{"id":80134,"date":"2016-02-27T00:00:00","date_gmt":"2016-02-27T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=80134"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"EUROVISION-SONG-CONTEST-Ein-Lie-80133","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/EUROVISION-SONG-CONTEST-Ein-Lie-80133\/","title":{"rendered":"&quot;EUROVISION SONG CONTEST&quot; <br \/>Ein Lied f\u00fcr Stockholm \u2013 klare Siegerin des Abends: Barbara Sch\u00f6neberger!"},"content":{"rendered":"<p>Stephan Imming hat sich die deutsche Vorentscheidung zum ESC 2016 angesehen &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alle Jahre wieder&#8230; &#8211; am 25. Februar 2016 war es so weit &#8211; <em>Barbara Sch&ouml;neberger<\/em> er&ouml;ffnete die Show mit einer sehr gelungenen, witzigen, selbstironischen Performance, die u. a. auf die Disqualifikation <em>Xavier Naidoos<\/em> und auf &Ouml;sterreichs Punktevergabe an Deutschland abzielte &#8211; klasse, eine Moderatorin mit Ausstrahlung und erfrischender Selbstironie: &bdquo;<em>K&uuml;mmert durfte nicht, Naidoo wollte nicht &#8211; aber ich hatte&nbsp; Zeit..<\/em>&ldquo; &#8211; ein toller Start in die Show.<\/p>\n<p>Spannend: Es handelte sich um die deutsche Vorentscheidung, die von <em>Peter Urban<\/em> kommentiert wurde. Ja, der ist nun auch daf&uuml;r zust&auml;ndig, die deutsche Vorrunde zu kommentieren. Das ist sicher eine gute Idee &#8211; die meisten Songs sind ja englischsprachig &#8211; es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die Moderation der deutschen(!) Vorentscheidung in englischer Sprache abgehalten wird. Da kann man nicht fr&uuml;h genug damit anfangen, deutsche Kommentare zur deutschen Vorentscheidung einzuf&uuml;hren. &ndash; Andrerseits &ndash; kann Herr <em>Urban<\/em> nicht bitte auch k&uuml;nftig zum Beispiel die &bdquo;Feste der Volksmusik&ldquo; fachkundig kommentieren?&#8230;<\/p>\n<p><em>Urban<\/em> brachte dann auch einen launigen R&uuml;ckblick auf die Grand-Prix-Geschichte (das &bdquo;Schimpfwort&ldquo; ESC lassen wir da mal kurz raus). Im Anschluss pr&auml;sentierte <em>Barbara Sch&ouml;neberger <\/em>eine brisante &bdquo;Regel&auml;nderung&ldquo;: Wer gewinnt, MUSS auch tats&auml;chlich antreten &#8211; erneut hatte &bdquo;Babsi&ldquo;, der Star des Abends, die Lacher auf ihrer Seite.<\/p>\n<p>Den musikalischen Reigen er&ouml;ffnete <strong>Ella Endlich<\/strong>, die einzige so genannte &bdquo;Schlagers&auml;ngerin&ldquo; des Abends, die einfach nur eine professionelle, internationale Show ablieferte &#8211; ihr Song &bdquo;Adrenalin&ldquo; ist eine gute Popnummer, ihr Outfit atemberaubend (- okay, das ist sicher Geschmackssache &ndash; aber ich finde, ihre Figur gibt das gewagte Outfit einfach her). Ihre Show war erstaunlich professionell &#8211; das war &uuml;berraschend gut &#8211; und lie&szlig; hoffen. Gewisse Anleihen an <em>Helene Fischer<\/em> waren unverkennbar -aber das muss ja nichts Schlechtes sein. Chapeau, Frau <em>Endlich,<\/em> das h&auml;tte ich Ihnen nicht zugetraut! Schade, dass diese sehr gute Leistung vom Publikum nicht mit dem Finaleinzug honoriert wurde.<\/p>\n<p>Zweistimmigen Gesang brachte das Geschwisterduo &bdquo;<strong>Joco<\/strong>&ldquo;. Das Versprechen wurde eingehalten &#8211; zweistimmiger Gesang &#8211; aber der Song? Langweiliges Dahingepl&auml;tschere&#8230; &#8211; Ein &bdquo;sympathischer&ldquo; Auftritt laut Herrn <em>Urban<\/em> &#8211; okay, sympathisch mag das sein &#8211; wenn DAS der Anspruch ist..!? Von der Performance her erinnerten mich <em>Joco<\/em> an den ESC-Kandidaten &bdquo;<em>Fokker<\/em>&ldquo;, falls den noch jemand kennt. Bei dem war die (fehlende) B&uuml;hnenshow aber authentisch&hellip;<\/p>\n<p>Die &bdquo;Fraktion M&ouml;nchskutte&ldquo; (O-Ton <em>Sch&ouml;neberger<\/em>) setzte den Reigen fort: <strong>Gregorian.<\/strong> Die &bdquo;Kult-Kutten&ldquo; (O-Ton <em>Urban<\/em>) pr&auml;sentierten zwar sehr perfekten Gesang (nicht umsonst hie&szlig; ihr Lied &bdquo;Masters of Chant&ldquo;, also &bdquo;Meister der Ges&auml;nge&ldquo;), der bis hin zum Sopran gereichte (&bdquo;Da war doch eine Nonne dabei?&ldquo; &#8211; orakelte Frau <em>Sch&ouml;neberger<\/em>) -aber auch der Song hatte einfach das &bdquo;gewisse Nichts&ldquo;, da nutzte auch der klare Bezug zu <em>Michael Cretu<\/em> und dem <em>Enigma<\/em>-Projekt nichts&#8230;<\/p>\n<p>Weiter ging es mit einem Schauspieler, der wohl Anerkennung f&uuml;r sein filmisches Schaffen erhielt (<em>Christian Friedel<\/em>). Seine Gruppe war u. a. mit zust&auml;ndig f&uuml;r die Filmmusik &bdquo;Honig im Kopf!&ldquo;. Der <em>Joey-Heindle<\/em>-Gedenkpreis ging an ihn und seine vorrangig aus Mitgliedern der derzeit auf Eis gelegten Band Polarkreis 18 bestehenden Gruppe &bdquo;<strong>Woods Of Birnam<\/strong>&ldquo; mit dem Titel &quot;Lift Me Up (From The Underground)&quot;. Hin und wieder traf der <em>Friedel<\/em> mal einen Ton seines belanglosen Songs. Was so etwas bei einer deutschen Vorentscheidung zum ESC zu suchen hat? Es will sich mir nicht erschlie&szlig;en&#8230;<\/p>\n<p>Startnummer f&uuml;nf war eine Band, die schon bei <em>Stefan Raabs<\/em> Bundesvision Song Contest mitgemacht hat. <strong>Luxusl&auml;rm <\/strong>sind eine Live-erprobte Top-Combo mit einer Top-S&auml;ngerin. Schade, dass die Band aus Iserlohn einen schwachen Song ins Rennen schickte. Totschlagkriterium war in meinen Augen das &bdquo;Anbiedern&ldquo; &#8211; schon im Vorfeld betonten sie in Anspielung an ihren Titel &bdquo;Liebe ist die Antwort auf alles&ldquo; (sinngem&auml;&szlig;) &#8211; diese Allerweltsweisheit mag zutreffen, ist aber &nbsp;nun wirklich nichts Neues. Die S&auml;ngerin sang souver&auml;n, top-professionell &#8211; aber die Ballermann-Animation an das Publikum (&bdquo;<em>Hey K&ouml;ln!!<\/em>&ldquo;) katapultierte sie zumindest in meinen Augen ins Aus &#8211; der ESC-Vorentscheid ist nun mal kein Disco-Auftritt im Stile des <em>Wendlers<\/em>&#8230;<\/p>\n<p>Damit war Halbzeit bei der Vorentscheidung. <em>Barbara Sch&ouml;neberger<\/em> befragte Kommentator <em>Peter Urban<\/em> zu seinen Eindr&uuml;cken der letzten 20 Jahre ESC. Der meinte, die Musik sei in den letzten 20 Jahren besser geworden. Scharfe Beobachter stellten fest, dass Urbans Nase sich nach dieser Bemerkung um ca. 10 cm verl&auml;ngert hat&#8230;. Jedenfalls fragte ich mich, wie viele Leute in K&ouml;ln wussten, aufgrund welchen Siegerlieds der n&auml;chste ESC in Stockholm stattfindet. Okay &ndash; <em>ABBA<\/em>, den Namen hat noch heute jeder auf dem Schirm. Aber der Sieger des Vorjahres? Wer war das noch mal? Ach jaa, dieses Strichm&auml;nnchen-Dinges.. &#8211; Und wer waren noch mal <em>Ann Sophie<\/em> und <em>Elaiza<\/em>? Wei&szlig; kein Mensch, w&auml;hrend Namen wie Katja Ebstein und Lena Valaitis heute noch gel&auml;ufig sein d&uuml;rften.<\/p>\n<p>Mit der Startnummer 6 pr&auml;sentierten sich <em>Kaoma<\/em> mit &bdquo;Lambada&ldquo; &#8211; ach nee, sorry, verwechselt &#8211; DAS war ja wirklich ein Hit &#8211; nein, es waren nat&uuml;rlich &bdquo;<strong>Keoma<\/strong>&ldquo; &#8211; eine australisch-deutsche Gruppe mit einem Pl&auml;tschersong, der direkt nach ihrem Gig wieder in Vergessenheit geriet. Nach dem Vortrag verringerte sich die Einschaltquote, weil ein gro&szlig;er Teil des Publikums eingeschlafen ist.<\/p>\n<p>Was folgte, waren die ersten drei Pl&auml;tze des Abends. An der Stelle sei ein kleiner Exkurs &uuml;ber die Startreihenfolge erlaubt. Der NDR stellt dazu fest: &bdquo;<em>&Uuml;ber die Reihenfolge der Acts hat die Redaktion nach dramaturgischen und produktionstechnischen Gesichtspunkten entschieden.&rdquo; <\/em>Dass der NDR seinem Ruf folge leistet und dem einzigen Schlager des Abends die schlechtest m&ouml;gliche Startnummer zuweist &ndash; geschenkt.. &ndash; aber ahnte der NDR das Ergebnis im Voraus? Denn: Mit Startnr. 9 und Startnr. 10 kamen zwei Acts, die einen enormen Aufwand beim Aufbau des B&uuml;hnenbilds erfordert haben d&uuml;rfen &ndash; welche &bdquo;produktionstechnischen Gr&uuml;nde&ldquo; m&ouml;gen da eine Rolle gespielt haben? (Startnr. 10 war die Viertplatzierte).<\/p>\n<p>Wie dem auch sei &#8211; als Wachmacher fungierte Lied Nummer 7. Da hatte ich als Schlagerfuzzi eine Riesen-Bildungsl&uuml;cke: &bdquo;<strong>Avantasia<\/strong>&ldquo; wurde als &bdquo;Metal-Band&ldquo; dargestellt &ndash; inzwischen habe ich mich aber belehren lassen, dass es eher eine Bombast-Rock-Band ist (danke, <em>Frank Ehrlacher <\/em>und<em> Felix Geipel<\/em>!), die seit 2000 besteht und eindrucksvoll bewies, dass ein guter Song einfach ein guter Song ist &#8211; egal, welchem Genre er zugeh&ouml;rt. Mit &bdquo;Mystery of a Blood Nose&ldquo; lieferten sie nach <em>Ella Endlichs<\/em> &bdquo;Adrenalin&ldquo; den zweiten guten Song des Abends ab. Im <em>Meat-Loaf<\/em>&#8211; und <em>Bon-Jovi-<\/em>Stil hat der Leads&auml;nger die H&uuml;tte gerockt &#8211; frustrierend f&uuml;r den Schlagerfreund, anzuerkennen -das war bis dahin das beste Gesamtpaket des Abends.<\/p>\n<p>Weiter ging es mit smago!-Award-Preistr&auml;ger <strong>Alex Diehl<\/strong>. Erstmals, seitdem <em>Udo J&uuml;rgens&#39;<\/em> Lied &bdquo;Lieb Vaterland&ldquo; in einer Talkshow 1971 via Texttafel diskutiert wurde, wurde der Songtext im Hintergrund komplett abgebildet &#8211; sogar in mehreren Sprachen.<em> Diehl<\/em> setzte auf Zeitgeist &#8211; sicher ein ehrenhaftes Ansinnen, auf Menschlichkeit zu setzen, zumal die Einnahmen des Songs einem wohlt&auml;tigen Zweck zugef&uuml;hrt werden (, wobei ich diesen Hinweis schon etwas wettbewerbsverzerrend finde &ndash; sinngem&auml;&szlig;, die anderen machen alle Kommerzkacke, aber Gutmensch Alex verzichtet auf seine Einnahmen&hellip;). ABER: Sch&ouml;n w&auml;re es, wenn in erster Linie die Qualit&auml;t des Songs und nicht Politik bei der Auswahl eine Rolle spielen &#8211; und da reichte es einfach nicht. W&auml;hrend er nach der ersten Wertungsrunde noch auf dem 3. Platz lag, reichte es am Ende sogar f&uuml;r Silber.<\/p>\n<p><strong>Jamie Lee Kriewitz<\/strong> war dann die Startnummer 9. Das 17-j&auml;hrige M&auml;dchen gewann die Casting-Show &bdquo;The Voice of Germany&ldquo;. Naiverweise nahm ich an, dass das nichts hei&szlig;en muss, weil in meiner Wahrnehmung noch nie ein Sieger dieser Show nachhaltige Erfolge erzielen konnte und der Song einfach schlecht ist. Selbst direkt nach dem Sieg bei so einer publikumstr&auml;chtigen Show noch nicht mal in die Top-10 der Single-Charts zu kommen ist auch eine &bdquo;Kunst&ldquo;, die wei&szlig; Gott nicht jede(r) beherrscht. Au&szlig;erdem haben wir zu Beginn der Show geh&ouml;rt: Richtig erfolgreich ist ein deutscher ESC-Beitrag nur, wenn die S&auml;ngerin sich mit ihrem Vornamen pr&auml;sentiert (<em>Nicole, Lena<\/em>). Offensichtlich haben sich gen&uuml;gend 6- bis 10-j&auml;hrige Anrufer gefunden, um ihre Manga-G&ouml;ttin zu unterst&uuml;tzen.<\/p>\n<p>Auf den letzten Beitrag des Abends haben viele gespannt gewartet &#8211; nach langen Jahren war <em>Ralph Siegel<\/em> wieder am Start f&uuml;r Deutschland. Der Mann, der einfach nur f&uuml;r den &bdquo;Grand Prix&ldquo; brennt, durfte wieder teilnehmen und schickte (leider) auch eine &bdquo;gecastete&ldquo; S&auml;ngerin. <strong>Laura Pinski<\/strong> traf anfangs leider nicht jeden Ton, trug aber ein tolles Kleid, das gro&szlig;artige Lichteffekte zulie&szlig; und die sensationell aufgelegte <em>Barbara Sch&ouml;neberger<\/em> zu einem ihrer unnachahmlichen Kommentare hinrei&szlig;en lie&szlig; (&bdquo;<em>Ich kann mich auch nicht in jedem Kleid bewegen, das ist aber unspektakul&auml;r<\/em>&quot; &ndash; in Anspielung daran, dass Laura sich in ihrem Kleid nicht wirklich bewegen konnte). Angesichts der &uuml;beraus schwachen Konkurrenz w&auml;re trotz dieser Bedenken eine Teilnahme am Finale meines Erachtens nicht ungerecht gewesen &#8211; es hat nicht sollen sein.<\/p>\n<p>Zur Entspannung pr&auml;sentierte <em>Peter Urban<\/em> diverse Pausenacts aus der ESC-Gschichte (z. B. die <em>Wiener S&auml;ngerknaben<\/em>, <em>Riverdance<\/em> und die <em>Wombels<\/em>) &#8211; nicht ahnend, dass auch in diesem Jahr das Pausenprogramm weit interessanter werden w&uuml;rde als der Wettbewerb an sich..<\/p>\n<p><em>Barbara Sch&ouml;neberger<\/em> stellte nun die Finalisten vor &#8211; <strong>Avantasia, Alex Diehl<\/strong> und <strong>Jamie Lee Kriewitz<\/strong>. <em>Avantasia<\/em> begannen dann den zweiten Teil der Show &#8211; und rockten erneut mit ihrem Song K&ouml;ln. Erneut hatte <em>Barbara Sch&ouml;neberger<\/em> die Lacher auf ihrer Seite, als sie zweideutig konstatierte, dass es schon erfreulich ist, wen man(n) vom &bdquo;Druck befreit&ldquo; ist, weil ja nun das Finale erreicht war&#8230;<\/p>\n<p><em>Alex Diehl<\/em> betonte nach seinem zweiten Vortrag, dass er seinen Songtext gerne &bdquo;ganz Europa&ldquo; pr&auml;sentieren w&uuml;rde. Er setzte klar auf Zeitgeist und auf Aktualit&auml;t. Das ist sicher ehrenwert &#8211; dennoch sollte man bedenken, dass der Grand Prix (zumindest fr&uuml;her einmal) auch etwas mit der Qualit&auml;t eines musikalischen Beitrags zu tun hatte&#8230; Einen Vorwurf kann man Diehl jedenfalls nicht machen &ndash; er setzte nicht auf Show&hellip;<\/p>\n<p>Auch Manga-Queen <em>Jamie Lee Kriewitz<\/em> stellte ihren Song&nbsp; &bdquo;Ghost&ldquo; noch einmal vor. Erneut konnte ich nicht feststellen, was um alles in der Welt an dieser Performance &uuml;berdurchschnittlich war &ndash; da stand ein sch&uuml;chternes 17-j&auml;hriges M&auml;del statisch vor einem Riesen-B&uuml;hnenbild, dessen Bezug zum Song sich zumindest mir nicht erschlossen hat. Okay &ndash; der Gesang war sauber &ndash; aber reicht das heutzutage aus?<\/p>\n<p>Danach gab es zu (<em>Barbara<\/em>s Leidwesen) einen Schnelldurchlauf, der Ratlosigkeit erzeugte &#8211; leider waren da mindestens zwei schlechte Songs zu h&ouml;ren &#8211; was soll man da w&auml;hlen? Frau Sch&ouml;neberger wusste Rat und pr&auml;sentierte das Pausenprogramm &#8211; The <em>Common Linnets<\/em> kamen gut an beim Publikum.<\/p>\n<p>Zweiter Pausenact war <em>The BossHoss<\/em>, die mit ihrem Song &bdquo;Jolene&ldquo; (mit den <em>Common Linnets<\/em>) zu &uuml;berzeugen wussten. Der <em>Dolly-Parton<\/em>-Klassiker kam sichtbar an. Auch <em>Barbara Sch&ouml;neberger<\/em> war augenzwinkernd &uuml;berrascht, dass sogar &bdquo;gute Musik&ldquo; bei diesem Vorentscheid zu h&ouml;ren war. (Mit Sicherheit hat sie diesen Spruch nicht ohne einen Seitenhieb &uuml;ber die zehn Wettbewerbsbeitr&auml;ge gemeint.)<\/p>\n<p>Zum H&ouml;hepunkt des Abends stand fest &#8211; <strong>Jamie Lee Kriewitz<\/strong> gewann den deutschen Vorentscheid &#8211; ein 17j&auml;hriges Manga-M&auml;del (&bdquo;Du bist ja erst 19 Jahre alt &#8211; ach nee, 17&ldquo;) vertritt Deutschland. Gaaanz wichtig: Sie soll ihre Frisur und ihr Outfit so lassen, meinte Frau <em>Sch&ouml;neberger.<\/em> Auch bei der Pressekonferenz interessierte sich keiner f&uuml;r ihren Song &#8211; kein Wunder, der ist einfach zu schlecht und wird sicher keine Chance im Wettbewerb haben. Es reicht halt nicht, dunkle Haare zu haben und aus Hannover zu kommen &#8211; ein guter Song und eine gute Ausstrahlung (wie bei Lena) w&auml;ren da schon nicht schlecht &#8211; na, es hat nicht sollen sein&#8230; schade, im Jahr &bdquo;50 nach Merci Cherie&ldquo; (<em>Udo J&uuml;rgens<\/em> gewann die Eurovision 1966) tritt Deutschland halt mit einer S&auml;ngerin im Manga-Stil an. <em>Udo<\/em> selbst sang in einem Sp&auml;twerk ja mal<em>: &bdquo;Superstars, die tun mir leid&hellip; &#8211; weggezappt, schad&lsquo; um die Zeit&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p>Siegerin des Abends war wieder mal <em>Barbara Sch&ouml;neberger,<\/em> die humorvoll, charmant und kompetent durch den Abend gef&uuml;hrt hat. Positiv &uuml;berrascht hat mich klar <em>Ella Endlich<\/em>, die eine sehr &uuml;berzeugende Performance ablieferte. Tragischer Held des Abends war <em>Ralph Siegel<\/em>, der all seine Kraft in den Wettbewerb legte, aber leider nicht auf etablierte S&auml;nger setzte, sondern (leider) auf gecastete Leute. Was spr&auml;che dagegen, mal wieder eine wirklich arrivierte S&auml;ngerin der Marke <em>Mary Roos<\/em> in den Wettbewerb zu schmei&szlig;en? Okay, wenn Konkurrenz in Castingsiegern der Privatsender besteht, die die Fanbase mitbringt und bei der dann das Lied keinen mehr interessiert, kann auch die bei der nationalen Vorentscheidung nix ausrichten. Ansonsten w&uuml;rde ich mich freuen, wenn die &bdquo;alten Haudegen&ldquo; (auch von Interpretenseite) es noch mal richten w&uuml;rden. Im Januar bei <em>Silbereisens<\/em> &bdquo;Fest&ldquo; und beim Smago!-Award hatte genau diese alte Garde nach meinem Daf&uuml;rhalten beim Publikum die Nase vorn.<\/p>\n<p>Die Band <em>Avantasia<\/em> bewies, dass jenseits musikalischer Grenzen ein Song &uuml;ber Erfolg entscheiden kann, auch wenn sich letztlich gecastete B-Ware durchgesetzt hat. Es bleibt zu hoffen, dass der NDR irgendwann doch mal wieder auf Musiker und nicht auf Casting-Stars setzt bei der Auswahl der Beitrags zum &bdquo;Grand Prix&ldquo; &#8211; &auml;&auml;&auml;&auml;h&#8230;Eurovision Song Contests..<\/p>\n<p>Mit <em>Gracia<\/em> und Herrn <em>K&uuml;mmert<\/em> gab es ja schon zwei mal &bdquo;fremd gecastete&ldquo; S&auml;nger (Ph&auml;nomene wie <em>Max<\/em> und <em>Lena <\/em>sehe ich da anders, weil die erstens aus <em>Stefan Raabs<\/em> &bdquo;Stall&ldquo; stammen und zweitens konkret f&uuml;r den ESC ausgew&auml;hlt wurden) &ndash; der &bdquo;Erfolg&ldquo; ist hinl&auml;nglich bekannt.<\/p>\n<p>Betrachtet man die Einschaltquote, kann der NDR zufrieden sein &ndash; mit knapp 4,5 Mio. Zuschauern sahen mehr Menschen zu als in den vergangenen Vorentscheidungen. Es bleibt spannend, auf welche Resonanz der internationale Wettbewerb in diesem Jahr sto&szlig;en wird.<\/p>\n<p>\n<em>Foto-Credit: NDR \/ Morris Mac Matzen<\/em><\/p>\n<p>Stephan Imming, 26.02.2016<br \/>http:\/\/www.eurovision.tv<br \/>http:\/\/www.eurovision.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stephan Imming hat sich die deutsche Vorentscheidung zum ESC 2016 angesehen &#8230;:\u00a0 Alle Jahre wieder&#8230; &#8211; am 25. 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