich nicht zu erw&auml;hnen wagte, legte noch einmal das unsagbar vitale, ausdrucksstarke und nahezu gewaltige Stimmtalent des 59j&auml;hrigen Wahl-Saarl&auml;nders &uuml;berzeugend und nachdenklich an den Tag &ndash; auch, wenn genau dieses sicherlich im Rahmen eines sanfteren, ernsthafteren Playbacks garantiert noch &uuml;ppiger und betr&auml;chtlicher zum Vorschein gekommen w&auml;re.<\/p>\n<p>Als Zugaben erklangen &ndash; wiederum im Bierzelt-Modus &ndash; der offenbar nicht zu verhindernde, l&auml;ngst zum reinen Trinklied verkommene Country-Standard <strong>&bdquo;Take me Home, Country Roads&ldquo;<\/strong>, dessen 179. Coverversion auch hier nur und ausschlie&szlig;lich durch Christians vokalistische Festigkeit gerettet werden konnte, und <strong>&bdquo;Auf uns&ldquo;<\/strong>, die bei den meisten der j&uuml;ngeren Generation offenbar dauerhaft gefragte und begehrte, f&uuml;r ein unverbesserliches 80er-Kind, wie mich &ndash; ganz pers&ouml;nlich &ndash;, jedoch eher unbedeutende und nichtssagende Untermalung der Fu&szlig;ball-WM 2014, welche Christian Franke dem Songkatalog des Pops&auml;ngers Andreas Schwabe, &auml;h, ich meine Andreas Bourani, entliehen hat.<\/p>\n<p>Um 19.00 Uhr wurden dann die Lichter auf der B&uuml;hne des Weihnachtsmarkts Essen-Steele gedimmt &ndash; und ich hatte nun endlich einen echten Live-Gig von Christian Franke erlebt, nach immerhin rund 34j&auml;hriger Wartezeit \ud83d\ude09 Seine Stimme ist weiterhin nur als bahnbrechend und rekordverd&auml;chtig einzustufen, er tanzt, springt und h&uuml;pft, wie ein junger Gott, scheint &auml;u&szlig;erlich kaum gealtert zu sein (verzichtet aber &bdquo;Gottseidank&ldquo; auf das scheu&szlig;liche, knallrote Fr&uuml;h80er-Spie&szlig;erhemd, welches er auf dem Cover seines LP-Erstlings &bdquo;Du und ich&ldquo; tragen wollte\/durfte\/musste) &ndash; und seine Zusammenarbeit mit David Brandes nach 2008 sorgte dar&uuml;ber hinaus f&uuml;r ein h&ouml;chst intelligentes, vielseitiges und nobles Ambiente seiner neueren Titel. Etwas schade fand ich &ndash; wiederum aus ganz pers&ouml;nlicher Sicht betrachtet &ndash;, dass Christian seinen ph&auml;nomenalen Comeback-Hit &bdquo;Geh nicht fort (Guardian Angel)&ldquo; (2009) nicht in seiner Setlist ber&uuml;cksichtigt hatte, stattdessen zum Schluss aber inzwischen fast totgenudelte Fetenrei&szlig;er auff&uuml;hrte, die vielleicht die Massen verz&uuml;ckten, aber das hohe Niveau von Christians eigens f&uuml;r ihn erschaffenen Liedkreationen kaum erreichten, sondern einzig und alleine Dank seiner unvergleichlichen und alles in den Schatten stellenden Stimme und Interpretationsweise &sbquo;irgendwie&lsquo; einen Platz in seiner musikalischen Schatzkiste, irgendwo weiter hinten, einzunehmen verm&ouml;gen.<\/p>\n<p>Von diesem minimalen Manko abgesehen, war die Liveshow von <strong>CHRISTIAN FRANKE<\/strong> wahrhaftig und unbestritten ein wahrer Genuss. M&uuml;de, aber musikalisch sehr gut unterhalten, kehrte ich bald darauf nach Gelsenkirchen zur&uuml;ck.<\/p>\n<p>Dem K&uuml;nstler w&uuml;nsche ich nun, dass er vielleicht 2016 mal wieder mit ganz neuem Liedmaterial an die &Ouml;ffentlichkeit tritt, nat&uuml;rlich w&uuml;nsche ich ihm und all seinen Fans (&amp; nat&uuml;rlich allen Lesern dieses Textes!) frohe, besinnliche &amp; gesegnete Weihnachten 2016 &ndash; und mir selbst gestatte ich, mir nun zu w&uuml;nschen, nach zwei sch&ouml;nen, warmen, sommerlichen (&sbquo;l&auml;chel&lsquo;) Winter(!)nachmittagen auf dem Fr&uuml;hlingsfest, nein: &#8211; tats&auml;chlich (!!!)&nbsp; &ndash; Weihnachtsmarkt in Essen-Steele, dass ich nach Abschluss dieses Artikels und der Aussendung desselben an <em>smago! <\/em>erst mal die Beine hochlegen, den &bdquo;Merlot&ldquo; k&ouml;pfen und mich bis auf weiteres im Sinne &bdquo;Queen&rsquo;s&ldquo; entspannt zur&uuml;cklehnen kann: &bdquo;Thank God it&lsquo; Christmas&ldquo;!!!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 19. bis 23. 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