{"id":80974,"date":"2016-02-14T00:00:00","date_gmt":"2016-02-14T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=80974"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"HEINZ-RUDOLF-KUNZE-Das-Album-De-80973","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/deutsch-rock\/HEINZ-RUDOLF-KUNZE-Das-Album-De-80973\/","title":{"rendered":"HEINZ RUDOLF KUNZE <br \/>Das Album &quot;Deutschland&quot; &#8211; Titel f\u00fcr Titel &quot;besprochen&quot; von: Heinz Rudolf Kunze h\u00f6chstselbst!"},"content":{"rendered":"<p>Und f\u00fcr alle, die nicht so viel lesen m\u00f6chte, bieten wir auch den entsprechenden Video-Beitrag (L\u00e4nge: 28:19 Minuten) an &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Es ist in ihm drin <\/strong><\/p>\n<p><em>Ich habe seitdem ich Musik h&ouml;re auch Blues geh&ouml;rt. Leute, wie John Lee Hooker und Muddy Waters begleiten mich genauso lange wie Led Zeppelin oder Hendrix. Es gibt ein Thema inhaltlicher Art, das John Lee Hooker mehrfach in musikalischer Form aufgenommen hat und zwar &bdquo;When I was a kid, i heard mama and papa talking and papa said: let this boy boogie woogie&ldquo;. Das ist in meinem Leben auch passiert, ich erinnere mich an solche Gespr&auml;che zwischen meinen Eltern. Mein Vater war ein gro&szlig;er Unterst&uuml;tzer meiner Musik und hat das gut gefunden, meine Mutter war etwas besorgt, ob das der richtige Lebensweg ist. Sie hat sich jetzt dem nicht entgegengestellt, aber war doch sehr skeptisch. Als ich Hooker wieder h&ouml;rte, viel mir dieses Thema wieder ein. Musikalisch habe ich mich dann doch eher bei Muddy Waters bedient, weil ich nicht mit einem Akkord auskommen wollte, wie es bei Hooker der Fall ist. Im Grunde ist das ein sehr pers&ouml;nlicher, autobiographischer Einstieg in die Platte. Mehr oder weniger alles darin auch wirklich wahr. F&uuml;r richtige Kenner ist es auch eine Hommage an die &bdquo;Sensational Alex Harvey Band&ldquo; aus den 70 Jahren und ihr wunderbar, langsames Bluesrock-St&uuml;ck &bdquo;Framed&ldquo;. Das war damals auch ein St&uuml;ck, welches AC\/DC beeinflusst hat. Ich fand, das war das richtige musikalische Kost&uuml;m f&uuml;r so eine Selbstbeschreibung als Kind. &nbsp;<\/p>\n<p>Generell sind 14 Songs auf dem Album drauf, davon habe ich elf selbst komponiert und alle davon selbst geschrieben. Einen Titel hat mein Schlagzeuger und Co-Produzent Jens Carstens alleine komponiert und einen zusammen mit unserem Ersatzbassisten Alex Grube und noch einer ist von unserem neuen Gitarristen Peter Koobs komponiert. Es hat mich 36 Jahre gekostet um endlich mal eine Situation herzustellen, die ich gerne schon fr&uuml;her gehabt h&auml;tte, n&auml;mlich, dass endlich mal alle Musiker gleichzeitig im Studio waren. Normalerweise arbeitet man heutzutage im Schichtverfahren und nimmt nach einander auf. Diesmal waren wir wirklich in Bremen im &bdquo;Studio Nord&ldquo; unfassbar kurze 10 Tage auf einem Haufen. Wir haben das Studio auch nicht verlassen, dort gewohnt, gearbeitet und uns Essen liefern lassen. Wir konnten auch keine Abstecher machen, weil alles so eng getaktet war. Insgesamt haben wir 16 Titel aufgenommen mit zwei Bonustracks und 14 f&uuml;r das Album. Das war nur m&ouml;glich, weil alle immer da waren und wenn man bei einem Lied nicht weiter kam, konnte man sagen, okay lassen wir liegen und das n&auml;chste anfangen. Das hat sich bew&auml;hrt, das klingt alles doch sehr dicht und kompakt, man h&ouml;rt die Entschlussfreude, die wir in der Zeit an den Tag legen mussten, um &uuml;berhaupt zu einem Ergebnis zu kommen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/em><\/p>\n<p>\n<strong>2. Zu fr&uuml;h f&uuml;r den Regen <\/strong><\/p>\n<p><em>Das ist, glaube ich, der &auml;lteste Text, der es auf das Album geschafft hat. Er ist ca. zwei Jahre alt. Normalerweise nimmt man die neuesten, die einem eingefallen sind. Viele alte, sch&ouml;ne, Texte vergisst man einfach, da die neuen im Kopf doch mehr Priorit&auml;t haben. Dieser Text hat sich immer wieder zu Wort gemeldet, kam aber nicht zum Zuge, jedoch hatte ich jetzt die passende Musik daf&uuml;r. Im Grunde ist es eine Variation &uuml;ber die Stimmung von Albert Camus &bdquo;Die Pest&ldquo;, ein Buch, das ich intensiv studiert habe, &auml;hnlich wie Robert Smith oder Mark E. Smith. Es handelt von einem merkw&uuml;rdigen Arzt in einer merkw&uuml;rdigen W&uuml;stenstadt, der dort merkw&uuml;rdige Leute trifft.&nbsp; Es ist eine etwas schiefe Metapher f&uuml;r das K&uuml;nstlerdasein, so wie er mit seinen Kranken umgeht, gehe ich auch mit meinem Publikum um.&nbsp;<\/em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>\n<strong>3. In der Alten Piccardie <\/strong><\/p>\n<p><em>Ich habe im letzten Jahr ganz viel Van Morrison geh&ouml;rt und bekam pl&ouml;tzlich Lust darauf ein ganz klares Heimatlied zu machen. Der Mann hat oft irische Schaupl&auml;tze seiner Kindheit und Jugend in seinen Liedern verewigt. Mir fiel dazu der kleine Abschnitt meiner Kindheit von drei bis sechs Jahren ein, in dem ich an der holl&auml;ndischen Grenze in einem kleinen Dorf namens &bdquo;alte Piccardie&ldquo; gelebt habe. Die Gegend hei&szlig;t Grafschaft Bentheim &#8211; bei Nordhorn und alles was in dem Lied vorkommt war tats&auml;chlich so. Es war wie im wilden Westen, ein winziges Dorf mit einer Stra&szlig;e, an der sich haupts&auml;chlich Bauernh&ouml;fe reihten. Ich war da als Kind sehr gl&uuml;cklich, es war die erste Lehrerstelle, die mein Vater angenommen hatte und ich hatte das zweifelhafte Schicksal von meinem eigenen Vater dort eingeschult zu werden. An sich war es eine sehr idyllische Zeit, die ich in diesem Lied versuche zu feiern.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/em><\/p>\n<p>\n<strong>4. Nur eine Fotographie <\/strong><\/p>\n<p><em>Trauriges, wehm&uuml;tiges Liebeslied. Eher ein Abschiedslied und eine Erinnerung an jemanden. Hier gab es die gr&ouml;&szlig;te musikalische Ver&auml;nderung im Vergleich zu Demo und Studioversion. Ich habe mich bei diesem Album darauf beschr&auml;nkt, die Demos sehr nackt zu lassen und spiele das der Band nur mit Klavier oder Gitarre vor. Dann &uuml;berlegen wir gemeinsam, wie man das arrangiert. In diesem Fall hatten wir den Einfall, das &uuml;bliche Piano wegzunehmen und es mit einem Fender Rhodes E-Piano zu probieren. So wie eine ruhige, amerikanische Ballade mit Paris Texas &ndash; Anmutung. Ich finde, dass Liebeslieder, die eine Portion Wehmut haben, ergiebiger sind als Lieder, die alles versch&ouml;nen und sagen &bdquo;ich liebe dich und alles ist super&ldquo;. Insofern ist das Lied ziemlich schwerm&uuml;tig, aber musikalisch sch&ouml;n gelungen und vor allen Dingen endlich mal ein dreiviertel Takt, davon habe ich viel zu wenige in meinem Werk. Man nimmt bei allen Liedern Bausteine, die man aus sich selber herausholt. Die Frage ist dann, wie man das kombiniert und in wie weit verf&auml;lscht. Ein wirklich, wahres Lied zu schreiben ist ziemlich schwierig, denn Lieder dauern zwischen drei und acht Minuten und um die ganze Wahrheit zu sagen, br&auml;uchte man wahrscheinlich l&auml;nger.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/em><\/p>\n<p>\n<strong>5. Das Paradies ist hier <\/strong><\/p>\n<p><em>Das ist ein sehr offen gehaltener Text, unter dem man sich eine Menge vorstellen kann. Der rote Faden w&auml;re hier, der ziemlich nahliegende Gedanke, wenn man &auml;lter wird, aus dem Leben etwas zu machen. Man hat eigentlich kein Recht mehr auf Langeweile. Man merkt ja die Zeit vergeht immer schneller und man sollte aus jedem Tag etwas machen. In der Jugend erlebte man diese bleierne Langeweile, die jetzt aber vorbei ist. Die Grundaussage ist, wenn es dir gelingt, dass du am Ende des Tages das Gef&uuml;hl hast, der Tag war nicht umsonst, dann ist es die beste Art und Weise mit der Zeit, die einem noch bleibt, umzugehen. Musikalisch hat dieses Lied eine andere Farbe, man merkt, dass es eine Komposition von Jens Carstens und Alex Grube ist. Sie sind &uuml;ber zehn Jahre j&uuml;nger als ich und benutzen ein anderes rhythmisches und harmonisches Vokabular. Es ist ein Lied, in dem mehr T&ouml;ne von synthetischer Natur sind, wenn ich komponiere ist das eher nicht der Fall. Das ist eben der Einfluss, der dieser Jahrgang auf die Musik hat. In all meinen Alben kann man verschiedene musikalische Welten erkennen und demnach passt das ganz gut hinein, denn meine Texte sind so unterschiedlich, dass man sie auch mit verschiedenen musikalischen R&auml;umen bebildern kann. Es ist mir noch nie gelungen, eine Platte zu machen, die von vorne bis hinten gleich klingt. Meine Alben klingen im positiven Sinne verschieden.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>\n<strong>6. Jeder bete f&uuml;r sich allein <\/strong><\/p>\n<p><em>Das ist ein frommer Wunsch. Der Gedanke ist schon lange in der Welt, ob es nicht besser zuginge, wenn man Religion privatisiert. Wenn man das alles mit sich selbst ausmacht und diskret an das glaubt was man will, sofern man keinen damit bel&auml;stigt. Der gro&szlig;e Religionsphilosoph Pascal hat gesagt, dass keiner im Stande ist in Ruhe in seinem Zimmer zu bleiben.&nbsp; Dieser Satz hat mich schon immer fasziniert. Nat&uuml;rlich w&auml;ren nicht alle Ursachen von Krieg und Gewalt auf der Welt damit beseitigt, aber viele glaube ich schon. Ich wei&szlig;, dass Religion oft ein Deckmantel ist f&uuml;r Konflikte um Geld und Einfluss, aber wenn man den Fanatismus jeglicher Religion austrocknen k&ouml;nnte, durch die Privatisierung, dann w&auml;re es etwas friedlicher auf der Welt. Das wird sich nat&uuml;rlich nicht machen lassen, aber Lieder sind eben dazu da, dass man Maximal-Utopien aufstellt. Wenn es den ein oder anderen zu denken gibt, dann w&auml;re das sch&ouml;n. Als Komponist konnte ich mir nicht verkneifen, am Ende noch ein triumphales Finale anzubringen, weil ich musikalisch doch noch zeichnen wollte, dass am Ende der Himmel aufgeht, doch noch die Sonne scheint und so ein dicker Daumen von oben kommt.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/em><\/p>\n<p>\n<strong>7. Setz dich her <\/strong><\/p>\n<p><em>Zu den vielen Stilrichtungen, die ich mag, geh&ouml;rt auch Country Rock. Leute wie &bdquo;Poco&ldquo; und &bdquo;The Eagles&ldquo; stehen bei mir zu Hause und werden auch geh&ouml;rt. Deswegen hat dieses Lied auch solche Anmutungen und geht im Chorus in &bdquo;Eagles&ldquo; &uuml;ber. Es ist ein besch&auml;digtes Liebeslied in dem der S&auml;nger im Lied einer geliebten Person helfen m&ouml;chte, der es nicht gut geht. Mit vier Schultern kann man tats&auml;chlich mehr Gewicht der Welt stemmen, als mit zwei.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>\n<strong>8. Mund-zu-Mund-Beatmung <\/strong><\/p>\n<p><em>Die Nummer hat Jens Carstens komponiert, in der man seine Showbusiness-Erfahrung raus h&ouml;rt. Der Text ist entstanden, nachdem ich beim ZDF Fernsehgarten alleine und live am Klavier spielen durfte. Als ich da erlebt habe, wie dieses gro&szlig;e Publikum zu einer Base drum-Nummer abgegangen ist, wollte ich danach auch eine machen. Ich wollte, dass die bei einer Nummer von mir auch so mitgehen k&ouml;nnen. Der Text ist ein Spa&szlig;, ein augenzwinkerndes, positives Liebeslied, ohne Beulen und Besch&auml;digungen. Aber ganz ohne Widerhaken komme ich nicht aus, in den aller letzten Strophen merkt man, dass der S&auml;nger noch gro&szlig;e Zweifel an seiner Attraktivit&auml;t hat und hofft, dass die Frau nicht erschreckt, wenn sie aus der Ohnmacht aufwacht und ihn sieht.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/em><\/p>\n<p>\n<strong>9. Immer noch besser als arbeiten &nbsp;<\/strong><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<em>Das geht zur&uuml;ck auf einen Spruch meines&nbsp; fr&uuml;heren Trompeters Dick Hanson, der mich von 1989 bis 1992 begleitet hat. Er sagte immer so sch&ouml;n &bdquo;you know Heinz, sometimes it&rsquo;s hard, but it beats working, doesn&rsquo;t it?&ldquo;. Das Lied ist eine typische Rundumschau, wie es so zu geht auf der Welt, sei es in der Musik-, Politik- oder Finanzbranche. Es ist sarkastisch, musikalisch sch&ouml;n heftig und zeigt, dass ich sehr gerne &bdquo;Ray Davies + The Kinks&ldquo; h&ouml;re.&nbsp;&nbsp;<\/em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>\n<strong>10. Deutschland <\/strong><\/p>\n<p><em>Dass das Titelst&uuml;ck zuletzt fertiggestellt wurde, kam schon &ouml;fters vor. Dieses Album hatte ganz lange einen anderen Arbeitstitel, doch dann kam mir dieser Text in den Sinn, der direkt von unserer Gegenwart handelt. Ich habe mich zu dem Text zuerst ans Klavier gesetzt und habe dann gemerkt, nein das geht nicht. Das darf nichts zu pathetisches bekommen, deshalb habe ich mich f&uuml;r Funk entschieden. Mit dieser Art von Musik versuchte ich gegen den Text zu halten, wie ich es von meinem guten Freund Randy Newman gelernt habe. Das Thema &bdquo;Deutschland&ldquo; besch&auml;ftigt mich immer wieder und taucht in Musikst&uuml;cke auf, aber noch nie so konsequent, wie hier. Es versucht eine Zusammenschau, zwischen deutscher Vergangenheit und Gegenwartsproblemen und der Schwierigkeit, die viele K&uuml;nstler mit ihrem Herkunftsland hatten. Viele K&uuml;nstler haben sich &uuml;ber ihr Land ge&auml;rgert, sind ins Exil getrieben worden und haben dann Deutschland von au&szlig;en betrachtet. Ich bin hier und bin noch&nbsp; nicht vertrieben worden und hoffe, dass das auch nie passiert.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/em><\/p>\n<p>\n<strong>11. Die Letzten unserer Art&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><em>Das ist ein Lied, das bei den Proben zur letzten Tour entstanden ist. Wenn die anderen eine Kaffeepause gemacht haben, bin ich am Klavier geblieben und habe dieses Lied gemacht, weil ich ein sehr ungeduldiger Mensch bin und wenn etwas fertige Gestalt angenommen hat, dann beginnt mich das sehr schnell zu langweilen. Was nat&uuml;rlich sehr schmerzhaft f&uuml;r meine Mitmusiker ist. Das ist dann so eine Art Fazit-Lied meiner Generation, die zwischen Hippies und Punks steht. Meine Generation hatte auch W&uuml;nsche ans Leben, die wir aufgeben mussten. Wir konnten die Welt auch nicht so verbessern, wie wir uns das mit Anfang 20 ertr&auml;umt hatten.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/em><\/p>\n<p>\n<strong>12. Auf meine Mutter&nbsp; <\/strong><\/p>\n<p><em>Hier wird wahrscheinlich fast jeder H&ouml;rer zuerst an den verschmitzten, deutschen Schlager denken. Ich wollte in eine andere Richtung mit Akkordeon T&ouml;nen. Ich habe in meinem langen Leben so viel B&ouml;sartiges &uuml;ber M&uuml;tter geschrieben, dass ich sie diesmal rehabilitieren wollte. Zwar ironisch aber diesmal ist &bdquo;Mutter&ldquo; der klare Held des Textes. Das ist nicht meine Mutter, das ist f&uuml;r alle M&uuml;tter dieser Welt ein kleines Dankesch&ouml;n.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/em><\/p>\n<p>\n<strong>13. Ich m&ouml;chte anders sein&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/strong><\/p>\n<p><em>Das kn&uuml;pft an das erste Lied &bdquo;Es ist in ihm drin&ldquo; an. Dieses Gef&uuml;hl &bdquo;I&rsquo;m not like everybody else&ldquo; hatte ich auch oft in meinem kleinen Kinderzimmer in Osnabr&uuml;ck. Ab den 1969 habe ich ziemlich konsequent Musik geh&ouml;rt und davon getr&auml;umt habe, dass mein Zimmer platzt und in die Welt aufgeht und ich auch so etwas werden darf. Ich wollte Musiker werden und in die weite Welt hinaus und nicht in den allt&auml;glichen Trott fallen. Als ich dann schon Musiker war, traf ich einen alten Klassenkameraden, der beim Finanzamt gelandet war, und er sagte &bdquo;du hast es ja wirklich gemacht, das h&auml;tte man dir gar nicht zugetraut, du warst doch so ein sch&uuml;chterner Wicht!&ldquo;. Naja er hat sich in der Jugend ausgetobt und ich sp&auml;ter.&nbsp;&nbsp; &nbsp;<\/em><\/p>\n<p>\n<strong>14. Ein fauler Trick <\/strong><\/p>\n<p><em>Das ist mein Lieblingslied und da habe ich auch akzeptiert, dass die Band gesagt hat da machen wir nichts, das ist am Klavier, wenn du das singst so rund. Das Lied ist angehaucht von einem wunderbaren Song von Prefab Sprout &bdquo;The old magician&ldquo;. Ich habe das Thema aufgegriffen, aber anders behandelt. Ich finde diese Metapher von einem alten Varietee Zauberer, der merkt, dass ihmdie Tricks ausgehen, sehr bewegend. Ich sage in diesem Lied &bdquo;ich mag nicht mehr auf die B&uuml;hne gehen, ich bin m&uuml;de und mir zittert der Zauberstab&ldquo;, so weit ist es aber noch nicht.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<\/em><\/p>\n<p>\nHeinz Rudolf Kunzes neues Album &quot;Deutschland&ldquo; inkl. der Single &bdquo;Das Paradies ist hier&ldquo; ist am 12.02.2016 als Standard-CD, Premium-Buch-Edition, Doppel-Gatefold-Vinyl, MSD-Edition und als Download erschienen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" allowfullscreen=\"\" frameborder=\"0\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/6nkeGJm8yBQ\" width=\"560\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/smago.de\/fotos\/pics\/images\/hrk_d2.jpg\" style=\"width: 512px; height: 512px;\" \/><\/p>\n<p>MCS Marketing &#038; Communication Services (Textvorlage)<br \/>http:\/\/www.rcadeutschland.de\/<br \/>http:\/\/heinzrudolfkunze.de\/steinvomherzen_website\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und f\u00fcr alle, die nicht so viel lesen m\u00f6chte, bieten wir auch den entsprechenden Video-Beitrag (L\u00e4nge: 28:19 Minuten) an &#8230;:\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":80975,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[5],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80974"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=80974"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80974\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/80975"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80974"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=80974"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=80974"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}