{"id":82324,"date":"2015-12-30T00:00:00","date_gmt":"2015-12-30T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=82324"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"TINA-YORK-smago-Serie-Schlager-82323","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/TINA-YORK-smago-Serie-Schlager-82323\/","title":{"rendered":"TINA YORK <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &quot;vor 40 Jahren&quot; von Stephan Imming: Teil 9 &#8211; UPDATE: Tina York \u2013 &quot;Umarmst Du mich, umarm ich dich&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>Neuzugang 22.12.1975!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die S&auml;ngerin<strong> TINA YORK <\/strong>wurde am 29.04.1954 als Monika Schwab in Bingen am Rhein geboren.<\/p>\n<p>Die Schwester von Mary Roos&nbsp; wurde 1970 vom damaligen CBS- (und damit <em>Mary Roos<\/em>&lsquo;) Plattenboss <em>Rudi Wolpert<\/em> auf deren Hochzeit entdeckt. <em>Wolpert<\/em> vermittelte sie zum damals umtriebigen Schlagerproduzenten <em>Henry Mayer<\/em>. Wenngleich beide Elternteile, ehemalige Inhaber eines Hotels namens &bdquo;Rolandseck&ldquo;, &nbsp;meinten, dass eine Schlagers&auml;ngerin in der Familie voll und ganz ausreichend sei, deren Geschwister <em>Franzl, Monika<\/em> und <em>Marion<\/em> (Krankenschwester) lieber b&uuml;rgerlichen Berufen nachgehen sollten, besang Monika ihre ersten Schallplatten, mit denen sie jeweils in der ZDF-Hitparade auftreten durfte: &bdquo;<strong>Der n&auml;chste Sonntag kommt bestimmt<\/strong>&ldquo;, eine Nummer ihres Produzenten <em>Henry Mayer<\/em> mit dem Text von &nbsp;<em>Georg Buschor<\/em> &nbsp;(ZDF-Hitparade 28.11.1970) und &bdquo;<strong>Papa ist daf&uuml;r<\/strong>&ldquo; (ZDF-Hitparade 17.04.1971; der Song wurde &uuml;brigens vom sp&auml;teren &bdquo;D.I.S.C.O.-<em>Ottawan<\/em>&ldquo;-Gr&uuml;nder <em>Daniel Vangarde<\/em> mitgeschrieben). Laut Angaben der Plattenfirma gr&uuml;ndeten sich allein nach dem zweiten Hitparaden-Auftritt bundesweit sagenhafte 200 Tina-Fanclubs binnen zwei Wochen.<\/p>\n<p>Wie so oft in den 1970er Jahren war es wohl schwierig, sich auf eine A-Seite f&uuml;r die erste Single des damals 16-j&auml;hrigen Teenagers festzulegen. Urspr&uuml;nglich war die Umseite des &bdquo;n&auml;chsten Sonntags&ldquo; als Single-Auskopplung geplant &ndash; dort findet sich die deutsche Version des <em>Tremeloes<\/em>-Hits &bdquo;Me And My Life&ldquo; &ndash; eingedeutscht in &bdquo;<strong>Oh Mama Good Bye<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Bei der Suche nach einem K&uuml;nstlernamen entschied sich Monika bewusst gegen den Nachnamen &bdquo;<em>Roos<\/em>&ldquo;, der ja einen direkten Bezug zu ihrer Schwester hergestellt h&auml;tte. Vielmehr baute man auf Eigenst&auml;ndigkeit und Authentizit&auml;t und bl&auml;tterte durch Musikzeitschriften und stie&szlig; auf die Schlagzeile: &bdquo;Tina Sinatra in New York&ldquo; &ndash; daraus entstand der K&uuml;nstlername &bdquo;Tina York&ldquo;.<\/p>\n<p>Die ersten Lieder wurden keine Erfolge, so dass Monika Schwab nach Abschluss der Handelsschule eine Lehre als Rechtsanwaltsgehilfin begann, die sie auch abschloss. Sie arbeitete nebenbei aber weiter an ihrer musikalischen Karriere und nahm u. a. Tanz- und Gesangsunterricht.<\/p>\n<p>Nachdem Lieder wie&nbsp; &bdquo;<strong>Ausgerechnet Du<\/strong>&ldquo; (Fr&uuml;hwerk von <em>Ralph Siegel <\/em>mit einem Text des k&uuml;rzlich verstorbenen<em> Robert Jung<\/em>) und &bdquo;<strong>Der Sonntag mit Dir<\/strong>&ldquo; von <em>Henry Mayer<\/em> und <em>Kurt Hertha<\/em> nicht den gew&uuml;nschten Erfolg brachten, entschloss sich das &bdquo;<em>Nesth&auml;kchen der Plattenfirma<\/em>&ldquo; (so wurde sie in der Werbung zu ihrer vierten Single bezeichnet) Tina dazu, den Produzenten zu wechseln.<\/p>\n<p>Zu dieser Zeit bandelte sie mit K&uuml;nstlermanager <em>Hardy Rodenstock<\/em> (b&uuml;rgerlich <em>Meinhard G&ouml;rke<\/em>) an. Der sp&auml;tere Weinkenner und &ndash;h&auml;ndler war damals nicht nur Tina Yorks, sondern auch <em>Phil und Johns<\/em> Agent.<\/p>\n<p><em>Peter Orloff<\/em> produzierte die Lieder &bdquo;<strong>Einer wird kommen<\/strong>&ldquo; (Text und Arrangement: <em>Jean Frankfurter,<\/em> heutiger <em>Helene-Fischer<\/em>-Produzent), ein f&uuml;r Tinas Verh&auml;ltnisse psychedelisch-rockig arrangierter Titel, &nbsp;und &bdquo;<strong>Warum denn morgen?<\/strong>&ldquo;, den Tina in <em>Ilja Richters<\/em> Disco pr&auml;sentierte &ndash; aber auch diese Songs kamen beim Publikum nicht an. Die B-Seite der letztgenannten Single, die ebenfalls von <em>Jean Frankfurter<\/em> komponiert wurde, hie&szlig; &uuml;brigens &bdquo;<strong>Michael<\/strong>&ldquo; &ndash; ein Song, in dem es urspr&uuml;nglich um die Trauer eines M&auml;dchens um den verungl&uuml;ckten Freund gehen sollte (, wobei <em>Monica Morell<\/em> mit &auml;hnlichem Thema ja gro&szlig;e Erfolge feiern konnte, dazu mehr in einer weiteren Ausgabe dieser Serie). Aber Produzent <em>Peter Orloff<\/em> schritt ein und bat um eine Text&auml;nderung, so dass aus dem Song ein unbek&uuml;mmertes Liebesliedchen wurde.<\/p>\n<p>Typisch daf&uuml;r ist auch der Promo-Text, den sich die Plattenfirma damals ausdachte: &bdquo;<em>Von Tina York, die als zierliches Pers&ouml;nchen mit keineswegs zierlicher Stimme von Funk und Fernsehen her bekannt ist und Vorlieben f&uuml;r Shirley Bassey, ausgefallenes Schuhwerk und&nbsp; zwei Zwerghasen namens &sbquo;Hippi&lsquo; und &sbquo;Hoppi&lsquo; hat, gibt&rsquo;s was Neues auf den Plattenteller.&ldquo; <\/em>&bdquo;Hippi und Hoppi&ldquo; &ndash; okay, w&auml;re das auch gekl&auml;rt&hellip;<\/p>\n<p>Den Durchbruch erreichte Tina York erst, als sie <em>Jack White<\/em> kennen lernte, der sie zu einer Art &bdquo;weiblichen <em>Tony Marshall<\/em>&ldquo; aufbaute. (Auch <em>Tony Marshall<\/em> wurde ja zun&auml;chst erfolglos von <em>Henry Mayer<\/em> produziert und erreichte mit <em>Jack Whites<\/em> &bdquo;Happy Sound&ldquo; die gew&uuml;nschten Hits). Gleich die ersten <em>Jack White<\/em>-Produktionen, &bdquo;<strong>Wo die Sonne scheint<\/strong>&ldquo; &nbsp;(im Original von <em>Tony Marshall<\/em>&nbsp; gesungen als &nbsp;B-Seite von dessen Singlehit &bdquo;Ich fang f&uuml;r Euch den Sonnenschein&ldquo;; der Song erinnert auch stark an <em>Severines <\/em>&bdquo;Ja der Eiffelturm&ldquo;) und die &bdquo;<strong>Liechtensteiner Polka<\/strong>&ldquo;, brachten den ersehnten Durchbruch. Mit diesen beiden Liedern war Tina jeweils drei mal in der ZDF-Hitparade vertreten, was ihr einen Popularit&auml;tsschub gab. Die &bdquo;Liechtensteiner Polka&ldquo;, ihre achte Single-Ver&ouml;ffentlichung, &nbsp;wurde ihr erster Charts-Erfolg. Laut Promotext der Plattenfirma war sicher ma&szlig;geblich (O-Ton) <em>&bdquo;Jack, der Hitmacher mit seiner Super-Sch&uuml;tzenhilfe<\/em>&ldquo; mit verantwortlich f&uuml;r den Erfolg.<\/p>\n<p>Im Anschluss hatte sie dann den gr&ouml;&szlig;ten Hit ihres Lebens, den <em>Jack White<\/em> eigentlich f&uuml;r <em>Dieter Thomas Heck<\/em> geschrieben hatte, welcher aber dankend ablehnte. Somit wurde &bdquo;<strong>Wir lassen uns das Singen nicht verbieten<\/strong>&ldquo; von Tina York interpretiert. Ironie des Schicksals: Der eigentlich vorgesehene S&auml;nger (<em>Heck<\/em>) gratulierte Tina York im Februar 1975 zum ersten Platz der ZDF-Hitparade &ndash; es sollte ihr einziger Nummer-1-Hit dieser Show bleiben.<\/p>\n<p>Der Schlager hat eine erstaunliche Aktualit&auml;t, wenn man sich die aktuelle Radio-Landschaft ansieht: Auch wenn Radio-Redakteure, die sich &bdquo;<em>f&uuml;r die Kl&uuml;gsten der Welt halten&ldquo;, <\/em>weil f&uuml;r sie nur<em> &bdquo;das gilt, was ihnen gef&auml;llt &ndash; welch ein Selbstbetrug!<\/em>&ldquo; den Schlager tot reden wollen, spricht die Wirklichkeit eine andere Sprache &ndash; Schlagerparaden in ausverkauften Arenen, <em>Helene-Fischer<\/em>-Konzerte in Stadien, gro&szlig;artige Einschaltquoten von Schlagersendungen im TV zeigen, dass es sich f&uuml;r Schlagers&auml;nger nach wie vor lohnt, sich das &bdquo;<em>Singen nicht verbieten<\/em>&ldquo; zu lassen.<\/p>\n<p>Die Textzeile des Liedes wurde &uuml;brigens auch f&uuml;r eine gro&szlig;e <em>Jack-White<\/em>-Geburtstagssendung im ZDF genutzt. <em>Hape Kerkeling<\/em> nannte seine im vergangenen Jahr ver&ouml;ffentlichte Schlager-CD ebenfalls &bdquo;Wir lassen uns das Singen nicht verbieten&ldquo;.<\/p>\n<p>Erneut hatte die Plattenfirma mit ihrem Promotext eine gute Hand: &bdquo;<em>Recht hat sie, die kleine Tina York, wenn sie auf ihrer neuesten Single behauptet: &sbquo;Wir lassen uns das Singen nicht verbieten&lsquo;. Ein echtes Stimmungslied &ndash; pro Fr&ouml;hlichkeit, pro gute Laune, pro Gesang, die Aufnahme ist haargenau der richtige Nachfolgetitel f&uuml;r Tinas &sbquo;Liechtensteiner Polka&lsquo;. Und auch hier wird ein &auml;hnlicher Erfolg sicher nicht ausbleiben, dazu braucht man sich dieses Bekenntnis zum Gesang und zur guten Laune nur einmal anzuh&ouml;ren. Produziert wurde dieses schwungvolle Lied nat&uuml;rlich wieder von Jack White<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>Aufgrund des Erfolges wurde Tinas erste LP auf den Markt gebracht, deren n&auml;chste Single-Auskopplung, <strong>&bdquo;Wir seh&rsquo;n uns wieder<\/strong>&ldquo;, die erstaunlicherweise nicht in der ZDF-Hitparade vorgestellt wurde &ndash; vielleicht auch deshalb wurde das Lied kein gro&szlig;er Erfolg, immerhin reichte es mit dem &bdquo;Anschlusstreffer&ldquo; f&uuml;r eine Woche Charts-Pr&auml;senz (Platz 37).<\/p>\n<p>Nach Meinung der Plattenfirma warf Tina im Anschluss eine Frage auf, die quasi die Nation besch&auml;ftigte: &bdquo;<em>Sie stellt an &sbquo;<strong>Monsieur le General<\/strong>&lsquo; die wohl berechtigte Frage, was eigentlich Pierre beim Milit&auml;r sollte. Eine Frage, mit der die quicklebendige Tina sicher nicht allein dasteht.<\/em>&ldquo; Ob wirklich die halbe Nation sich f&uuml;r &bdquo;Pierres Schicksal&ldquo; interessierte, darf bezweifelt werden. Das von Textdichter <em>Fred Jay <\/em>angeschnittene Thema ist aber durchaus ungew&ouml;hnlich f&uuml;r einen Schlager &ndash; erst sp&auml;ter wagten sich etwa <em>Udo Lindenberg<\/em> (&bdquo;Wozu sind Kriege da?&ldquo;) und <em>Reinhard Mey<\/em> (&bdquo;Nein, meine S&ouml;hne geb ich nicht&ldquo;) an das Thema, die &bdquo;Obrigkeit&ldquo; davon abbringen zu wollen, einen geliebten Menschen f&uuml;r milit&auml;rische Zwecke zu vereinnahmen. F&uuml;r die ZDF-Hitparade war das Thema damals wohl zu sperrig &ndash; immerhin reichte es f&uuml;r einen 42. Platz in der deutschen Verkaufshitparade. Der Titel wurde &uuml;brigens auch von <em>Severine<\/em> aufgenommen.<\/p>\n<p>Beim &bdquo;Grand Prix Rose d&#39;or d&#39;Antibes&ldquo; 1975 siegten <em>Clement &amp; Virginie<\/em> mit ihrem Lied &bdquo;On danse au bord de l&rsquo;eau&ldquo;. <em>Fred Jay<\/em> verfasste dazu einen deutschen Text: &bdquo;<strong>Umarmst Du mich, umarm ich Dich<\/strong>&ldquo;, mit dem Tina endlich wieder in Berlin bei der ZDF-Hitparade zu Gast war, aber auch bei <em>Frank Elstners<\/em> Montagsmalern und bei <em>Maria Hellwigs<\/em> &bdquo;Die Musik kommt&ldquo;. Es reichte immerhin erneut f&uuml;r einen Top-40-Hit. Tina war damals recht popul&auml;r, beispielsweise sang sie damals auch einen popul&auml;ren Song der &nbsp;ZDF-Kinderserie &bdquo;Kli Kla Klawitter&ldquo; (&bdquo;Hopsen, H&uuml;pfen, Springen und Toben&ldquo;) und wurde sogar vom t&uuml;rkischen Fernsehen f&uuml;r Auftritte angefragt.<\/p>\n<p>1976 war die Skifahrerin <em>Rosi Mittermaier <\/em>auf dem H&ouml;hepunkt ihrer Popularit&auml;t. <em>Jack White<\/em> brachte das auf die Idee, ihr einen von Tina York interpretierten Hommage-Song zu schreiben, wobei nur der Vorname genannt wird im Song &bdquo;<strong>Rosi, Du warst wunderbar (ziwui ziwui ziwuia)<\/strong>&ldquo; &ndash; demnach darf leicht bezweifelt werden, dass das Lied autorisiert wurde. Das Lied wurde allerdings kein Erfolg &ndash; der Text, den <em>Jack White<\/em> diesmal selber schrieb, hat einige H&ouml;rer vielleicht geistig &uuml;berfordert (&bdquo;ziwui ziwui ziwuia&ldquo;). Wie so oft, &bdquo;recycelte&ldquo; White diesen Song Jahre sp&auml;ter f&uuml;r Tony Marshall, der Jahre sp&auml;ter mit &bdquo;Tony, Tony noch einmal&ldquo; ein TV-beworbenes Album ver&ouml;ffentlichte, dessen Titelmelodie genau dem Rosi-Song entsprach &#8211; und auch das &bdquo;ziwui ziwui ziwuia&ldquo; wurde beibehalten.<\/p>\n<p>Tina selbst hat in einem Interview sp&auml;ter gebeichtet, dass sie das Lied selbst nicht singen wollte, es ihr nicht gefallen habe. Sie habe es <em>Jack White<\/em> zuliebe gesungen.<\/p>\n<p>Mit dem von <em>Frank Cornely<\/em> geschriebenen Disco-Schlager &bdquo;<strong>Das alte Haus<\/strong>&ldquo; nahm Tina Anfang 1976 an der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix teil &ndash; von 12 Teilnehmern belegte sie leider den letzten Platz &ndash; vielleicht auch deswegen wurde der Titel damals gar nicht erst auf Tontr&auml;ger ver&ouml;ffentlicht (inzwischen ist er auf der 2001 erschienenen CD &bdquo;Stationen von heute bis gestern&ldquo; verf&uuml;gbar). Tina nahm danach &uuml;brigens nie mehr an diesem Wettbewerb teil.<\/p>\n<p>Mitte der 70 er Jahre war das Duo <em>Monika Hauff und Klaus-Dieter Henkler<\/em> als &bdquo;<em>Hauff und Henkler<\/em>&ldquo; sehr popul&auml;r in der DDR. Deren Erfolg &bdquo;<strong>Gib dem Gl&uuml;ck eine Chance<\/strong>&ldquo; adaptierte Tina als <em>Jack-White<\/em>-Produktion in die Bundesrepublik, ein Hit wurde es allerdings nicht. Bemerkenswert an der Single ist &uuml;brigens, dass Tina auf dem Cover erstmals einen Kurzhaarschnitt tr&auml;gt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihre letzte Single bei der CBS stellte Tina im Januar 1977 in der ZDF-Hitparade vor: &bdquo;<strong>Zwei junge Menschen<\/strong>&ldquo;. Der von <em>Jack White<\/em> und <em>Fred Jay<\/em> geschriebene Schlager sollte Tinas letzter Hit in den deutschen Verkaufs-Charts werden. Die kleine Anleihe am damaligen Superhit &bdquo;Paloma Blanca&ldquo; sollte sich demnach ausgezahlt haben.<\/p>\n<p>Ab 1977 wurden Tinas Singles unter dem Dach der Hamburger Polydor herausgebracht, allerdings weitehin produziert und geschrieben von <em>Jack White<\/em>. &bdquo;<em>Jon Athan<\/em>&ldquo; alias <em>Wolfgang Preu&szlig;<\/em> (der &bdquo;<em>Wolf<\/em>&ldquo; von &bdquo;<em>Inga und Wolf<\/em>&ldquo;) steuerte den Text bei. Die Single wurde kein gro&szlig;er Erfolg, dennoch brachte White mit <em>Pia Zadora<\/em> den Song noch mal neu auf den Markt (&bdquo;Little Bit Of Heaven&ldquo;) und sp&auml;ter auch noch mal mit <em>Vicky Leandros<\/em> (&bdquo;Ich hab geglaubt, ich liebe Dich noch immer&ldquo;).<\/p>\n<p>Parallel wurde auch gleich eine LP bei der Polydor ver&ouml;ffentlicht. Tinas zweite LP trug den Titel &bdquo;<strong>Ich bring Dir heut ein St&auml;ndchen<\/strong>&ldquo;. Sehr viel M&uuml;he hat sich <em>Jack White<\/em> mit der Produktion nicht gegeben &ndash; selbst der Titelsong war &bdquo;kalter Kaffee&ldquo; und u. a. schon mit der deutschen Fu&szlig;ballnationalmannschaft 1974 als Single ver&ouml;ffentlicht worden &ndash; auch weitere Adaptionen &auml;lterer White-Schlager finden sich auf dem Album.<\/p>\n<p>Immerhin wurde als zweite Polydor-Single nicht etwa ein Titel aus dem Album ausgekoppelt, sondern ein neuer Song geschrieben: Anfang 1978 wurde &bdquo;<strong>Wie ein Grashalm im Herbstwind<\/strong>&ldquo; ver&ouml;ffentlicht (Textdichter erneut: <em>Jon Athan<\/em>). (Kleine Textprobe: &bdquo;<em>Fr&uuml;her warst Du f&uuml;r mich nur ein Freund, doch dann hab ich zu viel von Dir getr&auml;umt<\/em>&quot;). Um ihre Texte noch glaubhafter zu interpretieren, nahm Tina damals Sprechstunden &#8211; auch Ballettunterricht geh&ouml;rte seinerzeit zum Programm.<\/p>\n<p>Die dritte und bereits letzte Polydor-Single Tinas war die deutsche Version des <em>Luiza Fernandez<\/em>-Hits &bdquo;Lay Love On You&ldquo;. <em>Christian Heilburg<\/em> textete darauf &bdquo;<strong>Ein Mann wie Du<\/strong>&ldquo;. <em>Luiza,<\/em> die Frau von <em>Peter Kent<\/em>, ver&ouml;ffentlichte &uuml;brigens auch selber die gleiche deutsche Version auf Tontr&auml;ger. Kritiker attestieren dem Song eine verd&auml;chtige &Auml;hnlichkeit zum Disco-&Uuml;ber-Hit &bdquo;Love Is In the Air&ldquo;. Wenn man das Intro h&ouml;rt, k&ouml;nnte man in der Tat meinen, dass gleich <em>Jean Paul Young<\/em> anf&auml;ngt, seinen Hit zu tr&auml;llern&#8230;<\/p>\n<p>1978 wechselte Tina zur M&uuml;nchner Plattenfirma Ariola, blieb aber ihrem Produzenten Jack White treu: &bdquo;<em>Mit ihm habe ich meine gr&ouml;&szlig;ten Erfolge erreicht, die Zusammenarbeit war immer kooperativ und harmonisch, also werden wir auch in Zukunft zusammen wirken<\/em>&quot; &#8211; so gab die &bdquo;<em>S&auml;ngerin fr&ouml;hlich-harmloser Lieder&quot;<\/em> es am 15. September 1978 im Musikmarkt zu Protokoll. Bei der Ariola ver&ouml;ffentlichte sie ihre dritte LP, &bdquo;Mein Weg zu Dir&ldquo;, aus der &bdquo;<strong>Ein Lied f&uuml;r Maria<\/strong>&ldquo; ausgekoppelt wurde, den Text zu dem passablen Airplay-Hit verfasste &bdquo;<em>Jon Athan<\/em>&ldquo;.<\/p>\n<p>Im Jahr 1979 produzierte <em>Jack White<\/em> mit seinem Sch&uuml;tzling <em>Sandy Powers<\/em> einen Hit namens &bdquo;Hey Sam (the One And Only Man)&ldquo; &ndash; &bdquo;<em>Jon Athan<\/em>&ldquo; machte daraus die deutsche von Tina York gesungene Version &bdquo;<strong>Dieter<\/strong>&ldquo;.&nbsp; Viele Jahre sp&auml;ter schrieb <em>Norbert Hammerschmidt<\/em> einen neuen Text namens &bdquo;Peter&ldquo; auf Jack Whites Melodie, die aber &auml;hnlich wenig erfolgreich war wie Tina Yorks Version.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>Heute kann uns mal die Welt gestohlen bleiben<\/strong>&ldquo; wurden die 1970er Jahre dann unspektakul&auml;r abgeschlossen, ein Hit wurde die typische <em>Jack-White<\/em>-Nummer nicht.<\/p>\n<p>Schon 1973 stellte <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> in seinem Song &bdquo;Der Teufel hat den Schnaps gemacht&ldquo; fest: &bdquo;Wer zu viel s&auml;uft, ist leider oft nur noch ein halber Mann&ldquo;. Vielleicht daran ankn&uuml;pfend, verfasste Textdichter <em>Kurt Hertha<\/em> f&uuml;r <em>Tina York<\/em> die blumenreicheren Zeilen &bdquo;<strong>Zu viel Schnaps im Blut tut der Liebe nicht gut<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>1980 hatte die Band &bdquo;<em>Bogart<\/em>&ldquo; einen Top-40-Hit namens &bdquo;<strong>Primaballerina<\/strong>&ldquo;. <em>Wolfgang Preu&szlig;<\/em> schrieb (diesmal unter echtem Namen und nicht unter Pseudonym &bdquo;<em>Jon Athan<\/em>&ldquo;) darauf einen deutschen Text zu Tina Yorks gleichnamiger deutscher Version. Der Song war ungew&ouml;hnlich f&uuml;r Tinas Repertoire, das ja bislang eher von Mitklatsch-Liedern der Marke <em>Jack White<\/em> gepr&auml;gt war Stichwort &bdquo;Kitchen-Sound&ldquo;). Hier gab sie eine gute Figur als Disco-S&auml;ngerin ab.<\/p>\n<p>Im n&auml;chsten Jahr standen f&uuml;r Tina gleich zwei einschneidende Ver&auml;nderungen an &ndash; erstens wechselte sie erneut die Plattenfirma und ging zur Hamburger Metronome. Vor allem von Bedeutung war der Wechsel des Produzenten &ndash; erstmals in ihrer Karriere vertraute sie sich einem neuen Produzenten an, fortan &uuml;bernahm <em>Norman Ascot<\/em> die Produktion. <em>Ascot<\/em> (b&uuml;rgerlich <em>Wolfgang Pliverts<\/em>) wurde bekannt als Produzent der deutschen Boygruppe &bdquo;<em>Teens<\/em>&ldquo; und arbeitete auch lange mit <em>Roland Kaiser <\/em>zusammen.<\/p>\n<p>Wie so viele Schlagerinterpreten jener Zeit, wollte auch Tina sich wandeln &#8211; sie sagte: &bdquo;<em>Ich bin reifer geworden und m&ouml;chte mehr als nur Stimmungstitel machen. Dieses Lied soll der Anfang zu einer ganz neuen Entwicklung werden.<\/em>&quot; &#8211; so war es am 01. Juli 1981 im Branchenblatt Musikmarkt zu lesen. Weiter hei&szlig;t es in dem Artikel: &bdquo;<em>selbst Skeptiker m&uuml;ssen zugeben, dass Tina York musikalisch und stimmlich bisher unter Wert gehandelt wurde<\/em>.&quot; &#8211; Wie bei den allermeisten anderen &auml;hnlich gelagerten Beispielen, ging die Rechnung langfristig nicht auf, wie wir heute wissen&#8230;.<\/p>\n<p>So war es kein Wunder, dass <em>Roland Kaiser <\/em>gemeinsam mit <em>Norbert Hammerschmidt<\/em> den deutschen Text f&uuml;r Tinas erste Single bei der Metronome, die bezeichnenderweise &bdquo;<strong>Ich bin da<\/strong>&ldquo; hie&szlig;, verfasste. Dabei handelte es sich um die deutsche Version des Hits des holl&auml;ndischen Frauen-Duos <em>Maywood,<\/em> das mit &bdquo;Distant Love&ldquo; einen Hit hatte. Freunde der Emanzipation werden vermutlich mit dem etwas unterw&uuml;rfigen Textinhalt nicht ganz konform gehen&hellip; Wenngleich sie damit nicht in die Verkaufshitparade kam, reichte es doch f&uuml;r eine Platzierung &ndash; man h&ouml;re und staune &ndash; in den damaligen Bravo-Lesercharts. Am 11.05.1981 stellte sie ihr Lied auch in der ZDF-Hitparade vor.<\/p>\n<p>Kurze Zeit sp&auml;ter erhielt Tina im August des Jahres den &bdquo;Premio del sol&quot; verliehen. Dieser Preis wurde allj&auml;hrlich von Radio Aleman, dem deutschen Rundfunk in Spanien, verliehen. Weitere Preistr&auml;ger waren 1981 <em>Hoffmann und Hoffmann<\/em> sowie <em>Henry Valentino<\/em>.<\/p>\n<p>Zu Hochzeiten der Neuen deutschen Welle blieb Tina dem klassischen Schlager treu und bekannte: &bdquo;<strong>Aber trotzdem bist Du immer noch mein Mann<\/strong>&ldquo;, geschrieben von <em>Candy de Rouge<\/em> (b&uuml;rgerlich <em>Wolfgang Detmann<\/em>) und <em>Gunther Mende<\/em>, die kurze Zeit sp&auml;ter mit <em>Jennifer Rush<\/em> gro&szlig;e Erfolge feiern konnten (der Song &bdquo;Power Of Love&ldquo; stammt von den beiden) &ndash; mit <em>Peter, Sue und Marc<\/em> konnte man schon erste Erfolge erzielen. Ganz bewusst setzte man damals auf Nachwuchsautoren &#8211; in einem Interview vom 15. M&auml;rz 1982 gab sie erstaunlich aktuelle Worte zu Protokoll: &bdquo;<em>Ein paar mehr Prozent deutsche Titel in unseren Rundfunkprogrammen w&auml;ren ja kein Fehler. Einheimische Autoren und Interpreten m&uuml;ssen zuerst zu Hause eine Chance kriegen, denn unser Markt ist doch nicht in &Uuml;bersee oder sonst wo&quot;.<\/em><\/p>\n<p>Bereits 1954 hatten &bdquo;<em>Sugar Boy And His Cane Cutters<\/em>&ldquo; mit &bdquo;Jack-A-Mo&rdquo; einen Hit. 1982 wurde der Song von der Saragossa Band als &bdquo;<strong>Aiko Aiko<\/strong>&ldquo; gecovert. Unter gleichem Namen ver&ouml;ffentlichte Tina dann davon eine deutsche Originalversion. Damit war die Metronome-Zeit wieder vorbei.<\/p>\n<p>Zwei Jahre sp&auml;ter, 1984, kehrte Tina f&uuml;r eine Single zur Ariola zur&uuml;ck und produzierte die deutsche Version des <em>Audrey-Landers<\/em>-Hits &bdquo;<strong>Little River<\/strong>&ldquo;. Co-Autor des Liedes war &uuml;brigens <em>Gerd Grabowski<\/em> alias &bdquo;<em>G. G. Anderson<\/em>&ldquo;. Den deutschen Text dieser <em>Jack-White<\/em>-Produktion verfasste <em>Kurt Hertha.<\/em><\/p>\n<p>Der ehemalige Funkbetreuer (bei der Hansa) <em>Michael Kudritzki<\/em>, der sp&auml;ter auch Manager und Ehemann von Tina wurde, nahm sich dann Tinas an und produzierte unter dem Label von <em>Ralph Siegels<\/em> Jupiter Records die deutsche Version des <em>Boris-Gardener<\/em>-Hits &bdquo;I Wanna Wake Up With You&ldquo;, &bdquo;<strong>Es ging mir noch nie so gut<\/strong>&ldquo;. Den Text des Songs schrieb <em>Norbert Hammerschmidt<\/em>. Spannend ist auch die B-Seite der Single &ndash; da singt Tina ihre Version des Welthits &bdquo;Stand By Your Man&ldquo; (&bdquo;Wer Liebe sucht&ldquo;).<\/p>\n<p>&bdquo;Alte Liebe rostet nicht&ldquo; &#8211; ein Jahr sp&auml;ter kehrte Tina f&uuml;r eine Single zur&uuml;ck zum Produzenten <em>Jack White<\/em>, der inzwischen sein eigenes Label hatte. Auf White Records wurde &bdquo;<strong>Ich will einen Mann mit Z&auml;rtlichkeit<\/strong>&ldquo; ver&ouml;ffentlicht &ndash; eine eher lieblose Ver&ouml;ffentlichung, wenn man bedenkt, dass <em>Severine<\/em> genau diesen Song bereits f&uuml;nf Jahre zuvor ver&ouml;ffentlicht hatte.<\/p>\n<p>Bei der kleinen Plattenfirma Musicolor lie&szlig; Tina die 1980er Jahre dann mit ihrem Eurodisco-Schlager &nbsp;&bdquo;<strong>Das Haus am Meer<\/strong>&ldquo; ausklingen. Wie schon im Fall <em>Mende\/de Rouge<\/em> 1982 war Tina ihrer Zeit wohl etwas voraus &ndash; den Song produzierte und schrieb ihr <em>Matthias Reim<\/em>, der genau ein Jahr sp&auml;ter zum Superstar avancierte. Ihren Schlager stellte sie zwar nicht in der ZDF-Hitparade vor, aber immerhin im damals popul&auml;ren &bdquo;Schlagerclub mit <em>Frank&ldquo; (Papke)<\/em> bei RTL.<\/p>\n<p>1993 wurde der Song &bdquo;<strong>Gino &ndash; lass mich heut Nacht nicht erfrieren<\/strong>&ldquo; als Single herausgebracht. Erneut wurde der Song von einem gro&szlig;en Namen komponiert &ndash; <em>Erik Silvester<\/em> schrieb diesen Titel. Privat lernte Tina kurz zuvor &uuml;ber ihren Hund Charly beim Spazierengehen Peter Rosenberger, ihren sp&auml;teren Ehemann, kennen, der auch als Fahrer u. a. von <em>Uwe Busse<\/em> t&auml;tig war.<\/p>\n<p>Mitte der 1990er Jahre wurden ihre Ver&ouml;ffentlichungen &uuml;ber das Label WPL-Records vertrieben. Los ging es 1995 mit der Single &bdquo;<strong>Doch was ich immer sehr gut kann<\/strong>&ldquo;, die vom damals recht aktiven aus <em>Wolfgang Pentinghaus, Hans-Werner Schade und Claudia Schorlemmer<\/em> bestehenden Team geschrieben wurde, das u. a. f&uuml;r die Ruhrgebiets-Gruppe &bdquo;<em>Rendezvous<\/em>&ldquo; t&auml;tig war.<\/p>\n<p><em>Schade<\/em> und <em>Pentinghaus<\/em> produzierten auch die Folge-Singles &bdquo;<strong>Heute Nacht<\/strong>&ldquo; (1996), <strong>&bdquo;Jetzt oder nie<\/strong>&ldquo; (1998) und &bdquo;<strong>Ich bin keine S&uuml;nde<\/strong>&ldquo; (1999) (- Zweifel an dieser Aussage stellen sich beim Anblick der Autogrammkarte zur Single &bdquo;Viel zu nah am Feuer&ldquo;).<\/p>\n<p>Ein kurzes Intermezzo folgte bei Koch-Records &ndash; aber mit &bdquo;<strong>Nicht von schlechten Eltern<\/strong>&ldquo; war 2000 kein Blumentopf zu gewinnen.<\/p>\n<p>Tinas n&auml;chste Singles erschienen beim Berliner Label &bdquo;Monopol&ldquo;. Als erste Single wurde der bereits aufgrund der f&uuml;r Tinas Verh&auml;ltnisse mit recht freiz&uuml;gigem Cover erw&auml;hnte Song &bdquo;<strong>Viel zu nah am Feuer<\/strong>&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. Produziert wurde die Single von <em>Johannes Lowien<\/em>, der seine ersten Erfolge mit <em>George le Bonsai<\/em> erzielte und zum Produzententeam von <em>Matthias Carras<\/em> z&auml;hlt (&bdquo;Song Design&ldquo;) und sp&auml;ter Produzent von Tinas Schwester <em>Mary Roos<\/em> wurde. In den n&auml;chsten Jahren blieb er auch Tinas &bdquo;Haus- und Hofproduzent&ldquo; und schrieb ihre Songs in der Regel gemeinsam zumeist mit dem Textdichter <em>Torben Neuhaus<\/em>.<\/p>\n<p>Mit diesem Team wurde 2001 die Single &bdquo;<strong>Ich darf das<\/strong>&ldquo; produziert &ndash; ein Lied &uuml;ber das &Auml;lterwerden, das das Album &bdquo;Stationen &ndash; von heute bis gestern&ldquo; ank&uuml;ndigte &ndash; ein bemerkenswertes Album, weil es einen guten &Uuml;berblick &uuml;ber Tinas Schaffen bis dato gibt &ndash; auch &bdquo;plattenfirmen&uuml;bergreifend&ldquo; &ndash; beginnend mit den ersten Erfolgen bis hin zu ihren damals aktuellen Hits. Besonders bemerkenswert ist, dass auch das Grand-Prix-Schmankerl &bdquo;Das alte Haus&ldquo; auf dem Silberling enthalten ist.<\/p>\n<p>Auf der CD enthalten ist auch die 2001 enthaltene Ballade &bdquo;<strong>Tief in meinem Herz<\/strong>&ldquo;. Da Tina auf dem Plattencover erneut tief nicht nur in ihr Herz blicken l&auml;sst, sei der Grammatikfehler (m&uuml;sste es nicht &bdquo;Tief in meinem Herzen&ldquo; hei&szlig;en?) ihr verziehen &ndash; frei nach dem Motto ihrer Vorg&auml;ngersingle: &bdquo;Sie darf das&ldquo;&hellip;<\/p>\n<p>Hie&szlig; es 2002 noch &bdquo;<strong>Irgendwas ist immer<\/strong>&ldquo;, war man 2003 bem&uuml;ht, den Sound der damals angesagten <em>Backstreetboys<\/em> zu adaptieren mit der Disco-Nummer &bdquo;<strong>Ich<\/strong> <strong>steh&lsquo; ich neben mir, steh&lsquo; ich neben Dir<\/strong>&ldquo;. Am&uuml;sant ist die Anekdote, dass Tina mit diesem Song zeitweise auf Platz 1(!) der Formatradio-Charts war im Bereich &ndash; Achtung! &ndash; &bdquo;Deutsch-Rock&ldquo;. Ja, sie ist schon eine tolle Rocker-Braut, die Tina.<\/p>\n<p>Regelm&auml;&szlig;ig ver&ouml;ffentlichte Tina weitere Singles wie &bdquo;<strong>Wie kann ich von Dir tr&auml;umen?<\/strong>&ldquo; (2004), &bdquo;<strong>Woher soll ich heute wissen, was ich morgen will?<\/strong>&ldquo; (2004), &bdquo;<strong>Du bist Champagner f&uuml;r die Augen<\/strong>&ldquo; (2005)und &bdquo;<strong>Manchmal darf man ja noch tr&auml;umen<\/strong>&ldquo; (2006) (- b&ouml;se Zungen erg&auml;nzten damals, dass das wohl der Traum von einem neuen Hit gewesen w&auml;re).<\/p>\n<p>Weiter ging es mit &bdquo;<strong>Wenn ich schlaf, bin ich ein Engel<\/strong>&ldquo; (2006), &bdquo;<strong>Warum gerade Du?<\/strong>&ldquo; (2007) und &bdquo;<strong>Wahre Liebe ist zu viel<\/strong>&ldquo; (2007). Die letzten Titel wurden auf einer Longplay-CD namens &bdquo;Ich tr&auml;ume mit Dir&ldquo; versammelt, wobei der letztgenannte Song sogar noch mal speziell f&uuml;r die Singleauskopplung neu abgemischt wurde. Auch die n&auml;chste Single aus dem Jahre 2008, &bdquo;<strong>Irgendwie hab&lsquo; ich Dich aus den Augen verloren<\/strong>&ldquo;, stammt aus dem Album. Im gleichen Jahr ver&ouml;ffentlichte sie mit &bdquo;<strong>Keine Angst, ich bin ja bei Dir<\/strong>&ldquo; auch noch eine neu aufgenommene Single.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>Kochen kann er besser als ich<\/strong>&ldquo; (2009 &ndash; wobei es Tina ihre Kochkunst in der Vox-Sendung &bdquo;das perfekte Promi-Dinner unter Beweis gestellt hat -); &bdquo;<strong>Du &ndash; ich hab&lsquo; da &rsquo;ne Idee<\/strong>&ldquo; (2009) und &bdquo;<strong>Heut Abend lass ich die Seele baumeln<\/strong>&ldquo; (2009) wurde dann die erste Dekade des neuen Jahrtausends abgeschlossen &ndash; das 10-j&auml;hrige Jubil&auml;um der Zusammenarbeit mit ihrem Produzenten <em>Johannes Lowien<\/em> konnte gefeiert werden. Im gleichen Jahr erschien eine weitere &bdquo;Best Of&ldquo;-CD mit Originalaufnahmen ihrer alten Hits (&bdquo;Wir lassen uns das Singen nicht verbieten &ndash; Best Of 2009&ldquo;).<\/p>\n<p>Die n&auml;chsten Singles von Tina waren &bdquo;<strong>Ciao, mein Lieber &ndash; ciao<\/strong>&ldquo; (2010), &bdquo;<strong>M&auml;nner l&uuml;gen nie<\/strong>&ldquo; (2010), &bdquo;<strong>Ich schaff&lsquo; es nicht, Dich nicht zu lieben<\/strong>&ldquo; (2011), &bdquo;<strong>Drau&szlig;en geht schon gleich die Sonne auf<\/strong>&ldquo; (2011), &bdquo;<strong>Mit Dir ist jeder Tag ein Sonntag<\/strong>&ldquo; (2012) und ihre &bdquo;Kurzbiografie&ldquo; &bdquo;<strong>Musik (wird immer ein Teil von mir sein<\/strong>)&ldquo; (2013).<\/p>\n<p>Getreu eines Mottos von <em>Coco Chanel<\/em> wurde 2013 eine Single mit dem originellen Titel &bdquo;<strong>Alter sch&uuml;tzt vor Liebe nicht<\/strong>&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. Unter der Produktion von <em>Johannes Lowien<\/em> wurde diesmal eine Komposition von <em>Andreas Zaron<\/em> ausgew&auml;hlt.<\/p>\n<p>2014 wechselte Tina die Plattenfirma &ndash; hin zum sehr umtriebigen Schlagerlabel Telamo. Dort erschien nicht nur ihre erste Single unter bew&auml;hrter Produktionsregie namens &bdquo;<strong>Das mach&lsquo; ich doch mit links<\/strong>&ldquo;, sondern auch eine weitere Best Of-Doppel-CD (&bdquo;Typisch ich! So bin ich &ndash; wo war ich&ldquo;) mit alten und neuen Erfolgen. Im Herbst erschien die Ballade &bdquo;<strong>F&uuml;r jedes Lachen muss ein Weinen stehen<\/strong>&ldquo;.<\/p>\n<p>Nach imposanten fast 15 Jahren Zusammenarbeit mit <em>Johannes Lowien<\/em> wechselte Tina 2015 den Produzenten und entschied sich f&uuml;r Erfolgs-Produzent <em>Stefan P&ouml;ssnicker<\/em> und dessen Label Mania Music. Das erste Ergebnis der Zusammenarbeit ist die von <em>Andreas Zaron<\/em> und <em>Martin Langer<\/em> geschriebene Single &bdquo;<strong>Da h&ouml;r&lsquo; ich mit nicht &rsquo;nein&lsquo; sagen<\/strong>&ldquo;. <em>P&ouml;ssnicker <\/em>tritt &uuml;brigens selber unter dem Namen &bdquo;<em>Stefan Peters<\/em>&ldquo; auf. Der hatte &uuml;brigens als S&auml;nger &bdquo;gigantische Erfolge&ldquo;: Wer kennt sie nicht die Single, f&uuml;r die er laut eigenen Angaben 1994 eine &bdquo;Goldene Schallplatte&ldquo; (!?!?) erhielt namens &bdquo;Zwischen Himmel und H&ouml;lle&ldquo;&hellip;.<\/p>\n<p>Wenngleich Tina regelm&auml;&szlig;ig neue Ver&ouml;ffentlichungen produziert, steht sie doch leider sehr im Schatten ihrer Schwester Mary Roos. Dennoch kann sich ihre imposante Discografie mehr als sehen lassen, hat sie sich doch &uuml;ber Jahrzehnte im Haifischbecken der Schlagerbranche halten k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Stephan Imming, 28.12.2015<br \/>http:\/\/www.telamo.de<br \/>http:\/\/www.tina-york.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuzugang 22.12.1975!\u00a0 Die S&auml;ngerin TINA YORK wurde am 29.04.1954 als Monika Schwab in Bingen am Rhein geboren. 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