{"id":81379,"date":"2016-01-26T00:00:00","date_gmt":"2016-01-26T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=81379"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"PEGGY-MARCH-smago-Serie-Schlage-81378","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/PEGGY-MARCH-smago-Serie-Schlage-81378\/","title":{"rendered":"PEGGY MARCH <br \/>smago! Serie &quot;Schlager-R\u00fcckblick &quot;vor 40 Jahren&quot; von Stephan Imming: Teil 47 \u2013 Peggy March &#8211; &quot;Du &#8211; mach mich nicht an&quot; &#8211; Teil 1!"},"content":{"rendered":"<p>Neuzugang 12.01.1976!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 8. August 1948 um 20.24 Uhr wurde Margaret Annemarie Battavio als Tochter eines Ingenieurs in Landsale&nbsp; (Pennsylvania) geboren. W&auml;hrend ihre Eltern auch US-Amerikaner waren, hatte die Familie vornehmlich italienische Wurzeln &ndash; beide Gro&szlig;v&auml;ter stammten aus Italien. 1952 kam noch eine Schwester namens <em>Linda<\/em> zur Welt. &ndash; Da der italienische Name sich f&uuml;r die Showwelt weniger zu eignen schien in den USA, erfand man den K&uuml;nstlernamen PEGGY MARCH f&uuml;r Miss Battavio.<\/p>\n<p>Der Legende nach (genauer gesagt nach Aussage von Peggys Mutter) soll das T&ouml;chterchen bereits als Kleinkind mit zwei Jahren Fernseh-Werbespots nachgespielt haben.<\/p>\n<p>Wenngleich in Peggys Familie keinerlei musikalische Tradition herrschte, begann sie schon sehr fr&uuml;h, sich mit Musik zu besch&auml;ftigen. So sorgte ihre Musiklehrerin <em>Verna Kerr<\/em> daf&uuml;r, dass sie mit f&uuml;nf Jahren in der lokalen Sendung &bdquo;<em>Rex Tailor&rsquo;s<\/em> Stars Of Tomorrows&ldquo; auftreten durfte.<\/p>\n<p>Bereits mit zarten acht Jahren schloss Peggy sich einer Band an, den &bdquo;<em>Tune Dusters<\/em>&ldquo;. Mit der Gruppe hatte sie recht gro&szlig;e Aufritte &ndash; zun&auml;chst auf Jahrm&auml;rkten, sp&auml;ter dann sogar im Radio bei lokalen Gr&ouml;&szlig;en wie <em>Tony Grant<\/em>. Einige Jahre sp&auml;ter verlie&szlig; Peggy die Band wieder, um als Solistin t&auml;tig zu werden. In dieser Zeit absolvierte sie bereits im regionalen Fernsehen in Kindershows wie der &bdquo;<em>Sally Starr<\/em> Show&ldquo; erste TV-Auftritte. Mit zehn Jahren war sie sogar in der bekannten Kinder-Variet&eacute;-Sendung &bdquo;Horn &amp; Hardart&rsquo;s Children Hour&ldquo; zu Gast.<\/p>\n<p>W&auml;hrend in den Anfangsjahren sich die Eltern um gesch&auml;ftliche Belange ihrer Tochter k&uuml;mmerten &ndash; unterst&uuml;tzt von Peggys musikalischer Entdeckerin und Mentorin <em>Verna Kerr<\/em>&#8211; schien es 1962 angezeigt, einen Manager mit der Organisation von Peggys beginnender Karriere zu betrauen, da sie &uuml;ber den Amateur-Status langsam hinaus war. Hintergrund war das so genannte &bdquo;<em>Coogan<\/em> Gesetz&ldquo;, das daf&uuml;r Sorge tragen sollte, dass von Minderj&auml;hrigen verdientes Verm&ouml;gen diesen bei deren Vollj&auml;hrigkeit auch zur Verf&uuml;gung stehen muss und nicht durch die Eltern verbraucht werden darf. Dazu bedurfte es &ndash; im Falle eines professionellen Engagements, wie es bei Peggy angestrebt wurde &ndash; eines Managers.<\/p>\n<p>Genau in dieser Zeit lernte die Familie <em>Russell Smith<\/em> kennen, der die junge Dame bei der Hochzeitsfeier ihrer Cousine singen geh&ouml;rt hatte und direkt mit ihren Eltern Kontakt aufnahm. Wenngleich Peggys Vater alles andere als begeistert gewesen sein soll von den Profi-Ambitionen seiner Tochter, &uuml;berzeugte ihn deren Argument, dass man nicht wisse, ob jemals wieder so eine Chance kommen w&uuml;rde &ndash; schlie&szlig;lich hatte <em>Russell Smith<\/em> sehr gute Kontakte zur Musikbranche, und so willigte &bdquo;Papa March&ldquo; ein.<\/p>\n<p>Berits kurze Zeit sp&auml;ter arrangierte der frisch engagierte Manager ein Treffen mit den damaligen Verantwortlichen der US-Plattenfirma RCA Victor, bei der damals auch <em>Elvis Presley<\/em> unter Vertrag stand. <em>Hugo Peretti<\/em> und <em>Luigi Creatore, <\/em>die damals u. a. mit <em>Sam Cooke<\/em> zusammenarbeiteten, waren begeistert von der jungen S&auml;ngerin, zumal diese bei einem vereinbarten Vorsingen a capella singen musste, weil der eigentlich vorgesehene Pianist nicht zum vereinbarten Termin erschien, und nahmen sie noch 1961 unter Vertrag. In der Folgezeit wurde zun&auml;chst einmal passendes Material f&uuml;r das junge Talent gesichtet.<\/p>\n<p>Am 25. Oktober 1962 wurde dann die erste Single aufgenommen (&bdquo;<strong>Little Me<\/strong>&ldquo;), die bereits am 6. November des Jahres auf dem US-Markt erschien. Wohl wegen des Liedtitels verpasste man Peggy March ein &bdquo;Little&ldquo; vor den Namen &ndash; fortan hie&szlig; sie &bdquo;Little Peggy March&ldquo;. &bdquo;March&ldquo; wurde &uuml;brigens gew&auml;hlt, weil wie erw&auml;hnt ihr realer Name zu sperrig klang und sie im M&auml;rz (englisch &bdquo;March&ldquo;) geboren wurde. Ein gro&szlig;er kommerzieller Erfolg wurde das Erstlingswerk, ein Song aus dem Musical &bdquo;Sid Caesar&ldquo;, das damals am Broadway aufgef&uuml;hrt wurde, noch nicht.<\/p>\n<p>Auf der Suche nach einem Nachfolgetitel stie&szlig;en Peggys damalige Produzenten <em>Hugo<\/em> und <em>Luigi <\/em>auf einen Hit der Schlagers&auml;ngerin <em>Petula Clark<\/em>, die mit ihrem Lied &bdquo;Chariot&ldquo; in Frankreich einen guten Erfolg hatte, wobei der Song auch in Frankreich bereits zuvor von &bdquo;<em>Les Satellites<\/em>&ldquo; und <em>Paul Mauriat<\/em> und auch von <em>Frank Pourcel<\/em> ver&ouml;ffentlicht worden war). <em>Paul Mauriat<\/em> war &uuml;brigens auch der Komponist des Liedes &ndash; er ver&ouml;ffentlichte das Lied allerdings unter dem Pseudonym <em>del Roma<\/em>.<\/p>\n<p>Die Textdichter <em>Arthur Altman<\/em> und <em>Norman Gimbel<\/em> wurden beauftragt, einen englischen Text zu diesem Song zu verfassen. Am 7. Januar 1963 wurde der Titel aufgenommen und kurze Zeit sp&auml;ter, am 22. Januar 1963, bereits als Single ver&ouml;ffentlicht. &bdquo;<strong>I Will Follow Him<\/strong>&ldquo; sollte &bdquo;Little Peggy March&ldquo; zum gro&szlig;en Durchbruch verhelfen. Im M&auml;rz des Jahres ging das Lied in die US-Hitparade, wo sie am 27. April 1963 Spitzenreiter wurde. Damit war &ndash; passend zum Namen &bdquo;Little&ldquo; &ndash; Peggy mit ihren damals 15 Jahren die bis dato j&uuml;ngste Nummer Eins der amerikanischen Popgeschichte. Immerhin drei Wochen biss sich Peggy an der Spitze der US-Charts fest.<\/p>\n<p>Nicht ganz so erfolgreich war die Nachfolge-Scheibe &bdquo;<strong>I Wish, I Were a Princess<\/strong>&ldquo; &ndash; immerhin reichte es erneut f&uuml;r die US-Top-40. Kurz darauf erschien eine weitere Single: &bdquo;<strong>Hello Heartache, Goodbye Love<\/strong>&ldquo;. Kurios: W&auml;hrend in den USA die Nummer bei weitem nicht so ankam wie der &bdquo;I Will Follow Him&ldquo;-Hit, war genau dieser Song der erste und einzige Titel, den Peggy je in den britischen Charts unterbringen konnte (immerhin Top 30).<\/p>\n<p>Unter der Produktion des deutschen Musikproduzenten <em>Wolf Kabitzky<\/em>, des Ehemanns <em>Johanna von Koczians<\/em>, &nbsp;entstand im September 1963 Peggys erste deutsche Single &ndash; die deutsche Version ihres Titels &bdquo;Dream World&ldquo;. &bdquo;<strong>Tino<\/strong>&ldquo; wurde zun&auml;chst noch kein Hit bei uns. Allerdings gab sie mit der Nummer ihr Europa-Debut, indem sie im Rahmen der damaligen Berliner Funkausstellung diesen Titel vorstellte.<\/p>\n<p>Im Oktober erschien eine weitere Single Peggys auf dem US-Markt, die aber nicht mehr sonderlich erfolgreich war (&bdquo;<strong>The Impossible Happened<\/strong>&ldquo; war eine Nummer 57 in den Staaten).<\/p>\n<p>Am 11. Dezember 1963 war die S&auml;ngerin wieder in Deutschland &ndash; diesmal nahm sie keine Adaptionen eigener Hits auf, sondern von bekannten Schlagerkomponisten ma&szlig;geschneiderte Lieder. Darunter war &bdquo;<strong>Lady Music<\/strong>&ldquo; aus der Feder von <em>Henry Mayer<\/em> und <em>Hans Bradtke<\/em>. Mit dem Titel trat sie am 18. Januar 1964 in der damals sehr popul&auml;ren TV-Show von <em>Caterina Valente<\/em> (&bdquo;Bonsoir Catrin&ldquo;) auf und kam daraufhin erstmals mit einer deutschsprachigen Nummer in die deutschen Hitparaden.<\/p>\n<p>W&auml;hrend die Karriere in Deutschland immer besser ins Laufen kam, wurden die Plattenverk&auml;ufe in ihrer amerikanischen Heimat r&uuml;ckl&auml;ufig &ndash; mit &bdquo;<strong>I&rsquo;m Watching Every Little Move You Make<\/strong>&ldquo; schaffte Peggy es in den USA gerade mal bis auf Platz 84.<\/p>\n<p>Die n&auml;chste deutschsprachige Single, erneut von <em>Henry Mayer <\/em>komponiert und diesmal von <em>Claus Ritter<\/em> (, der 1959 auch einen Song von <em>Udo J&uuml;rgens<\/em> mit vertonte: &bdquo;Einer kommt&ldquo;,) getextet, wurde hingegen wieder ein guter Erfolg &ndash; der Schlager &bdquo;<strong>Wenn der Silbermond<\/strong>&ldquo; kam bis auf Platz 15 der hiesigen Charts. Ab dieser Nummer lie&szlig; man das &bdquo;Little&ldquo; aus Peggys Namen weg.<\/p>\n<p>Am 8. Juni 1964 nahm Peggy in Berlin den <em>Mayer\/Bradtke<\/em>-Schlager &bdquo;<strong>Hallo Boy<\/strong>&ldquo; auf. Es reichte erneut f&uuml;r einen Top-20-Hit. Die B-Seite dieser Single, die <em>Charly-Niessen<\/em>-Nummer &bdquo;Der Schuster macht sch&ouml;ne Schuhe&ldquo;, pr&auml;sentierte die Amerikanerin im Rahmen eines Gastauftritts im Kinofilm &bdquo;Die lustigen Weiber von Tirol&ldquo;. Auch die A-Seite pr&auml;sentierte sie im Rahmen eines Films, n&auml;mlich im Kinofilm &bdquo;Ich kauf&lsquo; mir lieber einen Tirolerhut&ldquo;.<\/p>\n<p>Erneut waren es <em>Henry Mayer<\/em> und <em>Hans Bradtke<\/em>, die Peggy einen Schlager auf den Leib schrieben &ndash; im Oktober 1964 aufgenommen, stieg der Song &bdquo;<strong>Goodbye, goodbye, goodbye<\/strong>&ldquo; im Januar 1965 in die deutschen Charts ein und wurde Peggys erster Top-10-Hit in Deutschland. Kurz zuvor pr&auml;sentierte sie sich am 12. Dezember 1964 in der damals sehr popul&auml;ren TV-Show &bdquo;Schlagermagazin&ldquo; von <em>Werner M&uuml;ller<\/em>. Unter anderem waren damals auch <em>Paul Anka<\/em> und <em>Rita Pavone<\/em> zu Gast &ndash; mit letzterer posierte Peggy auch auf Fotos, wobei man ins Schmunzeln kommt, dass es Peggy war, der einst der Namenszusatz &bdquo;Little&ldquo; gegeben wurde angesichts des Gr&ouml;&szlig;enunterschieds der beiden&hellip;<\/p>\n<p>Aber nicht nur in Deutschland lief die Karriere der jungen Amerikanerin super &ndash; auch in Japan wurden erfolgreich Tontr&auml;ger ver&ouml;ffentlicht. Und in Italien nahm sie mit dem Titel &bdquo;<strong>Passo su Passo<\/strong>&ldquo; sogar am ber&uuml;hmten San-Remo-Festival teil, war allerdings mit dem Song nicht f&uuml;r das Finale des Wettbewerbs qualifiziert. Mit einer von <em>Ennio Morricone<\/em> produzierten LP schoss sie dennoch in die italienischen Charts und landete dort mit &bdquo;<strong>Te ne vai<\/strong>&ldquo; einen gro&szlig;en Hit.<\/p>\n<p>Im Fr&uuml;hjahr 1965 wurde der <em>Charly-Niessen<\/em>-Song &bdquo;<strong>Er schoss mir eine Rose<\/strong>&ldquo; ver&ouml;ffentlicht, den Peggy Ende Oktober 1964 aufgenommen hatte &ndash; auch mit dem Song kam sie in die deutschen Charts.<\/p>\n<p>Bereits im Herbst 1964 rief der Verein &bdquo;Deutsche Schlager-Festspiele e. V.&ldquo; Komponisten und Textdichter dazu auf, einen Schlager f&uuml;r den damals &auml;u&szlig;ert popul&auml;ren Wettbewerb zu schreiben. Aus bis Ende Januar 1965 234 eingereichten Titeln w&auml;hlte eine Jury, die unter dem Vorsitz von <em>Franz Grothe<\/em> tagte, 24 Schlager aus. Zwei davon wurden von Peggy March interpretiert. Das Lied &bdquo;Liebesbriefe&ldquo;, sp&auml;tere B-Seite, schaffte es nicht in die Endrunde. Dieses Schicksal teilte der Song &uuml;brigens mit dem Lied &bdquo;<strong>Sommerwind<\/strong>&ldquo;. Der Clou: Die Autoren <em>Henry Mayer<\/em> und <em>Hans Bradtke<\/em>, die ja eigentlich gerade Peggys Stammautoren waren, schrieben das Lied f&uuml;r <em>Grethe Ingmann<\/em>, die den Song auch in d&auml;nischer und englischer Sprache aufnahm. Diese englische Demo-Aufnahme der 1963er Eurovisionssiegerin kriegte Weltstar Frank Sinatra zu h&ouml;ren. Der Rest ist Geschichte &ndash; das Lied, das bei der Vorentscheidung zu den Schlagerfestspielen durchfiel, wurde in der Version von <em>Frank Sinatra<\/em> als &bdquo;Summerwind&ldquo; ein Welthit &ndash; komponiert vom Deutschen <em>Henry Mayer<\/em>, der b&uuml;rgerlich &uuml;brigens <em>Heinz Meier<\/em> hie&szlig;.<\/p>\n<p>Auf einer Internetseite zum Thema <em>Frank Sinatra<\/em> wird &uuml;brigens behauptet, dieser sei &uuml;ber Peggy Marchs deutsche Version des Liedes auf den Song gesto&szlig;en &ndash; wenn man bedenkt, dass die damals ja durchaus popul&auml;r war in den Staaten, ist auch diese Version nicht unwahrscheinlich.<\/p>\n<p>Zur&uuml;ck zu Peggy March &ndash; die trat am 12. Juni 1965 mit dem &bdquo;Doppelkorn&ldquo; (Musik und Text schrieb der damals 41-j&auml;hrige Heinz Korn) &bdquo;<strong>Mit 17 hat man noch Tr&auml;ume<\/strong>&ldquo; an und gewann &uuml;berraschend den Wettbewerb als erste Amerikanerin. Zum Verdruss vieler damaliger Schlagerfreunde waren die Top-3-Siegerinnen der Schlagerfestspiele ja ausl&auml;ndischer Nationalit&auml;t: Mit Vorjahressiegerin <em>Siw Malmkvist<\/em> wurde eine Schwedin Dritte, <em>Wencke Myhre<\/em> holte als Norwegerin Silber und eben Peggy als Amerikanerin Gold.<\/p>\n<p>Der Song wurde ein gro&szlig;er Hit in Deutschland und wurde hierzulande Peggys mit Abstand gr&ouml;&szlig;ter Erfolg. Sie nahm ihn im Mai 1965 auf und war somit zum Zeitpunkt der Aufnahme tats&auml;chlich 17 Jahre alt. Peggy nahm den Song in mehreren Sprachen auf &ndash; u. a. auf Englisch (&bdquo;Heaven For Lovers&ldquo;) und Franz&ouml;sisch (&bdquo;Quand on n&rsquo;a que dix-sept ans&ldquo;). In der DDR wurde der Titel von S&auml;ngerin <em>Ina Martell<\/em> zu einem Hit gemacht. Zahlreiche Coverversionen wurden in sp&auml;teren Jahren und Jahrzehnten ver&ouml;ffentlicht, zuletzt u. a. von DSDS-Teilnehmerin <em>Vanessa Neigert<\/em> und den Grand-Prix-Veteranen der Gruppe <em>Wind. <\/em><\/p>\n<p>In dem Buch &bdquo;Schlager, die wir nie vergessen&ldquo; hat Autorin <em>Susanne Fischer<\/em> einen bemerkenswerten Aufsatz zum Text von &bdquo;Mit 17 hat man noch Tr&auml;ume verfasst&ldquo;, wobei (in Anspielung auf den Lied-Verfasser) nicht bekannt ist, wie viele &bdquo;Korn&ldquo; sie sich dabei einverleibt hat. Angesichts ihres Schlusssatzes m&uuml;ssen es einige gewesen sein: &bdquo;<em>Mit 17 hat man noch Tr&auml;ume, der Siegersong des deutschen Tu-Nix-Festivals 1965 , war vielleicht gar nicht einmal soooo &uuml;bel. Das bisschen versch&auml;mte Triebunterdr&uuml;ckung, verschwiemelte Sexualsymbolik, restriktiv-militaristische Tendenz, Ablenkungsman&ouml;ver von gesellschaftlichen Auseinandersetzungen&hellip;<\/em>&ldquo; &ndash; usw. &ndash; toll, was man aus so einem Schlager alles herauslesen kann&hellip;<\/p>\n<p>Peggy selbst sang als Gastschauspielerin den Titel auch im Schlagerfilm &bdquo;Tausend Takte &Uuml;bermut&ldquo;. Auch im 1965er Spielfilm &bdquo;Ein Ferienbett mit 100 PS&ldquo; spielte die junge S&auml;ngerin sich selbst.<\/p>\n<p><em>Charly Niessen<\/em> und <em>Claus Ritter<\/em> schrieben f&uuml;r Peggy dann den Nachfolgetitel ihres Superhits &ndash; erneut gab die junge Amerikanerin sich nachdenklich: &bdquo;<strong>Die sch&ouml;nen Stunden gehen schnell vorbei<\/strong>&ldquo; &ndash; immerhin reichte es f&uuml;r einen 25. Platz in der deutschen Verkaufshitparade.<\/p>\n<p>Der Belgier <em>Marcel Peeters<\/em> schrieb unter dem Pseudonym &bdquo;<em>Peter Laine<\/em>&ldquo; f&uuml;r Peggy den Schlager &bdquo;<strong>Sechs Tage lang<\/strong>&ldquo; &ndash; mit der Single konnte aber kein Blumentopf gewonnen werden, sie kam nicht in die Hitparaden, da half auch der Text des &uuml;beraus renommierten <em>Kurt Feltz<\/em> nichts.<\/p>\n<p>Auf Dr&auml;ngen ihres Managers <em>Russell Smith<\/em> wurde dann ein Duett mit dem Amerikaner <em>Benny Thomas<\/em> (in anderen Quellen auch &bdquo;<em>Bennie Thomas<\/em>&ldquo; geschrieben) aufgenommen: &bdquo;<strong>Die Antwort wei&szlig; ganz allein der Wind<\/strong>&ldquo;. Hintergrund war, dass <em>Thomas<\/em> auch im Management von <em>Smith <\/em>war. Peggy war nicht begeistert von dieser Zusammenarbeit &ndash; insbesondere warf die Perfektionistin ihrem Duettpartner mangelnde Professionalit&auml;t vor, konnte sich aber nicht durchsetzen. Vermutlich war sie &bdquo;not amused&ldquo;, dass es Zeitschriften gab, in denen angedeutet wurde, sie und Benny seien ein Paar.<\/p>\n<p>Ein Jahr zuvor ver&ouml;ffentlichte mit dem Nachwuchss&auml;nger eine ganze LP mit dem Namen &bdquo;In our fashion&ldquo;. &ndash; Die B-Seite der deutschen Single, &bdquo;Tausend Steine&ldquo;, sangen die beiden &uuml;brigens im Film &bdquo;Das Spukschloss im Salzkammergut&ldquo;. Ein weiterer Schauspieler dieses Films war &uuml;brigens der junge <em>Udo J&uuml;rgens<\/em>.<\/p>\n<p>Mit dem <em>Henry-Mayer<\/em>-Titel &bdquo;<strong>Hundert Jahre und noch mehr<\/strong>&ldquo; &ndash; wieder solo eingesungen &ndash; war Peggy wieder in der Spur. Der flotte Schlager schaffte es in die Top-20 der deutschen Bestenlisten.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;<strong>Sweetheart, schenk mir einen Ring<\/strong>&ldquo; war der ungeliebte Duettpartner <em>Benny Thomas<\/em> wohl nicht gemeint &ndash; es reichte f&uuml;r eine Top-40-Notiz in den deutschen Hitparaden, damit war auch der Schlagerjahrgang 1966 f&uuml;r Peggy Geschichte. In jenem Jahr wirkte sie (sich wieder mal selbst spielend) in dem Film &bdquo;Das s&uuml;ndige Dorf&ldquo; mit.<\/p>\n<p>Trotz ihrer gro&szlig;en musikalischen Erfolge beendete sie ihren Schulabschluss in der Landscale Catholic Highschool (Peggy ist katholisch).<\/p>\n<p>Im Folgejahr brach kurzzeitig eine Welt f&uuml;r Peggy zusammen. Manager <em>Russell Smith<\/em> brannte mit dem gemeinsam verdienten Geld durch. Im Teenagermagazin Bravo war zu lesen, dass &bdquo;<em>von 320.000 DM nur noch 2.000 DM<\/em>&ldquo; &uuml;brigblieben. Der Mann, der daf&uuml;r zust&auml;ndig war, dass die S&auml;ngerin das von ihr erwirtschaftete Geld ordnungsgem&auml;&szlig; erhalten sollte, lie&szlig; der S&auml;ngerin gerade 500 Dollar (so sagen es viele andere Quellen) und war von da an nicht mehr gesehen.<\/p>\n<p>An ihrem 19. Geburtstag, am 8. M&auml;rz 1967, wurde Peggy von drei RCA-Sekret&auml;rinnen zum Essen ausgef&uuml;hrt. Am gleichen Tag hatte sie ein Treffen mit einem gewissen <em>Arnie Harris<\/em>, der damit lieb&auml;ugelte, neuer Manager Peggys zu werden. Durch das Essen hatte die S&auml;ngerin, die laut eigener Aussage &uuml;ber die Verabredung nicht informiert worden war, sich um eine Stunde versp&auml;tet &ndash; ein denkbar schlechter Start f&uuml;r eine sp&auml;tere unglaublich gute Zusammenarbeit, die so gut wurde, dass die beiden ein Jahr sp&auml;ter heirateten und ein weiteres Jahr sp&auml;ter (auf Anraten <em>Arnie Harris<\/em>&lsquo;) nach Deutschland zogen &#8211; genau gesagt in die Klopstockstr. 1 a nach M&uuml;nchen, wie die Bravo zu berichten wusste.<\/p>\n<p>Die erste 1967er Single ist ein Kuriosum, das oft in der deutschen Schlagergeschichte zu konstatieren ist: Die Plattenfirma w&auml;hlt einen &bdquo;Hit&ldquo; als A-Seite aus, aber das Publikum entscheidet nachtr&auml;glich anders. Im Falle von Peggy March war es so, dass der Song &bdquo;Male nicht den Teufel an die Wand&ldquo; mit entsprechendem Single-Cover (Peggy steht vor einer Mauer, auf der offensichtlich mit Kreide ein Teufel hingemalt wurde) als Single erschien. Offensichtlich gefiel dem Publikum aber ein anderer Song besser &ndash; und wie: Die <em>Henry Mayer \/ Hans Bradtke<\/em>-Nummer &bdquo;<strong>Memories of Heidelberg<\/strong>&ldquo; schlug rasant ein, es wurde ein Top-5-Hit. Hilfreich war sicher ein Auftritt im damals sehr popul&auml;ren &bdquo;Musik aus Studio B.&ldquo;. Sp&auml;ter nahm auch <em>Gus Backus<\/em> den Song auf, allerdings nicht ann&auml;hernd so erfolgreich.<\/p>\n<p>Mit dem n&auml;chsten Schlager &bdquo;<strong>Romeo und Julia<\/strong>&ldquo;, der am 26. August 1967 beim gro&szlig;en &bdquo;Gala-Abend der Schallplatte&ldquo;&nbsp; vorgestellt wurde, &nbsp;konnte dann noch mal &bdquo;einer draufgesetzt&ldquo; werden &ndash; der Song schlug m&auml;chtig ein, auch wenn Schlagerkenner <em>Reiner Moritz<\/em> sich spitzfindig mit dem Text des Schlagers auseinandergesetzt hat: &bdquo;<em>Peggy Marchs Texter Hans Bradtke griff in Romeo und Julia geografisch knapp daneben, als er singen lie&szlig;: &sbquo;Wir, wir beide sind nicht Romeo und Julia &ndash; und sind auch nicht zu Hause in Florenz. &ndash; Wir, wir beide machen Romeo und Julia &ndash; in puncto Tr&auml;nen keine Konkurrenz&lsquo;. Man sieht, welche ungeheuren Auswirkungen der Reimzwang hat. Das Schlusswort &sbquo;Konkurrenz&lsquo; ruft den fatalen Irrtum &sbquo;Florenz&lsquo; hervor, wobei, zugegebenerma&szlig;en, das Reimwort &sbquo;Verona&lsquo; die Texterei nicht erleichtert h&auml;tte. Versuche mit &sbquo;so nah&lsquo;, &sbquo;Ilona&lsquo;, &sbquo;doch da&lsquo; oder &auml;hnlichem h&auml;tte Hans Bradtke freilich unternehmen k&ouml;nnen.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>Das Publikum nahm solche Ungenauigkeiten nicht krumm &ndash; der Song war Peggys langlebigster Hit in den deutschen Charts, die Nummer hielt sich dort 22 Wochen.<\/p>\n<p>Auch die n&auml;chste Ver&ouml;ffentlichung, der Country-angehauchte Song&bdquo;<strong>Telegramm aus Tennessee<\/strong>&ldquo;, wurde ein Top-15-Erfolg in Deutschland. Die Single erschien interessanterweise in zwei Versionen &ndash; einmal Peggy mit gewohnt dunklen Haaren, dann aber auch mit blond gef&auml;rbten Haaren.<\/p>\n<p>Auch &bdquo;<strong>Canale Grande Number One<\/strong>&ldquo;, erneut eine <em>Henry-Mayer<\/em>-Komposition, konnte sich in den deutschen Charts durchsetzen &ndash; erneut konnte ein Top-20-Erfolg erzielt werden.<\/p>\n<p>Am 19. Mai 1968 machte Peggy dann N&auml;gel mit K&ouml;pfen und heiratete in New York ihren neuen Manager <em>Arnie Harris<\/em> in New York. Zu dem Zeitpunkt war Peggy 20 Jahre und ihr Ehemann 40 Jahre alt &#8211; allen Vorurteilen zum Trotz hielt die Ehe lebenslang &#8211; also bis zum Tod Arnie Harris&#39; im Jahr 2013.<\/p>\n<p>Da man wohl kein aktuelles Material verf&uuml;gbar hatte, wurde im Sommer 1968 die zwei Jahre zuvor in Berlin aufgenommene &bdquo;<strong>Das ist Musik f&uuml;r mich<\/strong>&ldquo; von <em>Charly Niessen<\/em> und <em>Claus Ritter<\/em> auf den Markt gebracht &ndash; immerhin erzielte man auch mit der Ver&ouml;ffentlichung einen 21. Platz in den deutschen Hitparaden. Mit dieser Single-Ver&ouml;ffentlichung war Peggy dann endg&uuml;ltig &bdquo;erblondet&ldquo;. Die Bravo ahnte, dass das kein Riesen-Hit werden w&uuml;rde: &bdquo;<em>Eine Nummer 1 d&uuml;rften wohl weder &sbquo;Das Gl&uuml;ck l&auml;sst sich Zeit&lsquo; noch &sbquo;Das ist Musik f&uuml;r mich&lsquo; &nbsp;werden. Aber es sind h&uuml;bsche, melodi&ouml;se, z&auml;rtliche Lieder: Das ist Musik f&uuml;r alle Anh&auml;nger von Peggy March.<\/em>&ldquo;<\/p>\n<p>Das im beschwingten Dixie-Stil gehaltene &bdquo;<strong>Mississippi Shuffle Boat<\/strong>&ldquo; stach 1968 erfolgreich in See &ndash; der Schlager von <em>Henry Mayer<\/em> und <em>Georg Buschor<\/em> kam erneut in die Hitparaden.<\/p>\n<p>Am 3. September 1968 lie&szlig; sich Peggys Plattenfirma etwas Besonderes einfallen: F&uuml;r die erfolgreichen Abs&auml;tze ihrer Schallplatten &bdquo;Romeo und Julia&ldquo;, &bdquo;Telegramm aus Tennessee&ldquo;, &bdquo;Memories of Heidelberg&ldquo; und &bdquo;Canale Grande Nomber one&ldquo; wurde ihr f&uuml;r 3 Millionen verkaufte Schallplatten eine goldene Schallplatte &uuml;berreicht.<\/p>\n<p>Peggy war auf dem H&ouml;hepunkt ihrer Popularit&auml;t &ndash; hinter <em>Wencke Myhre<\/em> und <em>Manuela<\/em> gewann sie Ende 1968 den Preis der Jugendzeitschrift Bravo. Was hingegen nicht so zu Peggy passte, war offensichtlich der Walzer-Rhythmus, jedenfalls war ihr &bdquo;<strong>Yesterday Waltz<\/strong>&ldquo; nicht so erfolgreich wie die Vorg&auml;nger-Titel.<\/p>\n<p>Am 22. Februar 1969 entschied sich Peggy March, gemeinsam mit zwei anderen Kollegen (<em>Siw Malmkvist <\/em>und<em> Rex Gildo<\/em>; die eigentlich auch vorgesehene <em>Alexandra<\/em> hatte kurzfristig abgesagt), an der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix Eurovision de la Chanson teilzunehmen &ndash; immerhin war sie ja fortan in Deutschland auch zu Hause. W&auml;hrend ihre Beitr&auml;ge &bdquo;Karussell meiner Liebe&ldquo; von <em>Werner Scharfenberger<\/em> und <em>Kurt Feltz<\/em> und &bdquo;Aber die Liebe bleibt bestehen&ldquo; von <em>G&uuml;nter Sonneborn<\/em> und <em>Heinz Korn<\/em> sich nicht durchsetzen konnten, scheiterte der &bdquo;Doppelkorn&ldquo; (Text und Musik <em>Heinz Korn<\/em>) &bdquo;<strong>Hey &ndash; das ist Musik f&uuml;r mich<\/strong>&ldquo;, ein beschwingter zum Grand Prix passender Schlagertitel, nur denkbar knapp mit vier gegen sechs Punkte an <em>Siw Malmkvists<\/em> &bdquo;Primaballerina&ldquo;. Drei Tage nach (!) der Vorentscheidung, am 25. Februar 1968, wurde das Lied f&uuml;r eine Single aufgenommen. Die stellte Peggy dann am 5. April 1969 in der jungen ZDF Show &bdquo;ZDF Hitparade&ldquo; vor &ndash; damit war Peggy zu Gast in der dritten Ausgabe der sp&auml;teren Kultsendung, der Song wurde ein Hit.<\/p>\n<p>Im Rahmen dieser Serie wurde ja schon &ouml;fter auf Kuriosit&auml;ten der Wertungen von &bdquo;Experten&ldquo; beim Grand Prix eingegangen &ndash; und auch in diesem Zusammenhang gibt es wieder ein &bdquo;Schmankerl&ldquo; zu berichten &ndash; beim ersten Durchlauf hatte noch <em>Rex Gildo<\/em> mit seinem Titel &bdquo;Die beste Idee meines Lebens&ldquo; mit 7 Punkten die Nase vorn. Bei der zweiten Wertung hingegen gab es f&uuml;r Sexy <em>Rexy <\/em>von den gleichen Juroren(!) genau.. null(!) Punkte.<\/p>\n<p>Sp&auml;testens mit dem Eindruck festigte Peggy &uuml;brigens ihren Ruf, die wohl k&uuml;rzesten Minir&ouml;cke aller Schlagers&auml;ngerinnen zu tragen. Die &bdquo;Minirock-Ikone&ldquo; konnte es sich allerdings mit ihren sch&ouml;nen Beinen auch wei&szlig; Gott leisten. Waren das noch Zeiten, als man in diesen Zusammenh&auml;ngen nicht an die &bdquo;Arml&auml;nge Abstand&ldquo; denken musste. Nicht umsonst ver&ouml;ffentlichte Journalist <em>Horst Kurzbach<\/em> am 17. Oktober 1970 in der gro&szlig;en TV-Zeitschrift H&ouml;rzu&nbsp; investigativ-journalistisch einen Artikel mit der Schlagzeile &bdquo;<em>Lady Langbein schw&ouml;rt auf Mini<\/em>&ldquo;&hellip;<\/p>\n<p>Auch politisch hat der Song einiges zu bieten, da k&ouml;nnen sich die heutigen Politiker eine Scheibe abschneiden: &bdquo;<em>In Madrid und Kopenhagen, in Berlin und auch in Rom &ndash; da braucht man nicht viel zu sagen, mit Musik, da klappt das schon&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p>Sieger des internationalen Grand Prix&lsquo; 1969 war u. a. (&bdquo;unter anderem&ldquo; deshalb, weil es vier Siegertitel gab, wobei der nun genannte klar der erfolgreichste der vier war) <em>Lulu <\/em>mit &bdquo;<strong>Boom Bang A Bang<\/strong>&ldquo;. Der Schunkelwalzer wurde von der Siegerinterpretin auf Deutsch aufgenommen, ebenso gibt es eine Version von <em>Heidi Br&uuml;hl<\/em> und von <em>Pompilia<\/em>. Da wollte auch Peggy March auf den&nbsp; Zug aufspringen, es hat aber f&uuml;r eine Hitparaden-Notiz in Deutschland nicht gereicht &ndash; wie gesagt, Walzer waren wohl nicht gerade ihr Erfolgsrezept.<\/p>\n<p>Im Sommer 1969 pr&auml;sentierte Peggy ihren Fans das eher altbackene &bdquo;<strong>Bahama Lullabye<\/strong>&ldquo;, das trotz der merkw&uuml;rdigen Schreibweise von &bdquo;Lullaby&ldquo; immerhin die Top-15 der deutschen Charts st&uuml;rmte. Erneut kurios: Bei der Erstauflage der Single war als A-Seite der Song &bdquo;Ein Zigeuner ohne Geige&ldquo; vorgesehen.<\/p>\n<p>Noch spannender wurde es mit der n&auml;chsten Single, welche die erste unter dem Label &bdquo;Decca&ldquo; werden w&uuml;rde &nbsp;&ndash; die sollte n&auml;mlich eigentlich &bdquo;Happy End im Hofbr&auml;uhaus&ldquo; hei&szlig;en. Ein entsprechendes Single-Cover wurde auch schon kreiert &ndash; Peggy im superknappen Mini vor dem Hofbr&auml;uhaus &ndash; man wei&szlig; nicht, f&uuml;r wie viele m&auml;nnliche &bdquo;Happy Ends&ldquo; schon allein die Erstauflage gesorgt hat. Wobei der Song gut zur damaligen Situation passte, immerhin entschied sie sich ja f&uuml;r einen Umzug aus den Vereinigten Staaten in Richtung Bayern.<\/p>\n<p>Dann kam aber wieder mal der Altmeister <em>Dieter Thomas Heck<\/em> ins Spiel. Der pr&auml;sentierte in seiner ZDF-Hitparade am 18.10.1969 nicht etwa das Hofbr&auml;uhaus-Lied (mit dem Hofbr&auml;uhaus scheint Heck seine Probleme gehabt zu haben, auch die <em>Spider Murphy Gang<\/em> durfte in seiner Hitparade ihren Superhit vom &bdquo;Skandal im Sperrbezirk&ldquo; nicht vortragen) &ndash; nein, es ging nach London. Peggy tr&auml;llerte in der Show &bdquo;<strong>In der Carnaby-Street<\/strong>&ldquo;. Wie so oft hatte die ZDF-Redaktion den richtigen Riecher &ndash; der Song von <em>Henry Mayer<\/em> und <em>Hans Bradtke<\/em> wurde erneut ein gro&szlig;er Erfolg.<\/p>\n<p>Mit ihrem &bdquo;<strong>Mr. Giacomo Puccini<\/strong>&ldquo;, erneut einer Komposition von <em>Henry Mayer<\/em>, beendete Peggy dann die 60er Jahre, wobei die B-Seite besonders spannend war &ndash; da wirft sie einen Blick zur&uuml;ck auf &bdquo;1969 &ndash;weil es so sch&ouml;n war&ldquo;. Das ist insofern interessant, als der Song bereits am 16. April 1969 aufgenommen wurde &ndash; Textdichter <em>Georg Buschor<\/em> scheint da hellseherische Qualit&auml;ten gehabt zu haben. So oder so war damit die RCA-&Auml;ra endg&uuml;ltig beendet. Mit der A-Seite nahm Peggy erfolglos am ersten &bdquo;Grand Prix RTL International &ldquo; teil, einem neuen Wettbewerb des Radiosenders RTL, den dieser zwischen 1969 bis 1972 veranstaltete.<\/p>\n<p>Nachdem das mit der Carnaby-Street so sch&ouml;n funktioniert hatte, dachten sich <em>Henry Mayer<\/em> und <em>Hans Bradtke<\/em>, diese Linie weiter zu verfolgen und ver&ouml;ffentlichten einen weiteren Titel unter dem Motto &bdquo;very British&ldquo;: &bdquo;<strong>Vor dem Buckingham Palast<\/strong>&ldquo;. Obwohl der Song am 21. M&auml;rz 1970 wieder in der ZDF-Hitparade vorgestellt wurde, wurde er kein Erfolg. Dennoch gab es einen weiteren Meilenstein in Peggys Karriere &ndash; am 21. Oktober 1970 wurde von der ARD ein Peggy-March-Special (&bdquo;Peggy in Berlin&ldquo;) ausgestrahlt.<\/p>\n<p>1970 hatte <em>Chris Roberts <\/em>mit &bdquo;Die Maschen der M&auml;dchen&ldquo; einen gro&szlig;en Hit. <em>Henry Mayer<\/em> und <em>Georg Buschor <\/em>fanden die Idee wohl originell, einen anderen Song namens &bdquo;<strong>Die Maschen der M&auml;nner<\/strong>&ldquo; f&uuml;r Peggy March zu schreiben &ndash; es wurde ein mittelpr&auml;chtiger Erfolg. Immerhin hat <em>Dorthe <\/em>von Peggys Lied eine d&auml;nische Version herausgebracht.<\/p>\n<p>Auf einer Party des popul&auml;ren Radio-Discjockeys <em>Mal Sondock<\/em> lernte der junge <em>Ralph Siegel<\/em> eines Tages <em>Arnie Harris<\/em> kennen, der ihn ansprach, ob er nicht eine sch&ouml;ne Song-Idee f&uuml;r seine Frau h&auml;tte. <em>Ralph<\/em> nahm daraufhin Kontakt zu seinem &bdquo;Spezi&ldquo;, dem k&uuml;rzlich verstorbenen <em>Robert Jung<\/em>, auf. Der brauchte einen Tag f&uuml;r zwei Textideen. Die B-Seite war ein Schlager mit einem mehr als bemerkenswerten Text: &bdquo;<em>Doktor (mein Herz macht na-na-na)<\/em>&ldquo;. Also dass das Herz &bdquo;bum-bidi-bum&ldquo; macht, ist ja noch nachvollziehbar und wurde uns von <em>Peter Frankenfeld<\/em> nahe gebracht &ndash; aber &bdquo;<em>na na na<\/em>&ldquo;? Tolle Erkenntnis, die so bahnbrechend war, dass sie auch filmisch umgesetzt werden musste &ndash; den Schlager sang Peggy auch im Film-Epos &bdquo;Das haut den st&auml;rksten Zwilling um&ldquo;.<\/p>\n<p>Als A-Seite entschied man sich f&uuml;r &bdquo;<strong>Einmal verliebt &ndash; immer verliebt (Peggys Mar(s)ch)<\/strong>&ldquo;. Der Name war Programm, und dieser sehr einfach Marschrhythmus und die einfache Struktur des Lieds wurde eine Spezialit&auml;t des ganz jungen <em>Ralph Siegel<\/em> &ndash; mit <em>Martin Manns<\/em> &bdquo;Meilenweit&ldquo; konnte er ja einen &auml;hnlichen Treffer landen.<\/p>\n<p>Der Song kam sehr gut an und wurde am 20. M&auml;rz 1971 in der ZDF-Hitparade vorgestellt &ndash; erstmals konnte sich Peggy platzieren und kam auf einen beachtlichen vierten Platz in der Heck-Show. Der Titel war 21 Wochen in den deutschen Charts.<\/p>\n<p>Am 10. Juli 1971 war Peggy im ZDF-Sportstudio zu sehen. Sie &uuml;berreichte einen Scheck in H&ouml;he von DM 300.000,00 zu Gunsten der Sporthilfe, der aus Erl&ouml;sen der LP &bdquo;Gala Show der Stars&ldquo; stammte, auf der sie auch vertreten war &ndash; gleichzeitig stellte sie ihre neue Single &bdquo;<strong>Sing, wenn Du gl&uuml;cklich bist<\/strong>&ldquo;, geschrieben von <em>Giorgio Moroder <\/em>und<em> Michael Holm<\/em>, vor. Ganz so erfolgreich wie die Vorg&auml;ngernummer wurde der Schlager nicht, immerhin reichte es f&uuml;r eine Top-40-Platzierung.<\/p>\n<p>Peggy March, &uuml;berzeugte Schaltwagenfahrerin, stellte sich 1971 auch dem &bdquo;Deutschen Verkehrssicherheitsrat&ldquo; zur Verf&uuml;gung, um f&uuml;r mehr Miteinander im Verkehr, also im Stra&szlig;enverkehr zu werben &ndash; ihr Motto lautete damals &bdquo;<strong>Hallo Partner, dankesch&ouml;n<\/strong>!&ldquo;.<\/p>\n<p>Am 19. Februar 1972 trat die S&auml;ngerin wieder in der ZDF-Hitparade auf &#8211; erneut mit einer <em>Siegel<\/em>-Komposition: &bdquo;<strong>Ich wei&szlig;, ich verlieb&#39; mich noch heute in Dich<\/strong>&ldquo;. Kurz darauf trat sie gemeinsam mit <em>Rainer Holbe<\/em> auch in der ZDF-Show &bdquo;Dalli Dalli&ldquo; auf.<\/p>\n<p>Mitte 1972 lief der Vertrag mit der Decca aus, und Peggy wechselte zur Ariola. Den Hintergrund der Trennung beschrieb die Amerikanerin Jahre sp&auml;ter in einem am 15. Mai 1977 ver&ouml;ffentlichten Musikmarkt-Interview wie folgt: &bdquo;<em>Ich habe damals gesagt: &sbquo;Freunde, Peggy war nun zehn Jahre das kleine M&auml;uschen. Nun ist sie nicht mehr zw&ouml;lf, f&uuml;nfzehn, siebzehn. Man muss auch auf Schallplatte mitkriegen, dass sie erwachsen ist.&#39; Weil wir uns nicht ganz einig waren, kam es zur durchaus freundschaftlichen Trennung.<\/em>&ldquo;<\/p>\n<p>Vor dieser endg&uuml;ltigen Trennung wurden von der Decca noch zwei wenig beachtete Singles mit &auml;lteren Songs auf den Markt gebracht: &bdquo;<strong>Carmen aus Sevilla<\/strong>&ldquo; aus 1970 und &bdquo;<strong>Wie ein Tiger<\/strong>&ldquo; (ebenfalls aus 1970, auch wenn auf der Single 1973 steht) mit der bezeichnenden B-Seite &bdquo;Auf Wiederseh&#39;n und Gute Nacht&ldquo;.<\/p>\n<p>Die erste Ariola-Produktion wurde gleich ein Hit. <em>Ralph Siegel<\/em> traf mit der von ihm produzierten und komponierten (Text: <em>G&uuml;nther Behrle<\/em> und <em>Michael Holm<\/em>) Nummer &bdquo;<strong>Es ist schwer, Dich zu vergessen<\/strong>&ldquo; den Nerv des Publikums. Begleitet wurde die Ver&ouml;ffentlichung wieder von guter TV-Pr&auml;senz: Peggy trat am 22. Juli 1972 in <em>Ilja Richters<\/em> Disco auf und am 2. September 1972 wieder in der ZDF-Hitparade.<\/p>\n<p>Zum Jahresende kam der Film &bdquo;Heute hau&#39;n wir auf die Pauke&ldquo; in die Kinos, in dem Peggy einen kurzen Auftritt hatte.<\/p>\n<p>Am 1. Februar 1973 zierte Peggy das Titelblatt des Branchenblatts &bdquo;Musikmarkt&ldquo;. Dort wurde Werbung f&uuml;r ihre neue Single &bdquo;<strong>Das sind die Tr&auml;ume, die man so tr&auml;umt<\/strong>&ldquo; beworben und auf einen TV-Auftritt bei &bdquo;Musik aus Studio B.&ldquo; hingewiesen. Die <em>Giorgio-Moroder<\/em>-Nummer fiel beim Publikum durch. Auch mit dem Nachfolgeschlager von <em>Ralph Siegel<\/em> und <em>G&uuml;nther Behrle<\/em>, &bdquo;<strong>Und dann will es keiner gewesen sein<\/strong>&ldquo;, war kein Blumentopf zu gewinnen.<\/p>\n<p>Am 19. September 1973 fand in Berlin der Deutsche Schlagerwettbewerb statt- passend zum Ort des Wettbewerbs sang Peggy den von <em>Ralph Siegel<\/em> und <em>Joachim Relin<\/em> (b&uuml;rgerlich <em>Hans Joachim Balke<\/em>) geschriebenen Schlager &bdquo;<strong>Berlin Berlin<\/strong>&ldquo;. Auf der B-Seite der Single befindet sich der Titel &bdquo;Hand in Hand&ldquo;, der ebenfalls f&uuml;r den Schlagerwettbewerb eingereicht wurde, aber nicht in die Endrunde kam. Dort ist ein gewisser &bdquo;<em>R&ouml;mer<\/em>&ldquo; als Komponist vermerkt. Ein Erfolg wurde die Teilnahme am Wettbewerb f&uuml;r Peggy nicht, sie landete gemeinsam mit <em>Costa Cordalis<\/em> auf dem achten Platz des Teilnehmerfeldes von 12 Interpreten.<\/p>\n<p>\n(&#8230;)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/march_mm.jpg\" style=\"width: 369px; height: 512px;\" \/><\/p>\n<p>Stephan Imming, 24.01.2016<\/p>\n<p>http:\/\/www.peggymarch.net\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuzugang 12.01.1976!\u00a0 Am 8. 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