{"id":79879,"date":"2016-03-07T00:00:00","date_gmt":"2016-03-07T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=79879"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"PETER-CORNELIUS-Die-Doppel-CD-B-79878","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/liedermacher\/PETER-CORNELIUS-Die-Doppel-CD-B-79878\/","title":{"rendered":"PETER CORNELIUS <br \/>Die Doppel-CD &quot;Best Of \u2013 36 gro\u00dfe Songs&quot; im Test von Holger St\u00fcrenburg!"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich sollte das Doppelalbum glatt noch einmal neu aufgelegt werden &#8211; mit DIESEN &#8222;liner notes&#8220; im Booklet &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1982 war es, als der geb&uuml;rtig aus dem 14. Wiener Gemeindebezirk Penzing stammende S&auml;nger, Liederschreiber, Gitarrist (und zugleich passionierter Sammler der au&szlig;ergew&ouml;hnlichsten, besten und extravagantesten Modelle seines Lieblingsinstruments) <strong>PETER CORNELIUS <\/strong>hierzulande seinen gro&szlig;en Durchbruch feierte. Vor 34 Jahren war der gelernte Bankkaufmann mit gleich drei Alben in den bundesdeutschen LP-Hitparaden vertreten. Er etablierte, gemeinsam mit reputierlichen Landsleuten, wie Rainhard Fendrich, Georg Danzer, Wolfgang Ambros, sicher auch, trotz mannigfaltiger stilistischer Unterschiede, Falco, das so sympathische, wie spezielle, weil oft von einem typischen, landeseigenen Humor durchzogenen und daher vielleicht nicht f&uuml;r jedes bundesdeutsche Ohr auf Anhieb nachvollziehbare Genre des Austropop ferner in unseren Breitengraden.<\/p>\n<p>Daf&uuml;r trug in erster Linie ein Lied die exklusive Verantwortung, welches der Interpret dem Verfasser dieser Zeilen gegen&uuml;ber einmal als sein &bdquo;pers&ouml;nliches &bdquo;Yesterday&ldquo;&ldquo; apostrophierte. &bdquo;Du entschuldige &ndash; I kenn Di&ldquo;, jenes so romantische, wie nachdenkliche, einfach nur liebenswerte, hochmelodische Nachzeichnen eines Wiedertreffens der einst so unerreichbar erscheinenden, somit niemals seitens des M&auml;dels erwiderten Ersten Schulhofliebe viele Jahre sp&auml;ter, stellt f&uuml;r Peter Cornelius &nbsp;&ndash; &auml;hnlich, wie es hinsichtlich der legend&auml;ren &bdquo;Beatles&ldquo;-Ballade f&uuml;r deren Komponisten Paul McCartney der Fall ist &ndash; ein ewiges, niemals mehr ausradierbares, klingendes Erkennungszeichen auf Lebenszeit dar.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Du entschuldige &ndash; I kenn Di&ldquo;<\/strong>, Ende 1981 Rang Eins in &Ouml;sterreich, kurz darauf schnurstracks in die Top 10 der BR Deutschland eingezogen, dient folglich, diesmal in einer druckvollen, st&auml;mmigen Neueinspielung aus 2015, als trefflicher Er&ouml;ffner von <strong>PETER CORNELIUS<\/strong>&lsquo; aktueller Doppel-CD <strong>&bdquo;BEST OF &ndash; 36 GROSSE SONGS&ldquo;<\/strong>, die via seines eigenen Labels Reif f&uuml;r die Insel\/Vertrieb: WARNER im vergangenen Weihnachtsgesch&auml;ft zun&auml;chst den &ouml;sterreichischen Musikmarkt aufwirbelte und nun endlich auch hierzulande die Runde macht, weshalb ich sie heute mit Vorliebe f&uuml;r SMAGO! analysieren m&ouml;chte.<\/p>\n<p>Es folgt auf CD-01 dieses fulminanten Songzyklus eine akustisch-folkig, absichtlich schleppend-bluesig, vulgo von Grund auf gem&uuml;tliche und relaxte Neufassung des ebenfalls 1981 erstver&ouml;ffentlichten, &auml;u&szlig;erst hittr&auml;chtigen Wunsches nach <strong>&bdquo;Streicheleinheiten&ldquo;<\/strong>, der anno 2015 sp&uuml;rbar an eher ruhige, filigrane Popblues-Kunstwerke von Eric Clapton, zwischen &bdquo;Wonderful Tonight&ldquo;, &bdquo;Change the World&ldquo; oder &bdquo;My Father&rsquo;s Eyes&ldquo;, gemahnt.<\/p>\n<p>CD-02 hingegen wird eingeleitet von einer lauten, weniger schlagerhaften, weit mehr rockig-gitarrengef&uuml;hrten, entsprechend verj&uuml;ngten, so aufgefrischten, wie erfrischenden, im Tempo leicht angezogenen Reanimation von Peters unvergleichlichem 1982er-Sommerhit <strong>&bdquo;Reif f&uuml;r die Insel&ldquo;<\/strong>, dessen Betitelung seit seiner Erschaffung durch Peter Cornelius l&auml;ngst als &sbquo;gefl&uuml;geltes Wort&lsquo; in den deutschen Sprachschatz eingegangen ist. Gleichfalls als locker-flockige, au&szlig;erordentlich erwachsene, gereifte, wiederum leicht Clapton&rsquo;esque Neuauskleidung kommt daran anschlie&szlig;end der friedlich ged&auml;mpfte Schleicher <strong>&bdquo;Der Kaffee ist fertig&ldquo;<\/strong> zum Zuge, der 1980\/81 erstmalig in der Bundesrepublik auf den Wiener Weltb&uuml;rger und seine zerbrechlichen Situationsbeschreibungen positiv aufmerksam machte und dessen Titelzeile als feststehende Formulierung heutzutage ebenso seit langem in unsere Alltagssprache &uuml;bergegangen ist. Ein ganz pers&ouml;nliches Lieblingslied von Peter Cornelius selbst scheint die philosophische Reflexion <strong>&bdquo;Die unbequemen Freund&lsquo;&ldquo;<\/strong> zu sein, die im Original auf seinem 1980er-Phonogram-Deb&uuml;t &bdquo;Der Kaffee ist fertig&ldquo; erstmals zu h&ouml;ren war. Obwohl niemals als Single bedacht, findet dieser Geheimtipp seit jeher Eingang ins Liverepertoire des K&uuml;nstlers und wurde von diesem f&uuml;r &bdquo;Best of &ndash; 36 gro&szlig;e Songs&ldquo; absolut grandios, fraglos in liebenswerter Manier grantelnd, gleichsam erdig, laut, rockig, intensiv, mit knarzigem Bluesfeeling neu arrangiert.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich sehr gut, die zum Weihnachtsgesch&auml;ft 1983 dargereichte, einstmals bei Ariola erschienene LP &bdquo;Fata Morgana&ldquo; stand zum Christfest jenen Jahres ganz oben auf meinem Wunschzettel. Tats&auml;chlich fand sich diese profunde Scheibe &ndash; bis heute, rein subjektiv betrachtet, meine Lieblingsschallplatte von Peter Cornelius &ndash; am 24. Dezember 1983 bunt verpackt unter dem Tannenbaum, so dass es mir durchaus eine gro&szlig;e Freude ist, dass gleich vier Titel daraus f&uuml;r &bdquo;Best of &ndash; 36 gro&szlig;e Songs&ldquo; notiert wurden. So verbinden sich beim k&uuml;hl-atmosph&auml;rischen, von einem nerv&ouml;sen Synthibass beherrschten Titelsong die philosophisch-surrealen Textzeilen von Peter Cornelius ganz vorz&uuml;glich mit den experimentellen Keyboardkaskaden von Produzent Michael Cretu, die im weiteren Verlauf des Viereinhalb-Minuten-Meisterwerks perfekt und vorteilhaft von Peters drastischer E-Gitarre verst&auml;rkt werden. Kritische Worte &uuml;ber die seinerzeit vieldiskutierte Brutalisierung des Fernsehprogramms und insbesondere der allabendlichen TV-Nachrichten, als immer h&auml;ufiger alle m&ouml;glichen Grausamkeiten gezeigt, seelenlos auf Leichen, Verletzte, schwere Unf&auml;lle, gezoomt wurde, wor&uuml;ber nicht nur Konservative geh&ouml;rig die Nase r&uuml;mpften, durchdringen den offensiven Poprocker <strong>&bdquo;Geisterbahn&ldquo;<\/strong>. Die erste Single aus diesem Spitzenalbum, <strong>&bdquo;Es wird immer sei, wie&rsquo;s immer war&ldquo; <\/strong>&ndash; eine so legere, wie auftrumpfende Gitarren-Pop-Rock-Melange, die f&uuml;rwahr immer so ph&auml;nomenal und &uuml;berzeugend sein und bleiben wird, wie sie es zu ihrem Entstehungsdatum 1983 war &ndash;, hat deren Interpret sogar am Montag, dem 21. November 1983, in Dieter Thomas Hecks &bdquo;ZDF-Hitparade&ldquo; vorgestellt, die Nachfolgeauskoppelung <strong>&bdquo;Du wirst mi nimmer &auml;ndern&ldquo; <\/strong>verspr&uuml;ht knallig-funkiges, wieder mal aufpeitschend basslastiges Tanz-Ambiente und geht daher nicht nur sogleich ins Ohr, sondern regt zudem zu umgehendem Mitwippen und Bewegen an.<\/p>\n<p>Aus Peters Anfang 1985 ver&ouml;ffentlichter LP &bdquo;S&uuml;chtig&ldquo; (die ich dann zu meinem 14. Geburtstag am 15.04.1985 geschenkt bekam, mitsamt einer Eintrittskarte f&uuml;r das dazugeh&ouml;rige Konzert am 04. Mai jenen Jahres in der Hamburger Musikhalle\/Laeiszhalle) h&ouml;ren wir zuvorderst den seinerzeit von Michael Cretu luftig, trotzdem opulent, und nat&uuml;rlich zeitnah auf Synthesizerbasis ausgearbeiteten, sanftm&uuml;tig-verzeihenden und doch bestimmten und pr&auml;zise vor sich hin schwebenden Abschiedsgru&szlig; <strong>&bdquo;Segel im Wind&ldquo;<\/strong> an eine flatterhafte, unstete und doch so faszinierende Frau, mit der &bdquo;Kraft einer L&ouml;win&ldquo;, aber der zweifelhaften Festigkeit eines &bdquo;Segels im Wind&ldquo;. Dar&uuml;ber hinaus fanden aus &bdquo;S&uuml;chtig&ldquo;, noch heute ein realer LP-Klassiker des Austropop ohne jeglichen qualitativen Durchh&auml;nger, der erholte, zutiefst verliebt-romantische Titelsong, das wiegende Blueschanson <strong>&bdquo;A Ausweg ist des net&ldquo;<\/strong>, welches sich liebe- und verst&auml;ndnisvoll an einen Selbstmordkandidaten wendet und diesen mit aufbauenden Worten von seinem Vorhaben abhalten m&ouml;chte, der flinke, lyrisch erwartungsvolle und optimistische, mit Banjo und quietschender Steel Guitar ergiebig angereicherte Country-Pop <strong>&bdquo;Ganz einfach leben&ldquo;<\/strong>, die gem&auml;chlich-behutsame Pianoballade <strong>&bdquo;Hoffnung&ldquo;<\/strong> und die gefasste und dennoch eigensinnige Liebeserkl&auml;rung an das erst so harmlos wirkende, bei n&auml;hrem Hinsehen allerdings ganz sch&ouml;n tough, offenherzig und nicht unbedingt treu und enthaltsam lebende <strong>&bdquo;Mei Engerl&ldquo;<\/strong> den angemessenen Weg auf &bdquo;Best of &ndash; 36 gro&szlig;e Songs&ldquo;.<\/p>\n<p>Nachdenklich und trotzdem &uuml;beraus entspannt und hoffnungsvoll, erklingt die im mittleren Tempo gehaltene Auseinandersetzung mit Wiedergeburt und Seelenwanderung, <strong>&bdquo;Irgendwann im n&auml;chsten Leben&ldquo;<\/strong>, aus der geradlinig rockorientierten, ansonsten auf elektrisierende Weise unerwartet widerspenstigen 1986er-LP <strong>&bdquo;Gegen den Strom&ldquo;<\/strong>, der au&szlig;erdem mit dem verhalten rockenden, hierbei volumin&ouml;s und prunkvoll umgesetzten Titelsong und dem beinahe aggressiven, phonstark-krachenden Hardrocker <strong>&bdquo;Was macht der Teufel im Himmel?&ldquo;<\/strong> gehuldigt wird.<\/p>\n<p>Ein Jahr darauf folgte die vierte und letzte Ariola-LP, die da ganz schlicht hie&szlig; &bdquo;Cornelius `87&ldquo;. Neben der frechen, einwandfrei konsequent ohrwurmgeeigneten Hitsingle <strong>&bdquo;Treib mi net zum Wahnsinn, Liebling&ldquo;<\/strong>, gibt es auf &bdquo;Best of &ndash; 36 gro&szlig;e Songs&ldquo; den musikalisch mild-ausgeruhten, trotzdem eindringlichen, inhaltlich eher trotzig-abgekl&auml;rten Gitarrenohrwurm <strong>&bdquo;Nie wie unsre Eltern&ldquo;<\/strong> zu genie&szlig;en.<\/p>\n<p>1988 brillierte der begnadete Liederschreiber mit dem teils lyrisch sehr spitzz&uuml;ngigen, gleichsam intimen Album &bdquo;Sensibel&ldquo;, das im Fr&uuml;hjahr jenen Jahres zumindest in &Ouml;sterreich einen guten Rang 25 in den dortigen LP-Charts zu erzielen vermochte. Hieraus entnahm Peter Cornelius f&uuml;r seine aktuelle &bdquo;Best of&ldquo;-Koppelung den zun&auml;chst verhalten-scheuen, im sp&auml;teren Verlauf aufstrebenden, zielbewusst voranpreschenden Synthipopper <strong>&bdquo;Sanft ist unser Kampf&ldquo;<\/strong>, der damals als erste Singleauskoppelung diente, sowie den im Sinne eines augenzwinkernd schw&uuml;lstig inszenierten 50er-Jahre-Doowop-Schlager-trifft-80er-Jahre-Synthipop-Couplets gehaltenen Titelsong <strong>&bdquo;Sensibel&ldquo;<\/strong>.<\/p>\n<p>Die enorm vielseitige 1990er-Produktion &bdquo;In Bewegung&ldquo; ist mit dem rasant groovigen, gitarrengetriebenen Riff-Rocker <strong>&bdquo;Ebbe und Flut&ldquo;<\/strong>, dem signifikant &bdquo;Dire Straits&ldquo;\/Mark Knopfler-&auml;hnlichen, gro&szlig;st&auml;dtischen Gitarrenbluesrock <strong>&bdquo;Wenn das Geld ausgeht&ldquo;<\/strong> und einer hymnischen, voller Power und Phonst&auml;rke umgesetzten Danksagung an den Rock&rsquo;n&rsquo;Roll namens <strong>&bdquo;Kann sein&ldquo;<\/strong> auf &bdquo;Best of &ndash; 36 gro&szlig;e Songs&ldquo; vertreten, zumal ebenjene Musikstilistik nun mal seit &uuml;ber 40 Jahren ein unverkennbar wichtiger Teil des Lebens von Peter Cornelius ist. Selbstverst&auml;ndlich gibt es auf hier vorgestellter Doppel-CD auch ein Wiederh&ouml;ren mit dem Superohrwurm <strong>&bdquo;Zuf&auml;llig&ldquo;<\/strong>, der damaligen ersten Singleauskoppelung aus &bdquo;In Bewegung&ldquo;, die in Peters Heimatland problemlos die Top 30 knackte und in diesem, unserem Lande zum gern geh&ouml;rten Radiohit avancierte (Rang 10 der Rundfunkcharts im Juli 1990). Bevor sich Peter Cornelius 1993 f&uuml;r eine l&auml;ngere Zeit aus dem aktiven Musikerdasein zur&uuml;ckzog, legte er die &uuml;berwiegend stille, teils ungewohnt d&uuml;stere, in sich gekehrte und sehr pers&ouml;nliche CD <strong>&bdquo;Lieber heut als morgen&ldquo; <\/strong>vor, die u.a. die von ehrlicher Zuneigung und Vertrauen zu einem Partner erz&auml;hlende Gitarrenballade <strong>&bdquo;Auf Di kann i mi verlassen&ldquo;<\/strong> beinhaltete.<\/p>\n<p>Kaum einer hatte damit gerechnet, doch f&uuml;r die Fans von Peter Cornelius war es ein reines Fest, als es 2001 unverhofft ein &ndash; im wahrsten Sinne des Wortes &ndash; h&ouml;rbares &bdquo;Lebenzeichen&ldquo; ihres Idols gab. Es war eine ehrliche Freude, auch und gerade f&uuml;r den Verfasser dieser Zeilen, von einem K&uuml;nstler, der mit vielen tollen Liedern, nicht wenige derer ja auch nun f&uuml;r &bdquo;Best of &ndash; 36 gro&szlig;e Songs&ldquo; aus dem Archiv geholt wurden, dessen Jugend mit untermalt hatte, nach acht langen Jahren endlich wieder Neues zu vernehmen. Als t&ouml;nende H&ouml;hepunkte dieses gro&szlig;artigen Comebacks galten die mutmachende Ballade <strong>&bdquo;Du gibst nie wieder auf&ldquo;<\/strong>, der von eben derselben nur so strotzende Rockhymnus <strong>&bdquo;Positive Energie&ldquo;<\/strong> und das sacht-grazil umgesetzte Abendlied <strong>&bdquo;Wenn der Tag in die Nacht geht&ldquo;<\/strong>, so dass diese drei Ausz&uuml;ge aus &bdquo;Lebenszeichen&ldquo; verdienterma&szlig;en in die Liste der &bdquo;36 gro&szlig;en Songs&ldquo; von Peter Cornelius aufgenommen wurden.<\/p>\n<p>Zwei Jahre sp&auml;ter kam das ausgeglichen und zufrieden wirkende, lyrisch strikte und radikale, durch und durch gitarrenbetonte, h&auml;ufig sehr rockig und direkt ausgefallene Werk <strong>&bdquo;Licht und Schatten&ldquo;<\/strong> auf den Markt, aus dem der voranstrebende, von treibenden Gitarren und f&uuml;hrenden Ch&ouml;ren a&rsquo;la &bdquo;Electric Light Orchestra&ldquo; lebende Titelgeber als H&ouml;rbeispiel f&uuml;r &bdquo;Best of &ndash; 36 gro&szlig;e Songs&ldquo; auserkoren wurde. Der folkig-entspannte Gitarrenpopper <strong>&bdquo;Sieger im Herzen<\/strong>&ldquo; entstammt dagegen der 2006 vorgelegten CD &bdquo;Wie ein junger Hund im hohen Gras&ldquo;, die leider nur in &Ouml;sterreich f&uuml;r Furore sorgte, in der BR Deutschland jedoch so gut wie gar nicht stattfand. Schlussendlich sind das gro&szlig;st&auml;dtische, regendurchtr&auml;nke Edelbluesrockdrama <strong>&bdquo;Wenn der Wind zum Sturm wird&ldquo;<\/strong> und die sinnliche Hommage an die <strong>&bdquo;72ste Stra&szlig;e&ldquo;<\/strong>, gegen&uuml;ber dem Central Park in New York City, in der bis zu seinem Tod ebendort, Ober-&bdquo;Beatle&ldquo; John Lennon residierte, die j&uuml;ngsten Beitr&auml;ge auf vorliegender Doppel-CD, entnommen dem gefeierten 2008er-Opus &bdquo;Handschrift&ldquo;, dessen ebensolche stilistisch &uuml;berwiegend im erdigen, eben handgemachten, handgeschriebenen Rock- und Bluesspektrum zu finden ist.<\/p>\n<p>Als besondere Leckerbissen werden CD-01 und CD-02 von &bdquo;Best of &ndash; 36 gro&szlig;e Songs&ldquo; jeweils von einer taufrischen, ausgeruhten Live-Version eines geschichtstr&auml;chtigen Peter-Cornelius-Klassikers aus den fr&uuml;hen 80er Jahren beschlossen, die 2014 im Rahmen gro&szlig;er Open-Air-Konzerte mitgeschnitten wurden und nun erstmals auf einem Tontr&auml;ger an die &Ouml;ffentlichkeit geraten. Dabei handelt es sich um den donnernden, aufbrausenden Gitarrenrocker <strong>&bdquo;Ganz Wien hat den Blues&ldquo; <\/strong>(im Original aus der LP &bdquo;Streicheleinheiten&ldquo;, 1981), den Peter und seine Band nun in einer knapp zehn(!)min&uuml;tigen, ausufernden Sichtweise pr&auml;sentierten, inklusive eines knackigen, wehend-weitschweifigen, slow-bluesigen Gitarrensolos eingedenk Cornelius-Vorbild&lsquo; Eric Clapton, sowie um das abgekl&auml;rt-vers&ouml;hnliche Abschiedslied <strong>&bdquo;Bevor i geh&ldquo;<\/strong> (Titelsong der deutschen Pressung von Peters 1982er-Album und zweite Single daraus), das im Konzertgewand deutlich freundlicher, mitf&uuml;hlender, ebenso st&ouml;rrischer, auftrumpfender erklingt, als in der doch sehr radiotauglich-zur&uuml;ckhaltend dargebotenen Urfassung.<\/p>\n<p>Die <strong>&bdquo;36 groSSen Songs&ldquo;<\/strong> von <strong>PETER CORNELIUS<\/strong> wurden zwar nicht in chronologischer Abfolge, daf&uuml;r aber immens stimmig und harmonisch, miteinander verkoppelt. Es f&auml;llt auf, dass aus dem Back-Katalog ausschlie&szlig;lich Titel der erstmalig bei Ariola (1983 bis 1987) bzw. bei TelDec (1988 bis 1993) erschienenen LPs, sowie einige wenige Schmankerl der zwei KOCH\/Universal-CDs aus den Jahren 2001 und 2003 und nur vereinzelt neuere Lieder, die 2006 und 2008 unter der &Auml;gide von Peter Cornelius&lsquo; eigenem Label entstanden, f&uuml;r vorliegende Best-of-Kompilation genutzt wurden. Expertisen aus den vier, zwischen 1980 und 1982 bei Phillips\/Phonogram ver&ouml;ffentlichten Alben kommen &uuml;berhaupt nicht vor; die wichtigsten Lieder jener Periode wurden von Peter 2015 neu eingespielt; &bdquo;Bevor I geh&ldquo; und &bdquo;Ganz Wien hat den Blues&ldquo; sind, wie beschrieben, in einem exzessiven Live-Flair zu h&ouml;ren.<\/p>\n<p>Dies alles aber tut dem unb&auml;ndigen Charme, der stimmungsvollen Leuchtkraft, der lyrischen, wie musikalischen Inbrunst und Leidenschaft aller (!) hier zusammengef&uuml;gter &bdquo;36 gro&szlig;en Songs&ldquo; keinerlei Abbruch. Die Textthemen sind von dauerhafter Aktualit&auml;t, wirken niemals altbacken oder historisch &uuml;berholt; die Melodien bleiben stets und st&auml;ndig im Ged&auml;chtnis des interessierten Zuh&ouml;rers haften, ihre bluesige, zumeist per Gitarre umgesetzte Grundsubstanz ist jederzeit dazu in der Lage, Generationen zu &uuml;berdauern.<\/p>\n<p>Bei <strong>&bdquo;BEST OF &ndash; 36 GROSSE SONGS&ldquo;<\/strong> von <strong>PETER CORNELIUS<\/strong> trifft alleine die &Uuml;berschrift bereits den Kern der Sache. Was wir auf den beiden Silberscheiben dieser famosen Liedsammlung zu h&ouml;ren bekommen, sind nichts anderes als ungelogen und unwiderruflich <strong>&bdquo;36 GROSSE SONGS&ldquo;<\/strong> eines Liederschreibers mit Herz und Hirn, der nicht selten &uuml;beraus pers&ouml;nliche Geschichten derart offensiv und wirklichkeitsnah in packenden, pr&auml;gnanten Worten schildert, so dass sie eigentlich von jedem von uns nachvollziehbar und auf eigene, vielleicht &auml;hnliche Erlebnisse anwendbar sind!<\/p>\n<p>Holger St\u00fcrenburg, 03. bis 05. M\u00e4rz 2016<\/p>\n<p>http:\/\/www.petercornelius.com\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich sollte das Doppelalbum glatt noch einmal neu aufgelegt werden &#8211; mit DIESEN &#8222;liner notes&#8220; im Booklet &#8230;:\u00a0 1982 war<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":79880,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[21],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79879"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=79879"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79879\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/79880"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=79879"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=79879"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=79879"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}