{"id":79324,"date":"2016-03-23T00:00:00","date_gmt":"2016-03-23T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=79324"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"WOLFGANG-PETRY-Das-grosse-Exklu-79323","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/WOLFGANG-PETRY-Das-grosse-Exklu-79323\/","title":{"rendered":"WOLFGANG PETRY <br \/>Das gro\u00dfe Exklusiv-Interview mit Wolfgang Petry!"},"content":{"rendered":"<p>Auf Wunsch des K\u00fcnstlers fand das Gespr\u00e4ch in der &#8222;Duz&#8220;-Form statt &#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Jahr feiert WOLFGANG PETRY sein 40-J&auml;hriges Jubil&auml;um im Musikgesch&auml;ft. Wolfgang &bdquo;Wolle&ldquo; Petry startete 1976 seine einzigartige Karriere &#8211; vor genau 40 Jahren! 2006 beendete Wolfgang Petry dann quasi ohne Vorwarnung von heute auf morgen seine Karriere. Neun Jahre nach seinem Abschied von der B&uuml;hne, brachte er 2014 mit &bdquo;Einmal noch&ldquo; ein Remix-Album seiner gro&szlig;en Hits heraus. Das Album ging direkt von Null auf 1 und erreichte Gold. Ein Jahr sp&auml;ter 2015 &uuml;berraschte Wolfgang Petry mit einem rockigen Studio-Album &bdquo;Brandneu&ldquo;, das ebenfalls von Null auf 1 chartete und sich zurzeit ebenfalls auf Goldkurs befindet und ihm eine aktuelle Echo Nominierung bescherte.<\/p>\n<p>Mit &bdquo;40 Jahre &ndash; 40 Hits&ldquo; folgt nun der dritte Streich mit allen Hits von 1976 bis 2016 auf einem Doppel-Album. Das Best Of-Album stieg sehr gut auf Rang 7 in die Charts ein und kletterte diese Woche sensationell auf Platz 2. Auch beim Echo ist Wolfgang Petry in der Kategorie Schlager nominiert.<\/p>\n<p>\n<strong>DAS GRO&szlig;E INTERVIEW MIT WOLFGANG PETRY<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie fing es eigentlich bei Dir an? Was war Dein erstes Instrument?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hab mit der Blockfl&ouml;te angefangen und dann hab ich gemerkt&hellip;.ich hatte einen Untermieter gehabt der spielte Querfl&ouml;te und auf einmal der spielte so sch&ouml;n, da bin ich da mal hingegangen und hab gefragt wollen wir mal zusammen spielen. Ja sagt der ich hab auch Noten daf&uuml;r da f&uuml;r so was. Da haben wir zweistimmig gespielt. Da habe ich eine G&auml;nsehaut gekriegt. Das erste Mal in meinem Leben die Begegnung mit einer zweiten und dritten Stimme. Wahnsinn. So kam ich zur Musik und dann nahm das andere seinen Lauf. Ich wollte &lsquo;ne Gitarre haben, Beatmusik war angesagt. Sagt Papa: Klavierunterricht. Ich sag, da hab ich keinen Bock f&uuml;r, ich will &lsquo;ne Gitarre haben. Sagt er, nur wenn du Klavierunterricht nimmst, kriegst du von mir &lsquo;ne Gitarre. Ich Klavierunterricht genommen und zwei Jahre sp&auml;ter bekam ich die Gitarre und dann hat das Elend seinen Lauf genommen mit der ersten Beat Kapelle. Jeder konnte sein Instrument gerade so festhalten wie so gerade ging halt. Ja und dann kamen die ersten T&ouml;ne, die ersten Auftritte im Jungendheim und ich wei&szlig; nicht wo. So haben wir angefangen.<\/p>\n<p><strong>Papa ist ein sch&ouml;nes Stichwort. Auf Deinem Album &bdquo;Brandneu&ldquo; gibt es einen Titel namens &bdquo;Mio Padre&ldquo;. Hat Dein Vater auch mit Dir zusammen musiziert?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Vater war selber Musikant gewesen. Der war zwar Kfz-Meister, aber der hat Klavier richtig studiert. Der konnte nur nicht mehr die Tasten greifen, der hatte solche dicken Finger vom Arbeiten. Immer wenn der&hellip;.da hat er immer zwei Tasten mit dem Finger gehabt, aber der konnte vom Blatt die schwierigsten Sachen spielen. Also gro&szlig;artig und er hat mich nat&uuml;rlich gef&ouml;rdert. Er hat sich gefreut, dass sein Sohn auf den kleinen B&uuml;hnen stand und sagte dann &bdquo;Boh, komm ich fahre dich da &uuml;berall hin, wenn da Not am Mann ist. Ich bin da, ich fahre dich da hin.&ldquo; Dann hat er das gemacht.<\/p>\n<p><strong>03. Dein Vater soll aber drauf bestanden haben, dass Du erst eine Ausbildung machst, bevor du Musiker wirst. War das so?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war so. Nur ein Vater ist dr&uuml;ber gestorben. Er hat daf&uuml;r gesorgt, dass ich als Feinmechaniker &lsquo;ne Lehre anfange. Und dann hab ich ihm das versprochen, ja, Papa das mach ich denn. Und er ist da dr&uuml;ber verstorben. Und ich hab&rsquo;s trotzdem gemacht. Und ich hab immer in meinem Leben, ich dachte mir, du machst die Nummer, du willst Musikant werden, aber Feinmechaniker, du zeihst das bis zum Ende durch. Und ich hab die Lehr auch bestanden und habe nie in dem Job gearbeitet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Nachdem Du die Lehre bestanden hattest, hast Du also beschlossen &bdquo;Jetzt werde ich Profi Musiker&ldquo;?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Du kannst ja nicht Profi Musiker werden. Das sind ja Zuf&auml;lle, das wei&szlig; kein Mensch wie das funktioniert, ne. Und ich hab dann gedacht, Mensch wie kommst du da dran? Und dann haben wir irgendwie, und dann hab ich &uuml;berlegt. Dann sind wir zu einer K&uuml;nstleragentur gegangen, mit der Band, sag ich k&ouml;nnen wir irgendwie rumreisen, irgendwie im Amateurbereich. Ja, sag der, es gibt so Monats Engagements, gibt es da. Ja, und dann haben wir da angefangen, ja so, Ball der einsamen Herzen und solche Sachen haben wir gemacht. Aber wir konnten spielen was wir wollten, das haben wir dann auch gemacht so. So hat das angefangen, ja.<\/p>\n<p><strong>Und dann kamen die ersten Auftritte im legend&auml;ren &bdquo;Whiskey Bill&ldquo;?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, das war der Whiskey Bill gewesen. Und wir waren die &bdquo;Whiskey Boys&ldquo;. Liegt im Namen schon irgendwie begraben. Ja und dann kam der ber&uuml;hmte Produzent vorbei. Karin Hartmann und Tony Hendrik. Ich kannte die, ich kannte das ja alles gar nicht. Und die haben das geh&ouml;rt und dann haben sie gesagt &bdquo;Finden wir gut, kommen sie mal vorbei junger Mann.&ldquo; Also bin ich vorbei gefahren, hab das nicht gefunden. Das war auch schon drei Monate danach. Ich habe es nicht gefunden. Dann bin ich wieder nach Hause gefahren, hatte nat&uuml;rlich keine Telefonnummer dabei gehabt. So wie ich das so unprofessionell in meinem Leben immer so gestaltet habe. Und hab dann angerufen, sage, ich hab das nicht gefunden wo ihr seid. Wo ist das denn? Irgendwie &lsquo;ne Ortsverdrehung hatte ich da, ich war ganz woanders irgendwo. &bdquo;Ja, dann kommen Sie vorbei.&ldquo; Dann hatte dann noch mal zwei Monate gedauert, ich bin vorbeigefahren und ja sagt er &bdquo;Singen Sie hier mal. Wir haben ein Lied geschrieben. H&ouml;ren Sie mal rein.&ldquo; Und dann hab ich da reingeh&ouml;rt und das war dann das erste Lied, was er mir vorspielte war &bdquo;Sommer in der Stadt&ldquo;. Allerdings nicht mit diesem Text. Das hie&szlig; &bdquo;Der Mond von Malibu&ldquo; &ndash; &bdquo;er allein sah zu, in der kalifornischen Sommernacht hat sie mir das Gl&uuml;ck gebracht&ldquo;. Da hatte ich ein bisschen Schwei&szlig; im Nacken und dachte mir &bdquo;Fahr nach Hause&ldquo;. Ja, ich bin nach Haus gefahren, ich komme zu Hause an, meine Mutter, ich hab&nbsp; bei meiner Mutter gewohnt da und da sagt sie &bdquo;Du siehst nicht gut aus&ldquo;. &bdquo;Ja&ldquo; sag ich &bdquo;Mama, ich f&uuml;hle mich auch nicht so gut, ich glaube ich werde nie S&auml;nger&ldquo;. &bdquo;Was ist denn?&ldquo; &bdquo;Ja, die haben mir da ein Lied angeboten. &bdquo;Der Mond von Malibu&ldquo;, ich sage, ich kann&rsquo;s nicht machen. Hab ich da angerufen und ich sage &bdquo;Es tut mir leid, ich werde glaube ich kein S&auml;nger. Das war&rsquo;s f&uuml;r mich gewesen&ldquo;. Da sagt er &bdquo;Ja halt, wir wollten ja nur mal h&ouml;ren, was Sie davon halten. Wir kommen ja noch dahin, dann schreiben wir andere Texte&ldquo; Irgendwann kam ein weiterer Text, der hie&szlig; &bdquo;Sommer in der Stadt, ich hab es so satt&ldquo;. Sag ich, hier k&ouml;nnen wir anfangen. Hier ist der Beginn von der Arbeit, bitte, ich bin dabei.<\/p>\n<p><strong>Kannst Du Dich noch an deinen ersten Hitparaden Auftritt 1976 erinnern? Wir war das f&uuml;r Dich in dieser neuen Welt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich kann mich noch genau erinnern. Ich kannte erst mal die Sendung gar nicht, ich hab das nie gesehen, weil wir haben am Wochenende immer Musik gemacht und da hast du keine Chance irgendwie Fernsehen zu gucken. Die Hitparade war samstags damals. Und ich fragte meine Mutter &bdquo;Ich hab die Hitparade&ldquo;, das sagt meine Mutter &bdquo;Was hast du? Junge&ldquo;, sag ich &bdquo;Ist das was?&ldquo; &bdquo;Ja, das ist Dieter Thomas Heck, Dieter Thomas Heck, das ist ja gro&szlig;artig, da gehen sie alle hin, alle die erfolg haben.&ldquo; Bin ich dann da eingeflogen worden, zum ersten Mal in meinem Leben bin ich geflogen. In einem f&uuml;nf Sterne Hotel waren wir alle untergebracht. Hab ich alles noch nie in meinem Leben gesehen. Ich hab noch nie eine Minibar auf dem Zimmer gesehen, ich sag &bdquo;Was ist das dann hier? Das geht ja gar nicht&ldquo; Ja, und ich an die Minibar gegangen, ein kleines Wasser geholt und dann kam dann die Probe. Der erste Probentag, da schlotterten mir die Knie, das kannst du die nicht vorstellen. Ich stand da und ich konnte meine Gitarre, ich hatte eine Gitarre um, ich konnte sie gar nicht festhalten. Ich war vollkommen am Arsch. Und dann kommt dann irgendwann der Truck Branss und dann sagt der, &bdquo;K&ouml;nnen Sie, da ist so &lsquo;ne Gitarre drin&ldquo;, ja, ich sag, ich spiel ja auch Gitarre, sagt er &bdquo;ja nee, da spielt immer &bdquo;Dong, Dong Dong&hellip;&ldquo; Sag ich &bdquo;Das ist manchmal schwer, die geht in den Gesang rein, ich muss mich drauf konzentrieren was ich singe, also mach ich nur so.&ldquo;. &bdquo;Ja, aber das ist schei&szlig;e&ldquo; sagt er &bdquo;Das m&uuml;ssen wir anders machen&ldquo;. Ich mir &uuml;ber Nacht das noch eintrainiert, das mit dem Gitarrenriff und dem Singen. Mein erster Fernsehauftritt, schwierige Nummer, nee. Ja, hab ich dann gemacht und ich komme am Tag der Sendung dahin und da sagt der Truck Branss &bdquo;Brauchste nicht machen, reicht auch, wenn de so machst&ldquo;. Hab ich die ganze Nacht da umsonst da gesessen. Ich dachte das gibt&rsquo;s ja alles gar nicht, nee.<\/p>\n<p><strong>1997 hat irgendwann dann jemand beschlossen &bdquo;So, wir gehen jetzt mal mit einem Schlager S&auml;nger in die gro&szlig;en Fu&szlig;ball-Stadien.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist ein M&auml;rchen alles, das gibt&rsquo;s ja alles gar nicht. Das was ich da gemacht hab, ist ein M&auml;rchen, das gibt&rsquo;s nicht. Ich hab ja die 50 Tage gemacht und das Parkstadion, das haben wir eine Woche nach der Tour gemacht. Da sagt doch jeder Veranstalter, du kannst nicht 50 Tage machen und gehst danach auf die gr&uuml;nen Wiesen. Das geht &uuml;berhaupt nicht. Das musst du vorbereiten, da kannst du erst mal ein Jahr nichts machen &ndash; Vakuum &#8211; und danach dann ins Stadion. Das hat uns &uuml;berhaupt nicht interessiert. Wir waren im Gruga Park da waren auch 50.000 oder so was. War &uuml;berhaupt kein Problem. Die gingen alle, das ging ja von vorn herein schon so. Und dann kam die zweite Tour und die war auch ausverkauft gewesen. Ich wusste nicht mehr wie ich auftreten sollte. Ich musste schon die Hallen zweimal machen. Dann kam die dritte Tour uns jetzt kommen viele Dinge, die gar keiner mehr wei&szlig;. Die gar keiner wei&szlig;. Ich rede mit meiner Agentur. Du kannst nicht von mit verlangen, dass ich in Freiburg anfange und mache jede Halle drei, vier und f&uuml;nf Mal und komme nach drei Jahren in Berlin an. Da bin ich zu alt f&uuml;r. Das ist unm&ouml;glich. Dann hat der &uuml;berlegt und der rief dann irgendwann an und sagt, ich hab&rsquo;s. Wir kommen drum rum, du brauchst keine 500 Auftritte machen, wir machen alle Bundesliga Stadien, also alle die wir kriegen, die machen wir. Dann brauchst du nur einmal. Boh denk ich, was will der machen? Alle&nbsp; Bundesliga Stadien? Kann ja gar nicht sein ne? Doch sagt der, machen wir. Wir machen dat. Ok, sag ich, dann brauch ich nur einmal dahin gehen &bdquo;Mach mal&ldquo;. Kriegen wir die denn &uuml;berhaupt ausverkauft? Kriegen wir &uuml;berhaupt die H&auml;lfte voll?&ldquo; Ja sagt er das wei&szlig; ich auch nicht so. M&uuml;ssen wir sehen, aber du hast ja schon mal im Stadion gestanden, das geht ja anscheinend, geht das ja, ne. Ja, dann hab ich die ganzen Bundesliga Stadien, alles was nicht geht vom Veranstalter, z.B. Dreieck: Hamburg, Bremen, Hannover, darf man nicht machen. Du kannst immer nur einen von den dreien machen. Ich hab alle drei gemacht. Alle drei und alle waren voll. Ja, und ich hab mich auch immer ein bisschen befreit von der Presse und so was, ich hab ja kaum Interviews gegeben, da war ich meisten auf Kriegsfu&szlig; mit denen. Das war nicht meine Abteilung. Ja so kam es denn zu dem Stadion. Aber wir haben immer aus dem Bauchladen so ein Stadion gemacht. Ich stand mit meinem Manager und wir haben alles im Griff gehabt. Ich wusste alles, was was kostet, ob das &lsquo;ne Abdeckung auf dem Boden, wie viel Mann ich angestellt hab. Ich hatte 120 Leute da rumlaufen gehabt. Ich wusste was jeder tut, ob er gute Laune hat, wir haben uns um alles gek&uuml;mmert.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Es gibt eine legend&auml;re Geschichte im Zusammenhang mit den Stadionkonzerten. Du sollst mal h&ouml;chstpers&ouml;nlich die Dixi-Klos f&uuml;r die Konzertbesucher kontrolliert haben. Musste das denn wirklich sein?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das musste sein. Kann ich auch erz&auml;hlen. Wir waren in der Rheinaue und da waren, keine Ahnung, 50.000 Leute gewesen. Es war tierisch hei&szlig; an dem Tag. Und das war ein Rock&rsquo;n&rsquo;Roll Veranstalter. Und ich dachte mir, machen wir wie immer, Ordnungskr&auml;fte, alles wunderbar. Und nachher kamen die Leute sich bei mir beschweren, die am Eingang ihre Brote, die Cola wegschmei&szlig;en mussten. Das war bei meinen normalen Veranstaltern, war das nicht so. Die konnten alle das tun was sie wollten. Ich brauchte auch keine Bodyguards, das hab ich ja alles gar nicht gehabt. Und die &bdquo;Wolfgang, wir konnten noch nicht mal auf Toilette gehen&ldquo;. Da war diese Blaus&auml;ure, die war nicht da, schweige denn Toilettenpapier. Und ich hatte ja die ganzen Wagen alle bezahlt. Ich habe bezahlt, dass hier jeder Mensch auf Toilette gehen kann. Also muss es auch da sein. Und da kam der Tag, da bin ich dann bei jedem Stadionkonzert, nachmittags fr&uuml;her einfach gekommen, habe mir die Wagen angeschaut, ob Toilettenpapier da war und auch die Blaus&auml;ure drin. So geht man nicht mit Mensch um. Geht ja gar nicht. Und da kam dann irgendwann, sagte die Plattenfirma, ja, die wollen das mal filmen. Ja sag ich &bdquo;Die k&ouml;nnen nicht neben mir gehen&ldquo;, dann sind die da irgendwie hinter mir, so 100 Meter,&nbsp; gegangen und haben das gefilmt. Ist alles nicht mehr Abteilung. Das sollte auch gar nicht publik gemacht werden. Ich wollte nur, dass die Leute, dass die anst&auml;ndig behandelt werden. Die kamen ja abends immer zu mir nach dem Auftritt. Die kamen ja zu mir, haben mir alles berichtet, was da, wenn irgendeiner &lsquo;nen Furz im Kopf hatte, hab ich erfahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Deine Shows damals waren ja eh schon immer lang und ausgedehnt. Du warst aber nie nach den Konzerten verschwunden, sondern hast Dich immer noch um deine &bdquo;Leute&ldquo; gek&uuml;mmert. Da erz&auml;hlt man sich, dass Du teilweise noch 1 &frac12; Stunden nach dem Konzert Autogramme gegeben hast. Hast Du das wirklich immer durchgehalten?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immer. Einmal konnte ich es nicht, da war ich so krank gewesen, da konnte ich es nicht. Aber normalerweise hab ich das nach jedem Auftritt immer gemacht, ob ich jetzt in der Diskothek gestanden habe oder nachher in der Halle oder im Stadion. Da kommen die gleichen Leute, ist ja kein Unterschied. Also habe ich Autogramme geschrieben. Ich glaube das mit den Autogrammen, das war glaub ich gar nicht der springende Punkt gewesen. Jeder hat sein kleines Wehwehchen mir mitgeteilt. Ich war &bdquo;Pfarrer Wolle&ldquo;. Ja, und ich will das jetzt gar nicht witzig nennen, das ist einfach eine sehr ber&uuml;hrende Sache gewesen, die mich dann sehr gepr&auml;gt hat. Dass die Menschen auch gemerkt haben, da steht irgendeiner oben, der macht nicht den dicken Willi, der ist nicht mehr wie wir auch. Und so ist das r&uuml;bergekommen, so hab ich mit den Leuten vorne geredet &uuml;ber Gott und die Welt und Probleme und ich wei&szlig; nicht was alles. Ich will auch nicht sagen was ich gemacht hab und alles, das geh&ouml;rt alles nicht dahin. Es war einfach eine sch&ouml;ne Sache, dadurch hat es auch manchmal 3 Stunden gedauert. Ein Stadion dauert lange bis es leer ist. Da hab ich allerhand geschrieben, aber wie gesagt, es ging gar nicht um das Schreiben, es ging schon um das Schreiben, aber das Wort, das war wichtiger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1999 hast Du &#8211; f&uuml;r viele unerwartet &#8211; Dein letztes Konzert gespielt. Es wusste niemand und es wurde auch nicht als Abschiedskonzert verkauft, wie oft &uuml;blich. Wie kam es damals zu diesem Entschluss?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Idee war praktisch, in davor dem Jahr, vor dieser gro&szlig;en Tournee, war mein Gedankengang, und das wussten wirklich nur Rosie und ich, ich sag &bdquo;Pass&lsquo; auf ich kann die Hallen machen, dann die gro&szlig;en Stadien alle hintereinander, ich glaub das war&rsquo;s dann auch gewesen f&uuml;r mich.&ldquo; Parallel hatte ich aber einen neuen Vertrag gemacht, in dem Jahr noch bei BMG, einen riesen Vertrag, das l&auml;uft ja alles parallel, das kannst du ja nicht steuern, dass da irgendwas jetzt nicht sein sollte, es war so, ich wollte nach dem letzten Konzert in Essen nicht mehr singen. Und Rosie, wir wussten das ein paar Monate vorher, und ich wusste, das war mein allerletzter Auftritt gewesen. Und wir sind auch so nach Hause gefahren, das vergesse ich auch nie, wir sind im K&ouml;nigsforst bei uns in die Rastst&auml;tte gegangen, da war eine &auml;ltere Frau, die hat mir immer die Currywurst mit den Fritten und Mayonnaise gemacht und nachts um 4.00 Uhr, das ungesunde Essen, aber es hat mit geschmeckt. Wir haben praktisch meinen letzten Auftritt gefeiert, aber nicht, weil es der letzte Auftritt war, sondern ich brauche keine Autobahn mehr sehen, keine Hotels mehr, keine Staus, diese ganze&hellip;boh das ist, wenn du das ein Leben lang gemacht hast, ist das nicht so lustig, nee. Da hab ich dann zu Rosie gesagt, wir probieren das einfach, wir genie&szlig;en unser Leben, was hier kommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In Deiner erfolgreichen Zeit hast du ja einige Echos bekommen, und zwar in Folge Echo 1997, 1998, 1999, 2000, 2001. Man soll dich da nie auf der After Show Party gesehen haben. Kann das wirklich stimmen, dass dich da hast nicht feiern lassen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Christian Wolff hat mich immer dahin gef&uuml;hrt. Ich sagte &bdquo;Du sagst mir wo es zur B&uuml;hne geht und von der B&uuml;hne wieder raus&ldquo; damit ich damit &uuml;berhaupt nichts zu tun habe. Und dann direkt aufs Zimmer, das was meine Echoverleihung. Eine Aftershow Party, ich glaube eher sterbe ich. Geht gar nicht, kann ich nicht, geht &uuml;berhaupt nicht. Nur Wichtigtuer und ich wei&szlig; nicht was alles. Ich wollte das nicht machen und habe es auch nicht gemacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1998 hat Dich dann aber einer &uuml;berredet einmal bei der Echo-Verleihung auch aufzutreten &#8230;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich war ja im guten Gef&uuml;hl dorthin, die Jahre waren ja toll. Ich hatte tolle Auftritte gehabt, die Menschen waren sehr pro eingestellt. Alles super, lief alles gut und auch in Fernsehsendungen war auch alles super. Und bei der Echoverleihung hat man mich &uuml;berredet &bdquo;sing da dein Lied&ldquo;, da hab ich dann &bdquo;Wei&szlig;&lsquo; der Geier&ldquo; oder so gesungen und dann merkte ich da so diese Abneigung, wie diese K&ouml;pfe da unten, diese miese Abneigung, wie sie sich umgedreht haben oder auch rausgegangen sind. Da war mir klar, das machst du in deinem ganzen Leben nicht mehr. Habe ich auch ganz klar gesagt: &bdquo;Ich singe hier nie mehr einen Ton und ich will auch gar nicht mehr hier hin.&ldquo; Das war ja dann irgendwie auch vorbei, dann haben sie irgendeinen anderen gefunden. Sag ich, sucht euch irgendeinen, mich kannst du da nicht mehr hinstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was passierte nach 2006. Hast Du wirklich gar keine Musik mehr gemacht? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hab also wirklich erst mal alles beiseitegelegt, und hab nichts gemacht. Im Gegenteil wir sind dann in L&auml;nder, wir sind nach Neuseeland, Hong Kong, wir haben uns alles M&ouml;gliche angekuckt. So hat es angefangen, sind wir Wochen lang rumgereist. Bin ich irgendwann wiedergekommen. Und ich hab mir schon immer vorgenommen, wenn du aufh&ouml;rst mit dem Singen, h&ouml;rst du auf zu rauchen. Und da bin ich ja beinhart drin. Wir sind wiedergekommen, bin hierhin gekommen, mittags hab ich dann, montags, und rauche hier und rauche noch eine und habe nach 20 Minuten die dritte an, hab ich gesagt, so das war&lsquo;s, ich rauche nie mehr in meinem Leben. Das sind die &Auml;nderungen in meinem Leben gewesen. So hab ich dat gemacht, ne? Ich habe nat&uuml;rlich noch andere &Auml;nderungen vorgenommen. Irgendwann hatte ich einen langen Pferdeschwanz ja gehabt, dann hab ich mir den abgeschnitten, weil das war mir dann zu bl&ouml;d irgendwie. Mit kurzen Haaren morgens aufstehen, so machen, super. Hat &lsquo;nen weiteren Vorteil. Ich kann mittlerweile hingehen wo ich will, kann essen gehen, ohne ein Problem. Ich kann nur sagen, das ist erstrebenswert f&uuml;r jeden Menschen, der das so kann. Und jetzt kann ich das.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Irgendwann hast Du dann wieder zur Musik gefunden. Lag das an Achim, weil Du dann ja ein Album mit ihm produziert hast?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hatte mit &lsquo;m Achim ein Album gemacht, das war sehr, sehr rocklastig gewesen. War anscheinend nicht angesagt. War nicht angesagt, war nicht die Musik die da&hellip;ich hab&#39;s einfach so gemacht. Ich hab da auch meinen Kopf durchgesetzt mit dem Achim. Ich sag &bdquo;Komm wir zeigen mal wo et langgeht&ldquo;, so, das war es nicht gewesen. Ich sag &bdquo;Achim, kennst du irgendwelche Leute?&ldquo;, &bdquo;Ja&ldquo; sagt es &bdquo;Ich kenne hier den Ren&eacute;, Ren&eacute; Lipps, der schreibt gute Nummern.&ldquo; &bdquo;Ja, biste sicher?&ldquo; &bdquo;Ja&ldquo; sagt er &bdquo;Bin ich gar sicher&ldquo;. Da spielt er mir nur einen Vers vor von &lsquo;nem Lied. Von &bdquo;Tinte&ldquo; spielt der mir den Vers vor, war noch kein Refrain da. Ich sage ist ja gro&szlig;artig, was schreibt der? Was ist das f&uuml;r ein Geist? Ein Geist, was f&uuml;r ein Text. Das&hellip;k&ouml;nnen wir da mal hinfahren? &bdquo;Ja&ldquo; sagt er &bdquo;k&ouml;nnen wir hin&ldquo;. Da hat er da beim Ren&eacute; angerufen: &bdquo;Ja&ldquo; sagt der &bdquo;Ich hab aber nur ein kleines Haus, da kommt der, da kommt der&hellip;&ldquo; Ich denke, was um Gottes Willen erz&auml;hlt der da f&uuml;r &lsquo;ne Schei&szlig;e? Ich komme dahin weil du gute Musik machst und nicht weil du ein kleines Haus hast oder wat. Interessiert mich doch &lsquo;nen Schei&szlig;. Und dann bin ich da zu ihm hingefahren und er hat noch mehr Sachen vorgespielt. Der spielt Gitarre wie &lsquo;ne Sau. Ist Gro&szlig;artig, ganz neue Elemente. Und ich sag &bdquo;Achim, das sollten wir machen. Wir sollten das machen. Ich rufe den Christian an, dann kucken wir, ich spiele ihm ein paar Sachen vor. Lass uns das mal machen&ldquo; Und so bin ich praktisch wieder da dran gekommen. Ich kriegte wieder neu, wir hatten ja alles gesungen in den 10 Jahren vorher. Ich hab alle Themen, man wiederholte sich, irgendwann wiederholst du dich ja auch irgendwo, ne? Und Ren&eacute; kam da und hat mich auf einen ganz anderen Fu&szlig; gebracht. Praktisch mir wieder die Lust gegeben. Allerdings, ich trete nicht mehr ganz nach vorne, aber Musik kann man nicht abstellen. Du kannst nicht sagen, Zack macht nichts, nein, das geht nicht. Musikt&ouml;ne sind da, auch in den ganzen Jahren waren die T&ouml;ne irgendwie denn da. Aber nicht mehr mit diesem Blick der Branche, sondern einfach nur, das hab ich gut gefunden, das hab ich schlecht gefunden, das habe ich gerne geh&ouml;rt und so weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mit Ren&eacute; hast Du dann Achims Album &bdquo;Mittendrin&ldquo; produziert, auf dem auch zwei Duette mit Achim zu h&ouml;ren sind. Danach habt Ihr dann an Ideen f&uuml;r Dein eigenes neues Album gearbeitet?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das lag daran, weil die Arbeit gefiel mir gut. Die Art der Textierung, ich merkte, wie dieser Mensch ganz anderes wie wir alten S&auml;cke damit umgeht. Der geht ganz andere Wege, j&uuml;ngere Leute, super, sag ich, das ist gro&szlig;artig. Und &uuml;ber die Arbeit vom Achim seinem Album, kam mir so nebenbei denn&hellip;ich hab ihn irgendwann gefragt &bdquo;Jetzt machen wir Achim, das machen wir fertig, sind fast fertig. Kannst du dir vorstellen, dass wir was machen?&ldquo; &bdquo;Bist du bekloppt, na sicher kann ich mir das vorstellen!&ldquo; sagt er. Wir sollten es probieren. Wir sollten es probieren. Und er hat mir dann wirklich auf den Lippen gehangen und hat alles gesaugt so. Mein Leben, hat mich auch ausgefragt. Ich hab dann praktisch die Texte hier so im unreinen geschrieben, aber der hat &lsquo;ne Ausdrucksweise diese Mensch. Ich hab mich nur noch rausgehalten. Fand ich einfach gro&szlig;artig, ne. Der kann mit Worten da umgehen. Auch vom Spielen her, das ist schon &lsquo;ne andere Abteilung. Hat mir gut gefallen, darum hab ich&lsquo;s gemacht. Nur aus dem Grunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hattest Du Anfang 2015 nicht tierische Angst mit Deinem neuen Album &bdquo;Brandneu&ldquo; total zu floppen? Mit ganz anderer Musik, ganz anderen Texten, Haare ab, Schn&auml;uzer ab? Davon h&auml;tte jeder Stratege abgeraten. Das h&auml;tte ja auch richtig nach hinten losgehen k&ouml;nnen.<\/strong>..<\/p>\n<p>In meinem Leben gibt es diese Art von Denke &uuml;berhaupt nicht mehr. Ich musiziere frei nach Schnauze, es muss mir gefallen, ich mache es. Mir war schon klar, das verschiedene Leute sagen &bdquo;Boa, was singt der denn da f&uuml;r &lsquo;ne schei&szlig;e. Das kannst du doch nicht singen. Was macht der denn da?&ldquo; Aber du musst das einfach verstehen, ich brauche nicht mehr schielen nach irgendwelchen Erfolgen. Und wenn es&nbsp; nicht Nummer 1 wird, dann wird es halt Nummer 90. Und? Ja und? Im H&ouml;chstfall krieg ich dann mit der Plattenfirma &Auml;rger, die sagen &bdquo;Du das ist aber schei&szlig;e, dass du hier so wenig verkauft hast. Da k&ouml;nnen wir nichts mit anfangen.&ldquo; Gut, ok damit muss ich dann leben. Aber ich brauche nicht mehr das, wo alle nach schielen, brauche ich nicht mehr machen. Habe ich in meinem Leben gehabt, nein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie kam es zu dem Titel &bdquo;Der Letzte seiner Art&ldquo;? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&Uuml;ber Lieder sollte man weiniger reden, man sollte sie h&ouml;ren. Ich glaube, dass ist der bessere Teil wie man das machen kann. Aber, es geht um die Menschlichkeit, ein Lied &uuml;ber die Menschlichkeit. Es geht uns alle an, jeden Tag. Wir miteinander, in der Familie, im Betrieb, wo immer man ist. Und sogar auf den ganz gro&szlig;en B&uuml;hnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was willst Du mit dem Titel &bdquo;Pflicht&ldquo; sagen? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, da ist eine Menge Information drin. Man kann auch da schwer dr&uuml;ber reden, man braucht nur zuh&ouml;ren. Es handelt auch davon, dass alle erwarten von mir, der muss noch mal auf die B&uuml;hne gehen und ich singe nat&uuml;rlich da nicht &bdquo;Schei&szlig;e auf die Pflicht&ldquo;. Aber, ich schei&szlig;e nicht auf meine Mitmenschen, ich schei&szlig;e nur auf das was man erwartet von mir. Und, ja, es ist ein Lied was &uuml;ber mein, so wie ich bin, handelt. Nicht mehr und nicht weniger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Warum machst Du heute andere Musik als damals? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich glaube in jedem Musiker schlummert der Wunsch schon mal andere Musik zu machen als wie die, die er aktuell macht. Wenn die dann auch erfolgreich ist, und ich hatte immer so ein bisschen das Gef&uuml;hl, ich muss noch mal was anderes machen. Nur, wenn man so funktionierende Dinge macht, w&auml;re es ja bekloppt, wenn man das irgendwie &auml;ndern w&uuml;rde. Ich will nicht sagen, dass das schlecht gewesen ist, aber es sind andere Zeiten gekommen. Ich m&ouml;chte heute andere Lieder singen, andere Themen. Meinetwegen noch unkommerziell, die sich &uuml;berhaupt nicht verkaufen lassen, es ist mir schei&szlig;egal. Die Hauptsache ist ich mache gute Lieder, und das ist mein Beweggrund warum ich &uuml;berhaupt hier noch sitze.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das hei&szlig;t, es wird nach den beiden neuen Titel &bdquo;Der Letzte seiner Art&ldquo; und &bdquo;Pflicht&ldquo; noch weitere Titel von Dir geben?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich sag mal: ja, wenn mir was einf&auml;llt. F&auml;llt mit nichts ein, kommt auch nichts mehr. Kommt was, singe ich wieder. Aber es muss mich anknipsen, in irgendeiner Form. Ich finde es ok, wie ich es im Moment mache. Ich schreibe schon mal ein Lied, aber ich schreibe keine Lieder mehr oder nehme sie auf, wenn man es von mir verlangt. Ich kann nur noch die Dinge singen, die mir Spa&szlig; machen, wo ich denke das hat einen Sinn dar&uuml;ber zu singen. Und wenn ich keins habe, wird es auch keins mehr geben oder es kommen dann doch wieder welche, aber die Ideen m&uuml;ssen da sein, sonst nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was waren die Highlights Deiner Karriere?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bin ich auch schon mal gefragt worden. Es gibt nur sch&ouml;ne Begebenheiten, mit hat ja nie einer was getan. Es ist ja nicht so, dass ich aufgeh&ouml;rt habe, weil die mich alle beleidigt haben oder irgendwelche Leute b&ouml;se zu mir waren. Ich hab nur sch&ouml;ne Tage gehabt in meinem Leben und hab mit den Leuten, mit den Menschen gelebt. Das war, jeder Tag war neu sch&ouml;n. Jeder Tag, egal ob in der Disco, fr&uuml;her, ganz fr&uuml;her vor 200 Leuten oder auch vor 70.000, das war f&uuml;r ich immer absolut identisch gewesen und ich hab auch nur die Menschen geachtet die vor mir gestanden haben und das sind die Begebenheiten die ich immer noch in mir habe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was hast Du in der Zeit zwischen 2006 und heute gemacht? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hab Briefmarken gesammelt, h&ouml;rt sich komisch an, aber hat mich &lsquo;ne Zeit lang sehr besch&auml;ftigt, ist auch sehr interessant so was zu machen, so weltweit Briefmarken. Man lernt sogar Kulturen dadurch kennen. Ja, Musik habe ich weniger gemacht, ich hab eher schon mal was geh&ouml;rt, mich hab&lsquo; die amerikanische Countrymusik immer schon interessiert, das hab ich geh&ouml;rt. Und sonst, hier praktisch gar nichts, was in unserem Land stattgefunden hat, hab ich gar nicht mehr verfolgt. Ich hab viel Sport gemacht in meinem Leben, also in den letzten 10 Jahren, &lsquo;ne Menge Sport. Weil ich hab fr&uuml;her viel Schindluder mit meinem K&ouml;rper getrieben, ich hab viel Dreck gefressen, nicht bewegt, nicht genug bewegt. Das habe ich auch gemacht, das kostet mich dann auch 2 Stunden am Tag wo ich das mache.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bist Du auch gereist in der Zeit nach 2006?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Haben wir auch gemacht. Wir hatten gro&szlig;e W&uuml;nsche und haben dann irgendwann angefangen. Neuseeland, ich singe ja auf meinem letzten Album von Neuseeland, &bdquo;Kein Ort der Welt&ldquo; &ndash; ich glaub so hie&szlig; die Nummer &ndash; die handelt davon. Einer der sch&ouml;nste Flecken der Erde, die ich in meinem Leben gesehen habe, ich konnte nur nicht fressen da. Weil das war, das war irgendwie, ja, englisch. Es ging einfach nicht. Das war dann &uuml;ber Hong Kong, hab ich dann kennengelernt, ja, alles m&ouml;gliche. Wir sind auch in Deutschland viel rumgereist, die ganzen Inseln, Usedom, da war ich nie gewesen, das wollte ich einfach mal sehen. Und das hab ich dann gemacht.&nbsp;<\/p>\n<p>Kah\u00e9 PR &#038; Dialog f\u00fcr Na klar! 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